Schöpfung

Das nachfolgende Gedicht diente ursprünglich mit viel Betonung als Weihnachtsvortrag einer Einzelperson in einer Kirche. Denkbar ist auch die Aufteilung auf mehrere Sprecher / -innen und natürlich ein anderer Ort wie z. B. eine Weihnachtsfeier im eigenen Heim oder mit den Arbeitskollegen. Die weitere Vervielfältigung des Textes wurde für wohlwollende, nicht kommerzielle Zwecke von der Autorin gestattet. Herzlichen Dank dafür! Hier der Artikel als PDF.

SCHÖPFUNG

Diese Schönheit,
wenn es draußen schneit.
Tausende von Schneekristallen,
die in großen Flocken vom Himmel fallen.

Wie kann das sein,
wie kann man schwerem Wasser so eine Leichtigkeit verleihen?
Und jede Flocke ist einzigartig.
Ist es nicht eigenartig,
dass der Schöpfer aller Dinge
so eine verschwenderische Schönheit in den Schnee legt?
Als ob sie nie schmelze, noch verginge?
Er ist es, der mein Herz zum Staunen bewegt.

Er hat alles gemacht,
wunderschön eigens erdacht.
Alles ist durch seine Hand hervorgebracht:
Die Berge und Täler,
Wälder und Felder,
Wüste und Meer.
Ich kann es kaum glauben, doch die Bibel sagt: „Am Anfang war alles öde und leer.“
Für den großen Schöpfer aller Dinge war es nicht schwer,
aus Nichts Alles entstehen zu lassen.

Wie kann es sein,
kein Geschöpf, sei es noch so klein,
gerät bei ihm in Vergessenheit.
Denn er ist der Macher, der Erfinder von Allem.
Wie Wasser in Strömen von Felsen fallen.
In Flüssen durchs Land fließen,
um dann in großen Wellen durchs Meer zu wallen?
Wie Hügel durch Aufschiebungen zu Bergen werden,
um dann mit fruchtbarem Boden Viehherden zu beherbergen.
Wie durch millimetergroßen Samen riesige Bäume entstehen,
kann ich bis heute weder begreifen noch verstehen.
Aus Körnern wachsen riesige Felder von Getreide
und daneben werden die Tiere mit Nahrung versorgt, auf großer Weide.

Wie die Natur lebt und pulsiert,
sind Zeugen eines Herzschlags.
Alles auf die Größe und Kreativität des Schöpfers fundiert
und es immer noch, nach tausenden von Jahren, funktioniert!
Wie, soll das Zufall sein?
Alles ineinander verzahnt und verwoben.
Wenn es eins nicht gäbe, wäre das andere nicht nur verschoben und verzogen,
nein, es würde vergehen;
Ohne das Eine kann das Andere gar nicht bestehen.
Die Bedingungen sind perfekt,
alles durch den Atem Gottes zum Leben erweckt.
Unglaubliche Perfektion, die in unvergleichlicher Größe und feinstem Detail steckt.

Doch all das, sagt mein Gott, ist nicht so wertvoll, wie du und ich.
Ganz unvergleichlich
geformt und erdacht,
nicht nur von Hand gemacht,
sondern den eigenen Charakter hineingelegt.
Ein Gott, von Herzen bewegt,
um sein Ebenbild zu erschaffen.
Uns diese, seine Schöpfung anzuvertrauen,
damit wir über sie wachen.

Seine eigenen Züge in uns zu legen,
was muss des Schöpfers Herz bewegen?
Er wollte nicht alleine sein,
ein Gegenüber, das frei ist ja zu sagen und auch nein.
Er schaut uns an und hat Gefallen an uns, sodass er sagt: „Was mein ist, ist jetzt auch dein.“
Die Krone der Schöpfung nennt er uns, sein Meisterstück.
Sein Herz bebt vor freudigem Glück,
wenn er uns ansieht.
Er hat uns unendlich lieb.

Und weil sich der erste von uns Menschen gegen ihn entschied,
ist er als einer von uns auf die Welt gekommen
und hat für immer gegen den Tod gesiegt.
Doch er ist nicht als Kämpfer gekommen,
in Soldatenrüstung mit Schild und Schwert.
Diese Methode, die sich für uns kurzsichtige Menschen bewährt,
nein, er kam klein und hilflos als ein Kind.
Gelegt in die Krippe von Esel und Rind,
von einem unberührten Mädchen geboren,
zum Retter erkoren.
Um die zu retten, die sonst wären verloren.
Angekündigt durch einen hellen Stern,
sodass, sogar von großer Fern
Magier erkannten, jetzt ist er geboren:
Ein großer König.

Durch Engel erfuhren auch die Hirten: „Habt Mut, ihr seid nicht mehr verloren!“
So gehen sie freudig zum Stall.
Ja, es ist ein ganz klarer Fall.
Dieser Gott, der uns so liebt
und jeden Einzelnen von uns sieht,
kommt in diese gefallene Welt;
nicht um etwas zu bekommen, schon gar kein Geld!
Sondern um Leben zu geben,
sich für alle Menschen hinzugeben.
Nicht geschwollen mit leeren Worten dahinzureden,
sondern den Tod zu besiegen, dann wird die Erde beben.
Not, Zweifel, Angst und Hass, all das
Soll vergehen, ein Ende hat alles Bangen!
Bist du bereit, den Retter zu empfangen?
Jetzt ist es soweit, Gottes neue Welt hat angefangen.

Teresa Schäfer

Hier noch einmal der Artikel als PDF. Alle Artikel zu Weihnachtstexten (Geschichten, Gedichte etc.), die Artikel über Weihnachtsrollenspiele oder sämtliche Artikel über Weihnachten untereinander. Alle Gedichtbeiträge (verschiedene Themen) untereinander.

Beachten Sie bitte vor dem Kommentieren die Datenschutzinformationen aus "Haftung (C) & Datenschutz" oben unterhalb der Blogüberschrift "Christliche Perlen".

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: