Kaum zu glauben

Kaum zu glauben

Ein Sprecher fragte die Gemeinde einmal, ob man auch noch für etwas beten dürfe, wenn man schon einmal mitbekommen hätte, dass Gott das gleiche Gebet bei jemand Anderem nicht erhört hätte. Dann beantwortete der Redner die Frage selbst mit „Ja.“ Als Begründung dafür nannte er die biblische Begebenheit in Apostelgeschichte 12, wo König Herodes den Apostel Jakobus mit dem Schwert töten ließ. Hier hatte Gott den Tod nicht abgewendet. Als Herodes kurz darauf auch Petrus ins Gefängnis legen ließ, betete die ganze Gemeinde ohne Aufhören für seine Befreiung. Diesmal erhörte Gott das Gebet und befreite Petrus durch den Engel des Herrn und das, obwohl die Gemeinde es zunächst nicht fassen konnte, als Petrus dann vor ihnen stand.
Glaube an Jesus kann mitunter auch Unglauben enthalten und trotzdem erhört werden. So bat auch einmal ein verzweifelter Vater um Heilung für seinen Sohn. Jesus aber sprach zu ihm: „Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“ Daraufhin heilte Jesus den Jungen (Markus 9,14 – 29). Hier einige weitere biblische Beispiele von Erhörungen trotz wenig Glauben oder zeitweisen Zweifeln:

– Der syrische Hauptmann Naeman glaubte der Anweisung des Propheten Elisa nicht, dass er durch siebenmaliges Untertauchen im Jordan vom Aussatz geheilt würde. Auf den Rat seiner Knechte versuchte er es nichtsdestotrotz und erhielt die ersehnte Heilung (2. Könige 5,1 – 18).
– Abraham glaubte Gott, einen Sohn von seiner zehn Jahre jüngeren Frau Sarah zu bekommen, aber als er 99 Jahre alt war, kamen ihm doch Zweifel (1. Mose 17,17). Dennoch wurde Isaak geboren.
– Zacharias hatte ebenfalls lange für einen Sohn gebetet. Als ein Engel ihm einen Jungen ankündigte, konnte er es dann doch nicht glauben. Der Sohn kam trotzdem (Lukas 1,5 – 23).
– Die Jünger weckten den schlafenden Jesus im Schiff, als es durch einen Sturm unterzugehen drohte. Jesus stoppte den Wind, obwohl die Jünger keinen Glauben dafür hatten (Markus 4,35 – 41).

Glauben wir nicht, so bleibt er (Christus) treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. (2. Timotheus 2,13)

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