Anspiel zur Hochzeit

Anspiel zur Hochzeit: Jemand zum Liebhaben

Hier das Rollenspiel als PDF.

Personen: Gott im weißen Gewand (Link zu Video: ein Gewand in 5 Minuten basteln), ein oder mehrere Engel mit Flügeln im weißen Gewand (Link Engelsflügel basteln, Engelsflügel 2), Adam und Eva ebenfalls in Gewändern, sowie ein Mann mit heutiger moderner Kleidung und einem großen Namensschild um den Hals gehängt, auf dem der Vorname des Bräutigams steht, und schließlich eine Frau mit heutiger moderner Kleidung und einem großen Namensschild, auf dem der Vorname der Braut steht.

Requisiten: Thron (Großer Lehnstuhl mit weißem Laken überworfen), dahinter einen weißen Vorhang (evtl. hängen daran ein paar Wolken aus weißer Pappe). Hinter dem Vorhang sind Adam, Eva und das moderne Paar, sowie 4 Puppen versteckt.

Gott tritt auf. Setzt sich auf den Thron. Seufzt. Stützt nachdenklich den Kopf auf die Hand. Reibt sich das Kinn. Ein Engel tritt auf.

Engel: Ich bitte um Entschuldigung, Gott und Herr des großen Universums. Aber wir Engel beobachten nun schon seit Wochen, dass du irgendwie bedrückt aussiehst. Und das obwohl du doch allmächtig bist. Können wir irgendetwas für dich tun? Und wenn es am Ende des Alls wäre, wir wollten alles geben, damit du wieder froh bist.

Gott: Ach das ist sehr nett, aber irgendwie weiß ich selbst nicht, was ich eigentlich vermisse. Der Himmel ist vollkommen und auch ihr Engel seid perfekte Diener. Und doch fehlt mir irgendetwas, da hast du ganz Recht. Ich glaube, ich hätte gerne etwas, was ich so richtig lieb haben könnte und was auch mich liebt. Ein paar eigene Kinder vielleicht. Ja, genau, eigene Kinder! Das wäre doch etwas! Ich erschaffe mir Menschen, eine eigene Familie mit Brüdern, Schwestern und Kindern. Das wird wunderbar! Natürlich brauchen sie einen tollen Ort zum Wohnen, ein Paradies mit prächtigen Pflanzen und Tieren. Hach, das ist die Idee! Ich fange gleich mal an! (Springt auf und läuft hinter den Vorhang. Man hört ihn dahinter begeistert reden:) Also als erstes Himmel und Erde! Hervorragend! Und nun werde es Licht! Wunderbar! Grandios! Hach und nun (Vorhang wackelt etwas, als würde Gott arbeiten): Wasser, sammle dich an besondere Örter, damit das Land sichtbar wird. Und jetzt bringe die Erde Kräuter und Bäume hervor! Nun mache ich Sterne, Sonne und Mond die leuchten! Phantastisch! Phänomenal! (Vorhang wackelt)

Engel (Legt sich verschwiegen den Finger Richtung Publikum auf den Mund, geht leise zum Vorhang und lugt vorsichtig dahinter. Kommt wieder zurück): So habe ich Gott noch nie erlebt! Jetzt arbeitet er schon seit Tagen ohne Unterbrechung! Es ist, als übertrifft er sich selbst! Die Pflanzen und Tiere sind genial! Aber was er jetzt macht, keine Ahnung!

Gott kommt hinter dem Vorhang hervor. Gott zum Engel: Fertig! Erledigt! Schaut euch das an! (Weist nach hinten) Dort unten auf der Erde: mein Sohn! Adam! Mein Meisterwerk!

Engel: Wowwwwwwww! Sieht aus wie du! Erstklassig! Unglaublich!

Adam (kommt hinter dem Vorhang hervor, läuft etwas hin und her, schaut sich um wie in einem Garten, pflückt eine Frucht. Gott geht zu ihm hin): Echt wunderschön hier in Eden. Vielen Dank für alles, Gott! Wirklich großartig gemacht, der Garten hier.

Gott: Gefällt er dir?

Adam: Ja, schon. Auf jeden Fall! Bloß…

Gott: Bloß was?

Adam: Also irgendwas fehlt mir. Ich weiß selbst nicht ganz genau, was es eigentlich ist. Du bist ein perfekter Vater. Und ich liebe dich auch sehr. Alles ist wunderschön und zu essen gibt es hier in Hülle und Fülle. Aber irgendwie fehlt mir noch etwas anderes… vielleicht etwas zum Liebhaben. Alle Tiere haben ein Gegenüber, nur ich habe keine Partnerin.

Gott: Verstehe. Das kriegen wir hin! Ich wollte sowieso eine große Familie. Geh du erst mal schlafen!

Adam: Puh, bin ich auf einmal müde! Ich glaub, ich leg mich mal was hin. (Geht hinter den Vorhang. Gott legt sich verschwiegen den Finger auf den Mund, geht zum Vorhang und lugt dahinter. Hält den Daumen hoch und geht zu Adam hinter den Vorhang. Hantiert dort etwas herum, der Vorhang wackelt. Kommt dann wieder hervor.)

Gott: Schaut mal alle her, ihr Engel! Meine erste Tochter! Eva heißt sie!

Adam und Eva kommen strahlend Hand in Hand hinter dem Vorhang hervor.

Engel: Wowwwwww! Beautiful!!!

Eva (verliebt): Oh, Adam!

Adam (verliebt): Oh, Eva!

Gott (stolz): Meine Kinder!

Adam und Eva (zu Gott): Hallo, Vater! (Gott, Adam und Eva halten phantomimisch im Hintergrund Smalltalk, tuen zwischendurch, als ob sie lachen.)

Engel (tritt vor. Zu den Zuschauern): Und so lebten alle drei glücklich und zufrieden miteinander. Leider machten die Menschen dann einige Fehler. Ihr wisst schon: die verbotene Frucht essen und so. Schließlich kamen Kinder und danach wurden es immer mehr Menschen. Da vergaßen die Leute zunehmend, wofür sie eigentlich geschaffen worden waren: weil Gott sie lieben wollte. Und weil er sich nach ihrer Liebe sehnte. Also lebten manche Menschen eben ohne Gott. Dabei wollte er ihnen gerne in allen Dingen helfen. Sie brauchten sich nur an ihn wenden. Er hörte doch sie jederzeit.

(Inzwischen haben Adam und Eva sich händewinkend von Gott verabschiedet und sind hinter dem Vorhang verschwunden. Gott kommt zum Thron und setzt sich. Nimmt einen genervten Gesichtsausdruck an.)

Gott (zum Engel): Puh, also manche Menschen sind echt schrecklich da unten auf der Erde. Was denkst du?

Engel: Das finde ich auch, Herr! Doch zum Glück gibt es auch viele nette. Dein Sohn ___________ (Name des Bräutigams) zum Beispiel. Das ist doch mal ein redlicher Typ. Den hast du besonders gut geschaffen. Ach, der wünscht sich übrigens eine Frau. Aber nicht irgendeine, sondern eine richtig gute! So wirklich zum Liebhaben.

Gott: Ich weiß. Er hat mich bereits mehrfach deswegen gefragt. Also ist es ihm wirklich wichtig. Ein feiner Kerl. Das kriegen wir hin. Das ist eine meiner liebsten Aufgaben. Lass mal überlegen… Hmmmmm… da ist eine edle Person. ___________ (Name der Braut) heißt sie. Die zwei führe ich zusammen. Das wird eine prima Sache! (Geht hinter den Vorhang. Kommt wieder hervor mit der Brautdarstellerin an der einen Hand und dem Bräutigamdarsteller an der anderen. Lässt sie los. Mann und Frau reichen sich erfreut beide Hände.)

Mann (verliebt): Oh, ___________ (Name der Braut)

Frau (verliebt): Oh, ___________ (Name des Bräutigams)

Beide lassen eine Hand los und wenden sich Gott zu.

Mann: Danke vielmals Gott! Du hast jetzt schon so viel Gutes für uns getan. Lenke uns doch auch weiterhin in dieser Welt und gib uns alles, was wir brauchen.

Gott: Aber gerne, meine Lieben! Allerdings mache ich das nur, wenn ihr mich auch künftig nicht vergesst.

Mann und Frau gleichzeitig: Ganz bestimmt nicht, Vater!

Engel (Ist inzwischen unauffällig hinter den Vorhang gegangen und kommt wieder hervor, vier Puppen an sich gedrückt. Geht mit ihnen zu Mann und Frau.) spricht: Und so kam es, wie es kommen musste: alle lebten glücklich und zufrieden miteinander. (Drückt Mann und Frau in jeden Arm ein Kind. Sagt dabei:) Eins, zwei, drei, vier… Es wurden immer mehr und sie hatten eine Menge Spaß, auch mit Gott. Und da sie nicht gestorben sind und heute noch leben, mögen sie noch lange glücklich miteinander sein. Jawohl: lang lebe das Brautpaar!

Gott (hebt den Finger. Schmunzelnd, mit Betonung): DAS kriegen wir hin!

Ende.

 

Das Anspiel von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier noch einmal das Rollenspiel als PDF.

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