Psalm 91 Druckvorlage

Schutzpsalm

Psalm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittage verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Auf Löwen und Ottern wirst du gehen, und treten auf junge Löwen und Drachen. „Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.“

Nach der revidierten Lutherübersetzung von 1912

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Wie der bekannte Prediger Spurgeon 1854 in einer Cholerazeit durch Psalm 91 Kraft empfing

„Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.“ Psalm 91,9-10

Bevor ich diese Verse im Einzelnen auslege, möchte ich aus meinem persönlichen Leben ein Beispiel dafür erzählen, wie sehr die Kraft dieser Worte das Herz beruhigen kann. Im Jahr 1854, als ich kaum ein Jahr in London war, wurde die Gegend, in der ich wirkte, von der asiatischen Cholera heimgesucht. Unsere Gemeinde litt schwer unter der Seuche. Eine Familie nach der anderen rief mich an ein Sterbebett, und fast jeden Tag stand ich am Grab. Mit jugendlichem Eifer gab ich mich den Krankenbesuchen hin. Aus allen Teilen des Stadtbezirkes sandten Leute aus allen Ständen und Religionsgemeinschaften nach mir. Meine Freunde schienen einer nach den anderen dahinzusinken. Ich selber fühlte mich auch bald krank oder bildete mir ein, krank zu werden. Noch ein wenig mehr Arbeit und Leid, und ich hätte mich auch hingestreckt wie die anderen. Ich spürte, wie die Last zu schwer wurde. Ich konnte sie nicht mehr tragen und war nahe daran, ihr zu unterliegen. Da kam ich einmal traurig und niedergeschlagen von einer Beerdigung nach Hause. Mein Blick fiel auf ein Blatt Papier, das im Fenster eines Schuhmacherladens hing. Es sah nicht wie eine Geschäftsanzeige aus, und ich trat näher, um zu lesen. Da stand in fester, deutlicher Handschrift: »Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.„ (Elberfelder Übersetzung: „Weil du den Herrn, meine Zuflucht, den Höchsten, gesetzt hast zu deiner Wohnung, so wird dir kein Unglück widerfahren, und keine Plage deinem Zelte nahen.“) Diese Worte sprachen mich unmittelbar an. Durch den Glauben eignete ich sie mir an. Ich fühlte mich plötzlich sicher, erquickt, ja, mit Unsterblichkeit gerüstet. Mit ruhigem und friedevollem Herzen setzte ich meine Krankenbesuche fort. Ich spürte keine Furcht mehr und litt keinen Schaden. Dankbar denke ich an das Walten der göttlichen Vorsehung, die den Schuhmacher veranlasst hat, dieses Bibelwort in dem Fenster seines Geschäftes anzubringen. Ich lobe den Herrn, meinen Gott, in der Erinnerung daran, welch wunderbare Kraft diese Worte damals für mich hatten. In diesen Versen versichert der Psalmist, dass der Mensch, der seine Zuflucht in Gott gefunden hat, völlig beschützt ist. Der Glaube ist kein Verdienst in sich selbst, aber der Herr belohnt ihn, wo immer er ihn sieht. Wer Gott zu seiner Zuflucht macht, findet Zuflucht in ihm.

Abschnitt aus Spurgeons Auslegung zu Psalm 91

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Emily - Star
    Jun 14, 2020 @ 14:34:20

    Das ist mein Lieblingspsalm 😍🤗

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    • christlicheperlen
      Jun 14, 2020 @ 18:06:41

      Ohhhh sooooo coooool. 😊 Wunderbar, freut mich sehr. Den Psalm hatte jemand mal zum Geburtstag für mich, da hat er mich schon sehr angesprochen. In den letzten Wochen habe ich ihn fast täglich gelesen. Ein super Schutz, der hierin zum Ausdruck kommt. Es war mir ein Anliegen, die Verse zu teilen. Habe extra die Graphik gemacht in der Hoffnung, dass auch jemand anders dadurch gesegnet wird. Ganz liebe Grüße! ❤️ ❤️ ❤️

      Gefällt 1 Person

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