Erntedank Impulse

Erntedank Impulse

Zu Ihm hinauf führ’ aller Segen;
Mit Ihm verbind’ uns jede Not!
Den Wandelnden auf Gottes Wegen
Wird froh das Leben, leicht der Tod.
Was sind der Erde reichste Gaben,
Wenn Gott entfremdet darbt der Geist?
So sei denn, was wir zeitlich haben,
Die Hand uns, die nach Oben weist.

Bibelstellen vom Sorgen / von Gottes Versorgung

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. (Matthäus 6,31-33)

Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5,7)

Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorget nicht! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! (Philipper 4,5-7)

Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und des Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringt ohne Aufhören Früchte. (Jeremia 17,7-8)

Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen. (Psalm 37,25)

Habe Deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünschet. (Psalm 37,4)

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. (Psalm 23,1)

Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut.
Den wird er nicht verlassen.
Mein Gott ist meine Zuversicht;
Er ist mein Licht und Leben;
Fasst seinen Rat mein Herz auch nicht.
Doch soll’s nicht widerstreben.
Sein Wort ist wahr, er hat das Haar
Auf meinem Haupt gezählet;
Er sorgt und wacht, nimmt mich in Acht,
Gibt Alles, was mir fehlet.

Aus einer Erntedankpredigt von Ludwig Hofacker (1798 – 1828)

Zwar gibt es Manche, die nur zu klagen, nicht aber zu loben und zu danken wissen, die da reich und nimmermehr zufrieden und satt werden wollen, und darum auch in die Stricke der Undankbarkeit hineinfallen, oder solche, die es wohl leiden mögen, wenn von den Kanzeln aus die Güte Gottes angepriesen wird, die aber in ihrem eigenen Herzen mehr oder weniger tot und kalt dafür sind, welche kein herzhaftes Wörtlein zur Ehre des großen Gottes aus dem Herzen und Munde geht, oder die, wenn sie auch davon reden, es doch nicht von ganzem Herzen meinen; aber dies Alles tut nichts zur Sache, die Güte Gottes will ich preisen, die unverdiente Güte Gottes, die sich auch in diesem Jahre an uns verherrlicht hat. Bekennet es, bekennet es, Brüder und Schwestern, dass der Herr barmherzig ist, und gnädig und geduldig, und von großer Gnade und Treue; gebt unserem Gott die Ehre! Ich werde wohl nicht im Stande sein, alle die Wohltaten Gottes, die Er uns im Leiblichen und Geistlichen in diesem zu Ende eilenden Kirchenjahre beschert hat, aufzuzählen; ich werde Solches nicht im Stande sein, denn es ist ja Alles, Alles voll der Güte des Herrn, Seine Güte ist ja alle Morgen neu, sie umgibt uns wie die Luft, die wir einatmen, sie trägt uns, sie leitet uns, sie beschützt uns; ohne die Güte Gottes können wir keinen einzigen Tag leben; Gottes Güte ist es, dass wir da sind; Gottes Güte, dass wir gekleidet sind, Gottes Güte, dass wir heute erwacht sind, Gottes Güte ist jeder Pulsschlag, jeder Atemzug; was wir sind, haben und genießen, ist Ausfluss der Güte Gottes, es ist Alles, Alles lauter Güte Gottes.
Was hat Gott nur im Leiblichen an uns getan? Wahrlich, was Paulus zu Lystra predigte (Apostelgesch. 14,17), darf ich heute unter euch auch verkündigen: „Er hat Sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns viel Gutes getan, und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere Herzen erfüllet mit Speise und Freude.“ Ein Jahr mit 365 Tagen liegt hinter uns, an jedem dieser Tage hat der Herr uns Speise gegeben, und wir sind satt worden. Wir haben es nicht verdient, wir sind es nicht wert gewesen; es ist wahr, was in jenem Tischgebet steht:
Jeder Tropfen, jeder Bissen, den mir Deine Hand beschert,
Rufet mir in mein Gewissen: Bist du auch der Eines wert?
Wir haben es auch nicht selbst erworben durch unsern Verstand, Klugheit, Geschicklichkeit, Arbeit und Schweiß. Nein! Sein Segen ist es gewesen, und sonst nichts als Segen; denn wenn Er Seine Segenshand zurückzöge, so müsste auch der Fleißigste des Hungers sterben. Und ist’s denn allein die Speise, deren wir bedürfen? Haben wir nicht noch viele andere Bedürfnisse, die der treue Gott befriedigt hat? Wer hat uns unsere Gesundheit erhalten? Wer hat uns aus Krankheitsnot herausgerissen? Wer hat uns, wenn wir krank waren, so mannigfaltig, so vielfach erquickt? Wer hat uns unsere Kräfte wieder geschenkt? Wer ist denn der Mann, der solches Alles getan hat, der uns hindurch gebracht hat bis hierher, vielleicht unter viel Trübsal, aber dennoch durchgebracht, durcherrettet, durchgesegnet, durchgeholfen, wer ist Er denn? Das ist der Gott, den wir oft beleidigt haben, der aber, wie Er dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die Ihn anrufen, also auch und noch vielmehr unserer gedacht hat, nach Seiner allwaltenden, Alles erquickenden, Alles ernährenden, Alles belebenden Güte! Trete Einer auf und sage, ob er, wenn auch das tägliche Brot und die täglichen Bedürfnisse nicht immer reichlich vorhanden waren, dennoch am Notwendigsten Mangel gehabt habe? Ich frage: habt ihr auch je Mangel, wahren Mangel gehabt?
Nun denke zurück, du Volk, das der Herr gesegnet hat! Wer hat dir Regen und Sonnenschein, wer hat dir gute und gedeihliche Witterung gegeben? Wer hat deinem Ackerfeld befohlen, dass es solle seine Frucht geben zu seiner Zeit? Wer hat die Weinstöcke geheißen, ihre Trauben zu tragen? Wer hat die Winde regiert, dass sie das eine Mal Regen, das andere Mal heiteres Wetter brachten, je nachdem das Gewächs und das Erdreich es bedurfte? Wer hat dir deine Arme gestärkt, dass du in diesem Sommer das Feld bauen konntest? Wer hat dem Hagel befohlen, dass er dich nur warnen, nicht aber verderben soll? Wer hat solches Alles getan? Habt ihr solches getan mit euren Armen, mit eurem Fleiße? Nein! Das hat der Herr getan! Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen? Sein Vermögen und seine starke Kraft ist so groß, dass es nicht an Einem fehlen kann. „Gebt unserem Gott die Ehre!“
Und ist das Alles, was Er an uns getan hat? Kann ich die verschiedenen Verhältnisse und Errettungen und Durchhilfen anführen, die jeder Einzelne in seinem Teile erfahren hat? Was müsste ich nur erzählen, wenn ich bloß meinen Lauf durch dieses einzelne Jahr, wenn ich die Güte Gottes, die nur in diesem Jahre meines Lebens über mir gewaltet hat, euch erzählen, wenn ich Seine errettende, helfende, durchdringende, wunderbare Hand über mir euch beschreiben wollte! Ich bin aber nicht der Einzige in dieser Gemeinde, der solches erfahren hat. Ich weiß, es sind noch viele da, die beim Rückblick auf das verflossene Kirchenjahr mit mir einstimmig preisen werden: „Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, Seinen heiligen Namen, lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat!“
Ja, in wie viel Not
Hat nicht der gnädige Gott
Über dir Flügel gebreitet!
Lobe den Herrn, der sichtbar dein Leben gesegnet,
Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet,
Denke daran, was der Allmächtige kann,
Der dir mit Liebe begegnet.
Und was wirken die leiblichen Gaben, was wirkt der Überfluss, den uns der Herr im Zeitlichen schenkt, was wirkt es, dass der Herr der Gnade über uns Unwürdige und Elende Sein Füllhorn ausgeschüttet hat und noch ausschüttet? Man sollte glauben, dies werde uns zu tiefer Demütigung vor dem Herrn gereichen, dass, da wir so mannigfaltig von Ihm abirren, da wir Seine Wege oft so gar nicht verstehen wollen, da wir so ungehorsame und störrige Kinder sind, Seine Güte doch nicht von uns weicht, Seine Gnade doch noch die Flügel über uns ausbreitet. Aber was wirken dagegen die Segnungen des Herrn? Ist’s nicht so, dass man sie dahin nimmt als einen Raub, als etwas, was uns von Rechtswegen gehört? Ist’s nicht also, dass man oft die Gaben Gottes freventlich und schändlich missbraucht, dass man des Herrn Tage zu Tagen des Fressens und Saufens macht, dem Satan sie weiht statt Gott, dass man häufig die Gaben des Herrn nicht mit Danksagung genießt, sondern unter faulem Geschwätz? Ist’s nicht so, dass man häufig in der Gottesvergessenheit und Torheit unserer Zeit schwelgt, wo Andere darben, und die Armen vergisst, und um die Elenden sich nicht kümmert? O liebe Zuhörer! Das sind schreckliche Sünden, die gen Himmel schreien und die Rache herabrufen. Der Herr erbarme sich unser! Meine Lieben! Was wollen wir Ihm denn geben für alle Seine Treue und Barmherzigkeit, mit welcher Er bisher über uns gewaltet hat? Was wollen wir dem Vater der Barmherzigkeit geben, der uns gesegnet hat mit leiblichen Gaben in irdischem Segen, aber auch mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum? Was wollen wir unserem Jesus geben, der uns nicht nur erkauft mit Seinem Blut, sondern uns auch gespeiset mit Seinem Fleisch und Blut, und bis auf diese Stunde viel Gutes erwiesen hat? O Er verlangt nichts von uns, als unser armes, elendes, unwertes Herz. Das wollen wir Ihm geben zum unveräußerlichen, ewigen Eigentum, so dass ein jeder Hausvater von Herzen mit Josua spreche: „Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen!“ Ja, so spreche auch ich. Ich und meine Gemeinde wollen dem Herrn dienen! Er selbst aber spreche: Amen! Amen!

Ludwig Hofacker (Gekürzt, komplette Quelle – Dort dankenswerterweise Public Domain)

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