Über das Beten

Über das Beten

In seinen späteren Jahren machte Georg Müller, der Waisenvater von Bristol, mit seiner zweiten Ehefrau weite Reisen, um das Wort Gottes zu verkündigen. Als er mit einem Schiff von England nach Kanada fuhr, kam der Dampfer wegen der schweren See nur langsam voran. Als schließlich ein dichter Nebel aufkam, stieg die Sorge in ihm auf, dass er nicht pünktlich zu seinem Vortrag kommen würde. Er sprach daraufhin den Kapitän an.
Der Kapitän meinte, dass das angesichts des Nebels unmöglich sei, zu der von Müller angegebenen Zeit in Kanada zu sein. Müller meinte, dass er so einen Termin noch nie versäumt habe, und schlug dem Kapitän vor, in einer Kajüte dafür zu beten, dass der Nebel sich auflöse. Der Kapitän meinte, dass der Nebel sich niemals auflösen würde; dennoch gingen sie zusammen in eine Kajüte und schlossen die Tür. Müller breitete vertrauensvoll seine Bitte vor dem himmlischen Vater aus. Als er sein Gebet beendet hatte, sagte er sinngemäß zum Kapitän: „Beten Sie besser nicht. Erstens glauben Sie ja sowieso nicht, dass Gott erhören wird, und zweitens ist es auch gar nicht mehr nötig. Wollen wir mal nicht zusammen schauen, was der Nebel macht?“
Sie gingen heraus – der Nebel war weg! „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der Kapitän erstaunt und führte fortan ein verändertes Leben in erkennbarer Gottesfurcht.

Dreimal beten

Die Bibelstelle von Apostelgeschichte 10,9 berichtet: „Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten.“ Petrus stieg in der Mittagszeit (die sechste Stunde nach jüdischer Zeitrechnung) auf das Dach, um zu beten. Das ist bemerkenswert. Es ist die Angewohnheit vieler Christen, morgens und abends eine feste Gebetszeit zu haben. Der Mittag bleibt dabei oft unberücksichtigt.
Wäre es nicht gut, wenn wir es einrichten können, auch mittags vermehrt regelmäßig in die Stille zu gehen? Im Arbeitsleben ist das sicher nicht ganz so einfach, dennoch ist es eine Überlegung wert, den Mittag in dieser Hinsicht mehr zu berücksichtigen. Auch Daniel betete dreimal am Tag. Und David handelte ebenso (Psalm 55,17).

G. Setzer

Auszüge aus den „Gesammelten Brocken“

Wer in einem christlichen Land geboren wurde, ist genauso wenig ein Christ, wie ein Kind, das in der Garage geboren wurde, ein Auto ist.

Warum machen wir keine besonderen Glaubenserfahrungen? Weil wir sie nicht erwarten. Warum erwarten wir sie nicht? Weil wir nicht daran glauben. Und warum glauben wir nicht daran? Weil uns die Gemeinschaft mit dem Meister fehlt.

Sei ganz sein oder lass es ganz sein.

Abends 20.00 Uhr, Gebet des Sohnes: Lass mich so werden wie mein Papa – so stark.
Abends 23.00 Uhr, Gebet des Vaters: Lass mich so werden wie mein Sohn – so vertrauensvoll.

Nicht der ist am glücklichsten, der am meisten hat, sondern der, der am meisten dankt.

Jeder Mensch hat seinen wichtigsten Termin noch vor sich: die Begegnung mit seinem Schöpfer.

Im Himmel sind alle Plätze gratis, man muss sie sich aber auf der Erde reservieren.

Wenn wir vor Gott unsere Schuld aufdecken, deckt er sie zu.

Wer am Strand des Egoismus feststeckt, braucht die Flut der Gnade.

Der Friedensnobelpreisträger Linus Pauling sagte einmal: „Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört. Nur die Zeit lässt er sich stehlen, am meisten vom Fernsehen.“

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Vielen Dank an www.bibelstudium.de für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung!

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