AVC – Christliches Hilfswerk

Am 16.12.2011 wurden die Philippinen von einem schweren Taifun heimgesucht. Viele hundert Tote und Vermisste waren zu beklagen. Die Kleidung am Leibe war häufig das einzige, was den Überlebenden blieb. Improvisierte Notunterkünfte waren überfüllt, Kinder schrien, es fehlten sauberes Wasser, Nahrungsmittel, sanitäre Einrichtungen, eigentlich alles.

In den folgenden Tagen bereitete ein Team des AVC den Aufbau einer Hilfsstation in der philippinischen Stadt Cagayan de Oro vor. Mitarbeiter waren täglich unterwegs, um Wasser, Hygienepakete und Medikamente an die Menschen in den Obdachlosenlagern zu bringen. “Wasser ist immer noch ein riesiges Problem. Über 70% der 500.000 Menschen der Stadt haben kein Wasser. Etwas über 110.000 Menschen wurden mit ihren Häusern überflutet. Die Zahl der Toten steigt täglich. Ununterbrochen fliegen die Hubschrauber über unsere Köpfe. Jetzt allerdings nicht mehr um zu retten, sondern nur noch um die Leichen in den Flüssen und ins Meer getriebenen Körper zu bergen. Überall in der Stadt hängen Vermisstenplakate. Mit lokalen Helfern vor Ort versuchen wir seit Tagen so gut wir können zu helfen. 4000 kleine Hilfspakete haben wir mit den bis jetzt gespendeten Mitteln austeilen können. Mit Containern versuchen wir Wasser aus Quellen in die Lager zu bringen. Morgen wollen wir beginnen, die 50.000 Wasseraufbereitungstabletten auszugeben, womit man auch sehr schmutziges Wasser trinkbar machen kann.” Soweit ein Bericht des AVC-Mitarbeiters vor Ort vom 28.12.11. Eines der vielen Projekte des Hilfswerks AVC,  »Aktion für verfolgte Christen und Notleidende«.

“Nach vorsichtigen Schätzungen wird jede fünfte Minute ein Christ (wegen seines Glaubens) getötet”, so ein Zitat auf der Internetseite des AVC. Seit 40 Jahren setzt sich die Hilfsorganisation für verfolgte Christen sowie bei Naturkatastrophen, Kriegen und Armut durch eine vielschichtige Arbeit ein.
1970 begann es mit  einer schweren Flutkatastrophe in Rumänien. Für kurze Zeit öffnete das sonst verschlossene Land seine Grenzen für Hilfsgüterlieferungen. Einige Pastoren aus Deutschland organisierten und begleiteten einen Transport. Im Land trafen sie auf Christen und erhielten so Informationen aus erster Hand über die Christenverfolgung hinter dem Eisernen Vorhang und das Verbot, Bibeln zu besitzen. Weitere Transporte mit Hilfsgütern, aber auch Bibeln, hatten unerwünschte Folgen: fünf rumänische Pastoren wurden  verhaftet. Im Jahr 1972 wurde deshalb in Deutschland ein Schweigemarsch organisiert, um für ihre Freilassung einzutreten. Name des Veranstalters: »Aktionskomitee für verfolgte Christen«. Die Gefangenen kamen frei – AVC war »geboren« und nahm seine Arbeit für verfolgte Christen und Notleidende auf.
Hauptsitz des AVC ist Nidda in der hessischen Wetterau. Es gibt jedoch weltweite Kontakte. Heute hilft AVC jährlich in rund 50 Ländern auf vier Kontinenten. Zu seinen Tätigkeiten zählen Katastrophenhilfe, Suppenküchen und andere Speisungsprogramme, Arbeit unter Straßenkindern, Waisenhäuser, Kindergärten, Schulen, Berufsausbildung, Medizinische Betreuung, Rehabilitationsarbeit unter Alkohol- und Drogenabhängigen, Aufklärung für Suchtgefährdete, Gefängnisarbeit, Wasserversorgung, Landwirtschaftliche Projekte, Hilfsgütertransporte etc.

Wenn Sie eines der Projekte des AVC unterstützen oder einfach mehr Informationen über diese Hilfsorganisation erhalten möchten, können Sie gerne auf http://www.avc-de.org/ gehen.

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