Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.

Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.

Als am 3.9.2010 der zehnjährige Mirco Schlitter aus Grefrath auf dem Weg von der Skaterbahn nach Hause verschwindet und unauffindbar bleibt, nimmt ganz Deutschland Anteil. Eine Mammutfahndung beginnt. Nach 145-tägiger Ermittlung wird es traurige Gewissheit: Mirco ist tot. Der Täter kann festgenommen werden, er führt die Polizei zur Leiche des Jungen.
Die Eltern und die drei Geschwister von Mirco sehnen sich nach Ruhe und nehmen sich eine Auszeit, in der sie verreisen. Doch es ist schwierig, wieder ein normales Leben zu führen. Besonders die Geschwister wünschen sich, nicht ständig an den Verlust erinnert zu werden.
Allerdings gibt es auch Zeiten, in denen die Eltern bewusst an die Öffentlichkeit gehen. In Vorträgen z.B. im Fernsehen oder durch Zeitungsinterviews möchten sie anderen durch Leid betroffenen Familien helfen, mit ihren Situationen umzugehen. Sie unterstützen diverse wohltätige Zwecke. Und sie schreiben ein Buch. Dies ist nun im Handel erschienen. „Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.“, heißt es. Hierin wollen sie sich an das erinnern, was sie gemeinsam mit Mirco erleben durften. Sie schildern aber auch ihren Zusammenhalt und wie ihnen ihr Glaube geholfen hat, die schwere Zeit zu durchstehen. Sie besuchen weiter die Freikirche, in der sie Mitglieder sind. Reinhard Schlitter, der Vater des Jungen gibt an: „Ohne unseren Glauben und die Familie wüsste ich nicht, ob ich heute hier sitzen würde.“ Sandra und Reinhard Schlitter entschieden sich, dem Täter bewusst zu vergeben. Sie wollen nicht hassen, kein Gift in sich haben.
Ihr Buch ist beim Adeoverlag erschienen, in Zusammenarbeit mit dem Autor Christoph Fasel, der sich erstaunt zeigte von der menschlichen Größe des Paares.

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