Der Sohn des Häuptlings

Es war noch zu der Zeit, bevor es Abraham Lincoln gelang, die Sklaverei in Amerika abzuschaffen. Unzählige afrikanische Sklaven hatten dort unter ungeschützten, oft gnadenlosen Bedingungen harte Arbeit auf den Plantagen der Weißen zu verrichten.
Abends sanken die erschöpften Arbeiter in ihren Lagern schließlich zu Boden und schliefen todmüde ein. Es gab keine Kraft mehr zur Unterhaltung oder fröhlichem Gesang und Tanz.
Jeden Abend aber, wenn alle ermattet nach Ruhe verlangten, schleppte sich einer erst noch zum Brunnen, um sich zu waschen. Er war nicht weniger müde als die anderen. Doch etwas in seiner Haltung unterschied ihn von den übrigen. So fiel er bald auch dem weißen Herrn der Plantage auf. Dieser ließ ihn rufen und stellte ihm einige Fragen. Es stellte sich heraus, dass er der Sohn eines afrikanischen Häuptlings war, der ebenfalls mit Gewalt von den Sklavenhändlern seiner Heimat entrissen worden war. Doch auch unter den hiesigen Bedingungen vergaß er seine Herkunft nicht. Stolz und Würde lagen in seiner Haltung. Er war sich bewusst, wer er war und fest entschlossen, seinem Stamm keine Schande zu bereiten.
Eines Tages wurde auch ein befreundeter Nachbar des weißen Herrn auf den außergewöhnlichen Mann aufmerksam. Die Herren unterhielten sich eine Weile über ihn und dann fragte der Nachbar den Besitzer: „Verkaufst du ihn mir?“ „Nein“, antwortete dieser. „Den verkaufe ich nicht. Der bleibt bei mir.“

Sind Sie ein Kind des Königs aller Könige ? Egal in welcher Situation Sie stehen – seien Sie es mit Würde.

 

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