Kleine Berichte

Spaß am Leben

Auf einem großen Krankenhausgelände traf eine Frau einen Blinden, der mit einem Stock versuchte, eine belebte Straße zu überqueren. Die Dame fragte den Mann, wohin er wolle. Der Herr nannte ein Verwaltungsgebäude und erwähnte, er arbeite dort. Die Frau wunderte sich darüber, dass er als Blinder noch einer Tätigkeit nachging und erkundigte sich, was er denn dort täte. „Das Einzige, was ich noch kann. Ich arbeite am Computer, der hat ein Sprechprogramm.“ Der Herr ließ sich gerne von der Dame zum gewünschten Gebäude lotsen. Unterwegs stellte die Helferin fest, dass der Mann doch sicher nicht mehr arbeiten müsse, wenn er nicht wolle. „Ich könnte morgen aufhören,“ entgegnete der Blinde. „Aber solange es noch Spaß macht…“
Wie viele gesunde Menschen lassen zahllose Gelegenheiten, Sinnvolles zu tun, verstreichen und sind oft sogar unglücklich. Doch dieser Mann schöpfte Lebensfreude daraus, etwas Gutes tun zu können. Erstaunlich, wie viele Kranke, Arme oder mit Schwierigkeiten Kämpfende trotz ihrer Umstände zufrieden sind und angeben, sie hätten Spaß. Manches ist wohl auch eine Frage der inneren Einstellung. Wie mal jemand sagte: „Es ist, wie es ist. Aber es wird, was wir daraus machen.“

Bei manchen Menschen

Bei manchen Menschen fragt man sich erstaunt, wie sie mit harten Tagen fertig werden, und in Hoffnung freuen und Trübsal ausharren, geduldig ihr Leid tragen hier auf der Erde. Und will man hinter dies‘ Geheimnis kommen, dann sieht man gleich ihr tiefes Gottvertrauen; durch Demut und Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber hat sich da im Herzen große Kraft gesammelt. Gott hat an solchen Leuten Wohlgefallen, sie sind durch Jesus stark mit Gott verbunden. Er macht sie reich an Glauben und Vertrauen. Er segnet ihren Weg, der in Sein Reich sie führt.

Helene Redekop

Ernten ohne Aufhören

Nachdem ich mich einmal ziemlich viel für andere eingesetzt hatte, war irgendwie etwas die Luft bei mir raus. Da stieß ich in meiner täglichen Bibellese auf den Vers von Paulus: „Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ (Galater 6,9) Ich grinste. Ernten ohne Aufhören? Belohnung ohne Ende dort oben im Himmel? Das wusste ich zwar, doch die erneute Erinnerung daran klang in diesem Moment besonders attraktiv. Motiviert ging ich wieder ans Werk.

Die kleinen Berichte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

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