Arme Kinder

Arme Kinder

Kürzlich erkundigte sich eine junge Mutter nach einem Kindergartenplatz. Die Erzieherin fragte: „Möchten Sie 35 oder 46 Stunden Betreuung?“ Die Mutter fragte, ob es nicht noch 22 Stunden gäbe. Daraufhin meinte die Kindergärtnerin: „Das nimmt doch gar keiner mehr.“
Wir sind in einer Zeit angekommen, in der Mütter selbst kleiner Kinder gezwungen sind, arbeiten zu gehen, um ihre Familien zu versorgen und später wenigstens etwas Rente zu erhalten. Zwar können auch Männer Erziehungsurlaub nehmen, doch schon wegen des Stillens ist es meist die Mama, die zu Hause bleibt. Früher war dies allgemein anerkannt. Es gab später eine wenn auch nicht besonders hohe Witwenrente. Doch heute meinen viele, eine Frau, die um der Kinder willen zu Hause bleibt, tue ja nichts. Doch, sie tut etwas. Sie zieht Kinder groß! Und sie kann gewiss einzeln ein Kind besser fördern, als eine Erzieherin, die oft genug allein mit 20 Kindern dasteht. Was natürlich nicht heißen soll, dass Kinder keinen Kontakt zu Gleichaltrigen brauchen. Doch, natürlich sollten sie mit Ihresgleichen spielen können. Aber 46 Stunden sind mehr als eine Arbeitswoche. Viele Kinder sind mit dem Lärm und der Unruhe in den Kindertagesstätten überfordert und äußern auch, dass sie nicht so lange dort bleiben möchten. Doch sie müssen oftmals. Schmackhaft gemacht wird den Frauen dazu die Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz. Ist diese Selbstverwirklichung wirklich erstrebenswerter als das Miterleben der kindlichen Freude und Fortschritte? Wir sind eines der reichsten Länder der Erde und doch hetzt der Staat die Mütter zunehmend damit, Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen zu müssen. Leute, die zu Hause bleiben und nur das Kindergeld kassieren, während ihre Kinder vor dem Fernseher herumgammeln, werden da kritisiert. Ja, die mag es geben und so sollte es auch nicht sein. Doch ist zu befürchten, dass vom Beruf erschöpfte Eltern, wenn sie ihre Kinder von der Tagesstätte abholen, diese dann ebenfalls um der Ruhe willen dem Fernseher oder Internet überlassen. So aufwachsend, ziehen wir uns eine Generation von entfremdeten Kindern mit weniger Bindungsfähigkeit heran, aber steigender Mediensucht, Trägheit und Gewaltbereitschaft. Ist es das, was wir wollen? Opfert unser Land nicht die Kinder um des Umsatzes willen? Wird das nicht zu Persönlichkeiten mit psychischen Problemen führen, die später dem Staat wieder Probleme bereiten? Eine Dame stellte fest, dass sie bereits auf dem Spielplatz erkennen kann, welche Kinder aus einer Tagesstätte kämen und welche noch überwiegend zu Hause betreut würden. Kinder aus Kitas seien häufig überdreht, laut und aggressiv. Die Kinder, die überwiegend zu Hause aufwachsen, seien den anderen an Fähigkeiten, in ihrer Motorik und auch im Sozialverhalten weit überlegen. Lohnt es sich nicht, Letzteres staatlich zu fördern? Sollten wir uns nicht alle bei der Regierung und in der Gesellschaft dafür einsetzen, dass Kindererziehung zu Hause wieder Anerkennung findet?
Eine junge Frau, die ebenso wie ihr Gatte Halbzeit arbeitet, um sich mit ihm die Kinderbetreuung zu teilen, stellte fest, dass sie, um überhaupt einen Kindergartenplatz zu bekommen, wahrscheinlich das 46 Stundenangebot bezahlen werde. Abholen würden sie das Kind aber dann wohl nach 20 Stundenrhythmus. 46 Stunden Kinderbetreuung jede Woche. Eines der reichsten Länder der Welt. Und doch, wie arm!

Was ein Kind braucht

Ein Kind braucht Geduld und Geborgenheit.
Ein Kind braucht Umarmen und sehr viel Zeit.
Ein Kind braucht die zarte Hand, die es führt.
Ein Kind braucht die Wärme, die Seelen berührt.

Ein Kind braucht zu essen, egal wo es wohnt.
Ein Kind braucht das Wissen, dass Leben sich lohnt.
Ein Kind braucht Bildung, um selber zu gehen.
Ein Kind braucht Lob, um aufrecht zu stehen.

Ein Kind braucht Vorbild, verantwortungsbewusst.
Ein Kind braucht Spiele voll Freude und Lust.
Ein Kind braucht Tänze und ganz viel Musik.
Ein Kind braucht Ermutigung und wenig Kritik.

Ein Kind braucht Vertrauen, denn dann ist es stark.
Ein Kind braucht Verständnis an jedem Tag.
Ein Kind braucht Begleitung ins Leben hinein.
Ein Kind braucht Erkenntnis besonders zu sein.

Ein Kind braucht den Sinn, wenn es Leere verspürt.
Ein Kind braucht den Mensch, der zu Gott es hinführt.
Ein Kind braucht nicht Horte, Konsum und viel Geld.
Ein Kind braucht Eltern, bei denen es zählt.

Vielen Dank an Herrn Wigge für die freundliche Erlaubnis zur Vervielfältigung des Gedichtes. Jeder, der die Botschaft von Jesus Christus in die Welt hinausbringen möchte, darf die Inhalte seiner Homepage (außer den Bibeltexten dort) zweckdienlich frei nutzen. Auch der obenstehende Text „Arme Kinder“ von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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