Ein Rollenspiel zu Himmelfahrt

Ein Rollenspiel zu Himmelfahrt

Personen: Sprecher, Vater, Mutter, Maria (ca. 10 Jahre), Gottfried (ca. 8 Jahre)

Kulisse: Ein Wohnzimmer, wo die Familie mit den Gesichtern zum Publikum sitzt. Ein Sprecher tritt auf.

Sprecher (zum Publikum): Guten Tag! Herzlich willkommen am heutigen Himmelfahrtstag. Der Bürgermeister Traugott und seine gläubige Gattin hatten schon immer die Gewohnheit, dass sie regelmäßig jeden Tag Andachten mit ihren Kindern Maria und Gottfried hielten. So auch am heutigen Morgen des Himmelfahrtsfestes. Nach einem kurzen Festgesang sollte Maria, ihr ältestes Kind, die Bibelstelle zur Himmelfahrt Jesu Christi vorlesen. Nun betet der Vater für die Familie. (Sprecher tritt etwas zur Seite.)
Vater: Herr Jesus! Wir bringen Dir Lob und Ehre an diesem heiligen Tag. Du sitzt jetzt auf dem Thron Deiner Herrlichkeit und Dir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Aber auch auf dem Thron schämst Du Dich unserer nicht. Ja, wir wissen es aus Deinem Mund, dass Du, Herr über alles, uns, die wir Dir nachfolgen, als Deine Brüder betrachtest. Wir sehen Dich zwar nicht mit unseren Augen, aber wir haben ja Deine Versicherung, dass Du bei uns bist alle Tage bis ans Ende der Welt. Oh wie freuen wir uns darüber! Lass uns aber doch, wo wir gehen und stehen, an Deine heilige Gegenwart denken und alles Böse meiden. Hilf uns, das zu tun, was Du in Deinem Wort geboten hast. Dann wird auch unser Abschied von der Erde eine Himmelfahrt sein. Denn wo Du bist, da sollen ja auch die Deinen hinkommen. Oh gib, dass dann keiner von uns dann im Himmel fehlt und habe herzlichen Dank dafür. Amen.

Mutter, Maria, Gottfried: Amen.

Vater: Sag mir Maria! Zu wem haben wir gerade gebetet?

Maria: Zu Jesus, unserem Heiland.

Vater: Hat er es denn gehört? Wir sehen ihn doch nicht.

Maria: Ja, wir können ihn auch nicht sehen. Denn er ist ja nicht mehr auf der Erde.

Sprecher (zum Publikum): Wo ist Jesus denn sonst? Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht mehr? (Publikum antworten lassen.) Gut geantwortet. Wollen wir mal hören, was Maria gesagt hätte. (Zu Maria:) Wo ist Jesus denn jetzt? Oder gibt es ihn schon gar nicht mehr?

Maria: Doch, er lebt im Himmel, wie wir gerade in der Bibel gelesen haben. Nachdem er wegen der eifersüchtigen Priester gekreuzigt wurde, ist er auferstanden und hat sich noch 40 Tage seinen Jüngern gezeigt. Dann ist er vor ihren Augen zum Himmel aufgefahren.

Vater: Das stimmt. Unser Heiland lebt nun im Himmel.

Gottfried: Es muss ja schön gewesen sein, wie der Herr Jesus so zum Himmel geschwebt ist.

Mutter: Ja, das war bestimmt ein grandioser Anblick. Du hättest es wohl gerne gesehen, nicht wahr?

Sprecher (zum Publikum): Ach was. Hättet Ihr das denn sehen wollen, wie Jesus zum Himmel aufgefahren ist? (Publikum antworten lassen.)

Vater: Nun, wir hoffen ja auf einen noch besseren Anblick: wenn wir Jesus zurückkommen sehen in seiner Herrlichkeit. Auch davon berichtet die Bibel.

Maria: Ich wünschte, er wäre hier auf Erden geblieben. So konnte jeder zu ihm gehen und wenn einer krank war, konnte er bei Jesus Hilfe suchen.

Vater: Aber können wir das nicht immer noch? Du hast gelesen, dass der Herr Jesus jetzt zur rechten Hand Gottes sitzt. Dann kann er uns Menschen doch immer noch helfen. Er hört unser Gebet schließlich überall.

Gottfried: Überall? Immer?

Vater: Natürlich. Vom Himmel aus hört er uns, egal wo wir gerade sind. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn Jesus auf der Erde geblieben wäre.

Gottfried: Dann ist es doch gut, dass er zum Himmel aufgefahren ist?

Vater: Ja. Wir dürfen sicher sein, dass er uns trotzdem nahe ist. Wir können mit ihm reden, als ob er sichtbar vor uns stünde.

Mutter: Dann sind wir dem Herrn Jesus aber sehr wichtig, wenn wir immer mit ihm reden dürfen.

Vater: Ja, darüber staunen sogar die Engel. Aber wir müssen auch danach streben, in den Himmel zu kommen. Wie könnten wir damit rechnen, zu Jesus zu kommen, wenn wir nicht mal mit ihm sprechen? Wir sollten uns nahe an ihn halten und alles Böse meiden. Und wenn wir doch einmal etwas Falsches getan haben, bitten wir Jesus sofort um Vergebung und dass er uns hilft, besser zu handeln. Er hat für alle unsere Schuld mit seinem Tod am Kreuz bezahlt.

Sprecher (zum Publikum): Na, ob Jesus uns wohl wirklich vergibt, wenn wir ihn ernsthaft darum bitten? Und ob wir wirklich einmal bei Jesus im Himmel sein werden? Wer von Euch möchte einmal bei Jesus sein? (Publikum antworten lassen.) Ja, das wird wunderschön werden. So wünschen wir Euch allen ein gesegnetes Himmelfahrtsfest. Bleibt auf Jesus ausgerichtet und seid bereit, wenn er wiederkommt!

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Für das Rollenspiel diente eine Vorlage aus dem Christlichen Kinderfreund von 1833. Es darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Anspiel als PDF.

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