Spezielle Rache

Seine Art, sich zu rächen

Ein japanischer Christ hatte eine besondere Zahnpasta erfunden, die große Verkaufserfolge brachte. Allerdings wurde das Zahnpflegemittel schon bald unrechtmäßig imitiert. Doch der Betrug flog auf, und der Schuldige wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Der gläubige Unternehmer hörte davon, dass die Familie seines unredlichen Konkurrenten in größter Armut lebte. Da ließ er der Frau des Gefangenen Monat für Monat eine anonyme Spende zukommen. Erstaunt fragte sich die Familie, wer wohl dieser großzügige Wohltäter war. Eines Tages überraschte die Frau des Häftlings einen Jungen, als er einen Umschlag mit Banknoten in ihren Briefkasten steckte. Sie bestand darauf, dass er ihr den Namen seines Auftraggebers nannte. Schließlich gelang es ihr, dem Jungen den Namen zu entlocken: Es war der Name des gläubigen Konkurrenten. Als sie hörte, dass es ausgerechnet der Mann war, den sie betrogen hatten, brach sie in Tränen aus. Und auch ihr Mann in der Haft war zutiefst bewegt, als sie es ihm erzählte. Als der Mann später aus dem Gefängnis entlassen wurde, besuchte er sofort den Wohltäter seiner Familie und sprach ihm sein Bedauern, sein Erstaunen und seinen Dank aus. Der Christ nahm die Gelegenheit wahr und erklärte ihm, wie Gott die schuldigen Menschen einlädt, zu Ihm umzukehren. Er will ihre Übertretungen vergeben. – Dieses Angebot galt sogar den Mördern seines Sohnes. „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Die Bibel: Römer 5,8)

Vergebung

Irgendwo im „wilden Kurdistan“ ereignete sich eine seltsame Geschichte. Ein Mann erschlug einen anderen im Streit. Sofort machte sich der Mörder auf die Flucht in die Berge. Ihm war klar: Der Sohn des Opfers würde nicht eher ruhen, bis die Blutrache vollzogen war. Und tatsächlich: Wochenlang hetzte der Rächer hinter dem Mörder her. Immer neue Anzeichen verrieten dem Gejagten, dass der Rächer ihm dicht auf den Fersen war.
Eines Tages war der Täter im Schatten eines Baumes erschöpft eingeschlafen. Plötzlich erwachte er mit einem ungeheuren Schrecken: Eine Hand hatte sich auf seine Schulter gelegt.
Er schlug die Augen auf und sah in das Gesicht seines Verfolgers. – „Bist du der Mörder meines Vaters?“, fragte der ihn ernst. – „Warum soll ich weiter fliehen? Ich kann nicht mehr! Ja, ich habe deinen Vater erschlagen. Töte mich!“ – Da ging ein eigenartiger Glanz über das Gesicht des Verfolgers: „Hör zu! Ich bin Christ und weiß, wie wertvoll und wichtig Vergebung ist. Schon seit Wochen laufe ich hinter dir her, um dir zu sagen, dass ich dir vergeben will. Ich musste dich finden, um dir zu sagen: Komm nach Hause! Lebe in Frieden!“
Viele Menschen schieben den Gedanken an Gott beiseite. Sie wollen nicht an die Verantwortung erinnert werden, die sie Ihm gegenüber haben, und auch nicht an ihre Schuld. Auch das ist eine Flucht – vor dem gerechten Gott und seiner Strafe. Ja, richtig! Gott kann die Sünden nicht einfach übersehen, obwohl manche sich das gern vorstellen. Gott ist wirklich heilig und gerecht! Aber Er ist auch Liebe und hat deshalb seinen eigenen Sohn für uns gegeben. Weil Jesus Christus am Kreuz die Strafe für die Schuld auf sich genommen hat, geht Gott uns nach und bietet uns völlige Vergebung an.

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. (Die Bibel: Matthäus 5,44)

Auf einer Südseeinsel ist ein Insulaner Christ geworden und hat den biblischen Namen Zephanja angenommen. Eines Tages nutzt er die Gelegenheit und erzählt einem heidnischen Nachbarn von Jesus, seinem Herrn. Der andere hängt aber noch sehr am alten Stammesglauben und will ihn nicht aufgeben. Er wird sehr wütend und schlägt Zephanja mit einem irdenen Topf so fest auf den Kopf, dass das Gefäß in Scherben geht. Schweigend zieht Zephanja sich zurück und geht in seine Hütte. Dort hängt die Keule an der Wand, die er meisterlich zu schwingen versteht. Seine alte, kämpferische Natur beginnt sich zu regen, und Zephanja steht in Gefahr, sich rächen zu wollen. Da fällt sein Blick auf sein Neues Testament. Er schlägt es auf und liest die Worte des Herrn Jesus aus der Bergpredigt: „Glückselig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel“, und: „Liebt eure Feinde!“ Da steht für ihn fest: Nach diesem Wort will ich handeln! Schnell wird Zephanja klar, was zu tun ist: Er bringt dem Übeltäter einen neuen Kochtopf. Der ist völlig überrascht und so beeindruckt von dieser Form der „Rache“, dass er ihm im Gegenzug ein wertvolles Stück Fischbein schenkt. Und als er erfährt, warum Zephanja so reagiert hat, lässt er sich gern aus diesem Buch vorlesen, das so erstaunliche Lehren enthält. „Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt … der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet.“ (Die Bibel: 1. Petrus 2,21 und 23)

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Brunnen für Afrika

Brunnen für Afrika

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie wären eine Mutter in einem entlegenen Dorf in Benin. Jeden Morgen müssten Sie sich mit Ihrer ältesten Tochter und zwei riesigen gelben Plastikkanistern auf den Weg machen und fünf Kilometer zur nächsten Wasserstelle, einem älteren Brunnen, laufen. Dort stehen schon viele Frauen mit ihren Kanistern Schlange, manche drängen sich vor. Sie füllen die Kanister und schleppen sie nach Hause. Die Sonne brennt heiß auf ihrer Haut. Das Schlimme dabei ist, dass das Wasser, das Sie nach Hause bringen, nicht sauber ist. Ihre Kinder haben oft Durchfall. Sie müssten das Wasser eigentlich immer filtern oder abkochen. Ihre Tochter hat keine Zeit zur Schule zu gehen. Am nächsten Tag wiederholt sich alles. Wie gut, dass das nicht Ihr Alltag Alltag ist!

GAiN Brunnen

In Afrika haben über 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Sie verbringen viele Stunden täglich damit, Wasser aus Bächen, Seen oder Pfützen zu holen. Dieses Wasser enthält oft Krankheitskeime. In jeder Minute sterben weltweit vier Kinder an den Folgen verunreinigten Trinkwassers. Kinder, vor allem Mädchen, gehen nicht zur Schule, weil sie jeden Tag viele Kilometer mit schweren Wasserkanistern zurücklegen müssen.

GAiN Brunnen bauen

Das darf nicht so bleiben. Die Lösung des Problems ist eigentlich einfach. Ein Tiefbohrbrunnen rettet Leben. Die Mitarbeiter von GAiN besuchen sehr gern die Dörfer, die einen neuen Brunnen bekommen haben. Sie werden mit offenen Armen und großer Dankbarkeit von den Bewohnern empfangen. Es sind immer gute Nachrichten, die die Menschen zu erzählen haben.

GAiN Brunnen Afrika

In Kpovie berichtet der Präsident des Brunnenkommitees: „Allein in unserem Dorf leben etwa 1200 Männer, Frauen und Kinder. Früher hatten wir schon mal einen Brunnen. Aber er war nicht tief genug. Das Wasser war verunreinigt und hatte eine schlechte Qualität, ähnlich wie das Wasser aus dem Bach, das wir ganz früher nutzen mussten. Das Geheimnis des neuen Brunnens ist seine Tiefe. Unser Leben hat sich völlig verändert. Früher kämpften wir mit Würmern und Durchfallerkrankungen. Viele unserer Kinder haben ihren ersten Geburtstag nicht erlebt. Heute ist das anders. Wir sagen, dass wir heilsames Wasser haben. Und das stimmt auch: es schmeckt gut und macht gesund. Unsere Kinder wachsen ohne Krankheiten auf. Der Brunnen macht uns zu reichen Menschen.“

Brunnen GAiN

Der Präsident des Brunnenkommitees zeigt uns auch seine Unterkunft, eine bescheidene Hütte aus Lehm, in der mehrere Generationen sich einen Raum teilen. Dass gerade dieser Mann von Reichtum spricht, beschämt uns. Hier in Kpovie hat GAiN vor mehr als zehn Jahren Jahren einen der ersten Brunnen des Projekts „Brunnen für Afrika“ gebohrt. Janine, die bereits Oma von etlichen Enkeln ist, nimmt uns alle in den Arm: „Ich danke euch so sehr für den Brunnen in unserem Dorf. Meine Enkel sind gesund. Das Wasser bringt Leben, wo vorher Tod herrschte. Es hat uns alle verändert.“

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Wie ein Brunnen entsteht

Dörfer bewerben sich um einen Brunnen, werden besichtigt, der Platz wird ausgewählt. Dann beginnen die weiteren Vorbereitungen. Der Platz wird gesäubert, geebnet, die genaue Bohrstelle wird bestimmt. Damit sauberes Wasser gefördert wird und auch im Sommer gepumpt werden kann, sind Tiefbohrungen mit einem speziellen Bohrkran nötig. Diese Maschinen durchdringen die trennenden Erd- und Gesteinsschichten. In Benin muss im Schnitt 60-70 m tief gebohrt werden, in Tansania sogar 80-90 m tief. Der Brunnen wird angeschlossen, das Fundament gegossen und dann wird zum ersten Mal Wasser gepumpt – ein Festtag fürs Dorf. Ein Brunnenkomitee ist eine wichtige Einrichtung vor Ort. Es ist für Wartung und Pflege des Brunnens verantwortlich und überwacht die Wasserverteilung. Ihm gehören zur Hälfte Frauen an.

GAiN Brunnen spenden

GAiN hilft mit der nötigen Technik und Personal beim Brunnenbau in Afrika. Jeder Brunnen liefert Trinkwasser für etwa 1.000 Menschen. GAiN bohrt Brunnen in Benin und Tansania.

GAiN Brunnen bohren

Werden Sie Brunnenpate! 8.000 Euro kostet der Bau eines neuen Tiefbohrbrunnens, mit 4.000 Euro übernehmen Sie die Hälfte der Baukosten. Gern bringt GAiN ein Schild mit Ihrem Namen an „Ihrem“ Brunnen an. Diese Kosten lassen sich gut gemeinsam aufbringen: als Abteilung in der Firma, als Familie, als Hauskreis, als Sportverein … Mit kleineren Spenden leisten Sie aber ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Brunnenbau.

Hier bekommen Sie alles nochmal anschaulich erklärt:

Zur Webseite von GAiN.

Christliche Kurzgeschichten

Christliche Kurzgeschichten

Das Gebet eines gewissen Gelehrten war ein sehr weises Gebet, und ich möchte es euch empfehlen. Bei einem großen Wortkampf, in welchen er verflochten war, bemerkte man, dass er häufig Notizen machte, und einer sagte zu ihm: „Darf ich mir Ihre niedergeschriebenen Notizen ansehen?“ „Gewiss,“ erwiderte er. Als man auf sein Papier blickte, fand sich’s, dass sämtliche Notizen in den Worten bestanden: „Mehr Licht, Herr, mehr Licht! “ Ich denke, das ist eine Bitte, welche sich für viele unserer Brüder und gewiss auch für uns eignet. Wir sollten flehen: „Mehr Licht, Herr, mehr Licht!“ Amen.

Livingstone war als Missionar stets besorgt und bemüht, eine große Gemeinde zu vermeiden, die aus bloßen Namenschristen bestand. „Nichts,“ so schrieb er, „nichts kann mich dazu bewegen, eine unreine Gemeinde zu gründen. Es klingt ja ganz schön, im Missionsbericht lesen zu können: „Da und dort sind fünfzig Seelen der Gemeinde hinzugetan worden.“ Aber welchen Wert hat an jenem Tage die große Zunahme, wenn von den fünfzig nur fünf echt waren?“

Ich kannte eine taube Frau, die keinen Laut hören konnte und doch immer im Hause Gottes war, und als sie gefragt ward: „Warum?“, gab sie zur Antwort, dass ihr eine Freundin den Text aufschlüge und dass dann Gott ihr manchen lieblichen Gedanken gäbe, während sie bei seinem Volke säße; außerdem fühlte sie, dass sie als eine Gläubige Gott zu ehren hätte durch ihre Gegenwart in seinen Vorhöfen und durch das Bekenntnis ihrer Verbindung mit seinem Volke; und noch besser, sie möchte immer gern in der besten Gesellschaft sein, und da die Gegenwart Gottes da sei, und die heiligen Engel, und die Heiligen des Höchsten, wollte sie hingehen, ob sie hören könne oder nicht. Wenn solche Personen Vergnügen am Kommen finden, so sollten wir, die hören können, niemals wegbleiben. Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

Die beste Religion ist die, die am Tische lächelt, an der Nähmaschine fleißig arbeitet, in der Kaminecke freundlich und in der Wohnstube liebenswürdig ist. Eine solche Religion möchte ich, die die Stiefel putzt und sie recht glänzend macht, die ein gesundes, wohlschmeckendes Essen zubereitet, die einen Meter Kattun misst und nicht einen Meter zu wenig gibt. Das ist das wahre Christentum, das unsere ganze Berufsarbeit durchdringt.
Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

Wenn wir hören, dass ein Mensch einen schrecklichen Fluch ausstößt, sind wir oft sehr erschrocken; aber meist wagen wir nicht, ihn zur Rede zu stellen. Ich wünschte, dass wir wenigstens jenem alten Mann ähnlich handelten, der am Kai in London beim Umladen der Güter half. Er war ein schwächliches, kränkliches Männchen. Man gab ihm weniger Lohn als den andern, und er war zufrieden damit. Eines Tages arbeitete er mit einem Stauer zusammen, einem wahren Turm von Mensch, der den ganzen Morgen gotteslästerlich fluchte. Bei jedem Fluch verneigte sich der alte Mann, ohne etwas zu sagen. Endlich wurde es dem andern zu viel. „Sie alter Narr“, schrie er ihn erbost an, „warum verneigen Sie sich denn vor mir?“ Der Alte antwortete: „Vor Ihnen verneige ich mich nicht. Aber Sie nannten den Namen Gottes; und ich dachte, ihm müsse ich meine Ehrerbietung erweisen, da Sie es doch nicht tun.“ Sollte nicht jeder Christ, der seinen Gott liebt, das gleiche in irgendeiner Weise zu verstehen geben?

Sophronius hatte eine schöne Tochter namens Eulalia. Diese bat ihn eines Tags um die Erlaubnis, einem Schauspiel beiwohnen zu dürfen. „Das kann ich dir nicht gestatten, mein Kind,“ sagte der griechische Vater. „Du musst mich doch für außerordentlich schwach halten,“ sagte das Mädchen sehr gereizt. Sophronius nahm eine kalt gewordene Kohle vom Herd und reichte sie der Tochter dar. Sie weigerte sich, dieselbe in die Hand zu nehmen. „Nimm sie, mein Kind, sie brennt nicht und wird dir nicht schaden.“ Eulalia gehorchte, und sofort wurden ihre Finger schmutzig, und es fiel auch ein wenig von der Kohle auf ihr Kleid. „Vater,“ sagte die betrübte Tochter, „wenn man Kohlen in die Hand nimmt, kann man sich gar nicht genug vorsehen.“ „Das ist so,“ antwortete Sophronius feierlich. „denn selbst, wenn sie nicht brennen, schwärzen und beflecken sie.“

Als die Juden aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren und alle Heiden um sie her sich sehr feindlich gegen sie zeigten, traf eines Tages ein Heide mit einem Juden zusammen und fragte ihn, wie er und seine Glaubensgenossen sich nur einbilden könnten, dass sie in Sicherheit wohnen könnten. „Da ist ja doch,“ sagte er, „jeder einzelne von euch wie ein einfältiges, wehrloses Schaf, das gleichsam von fünfzig Wölfen umgeben ist.“ „Das ist ja wahr,“ antwortete der Jude. „Aber du musst wissen, dass wir von einem Hirten beschützt werden, welcher, wenn es Ihm gefällt, alle diese Wölfe töten kann und seine wehrlosen Schafe zu bewahren weiß.“

O, Herr Christus, unser Erbarmer und Heiland, wie, wie können wir dir genug danken für den Segen, den du auf Erden gebracht, für die Gnade, mit der du uns alle Tage von Neuem erfüllst! Du bist unser Licht und Leben, unsre Kraft und Hoffnung, – und zwar bekennen wir es hier vor deiner Allgegenwart, dass wir nichts ohne dich vermögen. O, sieh uns alle gnädig an, und leuchte in unsern Geist und belebe unser Herz – lass uns an dir halten, fest an dir halten, damit wir einst, wie du, glorreicher Mittler, in die Herrlichkeit bei deinem Vater eingehen. Amen. (S. Spoerlein)

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Die Geschichten aus diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden (Quelle dankenswerterweise: Glaubensstimme.de). Alle Artikel der Kategorie Geschichten untereinander. 

Widerstehen

Widerstehen

Eine junge Frau kommt gerade gut aufgewärmt vom Karatetraining, als unten im Hausflur ein maskierter Mann versucht, über sie herzufallen. Er weiß kaum, wie ihm geschieht, als er ein paar Meter durch die Luft geschleudert wird. Das hätte er von der zierlichen Person nicht erwartet.
KFZ-Mechaniker scheinen bei ahnungslosen Frauen schon mal das große Geschäft zu riechen, wenn es um Autoreparaturen geht und rechnen mitunter etwas mehr ab als nötig. Als eine junge Frau ihrem Ehemann zu Hause die Werkstattrechnung zeigt, greift dieser sehr erbost zum Hörer und ruft den Meisterbetrieb an. Als er auflegt, hat er die Zusage für einen erheblichen Preisnachlass und eine Entschuldigung erhalten.
In einem anderen Fall bringt eine KFZ-Meisterin ihren Wagen in eine fremde Werkstatt, weil ihr eine eigene Hebebühne fehlt. Ihren Beruf verschweigt sie dabei. Was sie laut Mechaniker alles reparieren lassen müsste, würde viel kosten. „Das stimmt doch gar nicht“, sagt sie und offenbart ihre Fachkenntnis. Der Mechaniker wird klein mit Hut.
Ehrlich währt eben am längsten. Man sollte nicht denken, man käme mit einer üblen Masche einfach so durch. Auch nicht bei Gott. Dieser vergibt zwar gerne reumütigen Sündern, die ihn darum bitten. Doch leichtfertige Menschen werden früher oder später ihre Quittung erhalten.
Nun sagen Sie, Sie sind zwar kein Betrüger, aber Sie haben bedauerlicherweise kleine schlechte Angewohnheiten, die Sie leider nicht los werden? Sie haben es schon so oft versucht? Sind regelrecht am Verzweifeln und denken, wie schlecht Sie sind? Vielleicht besser, als Sie denken. Denn möglicherweise sind das gar nicht Angewohnheiten, die Ihren eigenen negativen Gedanken entspringen, sondern die aus Gedanken entstehen, welche der Teufel und seine Konsorten Ihnen ständig eintrichert? Die kennen menschliche Schwachstellen zuweilen ziemlich gut.
Jesus erzählte seinen Jüngern eines Tages, dass er getötet werden würde. Petrus fing darauf an, ihm zu widersprechen. Jesus aber wandte sich um und bedrohte Petrus und sprach: „Gehe hinter mich, du Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“ (Markus 8,33) Doch Jesus meinte hier nicht Petrus selbst, sondern den Satan, der Petrus ungöttliche Gedanken auszusprechen eingegeben hatte. Nehmen Sie negative Einflüsterungen nicht an wie „Ich komme nicht dagegen an. Ich schaffe das nicht. Ich muss das tun, obwohl es mies ist.“ Sagen Sie: „Das sind nicht meine Gedanken. Ich nehme die nicht an. Geht hinter mich. Weg mit euch.“ Und dann denken Sie nicht mehr an diese Dinge, sondern entscheiden Sie sich für das Richtige und tun Sie das. In diesem Sinne prüfen Sie auch andere herunterziehende Empfindungen wie „Ich bin entmutigt, ich habe Zweifel, ich bin gestresst, ich bin müde, ich habe keine Lust zu beten…“ Solche Gedankenkontrolle lohnt sich. Wie die Bibel schon sagt: „Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch.“ (Jakobus 4,7

Have a nice day

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Zeit für uns

Licht und Schatten

Wir lieben das Licht der Sonne, genauso suchen wir jedoch an heißen Tagen den Schatten. Beides ist uns wertvoll auf seine Art. Doch ist uns schon einmal bewusst geworden, dass unser Schatten im Sommer ganz anders wirkt, als bei Wintersonne? Oder am Morgen anders als am Abend?
Nach einem ausgedehnten Sommerspaziergang durch die Wiesen lasse ich mich unter einer alten Weide nieder für eine Pause. Ich genieße ihren Schatten. Wie erfrischend ist es doch den lauen Wind zu spüren, der mit den Zweigen der Weide spielt. Den Genuss unter einem alten Baum im Schatten zu liegen kann kein Sonnenschirm ersetzen. Die Frische, die mir durch diese Bäume geschenkt wird, ist mir stets aufs Neue eine Freude an heißen Tagen.
Jesus schenkt uns beides mit seiner Gegenwart. Er ist unser Licht, an dunklen Tagen, durch das wir neue Kraft tanken können. Ebenso ist er unser Schatten, in dem wir uns ausruhen können, nach einem harten Tag oder schweren Lebensstürmen. Beides braucht unsere Seele, um zu atmen. Das Licht des Ansporns ebenso, wie die erquickende Ruhe am Abend. Dankbar dürfen wir beides als Geschenk des Himmels annehmen und uns daran erfreuen.

Dein Licht, Herr, leuchtet in die Dunkelheit,
es leuchtet uns, in unsere Seele, wenn wir nicht weiterwissen.
Wir danken dir für deine Gegenwart. Amen

© Christina Telker

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Zeit für uns

Einfach ist es nicht, wenn die Kinder erst einmal das Schulalter erreicht haben, alle unter einen Hut zu bringen. Jeder hat seine Termine, die gut organisiert sein wollen. Und doch sind uns gerade die gemeinsamen Zeiten wichtig. Gemeinsame Erlebnisse sind Erinnerungen, die auch nach Jahre noch im Gedächtnis haften.  Miteinander reden, auftauchende Probleme klären, aber auch den anderen spüren lassen, dass wir zusammengehören. Es ist nicht einfach, und doch schaffen wir es immer wieder einen Tag in der Woche, ganz für uns zu haben. Ähnlich ist es auch mit Gott und unserem Glauben. Nehmen wir uns nicht bewusst Zeit für ihn, dann wird uns der Tag zwischen den Fingern zerrinnen, ohne dass uns ein paar stille Minuten fürs Gebet oder eine Bibellese bleiben. Beziehung kann nur wachsen und bestehen durch Gemeinsamkeit, das sollten wir nicht aus den Augen verlieren.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Zum Andenken an Real Life Guy Philipp

Zum Andenken an Real Life Guy Philipp

Mit der fliegenden Badewanne zum Bäcker, ein eigenes U-Boot bauen oder eine Achterbahn im Baumarkt konstruieren – für solche Projekte sind die Real Life Guys mit ihrem YouTubekanal bekannt. Dieser wurde hauptsächlich betrieben von den Zwillingen Johannes und Philipp mit ihrer Schwester Elli und einigen Freunden. Doch nachdem bereits 2018 Elli beim Absturz eines Sportflugzeugs tödlich verunglückt war, verstarb nun Philipp viel zu früh am 09.06.21 an Krebs. Aber abgesehen von den Freude versprühenden Erfindungen der Real Life Guys hinterlässt Philipp noch viel mehr. Er ist ein Vorbild für viele geworden, deren Glaube an Gott lahm liegt oder herausgefordert ist. Über seine Erfahrungen mit Jesus im Alltag und seine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod berichtete er noch in zahlreichen Medien, nicht zuletzt auf dem YouTubekanal Life Lion, den er mitgegründet hatte. Ein von Philipp gesprochenes Hörbuch mit seiner Biographie gibt es kostenlos hier, die Druckversion ist als Buch im Handel erhältlich. Die letzten Monate wurde Philipp zudem von den zwei Filmemachern Lukas und Alex begleitet, unter anderem auf Philipps letzter Reise in die Karibik und bei einigen Videodrehs der Real Life Guys. Als Philipp mit einer Blutung des Tumors im Brustbereich ins Krankenhaus gekommen war und dort im Sterben lag, eilte auch Lukas dazu. Er stellte sofort die Kamera aus, als er das nicht mehr zu stoppende Blut sah. Doch Philipp sah ihm in die Augen und sagte: »Du kannst ruhig weiterdrehen, lass einfach die Kamera laufen.« So nahm Lukas einen der schönsten und intimsten Momente auf. Die engsten Familienangehörigen und Freunde betraten nach und nach das Zimmer und konnten ihm noch einmal sagen, wie viel er ihnen bedeutete. Philipp hatte auch noch eine Abschiedsnachricht mit seinem Handy aufgenommen, die in dem Erinnerungsvideo der Real Life Guys an ihn zu sehen ist (Ab der 9. Minute, enthält Blut!). Er war zu Recht als herausragender Freund bekannt. So hatte Philipp sich auch gewünscht, seine wichtigsten Menschen in diesen Momenten bei sich zu haben. Sie umringten sein Bett und seine Hände wurden gehalten. Mit Tränen begannen sie zu singen, zu beten und Abschied zu nehmen. Die Mutter von Philipp wünschte sich schließlich das Lied „No Longer Slaves“ (hier eine sehr schöne frühere Version davon auf YouTube). So wie der Liedtext es sagt, ist Philipp ohne Angst hinüber in Jesu Reich gegangen. Das Lied wurde dann auch auf der Beerdigung gesungen (Siehe direkt auf YouTube: Timeliner unter dem Video). Die Beisetzung war von freundlicher Stimmung, strahlendem Wetter und zahlreichen, auch musikalisch sehr schönen Beiträgen geprägt. Dazu gehörten die Lieder „Ewigkeit“ (Hier eine frühere YouTubeversion) sowie zum Abschluss „Der Herr segne Dich“ (Hier eine frühere YouTubeversion). Herausragend war das Lied „Real Life“. Das hatten die beiden O’Bros (Über die Story der O’Bros) extra für Philipp geschrieben. Alex hatte Philipp schon vor einem Jahr gefragt, ob er einen Song über ihn schreiben solle, wenn Philipp einmal sterben sollte. Philipp war sofort dafür gewesen. Zwei Tage vor seinem Tod hatten die O’Bros dann das Gefühl, sie müssten jetzt den Song schreiben. Alex konnte ihm noch das Lied im Krankenhaus vorspielen. „Real Life“ landete auf Platz 1 der deutschen iTunes Charts.

Der Erlös des Songs „Real Life“ wird an die entstehende Dokumentation über Philipps Leben gespendet, die Philipp sich gewünscht hat und mit der er anderen Menschen Mut machen möchte. Sie soll ebenfalls als Kinoversion erscheinen. In englisch und französisch wird der Film zudem mit professionellen Synchronsprechern vertont und dazu weitere Sprachen als Untertitel angeboten. Die Filmemacher Lukas und Alex haben bereits mit dem Schneiden begonnen. Lukas hat Philipp an seinem Sterbebett versprochen, dass sie den Film einem größtmöglichen Publikum zugänglich machen werden. Er wird nächstes Jahr fertiggestellt und veröffentlicht. Wer mag, kann sich gerne am Crowdfunding für den Film über Philipp beteiligen.
Ein Bibelvers Jesu, den die Mutter am Ende von Philipps Leben erwähnte, gibt Trost: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt’s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte (Johannes 12,24). Ein großer Wunsch Philipps ging zwei Stunden nach seinem Übergang ins neue Leben in Erfüllung. Sein bester Freund Eric ließ sich taufen. Sein Kommentar: „Nach so einer Story nicht an Gott zu glauben, ist für mich eigentlich nicht erklärbar. Die letzten 48 Stunden davor waren eigentlich viel zu gut. Also dafür, dass es so schlecht gelaufen ist, ist es so viel zu gut gelaufen…“ (Bekanntmachungsvideo von Philipps Tod ab 5:40).

Das einzige Lied, das Philipp sich für seine Beerdigung gewünscht hatte, war „When I’m Gone Don’t You Miss Me“. Hier eine frühere Lyricversion davon. Der Text ist auf YouTube unter dem Lied zu finden.

Das Lied „We shall rise“ wurde nicht auf der Beerdigung gespielt, ist aber trotzdem sehr schön. Natha hat es im Andenken an Philipp geschrieben. Der Text ist gleichfalls auf YouTube unter dem Lied zu finden.

Bibelgeschichten

Gott hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. (Die Bibel: Kolosser 1,13)

Manche nennen sie die Volkskrankheit Nummer eins: Rückenschmerzen. Oft beginnen sie ganz leicht, aber dann gehen sie qualvoll weiter. Auch Johannes ist davon betroffen. An seinem Arbeitsplatz hat er meist eine ungesunde Haltung eingenommen. Im Lauf der Jahre steigern sich seine Beschwerden. Zuerst versucht er es mit Sport und Gymnastik. Dann sollen Schmerztabletten und Arztbesuche helfen. Doch – wie so oft – findet sich keine einfache Lösung für sein Problem. Ein Therapeut empfiehlt ihm fernöstliiche Entspannungstechniken. Auch das probiert Johannes aus. Bei den Mantra-Meditationen im Yoga-Kurs spürt er, dass finstere Mächte nach seiner Seele greifen. Bisher hat er sich nie um Glaubensfragen gekümmert. Doch diese neuen Eindrücke bringen ihn zum Nachdenken: „Wenn ich so deutlich spüre, dass es dunkle, böse Mächte gibt, dann muss es doch auch gute Mächte geben!“ Und die will er kennenlernen. Zum Glück sucht er diese nicht in der „weißen“ Magie, in der doch nur dieselben bösen Mächte wirksam sind. Nein, Johannes besorgt sich eine Bibel und beginnt diese zu lesen. Bisher kannte er davon nur das wenige, das er in der Kinder- und Jugendzeit darüber gehört hatte. Doch jetzt lernt er durch den reichen Inhalt der Bibel Gott kennen – und auch sich selbst. Er versteht, dass Gott Liebe und Licht ist, aber dass er selbst weit von Gott entfernt ist. Er liest weiter, er möchte zu Gott kommen. Und dann findet er den Weg: Er versteht, dass Jesus Christus für ihn ganz persönlich gestorben ist, und er bekennt Gott alle seine Sünden. Da beginnt ein neues Leben für Johannes. Mit großer Freude im Herzen führt er sein Leben jetzt mit Christus, seinem Herrn. Jeden Tag liest er die Bibel und achtet auf das, was Gott ihm darin zu sagen hat. Die finsteren Mächte und Übungen hat er ganz aus seinem Leben verbannt – er hat etwas viel Besseres gefunden.

Fast am Ende kam der Anfang

Peter erzählt: Ich mach Schluss! – So dachte ich mit 16 Jahren. Ich mach Schluss, aber wie? Schusswaffen besaßen meine Eltern nicht, Schlaftabletten auch nicht. Pulsadern aufschneiden ging auch nicht. Außer, dass das sehr schmerzhaft ist, dauert das Verbluten auch zu lange. Ich könnte möglicherweise gerettet werden, was ich auf keinen Fall wollte. Also – wie sollte ich mein Leben beenden? Monatelang kreisten meine Gedanken um dieses Thema. Aber der Entschluss stand für mich fest: Ich wollte nicht mehr leben. Schon viele Jahre vorher hatte ich mich in mich selbst zurückgezogen. Kontakte hatte ich auf das Notwendigste beschränkt. Ich funktionierte irgendwie. Außerdem boten mir meine Bücher eine Rückzugsmöglichkeit, die keiner infrage stellte. So las ich (fast) alles, was ich in die Hände bekam. Ich besaß auch seit Jahren eine eigene Bibel. Woher ich sie habe, weiß ich nicht mehr. Nun, mit 16 Jahren und meinen Suizid-Gedanken stand diese Bibel immer noch ungelesen in meinem Bücherregal. Bis dahin. – Irgendwann hatte ich keine Bücher mehr, die ich noch lesen konnte, außer dieser Bibel. Also nahm ich sie und fing an zu lesen.
Wenn man im Neuen Testament mit Matthäus 1 beginnt, können diese „Zeugungsgeschichten“ schon etwas abschreckend sein. Einige Namen kannte ich aus dem Religions- oder Konfirmandenunterricht: Mose, David, Abraham. Trotzdem las ich weiter, das ganze Neue Testament. Und dann die Psalmen und die Sprüche. Als ich das Neue Testament las, war es kein bestimmter Vers, der mich ansprach. Es war tatsächlich das ganze Buch, der ganze Inhalt, sein Thema. Also las ich es nochmals. Im zweiten Durchgang unterstrich ich mir Verse, die ich nicht nur verstand, sondern die mir auch etwas sagten. Verse, die einem das ewige Leben versprechen. Verse, die einen vor dem Gericht Gottes warnen. Verse, die mir zeigten, was für ein Mensch ich wirklich bin: ein Sünder, der es tatsächlich nicht verdiente, zu leben. Aber das war nicht alles: Ich las auch Verse, die zeigten, dass Jesus gerade für mich gestorben und auferstanden ist.
Ich las diese Bibel ein drittes Mal durch – ebenfalls von ganz vorne bis ganz hinten, das dritte Mal innerhalb eines Jahres. Mit diesem Gott wollte ich weiterleben, diesem Jesus wollte ich ganz gehören. Also kniete ich mit 17 Jahren eines Abends vor meinem Bett nieder, erzählte Gott all das aus meinem Leben, was Er eigentlich schon wusste, und bat Jesus Christus darum, Herr über mein Leben zu sein. Seitdem – das ist jetzt über 30 Jahre her – gehört mein Leben Ihm. Selbstmordgedanken waren und sind kein Thema mehr. Mein Leben gehört nicht mir, sondern Ihm.
Die Bibel ist für mich kein altes Buch. Ich weiß, was Leute meinen, die sagen: Die Bibel ist ein Brief Gottes an uns. Trotzdem ist sie für mich viel mehr als ein Brief Gottes, der vor langer Zeit einmal aufgeschrieben wurde. Sie ist für mich das aktuelle Reden Gottes in meinem Leben.

In einem Tal Norditaliens kam ein Wanderprediger an einem gepflegten Obstgarten vorbei. Es ergab sich eine Unterhaltung mit dem Eigentümer über die natürlichen und die geistlichen Bedürfnisse des Menschen. Am Ende bot er ihm eine Bibel an und bat ihn, darin zu lesen. „Sie behaupten, dass dieses Buch das Wort Gottes ist“, meinte der Bauer. „Aber welchen Beweis gibt es dafür?“ Der Evangelist ging nicht direkt auf die Frage ein, sondern wandte sich dem Obstgarten zu. Er wies auf die schönen, zum Teil schon reifen Früchte. – „Diese Birnen sehen prächtig aus, ich frage mich nur, ob sie auch wirklich von guter Qualität sind.“
„Wie bitte?“, reagierte der Bauer ein wenig gekränkt, „Sie haben die Birnen ja nicht einmal probiert! Nehmen Sie doch ein oder zwei, und probieren Sie!“ Der Prediger kostete, und dann lobte er: „Ja, Ihre Birnen sind ausgezeichnet. Aber sehen Sie, Sie blicken genauso zweifelnd auf mein Buch, wie ich auf Ihre Birnen geschaut habe. Lesen Sie die Bibel, dann werden Sie erkennen, dass sie tatsächlich das gute Wort Gottes ist.“
Viele haben ein fertiges Urteil über die Bibel, obwohl sie nur Teile davon überflogen haben oder sich damit begnügen, Bücher über die Bibel zu lesen. Doch wer sich die Zeit nimmt, Gottes Wort selbst zu „kosten“ und darüber nachzudenken, steht vor wertvollen Entdeckungen:
•Durch die Bibel können wir Gott und seinen Sohn Jesus Christus erkennen.
•Gott selbst redet durch sein Wort zu uns.
•Er spricht unser Gewissen an.
•Er deckt die tiefen Bedürfnisse unseres Herzens auf und bietet uns sein Heil an.

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Gott hat die M8

Gott hat die M8

Gott hat die M8, der alles so wohl erd8 und handelt mit Bed8. Er hat auf uns 8, lässt uns nicht im dunklen Sch8. Fühlt jemand sich 1am, ist Jesus doch un2felhaft bei uns bis ans Ende der Welt (wie er in Matthäus 28,20 gesagt hat). Manche glauben, er sei Sch1ache und „Was ich habe, ist alles m1.“. Denken wir nicht so 3st. In Wirklichkeit ist doch alles s1. K1 von unseren Gütern haben wir aus eigenem Verdienst. Es ist einfach Gnade, wenn wir nie hungern mussten. Ja, wir haben 10tausend Gründe, Gott zu danken. Er sorgt dafür, dass die Sonne l8. Er schenkt Dir eine gute N8. Er hat solche Liebe in meinem Herzen entf8. Selbst unsere Namen sind in seine Hände gra4t (laut Jesaja 49,16). Übrigens: im Himmel zahlt man keine P8. Wenn Du schon hier mit Jesus lebst und ihm Dein Leben anvertraust, wird 1t auch eine Wohnung im Himmel D1! Dort gibt es auch Bäume mit wunderschönen 2gen wie im 7gebirge. Die r1te Pr8. Doch ist es dort nicht nur wal3ch. Auch nichts Böses passiert dort mehr: weder Dach1turz noch St1chlag. Leben wir würdig, damit Gott uns einmal dort aufnimmt. Denn die Hölle ist p1am. Wer da landet, schaut ganz gewiss entsetzt 3n. Das ist wohl für jeden Menschen net2t 1ehbar. Also seien wir schon in diesem Leben friedfertig und greifen nicht zur St1chleuder, dass es kr8. So eine Schl8 hat noch keinem was gebr8. Im Himmel gibt es keine Mari9iform. 7 wir nicht andere Menschen aus und denken, wir seien etwas Besseres. Stecken wir nicht nur unser Re4 ab. Arm dran, wer so etwas m8. Selbst wenn Du gol3ch wärst, könntest Du nichts in die Ewigkeit mitnehmen. Darum lohnt es sich nicht, wenn man bloß allen Reichtum, den man bekommen kann, 1acken möchte.
Seien wir moti4t, Gutes zu tun. Manche haben viele Stunden Zeit für den Fernseher, aber angeblich nicht mal 5 Minuten Zeit für Gott. Wie schade, wenn man das ganze Leben ohne Gott verbr8 hat! Er ist doch weiser als 1tein und sieht was wir tun. Jesus vergibt unsere Schuld hul3ch, wenn wir ihn ehrlich darum bitten. Ein Leben mit ihm ist kur2liger und sinnvoller als eine Run3se mit der J8. Bei ihm ist es nicht 1eitig. Er hat viele 1atzfelder für uns. Der Wandel mit Christus ist die f1te und schönste Das1form, die es gibt. 8en wir darauf, auch viel Zeit für das Gebet mit ihm abzu2gen, weil das seine Hilfe akti4t. Wenn Du noch nie zu Jesus gebetet hast, ziehe es sogleich in Betr8 und bitte ihn, dass er Dich jetzt für das weitere Leben mit ihm 1egnen möge. Mit Jesus und den Seinen ist schon hier niemand all1tehend. Wie wohl tut es zudem, wenn wir täglich etwas aus der Heiligen Schrift in uns 1augen. Dies vermittelt uns göttliche 1icht. Sein Wort soll sich tief in unsere Herzen 1enken.
Wenn die Zeit des Er3chs einmal abgelaufen ist, werden die Engel die Kinder Gottes von überall 1ammeln zu einem wunderbaren Fest anlässlich von unserem 1tand im Himmel. Gott selbst wird uns bei diesem Mahl die Speisen ser4en. Ja, er wird gewiss Akten1icht in unsere Taten nehmen und uns dementsprechend belohnen. Wohl dem, der den Erdenlauf nützlich absol4t hat! Das ist dann mehr wert als ein 6er im Lotto.

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Gott hat die M8

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Gott hat die Macht

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Der barmherzige Samariter mit Bildern

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Der barmherzige Samariter

Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn (= Jesus) und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du? Er antwortete und sprach: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst.“

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Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“ Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder.

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Die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.

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Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.

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Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein.

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Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.

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Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!

Die Bibel: Lukas 10,25-37 

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Salvation Mountain

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Salvation Mountain

Der Salvation Mountain (Berg der Erlösung / Rettung) ist eine bunte Kunstinstallation auf einem kleinen Hügel im Norden von Calipatria (Kalifornien), in der Nähe von Slab City. Er wurde aus Tonnen von Lehm, Stroh und Farbe hergestellt. Leonard Knight (* 1.11.1931 in Vermont; † 10.2.2014 in El Cajon) fertigte ihn an, um die Botschaft „Gott liebt alle“ mitzuteilen. Das Gebet, das er einst hier in der Wüste an einem Tiefpunkt seines Lebens gebetet hatte, ist an zahlreichen Stellen bis hin zum Briefkasten zu lesen: „Jesus, I`m a sinner, please come upon my body and into my heart.“ („Jesus, ich bin ein Sünder. Bitte komme über meinen Körper und in mein Herz.“) Eigentlich wollte Leonard nur noch ein paar Tage bleiben und ein Monument zu Gottes Ehre bauen. Doch dann verging Tag um Tag und er baute und baute – 28 Jahre lang. Er gestaltete viele Aussagen, die ihm wichtig waren wie „Gott ist Liebe“, „Gott versagt nie“ und „Jesus liebt Dich“. Abgerundet wird die Arbeit durch liebevoll gemalte Blumen, Vögel und Bibelstellen, z. B. Johannes 3,16 und das Vater Unser aus Matthäus 6,9-13. Knight verzichtete bewusst auf Geldspenden, damit sein Werk nicht von bestimmten Gruppen instrumentalisiert werden kann. Er lebte ohne fließend Wasser und Strom in einem von ihm gestalteten 1930er-Truck von Chevrolet. Er war nur über den Postweg zu erreichen. Seitdem er 1984 einen Berg zu formen begonnen hat, sind auch einige bemalte und verzierte Autos und Trucks hinzugekommen. Mitte der neunziger Jahre hatte die Regierung von Kalifornien mehrfach versucht, Slab City und den Salvation Mountain zu schließen. Es konnte verhindert werden, da Leonard Knight mit seinem Kunstwerk mittlerweile über die Landesgrenzen bekannt war. Der Berg wurde von Senatorin Barbara Boxer 2002 zum Nationalen Kulturgut erklärt. Idealistische Instandhalter des Kunstwerks nehmen immer noch gerne mitgebrachte Farbtöpfe der Besucher an.

Leonard Knight, Erschaffer des Salvation Mountain:

Salvation Mountain 1

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Salvation Mountain 2

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Salvation Mountain 3

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Salvation Mountain 4

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Salvation Mountain 5

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Salvation Mountain 6

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Salvation Mountain 7

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Salvation Mountain 8

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Salvation Mountain 9

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Salvation Mountain 10

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Salvation Mountain 13

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Salvation Mountain 18

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Schöne Filme zum Salvation Mountain

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Mutig die Chance ergreifen

Mutig die Chance ergreifen

Mein Sohn kommt von der Schule heim. Heute bekam er Adressen von Betrieben, bei denen er sich bewerben könnte, wenn er ein Auslandspraktikum absolvieren möchte. Schon oft sprachen wir darüber, aber als er mir jetzt diesen Zettel hinhält, wird mir doch etwas mulmig zumute. Was da alles passieren kann, wenn er so mutterseelenallein im Ausland ist, gehen meine Gedanken. Bernd sieht mein nachdenkliches Gesicht und braust gleich auf: „Sag bloß, du hast es dir anders überlegt? Du hattest es mir fest versprochen!“ „Ich weiß“, antworte ich, um ihn zu beruhigen, „aber einfach wird es nicht. Bedenke“, weiter kam ich nicht, weil Bernd mir ins Wort fiel, „Was soll ich bedenken? Alles haben wir besprochen. Ich weiß, du hast Angst, weil ich alleine bin, aber hast du mir nicht von klein auf beigebracht, dass Jesus immer bei uns ist, ganz gleich, wo wir sind. Ich bin also nicht allein!“ Diesem Argument habe ich nichts entgegenzusetzen. Wir umarmen uns und füllen den mitgebrachten Antrag aus. Im Anschluss setzten wir uns gemeinsam hin und legten alles in Gottes Hand. (c) Christina Telker

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Nun fängt das schöne Frühjahr an

Nun fängt das schöne Frühjahr an

Haben Sie heute schon aus dem Fenster geschaut, um den neuen Morgen zu begrüßen? Ist es nicht schön, wie die Morgensonne ins Fenster lacht, um uns einen schönen Guten Morgen zu wünschen? Das Vogelkonzert ist kaum zu übertreffen. Nun aber heraus aus den Federn und den neuen Tag begrüßt! „Oh, heute ist Sonntag“, fällt es mir gerade ein. Ich werde den Kaffeetisch heute besonders schön decken und dann meine Lieben wecken. So einen Tag darf man einfach nicht verschlafen. Gesagt, getan, nach etwa einer Stunde sitzen alle am Frühstückstisch und freuen sich an den frischen Brötchen, der selbst eingekochten Marmelade und dem frischen Ei, von den Hühnern unseres Nachbarn. Lecker! So stelle ich mir den Sonntagmorgen vor.
Nachdem wir uns heute mal so richtig Zeit ließen, auch für ein Gespräch, erfüllen wir uns unseren seit langem geplanten Wunsch und gehen wandern. Wir wollen zum Turm. Gerade jetzt im Frühling durch den erwachenden Wald zu gehen, ist eine besondere Freude. Als wir unser Ziel fast erreicht haben, die Uhr zeigt die elfte Stunde an, bemerken wir, dass wohl noch einige mehr sich das gleiche Ziel für heute ausgesucht hatten. Im ersten Moment sind wir etwas enttäuscht, denn wir wollten ja eigentlich unter uns sein, aber wir gehen weiter. Jetzt klingen Posaunentöne an unser Ohr. Ich stelle fest, hier oben findet heute ein Waldgottesdienst statt. Nun freue ich mich über all die Menschen dort. Schnell suchen auch wir uns einen Platz und genießen diesen Gottesdienst in freier Natur. Wie schön! Ohne es zu ahnen, hatten wir genau das richtige Ziel gewählt für unseren Sonntagausflug. Frisch gestärkt können wir unsere Wanderung fortsetzen. (c) Christina Telker

Willkommen schöner Mai

Der Mai ist da, die Vögel baun ein Nest!
Die Sonne lacht, der Frühling gibt ein Fest!
Im Hain schon früh die Lerche singt,
vom Teiche her ein Froschkonzert erklingt.

Hol deinen Wanderstock,
zieh raus in die Natur,
hier springt der Quell,
hier find’st du deine Ruh.

Dort unterm Blätterdach der Linde,
dort richte dich wohl ein,
ein Falter fliegt grad über dir,
wo gibt`s ein schöneres Quartier?

Die Welt ist voller Freude,
vor lauter Jubelhall,
im Wald und auf der Heide,
blüht`s rundum überall.

Dank deinem Gott mit Freude,
der so viel Schönheit schuf,
halt Aug‘ und Ohren offen
und folge seinem Ruf.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

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The Real Life Guys

The Real Life Guys

Mit der fliegenden Badewanne zum Bäcker, ein eigenes U-Boot bauen oder eine Achterbahn im Baumarkt konstruieren – für solche Projekte sind die Real Life Guys mit ihrem YouTubekanal bekannt. Dieser wird hauptsächlich betrieben von den Zwillingen Johannes und Philipp mit einigen Freunden. 2013 wurde bei Philipp Krebs diagnostiziert, der im Verlauf mehrfach überwunden schien, dann jedoch wieder ausbrach. Im März 2018 verunglückte die Schwester der beiden Brüder, Elli, bei einem Flugzeugabsturz tödlich. Über ihre Hoffnung auf ein Eingreifen Jesu und auf das Leben nach dem Tod berichten die Zwillinge in ihrem Kanal Life Lion. Ein Buch von Philipp mit seiner Biographie kann man kostenlos hier anhören. Wenn Sie einen Menschen mit leuchtenden Augen sehen wollen, schauen Sie sein neuestes Video auf YouTube an. Und vielleicht sind Sie so bewegt wie ich, dass Sie regelmäßig für seine Heilung beten.

(Zum Crowdfunding für einen Kinofilm über Philipp)

Die Prägung der Mutter

Die Prägung der Mutter

Betende Mütter haben immer wieder das Schicksal ihrer Kinder zum Guten gelenkt. Mütter, die eine Bibel und christliche Gedanken an ihren Nachwuchs weitergegeben haben, legten damit eine gedankliche Vorratskammer in ihren Sprösslingen an, die diesen oftmals in entscheidenden Momenten des Lebens zur Hilfe gereichte. Es ist nicht abzuschätzen und nicht genug zu würdigen, welchen Einfluss solche Mütter auf ihre Kinder hatten und haben. Ein GROßES Danke an die Mamas dieser Art! Nachfolgend einige Beispiele:

Die Predigt auf der Zeche

Einige Bergleute stehen zusammen und warten auf die wöchentliche Lohnauszahlung. Da sagt einer zu einem anderen: „Fred, ich habe gehört, du bist letzte Woche fromm geworden. Wir haben noch 5 Minuten Zeit – halte uns doch mal eine Predigt!“ Andere stimmen zu: „Ja, ja, eine richtige Predigt, mit einem Bibelwort am Anfang! Das wird ein Gaudi!“ Erst zögert Fred, dann beginnt er: „Mein Predigttext ist das Wort, dass Jesus Saulus von Tarsus zuruft: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) – Jungs, vor zwei Wochen noch habe ich geflucht und geschworen, dass es keinen Gott gibt. Doch jetzt weiß ich, dass es Ihn gibt und dass Er mein Vater ist. Und ich weiß, dass es einen Retter gibt und dass Er mich gerettet hat. Ich will euch erzählen, wie das passiert ist: Letzte Woche Mittwoch habe ich nach der Schicht den letzten Bus verpasst. So musste ich die 10 Kilometer nach Hause laufen. Es war kalt und stockdunkel, und der Weg war nur schlecht zu erkennen. Als ich mich mühsam durch das Dunkel kämpfte, fiel mir plötzlich ein Wort meiner Mutter ein. Sie hatte mir als Kind von zwei Lebenswegen erzählt: von einem, der zu Gott führt, und von einem anderen, der ins Verderben führt (Matthäus 7,13-14). Auf einmal wusste ich, dass ich auf dem Weg zum Verderben war. In meinem Inneren schrie ich: ‚Gott, das ist wahr, das ist alles wahr, o Gott, rette mich!‘ Plötzlich fiel mir ein weiteres Bibelwort ein, das meine Mutter mir gesagt hatte, das Wort, das Saulus von Tarsus gehört hatte: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) Das Wort traf mich tief!“ Dann fielen mir noch zwei weitere Bibelworte aus dem Mund meiner Mutter ein: ‚Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben‘ (Matthäus 11,28); und der Satz: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ (Johannes 6,37) Da wurde es Licht in meiner Seele. Denn auch ich hatte Jesus verfolgt, hatte seinen Namen missbraucht und verlacht. Doch dort auf dem Nachhauseweg kam ich zu Ihm und bekannte Ihm meine Sünden. Nun weiß ich, dass Er mich angenommen hat und dass ich gerettet bin. Ich bin kein Prediger, Jungs, aber ich wünschte mir, ich könnte eure Herzen erreichen und euch mit diesem wunderbaren Heiland bekannt machen. Er hat mir geholfen, zu euch zu reden, und Er sagt auch euch: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ Jesus heißt Retter. Und so wie Er den Verfolger Saulus gerettet hat, so hat Er auch mich gerettet. Und mit euch will Er dasselbe tun.“ Freds Predigt ist zu Ende. In die eingetretene Stille hinein sagt einer der Bergleute: „Fred, du hast erwähnt, dass Jesus gesagt hat: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ Ich sage es jetzt vor euch allen, dass ich auch zu Ihm kommen möchte …“

„Wie weit bist du von Ihm weg?“

Pastor Wilhelm Busch erzählt aus seinem Leben: Meine Mutter hatte mich in Tübingen, wo ich Theologie studierte, abgeholt. Wir fuhren zusammen im Zug. Nach einiger Zeit sagte ich, was mich bedrückte: „Weißt du, Mutter, ich habe gar keine rechte Freude mehr an der Bibel. Ich finde da so viele Widersprüche und Unbegreiflichkeiten.“ Meine Mutter lachte auf: „Das liegt daran, dass du die Bibel ganz verkehrt liest.“ Etwas beleidigt gab ich zurück: „Ja, wie soll ich sie denn lesen? Ich lese den Urtext, lese Kommentare …“ Die Mutter legte mir die Hand auf den Arm: „Ich will dir ein Beispiel erzählen. Im Krieg warst du zwei Jahre ohne Urlaub im Feld. Ich schrieb dir regelmäßig von den Ereignissen zu Hause. Und dann schriebst du eines Tages: Ich höre von Schlangestehen, von Hamstern – ich verstehe das alles nicht. Wie lange und wie weit bin ich von euch weg, dass ich die Briefe aus der Heimat nicht mehr verstehen kann!“ Und die Mutter fuhr fort: „Damals hast du nicht gesagt: In den Briefen meiner Mutter stehen Widersprüche, sondern nur: Wie weit bin ich von zu Hause weg! Die Bibel, mein Sohn, ist auch ein Brief, ein Brief des lebendigen Gottes aus der ewigen Heimat – an dich geschrieben. Wie weit bist du von Ihm weg?“

Für die ganze Familie beten

Eine Mutter, die nach christlichen Grundsätzen erzogen worden war, hatte die Gewohnheit beibehalten, ihren kleinen Jungen ein Abendgebet aufsagen zu lassen: „Herr Jesus, segne Papa, segne Mama, und lass mich ein liebes Kind werden!“ Eines Abends nach dem Gebet sah der Kleine seine Mutter an: „Und du, betest du auch?“ – „Ja, manchmal.“ – „Und Papa?“ – „Ich weiß nicht; das kann ich mir kaum vorstellen.“ – „Aber Mama“, erwiderte das Kind, „ein kleiner Junge wie ich kann doch nicht für die ganze Familie beten. Ihr müsst mir helfen!“ Diese einfachen Worte eines Kindes drangen in das Herz der Mutter. Von da an begann auch sie wieder zu beten; und später kam es dahin, dass ihr Mann diese Aufgabe in der Familienandacht übernahm.

Die Bibel der Mutter

Vor vielen Jahren hielt sich ein junger Engländer für längere Zeit in Australien auf. Einmal verirrte er sich in einem Waldgebiet, bis er schließlich zu einer großen Farm gelangte. Auf seine Bitte um ein Nachtlager antwortete der Farmer: „Sie können in die Scheune dort drüben gehen, wenn Sie wollen. Aber es ist schon einer drin.“ Tatsächlich lag schon eine andere Person recht elend in einer Ecke und hustete fürchterlich. Im Gespräch zeigte sich dann, dass auch er Engländer war. Er hatte sogar dieselbe Universität besucht. Dann aber hatte er sich mit seiner Familie zerstritten und war nach Australien gegangen. Hier hatte er 25 Jahre lang ein recht wildes Leben geführt. Jetzt fühlte er, dass es ans Sterben ging, und das machte ihn unruhig. „Wissen Sie vielleicht etwas über das Jenseits?“, fragte er den Neuankömmling. Der zuckte die Achseln. Als er aber die Angst des anderen sah, meinte er, dass vielleicht die Bibel Antwort geben könne. Eine Bibel hatte der Kranke unter seinen Sachen. Seine Mutter hatte sie ihm damals mitgegeben, aber er hatte sie nie gelesen. Jetzt sollte sein Gefährte darin nach einer Antwort suchen. Als der die Bibel aufschlug, öffnete sie sich beim 53. Kapitel des Propheten Jesaja. Dort begann er zu lesen. Bei den Worten: „Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, fragte der Kranke: „Wer ist dieser ,Er‘?“ Der Vorleser wagte die fragende Antwort: „Jesus Christus?“ – „Ah!“, sagte der Liegende, „fahren Sie fort!“ Weiter ging es bis zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg …“ – „Halten Sie ein!“, unterbrach der Kranke. „Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“ Dann schwiegen beide. Nach einer Weile bat der Kranke seinen neuen Gefährten, weiterzulesen. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.“ – „Ah!“, sagte er wieder, „Jesus Christus!“ – „Lesen Sie den Vers noch einmal!“, bat er nach einiger Zeit. Daraufhin las der junge Mann das ganze Kapitel zu Ende. Der Kranke hatte sich im Stroh zurückgelegt und hörte ruhig zu.
Am nächsten Morgen schien die Sonne durch die Bretterlücken herein, als der junge Engländer erwachte. Er sah sich nach seinem kranken Landsmann um und musste über seinen Anblick staunen. Er schien ein ganz anderer geworden zu sein, so friedevoll schaute er ihn an. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“, sagte der Kranke. „Jesus Christus ist jetzt auch mein Heiland.“ Und dann erzählte er, wie er Gott in der Nacht seine Sünden bekannt und durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung gefunden hatte. „Der Mann ist verrückt geworden!“, dachte der Jüngere zunächst. Aber er konnte beobachten, wie dieser Frieden anhielt, bis der Kranke wenige Tage später starb. Als er später davon berichtete, ergänzte er: „Es hat lange gedauert, bis das Erlebnis im australischen Busch auch mich dahin gebracht hat, Jesus als meinen Herrn zu finden. Aber Gottes Gnade hat mich nicht losgelassen.“

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Alle Artikel über Muttertagstexte oder der Kategorie Muttertag untereinander. Die Artikel über Muttertagskarten, Muttertagsgutscheine, Bastelideen zu Muttertag, Muttertagsfilme, Muttertagsrollenspiele sowie die Muttertagslieder untereinander.

Die Prägung des Vaters

Die Prägung des Vaters

Der Einfluss von Vätern auf ihre Kinder ist ohne Frage immens. Welch eine Stärkung für das Leben ist ein Vater, der ein gutes Vorbild abgibt! Wer dies nicht erfahren durfte, hat jedoch auch in der heutigen Zeit von Scheidungen und mitunter Gewalt den Trost zu wissen, dass unser Vater im Himmel nicht versagt. Mit ihm kann man immer und überall über alles reden. Mögen die Väter dieser Welt sich doch auch dessen bewusst sein, dass Gott ihr Tun sieht und lenken will. Und mögen sie Gott würdig reflektieren, für ihre Kinder beten und sie ebenso das Beten und Bibellesen lehren. Ein unendliches Dankeschön an alle Väter, die solch ein stärkendes Vorbild sind! Nachfolgend zwei Beispiele dazu:

Gerettet

Einem jungen Mann wurde es in seinem christlichen Elternhaus zu eng. Er wusste, dass seine Eltern regelmäßig für ihn beteten, und das störte ihn noch mehr. So packte er schließlich seinen Koffer und zog in eine andere Stadt. Bei einem Taxiunternehmen fand er eine Anstellung als Fahrer. Eines Tages hatte er einen schweren Verkehrsunfall. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Er war schwer verletzt. Der Bereitschaftsarzt bemühte sich noch um ihn, da schlug er die Augen auf. „Jesus Christus hat mich gerettet!“, sagte er laut und deutlich, bevor ihm bewusst sein konnte, wo er war und wie es um ihn stand. Später berichtete er, was er empfunden hatte, als sein Wagen ins Schleudern kam und auf den Straßengraben zuraste: „Ich sah den Tod vor Augen, und meine vielen Sünden wurden mir schlagartig bewusst. Mir wurde klar, wie Gott die Sünde in meinem Leben beurteilt; und ich zitterte vor dem Tod und der ewigen Verdammnis. Da durchzuckte mich dieses Wort: ,Sünder, von denen ich der erste bin!` Wie hieß das doch noch genau? Ich glaubte, die Stimme meines Vaters zu hören: ,… dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin.` – Ich, der erste! Noch bevor mir die Sinne schwanden, hatte ich es ergriffen: Ich konnte mich daran klammern, dass Er mir alle meine Sünden vergeben hat! – Was aber wäre aus mir geworden, wenn der Tod sofort gekommen wäre und ich diese Augenblicke nicht mehr gehabt hätte?“

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin. (Paulus hier in 1. Timotheus 1, Vers 15)

Das Testament des Vaters

Die Bewohner einer prächtigen Villa in New York sind in Urlaub. Da steigt eines Nachts ein Einbrecher dort ein. Er kennt sich aus. Gerade ist er damit beschäftigt, den Schreibtisch des Hausherrn aufzubrechen. – Eine schändliche Tat, denn der Einbrecher ist niemand anders als ein Sohn des Hauses! Der junge Mann hatte sich von seinen ungläubigen Freunden gegen seine Eltern und gegen den Glauben einnehmen lassen. Schließlich hatte er das Elternhaus wütend verlassen, um ungestört sein eigenes Leben führen zu können. Jetzt geht der Sohn davon aus, dass der Vater ihn enterbt hat. Er durchsucht seine Unterlagen und findet tatsächlich das Testament. Das Datum zeigt: Es wurde eine Woche nach seinem Auszug aufgesetzt. Zu seinem großen Erstaunen findet er darin, dass er mit seinen Geschwistern zu gleichen Teilen erben soll. Sein Vater, den er so sehr beleidigt hat, hat ihn liebevoll in seinem Testament erwähnt und voll berücksichtigt. „Mein Vater liebt mich also doch noch,“ sagt er sich. Diese Erkenntnis bringt ihn dahin, dem Vater sein ganzes Fehlverhalten zu bekennen und sich mit ihm zu versöhnen. Und sie wird für ihn der Beginn eines neuen Lebens, eines Lebens mit Gott.
Diese Begebenheit erinnert uns an die Liebe Gottes, die uns nicht aufgegeben hat, obwohl wir von Ihm fortgelaufen sind. Gott hasst die Sünde, aber Er liebt den Sünder. Er hat das unter Beweis gestellt, als Er seinen eingeborenen Sohn gab, um uns zu retten. Er erwartet von uns aufrichtige Buße, um uns das ewige Erbe zu geben, das Er für uns bereithält.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

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Die Ostergeschichte in einem Satz

Die Ostergeschichte in einem Satz

Also es gibt ja Leute, die reden und reden und finden keinen Punkt, während nur die wenigsten Leute es schaffen, in einem Satz kurz und knapp zu berichten, was eigentlich passiert ist, so dass es auch jeder versteht, selbst wenn es viel war, aber das ist ja gerade die Kunst am Erzählen, was mich eigentlich auch mal für die Ostergeschichte reizen würde, denn ich will ja wirklich nicht protzen, aber schauen Sie doch selbst, ob es mir gelingt, die wichtigsten Ereignisse in einem Satz zusammenzufassen, wobei ich vermutlich am besten damit anfange, dass die Schriftgelehrten und Priester vor über 2000 Jahren überaus neidisch auf einen berühmten Prediger und Wundertäter namens Jesus Christus waren und ihn darum kurzerhand umbringen wollten, was er natürlich schon geahnt hat und seinen Jüngern auch mehrfach ankündigte, ja, eine Frau hatte es sogar auf‘s Herz gelegt bekommen, ihn schon in seinen letzten Tagen zu salben, wie es eigentlich zu einem Begräbnis üblich war, und so war es auch nicht verwunderlich, dass er am Abend vor seiner Gefangennahme noch mal mit seinen Jüngern intensiv das Abendmahl feierte, zudem ihnen die Füße wusch und dann noch lange im Garten Gethsemane betete, wobei die Jünger ständig einschliefen, bis dann die Soldaten mit dem geldgierigen Verräter Judas zur Festnahme kamen, tja, da waren sie auf einmal alle hellwach und Petrus schlug einem von denen das Ohr ab, was Jesus dann aber heilte und die Soldaten leider nicht daran hinderte, ihn mitzunehmen und vor dem Hohenpriester Kaiphas verspotten und verhören zu lassen, um einen Grund zur Todesstrafe zu finden, wobei die anderen Jünger sich inzwischen irgendwo versteckten und Petrus aus Angst, gleichfalls festgenommen zu werden, Jesus sogar drei Mal verleugnete, indessen die offensichtlich erfundenen Anklagen gegen Jesus sich nicht deckten und auch seine Aussage, dass er Gottes Sohn sei, eigentlich nicht für das Todesurteil ausreichte, weshalb man ihn vor den römischen Stadthalter Pilatus zerrte, der jedoch keine Schuld an ihm fand und ihn darum zum Fürst Herodes sandte, dem Jesus aber nichts antwortete, so dass dieser ihn ebenfalls verspottete und mit weißen Kleidern zurück zu Pilatus schickte, der ihn am liebsten retten wollte, aber nicht konnte, weil die Leute einen riesengroßen Lärm machten und forderten, man solle lieber den Mörder Barabbas frei geben, aber Jesus kreuzigen lassen, was Pilatus schließlich auch anordnete, nachdem er seine Hände in Unschuld gewaschen hatte und worauf Jesus gegeißelt wurde und die Kriegsknechte ihm eine Dornenkrone aufsetzten, wonach er sein Kreuz selbst zum Hinrichtungsort Golgatha tragen sollte, wobei er aber zusammenbrach, weshalb ein Passant das Kreuz weiter tragen musste und als sie dann auf Golgatha angekommen waren, Jesus mit einem Anklageschild über sich in der Mitte von zwei Mördern gekreuzigt wurde, die ihn auch verhöhnten, wovon der eine von beiden Jesus schließlich aber bat, an ihn zu denken, wenn Jesus nach dem Tod in sein Reich käme, was Jesus ihm auch versprach und worauf noch andere merkwürdige Dinge passierten wie eine Sonnenfinsternis und nach Jesu letztem Atemzug ein Erdbeben mit dem Zerreißen des Tempelvorhangs zum Allerheiligsten sowie mit der Auferstehung vieler Toter, die vielen Menschen erschienen, so dass sich der Hauptmann am Kreuz und die anderen Augenzeugen echt erschreckten und meinten, dieser sei wahrlich Gottes Sohn gewesen und wonach am Abend ein reicher Mann den Stadthalter Pilatus um den Leichnam Jesu bat und diesen ordentlich in einem eigenen neuen Grab bestattete, was die Schriftgelehrten natürlich auch erfuhren und worauf sie wiederum Pilatus baten, Hüter vor das Grab zu stellen, damit niemand den Leichnam stehlen könnte, zumal Jesus mal gesagt hatte, dass er drei Tage nach seinem Tod auferstehen würde, worauf Pilatus auch Hüter zur Gruft entsandte, was jedoch nichts nützte, denn am dritten Tag gab es morgens wieder ein Erdbeben und diesmal rollte ein Engel vom Himmel den Grabstein fort und sagte einigen Jüngerinnen, die gekommen waren um Jesus noch zu salben, dass das Grab nun leer sei, sie es aber den Jüngern berichten sollten und dass sie Jesus unterwegs treffen würden, was sie auch taten, während die Schriftgelehrten die Hüter bestachen, damit die behaupteten, die Leiche sei gestohlen worden, und wonach Jesus dann aber noch mehrfach Jüngern erschien, zum Beispiel zwei von ihnen auf dem Weg nach Emmaus sowie den Jüngern im Haus oder einigen am See, bis er schließlich 40 Tage nach seiner Auferstehung vor ihren Augen zum Himmel aufgenommen wurde und in einer Wolke verschwand, womit nun auch das Ende des Osterberichtes erreicht wäre, den Sie, wenn Sie möchten, ausführlich nachlesen können in den vier Evangelien Matthäus 26-28, Markus 14-16, Lukas 22 -24 und Johannes 18 -21.

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Anna Hosi bringt die Jünger auf die Palme

Anna Hosi bringt die Jünger auf die Palme

Vor etwa 2000 Jahren lebte zu Jerusalem eine ältere Dame namens Anna Hosi. Sie war Witwe in einem kleinen Haus, das von einem liebevoll gepflegten Garten umgeben war. Kamen ihre Kinder mit den Enkeln zwischendurch zu Besuch, saß, spielte und erzählte man gerne im Schatten einer prächtigen Palme, die zusammen mit anderen Bäumen, blühenden Blumen und Gemüsebeeten eine richtige Oase bildete. Die Palme, da waren sich sämtliche Botaniker Jerusalems einig, war mit Abstand die schönste in der königlichen Stadt. Kein Wunder also, dass Passanten oftmals am Zaun stehen blieben und die kleine, aber feine Idylle bewunderten. Nun war Anna Hosi zudem auch eine gottesfürchtige Frau, die häufig in den Tempel ging. Und dort hörte sie besonders gerne die Ansprachen des berühmten Reisepredigers Jesus. Seine Reden gingen nicht nur sehr zu Herzen, er konnte auch außergewöhnliche Heilungen und Wunder vollbringen, was regelrechte Menschenmassen anzog. Ja, so einen König sollte man haben, einen, der sie von der unbarmherzigen Herrschaft der Römer befreien könnte. Das dachten sich auch seine Jünger und so setzten sie ihn eines schönen Tages auf einen Esel, warfen Kleider vor ihm auf den Weg und winkten ihm mit Palmwedeln zu, während er an ihnen vorbei ritt. Dabei riefen sie fröhlich: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Der Lärm erreichte bald auch Anna Hosis Ohren, die neugierig an den Gartenzaun kam, um nachzuschauen, was denn da draußen los sei. Und da sah sie ihn schon von weitem kommen: Jesus auf dem Esel und die ganzen Leute, die ihm mit Zweigen zuwinkten – es wurden immer mehr. Langsam aber unaufhaltsam schob sich die Menge vorwärts in Richtung des Gartens von Anna Hosi. Und unaufhörlich riefen sie „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ Hosianna heißt so viel wie „Hilf Herr!“ und das hoffte auch Anna Hosi sogleich, dass Gott diesem wunderbaren Jesus beistehen würde. Indessen strömten weitere Menschen aus anderen Straßen hinzu und pflückten noch mehr Zweige am Wegrand um mitzumachen. Es war ein riesiges Spektakel und Gedränge an den umliegenden Bäumen. „Hierher!“ rief Anna Hosi einigen Jüngern, die spät dran waren, beherzt zu. „In meinem Garten sind die schönsten Palmwedel!“ Na, das brachte die Jünger vielleicht auf die Palme! Im Nu flogen die mächtigen Wedel zu Boden und wurden den Jüngern regelrecht aus den Händen gerissen. Gerade noch rechtzeitig. Denn da nahte Jesus schon auf dem Esel. Die nicht besonders große aber großartige Anna Hosi stand nun selbst am Zaun und schwenkte begeistert ein riesiges Palmblatt. „Hosianna dem Sohn Davids! Hosianna in der Höhe!“, brüllte Anna Hosi aus tiefstem Herzen. „Hosianna! Hosianna!“ Da sah Jesus direkt in ihre Augen, lächelte (Ach, welch ein Lächeln!), hob eine Hand und winkte ihr fröhlich zu. Ihr. Ihr allein. Und Anna Hosi stand da mit klopfendem Herzen und sah ihm nach, wie er langsam im Gedränge der Menschen irgendwann hinter einer Ecke verschwand. Zu vieler Menschen, als dass die alte Dame sich noch dazwischen gewagt hätte. Aber sie hatte auch so das Gefühl, dass dies nicht mehr nötig sei. Er hatte sie angesehen mit einem Blick, als wüsste er genau, wer sie war, was sie bewegte und ausmachte. Als sei er ein guter Freund und treuer Begleiter, mit dem man jederzeit über alles reden könnte. „Gott, bitte hilf ihm und uns!“ betete sie, wandte sich um und betrachtete die Palme, die zugegeben nun aussah wie nach einem Überfall. Ein belustigtes Schmunzeln ging über ihr Gesicht. An dieses Ereignis würde sie ihr Leben lang denken, insbesondere wenn sie in nächster Zeit ihren Garten betrat. Es hatte sich mehr als gelohnt.

Diese kleine Geschichte von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Viel Spaß damit. Hier der Artikel als PDF.

Die Ereignisse kann man in allen vier Evangelien nachlesen: Matthäus 21,1-11 / Markus 11,1-11 / Lukas 19,28-46 / Johannes 12,12-19.

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Halleluja von Händel

Das Halleluja von Händel

Am 20. Juni 1837 starb König William IV. von England. Seine Nichte, Prinzessin Victoria, wurde dadurch im Alter von 18 Jahren Königin. Ihre Krönung fand ein Jahr später, am 28. Juni 1838, in der Westminster Abbey statt. Es war ein großes Ereignis, zu dem viele Tausend Besucher nach London kamen, um die neu gekrönte Königin zu sehen.
Die Feierlichkeiten der Krönungswoche endeten mit einer Aufführung von Georg Friedrich Händels „Messias“, der im Jahr 1743 zum ersten Mal in London aufgeführt worden war. An dieser Londoner Erstaufführung nahm auch König George II. (1683 – 1760) teil. Als der majestätische Halleluja-Chorus mit den Worten „Hallelujah, for the Lord God omnipotent reigneth“ (deutsche Fassung: „Halleluja, denn Gott der Herr regieret allmächtig“) erklang, wird berichtet, dass König George II sich zu Ehren des Königs der Könige von seinem Platz erhob. Natürlich folgte das gesamte Publikum seinem Beispiel. Und so ist es in England Tradition geworden, dass sich die Zuhörer der Aufführung von Händels „Messias“ während des Halleluja-Chorus von ihren Plätzen erheben.
Bevor diese Musikpassage nun während der Krönungsfeierlichkeiten 1838 gespielt wurde, kam eine Hofdame in die königlichen Loge und eröffnete König Victoria: Wenn der Halleluja-Chorus, beginnend mit den Worten: „For the Lord God omnipotent reigneth“, gespielt wird, würde sich das gesamte Publikum erheben und mit gesenkten Köpfen stehen bleiben, bis dieser beendet sei. Nur die Königin solle, entsprechend der königlichen Etikette, sitzen bleiben.
Als dann das „Halleluja“ begann, erhob sich das gesamte Publikum wie angekündigt und stand in ehrfürchtiger Stille mit gesenkten Köpfen da. Die junge Königin war tief bewegt. Sie hatte Tränen in den Augen und zitterte vor Erregung.
Als aber die Worte erklangen, „King of kings and Lord of lords“ (deutsche Fassung: „Herr der Herrn, der Götter Gott“), wollte sie nicht länger sitzen bleiben. Entgegen der royalen Etikette erhob sich auch Königin Victoria von ihrem Platz, faltete ihre Hände und senkte ihr gekröntes Haupt, um Christus zu ehren.
Daran dürfen wir uns ein Beispiel nehmen. Entgegen dem allgemeinen Trend in dieser Welt wollen wir Gläubigen Ihm öffentlich und in unseren Herzen die Ehre geben. „Erhebt den HERRN mit mir, und lasst uns miteinander erhöhen seinen Namen! (Ps 34,4).

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Verzicht

Verzicht

Gerade haben wir die Zeit der Völlerei, wie Luther sagen würde, hinter uns gebracht. Momentan fällt uns der Verzicht sicher etwas leichter als sonst. Wir sind noch völlig übersättigt, von all den Speisen, die sich unserem Magen anboten, von all den süßen Naschereien, die wir wieder einmal mehr als gut für uns, zu uns nahmen und die wir gerne jetzt einmal liegenlassen. Aber das ist nicht Verzicht, das ist eine Abwehrreaktion unseres Körpers, der sich gegen den Überfluss wehrt.
Gehen wir zurück in die Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Tausende Flüchtlinge sind unterwegs, der Winter naht, sie haben weder Nahrung noch Unterkunft. Sie ziehen wie eins Maria und Josef von Ort zu Ort und von Tür zu Tür, in der Hoffnung, dass ein Einziger, Erbarmen mit ihnen haben möchte. Auch Hanna ist mit ihrer kleinen Tochter unterwegs. Sie weiß nicht wie lange sie es noch durchhalten kann, so entkräftet ist sie. Eine alte Frau sitzt am Fenster ihrer kleinen Lehmhütte. Vor einigen Wochen bekam sie die Nachricht von der Front, dass ihr Mann gefallen sei. Heute hält sie ebensolchen Brief in der Hand, der ihr die Nachricht vom Tode ihres einzigen Sohnes kundtut. „Was soll nur aus mir werden?“, fragt sie sich. Der Mut und die Hoffnung haben sie endgültig verlassen. Da sieht sie von ihrem Platz am Fenster, diese einsame Frau mit dem Kind. Sie kennt diese suchenden Gestalten. Bisher wartete sie auf ihren Sohn, heute weiß sie, sie kann Quartier geben. Sie öffnet das Fenster und ruft die Frau zu sich heran und bittet sie hereinzukommen. Verwundert nimmt die junge Frau an und tritt ein. Die Hütte ist so klein, dass die junge Frau den Kopf einziehen muss und doch ist es ein Obdach. Die beiden Frauen haben sich viel zu berichten, während das Kind auf der Ofenbank schläft. Nach dem Gespräch wissen beide, sie werden es gemeinsam versuchen.
Verzicht? Ja und nein. Beide Frauen haben etwas geschenkt bekommen. Die eine ist nicht mehr einsam und die andere hat ein Dach über dem Kopf. Und doch auch Verzicht. Die alte Frau gibt einer Fremden Obdach für viele Jahre. Da heißt es zusammenrücken, sich selbst zurücknehmen um ein friedliches Miteinander möglich zu machen. Verzicht auf persönliche Freiheit. Auf den anderen eingehen, miteinander das wenige, was da ist, teilen. Mit Gottes Segen machen beide es möglich.

(c) Christina Telker

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Kleine Geschichten

Der Gottesdienst in der Kneipe

Es war Silvester. In einer Kneipe saßen einige Männer zusammen. Sie hatten schon manches Glas geleert, und die Stimmung war laut und ausgelassen. Mit dabei war Samuel Russell, der Sohn des örtlichen Pfarrers, der aber für den Glauben seines Vaters nichts übrig hatte. Deshalb war er auch hier und nicht im Gemeindehaus. Da kam Alan herein, der alles hasste, was nach Kirche oder Glauben aussah. Während er sich den Schnee von den Stiefeln abschüttelte, grölte er: „Die feiern im Gemeindehaus einen Silvester-Gottesdienst. Was die können, können wir auch: Wir halten einen Gottesdienst ab, und jeder sagt was Passendes.“ Er forderte den Mann neben ihm auf: „Bruder Brown, würden Sie wohl das Eingangsgebet sprechen?“ Danach schlug er vor, ein beliebtes Kirchenlied zu singen. Er selbst stimmte es an, veränderte beim Singen aber den Text, was die anderen mit großem Gelächter begleiteten. Dann kündigte er an: „Bruder Samuel Russell wird jetzt die Predigt halten. Er ist ja der Sohn des Pfarrers, er kann uns sicherlich ein Wort der Erbauung sagen.“ Der junge Mann sträubte sich, doch die anderen machten ihm klar: „Entweder du predigst oder du gibst uns allen einen aus!“ Da ihm dafür sein Geld zu schade war, stimmte er zu, etwas zu sagen. Er fing an, dass sie ja alle auf dem Weg in die Hölle seien und dass gerade jetzt, wo das neue Jahr vor der Tür stände, eine passende Gelegenheit wäre, ein neues Leben zu beginnen … Alles lachte, als Alan einwarf: „Ich spüre schon, wie ich anfange, zu glauben!“ Samuel redete weiter – jetzt mit Nachdruck und Ernst. Er sprach Gedanken aus, die seit Jahren tief in seinem Herzen verschüttet waren, begraben unter seinem sündigem Leben. Es waren Worte, die sein Vater ihm oft gesagt, Sätze, die er von seiner Mutter gehört, und Bibelverse, die er im Kindergottesdienst gelernt hatte. Die Männer hörten ihm zu: erst lachend, dann abwehrend, fast feindselig, zum Schluss sogar interessiert. Je länger Samuel redete, desto mehr sprach er auch zu sich selbst. Er wusste, dass seine Worte stimmten, und fragte sich: Wenn das, was ich sage, wahr ist, warum gehe ich dann nicht auf meine Knie und bitte Gott, den ich so verspottet habe, um Vergebung? Und genau das tat er: auf der Stelle, mitten in seiner Predigt. Zwei weitere Männer bekehrten sich, bevor sie den Raum verließen und nach Hause gingen: aufgewühlt, nüchtern – und gerettet. Und Alan sagte nie mehr etwas gegen Kirche oder Glauben und forderte auch niemand mehr auf, zu predigen.
Als Samuel Russell nach Hause ging, traf er seinen Vater, der vom Silvester-Gottesdienst der Gemeinde kam. Später sagte er: „Ich war so glücklich, dass ich meinem Vater erzählen konnte, dass seine Gebete erhört worden sind. Ich hatte Christus gefunden. Ich war wie ‚ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist‘“ (Amos 4,11).

An dem Tag, als ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: In meiner Seele war Kraft.
Der Herr wird es für mich vollenden. Herr, deine Güte währt ewig.
Psalm 138,3+8

Im April 1943, während des Zweiten Weltkriegs, wurde der schottische Pfarrer Donald Caskie, der in Frankreich lebte, ins Gefängnis geworfen, weil er alliierten Soldaten geholfen hatte, aus Frankreich zu flüchten. Über seine Gefangennahme schrieb er später: „Es war eine äußerst demütigende Erfahrung, die einen Menschen leicht zur Verzweiflung führen kann. Aber die Kenntnis der Bibel hat mich davor bewahrt.“ Zwar wurde ihm seine Bibel weggenommen, aber er sagte: „Ich hatte sie in meinem Herzen und in meinem Gedächtnis; so hat sie meinen Glauben und mein seelisches Gleichgewicht aufrechterhalten.“
In einem anderen Gefängnis sah Caskie die Namen zahlreicher Gefangenen an die Wände seiner Zelle geritzt. Da fügte auch er etwas hinzu: „So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden“ (Jesaja 43,1-2). Bei diesen Worten dachte er auch an andere Gefangene und betete dafür, dass Gott ihnen Frieden geben möge.
In wieder einem anderen Gefängnis erzählte ein Gefangener Caskie seine Geschichte: „Ich war drauf und dran, meinem Leben ein Ende zu setzen (um der Folter zu entgehen), als ich an der Wand Worte entdeckte, die mich innehalten ließen und mir Trost und Kraft gaben. Jetzt fürchte ich mich nicht mehr. Ich werde diese Worte nie vergessen.“ Es waren die Verse, die Caskie in die Wand geritzt hatte. Das Gebet von Caskie war erhört worden. Gottes Wort hatte seine belebende Kraft erneut unter Beweis gestellt.

Zweiter Weltkrieg, Singapur. Ein junger Pilot fällt in die Hände der Japaner und wird ins Gefängnis geworfen. Er kommt in Einzelhaft. Bald stellt er fest, dass ein alter Kamerad in der Nachbarzelle steckt. Reden können sie nicht miteinander. Doch wenn kein Wachposten in der Nähe ist, können sie sich durch Klopfzeichen an der Wand Nachrichten zumorsen.
Eines Tages ist der Gefangene nebenan sehr niedergeschlagen. Der junge Pilot, ein überzeugter Christ, klopft ihm: Wenn – du – traurig – bist – bete – zu – Gott.
Die geklopfte Antwort: Was – meinst – du? – Wie – kann – ich – hier – zu – Gott – beten?
Der Pilot morst: Bete. – Gott – wird – dich – hören.
Antwort: Ich – weiß – nicht – wie. – Was – soll – ich – beten?
Der junge Pilot formuliert ein einfaches Gebet und klopft es seinem Nachbarn zu. Und dann klopft er weiter und erklärt ihm das Evangelium und den Weg zu Gott.
Hier geschieht kein Erdbeben und es öffnet sich keine Tür. Und doch nimmt die Botschaft von Jesus Christus ihren Weg bis hinter die Gefängnismauern. Der Tag kommt, an dem sein Nachbar klopft: Was – muss – ich – tun – um – errettet – zu – werden?
Und der junge Pilot morst zurück: Glaube – an – den – Herrn – Jesus.
Und sein Nachbar nimmt Jesus als seinen Retter an.
„Christus ist für unsere Sünden gestorben“ (1. Korinther 15,3). Das wird heute immer noch gepredigt und geschrieben – und gehört und gelesen. Die Wege mögen unterschiedlich sein, manchmal auch ungewöhnlich, die Botschaft aber bleibt die gleiche.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

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Räuber Riesenrüpel

Räuber Riesenrüpel

Es war einmal ein Königreich, in dem alle Menschen friedlich und glücklich miteinander lebten. Doch es gab eine Sache, die den Menschen, und vor allem den Kindern, das Leben schwer machte. Ein großer und gefährlicher Räuber, genannt Räuber Riesenrüpel, trieb im Reich sein Unwesen. Er überfiel Postkutschen und Wanderer und machte den Wald unsicher. Alle hatten schreckliche Angst vor ihm und er galt als unbesiegbar. Die Kinder durften seinetwegen nicht mehr draußen spielen, da die Eltern sich Sorgen um sie machten.
Da beschlossen eines Tages vier Kinder, Julian, Fabian, Frida und Anna, den Räuber zu fangen. Heimlich und ohne ihren Eltern etwas zu erzählen, schlichen sie sich aus dem Haus, bewaffnet mit Proviant und einem Seil.
Sie liefen immer tiefer in den Wald und Fabian bekam es mit der Angst zu tun. „Seid ihr sicher, dass wir es schaffen, den Räuber zu fangen?“, fragte er seine Freunde ängstlich.
„Na klar, wir sind doch zu viert und er allein!“, antwortete Julian fröhlich.
Auf einmal erklang hinter ihnen eine fürchterlich tiefe Stimme: „Wer wagt es, mein Revier zu betreten?“

Ängstlich drehten sich die Kinder um. Da stand kein anderer als der gefürchtete Räuber Riesenrüpel. Er war riesengroß und sah sehr stark und gefährlich aus. Julian nahm seinen ganzen Mut zusammen und stammelte: „Wir sind hier, um d..dich gefangenzunehmen. Ergeb dich b..besser gleich“. Da ließ der Räuber ein fürchterliches Lachen ertönen.
„Ich glaube, ich höre nicht richtig!“, brüllte er. „Seit Jahren schickt der König seine besten Männer, um mich zu besiegen. Und jetzt glaubt ihr, ich lasse mich von einer Bande Kinder einfangen?“
„Auf ihn!“, brüllte Julian und warf sich mit aller Kraft gegen den Räuber. Doch der machte nur eine kleine Bewegung mit seinem linken Arm und Julian flog zwei Meter zurück. Die Kinder blickten ängstlich zu Boden.
„Na schön!“, sagte der Räuber mit bedrohlicher Stimme. „Jetzt werdet ihr den Preis für eure Dummheit bezahlen. Ich nehme euch mit in meine Räuberhöhle. Dort lasse ich euch dann für immer für mich arbeiten. Vielleicht mache ich auch einfach Eintopf aus euch!“. Frida begann zu schluchzen.
„Darf ich dir eine Frage stellen, hochverehrter Räuber?“, fragte Fabian. Der Räuber sah sie böse an.
„Na stell schon!“
„Stimmt es, dass du der stärkste Räuber der Welt bist?“, fragte er schmeichelnd.
Der Räuber grinste stolz. „Natürlich stimmt es. Das weiß doch jedes Kind!“
„Und wie viele Liegestützen schaffst du dann?“
„Mindestens tausend!“, gab der Räuber an.
„Du meine Güte, so viele?“ fragte Fabian begeistert. „Aber wie viele Liegestützen kannst du machen, wenn ich dabei auf deinem Rücken sitze?“, fügte er dann nachdenklich hinzu.
„Probieren wir es doch aus!“, rief der Räuber. Der Ehrgeiz hatte ihn gepackt.
Er ging hinunter auf alle Viere und ließ Fabian auf seinem Rücken Platz nehmen.
Die ersten Liegestützen fielen ihm sehr leicht. Doch schon bald geriet er außer Atem. Dreißig, einunddreißig, zweiunddreißig… dann fiel er völlig erschöpft auf seinen Bauch.
„Macht schon, setzt euch allle auf ihn!“ rief Fabian aufgeregt seinen Freunden zu.
Sofort setzten sich die Kinder auf den Rücken und die Beine des Räubers.
„Seid ihr denn völlig wahnsinnig geworden?“, schrie der Räuber wutentbrannt. „Geht sofort runter von mir“
Mit aller Kraft versuchte er, sich zu befreien. Doch immer, wenn er aufstehen wollte, hüpften die Kinder gleichzeitig auf seinem Rücken und er fiel mit wütendem Geschimpfe wieder auf seinen Bauch. Zuletzt war er so geschwächt, dass es den Kindern gelang, seine großen Hände mit dem Seil hinter seinem Rücken zusammenzubinden. Der Räuber war gefangen.
„Das war eine tolle Idee von dir, Fabian!“, lobte ihn Julian begeistert.
„Jeder weiß, wie eitel der Räuber ist, und so ist mir die Idee gekommen“ antwortete dieser stolz.
„Seine Eitelkeit ist ihm jetzt zum Verhängnis geworden. Hochmut kommt vor dem Fall“, sagte Frida etwas altklug.
Der Räuber merkte, dass er sich nicht befreien konnte und versuchte, die Kinder zu bestechen: „In meiner Räuberhöhle habe ich mehr Gold und Edelsteine, als ihr euch erträumen könnt, und wenn ihr mich freilasst, dann gebe ich euch die Hälfte davon.“
„Kommt gar nicht in Frage!“, rief Anna empört. „Gerechtigkeit ist wertvoller als Gold und Edelsteine. Wir bringen dich hinter Gitter, denn da gehörst du hin!“
Da wurde der Räuber wütend und begann zu drohen: „Meine Räuberkollegen können jeden Moment hier sein und dann könnt ihr was erleben. Ihr solltet lieber schnell das Weite suchen!“
„Du kannst uns keine Angst machen!“, antwortete Julian trotzig, aber sah sich dennoch etwas ängstlich um.
Da hörten sie hinter sich ein Knistern im Wald. Alle zuckten zusammen. Waren das etwa die Kumpanen des Räubers?
Erleichtert atmeten sie auf. Es war nur ein Ritter des Königs, der mit seinem Pferd am Weg vorbeikam.
Der Ritter stieg von seinem Ross und rieb sich ungläubig die Augen; Da lag doch tatsächlich der große, gefährliche Räuber Riesenrüpel gefesselt auf seinem Bauch. Und rittlings auf seinem Rücken und seinen Beinen saßen vier Kinder, die stolz lächelnd zu ihm aufblickten. Der Ritter begann fröhlich zu lachen.
Eine Stunde später kamen der Ritter und die Kinder mit dem Räuber im Schlepptau in der Stadt an. Alle kamen aufgeregt aus ihren Häusern und staunten nicht schlecht: Der Räuber Riesenrüpel trottete gefesselt hinter einem Pferd her, auf dem vier Kinder saßen. Anna hielt das andere Ende des Seils fest und grüßte stolz in die Menschenmenge. Da begannen alle zu jubeln und freuten sich, dass der böse Räuber endlich gefangen war. Die vier Kinder wurden als Helden gefeiert. Nur die Eltern waren etwas sauer. Was hätte nicht alles schief gehen können!
Es wurde beschlossen, dass der Räuber im nächsten Monat vor Gericht gebracht und bis dahin auf dem Marktplatz in einem Käfig ausgestellt werden sollte.
Am nächsten Morgen hüpften die vier Kinder schon in aller Frühe aufgeregt aus ihren Betten. Sie wollten den Räuber im Käfig sehen. Als sie am Marktplatz ankamen, hatte sich bereits eine große Menschenmenge gebildet. Männer, Frauen, Kinder, alle waren sie gekommen, um den Räuber zu verhöhnen. Die Kinder stellten sich vor seinen Käfig und streckten ihm die Zunge raus oder drehten ihm eine lange Nase. Manche warfen mit Tomaten auf ihn. Der Räuber blickte traurig und beschämt zu Boden.
„Hört sofort damit auf! Das ist echt gemein von euch!“, rief Frida wütend.
Die Leute wunderten sich.
Der Schmied fuhr Frida wütend an: „Wie kannst du diesen gemeinen Kerl denn verteidigen? Seit Jahren raubt er uns aus und macht uns das Leben schwer. Er ist von Grund auf böse!“
„Das stimmt nicht!“, antwortete ihm Frida. „Niemand ist von Grund auf böse. Wir können vielleicht böse Dinge tun, aber wir haben immer die Möglichkeit, uns zu ändern. Wir sind alle Kinder Gottes, auch Räuber Riesenrüpel und deswegen müssen wir alle mit Liebe und Respekt behandeln, selbst die, die uns Unrecht getan haben. Der Räuber soll natürlich seine gerechte Strafe bekommen. Aber es ist falsch von euch, ihn so zu behandeln!“.
Die Leute blickten beschämt zu Boden. Sie wussten, dass Frida Recht hatte. Die Menschenmenge begann sich aufzulösen, bis nur noch die Kinder vor dem Käfig des Räubers standen. Mit Erstaunen sahen sie, dass der große Räuber Tränen in den Augen hatte.
„Danke, Frida“, sagte er und lächelte.

Elias und Leonie

Vielen Dank an Elias und Leonie für die Zusendung der wundervollen Geschichte! Sie darf auch weiter vervielfältigt werden. Dafür ebenfalls herzlichen Dank!

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Das richtige Geschenk

Das richtige Geschenk

Die Sonne lachte vom Himmel und zeigte sich dem Frühherbst entsprechend, so wie man es von ihr erwartete. Zu Bernhards Geburtstag traf sich alljährlich die Familie zum Grillabend. Bereits mit einem leichten goldbraunen Schein gefärbt, grüßte das Laub des nahen Waldes.
„Was wünschst du dir eigentlich zu Weihnachten?“, fragte Rolf seinen Cousin Klaus. Es sollte ein Scherz sein, doch alle hatten die Frage vernommen und nahmen sie zum Anlass über das richtige Geschenk zu diskutieren, so, dass Klaus gar nicht mehr zum Antworten kam. Alles redete durcheinander über die Höhe des Wertes und den Sinn des Geschenkes zum Weihnachtsfest allgemein. „Ist euch eigentlich klar, was ihr sparen könntet, wenn wir uns nichts mehr zu Weihnachten schenkten?“, fragte Anna. „Mit dieser Summe, könnte man sich selbst einen langersehnten Wunsch erfüllen oder ihr spendet es einem wohltätigen Zweck.“ „So verkehrt ist die Idee gar nicht“, gab Anja zu bedenken. „Wenn ich euch nichts mehr schenke, möchte ich mal eure Gesichter sehen“, lachte Lukas in die Runde. „Nun wollen wir mal ernst werden. Ich bin dafür, wir versuchen es in diesem Jahr einmal, ohne gekaufte Geschenke auszukommen.“ Das war Fabian, dessen Wort immer etwas galt. „Wir sind jetzt alle anwesend und beschließen gemeinsam, in diesem Jahr keine Geschenke zu kaufen. Jeder hat von jetzt an noch vier Monate Zeit sich zu überlegen, womit er dem anderen eine Freude bereiten kann. So denken wir intensiv über denjenigen nach, den wir beschenken möchten.“ Plötzlich trat Stille ein. Jeder war mit seinen Gedanken beschäftigt. Wieder war es Fabian, der nach einigen Minuten die Stille störte: „Wollen wir doch einmal abstimmen“, schlug er vor. „Zum Christfest treffen wir uns ja sowieso alle wieder und dann werden wir sehen, wie wir alle mit diesem Vorschlag klargekommen sind.“ Als es zur Abstimmung ging, waren erstaunlicherweise alle einverstanden. „Es ist eine Herausforderung und das lockt mich“, meinte Uschi. „Kaufen kann jeder, es fällt uns auch nicht sonderlich schwer, gegenüber manch einem, dem es nicht so gut geht wie uns. Wenn wir jetzt aber selbst aktiv werden sollen, fordert das schon wesentlich mehr von uns.“ „Das sehe ich genauso. Weihnachten, das Fest der Liebe, da sollten wir doch alle einmal etwas Zeit für den anderen aufwenden. Ich bin schon richtig gespannt auf eure Ideen. Auf meine übrigens auch“, antwortete Rolf. Ab jetzt waren die meisten der Runde mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt, so löste sich der Abend dann zeitiger auf, als erwartet. Mit dem Versprechen sich an den gefassten Beschluss zu halten, verabschiedete man sich voreinander.
Die Zeit war vergangen und so manches Telefonat zu dem Thema Weihnachtsgeschenk geführt worden. Am besten waren die Kinder dran. Endlich würden sie nicht abseitsstehen mit ihren Eigenkreationen, sondern wären den Erwachsenen ebenbürtig. Das Christfest nahte und man traf sich wie in jedem Jahr bei den Eltern. So viel erwartungsvolle Spannung lag selten in der Luft, wie in diesem Jahr, als dann, nach der Christmesse, daheim die Bescherung nahte. Kleine Gaben waren es, die von Hand zu Hand gingen, aber die echte, wahre Freude war größer als gedacht. Immer wieder wurde über den Ideenreichtum der anderen gestaunt. Lukas hatte jedem einen ganz persönlichen langen Brief geschrieben, handschriftlich und dezent verziert. Fabian war in alten Familienfotos fündig geworden und erstellte die unterschiedlichsten Kalender. Anja plünderte ihre Ansichtskartensammlung, die sie sich bei einer Reihe von Urlauben angelegt hatte und schrieb kurze Reiseberichte hierzu. Als die fröhliche Gesellschaft beim Weihnachtsschmaus zusammen saß, sagte Martin, der jüngste der Runde: „Eigentlich müssten wir dem Geburtstagskind, Jesus, etwas schenken.“ Alle verstummten in ihrem Tischgespräch. „Wie recht du doch hast“, antwortete Fabian, „über all unseren Geschenken, vergessen wir schnell einmal das wahre Geschenk, das Kind in der Krippe, das zu uns kam, um uns zu retten. Wenn Jesus ein Geschenk möchte, Martin, dann ist es unser Herz. Denn er kam als das Geschenk Gottes, als Kind in der Krippe zu uns. Eins jedoch möchte ich noch sagen, weil es im Moment so schön stille  ist und mir alle zuhören. Ich habe selten ein so harmonisches und schönes Weihnachtsfest erlebt wie in diesem Jahr, hier bei uns.“ Ein einstimmiges Kopfnicken war die Antwort. „Dann lag ich wohl gar nicht so falsch mit meinem Vorschlag bei Bernhards Geburtstag, auch wenn mich damals noch viele von euch belächelt haben“, erinnerte Anna. „Und wie recht du hattest!“, antwortete Klaus. „Wir mussten nachdenken über den anderen. Wir hatten Freude beim Erstellen der kleinen Gaben und wir verschenkten Liebe. Und sie ist doch wohl das Wichtigste am Christfest.“

Ich schenk dir Frieden, den du lang schon suchst,
den Frieden, dass wir uns die Hände reichen.
Ich schenk dir Liebe, die uns beide trägt,
die uns nicht loslässt, auch in schweren Zeiten.
Ich schenk dir Zeit, damit wir miteinander reden,
ich werde hören und dir Antwort geben.
Ich hoffe, du nimmst meine Gaben an
und das du dich daran erfreuen kannst.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina von

Christinas Weihnachtsmärchen

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Das kleine Friedenslicht

Das kleine Friedenslicht

Vor sich hin sinnend saß die alte Agnes in ihrem Ohrensessel. Der letzte Kerzenstummel beleuchtete den kleinen Raum mit seinem unruhigen Licht. Nicht mehr lange und Agnes würde im Dunklen sitzen. Den Strom hatte man ihr schon vor langem abgestellt, aber das störte sie wenig. Hier, in ihrem Haus, am Waldesrand, schaute kaum einer vorbei den das stören konnte und sie selbst war es aus ihrer Kindheit gewöhnt mit den Hühnern ins Bett zu gehen. Im alten Ofen prasselt ein munteres Feuer. Für Brennholz hat Agnes den Sommer über gesorgt, der Schuppen hinter dem Haus war bis zum Rand gefüllt. So gesehen konnte der Winter kommen. ‚Wenn ich nur ein paar Kerzen hätte‘, dachte die alte Frau betrübt.
‚Doch was ist das, raschelt da nicht etwas an der Tür? Wer weiß, vielleicht macht es sich wieder einmal ein Marder oder Igel bequem in meinem Schuppen‘, überlegt sie. In dem Moment klopfte es jedoch auch schon an ihre Tür. ‚Hoffentlich hält die Kerze noch durch!‘, wünschte sich Agnes, ‚damit ich erkennen kann, wer draußen steht.‘ So schnell es ihr möglich ist, läuft sie zur Wohnungstür, um zu öffnen. „Ella! Was hat dich denn hierher verschlagen?“, begrüßt Agnes den unerwarteten Gast. Viele Jahrzehnte hörte sie nichts von ihrer Schwester und jetzt, wo sie kaum noch an sie dachte, steht sie plötzlich vor ihr. Agnes kann das alles noch nicht fassen. Als sie sich etwas gesammelt hat, bittet sie die lang Vermisste herein. „Ist das dunkel bei dir!“, sind die ersten Worte Ellas. „Das ist mein letzter Kerzenstummel“, erklärt Agnes. „Dann würde ich mal das Licht einschalten“, entgegnet Ella ahnungslos. Schnell schiebt Agnes ihrer Schwester noch einen Stuhl hin, bevor die letzte Kerze ihr Leuchten aufgibt.
Nun sitzen beide Schwestern in der Dunkelheit, aber sie spüren, es redet sich besser, nach all den Jahren, wenn man sich nicht in die Augen schauen muss. Nach einer Weile spüren sie, wie sie sich wieder näherkommen und wieder eins sind, wie sie es in den längst vergangenen Kindertagen waren. „Komm!“, meint Agnes, jetzt, „ich werde uns das Abendessen richten.“ Sie nimmt einen langen Holzspan und geht zum Ofen, um ihn an die Flamme zu halten. Wie immer steckt sie den Span in eine Ritze des Küchenherdes. „Das Licht reicht uns bis wir gesessen haben“, erklärt Agnes und setzt die bereits gekochte Mehlsuppe zum Aufwärmen auf die Herdplatte. Während des Essens berichtet Ella von sich. Erzählt, dass sie seit einigen Jahren alleine lebt. Ihr Mann war bereits gestorben, gemeinsame Kinder gab es nicht. „So dachte ich“, endete sie ihre Erzählung, „solltest du auch alleine sein, könnten wir vielleicht die letzten Jahre gemeinsam verbringen.“ Agnes hatte aufmerksam zugehört, ohne zu unterbrechen. Jetzt meinte sie: „Es wäre schön, sehr schön sogar, aber du siehst, wie ich lebe, da bist du sicher anderes gewöhnt.“ „Ja, ich sehe, wie du lebst und denke, gerade deshalb ist mein Plan doch genau richtig für uns beide.“ „Aber du wirst dich nicht daran gewöhnen können, abends so zeitig im Finstern zu sitzen“, gab Agnes zu bedenken. „Aber du wirst dich sicher daran gewöhnen können, abends wieder die Lampe einzuschalten, wenn es draußen dunkel wird“, entgegnete Ella mit einem Lächeln. „Ich kann mein Geld nicht mitnehmen und Erben habe ich nicht. So werden wir morgen gleich zum Amt gehen und dafür sorgen, dass hier wieder alles läuft.“ Agnes konnte das Wunder nicht fassen. In zwei Tagen war der erste Advent. ‚Welch eine Weihnachtsüberraschung!‘, dachte sie.  Schnell bereitete sie ein Bett für ihre Schwester, bevor der Holzspan erlosch.

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Geschichten von Gottes Güte

Geschichten von Gottes Güte

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs lebte in Pennsylvania der Prediger Peter Miller. Er war in seiner Gemeinde sehr geschätzt, hatte aber einen Nachbarn, der ihn hasste und ihm manche Kränkung zufügte. Eines Tages wurde dieser Nachbar verhaftet und in der Stadt Philadelphia wegen Landesverrats zum Tod verurteilt. Als das Urteil bekannt wurde, begab sich Miller unverzüglich zu General Washington, dem späteren ersten Präsidenten der USA.
Miller setzte sich lebhaft für den Todeskandidaten ein, aber Washington entgegnete: „Es tut mir leid, aber ich kann Ihren Freund nicht begnadigen.“ – „Meinen Freund?“, rief Miller aus. „Dieser Mann ist der größte Feind, den ich auf der Welt habe!“ – „Was?“, fragte Washington erstaunt, „Sie sind ganze 60 Meilen gelaufen, um das Leben eines Feindes zu retten? Dann stellt sich die Sache doch anders dar. Um Ihretwillen soll er begnadigt werden.“ Miller erhielt die Begnadigungsurkunde und begab sich damit noch einmal auf einen Fußweg von 15 Meilen, um die für den Nachmittag angesetzte Hinrichtung noch zu verhindern. Gerade rechtzeitig kam er an der Stätte an. Der Verurteilte erkannte ihn und rief bitter: „Ha, Miller, bist du so weit gereist, um Rache zu nehmen und mich hängen zu sehen?“ Wie erstaunt war er dann, als Miller das Dokument vorzeigte, das ihm das Leben schenkte!
Viel größer noch ist die Liebe Gottes, in der Er uns, seinen Feinden, Gnade und Leben anbietet! Dafür hat Er ja seinen eigenen geliebten Sohn in den Tod geben müssen. – Dieses Angebot auszuschlagen wäre die größte Sünde!

Die spanische Wand

Ein schwer verunglückter Mann lag im Krankenhaus. Dort hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Und da die Heilungsaussichten ungewiss waren, dachte er auch über den Tod nach. Eines Tages stellte eine Krankenschwester auf einmal eine spanische Wand um sein Bett. Der Mann verstand, was das zu bedeuten hatte: Ihm blieb nicht mehr viel Zeit. An der Wand, seinem Bett gegenüber, hing ein Bibelspruch: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28). Der Blick des Kranken wanderte vom Spruch zur spanischen Wand und wieder zurück. Zu Jesus kommen! Aber war es für ihn nicht zu spät? Er war Gott gegenüber doch bisher so gleichgültig gewesen. Aber jetzt drängte die Zeit. Da rief er laut: „Herr Jesus, ich komme zu Dir!“ – „Armer Mann“, dachte sein Bettnachbar, „jetzt fängt er an zu spinnen.“
Der Herr hörte diesen Notschrei! Und Er rief dem Kranken Bibelworte ins Gedächtnis, die dieser früher einmal gehört hatte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ – „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Johannes 11,25) Diese Heilsbotschaft fiel jetzt in sein aufgewühltes Herz, und die Saat ging auf. Er fand Frieden.
Später erschien die Krankenschwester erneut: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich im Zimmer geirrt“, und nahm die Wand wieder weg. – „O Schwester, Ihr Irrtum ist mir zum Heil geworden.“ – Der Mann wurde bald wieder gesund und führte ein glückliches Leben in der Nachfolge Jesu.

Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt … Herr, mein Gott, ewig werde ich dich preisen! (Psalm 30,12.13)

Aus Nacht zum Licht

Als ich einmal einen Todeskandidaten im Gefängnis besuchte, wunderte ich mich über sein strahlendes Gesicht. – Dann erzählte der Mann:
Vor drei Jahren wurde ich wegen Mordes zum Tod verurteilt. Nach der Urteilsverkündigung kam ich in meine Zelle zurück, und die wurde für mich zu einer wahren Hölle. Der Gedanke an den bevorstehenden Tod ließ mich Tag und Nacht nicht los. Noch einige Wochen hatte ich zu leben, den sicheren Tod vor Augen und dann … die Ewigkeit! Je mehr ich mich bemühte, diesen Gedanken loszuwerden, desto mehr überfiel er mich. Er raubte mir den Appetit und den Schlaf. Da beschloss ich, aus meinem Betttuch einen Strick zu drehen, um meinem Leben ein Ende zu machen. Nur der Gedanke an die Ewigkeit hinderte mich daran. Mein Selbstmord würde mich ja nur noch schneller ins ungewisse Jenseits bringen.
Eines Tages erhielt ich ein Evangeliums-Traktat. Ich überflog es kurz und legte es schnell beiseite, so unsinnig erschien mir der Inhalt. Doch ich las es noch einmal und ging dann nachdenklich in meiner Zelle auf und ab. Ein ganz neues Gefühl ergriff mich. Ich verspürte ein Verlangen, ein Sehnen tief in meiner Seele. Auf dem Blatt standen die Worte: „Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lukas 19,10). Verloren, ja das war ich! – Das geheimnisvolle Verlangen ließ mich nicht mehr los: das Verlangen nach Befreiung von der schrecklichen Last, die mich drückte. Aber wie konnte ich frei werden?
Ich bat um eine Bibel und begann, darin mit gemischten Gefühlen von Angst und Hoffnung zu lesen. Schnell stieß ich auf das Wort in 1. Johannes 1,7: „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Ich las diese Worte noch einmal und sagte mir: Für einen Mörder wie mich gilt das nicht!
In der folgenden Nacht kämpfte ich den größten Kampf meines Lebens. Mein Herz rief zu Gott um Erbarmen, und Er antwortete mir. Am Morgen fand ich Frieden. Gott gab mir die Gewissheit, dass Jesus auch für meine Sünden gestorben war. Da war ich bereit, in die Ewigkeit zu gehen – mit dem Herrn Jesus. Unerwartet wurde das Todesurteil in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt. Mir stand nun nicht mehr der nahe Tod bevor, sondern eine lange, einsame Gefangenschaft. – Einsam? Nein, denn Jesus würde bei mir sein.
Später wurde ich in eine Arbeits-Strafanstalt verlegt. Meine Gefährten wunderten sich über meinen glücklichen Gesichtsausdruck. Ich erzählte ihnen meine Erfahrung. Einige lachten, andere wurden nachdenklich und verlangten auch nach einer Bibel. Mit Erlaubnis des Gefängnisdirektors, der die Veränderung bei mir bemerkt hatte, durfte ich im Lauf der Zeit mehr als dreißig Bibeln und etwa 100 christliche Schriften an Gefangene verteilen. Einige meiner Gefährten haben so das Heil in dem Herrn Jesus Christus gefunden. Offenbar habe ich hier noch eine Aufgabe zu erfüllen – obwohl ich selbst ganz unwürdig für das Erbarmen Gottes war.
So weit die Erzählung des Gefangenen. Als mich vor kurzem jemand ironisch fragte, ob ich jemals ein Wunder gesehen hätte, erzählte ich ihm diese Geschichte. Der Spötter wurde nachdenklich, und es schien mir, als sehnte er sich im tiefsten Inneren nach dem Glück, das dieser Strafgefangene besaß.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte!

Aus dem Web: Die Kraft der Liebe.

Psalm 91 Druckvorlage

Schutzpsalm

Psalm 91

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der schädlichen Pestilenz. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittage verderbt. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Auf Löwen und Ottern wirst du gehen, und treten auf junge Löwen und Drachen. „Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.“

Nach der revidierten Lutherübersetzung von 1912

Psalm 91 hübsch zurecht gemacht als PDF oder nachfolgend als Graphik. Diese bitte vor dem Speichern einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste anklicken. Die Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke ist gerne erlaubt.

Nachtrag Januar 21: Nun die obenstehende Graphik auch noch als Karte. Beide Vorlagen in einer PDF.

Möchte man die Karte anstelle der PDF speichern, bitte vorher einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste darauf klicken.

Wie der bekannte Prediger Spurgeon 1854 in einer Cholerazeit durch Psalm 91 Kraft empfing

„Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.“ Psalm 91,9-10

Bevor ich diese Verse im Einzelnen auslege, möchte ich aus meinem persönlichen Leben ein Beispiel dafür erzählen, wie sehr die Kraft dieser Worte das Herz beruhigen kann. Im Jahr 1854, als ich kaum ein Jahr in London war, wurde die Gegend, in der ich wirkte, von der asiatischen Cholera heimgesucht. Unsere Gemeinde litt schwer unter der Seuche. Eine Familie nach der anderen rief mich an ein Sterbebett, und fast jeden Tag stand ich am Grab. Mit jugendlichem Eifer gab ich mich den Krankenbesuchen hin. Aus allen Teilen des Stadtbezirkes sandten Leute aus allen Ständen und Religionsgemeinschaften nach mir. Meine Freunde schienen einer nach den anderen dahinzusinken. Ich selber fühlte mich auch bald krank oder bildete mir ein, krank zu werden. Noch ein wenig mehr Arbeit und Leid, und ich hätte mich auch hingestreckt wie die anderen. Ich spürte, wie die Last zu schwer wurde. Ich konnte sie nicht mehr tragen und war nahe daran, ihr zu unterliegen. Da kam ich einmal traurig und niedergeschlagen von einer Beerdigung nach Hause. Mein Blick fiel auf ein Blatt Papier, das im Fenster eines Schuhmacherladens hing. Es sah nicht wie eine Geschäftsanzeige aus, und ich trat näher, um zu lesen. Da stand in fester, deutlicher Handschrift: »Denn der Herr ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen.« (Elberfelder Übersetzung: „Weil du den Herrn, meine Zuflucht, den Höchsten, gesetzt hast zu deiner Wohnung, so wird dir kein Unglück widerfahren, und keine Plage deinem Zelte nahen.“) Diese Worte sprachen mich unmittelbar an. Durch den Glauben eignete ich sie mir an. Ich fühlte mich plötzlich sicher, erquickt, ja, mit Unsterblichkeit gerüstet. Mit ruhigem und friedevollem Herzen setzte ich meine Krankenbesuche fort. Ich spürte keine Furcht mehr und litt keinen Schaden. Dankbar denke ich an das Walten der göttlichen Vorsehung, die den Schuhmacher veranlasst hat, dieses Bibelwort in dem Fenster seines Geschäftes anzubringen. Ich lobe den Herrn, meinen Gott, in der Erinnerung daran, welch wunderbare Kraft diese Worte damals für mich hatten. In diesen Versen versichert der Psalmist, dass der Mensch, der seine Zuflucht in Gott gefunden hat, völlig beschützt ist. Der Glaube ist kein Verdienst in sich selbst, aber der Herr belohnt ihn, wo immer er ihn sieht. Wer Gott zu seiner Zuflucht macht, findet Zuflucht in ihm.

Abschnitt aus Spurgeons Auslegung zu Psalm 91

Weitere komplette Psalmen als Druckvorlagen: Psalm 23 & 121, sowie Psalm 100. Alle Artikel über Psalm 91 oder generell Psalmen untereinander. Alle Artikel über Corona untereinander.

Kurze Erzählungen

Kurze Erzählungen

Ein zweijähriges Mädchen gab ihrer Freude beim Rutschen und Spielen öfter Ausdruck mit dem Jubelruf: „Jeeeeeeyyyyy!“ Eines Tages hatten die Eltern von ihr Kummer und waren missgestimmt. Da kam die Kleine um die Ecke gerannt, sprang in die Mitte und rief begeistert: „Jeeeeeeyyyyy!“
Werdet wie die Kinder (nach Matthäus 18,4) und: Seid allezeit fröhlich! (1. Thessalincher 5,16)

Im Altenheim sagte eine Bewohnerin zur Mitarbeiterin Lena, dass der liebe Gott gnädig und barmherzig ist und sie irgendwie im Himmel aufnehmen wird. Und außerdem hat sie auch keine Sünden: sie hat nicht gestohlen, sie hat nicht gelogen, sie ist keine Mörderin, warum sollte Gott sie nicht aufnehmen?
Darauf fragte Lena: „Wenn Sie eine neue Wohnung gefunden haben, nehmen Sie die Koffer und gehen Sie hin und wohnen da?“
„Nein, ich muss doch erst ein Mietvertrag haben.“
„Was meinen Sie, wenn hier auf der Erde solche Gesetze sind, ist das beim heiligen Gott anders?“
Die Frau wurde nachdenklich…
Nach ein paar Wochen sagte diese Bewohnerin glücklich zu Lena: „Schwester, ich hab mich da oben angemeldet.“ (Helene Redekop)

Ein Mann hatte eine Rede im Bundestag zu halten und wünschte sich dafür einen neuen Haarschnitt. Diesen erledigte normalerweise seine Frau. Doch gerade an diesem Tag verwendete sie eine neue Schneidemaschine, mit der sie noch keine Erfahrung hatte. Die Einstellungen gerieten ihr leider zu kurz und damit auch der Haarschnitt. Nach ausgiebigen Bedauern kam der Sohn an die Reihe. Wie das Schicksal es wollte, geschah der gleiche Fehler erneut. Dies führte dazu, dass es beim nächsten Mal eine gehörige Portion Vertrauen brauchte, sich noch mal von der Ehefrau / Mutter die Haare schneiden zu lassen. Doch diesmal klappte es zufriedenstellend. Na bitte. Nur nicht gleich aufgeben. Geduld tut Not.

Ein Patient im Krankenhaus war sehr missgestimmt und beschwerte sich über alles und jedes. Abends machte eine erfahrene Krankenschwester zu Beginn des Nachtdienstes ihre Routinerunde und erhielt von dem Patienten, den sie gerade erst kennenlernte, den Hinweis, dass bei ihm ja keiner vorbei käme. Die Schwester nahm sich dies zu Herzen. Um drei Uhr nachts weckte sie ihn und erkundigte sich freundlich, ob alles in Ordnung bei ihm sei. Der Patient stimmte zu. Danach gab es keine Beschwerden mehr von seiner Seite.

Unter dem Lied eines christlichen Sängers las ich den englischen Kommentar: „To those of us who Jesus pulled out of the mud, this has meaning!“ Heißt etwa: „Für die von uns, die Jesus aus dem Schlamm geholt hat, hat das (Lied) Bedeutung!“ Stecken Sie im Schlamassel? Jesus kann Sie aus dem Sumpf herausrausholen. Bitten Sie Ihn, es zu tun, und schließen Sie sich ihm an. Unzählige haben es erlebt.

Die Vervielfältigung der kurzen Erzählungen in diesem Artikel ist für wohlwollende, nicht kommerzielle Zwecke gerne gestattet.

Zum Copyright

Liebe Leser / -innen,

in der Coronazeit erreichen mich deutlich mehr rechtliche Anfragen als sonst. Insbesondere Mitarbeiter im kirchlichen oder schulischen Kinderdienst fragen an, ob sie Bastelarbeiten von mir auch online verwenden dürfen. Zur Klärung und um einen erleichternden Beitrag zu leisten, gebe ich an dieser Stelle nun ausdrücklich die Erlaubnis, die von Christliche Perlen erstellten Kinder- und Bastelmaterialien sowohl auszudrucken, wie auch auf anderen Webseiten zu vervielfältigen (selbst in großer Zahl), sofern dies für nicht kommerzielle und wohlwollende Zwecke geschieht. Da ich diese Regelung natürlich nicht wieder rückgängig machen kann, wird es selbstverständlich weiter dabei bleiben. Also viel Freude mit den schönen Dingen! Unter gleichen Bedingungen sind ebenso alle Bibelquizze zur Vervielfältigung freigegeben. (Auch sonst habe ich ja schon zahlreiche Texte, Bilder und Verschiedenstes zur Vervielfältigung für wohlwollende, nicht kommerzielle Zwecke freigegeben, wie dies auch in den Artikeln erwähnt wird.)
Damit Gottes reichen Segen und einen herzlichen Gruß,

Ihre Christliche Perlen

Gebet für die Coronazeit

Liebe Leser / – innen,

nun hat der Lockdown auch Christliche Perlen erreicht. Zum ersten Mal seit Bestehen der Seite gab es 12 Tage keinen neuen Artikel. Zwar ist manches, was im Zusammenhang mit Corona befürchtet wurde, ausgeblieben. Die Todeszahlen der (mit oder durch) Corona Verstorbenen haben sich glücklicherweise nicht alle zwei Wochen verdoppelt. Trotzdem schmerzt natürlich jeder einzelne Betroffene. Personelle Probleme in Hospitälern entstehen hierzulande häufig dadurch, dass Mitarbeiter wegen Kinderbetreuung ausfallen oder mit einer (meist leichten) Covid19 – Erkrankung länger zu Hause bleiben, als ursprünglich bei einer Grippe üblich. Das Durchschnittsalter der an Corona verstorbenen Deutschen liegt laut Robert Koch – Institut bei 80 Jahren (zumeist Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Zum Vergleich: jährlich sterben in Deutschland fast 400.000 Menschen an Herzinfarkten und Schlaganfällen.) Verheerend sind die wirtschaftlichen Folgen weltweit und das daraus resultierende Leid. Menschen in Afrika sterben des Hungers, weil sie ihrem Tagelohn nicht nachgehen dürfen, sondern Quarantäne einhalten sollen. Quarantänekinder in armen Ländern verpassen die einzige vernünftige Mahlzeit am Tag, die sie sonst in der Schule erhielten. Aber auch in westlichen Ländern steigt die Perspektivlosigkeit, nicht zuletzt durch Jobverluste und Isolation.
Die Situation insgesamt hat mich in letzter Zeit deutlich mehr zum Beten gebracht. Auch andere Dinge haben mich aufgehalten und dazu geführt, die ursprüngliche Artikelplanung von Christliche Perlen doch aufzugeben.
Ich bleibe im Gebet vor Gott. Vielleicht möchten Sie sich ja einklinken. Der Herr segne Sie, er behüte Sie und versorge Sie reich mit allem was Sie brauchen. Er sei Ihre Freude und Ihre Zuversicht an jedem neuen Tag!

Gebet für die Coronazeit

Jesus,

bitte gieße neu Deinen Heiligen Geist über diese Welt aus. Erfülle sie damit und erfülle sie mit Deinem Frieden. Tausche Angst und Depression mit Deiner Freude und Gegenwart aus. Lass die Menschen erleben, dass Du erfahrbar bist. Erhöre ihre Gebete, bitte hilf ihnen in ihren Anliegen und bitte hilf schnell. Gib den Menschen Mut und gute Ideen. Bitte beschütze sie vor Hunger und Not. Bitte sei insbesondere den Kindern dieser Welt gnädig. Versorge sie bitte mit allem, was sie brauchen. Schenke ihnen viel Freude und so viel Gutes! Sie seien ein Lächeln in Deinen Augen.
Bitte lenke Du insbesondere die Politiker und weisungsbefugten Menschen. Heile die Kranken und bitte bewahre die Erde vor neuen Coronabrennpunkten. Bitte informiere die Welt über die Dinge, die wir wissen sollten. Bitte setze die richtigen Personen an die richtigen Stellen. Bitte gib uns allen das Herz und die Freude, das zu tun, was wir tun sollen. Bitte erfülle uns überschwänglich mit Deinem Frieden und Deiner Freude. Gib uns die Liebe, einander und unseren Nächsten zu helfen, wo wir dies können. Mach uns offen, denen zu geben, die hungern, sofern uns dies möglich ist. Lenke uns in guten Werken, gib eine nie dagewesene Solidarität für einander auf dieser Welt. Entflamme unsere Herzen. Wecke die Schlafenden auf. Mache sie zu Tätern guter Dinge und lasse diese Dinge überfließen. Gib Gnade und Gutes ohne Ende. Wandle das Blatt. Errette die Menschen aus ihrer Not und mach Dich ihnen bekannt, dass noch unzählige sich Dir anschließen. Bitte wandle bösen Menschen das Herz. Bewahre sie davor, Schlechtes zu tun und gewinne sie für Dich. Bitte verhindere Blutvergießen und Gewalt. Du bist der Friedefürst. Und wo sonst noch etwas ist, da schenke Du auch sonst alles aus Gnaden, über unser Bitten und Verstehen zu Deiner Ehre!

Im Namen Jesu und mit meinem tiefsten Dank. Amen.

 

Mutmachende Gedanken

Eine Christin bekam einen Eindruck von Gott. Vor ihren inneren Augen sah sie den Erdball. Dieser wurde umgeben von Menschen, die sich an der Hand hielten. Es waren Beter. Gott sprach zu ihr: „Sieh genauer hin.“ Als sie näher hinsah, stellte sie fest, dass es nicht eine Reihe Beter war, sondern eine ganze Spirale an Menschen, die die Welt mit Gebet umgaben.

Wenn man die Macht des Bösen sieht, ist man beeindruckt. Aber wenn man bedenkt, dass Gott ja noch viel mächtiger ist als das Böse, ist man noch viel mehr beeindruckt – von seiner Größe.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! Philipper 4,7

Kurz erzählt: Eine Person hatte im Web aufgeschnappt, dass Coronamaßnahmen nur eine Inszinierung der Obrigkeiten sei, die in Wirklichkeit dazu diene, die Menschenrechte zu untergraben. Die Person erwähnte jemand Anderem gegenüber, dass im Internet stünde, die Maßnahmen wären für drei Jahre geplant. Darauf antwortete ihr Gegenüber: „Ja, ja, das ist so sicher wie der Mayakalender.“

Alle Artikel zum Thema Corona untereinander.

Das C-Wort

Das C-Wort

Corona scheint DAS C-Wort im Moment zu sein. Es ist in aller Munde und hat immensen Einfluss auf unser Leben, obwohl wir es mit bloßem Auge nicht sehen können. Gewaltig, welche Macht hinter diesem Wort gerade steht.
Doch es gibt ein anderes C-Wort, dem ich die größere Bedeutung in meinem Leben zugestehen möchte, und dieses Wort heißt Christus. Er ist seit über 2000 Jahren in aller Munde. Er hat immensen Einfluss auf unser Leben, obwohl wir ihn mit bloßem Auge nicht sehen können. Vergessen wir nicht, welche Macht hinter diesem Wort steht!
Ob ich Angst vor Corona habe? Zumindest bisher nicht. Selbst wenn ich mich infizieren sollte, wird dies höchstwahrscheinlich nicht tödlich enden, sondern wie in den meisten Fällen nur Erkältungsähnlich verlaufen. Jedoch ich stehe in Christi Hand. Und das ist der beste Ort der Welt. Denn ich habe es unzählige Male erlebt: Christus sorgt für mich. (Sind Sie auch schon dort oder möchten Sie auch dort hin? Bei ihm ist genug Platz für alle und er hat es in Johannes 6,37b versprochen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Sagen Sie es ihm – er ist immer und überall ansprechbar!)
Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber er weiß es. Irgendwann ist meine Zeit auf dieser Erde vorbei und ich werde ganz bei ihm sein. Das ist das Ziel meines Lebens, denn er ist einfach wunderbar. Jedoch vermutlich noch nicht bald und durch Corona.
So lange will ich auf das C-Wort des Sohnes Gottes meine Hoffnung setzen, aber auch mit meinem Verstand tun, was ich vernünftigerweise tun kann.
Christus erhalte Sie froh und gesund und helfe Ihnen, mir und unseren Lieben in dieser Zeit ganz besonders!

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Kaum zu glauben

Kaum zu glauben

Ein Sprecher fragte die Gemeinde einmal, ob man auch noch für etwas beten dürfe, wenn man schon einmal mitbekommen hätte, dass Gott das gleiche Gebet bei jemand Anderem nicht erhört hätte. Dann beantwortete der Redner die Frage selbst mit „Ja.“ Als Begründung dafür nannte er die biblische Begebenheit in Apostelgeschichte 12, wo König Herodes den Apostel Jakobus mit dem Schwert töten ließ. Hier hatte Gott den Tod nicht abgewendet. Als Herodes kurz darauf auch Petrus ins Gefängnis legen ließ, betete die ganze Gemeinde ohne Aufhören für seine Befreiung. Diesmal erhörte Gott das Gebet und befreite Petrus durch den Engel des Herrn und das, obwohl die Gemeinde es zunächst nicht fassen konnte, als Petrus dann vor ihnen stand.
Glaube an Jesus kann mitunter auch Unglauben enthalten und trotzdem erhört werden. So bat auch einmal ein verzweifelter Vater um Heilung für seinen Sohn. Jesus aber sprach zu ihm: „Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“ Daraufhin heilte Jesus den Jungen (Markus 9,14 – 29). Hier einige weitere biblische Beispiele von Erhörungen trotz wenig Glauben oder zeitweisen Zweifeln:

– Der syrische Hauptmann Naeman glaubte der Anweisung des Propheten Elisa nicht, dass er durch siebenmaliges Untertauchen im Jordan vom Aussatz geheilt würde. Auf den Rat seiner Knechte versuchte er es nichtsdestotrotz und erhielt die ersehnte Heilung (2. Könige 5,1 – 18).
– Abraham glaubte Gott, einen Sohn von seiner zehn Jahre jüngeren Frau Sarah zu bekommen, aber als er 99 Jahre alt war, kamen ihm doch Zweifel (1. Mose 17,17). Dennoch wurde Isaak geboren.
– Zacharias hatte ebenfalls lange für einen Sohn gebetet. Als ein Engel ihm einen Jungen ankündigte, konnte er es dann doch nicht glauben. Der Sohn kam trotzdem (Lukas 1,5 – 23).
– Die Jünger weckten den schlafenden Jesus im Schiff, als es durch einen Sturm unterzugehen drohte. Jesus stoppte den Wind, obwohl die Jünger keinen Glauben dafür hatten (Markus 4,35 – 41).

Glauben wir nicht, so bleibt er (Christus) treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. (2. Timotheus 2,13)

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Auf der Internetseite „Im Garten der Poesie“ gibt es eine Reihe von Karten zu Markus 9,24. Klickt man dort auf ein Motiv, öffnet sich eine Seite zum E-Cardversand. Hier auch sehr hübsche Bildschirmhintergründe. Text: Un-glaublich ver-zweifelt.

Die Himmelstür

Die Himmelstür

Heiter lacht die Sonne vom Frühlingshimmel, genau der richtige Zeitpunkt für Mutter und Tochter eine gemeinsame Radtour zu unternehmen. Seit Trixi zu Weihnachten ihr neues Fahrrad unter dem Tannenbaum vorfand, drängt sie die Mutter immer wieder: „Wann unternehmen wir eine Radtour?“ Endlich hatte die Mutter es zum kommenden Wochenende zugesagt. Voller Vorfreude springt Trixi am Morgen aus dem Bett. „Wo geht es hin?“, fragt sie bereits am Frühstückstisch. „Lass dich überraschen. Vorfreude ist die schönste Freude.“ So schnell war das Mädchen noch nie fertig mit dem Frühstück. Schon wenig später stand sie fertig angezogen zur Abfahrt bereit. Als sie ein Stück des Weges hinter sich hatten, merkte sie, die Mutter schlug den Weg zu den Wiesen ein. Was gab es hier nicht alles zu entdecken! Früh am Morgen konnte man sogar einige Tiere, wie Hasen und Rehe beobachten. Nach einer Weile schlug die Mutter eine Rast vor. Hierfür hatte sie den Picknickkorb mitgenommen. Als die Mutter die Decke ausgebreitet hatte, warf sich Trixi ins Gras und schaute in den wolkenlosen Himmel. Schöner konnte der Tag nicht sein. Plötzlich fragte das Mädchen: „Mutti, sag, wo ist die Himmelstür? Der Himmel ist strahlend blau, kein Wölkchen verdeckt die Sicht, aber eine Tür in den Himmel kann ich nicht entdecken.“ Erst wollte die Mutter herzhaft lachen, doch dann besann sie sich anders, setzte sich neben ihre Tochter ins Gras und begann zu erzählen: „Weißt du, dieser blaue Himmel, ob nun wie heute strahlend klar oder ein anderes Mal mit Wolken überzogen, ist nicht der Himmel, den wir meinen, wenn wir von Gott im Himmel reden. Gottes Himmel genauso wie die Himmelstür befindet sich in unserem Herzen. Gott ist Schöpfer und Erhalter der ganzen Welt. Himmel und Erde sind von ihm erschaffen. Wenn du abends in die Sterne schaust, siehst du, dass dort oben am Himmel viele Gestirne sind. Es gibt nicht nur unsere Erde. Gott ist Herr über alles was im Himmel und auf der Erde ist, selbst im tiefsten Meer. Wir können ihn mit unserem Verstand nicht fassen, nicht einmal der schlauste Professor ist dazu in der Lage. Wir können nur an ihn glauben und ihn fest in unserem Herzen spüren. Wenn du abends betest, fühlst du, da ist einer, der dir zuhört. Auch Oma siehst du nicht, wenn du mit ihr telefonierst. So ist das auch mit Gott. Es ist schwer für uns zu verstehen, dass es Gott gibt, weil wir ihn nicht sehen können. Aber unser Glaube hilft uns, ihn fest in uns zu spüren.“ „Jetzt verstehe ich dich. Das hast du fein erklärt Mutti. Bisher habe ich immer gedacht hinter irgendeiner Wolke versteckt sich die Himmelstür. Dabei kann ich sie hinter den Wolken gar nicht finden. Ja, ich fühle, wenn ich abends mit Gott rede, dass er da ist.“ „Das ist das Wichtigste“, bestätigte die Mutti, „so hast du die Tür zum Himmel längst gefunden.“
Gemeinsam fuhren beide heim. Trixi war glücklich über ihre erste Radtour mit der Mutter. Im bevorstehenden Sommer würden sie sicher des Öfteren gemeinsam ins Grüne fahren.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Spaß auf dem Spielplatz

Spaß auf dem Spielplatz

Eine kinderlose Christin wurde für die Wochen eines Umzuges mit Renovierungen zur Betreuung des zweijährigen Mädchens der Wohnortwechselnden Familie eingesetzt. Die Christin besuchte mit dem Kind diverse Spielplätze, las Bücher vor, bastelte und gab sich alle Mühe, ein schönes Programm zu erstellen. Beide hatten viel Spaß miteinander. Wenn die Kleine etwas nicht direkt schaffte, half das Kindermädchen tatkräftig nach. Schließlich kam ihr der Gedanke: „Ist es nicht oft auch mit Gott und uns so? Gott denkt sich so oft schöne Dinge für uns aus. Wenn unsere Fähigkeiten nicht ausreichen, tut er häufig den Rest. Und im Hintergrund passt er darauf auf, dass uns nichts passiert.“ Natürlich gab es schon mal Differenzen. Wenn andere Kinder auch einmal das Spielzeug des Mädchens benutzen wollten, sie aber nicht teilen mochte, zum Beispiel. Dann verschwanden die Kinder stets schnell nach Hause. Dabei hoffte die Kleine sehnsüchtig bei anderen Kindern Anschluss zu finden. „Wenn sie nur wüsste, wie sie sich selbst mit dieser Haltung schadet.“, seufzte die Kinderfrau.
Eines Tages ergab sich ein besonderes Missgeschick. Auf dem Spielplatz stellte sich heraus, dass die Windel offensichtlich mit einer größeren „Ladung“ gefüllt war. Nun hieß es schnell nach Hause laufen. Der Weg betrug nur fünf Minuten, ging jedoch einen steilen Berg hinab. Und den wollte das Kind unbedingt auf dem Dreirad zurücklegen. Da die Windel voll war, plädierte das Kindermädchen auf Laufen. Doch das Kind bestand darauf, sich auf das Dreirad zu setzen und brüllte dabei so laut mitten auf der Straße, dass gefühlt die ganze Ortschaft es hören musste. Es war ein Drama, bis man nach erregter Debatte mit nun vollgeschmiertem Dreirad endlich zu Hause ankam. Als alles wieder in Ordnung gebracht war, musste die Christin doch etwas lächeln: „Sind wir nicht ebenfalls manchmal so? Wollen wir nicht auch mitunter mit sozusagen vollgeschissener Windel auf dem Dreirad den Abhang hinunterfahren und lamentieren lauthals mitten im Ort, während Gott längst versucht, uns zu helfen? Wie oft denken wir, wir seien im Recht. Aber Gott weiß es einfach besser.“
Zum Glück waren so unangenehme Ereignisse mit der Kleinen selten. Und so hatten beide in der Regel das größte Vergnügen miteinander. Kein Wunder, dass sie sich schnell lieb gewonnen hatten.
Auch Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns. Er hat soooo viel Freude daran, uns seine Liebe zu zeigen, er quillt über davon. Lehnen wir sie nicht ab und bringen uns um tausend wundervolle Erlebnisse mit ihm. Sie kennen ihn noch nicht? Laden Sie Christus noch heute in Ihr Leben ein und bitten ihn, das Steuer zu übernehmen. Er sieht und er kann einfach mehr. Und er schickt niemanden fort.

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Als Gott die Menschen schuf

Als Gott die Menschen schuf

Eines Tages hatte Gott im Himmel die Idee, eine Erde mit Menschen zu schaffen, mit denen er reden könne. Menschen, die ihm so nahe waren, dass er sie seine eigenen Kinder nennen wollte. Also machte er sich an die Arbeit. Er schuf erst die Erde, dann die Pflanzen und Tiere.
Gott gab sich die größte Mühe. Alles sollte ein Meisterstück werden. Und je länger er an der Arbeit war, desto mehr Einfälle kamen ihm. Gelegentlich hielt er inne und betrachtete alles genau. Zufrieden stellte er fest: es war sehr gut! Schließlich kam Adam an die Reihe. Das sollte ein Abbild von Gott selbst sein. Gott schuf ihn aus einem Erdkloß voll Liebe und Innigkeit. Kein Wunder, dass auch er großartig wurde. Gott blies dem Menschen Atem ein, so dass er zum Leben kam, und setzte ihn in den wunderschönen Garten Eden. Hier sollte Adam leben und über das ganze Reich herrschen. Nun brachte Gott die Tiere zu ihm, damit er ihnen Namen gäbe. Gewiss auch, damit Adam schon einmal alle Lebewesen im Garten kennenlernen konnte. Vielleicht aber sogar, weil Gott so stolz auf seine überschwängliche Schöpfung war und sehen wollte, wie Adam darauf reagierte. Adam hatte reichlich zu staunen. Wie schön alles war, was Gott gemacht hatte! Und so wurde es ein fröhliches, kurzweiliges Namensgeben mit Gott und den Tieren.
Doch etwas auf Erden fehlte. Sie war einfach nicht komplett. Hatte Gott einen Fehler gemacht? Hatte er etwas vergessen? Warum gab es für alle Tiere eine Partnerin, jedoch für Adam bisher noch nicht? Gott sagte bald selbst, dass es nicht gut war, dass der Mensch allein war. Außerdem sollte es ja noch die ersehnten Kinder geben.
So entschloss er sich, eine Frau für Adam zu schaffen. Gott tat dies aus einer Rippe, die er dem Mann im Schlaf entnahm. Ob dieser wohl dabei von einer Gefährtin träumte? Auf jeden Fall wurde es eine traumhaft schöne Frau und Gott brachte sie gespannt zu Adam. Dieser konnte sein Glück kaum fassen. Gott freute sich riesig mit.
Erst jetzt war die Erde vollständig. Gott schwelgte so sehr im Glück, dass er einen Ruhetag einlegte. Und er schaute dabei vom Himmel herab und lächelte.

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Den Schöpfungsbericht in der Bibel nachlesen. Alle Artikel zum Thema Schöpfung untereinander.

Ein Engel der dich umarmt

Ein Engel der dich umarmt

Nun lag Clara schon einige Wochen im Krankenhaus. Wer hätte das gedacht, wie ein paar Minuten der Unaufmerksamkeit ein Leben verändern konnten? Heute war Silvesterabend, ein Abend, den sie bisher immer mit ihren Freunden verbrachte. Jetzt lag sie sinnlos hier herum, während die anderen feierten. Sie wollte nichts sehen von dem Trubel dort draußen, so hatte sie die Schwester gebeten die Vorhänge zuzuziehen. „Dann doch besser schlafen, so konnte sie auch ins neue Jahr kommen“, dachte Clara bei sich und setzte sich ihre Kopfhörer auf. Sie legte ihre Lieblingsmusik ein, um so besser zur Ruhe zu kommen. Recht bald war sie eingeschlafen und was sie dort erlebte gab ihr Kraft für die kommende Zeit.
Im Traum befand sie sich auf einer sonnigen Wiese. Blumen blühten in den schönsten Farben. Doch dieser Garten, in dem sie sich befand, glich einem Labyrinth. Trotz der vielen Wege fühlte sie sich hier sehr wohl. Immer wenn sie an eine Weggabelung kam, trat ein Engel auf sie zu und führte sie. Diese Engel sprachen mit tröstenden Worten zu ihr. Sie sagten: „Fürchte dich nicht!“ oder „Gott ist an deiner Seite!“ oder „Du bist nicht allein.“ All diese Worte wirkten beruhigend auf die junge Frau, so dass sie fast etwas traurig war, als sie am Morgen erwachte und dieser wunderschöne Traum vorüber war. Erst als sie richtig zu sich kam, merkte sie, dass sie sich bereits im Neuen Jahr befand. Als die Schwester ins Zimmer trat und erwartete eine zerknirschte junge Frau vor sich zu finden, staunte sie über Claras Fröhlichkeit. Sie wünschten sich beide ein „Gesegnetes neues Jahr“, dann bat Clara, die Vorhänge aufzuziehen und das Fenster zu öffnen. Sie freute sich an der schönen klaren Winterluft und meinte: „Ist das heute nicht ein schöner Tag!“ Schwester Inge konnte diese Wandlung gar nicht fassen. Noch gestern, hatte die junge Frau nur geklagt, jetzt strahlte sie eine Fröhlichkeit aus, die ansteckend war. Ähnlich ging es ihren Freundinnen, die ihr am Nachmittag einen Neujahrsbesuch abstatteten. Als alle gegangen waren, blieb ihre beste Freundin noch ein wenig bei ihr, um sich diese Wandlung erklären zu lassen. „Sag mal, hast du dich verliebt?“, fragte sie und wollte damit einen Scherz machen. „Vielleicht!“, gab Clara schmunzelnd zurück. Dann erzählte sie ihrer besten Freundin von dem Traum der letzten Nacht. Still saß diese da und hörte zu. „Das war wirklich ein besonderer Traum“, meinte sie dann. „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass dir Gott mit diesem Traum etwas sagen wollte?“ „Ja, ich habe es verstanden. Ich bin nicht allein. Unser himmlischer Vater ist immer an unserer Seite, ganz gleich, wo wir uns befinden.“ „Manchmal braucht man etwas länger, um dies zu begreifen“, sagte darauf ihre Freundin. „Meinen Worten konntest du nicht glauben. Ein Traum hat dich überzeugt. Gott findet immer Wege, wenn er uns etwas sagen möchte.“ Beide Freundinnen umarmten sich vor dem Abschied. Nun ging es mit Clara jeden Tag ein wenig voran. Schneller als gedacht, konnte sie die Klinik verlassen. Gemeinsam mit ihrer Freundin ging sie künftig zum Jugendkreis ihrer Gemeinde.

© Christina Telker

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Reise nach Bethlehem

Die Weihnachtsgeschichte in zwei Minuten hier im Web gesprochen als Durchsage im Zug. Erste Klasse! 😊✨

Erlebt

Wie könnte sich die Weihnachtsgeschichte anhören, wenn sie als Durchsage im Zug gesprochen würde? Ich hab da mal was aufgenommen. Viel Spaß dabei! 🙂

Übrigens eignet sich die Durchsage auch wunderbar als Intro im Weihnachtsgottesdienst.

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Die Weihnachtskarte

Die Weihnachtskarte

Susanne warf einen letzten Blick in den Spiegel, um ihr Aussehen zu prüfen. Jetzt noch schnell zum Briefkasten und dann würde es Zeit werden, sich für die Abreise fertigzumachen. Ein Blick in die Handtasche bestätigte ihr, dass sie alle nötigen Papiere bei sich hatte. In diesem Jahr wollte sie das bevorstehende Fest ganz allein in einer Berghütte verbringen. Die Skier für eine ausgedehnte Wanderung, zu der sie sich langfristig angemeldet hatte, waren bereits im Urlaubsort angekommen. Noch ein Blick in den Briefkasten, ob sich etwa ein Werbeprospekt verirrt hatte und dafür sorgen, dass dieser über die Zeit ihrer Abwesenheit leer blieb.
Doch was war das? Sicher hatte der Postbote sich geirrt, als er den Brief bei ihr einwarf. Kein Wunder bei der vielen Post vor dem Fest. Doch als die junge Frau den Brief näher betrachtete, sah sie, dass es kein Irrtum war, die Adresse trug eindeutig ihren Namen. Wer sollte ihr denn schreiben? Sie hatte doch allen Bescheid gegeben, dass sie in diesem Jahr nicht erreichbar sei. Nun trieb sie allerdings doch die Neugier. So öffnete sie den Brief und entnahm ihm eine romantische Weihnachtskarte mit bezaubernder Schneelandschaft, genau passend zu dem was sie sich für die nächsten Tage erträumte. Diese Karte war von ihrer alten Schulfreundin Greta. Jahrelang hatten sie nichts voneinander gehört, so wunderte sich Susanne nicht wenig. Greta schrieb ausführlich, wie alleine sie sich fühlte seit dem Tode ihrer Mutter im Herbst. Lange hatte sie diese gepflegt. Greta schrieb, wie sehr ihr die Mutter fehlen würde und dass ihr vor diesem Weihnachtsfest regelrecht graute. Als Susanne die Karte gelesen hatte, war ihr die Freude am Urlaub vergangen. Warum musste sie auch gerade heute so penibel den Briefkasten leeren? Es hätte doch genügt, wenn sie bei ihrer Rückkehr wieder hineingeschaut hätte.
In Gedanken versunken zog sie sich an, nahm ihren Koffer und bestellte sich ein Taxi, das sie zum Bahnhof fahren würde. Sie kam einfach von dem Brief nicht los. Bis heute hatte es ihr nichts ausgemacht den Eltern mitzuteilen, dass sie in diesem Jahr nicht nach Hause käme. Warum sollte sie nicht auch einmal nur an sich denken. Sie hatte das Gerede über die alltäglichen Dinge des Lebens satt, ganz besonders über die Krankheiten der Eltern. Sie wollte von all dem nichts wissen. Sie wollte auch keine Geschenke. Ja, am liebsten wollte sie sich ganz abseilen und nur noch ihre Ruhe haben. Nun kam dieser Brief, der alles wieder aufwühlte.
Gerade fuhr ihr Zug im Bahnhof ein. Wieder zehn Minuten Verspätung. Hoffentlich würde sie ihren Anschlusszug noch erreichen. Immerhin hatte sie extra einen Platz in der 1. Klasse gebucht, um den Urlaub bereits auf der Fahrt beginnen zu lassen. Und nun? Ihre Gedanken lösten sich nicht von der gerade erhaltenen Karte. War das der Sinn von Gretas Karte, sie wieder an die wichtigen Dinge des Lebens und des Weihnachtsfestes zu erinnern? Im nächsten Moment verwarf sie diesen Gedanken aber auch bereits wieder. Woher sollte Greta ihre Situation überhaupt kennen, sicher war sie der Meinung, ihre alte Schulfreundin würde das Fest im Kreise ihrer Familie genießen und sie wollte sich nur ihren eigenen Kummer von der Seele schreiben, jetzt so alleine dazustehen. Susanne sah in ihre Handtasche und holte den Brief heraus. Wo lebte Grete eigentlich jetzt? Immerhin würde es sich ja so gehören, ihr nach dem Fest zu antworten. Immer näher kam der Zug dem Bahnhof, auf dem Susanne umsteigen musste. Er hatte einige Minuten der Verspätung aufgeholt, so konnte die junge Frau ihren Anschluss gerade noch erreichen. Als ihr Zug hielt, wurde bereits die Einfahrt ihres Anschlusszuges durch den Lautsprecher angekündigt. Doch in dem Moment als Susanne den Bahnsteig betrat, stand für sie fest, sie würde ihren Reiseplan ändern. Sie ging zum Fahrkartenschalter und löste sich eine Fahrkarte nach Wiesenburg, dem Wohnort Gretas. Sie würde diese überraschen, damit sie nicht allein sei über die Feiertage. Noch vom Zug aus, in dem sie nur mühsam noch einen Sitzplatz bekam, rief sie im Hotel an und sagte ihren Winterurlaub ab. Den Rücktransport der Skier würde sie später, nach den Feiertagen organisieren.
Greta traute ihren Augen nicht als Susanne so unverhofft vor ihr stand. Viel hatten sich die beiden Frauen nach so langer Zeit zu erzählen. Zum Ende des Abends stand für beide fest, sie würden, morgen, am Heiligabend gemeinsam zu Susannes Eltern fahren. „Eltern hast du nur einmal“, hatte Greta ihr klargemacht. „Gehst du jetzt deinen Weg, wirst du es später bereuen.“ Noch am Abend buchten sie ein Zimmer im Hotel, nicht weit von Susannes Eltern entfernt, denn immerhin kamen sie unangemeldet und wollten keine Umstände machen. Es sollte in schönes Weihnachtsfest für alle Beteiligten werden.
Als am Heiligabend zur Kaffeezeit die Türglocke bei Susannes Eltern Besuch ankündigte, waren diese mehr als verwundert über den unverhofften Besuch. Gemeinsam gingen sie am Abend zur Kirche und nahmen das Wort der Weihnacht in sich auf. Gottes Liebe kam in die Welt, damit wir Liebe weitergeben.
Als Susanne zu Beginn des neuen Jahres gemeinsam mit Greta die Heimreise antrat, bereute sie keine Stunde, der letzten Tage. So schön war noch nie eine Weihnachtszeit, dachte sie bei sich. Kein Urlaub in einer Skihütte hätte mich hierfür entschädigen können. Die beiden Freundinnen blieben von nun an in Verbindung. Künftige Weihnachtsfeste verbrachten sie stets gemeinsam bei Susannes Eltern. Die Familie war von nun an auch für Susanne wichtig geworden und das verdankte sie ihrer alten Schulfreundin und ihrer Weihnachtskarte.

(c) Christina Telker

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Christinas Weihnachtsmärchen

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Auf dem Platz in Bethlehem

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Gottes Weihnachtswunsch

„Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden.“ (Lukas 15,24)

Gottes Weihnachtswunsch

Die Zeitung hatte dazu aufgerufen, Weihnachtswünsche zu formulieren und einzusenden. Auf diese Weise sollten die Wunschzettel von Kindern und Erwachsenen öffentlich gemacht werden. Es war interessant, welche Wünsche da zusammenkamen: Puppenhäuser, Eisenbahnen, Smartphones und sogar ein Pferd. Ein Wunsch war jedoch ganz anders als alle anderen: Marie wünscht sich, dass Henry wieder nach Hause kommt!
Ich versuchte mir vorzustellen, welche Geschichte sich hinter diesem Wunsch verbarg: Waren da Bruder und Schwester durch ein Unglück auseinandergerissen worden? Hatte sich ein Ehepaar getrennt? Oder trauerte ein Kind um den Vater, der ausgezogen war? … Wie viel Leid, wie viel Tragik enthielt dieser Satz, wie viel Schmerz und Sehnsucht atmete er! Was wäre, wenn sich dieser Wunsch nicht oder sogar nie erfüllen würde?
Ich musste an einen ganz anderen Wunsch denken: Gott wünscht sich, dass Menschen nach Hause kommen! Auch Er wartet – wartet schon viele Jahre, wartet auf Sie und auf mich!
Was wäre, wenn Henry heute nach Hause käme? Dann wäre Maries Wunsch erfüllt. Sicherlich würde sie ihm um den Hals fallen, und ihre Augen würden strahlen. Und Henry? Würde er sich nicht von ihrer Freude anstecken lassen? Doch warum macht Henry sich nicht auf? …
Was wäre, wenn ein Mensch heute zu Gott umkehren würde? Würde er dann nicht erleben: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“? Ja, es wäre Freude bei Gott, „Freude im Himmel“ über einen, der Buße tut und nach Hause kommt. Wenn Sie dieser eine Mensch sind – wie glücklich können Sie dann heute noch werden! (Vers 7 und 20).

Noch eine nicht weihnachtliche Geschichte zum verlorenen Sohn:

Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. (Lukas 15,18)

„Das ist doch deine Geschichte!“

Auf einem Dorfplatz gaben einmal einige Gitarrenspieler ein Freiluftkonzert ohne Eintritt. Mit ihren rhythmischen Liedern zogen sie rasch Neugierige an. Nach der Vorstellung ging einer von ihnen herum, um Spenden zu sammeln. Er klopfte auch an das Fenster eines angrenzenden Hauses. „Junger Mann“, sagte man dort zu ihm, „Sie haben eine schöne Stimme. Hier ist ein Neues Testament und ein Geldstück. Es gehört Ihnen, wenn Sie den Leuten daraus die Geschichte vom verlorenen Sohn vorlesen.“ „Das Geld kann man sich leicht verdienen!“, dachte der junge Mann erfreut. „Meine Damen und Herren!“, rief er den Umherstehenden zu, „ich habe Ihnen etwas vorzulesen.“ Er schlug, wie ihm gezeigt worden war, das 15. Kapitel des Lukas-Evangeliums auf: „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne; und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte ihnen die Habe …“ Hier machte der Vorlesende eine Pause. Dann fuhr er, weniger selbstsicher als vorher, fort: „Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er ausschweifend lebte …“ Da schoss dem jungen Mann der Gedanke durch den Kopf: „Das ist doch deine Geschichte!“ Verstört und überwältigt zugleich las er die Geschichte – die Zusammenfassung seines eigenen Lebens – weiter bis zu den Worten: „… ich aber komme hier um vor Hunger. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen … Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr.“ Ein heimlicher Kampf spielte sich in der Seele des jungen Mannes ab. Diese Geschichte vom verlorenen Sohn erinnerte ihn an sein Zuhause, das er hinter sich gelassen hatte. In Gedanken sah er seine Eltern vor sich und dachte an ihre Liebe, mit der sie ihn umgeben hatten. War es doch bloß eine „fixe Idee“ gewesen, für die er das Elternhaus verlassen hatte? Er hatte gesehen, wie sehr sein Entschluss seine Eltern schmerzte. Trotzdem hatte er sich gegen seine Eltern und auch gegen Gott und für sein „freies“ Leben entschieden. Richtig glücklich war er damit dennoch nicht geworden. Jetzt war er bemüht, seine traurige Lage und seine innere Einsamkeit zu verbergen und anderen Unterhaltung zu bieten, um überleben zu können. Mit dem kleinen Neuen Testament in der Hand suchte er nun wieder den Christen auf, der es ihm geschenkt hatte. Von ihm erfuhr er, dass der Weg zurück auch ihm offen stand. Nicht nur zurück zu seinen Eltern, sondern auch zurück zu Gott. Jetzt war er bereit, Gott seine Schuld zu bekennen und Jesus Christus im Glauben als seinen Retter anzunehmen. Es erging ihm wie dem verlorenen Sohn, von dem er vorgelesen hatte: Gott nahm ihn an, so wie er war und wie er kam; Er machte ihm keine Vorhaltungen; Er vergab ihm die Schuld und schenkte ihm die Gewissheit der Vergebung. Durch Jesus Christus fand er Frieden mit Gott.

Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. (Römer 5,1)

Die Geschichten wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

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Die Weihnachtsgeschichte der Bibel

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel farbig illustriert. Die Vervielfältigung ist für nicht kommerzielle Zwecke gerne erlaubt. Hier der Artikel hübsch zurecht gemacht als PDF.

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel

Die Ankündigung der Geburt Jesu (Lukas 1,26-38)

Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die einem Manne verlobt war mit Namen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir. Gesegnet bist du unter den Weibern! Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst seinen Namen Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein.

Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und dies ist der sechste Monat bei ihr, welche unfruchtbar genannt war. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Marias Besuch bei Elisabeth (Lukas 1,39-56)

Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda’s und kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Weibern, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und woher kommt mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder; denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die in der Gesinnung ihres Herzens hochmütig sind. Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel wieder auf, wie er geredet hat unseren Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
Und Maria blieb bei ihr bei drei Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim.

Joseph und Maria Matthäus (1,18-25)

Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich’s ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen“, das ist verdolmetscht: Gott mit uns.

Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.

Jesu Geburt (Lukas 2,1-7)

Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Die Einschreibung selbst geschah erst, als Kyrenius Landpfleger von Syrien war. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war.

Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, dass sie gebären sollte; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.

Hirten und Engel (Lukas 2,8-20)

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, indem sie Gott verherrlichten und lobten über alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Die Weisen aus dem Morgenland (Matthäus 2,1-12)

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.
Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden.

Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten: „Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda’s; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“
Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis dass er kam und stand oben über, da das Kindlein war.

Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Und Gott befahl ihnen im Traum, dass sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

Simeon und Hanna (Lukas 2,21-40)

Und da acht Tage um waren, dass das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose’s kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf dass sie ihn darstellten dem Herrn (wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des Herrn: „Allerlei Männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen“) und dass sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: „Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“
Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, dass sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.

Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn geredet wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten.
Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.

Die Flucht nach Ägypten (Matthäus 2,13-23)

Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, dass Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen.
Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“

Da Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten und an seinen ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte. Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: „Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.“
Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Ägyptenland und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen.

Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel. Da er aber hörte, dass Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog in die Örter des galiläischen Landes. Und kam und wohnte in der Stadt die da heißt Nazareth; auf dass erfüllet würde, was da gesagt ist durch die Propheten: „Er wird Nazarener genannt werden.“

Die Bilder aus diesem Artikel sind von christiancliparts.net und dürfen nach deren Copyrightregeln vervielfältigt werden. Vielen Dank dafür! Auch für die verwendeten Texte der revidierten Bibelübersetzung Luthers von 1912 oder der Elberfelder Bibelübersetzung von 1905.

Hier noch einmal  der Artikel hübsch zurecht gemacht als PDF. Ebenfalls von Christliche Perlen: Die Weihnachtsgeschichte der Bibel zum Ausdrucken.

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Der erste Advent

Der erste Advent

Der 1. Advent war in meiner Kindheit ein ganz besonderer Tag. Nein es gab keine Geschenke, warum auch, aber es gab etwas, das jedes Jahr zum 1. Advent in meiner Erinnerung auftaucht und nicht nur dann. Manche Erinnerungen sind wie Sterne, sie leuchten durch das ganze Leben. So ist es für mich mit dieser kleinen Erinnerung an jeden 1. Advent meiner Kindheit. Früh gegen 6 Uhr, draußen war es noch dunkel, zogen die Schülerinnen der Bibelschule Malche mit einer Kerze in der Hand, an den Häusern des Malchetals entlang und sangen Adventslieder. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, ist ein Lied, das stets dazu gehörte. Klang dieses Lied an mein Ohr, mit dem Schein der Kerzen vor dem Fenster, wir wohnten im Erdgeschoss, war dies für mich als Kind Glückseligkeit pur. Ich lag dann noch still und träumte vor mich hin, bis meine Mutter mich wecken kam. Nun wartete im Dämmerlicht ein festlich gedeckter Tisch auf dem in der Mitte der Adventskranz stand, an dem die erste Kerze brannte. Später gingen wir dann gemeinsam zum Gottesdienst, bei dem der große Kranz vorm im Altarraum ebenfalls die erste Kerze leuchten ließ. Diese Adventsstimmung ist Vergangenheit. unwiederbringlich und doch in der Erinnerung stets neu wach.
Im letzten Sommer fiel mir ein Buch in die Hände „Flieg, Maikäfer flieg“. In diesem Buch fand ich meine eigenen Kindheitserinnerungen wieder, nur dass es sich um ein Gut jenseits der Oder handelte. Die Erinnerungen an den 1. Advent, waren jedoch genau die, wie ich sie in jedem Jahr erleben durfte. Vielleicht gab es damals noch mehr Orte an denen dieses morgendliche Singen Tradition war.

(c) Christina Telker

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Weg versperrt

In meiner Gegend gibt es eine kleine alte Kirche, die tagsüber geöffnet ist. Obwohl ich dort kein Mitglied bin, hat es mich einige Male dorthin verschlagen, wenn ich ein besonderes Anliegen vor Gott bringen oder Jesus meinen Dank ausdrücken wollte. Einfach wegen der feierlichen und andächtigen Atmosphäre dort. Außerdem liegt vorne ein mächtiges Buch, in das man Gebete oder Gedanken eintragen kann. Dadurch erhalten sie Festigkeit und mitunter kommt Klarheit in die Sinne.
Haben Sie den Kopf voll und eine offene Kirche in der Nähe, in der Sie sich wohl fühlen? Natürlich können Sie überall mit Gott reden. Aber vielleicht hilft Ihnen die Stille einer Kirche ja, eher zur Ruhe zu kommen, als dies an belebten Orten möglich ist.
Nachfolgend eine kleine Sommererfahrung von einer spontanen Einkehr in ein solches Gotteshaus. Vom Erlebtblog. Kurz, aber ansprechend.

Erlebt

Am Samstag Vormittag habe ich unsere Tochter zum Bus gebracht. Wie so oft ist es bei uns zeitlich etwas eng. Aber wir waren früh genug dort.

Bei der Gelegenheit wollte ich schnell noch weiter zum Geldautomaten gehen. Soweit war der Weg ja nicht. In meiner Eile und Orientierungslosigkeit bin ich einen Weg um die Kirche gegangen. Doch da stand ich plötzlich vor einem Bauzaun. Der weitere Weg war abgesperrt, weil dort am Platz ein Freilichttheater stattfinden sollte.

Ich fand das ärgerlich, da ich nun wieder um die Kirche herum laufen musste und ich den Weg somit umsonst gelaufen war. Beim ersten Vorbeigehen hatte ich schon gesehen, dass die Kirchentür offen stand. Als ich nun wieder dort entlang kam, entschloss ich mich, trotz Eile in die Kirche zu gehen.

Drinnen war es angenehm kühl. Ich ging nach vorne in die dritte Reihe und setzte mich in die Kirchenbank. Einen kurzen Moment…

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Neue kleine Berichte

Gebetserhörung während des Gottesdienstes

Eine christliche Mutter hatte mit ihrer Tochter vermehrt Schwierigkeiten, seit diese das jugendliche Alter erreicht hatte. Gab es einen Konflikt, drohte die Tochter mitunter mit Suizid und verließ das Haus für Stunden oder sogar über Nacht.
Eines Tages brach ein Streit wegen Taschengeld zwischen Mutter und Tochter aus. Das Mädchen verschwand darauf erneut und kehrte auch bei Einbruch der Dunkelheit nicht zurück. Die Mutter musste zwar die ganze Zeit an ihr Kind denken, verspürte aber einen göttlichen Frieden in sich, nachdem sie die Angelegenheit an Gott im Gebet abgegeben hatte. Also beschloss sie, der Polizei keine Meldung zu erstatten, sondern legte sich zur Nacht ins Bett. Sie schlief so erholsam, dass sie erst morgens um 9:30 aufstand. Dann trank sie einen Kaffee und erledigte verschiedene Dinge im Haushalt. Am Abend war eine Veranstaltung in der Kirche, die sie gerne besucht hätte. Doch konnte sie überhaupt dort hin, während ihre Tochter noch verschwunden war? Sie kam zu dem Schluss, dass sie jetzt eh nichts machen konnte und begab sich auf den Weg. Sie wollte Gott vertrauen. Es wurde eine gesegnete Veranstaltung. Während des Gottesdienstes brauchte die Mutter etwas aus ihrer Tasche. Da fiel ihr Blick auf das Handy darin, das eine eingegangene SMS anzeigte. Dort stand von ihrer Tochter geschrieben: „Ich bin wieder zu Hause. Ich liebe Dich. Es tut mir leid.“

Wen soll ich senden?

Eine christliche Gemeinde bestand bereits seit etwa 40 Jahren. Neben seiner Berufstätigkeit hatte ein Mann die ganze Zeit treu und ehrenamtlich die Gemeinde geleitet, als er plötzlich unerwartet verstarb. Es gab niemanden, der unmittelbar seine Nachfolge antreten konnte. Doch die Gemeinde beschloss, sich nicht einer anderen Gruppierung anzuschließen. Sie war in all den Jahren zusammen gewachsen und wollte es auch weiter zusammen versuchen. Die Männer einigten sich darauf, abwechselnd sonntags zu predigen. Mit großer Ernsthaftigkeit bereiteten sie sich darauf vor. Die Verantwortung war ihnen bewusst. Viele Stunden flossen ins Gebet und in die Vorbereitung, mitunter bis spät in die Nacht. Da war es kein Wunder, dass eine Besucherin anmerkte: „Ich konnte bis jetzt aus jeder dieser Predigten etwas mitnehmen.“ Heutzutage werden Kirchen manchmal geschlossen. Wo sind die Menschen, die sagen: „Wir machen weiter. Wir geben uns hin.“?
Hier bin ich, sende mich! Aus Jesaja 6,8

Pechtag oder Glückstag?

In einem Kindergottesdienst am Sonntagmorgen verschüttete ein Junge, namens Daniel (Name geändert), versehentlich Saft über sein Handy. Geistesgegenwärtig griff der Nachbarsjunge danach und wischte es an seinem weißen Markentshirt ab. Der Besitzer befürchtete: „Oh nein, jetzt ist die Kamera kaputt und der Ton geht nicht mehr. Heute ist mein Pechtag!“ Er bedankte sich aber bei dem Jungen, der womöglich sein T-Shirt geopfert hatte. Großmütig meinte der: „Ein Handy ist wertvoller als ein T-Shirt.“ Ein Test ergab, dass das Handy funktionsfähig geblieben war.  Dankbarkeit und Freude waren groß darüber. Nachdem die Aufregung sich gelegt hatte, griff Daniel zu einer kleinen Anspitzdose mit Deckel, um einen Stift anzuspitzen. Dabei fiel der Deckel auf den Boden. Daniel stellte die Dose voller Spähne von mehrmaligem Anspitzen auf den Tisch und bückte sich, um den Deckel aufzuheben. Dabei fiel die Dose auf den Boden und der Inhalt ergoss sich über den Teppich. „Oh nein!“, rief der arme Daniel. „Heute ist echt mein Pechtag!“ Die Dame, die die Kinderstunde hielt, versicherte, das sei nicht so schlimm und man könne das am Ende der Stunde aufsaugen. Als Daniel kurz darauf noch die Miene eines Bleistiftes abbrach, wiederholte er erneut: „Also heute ist wirklich mein Pechtag!“ Die Dame wollte es nicht so weiter laufen lassen und warf ein: „Überhaupt nicht! Heute ist dein Glückstag!“ „Warum?“, fragte der Junge verwundert. „Heute ist Saft über dein Handy gelaufen. Aber jemand hat es gerettet. Das ist Glück. Dann ist nur die Dose vom Spitzer runtergefallen, was man aufsaugen kann. Aber kein Glas mit Saft auf den Teppich. Und dass ein Bleistift abbricht, ist kein Weltuntergang. Alles halb so wild! Heute ist ein guter Tag! Heute ist dein Glückstag!“ Oft ist es die Frage, mit welcher Betrachtungsweise wir an die Dinge herangehen. Bleiben wir dankbar.
Es wurde noch ein sehr schöner Kindergottesdienst. Am Schluss meinte Daniel: „Das war heute aber eine schöne Kinderstunde!“

P. S.: Zwei Sonntage später trug der heldenhafte Junge wieder das MarkenT-Shirt beim Besuch der Kirche. Es war kein Flecken von Saft mehr darauf zu sehen. Er traf den Handybesitzer auf der Treppe. Dessen Mobiltelefon ging immer noch tadellos. Das Leben war schön.

Die kleinen Berichte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

Sauer eingelegt

Sauer eingelegt

Kennen Sie das auch noch, wenn die Gurken im Garten heranreiften, hieß es sie rechtzeitig zu ernten, um sie sauer einzulegen. Mit der richtigen Mischung der Gewürze, konnte man sich einen guten Wintervorrat einlegen. Ganz besonders schmackhaft sind auch die Senfgurken.
Wie sieht es jedoch aus, wenn wir sauer sind. Nicht unser übersäuerter Magen, sondern unsere Stimmung, die wir dann auf andere loslassen. Mit unserer schlechten Stimmung erzeugen wir bei unserem Gegenüber mitunter erschrecken. Man wundert sich über völlig übersteigerte Reaktionen auf eine belanglose Frage. Muss das sein? Können wir unsere Stimmung nicht im Griff haben? Zugegeben, es ist nicht einfach, wenn wir uns gerade mächtig über eine Ungerechtigkeit ärgerten, unseren Frust nicht über dem Nächstbesten auszuschütten. Aber richten wir hiermit nicht noch mehr Unrecht an, da dies meist den Falschen trifft. Unrecht ist nie gut, egal wen es trifft. Dagegen anzugehen ist nicht immer leicht und man macht sich selten Freude damit. Trotzdem sollten wir es versuchen. Auch Jesus setzte sich zu Lebzeiten auf der Erde für die Benachteiligten ein, für diejenigen die Unrecht litten. Trifft es uns wieder einmal, dass wir durch und durch sauer sind, weil wir uns ungerecht behandelt fühlen, versuchen wir doch den Weg in die Einsamkeit zu gehen, uns ein paar Minuten der Stille und des Gebetes zu gönnen, bevor wir anderen Unrecht zufügen, auch wenn dies nur mit unbedachten Worten geschieht.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

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Am Lagerfeuer

Am Lagerfeuer

Klaus freute sich seit Wochen auf das Pfadfinderlager. Das erste Mal alleine fort von daheim. Im Anschluss würde er mit den Eltern gemeinsam in den Urlaub fahren. Welche eine schöne Zeit lag vor ihm!
Wie schnell vergingen dann die Wochen! Viel hatte die Gruppe miteinander erlebt. Nun war für den heutigen Abend ein Lagerfeuer angesagt. Dieser Abend war der Abschluss einer schönen Zeit. Dem Jungen gefielen besonders die Lieder, die sie gemeinsam sangen. Aus voller Brust stimmte er mit ein. Als der Abend zu Ende ging, sagte er zu Peter: „Mir werden die Lieder fehlen. Es tat so gut mit euch zu singen.“ „Ich singe auch sehr gerne. Oft am Tage, einfach so vor mich hin. Darum bin ich auch bei unserer Gemeinde im Kinderchor. Das macht Spaß! Ich freue mich immer schon auf diese eine Stunde in der Woche“, entgegnete Peter. Klaus spürte sofort, das wäre auch was für ihn. „Kann da jeder mitmachen?“, erkundigte er sich bei Peter. „Ich nehme dich einfach beim nächsten Mal zur Probe mit, dann werden wir ja sehen, was Holger, unser Chorleiter dazu sagt“, schlug er vor. In Klaus war ein Licht angegangen, er strahlte förmlich vor Begeisterung und sang gleich noch einmal so kräftig mit. „Mit unseren Liedern wandert unser Dank direkt zu Gottes Herz“, sagte Peter zum Abschied und Klaus stimmte ihm zu. Schon bald jubelten die Jungen gemeinsam im Chor.

(c) Christina Telker

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Klimaschutz

Klimaschutz

Die Erde wird heißer, die Dürren größer und die Überflutungen durch geschmolzenes Polareis höher. Jeder ist gefragt zu überlegen, ob er nicht etwas dazu beitragen kann, den Vorgang zu drosseln. Wenn alle sich gemeinsam bemühen, kann etwas erreicht werden. Die Frage ist immer die gleiche: Wo kann ich in meinem Leben noch etwas an Energieerzeugung einsparen? Nachfolgend nur ein paar Denkanstöße, die beliebig erweitert werden können:

Kann ich:

– Weniger mit dem Flugzeug fliegen und mehr Urlaub in der Nähe machen?
– Etwas langsamer auf der Autobahn fahren?
– Fahrgemeinschaften bilden?
– Eher laufen oder das Fahrrad nutzen?
– Wasch- und Spülmaschinen erst anwerfen, wenn sie auch voll sind bzw. nicht nur für ein paar Teile?
– Licht und Ventilator nur in dem Raum anlassen, wo ich mich auch aufhalte?
– Im Winter weniger heizen und statt dessen wärmere Sachen anziehen?
– Etwas kürzer duschen?
– Mehr gebrauchte Sachen kaufen und weniger neue?
– Vielleicht sogar insgesamt ein paar Dinge weniger kaufen? Es muss ja doch nicht immer der neueste Schrei sein…
– Abgelaufene Lebensmittel mitunter eventuell noch essen? Sie sind oftmals weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrbar (Prüfen durch ansehen, riechen, schmecken).
– Frisches Leitungswasser trinken statt solches aus schweren Glasflaschen von weit her oder aus Plastikflaschen, die womöglich Plastikpartikel abgeben?
– Auf Strohhalme und Einweggeschirr verzichten?
– Toilettenpapier aus Recyclingmaterial, Recyclingpapier und generell Recyclingprodukte bevorzugen?
– Ausstopfbare Pocketwindeln heranziehen, wenn bei den Kids mal nur ein kleines Geschäft zu erwarten ist?
– Mit dem Rauchen aufhören? Oder zumindest meine Kippen nicht mehr überall hinwerfen (z. B. am Strand, wo sie tonnenweise ins Meer geraten), sondern per Aschenbecher entsorgen? Geht gar nicht: die heißen Kippen aus dem Autofenster auf trockenes Gras zu werfen!
– Zu Silvester auf Feuerwerkskörper verzichten und statt dessen für einen guten Zweck spenden?
– Die Rückseiten von Briefumschlägen noch als Notizpapier benutzen?
– Bin ich immer noch nachlässig beim Trennen von Glas und Papiermüll, bzw. werfe solches noch öfter in den Hausmüll statt in die Sammelcontainer?
– Gehöre ich gar zu den Leuten, die ihren Müll noch an den Wegesrand schmeißen?
– Vandalismus wie z. B. durch Graffitisprayer: Bitte aufhören, anderer Leute Wände zu besprühen, was aufwendige Renovierungen zur Folge hat.

Auch wenn es nicht immer direkt große Einsparungen sind: Sie summieren sich trotzdem, denn „Kleinvieh macht auch Mist.“ Denken Sie nicht: Mir ist alles egal, nach mir die Sintflut! Nach Ihnen sind vermutlich ja noch andere Menschen hier unten. Seien Sie nicht so unverständig, wie die Bibel viele gegen Ende der Welt schildert: „Und den Menschen ward heiß von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben.“ (Offenbarung 16,9) Wenn man Gott lästert, wie will man dann vor ihm bestehen, wenn man einmal vor ihm erscheint? Dies geht wahrhaftig nur, wenn man schon zu Lebzeiten Buße für seine Ungeschicktheiten getan hat. Christus vergibt uns gerne, wenn wir es aufrichtig meinen, er hat für unsere Schuld am Kreuz gesühnt. Bitten Sie ihn auch, Sie in allem zu versorgen und vergessen Sie das Danken dabei nicht. Richten Sie sich jedoch darauf ein, dass es wärmer wird und überlegen Sie sich, wie Sie die heißen Monate so gut wie möglich überstehen können. Und lassen Sie den Kopf nicht hängen, es nützt nichts, wenn Sie sich zermürben! Schalten Sie ihn ein und machen mit Verstand das Beste aus Ihrem Tag (In Wüstenländern ist es noch heißer)! Wenn nun alle eine Klimaanlage für ihr Haus anschaffen, ist das sicher auch nicht umweltfreundlich. Aber vielleicht hilft ein kaltes Fußbad (mit dem Wasser dann den Garten gießen), morgendliches Lüften und zeitiges Schließen der Fenster vor dem Einsetzen des Tageshitze, etwas Wasser auf die Ärmel träufeln, Pausen einlegen, Eiswürfel im Getränk…

Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt
und des Zuversicht der Herr ist!
Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt
und am Bach gewurzelt.
Denn obgleich eine Hitze kommt,
fürchtet er sich doch nicht,
sondern seine Blätter bleiben grün,
und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt
sondern er bringt ohne Aufhören Früchte.

Die Bibel: Jeremia 17, 7-8

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Kleine Berichte

Spaß am Leben

Auf einem großen Krankenhausgelände traf eine Frau einen Blinden, der mit einem Stock versuchte, eine belebte Straße zu überqueren. Die Dame fragte den Mann, wohin er wolle. Der Herr nannte ein Verwaltungsgebäude und erwähnte, er arbeite dort. Die Frau wunderte sich darüber, dass er als Blinder noch einer Tätigkeit nachging und erkundigte sich, was er denn dort täte. „Das Einzige, was ich noch kann. Ich arbeite am Computer, der hat ein Sprechprogramm.“ Der Herr ließ sich gerne von der Dame zum gewünschten Gebäude lotsen. Unterwegs stellte die Helferin fest, dass der Mann doch sicher nicht mehr arbeiten müsse, wenn er nicht wolle. „Ich könnte morgen aufhören,“ entgegnete der Blinde. „Aber solange es noch Spaß macht…“
Wie viele gesunde Menschen lassen zahllose Gelegenheiten, Sinnvolles zu tun, verstreichen und sind oft sogar unglücklich. Doch dieser Mann schöpfte Lebensfreude daraus, etwas Gutes tun zu können. Erstaunlich, wie viele Kranke, Arme oder mit Schwierigkeiten Kämpfende trotz ihrer Umstände zufrieden sind und angeben, sie hätten Spaß. Manches ist wohl auch eine Frage der inneren Einstellung. Wie mal jemand sagte: „Es ist, wie es ist. Aber es wird, was wir daraus machen.“

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Bei manchen Menschen

Bei manchen Menschen fragt man sich erstaunt, wie sie mit harten Tagen fertig werden, und in Hoffnung freuen und Trübsal ausharren, geduldig ihr Leid tragen hier auf der Erde. Und will man hinter dies‘ Geheimnis kommen, dann sieht man gleich ihr tiefes Gottvertrauen; durch Demut und Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber hat sich da im Herzen große Kraft gesammelt. Gott hat an solchen Leuten Wohlgefallen, sie sind durch Jesus stark mit Gott verbunden. Er macht sie reich an Glauben und Vertrauen. Er segnet ihren Weg, der in Sein Reich sie führt.

Helene Redekop

Verschiedene Gerichte

Es gibt solche und solche Gerichte. Zum Beispiel Nudelgerichte und Pizzagerichte mag ich sehr. Überhaupt viele Gerichte eigentlich. Super, wenn sie mit Liebe gekocht und schön angerichtet sind. Doch wie ist es mit den ganz anderen Gerichten, wo man vor dem Richter steht und ein Urteil gesprochen wird? Bekommt man da Recht, einen Freispruch oder gar eine Strafe? Schlecht, wenn man da was angerichtet hat. Und dann gibt es noch das Jüngste Gericht, wo Gott alle Menschen entsprechend ihrer Taten belohnen oder bestrafen wird (Matthäus 25,31-46). Hierzu las ich kürzlich noch einmal einen Vers über Jesus, an dem ich immer wieder hängen bleibe, wenn ich darauf stoße: „Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ (Johannes 3,18) Solch einen Absolutheitsanspruch habe ich bisher nur bei Christus vernommen. Und welch ein Segen liegt im Glauben an ihn!

Johannes 3 18

Ernten ohne Aufhören

Nachdem ich mich einmal ziemlich viel für andere eingesetzt hatte, war irgendwie etwas die Luft bei mir raus. Da stieß ich in meiner täglichen Bibellese auf den Vers von Paulus: „Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ (Galater 6,9) Ich grinste. Ernten ohne Aufhören? Belohnung ohne Ende dort oben im Himmel? Das wusste ich zwar, doch die erneute Erinnerung daran klang in diesem Moment besonders attraktiv. Motiviert ging ich wieder ans Werk.

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Zitate über den Heiligen Geist

Zitate über den Heiligen Geist

Zu Pfingsten geschah die Erfüllung der Jünger Jesu mit Gottes Heiligem Geist. Dieses Ereignis ist in Apostelgeschichte 2 in der Bibel nachzulesen. Bis heute wirkt der Heilige Geist und möchte, dass Menschen ihr Leben bereinigen und ihn einladen, in ihr Herz einzuziehen. Verbleiben wir wie die ersten Jünger im Gebet und im Warten auf ihn, bis er auch uns erfüllt hat. Und wenn wir merken, dass sein Wirken in uns nachlässt, bitten wir ihn wieder um eine neue Erfüllung. Nachfolgend einige Zitate über den Heiligen Geist:

William Booth: Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren, die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, folgende sind: eine Religion ohne den Heiligen Geist, eine Christenheit ohne Christus, eine Vergebung ohne Buße, eine Erlösung ohne Wiedergeburt, eine Politik ohne Gott und ein Himmel ohne Hölle.

Im fernen Osten gibt es eine Sage, die erzählt, ein Mann habe seinem einzigen Sohn als Erbteil drei Gläser, mit wunderbarem Wasser gefüllt, hinterlassen. Würde dieses Wasser nacheinander auf einen leblosen Körper ausgegossen, so werde das Leben wieder zurückkehren. Nach Jahren starb der Sohn. Vor seinem Ende gab er dem Diener genaue Anweisung, was er zu tun habe, um seinen toten Herrn wieder zum Leben zu erwecken. Er goss also das Wasser aus dem ersten Glas über den toten Herrn aus, und siehe da, der Tote schlug die Augen auf. Dann goss er das zweite Glas über ihn aus, und siehe, der vorher Tote richtete sich auf und rief: „Gieße aus, gieße aus das dritte Glas!“ Da packte das Entsetzen den Diener. Er ergriff das Glas, zitterte aber so heftig, dass er es fallen ließ. Da sank der Mann auf sein Lager zurück und war wiederum eine Leiche.
Diese drei Gläser sind ein treffendes Bild der drei Artikel unseres christlichen Glaubens. Es gibt viele, die an den Schöpfer und an den Erlöser glauben, aber solange der Glaube an den Heiligen Geist fehlt, fehlt das Leben. Der Heilige Geist allein vermag die geistlich Toten zu neuem, wahrem Leben zu erwecken.
Quelle: Neues und Altes

C. H. Spurgeon: Der Lehrer bereitet sich vor auf seine Lektionen; aber bereitet er sich dadurch vor, dass er die Kraft des Heiligen Geistes sucht? Der Prediger studiert seinen Text, aber fleht er auch um die Leitung des Heiligen Geistes? Ich fürchte, das diese geistliche Befähigung, die wesentliche von allen, oft unbedacht bleibt. Dann erbarme sich der Herr über uns! Der Soldat könnte eher ohne Gewehr oder Schwert und der Artillerist ohne Pulver in die Schlacht ziehen, als das wir versuchen könnten, eine Seele zu gewinnen, ohne die Kraft des Heiligen Geistes zu erfahren. Wenn unsere Tätigkeit irgendwelches Resultat haben soll, so muss das gelehrte oder gepredigte Wort von göttlicher Kraft begleitet werden und diese Kraft muss der zuerst erfahren, der das Wort zu andern redet.

Stimme des Heiligen Geistes missachtet

Ein junger Gläubiger war als Vizefeldwebel zur Dienstleistung eingezogen. Eines Nachmittags zum Schießdienste kommandiert, traf er eine halbe Stunde zu früh an den Scheibenständen ein und betrat daher ein dort gelegenes Gartenlokal, um vor Beginn des Dienstes eine Tasse Kaffee zu trinken. Er saß noch nicht lange da, so kam ein Leutnant desselben Bataillons, der sich ebenfalls Kaffee bestellte und sich an denselben Tisch setzte.
Der Vizefeldwebel verspürte einen mächtigen Trieb, dem junge Offizier ein Wort von der rettenden Gnade zu sagen, die in Christus zu finden ist. Es sprach in seinem Innern: „Sage es ihm; bezeuge ihm das Evangelium!“ Indessen sein Verstand sprach dagegen: „Es ist ja nur so kurze Zeit; was soll er denken; er ist ja dein Vorgesetzter!“ usw. Bald war die Zeit verstrichen – man stand auf, und das Schießen auf dem Scheibenstande begann. Nach beendetem Dienste ging der Vizefeldwebel nach Hause.
Als er am nächsten Morgen den Kasernenhof betrat, war das erste, was er hörte: „Wissen Sie schon, der Leutnant X. hat sich in der Nacht erschossen!“ Es war jener Offizier, welchem der Jünger Jesu noch einmal die Gnadenbotschaft hatte sagen sollen. Es war die Stimme des Heiligen Geistes gewesen, welcher den sonst so treuen Bekenner seines Herrn mit dieser Botschaft beauftragen wollte.
D. Witt

Die Lehre, die von oben herab kommt durch das Einsprechen des Heiligen Geistes, ist viel edler als diejenige, die vom Menschenverstande durch große Arbeit erlernt wird.
Johann Arndt

Stille ist die Arbeitszeit des Heiligen Geistes.
P. Hahne

Beten ist für uns das, was das Atmen für die Lungen ist. Das Ausatmen befreit uns von der verbrauchten Luft, das Einatmen gibt uns frische Luft. Ausatmen bedeutet bekennen. Einatmen bedeutet, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden.
Corrie ten Boom

Lieber Gott, gib uns den Heiligen Geist, der das gehörte Wort in unsere Herzen schreibe, so dass wir´s annehmen und glauben und uns seiner in Ewigkeit freuen und trösten.
Martin Luther

Vielen Dank an das Evangeliums.net für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe der Zitate.

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Kleine Impulse

Der Zettel im Glas

Auf einer christlichen Kinderfreizeit wurden an einem der letzten Tage verschiedene Stationen angeboten. Auf einem der Tische stand ein Glas, das kleine Zettelchen mit Bibelversen enthielt, von denen man sich eins ziehen konnte. Ein Junge ohne christlichen Hintergrund hatte an der Freizeit teilgenommen und zog nun ebenfalls ein Papierchen. Er lief ganz aufgeregt zu einer der Betreuerinnen und berichtete, dass er aus dem Glas einen Zettel geholt hätte, der ganz anders aussah als die anderen Papierstücke. Die Frau versuchte, ihn zu beruhigen und erkundigte sich, was denn auf seinem Blatt stünde. Der Junge sagte, es seien die Worte gewesen: >>Du musst dich selbst entscheiden.<< Aber er hätte das Gefühl gehabt, den Zettel wieder ins Glas legen müssen.
Der Junge war sichtlich bewegt und meinte, das wäre die größte Entscheidung seines Lebens. Er dachte noch eine längere Zeit nach und ging dann irgendwann zu einer der Verantwortlichen, um ihr anzuvertrauen: „Ich habe mich entschieden. Ich will jetzt auch ein Freund von Jesus sein.“ Man fragte alle Mitarbeiter, wer den Zettel ins Glas gelegt hatte, doch niemand gab an es gewesen zu sein. Bis heute weiß man nicht, wie das Papierstück ins Glas gekommen ist und es war auch nicht mehr darin zu finden.

Loslassen

Eine Frau hatte viele Gebetsanliegen. Einige wurden auch erhört. Ein großer Teil jedoch nicht und wieder andere ihrer Bitten wurden zwar erhört, kamen aber zusammen mit negativen Begleiterscheinungen, die viel Freude an den Erhörungen nahmen. Schließlich fragte sich die Dame, warum das so sei. Sie stellte fest, dass sie Gott immer nur ihre Wünsche äußerte, jedoch innerlich Schwierigkeiten hatte, ihm ganz das Steuer zu überlassen. Sie fürchtete das Gebet: „Dein Wille geschehe.“ Was, wenn Gott Dinge wollte, die sie nicht wollte? Ein paar Jahre waren so ins Land gezogen. Doch nach einigen Erhörungen mit negativem Beigeschmack beschloss die Dame, ihre Wünsche Gott zwar auch in Zukunft mitzuteilen, diese jedoch von nun an seinem Willen zu unterstellen. Gott durfte nun auch anders entscheiden, wenn er es so für besser hielt. Letztlich sollte es ab jetzt nach seiner Weisheit gehen. Zumindest konnte sie es ja einmal eine Zeit lang so versuchen. In Gedanken zog sie sich einen unsichtbaren Sturzhelm auf und stellte sich auf eine Vielzahl an Ereignissen ein, die sie eigentlich nicht wollte. Statt dessen geschahen erstaunliche Dinge in Bereichen, in denen sie bisher mit Gebet nicht viel hatte erreichen können.
Seit längerem bereits führte die Dame ein „Wunderbuch“, in dem sie besondere Gebetserhörungen festhielt nach dem Motto: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2) Nun kam sie kaum noch nach damit, die vielen Hilfen Gottes, die sich neuerdings bei ihr und in ihrem Umfeld zeigten, einzutragen. Sie konnte es kaum fassen und das Bibelwort kam ihr in den Sinn: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ (Jeremia 29,11)

Überwinden

Es war noch vor der Zeit der Computer: Ein Missionar war weit fortgeschritten mit der Übersetzung der Bibel in eine fremde Sprache. Da erlitt er Schiffbruch und alle seine Unterlagen versanken. Nur eine Bibel wurde ans Land gespült – Zufall? Er ließ sich nicht entmutigen und begann von vorn.
Ein Sänger mit der Stimme eines Engels sang Lieder für Gott und erreichte viele mit der Botschaft der Liebe Christi. Irgendwann wuchs ein Knoten auf seinen Stimmbändern und zwang ihn zur Op. Sie gelang, so dass er wieder singen konnte. Sein Zeugnis: „Gott ist erstaunlich.“
Ein Mann war bereits über dreißig Jahre Christ und engagierte sich ebenso lange in unterschiedlichen Bereichen von Kirchen. Er erlebte, wie ein Pastor sich mit Kasse und Sekretärin aus dem Staub machte oder wie eine Gemeinde sich wegen Vorhängen zerstritt. Doch er verließ die Kirche nie völlig und arbeitete weiter mit ganzem Herzen mit. Als man ihn darauf ansprach, dass er sicher Anlass gehabt hätte zu gehen, meinte er nur: „Mein Glaube beruht nicht auf Menschen, er beruht auf dem Herrn.“
Ein Missionskrankenhaus hat immer wieder schwere Kämpfe um Zulassungserlaubnisse, Gelder, neidische Sticheleien etc. zu bestehen. Doch sie hören nicht auf. Hunderttausende Patienten werden behandelt, viele erfahren dazu noch vom Friedensevangelium Christi. Es ist nur zu ahnen, was hier vollbracht wurde, weil Menschen nicht aufgaben.
Berufungen Gottes stehen durchaus in der Gefahr, angegriffen zu werden. „Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat.“ (Paulus in Römer 8,37) „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ (Römer 12,21)

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Eine Geschichte zu Palmsonntag

Eine Geschichte zu Palmsonntag

Jafar war mit seiner Mutter zu Beerdigung gekommen. Die Mama und alle Leute weinten sehr um ihren Verwandten Lazarus und noch mehr um seine Schwestern Martha und Maria, die ab jetzt ohne ihren Versorger auskommen mussten. Es war sehr schlimm für sie, denn nun musste jemand die Schwestern zu sich nehmen, das bedeutete vielleicht das Haus zu verlieren und im fremden Haus Dienerinnen zu sein. Und dann erlebte Jafar etwas Großartiges, Wunderbares.
Lazarus, der schon seit vier Tagen begraben war, lebte wieder, weil ein Mann mit Namen Jesus ihn auferweckt hatte. Es herrschte eine unbeschreibliche Begeisterung unter den vor Kurzem so untröstlichen Gästen. Alle weinten vor Freude, umarmten sich und auch Martha und Maria. Lazarus konnte nicht so richtig verstehen, was mit ihm passiert war. Er war im Mittelpunkt des Geschehens und schaute etwas verwirrt aus, dann lachte und weinte auch er mit den anderen.
Man erzählte dann so Manches über diesen Jesus – Er hatte so viele Leute gesund gemacht; die Blinden konnten sehen, die Tauben hören, Gelähmte gehen.
Er hatte sogar die vielen Leute, die Ihm in der Wüste folgten, mit Brot und Fischen gespeist.
Er konnte dem Wind befehlen aufzuhören zu wehen und die hohen Wogen auf dem See hatte Er gestillt.
Es kamen immer mehr Menschen zum Haus des Lazarus, alle wollten das Wunder der Auferstehung sehen.
Und auch immer öfter hörte der kleine Jafar, dass die Leute Jesus zum König über ihr Land haben wollten. Dies würde ein sorgenloses Leben bedeuten. Jesus würde aus dem Nichts Brot schaffen und auch hart arbeiten müssten sie unter so einem Herrscher nicht mehr. Es würde keine Kranken geben und keiner müsste sterben, weil Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben!
Die Stürme würde Jesus ableiten und auch die Römermacht vernichten.
Die Menschen glaubten jetzt: Jesus ist allmächtig. So einen König brauchten sie!
Der Ort Bethanien, wo dieses sich ereignete, lag in der Nähe von Jerusalem und der Wunsch von vielen war, dass Jesus in die Hauptstadt einzog und die Macht an sich nahm. Also warteten auch Jafar und seine Mutter mit Spannung darauf, was nun weiter geschah.
Jafar hatte verstanden, dass Jesus sogar aus schlimmen Dingen etwas Gutes machen kann. Er hatte Jesus lieb gewonnen und freute sich, als seine Mutter beschloss, Jesus mit der Menge nach Jerusalem zu folgen. Er jauchzte mit allen zusammen: „Hosianna* dem Sohne Davids!“ und sammelte Palmenzweige, um sie vor Jesus auf den Weg zu legen. So einem König wollte er dienen!!!
Als Jafar dann hörte, dass Jesus gekreuzigt war, dass Er starb, war er sehr enttäuscht von Jesus, weil er geglaubt hatte, dass Jesus nie sterben würde. Es wurde in seinem Herzen ganz dunkel, er glaubte nicht mehr an Jesus … aber Jesus sah sein Herz, Er hat ja mit dem Sterben nicht aufgehört allmächtig zu sein, nur Jafar wusste es noch nicht. Jesus hat den Tod besiegt und damit auch alles Finstere, wenn es sogar tief im Herzen versteckt ist.
Als Jafar dann 13 Jahre alt wurde, begegnete er einem Christen, der dem verbitterten und traurigen Jungen die freue Botschaft von der Auferstehung Jesu erzählte.
Jafar war froh und beschämt zugleich. Er hatte ja genau so gehandelt, wie die meisten Leute in Jerusalem – erstmal mit allen zusammen „Hosianna“ gerufen und dann mit seinem Benehmen, mit seinem Unglauben, Trotz, und Ungehorsam in gewisser Weise Jesus gekreuzigt, obwohl er das nicht auch laut geschrien hatte.
Jafar bat Jesus um Vergebung und lud Ihn ein, in seinem Herzen zu wohnen. Seitdem ist es nicht mehr finster in seinem Herzen, weil da, wo Jesus wohnt, ist immer Licht! Aus dem kleinen Jungen ist ein brennender Christ geworden, der jedem, dem er begegnet, die frohe Botschaft über seinen Retter erzählt.

H. Redekop

*Hosianna bedeutet: „Rette doch“, oder „Rette den König“

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Den biblischen Bericht von Lazarus in Johannes 11 nachlesen, die Geschichte von Palmsonntag in Johannes 12,12-19. Hier gibt es ein Interview mit Lazarus. Alle Artikel über Palmsonntagstexte oder der Kategorie Palmsonntag untereinander. Artikel zu Bastelideen zu Palmsonntag, Ausmalbildern zu PalmsonntagPalmsonntagskarten, Palmsonntagsfilmen, Palmsonntagsrätseln, Palmsonntagsrollenspielen und Palmsonntagsliedern.

Das geschah zu Ostern – für mich

Das geschah zu Ostern – für mich

Eine Missionsärztin erzählte einmal:
Aus einem weit entfernten Dorf waren nacheinander eine ganze Reihe kranker Frauen und Mädchen in unserem Hospital in der Hauptstadt gewesen. Und schon längst hatte ich den Wunsch, diese kleine Schar einmal aufzusuchen, aber immer wieder stellten sich mir Hindernisse in den Weg.
Nach drei Jahren gelang es mir endlich, meinen Plan auszuführen. Aber ich war ein wenig bange: Würden die Dorfleute in der langen Zwischenzeit nicht alles vergessen haben, was sie im Hospital von Jesus, dem Heiland der Welt, gelernt hatten?
Die Dorfbewohner empfingen mich mit großer Freude und sammelten sich um mich. Nach einer ausführlichen Begrüßung fragte ich eine alte Frau: „Weißt du noch, was du bei uns gelernt hast?“
„Nein, das ist schon so lange her.“
„Weißt du nicht mehr, wie Jesus die Kranken heilte?“ – „Nein, das habe ich längst vergessen.“
„Aber von dem Blinden, dem Jesus die Augen auftat, weißt du doch noch?“ – „Nein, ich weiß gar nichts mehr.“
„Weißt du auch nicht mehr, wie Er die Hungernden in der Wüste speiste?“ – „Nein, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.“
„Weißt du auch nichts mehr vom Sterben des Heilandes?“ – „O doch!“, rief sie glückstrahlend, „das weiß ich: Er ist für mich gestorben, Er hat sein Blut für meine Sünden dahingegeben! Das werde ich niemals vergessen.“

Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl.
1. Petrus 1,18-19

Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

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