Die ersten zwei Wochen

Vor vielen Jahren las ich in einer Zeitschrift einen Bericht, der mich seitdem begleitet hat. Wie die Dame, von dem er stammt, hieß, weiß ich nicht mehr, doch will ich versuchen, die Geschichte einmal nachzuerzählen. Der Titel war etwa:

Die ersten zwei Wochen

Eines Tages entschloss ich mich, mir eine neue Gewohnheit zuzulegen. Ich hatte bisher einmal täglich meine Zähne geputzt, doch nun wollte ich es dreimal täglich tun.
Ich erinnere mich, wie mir Gedanken des Zweifels hochkamen, als ich bereits zum zweiten Mal an diesem Tag zur Zahnbürste griff. „Ist das wirklich nötig?“, fragte ich mich. „Reicht nicht auch nur einmal? Ich bin doch immer mit einmal ausgekommen. Ist das jetzt nicht etwas überzogen?“ Doch schob ich diesen Einwand zur Seite und kurz darauf war die Sache erledigt- bis zum nächsten Mal. Mit einem Seufzer stand ich abends erneut vor dem Waschbecken. Die Unentschlossenheit übertraf wohl noch die vom Mittag. Ich holte tief Luft, biss kurz die Zähne zusammen- und zog es durch.
Etwa zwei Wochen später fiel mir auf, dass es gar keine Diskussionen mehr in mir erregte, dreimal am Tag die Zahnreinigung zu erledigen. Es war mir so in Fleisch und Blut übergegangen, ich dachte gar nicht mehr weiter darüber nach.
So begann ich, verschiedene Dinge in meinem Leben zu verändern. Ich stellte fest, dass jede Neuerung anfangs ein ordentliches Zwiegespräch in mir auslöste. Dies nahm jedoch im Laufe der Zeit ab und war in der Regel nach zwei Wochen abgeklungen.
Durch all´ das fasste ich Mut und stürzte mich auf ein neues Projekt: meine Ehe. Es sah nicht gut aus um meinen Mann und mich. Er schlief bereits unten alleine auf der Couch, während ich oben versuchte, für mich etwas Ruhe zu finden. Wir sprachen auch schon länger nicht mehr miteinander.
Nun hatte ich schon so viel erreicht, warum auch dieser Sache nicht wenigstens einen Versuch geben? Ich hatte mir vorgenommen, ihm jeden Tag eine nette Sache zu sagen. Das musste zu schaffen sein, selbst für mich. Ich überlegte lange und schließlich fiel mir auch etwas ein. Jetzt brauchte ich einen passenden Moment.
Wir standen beide in der Küche- wie üblich Rücken an Rücken. „Jetzt!“, dachte ich. Ich nahm alle meine Kraft zusammen und zischte: „Haste ja gut gemacht, die Garage aufgeräumt. Nicht schlecht.“ Mein Mann sah sich verblüfft um und ich rauschte nach draußen. Wütend über meinen Ton und mich selbst knallte ich auch noch die Türe zu.
Tja, was soll ich sagen? Unsere Ehe wurde gerettet. Wir sind so froh, dass wir noch zusammen sind und es geht uns gut.

Haben Sie etwas in Ihrem Leben, das Sie gerne ändern möchten ? Fällt es Ihnen schwer, sich zu überwinden ? Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert! Nehmen Sie sich etwas kleines, schaffbares vor. Bleiben Sie am Ball! Geben Sie sich zwei Wochen und Sie werden sehen: es ist so gut wie geschafft !

Kurzfilm (2:44 Minuten)  Keep love abide / Halte die Liebe am Leben:

http://www.godtube.com/watch/?v=76PPLPNX

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