Rollenspiel zur Kindersegnung

Rollenspiel: Jesus segnet die Kinder
                                                                                                
Personen: Jesus, zwölf Jünger, Sprecher, Papa, Mama, Kinder: Timotheus und Klein-Esther. Ein Junge namens Silas.

Kulisse: In der Mitte der Bühne steht ein Tisch mit dreizehn Stühlen außen herum. Am Rand verborgen befinden sich 4 Teller und 4 Löffel. Zu Beginn erklingt für einige Momente fröhliche instrumentale Musik und verstummt dann wieder. Silas kommt pfeifend herein, setzt sich etwas vor dem Tisch auf den Boden und spielt mit einigen Steinen. Neben ihm erscheint ein Sprecher.

Sprecher (stehend, zur Zuhörerschaft gerichtet, mit lebendigen Gesten): Es geschah vor etwa 2000 Jahren. Der berühmte Prediger Jesus wanderte mit seinen Jüngern durch die Stätte Israels, forderte die Menschen auf, ihr Leben in Ordnung zu bringen und Gott nachzufolgen. Er heilte alle möglichen Krankheiten. Wohin er auch kam, immer waren direkt Menschenscharen da und wollten ihn hören. Woran das lag? Er sagte die außergewöhnlichsten  Sachen. Liebet eure Feinde. Tut denen Gutes, die euch hassen. Oder: Wenn dich einer auf die eine Wange schlägt, dann halte ihm auch noch die andere hin. Ja, dieser Jesus war einfach anders als alle anderen. Viele sagten sogar, er sei Gottes Sohn.

Sprecher tritt zur Seite. Vom Rand des Saales kommen Jesus und seine zwölf Jünger zur Bühne hereingewandert. Jesus und Petrus gehen ein Stück voraus und erreichen zuerst den Tisch, wo sie auf die anderen Jünger warten. Diese bleiben zunächst noch etwas entfernt von ihnen auf der Bühne stehen und gestikulieren, als würden sie sich unterhalten.

Petrus zu Jesus: So habe ich das noch nie gesehen, Jesus. Aber du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Was du sagst, hat einfach Hand und Fuß.

Jesus: Ja, solche Weisheit findet man nur bei Gott und in der Bibel. Deshalb ist es auch so wichtig, Gottes Wort zu lesen. Hmm, die anderen sind ja ganz schön zurückgefallen. Scheint, als wären sie ziemlich ins Gespräch vertieft. Aber sie sind zu weit weg, als dass ich sie hören könnte. Doch ich kann mir schon denken, worüber sie reden.

Die anderen Jünger bleiben noch an ihrer Stelle stehen, doch man hört nun auch sie reden.

Matthäus: Ah, endlich sind wir in Kapernaum. Ich brauchte auch langsam mal ne Pause.

Jakobus: Ja, da hast du Recht. Wir sind wirklich lange genug unterwegs gewesen. Aber um noch mal auf unser Thema zurückzukommen: Also, das ist doch wohl mal ganz klar: der Größte unter uns bin immer noch ich. Jesus hat mir und meinem Bruder schließlich den Namen „Donnersöhne“ gegeben. Und weil ich der Ältere bin, bin ich auch der Größte. (Reckt beim Reden den Hals.)

Judas: Na, ich weiß es nicht, Jakobus. Dass du der Größte bist, hat Jesus jedenfalls nicht so klar gesagt. Vermutlich hält er auch mich für größer. Denn mir hat er sogar die Kasse anvertraut.

Matthäus: Was du nicht sagst, Judas. Ich bin Zöllner und ich bin unbestritten groß darin, Geld einzutreiben. Das weiß sogar jedes Kind. Ja, alle kennen den großen Matthäus! Übrigens: habt ihr eigentlich schon euren Zoll bezahlt?

Judas: Zoll? Nicht ein Scherflein bekommst du von mir! Hast du ein Glück, dass Jesus uns gerade winkt zu kommen! Sonst würde ich dir vielleicht was erzählen…

Die Jünger gehen zu Jesus und Petrus, die noch am Tisch stehen .
Jesus: Na, ihr seid ja ganz schön ins Gespräch vertieft. Worüber habt ihr denn gesprochen?

Die Jünger schauen sich an, zucken mit den Schultern, brummeln „Och…“, antworten aber nicht wirklich.

Jesus (setzt sich): Kommt, setzt euch ruhig. (Die Jünger nehmen ebenfalls Platz.)

Jesus: Also das muss ich euch sagen: Wenn jemand der Größte sein will, der soll der Diener von allen sein. (Zu dem spielenden Jungen) Hey Junge, komm doch bitte mal her!

Der Junge steht auf und kommt zu Jesus. Jesus schließt ihn in die Arme: Na, wie heißt du denn ?

Silas: Silas.

Jesus: Schön, Silas. (Zu den Jüngern): Seht euch diesen großartigen Jungen an. Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich, Jesus, auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. Wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.  Wer nun sich selbst erniedrigt wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Der Sprecher tritt wieder in den Vordergrund. Jesus drückt den Jungen noch einmal und steht dann mit den Jüngern auf. Sie verschwinden mit Silas in einen Nachbarraum. (Silas bleibt nun bis zur Abschlussverbeugung  fort.) Nur der Sprecher bleibt stehen.

Sprecher: Also wer hätte das gedacht? Wenn jemand der Größte sein will, der soll aller Diener sein. Wer ein Kind in Jesu Namen aufnimmt, nimmt ihn auf. Und man soll werden wie die Kinder. Ich glaube, er meint, man soll so vertrauensvoll sein wie Kinder. Und nicht so verdorben, wie viele Erwachsene schon sind. Denn dann kann man nicht in den Himmel kommen. Tja, Jesus sagt halt ständig Sachen zum Nachdenken. Mir scheint, er mag aber auch Kinder ziemlich gerne. –
Doch jetzt ist schon wieder einige Zeit vergangen und Jesus und die Jünger sind inzwischen zur anderen  Seite des Jordans unterwegs. (Tritt an die Seite.)

Papa, Mama und  Klein-Esther kommen vom Rand herein, verteilen die 4 Teller und Löffel auf dem Tisch, setzen sich und tun, als  löffeln sie Suppe aus ihren Tellern.

Klein-Esther: Lecker, Mama. Lecker, die Suppe.

Mama: Freut mich, dass es euch schmeckt. Wo Timotheus wohl wieder bleibt? Der wollte doch schon längst da sein.

Die Tür des Saales fliegt auf. Timotheus kommt hereingerannt.

Timotheus (außer Atem): Mama, Papa! Jesus ist in der Stadt! Ich habe ihn selbst gesehen. Er ist gerade mit seinen Jüngern angekommen und direkt zur Synagoge gegangen. Und eine riesige Menschenmenge war um ihn herum. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Alle drängeln, um zu ihm zu kommen. (Bleibt bei den anderen am Tisch stehen.)

Papa: Oh, gut, dass du das sagst. Jesus wollte ich schon immer mal sehen. Was meint ihr: sollen wir nicht direkt hin und uns das Ganze mal anschauen?

Mama: Dann müssen wir aber sofort los. Sonst kriegen wir nur noch einen Platz in der 50. Reihe. Den Spül können wir ja auch noch später machen. Los kommt, beeilt euch! Wir wollen Jesus sehen, Kinder!

Esther: Juchuuu!

Alle stehen auf und stellen die Teller wieder an ihre Stelle. Papa nimmt Klein-Esther auf den Arm. Die Familie eilt von der Bühne. Der Sprecher tritt wieder auf. Während er redet, kommen Jesus und die Jünger hinter ihm zurück auf die Bühne und bleiben in kleinen Gruppen dort verteilt stehen. Dabei gestikulieren sie wieder, als würden sie sich unterhalten.

Sprecher: Sag ich`s doch: alle wollen Jesus sehen. Nur so ein paar Schriftgelehrte fangen ständig Diskussionen mit ihm an. Ich glaube, die sind aber nur eifersüchtig auf ihn, weil er so beliebt ist. Und letztens haben sie sich darüber geärgert, dass er gesagt hat, er könne Sünden vergeben. Also Sünde, das sind Sachen, die man verbockt hat. Sachen, die man eben falsch gemacht hat. So was ist mir auch schon öfter passiert.  Ich würde Jesus gerne mal fragen, ob er mir meine Sünden auch vergibt. Ihm würde ich glauben, dass er das kann. Wenn er doch Gottes Sohn ist. Dann würde ich mich sicher leichter fühlen. Und er hätte bestimmt auch ein paar Ratschläge, damit  mir so etwas dann nicht mehr passiert. – Aber halt, was machen die Jünger denn da? (Sprecher tritt zur Seite. Die Familie kommt auf die Bühne und will zu Jesus. Doch einige Jünger versperren ihnen den Weg.)

Judas: Halt, was wollt ihr denn hier?

Timotheus: Wir wollen Jesus sehen.

Papa: Ja, die Kinder wollen Jesus sehen. Und vielleicht kann er sie ja segnen. Damit ihr Leben von Gott beschützt und gelenkt wird und glücklich verläuft.

Matthäus: Kinder? Dafür hat Jesus keine Zeit. Ihr seht doch selbst, was hier los ist. Überall Menschen. Jesus muss sich mit den Schriftgelehrten austauschen. Der kann sich jetzt nicht um Kinder kümmern.

Jesus kommt herüber: Was ist denn hier los? Warum haltet ihr denn die Kinder auf? Lasst die Kinder zu mir kommen und verwehrt es ihnen nicht. Denn ihnen gehört das Reich Gottes. Nimmt dem Vater Klein-Esther ab, setzt sich mit ihr auf einen Stuhl und winkt Timotheus zu: Hallo, du! Komm ruhig auch her! Timotheus setzt sich neben ihn.

Jesus zu den Jüngern: Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Drückt die beiden Kinder, legt die Hände auf sie und segnet sie: Gesegnet seid ihr! Gesegnet sei euer Leben. Gesegnet sei der Weg, den ihr geht. Böses soll von euch fernbleiben und Gott sende euch seine Engel, um euch zu beschützen. Ja, der Vater im Himmel habe allezeit Acht auf euch und sei bei euch mit seiner Gegenwart und seinem Frieden. Seid gesegnet am Morgen und am Abend. Gesegnet sollt ihr sein an jedem Tage eures Lebens.

Papa: Dankeschön, Jesus. Das wird bestimmt viel Gutes in dem Leben der Kinder bewirken. Vielen Dank.

Jesus: Gern geschehen. Na, dann macht`s mal gut, ihr beiden! Einen schönen Tag noch und kommt mich bald wieder besuchen. Ich freue mich immer, wenn Kinder zu mir kommen.

Jesus drückt die Kinder noch einmal, sie stehen auf, Jesus winkt seinen Jüngern, ihm zu folgen und alle verlassen die Bühne. Eingangsmusik erklingt wieder. Alle kommen noch einmal auf die Bühne , fassen sich an der Hand und verbeugen sich.

Bibelstellen:

Markus 9, 33-37 / Markus 10, 13-16 / Matthäus 18, 1-5 / Matthäus 19, 13-15 / Lukas 9, 46-48 / Lukas 18, 15-17.

Dieses Rollenspiel wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Hier das Rollenspiel als PDF. Aus dem Web: noch ein Rollenspiel zur Kindersegnung. Bildmaterial und Bastelanregungen gibt es in der Bastellinkliste unter dem Stichwort `Jesus und die Kinder´. Zur ganzen Kategorie Kindersegnung.

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