Der Hirte an der Krippe

Der Hirte an der Krippe

Es war eine wunderschöne, klare Nacht. Wir Hirten hatten uns bereits am Lagerfeuer niedergelassen. Über uns war nur der weite Sternenhimmel. Tausende von Lichtern glänzten dort um die Wette. Was für eine deutliche Sicht! Ein Stern schien fast greifbar nah. Sein Strahlen gab uns und sogar den Schafen das Gefühl, es sei noch keine Zeit zum Schlafen.
Da, plötzlich, kam von hoch oben ein Engel wie Gott selbst und verharrte mitten in der Luft. Um ihn herum war ein warmes Leuchten, durchsetzt mit den Farben des Regenbogens! Wir waren wie erstarrt, doch er  rief uns zu: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet das Kind in Windeln gewickelt finden und in einer Krippe liegen.“ Dann erschien ein Heer leuchtender Gestalten neben dem Engel. Alle hatten Flügel. Ein unglaublicher Gesang erschallte. Nie habe ich Schöneres gehört! Worte reichen nicht, dies zu beschreiben! Oh, wie sie Gott lobten! Es war reinste, herrlichste Freude, vollkommenes Glück! Doch dann verschwanden sie wieder zum Himmel und wir schauten ihnen nach.
Wir Hirten sahen uns an, als träumten wir. Und doch waren wir wach. Es gab keine Frage, was zu tun war. Wir löschten das Feuer, ließen die Schafe bei den Hunden und rannten los, so schnell wir konnten. Der Heiland war geboren und wir wollten ihn sehen! Er sollte in einer Krippe liegen. Also durchsuchten wir jeden Stall von Bethlehem und bald hatten wir ihn gefunden.
Was für ein zartes, kleines Kind! Es war wie ein neugeborenes Lamm. Dies also war der verheißene Retter, der bald wachsen und dann die Macht haben würde, zu helfen und zu vergeben, wenn man ihn darum bat. Der Sohn Gottes, ein König, in einer Krippe, weil es sonst keinen Platz gab! Und neben ihm Maria und Joseph, so nett besorgt um ihn! Es war ein ergreifender Anblick.
Wir erzählten mit Begeisterung, was die Engel gesagt und getan hatten. Dann mussten wir Mutter und Kind Ruhe gönnen und uns schweren Herzens verabschieden. Ich wäre gerne noch geblieben, denn an Schlafen war überhaupt nicht zu denken. Statt dessen gingen wir durch die Straßen und erzählten es allen, die wir trafen: „Christus, der Heiland ist geboren! Eine große Freude für alles Volk! Lobt Gott mit uns!“
Dann mussten wir zu den Schafen zurück. Unsere Gedanken drehten sich noch im Kreis und es sollte noch lange dauern, bis wir wieder das Gefühl von Alltag hatten. Sehnsüchtig sahen wir öfter zum Himmel. Doch es kam niemand mehr, keine leuchtenden Engel, leider. Doch eines weiß ich: dieses Kind – ihm gehört mein Leben. Ich werde es nicht aus den Augen verlieren. Ich bin sicher, es wird mir noch oft zum Segen! Gott sei Dank, dass ich den Heiland kenne!

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Diese Geschichte wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Lukas 2, 8-16 in der Bibel nachlesen.

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