Dem Bösen widerstehen

Am Morgen hielt ein frommer Bauer mit seiner Frau und seinen Kindern die Morgenandacht. Sie beteten zu Gott, dem Helfer, denn gerade zur Zeit der Ernte ritten die Grafen und Herzöge über die Felder und richteten dort oft großen Schaden an. Da der Landmann schon am Tag vorher die Jäger über das Land reiten sah, stellte er seinen Sohn an das Gittertor, das zum Feld führte und befahl ihm, unter keinen Umständen das Tor zu öffnen. Der kleine Junge tat, wie ihm der Vater befohlen hatte. Doch kaum stand er auf seinem Posten, als auch schon die Jäger angebraust kamen und von ihm verlangten, unverzüglich das Tor zu öffnen. – Der Knabe weigerte sich entschieden und berief sich dabei auf das Verbot des Vaters: „Ich will unter keinen Umständen dem Befehl meines Vaters ungehorsam sein!“ fügte er hinzu.
Die Jäger versprachen ihm Geld, sie drohten mit Schlägen und Strafen, aber der Junge blieb standhaft. Endlich ritt einer der vornehmsten Jäger vor den Knaben und sprach in befehlendem Ton: „Junge, kennst du mich? Ich bin der Herzog von Wellington, der den großen Kaiser Napoleon besiegt hat. Ich bin nicht gewohnt, dass mir jemand im Wege steht; öffne das Tor, damit meine Freunde und ich durchreiten können.“ –
Der Knabe nahm seine Mütze vom Kopf und stellte sich aufrecht vor Englands größten Siegeshelden hin. Dann antwortete er: „Ich bin gewiss, der Herzog von Wellington würde nicht von mir verlangen, meinem Vater ungehorsam zu sein. Ich bin hierhergestellt worden, um dieses Tor geschlossen zu halten und darf es nicht öffnen!“ Wellington hob seinen Hut und lächelte. Dann sagte er: „Ich ehre den Knaben oder Mann, der sich nicht einschüchtern noch überreden lässt, seine erhaltenen Befehle zu übertreten. Mit einer Armee solcher Soldaten wollte ich die ganze Welt einnehmen.“ Er reichte dem Knaben ein Geldstück und die Jäger ritten davon. – Als der Herzog verschwunden war, rief der Knabe laut: „Hurra, hurra, was Kaiser Napoleon nicht konnte – ich habe dem Herzog von Wellington widerstanden!“

So wurde also das Gebet der Bauernfamilie erhört.

Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?
Römer 8, 31

Autor unbekannt

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: