Rollenspiel zu Palmsonntag

Rollenspiel zu Palmsonntag

Personen: Mutter, Vater, Benjamin (10-12 Jahre), Esther (5-6 Jahre), die ganze Familie im biblischen Gewand

Requisiten: Eine Weste mit viel Staub darauf für Benjamin und einige Palmzweige. Eine alte Waschwanne aus Holz oder Zink mit etwas Wasser gefüllt und einem Handtuch auf einem Hocker in der Ecke.

Kulisse: Ein schlichter Naturholztisch mit vier Stühlen steht in der Mitte der Bühne. Der Tisch ist gedeckt mit einem Topf und Suppengeschirr für vier Personen. Alle außer Benjamin sitzen am Tisch und löffeln Suppe. Benjamins Platz ist gedeckt, aber leer. Es klopft lautstark an der Türe. Benjamin kommt hereingestürmt in Richtung des Tisches. In der einen Hand hält er die schmutzige Weste, in der anderen die Palmwedel.

Benjamin (außer Atem): Mama! Papa!
Mama: Benjamin! Junge, wie siehst Du denn aus?
Benjamin (bleibt vor dem Tisch stehen und hält die Weste hoch. Keucht): Mama! Jesus, der berühmte Prediger ist in der Stadt! Der Jesus, der Lazarus von den Toten zurück ins Leben geholt hat. Er ist mit einem Esel durch das Stadttor geritten und alle Leute haben ihre Kleider und Palmzweige vor ihm auf den Boden geworfen und „Hosianna“ gerufen. Sieh mal! Er ist auch über meine Weste geritten!
Mama: Was erzählst Du da, Benjamin? Jesus ist in der Stadt?
Benjamin: Ja, sag ich doch! Er ist gerade in den Tempel gegangen.
Vater: Das ist gut. Dann wird er sicher in den nächsten Tagen für das Volk predigen und die kranken Menschen gesund machen. Außergewöhnliche Fähigkeiten hat er ja. Sonst hätte er seinem Freund Lazarus, der ja schon drei Tage tot war, auch nicht befehlen können aus dem Grab zu kommen.
Mama: Ich hatte wirklich gehofft, dass Jesus zum Passafest nach Jerusalem kommt. Wir müssen uns umhören, damit wir erfahren, wo er hingeht. Vielleicht gelingt es uns, einen Platz in seiner Nähe zu ergattern.
Benjamin: Das dürfte gar nicht so einfach werden. Man kommt kaum durch. Die ganze Stadt ist voller Leute.
Vater: Das ist immer so beim Passafest und erst recht, wenn Jesus irgendwo auftaucht. Ich hatte schon gedacht, es sei draußen lauter als sonst. Ich werde mich gleich mal umsehen. Ich esse nur noch schnell die Suppe auf. Das dürfen wir uns nicht entgehen lassen.
Mama: Leg die Weste in die Ecke, Benjamin. Wasch Dir die Hände und komm essen.
Benjamin: Okay, Mama. (Legt die Weste und die Palmzweige neben dem Waschtrog auf den Boden und wäscht sich die Hände.) Was bedeutet eigentlich „Hosianna“, was die Leute die ganze Zeit für Jesus gerufen haben? (Setzt sich an den Tisch und beginnt zu essen.)
Vater: Das bedeutet „Hilf Herr!“ Sicher haben die Leute dies zu Gott gebetet, damit er Jesus seine Hilfe schenkt. Ich habe immer schon gedacht, dass Jesus der Messias, also der Erlöser ist, den unsere Propheten in Israel schon vor langer Zeit vorher gesagt haben. Er soll das Volk von allem Bösen befreien. Und dafür braucht er wirklich Gottes Hilfe. Denn die Herrschaft der Römer ist tatsächlich sehr grausam.
Benjamin: Die Menschen haben auch gerufen: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Aber einige der Pharisäer sagten zu Jesus: „Meister, strafe doch deine Jünger!“ Jesus antwortete ihnen darauf: „Ich sage euch: Wo diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“
Mama: Die Pharisäer konnten Jesus noch nie ausstehen. Die sind eben eifersüchtig, weil er so beliebt ist. Also „König“ haben die Leute Jesus genannt. Wenn das mal keinen Ärger mit unseren Herrschern gibt. Möge er wirklich Frieden haben!
Vater: Ich gehe jetzt mal los und kundschafte die Lage aus. Bis gleich! (Steht auf verlässt das Haus.)
Mama, Benjamin und Esther: Bis gleich.
Esther (steht auf, nimmt die Palmwedel auf und hüpft im Zimmer herum): Hosianna! Hosianna dem König Jesus! Folgt ihm alle nach! Friede sei allen Menschen! (Winkt mit den Palmwedeln.)
Mama (lacht): Recht hast Du, Esther! Hosianna! Hilf, Herr in der Höhe! (Steht ebenfalls auf und stellt das Geschirr zusammen.) Du könntest gleich doch mal die Weste einweichen, Benjamin.
Benjamin: Ooooochhhh…
Mama: Doch, doch. Wenigstens das!
Benjamin: Na gut. (Schiebt den leeren Teller in Richtung seiner Mutter, steht auf und stopft die Weste in den Waschtrog. Zieht sie wieder etwas hoch, so dass man es tropfen sehen kann und weicht sie dann erneut ein.) Puh, ist die dreckig. Nach Jesus sind da wohl auch alle seine Jünger drüber.
Vater (kommt herein): Ich weiß, wo Jesus ist. Los, lasst alles stehen! Wir gehen sofort los!
Esther (hüpft) Hurra! Auf zu Jesus! (Schwenkt mit den Palmwedeln.)
Benjamin: Gib mir auch einen Palmwedel, Esther! (Nimmt den Palmzweig, schwenkt ihn und ruft:) Hosiannaaa!

(Die Familie geht von der Bühne. Sie kommen dann noch einmal, um sich zu verbeugen. Danach wäre die Gelegenheit für einen Sprecher, eine kurze Predigt / Ansprache zu Palmsonntag zu halten.)

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Das Rollenspiel von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Anspiel als PDF. Weitere Rollenspiele zum Thema gibt es auf Drama Ministry (> Ressourcen > Anspiele > Stichwortzeile Palmsonntag eingeben).

Die biblische Geschichte in Lukas 19, 28-40 nachlesen. Die Rollenspiele für Ostern und Palmsonntag untereinander. Alle Artikel zu Palmsonntag untereinander.

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