Rollenspiel zu Himmelfahrt (und Ankündigung von Pfingsten)

Rollenspiel zu Himmelfahrt (und Pfingsten)
 
Personen: Jesus, zwei Engel, elf Jünger, davon hat der namens Jakobus eine Tasche, die ein Monokel enthält.

Kulisse: Einige (Papp-)Wolken an der Wand.
Am Bühnenrand steht eine große Wolke aus stabiler Pappe. Sie muss so groß sein, dass sie bequem vier Personen verdecken kann. Außerdem muss sie so hoch sein, dass der Darsteller, der Jesus spielt, völlig hinter ihr verschwindet, selbst wenn er die Arme nach oben ausgebreitet hält. Auf der Rückseite der Riesenwolke soll ein fester Griff angebracht sein, damit die Wolke im Verlauf des Anspiels bewegt werden kann. Dazu verbirgt sich ein ausreichend kräftiger Helfer bereits vor Beginn still hinter der Pappwolke und bleibt dort bis zum Ende unsichtbar.
In der Mitte der Bühne liegt ein großer , etwa kniehoher Stein, der als Sitzmöglichkeit dienen soll.

Intro mit Musik. Jesus kommt gefolgt von seinen elf Jüngern vom Rand her auf die Bühne. Musik verhallt.

Jesus: So. Jetzt habe ich euch genau erklärt, warum ich gekreuzigt werden musste. Ihr kennt alle Schriftstellen der Bibel, die das schon lange vorausgesagt haben. Ich habe mit meinem Tod für die Sünde der Welt bezahlt. Man muss es nur für sich annehmen.

Petrus: Ja, aber was hast du alles für uns erduldet. Das können wir niemals wieder gutmachen.

Jesus nimmt Platz auf dem Stein in der Bühnenmitte, so dass er gut vom Publikum zu sehen ist. Seine Jünger setzen sich im Halbkreis um ihn auf den Boden.

Jakobus: Schönes Plätzchen hier. Bethanien hat mir schon immer gefallen.

Jesus: Ja. Aber denkt daran, dass ihr in Jerusalem darauf warten sollt, dass ihr die Verheißung des Vaters, die Kraft aus der Höhe, empfangt. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

Petrus: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Wirst du uns von der römischen Herrschaft befreien und König von Israel werden?

Jesus: Es gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater in seiner Macht vorbehalten hat, Petrus; sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Seid gesegnet.

Im Reden steht Jesus auf, hebt die Arme weit hoch, geht so langsam und ohne sich umzuwenden rückwärts und wird von der herankommenden Riesenwolke verdeckt, die vor ihm stehenbleibt. Dort bleibt er bis zum Ende verborgen. Die Jünger schauen nach oben. Eine längere Stille entsteht.

Jakobus: Ich glaub es nicht.

Thomas: Habt ihr gesehen, was ich gesehen habe? Er wurde einfach vor unseren Augen zum Himmel aufgehoben. Die Wolke hat ihn eingehüllt und weg war er. Hält die Hand über die Augen und schaut suchend umher. Nein, er ist weg. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Petrus: Gib mir mal dein Monokel, Jakobus. Steht auf, lässt sich von Jakobus das Monokel aus der Tasche geben und schaut damit angestrengt in den Himmel. Nein, wirklich nichts zu sehen. Nur diese riesige Wolke. Gibt ihm das Monokel zurück.

Johannes: Ahhhh, schaut mal da! Zwei Engel! Zeigt mit der Hand zum Bühnenrand, wo die beiden Engel auftreten.

Erster Engel: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel?

Zweiter Engel: Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.

Die Engel nicken, winken kurz und verschwinden bis zum Ende des Stückes hinter der Pappwolke.

Johannes: Alter Grieche!

Petrus: Gib mir mal dein Monokel, Jakobus. Lässt sich von Jakobus das Monokel aus der Tasche geben und schaut damit angestrengt um sich. Nein, wirklich nichts zu sehen. Nur immer noch diese riesige Wolke. Gibt Jakobus das Monokel zurück.

Thomas: Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Reibt sich die Augen und schüttelt mit dem Kopf.

Philippus: Ich auch nicht, Thomas. Schade, dass er weg ist. So wie sich das anhört, wird Jesus nicht so schnell wiederkommen.

Johannes: Er ist doch gar nicht weg. Hat er nicht gerade noch gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ ? Er ist noch da, er ist nur unsichtbar.

Philippus: Irgendwie unheimlich, das Ganze. Was sollen wir denn jetzt machen?

Petrus: Na, wir gehen nach Jerusalem und warten dort auf die Kraft aus der Höhe, wie Jesus das gesagt hat. Na, da bin ich aber mal gespannt. Die Geschichte geht also weiter. Los Leute, kommt! Auf geht`s. Das müssen wir den anderen erzählen. Auch der Mutter von Jesus. Na, die werden vielleicht Augen machen!

Auch die anderen stehen auf und alle Jünger gehen gemeinsam von der Bühne. Musik.

Zum Abschluss treten alle Mitwirkenden (auch die hinter der Wolke) noch einmal nebeneinander auf die Bühne und verbeugen sich.

Dieser Text wurde von christlicheperlen  verfasst und darf auch anderweitig publiziert werden, sofern keine kommerziellen Absichten vorliegen.

Hier das Rollenspiel als PDF.

Gutes Gelingen bei der Aufführung!

Himmelfahrtanspiel für die Jüngeren von „Alles um die Kinderkirche“ (PDF):
http://www.allesumdiekinderkirche.de/textsuche/lk24_50ff_himmelfahrt.pdf

Weitere Anspiele gibt es auf Drama Ministry.

Zur ganzen Kategorie Himmelfahrt von Christliche Perlen.

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