Die Herkunft des Muttertags

Die Herkunft des Muttertags

Der Muttertag ist allgemein bekannt als Tag, an dem Mütter gewürdigt und beschenkt werden. Obwohl er von einem Großteil der Weltbevölkerung gefeiert wird, sind Ursprung, Datum sowie Traditionen des Tages je nach Land zum Teil verschieden.
Durch die Ehrung der Göttermutter Rhea bei den Griechen entstand der Muttertag bereits im Altertum.
Einige arabische Länder halten den Muttertag am 31. März (zum Frühlingsanfang). Für Israel fällt er auf den Todestag  von Henrietta Szolz  (21.12.1860 geboren in Baltimore – 13.02.45 † in Jerusalem), den 30. Tag des Monats Schevat. Sie trat ein für die Schaffung eines jüdischen Staates. Andere Gebiete feiern einen nationalen Frauentag anstelle des Muttertages.
Für die meisten Länder fällt der Ehrentag jedoch auf den zweiten Sonntag im Mai. So auch u.a. im deutschsprachigem Raum.
Zurückgeführt wird der Brauch hier auf die Methodistin Anna Marie Jarvis (1864 – 1948 †) aus Amerika.
Bereits ihre Mutter, Ann Maria Reeves Jarvis, hatte 1858 die “Mothers Days Works Clubs” zur Verbesserung der sanitären Verhältnisse und der Gesundheit ins Leben gerufen. Im amerikanischen Bürgerkrieg organisierte sie dann sogenannte “Mother’s Friendship Days” (Freundschaftstage der Mütter). An diesen sollten die Verwundeten beider Lager Hilfe erfahren. Später versuchte sie den Muttertag weiter zu etablieren.
Der Durchbruch gelang jedoch erst ihrer Tochter, die den Sonntag nach dem Todestag ihrer Mutter (09.05.1905 †) als einen “Tag der Mutter” zum anerkannten Feiertag machen wollte. Am dritten Todestag verschenkte Anna Jarvis fünfhundert weiße und rote Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter. Die roten Nelken waren zur Würdigung der lebenden Mütter gedacht, die weißen für die verstorbenen.
Weiter verschickte Anna Jarvis eine Vielzahl von Briefen an Politiker, Kirchen und Vereine. 1914 wurde der Muttertag schließlich national anerkannt. Jedoch stellte sich hiermit rasch auch die Kommerzialisierung des Tages ein. Darüber war Anna Jarvis so verärgert, dass sie versuchte, den Muttertag gesetzlich zu verbieten. Ihre Klage wurde allerdings zurückgewiesen. Sie setzte weiter ihre Kräfte für die Abschaffung des Tages ein. Wegen der Störung einer Muttertagsfeierlichkeit musste sie sogar einmal für kurze Zeit ins Gefängnis. Doch auch der Einsatz ihres gesamten Erbes brachte keinen Erfolg.
Anna Marie Jarvis verstarb ledig und kinderlos. Die Ausgaben für das Altenheim hatte (ohne dass sie es wusste) die von ihr angefeindete Blumenbranche getragen.
Die Blumenbranche verbreitete den Brauch auch in Deutschland.
“Nach Angaben des HDE gibt jeder Deutsche im Schnitt 25 Euro für Muttertagsgeschenke aus. Obwohl der Trend hin zu Sachgeschenken geht, werden immer noch größtenteils Blumen verschenkt. So werden in der Muttertagswoche bis zu 130 Millionen Euro Umsatz mit Schnittblumen gemacht. In den USA werden die finanziellen Aufwendungen für den Muttertag nur durch Weihnachten übertroffen. Nach den Schätzungen der nationalen Einzelhandelsvereinigung werden im Durchschnitt 139 US-Dollar pro beschenkter Mutter ausgegeben (Wikipedia).”

 

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