Die Prägung der Mutter

Die Prägung der Mutter

Betende Mütter haben immer wieder das Schicksal ihrer Kinder zum Guten gelenkt. Mütter, die eine Bibel und christliche Gedanken an ihren Nachwuchs weitergegeben haben, legten damit eine gedankliche Vorratskammer in ihren Sprösslingen an, die diesen oftmals in entscheidenden Momenten des Lebens zur Hilfe gereichte. Es ist nicht abzuschätzen und nicht genug zu würdigen, welchen Einfluss solche Mütter auf ihre Kinder hatten und haben. Ein GROßES Danke an die Mamas dieser Art! Nachfolgend einige Beispiele:

Die Predigt auf der Zeche

Einige Bergleute stehen zusammen und warten auf die wöchentliche Lohnauszahlung. Da sagt einer zu einem anderen: „Fred, ich habe gehört, du bist letzte Woche fromm geworden. Wir haben noch 5 Minuten Zeit – halte uns doch mal eine Predigt!“ Andere stimmen zu: „Ja, ja, eine richtige Predigt, mit einem Bibelwort am Anfang! Das wird ein Gaudi!“ Erst zögert Fred, dann beginnt er: „Mein Predigttext ist das Wort, dass Jesus Saulus von Tarsus zuruft: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) – Jungs, vor zwei Wochen noch habe ich geflucht und geschworen, dass es keinen Gott gibt. Doch jetzt weiß ich, dass es Ihn gibt und dass Er mein Vater ist. Und ich weiß, dass es einen Retter gibt und dass Er mich gerettet hat. Ich will euch erzählen, wie das passiert ist: Letzte Woche Mittwoch habe ich nach der Schicht den letzten Bus verpasst. So musste ich die 10 Kilometer nach Hause laufen. Es war kalt und stockdunkel, und der Weg war nur schlecht zu erkennen. Als ich mich mühsam durch das Dunkel kämpfte, fiel mir plötzlich ein Wort meiner Mutter ein. Sie hatte mir als Kind von zwei Lebenswegen erzählt: von einem, der zu Gott führt, und von einem anderen, der ins Verderben führt (Matthäus 7,13-14). Auf einmal wusste ich, dass ich auf dem Weg zum Verderben war. In meinem Inneren schrie ich: ‚Gott, das ist wahr, das ist alles wahr, o Gott, rette mich!‘ Plötzlich fiel mir ein weiteres Bibelwort ein, das meine Mutter mir gesagt hatte, das Wort, das Saulus von Tarsus gehört hatte: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) Das Wort traf mich tief!“ Dann fielen mir noch zwei weitere Bibelworte aus dem Mund meiner Mutter ein: ‚Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben‘ (Matthäus 11,28); und der Satz: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ (Johannes 6,37) Da wurde es Licht in meiner Seele. Denn auch ich hatte Jesus verfolgt, hatte seinen Namen missbraucht und verlacht. Doch dort auf dem Nachhauseweg kam ich zu Ihm und bekannte Ihm meine Sünden. Nun weiß ich, dass Er mich angenommen hat und dass ich gerettet bin. Ich bin kein Prediger, Jungs, aber ich wünschte mir, ich könnte eure Herzen erreichen und euch mit diesem wunderbaren Heiland bekannt machen. Er hat mir geholfen, zu euch zu reden, und Er sagt auch euch: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ Jesus heißt Retter. Und so wie Er den Verfolger Saulus gerettet hat, so hat Er auch mich gerettet. Und mit euch will Er dasselbe tun.“ Freds Predigt ist zu Ende. In die eingetretene Stille hinein sagt einer der Bergleute: „Fred, du hast erwähnt, dass Jesus gesagt hat: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ Ich sage es jetzt vor euch allen, dass ich auch zu Ihm kommen möchte …“

„Wie weit bist du von Ihm weg?“

Pastor Wilhelm Busch erzählt aus seinem Leben: Meine Mutter hatte mich in Tübingen, wo ich Theologie studierte, abgeholt. Wir fuhren zusammen im Zug. Nach einiger Zeit sagte ich, was mich bedrückte: „Weißt du, Mutter, ich habe gar keine rechte Freude mehr an der Bibel. Ich finde da so viele Widersprüche und Unbegreiflichkeiten.“ Meine Mutter lachte auf: „Das liegt daran, dass du die Bibel ganz verkehrt liest.“ Etwas beleidigt gab ich zurück: „Ja, wie soll ich sie denn lesen? Ich lese den Urtext, lese Kommentare …“ Die Mutter legte mir die Hand auf den Arm: „Ich will dir ein Beispiel erzählen. Im Krieg warst du zwei Jahre ohne Urlaub im Feld. Ich schrieb dir regelmäßig von den Ereignissen zu Hause. Und dann schriebst du eines Tages: Ich höre von Schlangestehen, von Hamstern – ich verstehe das alles nicht. Wie lange und wie weit bin ich von euch weg, dass ich die Briefe aus der Heimat nicht mehr verstehen kann!“ Und die Mutter fuhr fort: „Damals hast du nicht gesagt: In den Briefen meiner Mutter stehen Widersprüche, sondern nur: Wie weit bin ich von zu Hause weg! Die Bibel, mein Sohn, ist auch ein Brief, ein Brief des lebendigen Gottes aus der ewigen Heimat – an dich geschrieben. Wie weit bist du von Ihm weg?“

Für die ganze Familie beten

Eine Mutter, die nach christlichen Grundsätzen erzogen worden war, hatte die Gewohnheit beibehalten, ihren kleinen Jungen ein Abendgebet aufsagen zu lassen: „Herr Jesus, segne Papa, segne Mama, und lass mich ein liebes Kind werden!“ Eines Abends nach dem Gebet sah der Kleine seine Mutter an: „Und du, betest du auch?“ – „Ja, manchmal.“ – „Und Papa?“ – „Ich weiß nicht; das kann ich mir kaum vorstellen.“ – „Aber Mama“, erwiderte das Kind, „ein kleiner Junge wie ich kann doch nicht für die ganze Familie beten. Ihr müsst mir helfen!“ Diese einfachen Worte eines Kindes drangen in das Herz der Mutter. Von da an begann auch sie wieder zu beten; und später kam es dahin, dass ihr Mann diese Aufgabe in der Familienandacht übernahm.

Die Bibel der Mutter

Vor vielen Jahren hielt sich ein junger Engländer für längere Zeit in Australien auf. Einmal verirrte er sich in einem Waldgebiet, bis er schließlich zu einer großen Farm gelangte. Auf seine Bitte um ein Nachtlager antwortete der Farmer: „Sie können in die Scheune dort drüben gehen, wenn Sie wollen. Aber es ist schon einer drin.“ Tatsächlich lag schon eine andere Person recht elend in einer Ecke und hustete fürchterlich. Im Gespräch zeigte sich dann, dass auch er Engländer war. Er hatte sogar dieselbe Universität besucht. Dann aber hatte er sich mit seiner Familie zerstritten und war nach Australien gegangen. Hier hatte er 25 Jahre lang ein recht wildes Leben geführt. Jetzt fühlte er, dass es ans Sterben ging, und das machte ihn unruhig. „Wissen Sie vielleicht etwas über das Jenseits?“, fragte er den Neuankömmling. Der zuckte die Achseln. Als er aber die Angst des anderen sah, meinte er, dass vielleicht die Bibel Antwort geben könne. Eine Bibel hatte der Kranke unter seinen Sachen. Seine Mutter hatte sie ihm damals mitgegeben, aber er hatte sie nie gelesen. Jetzt sollte sein Gefährte darin nach einer Antwort suchen. Als der die Bibel aufschlug, öffnete sie sich beim 53. Kapitel des Propheten Jesaja. Dort begann er zu lesen. Bei den Worten: „Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, fragte der Kranke: „Wer ist dieser ,Er‘?“ Der Vorleser wagte die fragende Antwort: „Jesus Christus?“ – „Ah!“, sagte der Liegende, „fahren Sie fort!“ Weiter ging es bis zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg …“ – „Halten Sie ein!“, unterbrach der Kranke. „Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“ Dann schwiegen beide. Nach einer Weile bat der Kranke seinen neuen Gefährten, weiterzulesen. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.“ – „Ah!“, sagte er wieder, „Jesus Christus!“ – „Lesen Sie den Vers noch einmal!“, bat er nach einiger Zeit. Daraufhin las der junge Mann das ganze Kapitel zu Ende. Der Kranke hatte sich im Stroh zurückgelegt und hörte ruhig zu.
Am nächsten Morgen schien die Sonne durch die Bretterlücken herein, als der junge Engländer erwachte. Er sah sich nach seinem kranken Landsmann um und musste über seinen Anblick staunen. Er schien ein ganz anderer geworden zu sein, so friedevoll schaute er ihn an. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“, sagte der Kranke. „Jesus Christus ist jetzt auch mein Heiland.“ Und dann erzählte er, wie er Gott in der Nacht seine Sünden bekannt und durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung gefunden hatte. „Der Mann ist verrückt geworden!“, dachte der Jüngere zunächst. Aber er konnte beobachten, wie dieser Frieden anhielt, bis der Kranke wenige Tage später starb. Als er später davon berichtete, ergänzte er: „Es hat lange gedauert, bis das Erlebnis im australischen Busch auch mich dahin gebracht hat, Jesus als meinen Herrn zu finden. Aber Gottes Gnade hat mich nicht losgelassen.“

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

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