Kleine Impulse

Der Zettel im Glas

Auf einer christlichen Kinderfreizeit wurden an einem der letzten Tage verschiedene Stationen angeboten. Auf einem der Tische stand ein Glas, das kleine Zettelchen mit Bibelversen enthielt, von denen man sich eins ziehen konnte. Ein Junge ohne christlichen Hintergrund hatte an der Freizeit teilgenommen und zog nun ebenfalls ein Papierchen. Er lief ganz aufgeregt zu einer der Betreuerinnen und berichtete, dass er aus dem Glas einen Zettel geholt hätte, der ganz anders aussah als die anderen Papierstücke. Die Frau versuchte, ihn zu beruhigen und erkundigte sich, was denn auf seinem Blatt stünde. Der Junge sagte, es seien die Worte gewesen: >>Du musst dich selbst entscheiden.<< Aber er hätte das Gefühl gehabt, den Zettel wieder ins Glas legen müssen.
Der Junge war sichtlich bewegt und meinte, das wäre die größte Entscheidung seines Lebens. Er dachte noch eine längere Zeit nach und ging dann irgendwann zu einer der Verantwortlichen, um ihr anzuvertrauen: „Ich habe mich entschieden. Ich will jetzt auch ein Freund von Jesus sein.“ Man fragte alle Mitarbeiter, wer den Zettel ins Glas gelegt hatte, doch niemand gab an es gewesen zu sein. Bis heute weiß man nicht, wie das Papierstück ins Glas gekommen ist und es war auch nicht mehr darin zu finden.

Loslassen

Eine Frau hatte viele Gebetsanliegen. Einige wurden auch erhört. Ein großer Teil jedoch nicht und wieder andere ihrer Bitten wurden zwar erhört, kamen aber zusammen mit negativen Begleiterscheinungen, die viel Freude an den Erhörungen nahmen. Schließlich fragte sich die Dame, warum das so sei. Sie stellte fest, dass sie Gott immer nur ihre Wünsche äußerte, jedoch innerlich Schwierigkeiten hatte, ihm ganz das Steuer zu überlassen. Sie fürchtete das Gebet: „Dein Wille geschehe.“ Was, wenn Gott Dinge wollte, die sie nicht wollte? Ein paar Jahre waren so ins Land gezogen. Doch nach einigen Erhörungen mit negativem Beigeschmack beschloss die Dame, ihre Wünsche Gott zwar auch in Zukunft mitzuteilen, diese jedoch von nun an seinem Willen zu unterstellen. Gott durfte nun auch anders entscheiden, wenn er es so für besser hielt. Letztlich sollte es ab jetzt nach seiner Weisheit gehen. Zumindest konnte sie es ja einmal eine Zeit lang so versuchen. In Gedanken zog sie sich einen unsichtbaren Sturzhelm auf und stellte sich auf eine Vielzahl an Ereignissen ein, die sie eigentlich nicht wollte. Statt dessen geschahen erstaunliche Dinge in Bereichen, in denen sie bisher mit Gebet nicht viel hatte erreichen können.
Seit längerem bereits führte die Dame ein „Wunderbuch“, in dem sie besondere Gebetserhörungen festhielt nach dem Motto: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2) Nun kam sie kaum noch nach damit, die vielen Hilfen Gottes, die sich neuerdings bei ihr und in ihrem Umfeld zeigten, einzutragen. Sie konnte es kaum fassen und das Bibelwort kam ihr in den Sinn: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ (Jeremia 29,11)

Überwinden

Es war noch vor der Zeit der Computer: Ein Missionar war weit fortgeschritten mit der Übersetzung der Bibel in eine fremde Sprache. Da erlitt er Schiffbruch und alle seine Unterlagen versanken. Nur eine Bibel wurde ans Land gespült – Zufall? Er ließ sich nicht entmutigen und begann von vorn.
Ein Sänger mit der Stimme eines Engels sang Lieder für Gott und erreichte viele mit der Botschaft der Liebe Christi. Irgendwann wuchs ein Knoten auf seinen Stimmbändern und zwang ihn zur Op. Sie gelang, so dass er wieder singen konnte. Sein Zeugnis: „Gott ist erstaunlich.“
Ein Mann war bereits über dreißig Jahre Christ und engagierte sich ebenso lange in unterschiedlichen Bereichen von Kirchen. Er erlebte, wie ein Pastor sich mit Kasse und Sekretärin aus dem Staub machte oder wie eine Gemeinde sich wegen Vorhängen zerstritt. Doch er verließ die Kirche nie völlig und arbeitete weiter mit ganzem Herzen mit. Als man ihn darauf ansprach, dass er sicher Anlass gehabt hätte zu gehen, meinte er nur: „Mein Glaube beruht nicht auf Menschen, er beruht auf dem Herrn.“
Ein Missionskrankenhaus hat immer wieder schwere Kämpfe um Zulassungserlaubnisse, Gelder, neidische Sticheleien etc. zu bestehen. Doch sie hören nicht auf. Hunderttausende Patienten werden behandelt, viele erfahren dazu noch vom Friedensevangelium Christi. Es ist nur zu ahnen, was hier vollbracht wurde, weil Menschen nicht aufgaben.
Berufungen Gottes stehen durchaus in der Gefahr, angegriffen zu werden. „Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat.“ (Paulus in Römer 8,37) „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ (Römer 12,21)

Die Texte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Himmelsstürmer
    Apr 21, 2019 @ 11:04:52

    Vielen Dank für diese ermutigenden Impulse! 🙂

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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