Hochzeitsbräuche der Bibel

Hochzeitsbräuche der Bibel

Mit Adam und Eva stiftete Gott die erste Ehe der Bibel. Im Laufe der Zeit und mit zunehmender Bevölkerung traten dann immer neue Umstände auf, unter denen geheiratet wurde. So gibt es von der arrangierten Ehe Isaaks, der seine Frau nie zuvor gesehen hatte 1. Mose 24, vielseitige biblische Berichte bis hin zu Pärchen, die unverheiratet zusammenkamen. Auch lebte man in teils sehr unterschiedlichen Lebensformen miteinander. Beschrieben wird die Einehe ebenso wie die Polygamie sogar mit Nebenfrauen. Zeitweise anerkannte Sitten wandelten sich wieder. Doch waren viele Bräuche  eigentlich verpönt und manche sogar durch das Gesetz Gottes, das er Mose mitteilte, verboten worden.
Hier eine kleine Auflistung biblischer Eigenarten bis etwa zur Zeit Jesu und seiner Jünger.

Die Ehe ist ein Ort der Liebe. Der Mann soll seine Frau lieben wie sich selbst und gut zu ihr sein Epheser 5, 28-29. Er darf, ja er soll lieben. Dies ist sein Auftrag. Es ist eine Entscheidung, die ständig zu erneuern ist. Die Frau schuf Gott als liebevolle Gehilfin für den Mann 1. Mose 2, 18 / Sprüche 5, 18-19. Es ist in ihr Herz gelegt, ihren Mann glücklich zu machen. Die Liebe, die sie gibt, wird auf sie selbst zurückfallen. Mit Liebe gibt man aus ganzem Herzen.

Als Joseph erfuhr, dass seine Verlobte Maria schwanger ist, dachte er zunächst, sie hätte eine Affäre gehabt. So beschloss er sich heimlich von ihr zu trennen, um sie nicht in Schande zu bringen Matthäus 1, 19. Auch wenn Joseph danach Gottes Reden hörte und sein Handeln änderte, zeigte sein voriges Verhalten: wechselnde Partner und Untreue oder zusammenleben ohne den göttlichen Segen bei einer Hochzeit wurden als nachteilig empfunden. Die Hochzeit hingegen zeigte öffentlich und vor Gott den Stand, den man zueinander einnehmen wollte. Waren die Motive wahrhaftig, konnte sie mit Recht gefeiert werden.

Eine Hochzeit ist ein fröhliches Fest. Hierzu erwähnt die Bibel mitunter eine geschmückte Braut, einen Bräutigam im Festtagsgewand Jesaja 61, 10, Gäste, Essen, Geschenke, einen Umzug oder im Vorfeld die Zustimmung der Braut 1. Mose 24. Die Braut und ihre Familie erhielten vielleicht Geschenke wie Schmuck und Kleider durch den Ehemann und seine Familie. Oftmals beinhaltete dies eine Gabe als Rücklage für die Frau im Falle einer Scheidung oder des Todes des Mannes. Die Brautfamilie ließ z. B. im Gegenzug eine Dienerin oder Land in die neue Beziehung einfließen. So wurde schon zu biblischen Zeiten ein guter Zusammenhalt der Herkunftsfamilien angestrebt.

In 2. Mose 34, 15-16 beauftragte Gott das jüdische Volk, ihre Kinder nicht mit heidnischen Völkern zu vermählen. Er befürchtete, dass sonst viele ihren Glauben an ihn verlieren würden. Lange danach entstanden durch das Wirken Jesu die ersten christlichen Gemeinden. Auch bei ihnen wurde eine Ehe mit Gleichgesinnten als vorteilhaft gesehen. War man aber bereits verheiratet, sollte man sich nicht scheiden lassen. Wünschte der andersgläubige Partner jedoch die Scheidung, sollte man ihn gehen lassen 1. Korinther 7, 12-16.

Scheidung wurde zwar unter Mose noch praktiziert. Doch Jesus wies deutlich darauf hin, dass dies eigentlich nicht der von Gott gewünschte Weg ist Matthäus 19, 3-9. Eine Scheidung wegen Ehebruch bezeichnete er jedoch als gerechtfertigt Matthäus 5, 32.

Die Ehe ist in der Bibel der gesegnete und vorbereitete Rahmen, in dem die Versorgung von Kindern gewährleistet ist. Hier können sie in Sicherheit aufwachsen. Hier sollen sie ein Vorbild ihrer Eltern erleben, dem es sich nachzueifern lohnt Titus 2, 4-7. Deshalb sind Ehe und die Familie wert, vor Angriffen verteidigt zu werden. Diese mögen kommen. Doch wenn man in Gottes Wegen lebt, darf man ihn auch um seine Hilfe in solchen Fällen bitten.
„Die Gnade aber des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.“ Psalm 103, 17-18

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Dieser Text wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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