Anspiel: Jona geht nach Ninive

Jona geht nach Ninive  
Seht selbst, was da wieder bei Jona los ist…

Intro mit Musik. Vorhang auf, Jona vor seinem Haus.

Jona: Och, ist das ein schöner Tag. Die Sonne scheint so warm, davon bekommt man richtig gute Laune.

Gott: Jona!

Jona: Wer spricht da? Ich sehe niemanden!

Gott: Jona, geh nach Osten, in die große Stadt Ninive! Dort sind die Menschen so böse, dass ich nicht länger zusehen kann. Sage ihnen, dass ich sie bestrafen will.

Jona: Gott? Ich soll nach Ninive gehen? Nein, das will ich nicht. Die Menschen in Ninive sind sehr böse und diese bösen Menschen werden mir nicht glauben. Ich habe eine Idee, ich werde einfach vor Gott nach Tarsis fliehen. Dort wird er mich sicher nicht finden. Am besten mache ich mich gleich auf den Weg.

Musik. Fluchtversuch Jonas. Haus durch Wald ersetzen. Bei Musikende Wald durch Leuchtturm ersetzen.

Jona: So, da drüben ist schon der Leuchtturm. Dann ist der Weg nicht mehr weit bis zum Hafen von Jafo.

Schiff mit Matrosen fährt ein.

Jona: Ahoi Matrose! Weißt du, welches Schiff nach Tarsis segelt?

Mat.: Ja, unser Schiff fährt dorthin. Wir fahren heute noch ab. Da drüben kommt auch schon der Kapitän. Du kannst ihn ja mal fragen, ob noch ein Platz für dich frei ist.

Kapitän kommt.

Jona: Ahoi Kapitän, kann ich euch nach Tarsis begleiten? Ich werde auch für die Schifffahrt zahlen.

Kap.: Ja, wir haben genau noch einen Schiffplatz frei. Geh ruhig an Bord. (Wenig später, schreiend) Hisst die Segel und zieht den Anker hoch. Die Fahrt geht los.

Jona geht an Bord und verkriecht sich in der Kajüte.

Mat.: (Panisch schreiend) Kapitän, Kapitän, ein Sturm zieht auf.

(Windgeräusche kurz laut drehen. Dann leise im Hintergrund.)

Kap.: Oh neeeiiinnnnn! Bei so einem starken Ungewitter kann ich das Boot nicht steuern. Wir werden alle unser Leben verlieren. Betet zu euren Göttern und schmeißt Ladung über Bord. Vielleicht lässt der Sturm dann nach.

Mat.: Der Sturm lässt nicht nach. Wir haben große Angst, Kapitän.

(Schlimmere Windgeräusche, dann wieder leiser, um reden zu können.)

Kap.: Jona, warum schläfst du? Wach auf und rufe zu deinem Gott. Denn wir sind in großer Lebensgefahr. Vielleicht wird dein Gott uns erhören, so dass wir nicht sterben.

Mat.: Kommt, lasst uns losen wer schuld ist, dass es uns so schlecht geht.

Kap.: Das Los ist auf Jona gefallen. Sage uns Jona, warum geht es uns so schlecht? Als was arbeitest du und woher kommst du? Aus welchem Land und aus welchem Volk stammst du?

Jona: Ich bin ein Hebräer und ich glaube an Gott, der den Himmel und die Erde geschaffen hat. Er sprach zu mir. Ich sollte nach Ninive gehen um den Menschen zu sagen, dass ER gesehen hat, dass sie sehr böse sind und dass er sie bestrafen wird. Doch ich wollte nicht von den Menschen ausgelacht oder misshandelt werden. Deshalb floh ich vor ihm. Nun habe ich aber erkannt, dass man vor Gott nicht fliehen kann. Er findet mich überall.

Kap.: Was sollen wir denn jetzt tun, damit der Sturm nachlässt?

Jona: Werft mich ins Meer, dann wird das Meer wieder still.

Kap.: Das können wir doch nicht machen!

Mat.: Der Sturm wird noch schlimmer.

Kap.: Gott Jonas, lass uns nicht sterben, weil Jona vor dir geflohen ist. Bestrafe uns nicht dafür, dass wir Jona ins Meer werfen.

Sie nehmen Jona und werfen ihn über Bord. Das Meer wird still. Der Sturmhintergrund bricht aprupt ab.

Mat.: Das Meer ist augenblicklich still geworden. Jetzt wissen wir, dass der Gott Jonas der wahre Gott ist.

Boot fährt ab.

Jona: Hilfe! Ich habe keine Kraft mehr zum Schwimmen. Ich werde ertrinken.

Jona säuft bis zum Grund des Meeres ab. Der Wal kommt.


Wal: Oh nein! Jona sinkt schon auf den Grund des Meeres. Dann werde ich ihn gleich verschlingen. So wie Gott es mir befohlen hat.

Jona begibt sich hinter den Fisch. Die Klappe des Wals wird geöffnet und man sieht  Jona in seinem Bauch. Musik.

Jona: In meiner Not rief ich dich an. Herr, du hast mich verlassen. Ich schrie zu dir vom tiefsten Meeresgrund, wo Wellen und Fluten mich banden. Erst dachte ich, du wärst nicht da. Fühlte mich hilflos verlassen. / Denn du warfst mich ins tiefe dunkle Meer, umgeben von Wassermassen. / Schlingpflanzen wanden sich um mich, fühlte mich elend benommen. / Hier lag ich fest und schrie zu meinem Gott. Für mich war das Ende gekommen. / Doch mein Gebet drang durch das Meer. Du gabst mir neues Leben. / Ich preise dich, mein großer Gott, dafür. Denn du hast mir Rettung gegeben.

Der Fisch schwimmt rückwärts mit sich schließender Klappe aus dem Bild. Jona kommt von hinten herein.

Jona: Endlich! Ich bin wieder an der frischen Luft. Der Wal hat mich ausgespuckt und nun kann ich auch wieder die Sonne sehen.

Gott: Jona, mache dich auf nach Ninive und sage den Menschen, was ich dir geboten habe.

Jona: Da du, oh Herr, mich in meiner großen Not errettet hast und mir gezeigt hast, dass du der wahre Gott bist, werde ich auf deine Worte hören und nach Ninive gehen.

Jona geht. Musik mit dem Ausgang der Geschichte.

Das Rollenspiel von Jona als PDF zum Ausdrucken.

Drei weitere Rollenspiele / Spielvorschläge zu Jona gibt es hier etwa in der Mitte der Webseite . Alle Artikel über  Jona auf christlicheperlen untereinander. Hier kann man die Geschichte von Jona in der Bibel nachlesen: einfach mit Kapitel 1 starten und dann bis zum 4. Kapitel weiterklicken. Das Gleiche gilt für die Hörbibel.

Tipps für sonstige Rollenspiele findet man in der Kategorie Rollenspiele .

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: