Entscheidung zur Liebe

Entscheidung zur Liebe

Liebe ist ein tolles Gefühl. Jeder möchte es haben, jeder braucht es zum Leben. Doch was, wenn die Gefühle verschwunden sind? Dann ist manchmal eine bewusste Entscheidung nötig, jemanden neu zu lieben. Einer Entscheidung folgen oft auch die Gefühle. Es ist wie mit der Anweisung des Apostels Paulus: „Seid allezeit fröhlich!“ (1. Thessalonicher 5.16) Entscheide Dich, fröhlich zu sein und es wird Dir zunehmend gelingen.
Das höchste Gebot ist laut Jesus: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22,36-40)
Auch Gott hat sich nach Liebe gesehnt und dafür den Menschen geschaffen. Es kränkt ihn, wenn die Menschen an ihm vorbei leben oder nur zu ihm kommen, wenn sie etwas brauchen. Wenn ich eine Liebesbeziehung zu Gott haben möchte, werde ich mich mit ihm beschäftigen. Das heißt: täglich mit ihm reden, in seinem Wort lesen und möglichst regelmäßig Gottesdienste einer zu mir passenden Kirche besuchen. Meine Liebe ist deutlich daran messbar, was ich bereit bin zu investieren. Bei Gott darf ich sicher sein: Er gibt gerne und überströmend Gutes zurück. Denn wie ein Mann schon sagte: „Gott ist die völlige Essenz von Liebe.“
Dann soll ich den Nächsten, aber auch mich selbst lieben. Wie kann ich dem Nächsten Gutes tun, wenn ich mich selbst schon nicht liebe? Doch heute lieben manche nur noch sich selbst. Der Nächste verliert zunehmend an Liebe und Entgegenkommen bei uns.
Jesus forderte dazu auf, sogar seine Feinde zu lieben. Dies dürfte uns mitunter emotionell schwer fallen. Im Alten Testament der Bibel gibt es dazu bereits ein ganz praktisches Gebot: „Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zuführen. Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, hüte dich, und lass ihn nicht, sondern versäume gerne das Deine um seinetwillen.“ (2. Mose 23,4-5)
An anderer Stelle in der Bibel heißt es: „Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird dir’s vergelten.“ (Sprüche 25,21-22)
Wenn man Liebe in einer Person wecken möchte, die selbst noch nichts für einen empfindet, muss man welche investieren. Ein Afrikaner sagte einmal: „Ihr heiratet, wen ihr liebt, wir lieben, wen wir heiraten.“
In einem Buch meinte der Autor, die Ehe sei für manche ein Geschäft. Wenn einer mit der Liebe z. B. auf 40% geht, dann geht der andere auf 30%. Danach folgen 25 und 20%, dann 15 und 10% und schließlich sind beide bankrott. Wenn jemand mit seiner Liebe nur noch bei 30% wäre, müsste der andere auf 70% gehen. So würde man die Ehe retten. Denn wenn jemand mit seiner Liebe deutlich hoch geht, dürfte dies auch beim Gegenüber zum Anstieg führen. Oft wäre die Familie so auch für die Kinder zu erhalten. Wäre das nicht den Einsatz wert? Werden nicht manche Beziehungen eher wegen Kleinigkeiten oder doch zu schnell beendet? Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass all die bisherigen Scheidungen wirklich sein mussten. Gewiss wäre manche Partnerschaft wieder herzustellen gewesen.
Eine Frau wollte sich nach langer Ehe von ihrem Mann trennen. Doch dann rechnete sie sich aus, wie viel Geld sie dann noch hätte – sehr wenig. Dann dachte sie: So schlecht ist er nun doch nicht. Sie sprach mit ihm, er änderte sich auch in einigen Bereichen. Als sie drei Jahre später davon erzählte, wirkte sie zufrieden und wertschätzend ihm gegenüber. Sie war sicher: sich nicht getrennt zu haben, hatte sich gelohnt.
Ich hörte einmal von einem Mann, dass er sich von einer Frau getrennt habe, weil er nichts mehr für sie empfinde. Er dachte nur an seine Gefühle und war zu keiner Investition bereit. Die Folgen für die Frau waren ihm egal. Doch Jesus sagt, wir sollen zu unserem Gegenüber so sein, wie wir auch selbst behandelt werden wollen. Wenn wir zu anderen hart sind, wird uns das irgendwann selbst widerfahren.
Ein Mann meinte einmal: „Fast alle Verfehlungen entstehen durch einen Mangel an Liebe.“ Im Gegensatz dazu ist Liebe die kraftvollste Waffe der Welt. Paulus schreibt, ohne Liebe sei er nichts. (1. Korinther 13,3) An anderer Stelle rät er uns hingegen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12,21)
Fehlt uns Liebe für jemanden oder ist unsere Liebe für jemanden gesunken? Entscheiden wir uns neu zur Liebe. Kalkulieren wir auch Rückschläge ein, doch bleiben wir auf Kurs. Schließlich braucht auch unser Gegenüber Zeit, um Änderungen bei uns zu erkennen und zu sehen, dass wir es ernst meinen.
Wenn wir etwas haben wollen, müssen wir anfangen, es zu geben. Dann fällt es wieder auf uns selbst zurück. Es ist die Sache wert!

Dieser Text von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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