Stell Dir vor: Wenn heute Pfingsten wäre

Stell Dir vor: Wenn heute Pfingsten wäre

Der biblische Pfingstbericht umgemünzt auf die heutige Zeit und die eigene Stadt

Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren alle aus der örtlichen Kirche einmütig beieinander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Gebäude, da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und der Geist Gottes setzte sich auf eines jeglichen Haupt unter ihnen. Und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Sprachen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.
Es waren aber Flüchtlinge in der Stadt wohnend, die waren gottsuchende Menschen aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun solche Stimmen geschahen, kamen diese Leute zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, dass die Kirchenglieder in ihrer Sprache redeten. Die Flüchtlinge entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Deutschland? Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind? Syrer und Iraker und Afgahnen, und die wir kommen aus Nigerien, Iran und der Türkei, Georgien und von den Enden Somalias und Ausländer von Eriträa und anderen Ländern: Wie hören wir sie mit unseren Mundarten die großen Taten Gottes erzählen?
Sie entsetzten sich aber alle und wurden betreten und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Einige aber hatten ihren Spott und meinten: Sie sind voll süßen Weins.
Da trat der Pastor auf mit den Ältesten, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Liebe Flüchtlinge und ebenso alle, die ihr aus diesem Lande stammt, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, zumal es erst 9 Uhr morgens ist; sondern das ist’s, was in der Bibel durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:
„Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alle Völker; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Visionen sehen, und eure Ältesten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf; die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des Herrn kommt. Und es soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der wird errettet werden.“
Ihr Leute der ganzen Welt, höret diese Worte: Jesus von Nazareth, den Mann, mit Taten und Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat (wie denn auch ihr selbst wisset), denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes übergeben war) haben die Priester Israels einst genommen durch die Hände der ungerechten Römer und ihn ans Kreuz geheftet und umgebracht. Den hat Gott am dritten Todestage auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des Todes, da es unmöglich war, dass er sollte vom Tode gehalten werden. Denn König David spricht von ihm in den Psalmen: „Ich habe den Herrn allezeit gesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf dass ich nicht wanke. Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung. Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens. Du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht.“ (Psalm 16,8-11)
Liebe Leute, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben bis auf diesen Tag. Da er nun ein Prophet war und wusste, dass ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide, dass die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Thron sitzen (Psalm 89,4-5), hat er’s zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Jesu Christi, des Nachkommen Davids, dass Christi Seele nicht dem Tode gelassen würde und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; davon sind die Apostel und viele Menschen Zeugen. Nun, da Jesus durch die Rechte Gottes in den Himmel erhöht ist und empfangen hat die Verheißung des Heiligen Geistes von Gott dem Vater, hat er ausgegossen dieses, das ihr sehet und höret. Denn König David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: „Gott hat gesagt zu (Christus) meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis dass ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße.“ (Psalm 110,1) So wisse nun die ganze Erde gewiss, dass Gott diesen Jesus, den die Priester durch die Römer gekreuzigt haben, zum Herrn und Christus (= mit Gottes Geist Gesalbten) gemacht hat.
Als die Masse an Flüchtlingen und Deutschen aber das hörte, ging’s ihnen durchs Herz, und sie fragten den Pastor und die Ältesten: Ihr Männer, was sollen wir tun? Der Pfarrer sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheißung und aller, die ferne sind, welche Gott, unser Herr, herzurufen wird.
Auch mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.
Sie blieben aber beständig in der biblischen Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Christen. Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Ihren Besitz und ihre Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann Not war. Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig in der Kirche und brachen das Brot hin und her in Häusern, nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und redlichem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der Herr aber tat hinzu täglich, die da erettet wurden, zu der Gemeinde.

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Den biblischen Pfingstbericht in Apostelgeschichte 2 nachlesen. Alle Artikel über Texte zu Pfingsten oder Pfingsten untereinander. Artikel über Pfingstkarten und Bilder, Pfingstlieder, Basteln zu Pfingsten, Ausmalbilder zu Pfingsten, Pfingstquizze, Pfingstfilme oder Pfingstrollenspiele.

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