Moderne Religionen im Test

Moderne Religionen im Test

Was für ein Wirrwarr! So viele verschiedene Religionen! Und welche ist denn nun die Richtige? Hier sind die modernsten Religionen im Test.

Die Ich-Religion

Das häufigste Wort am Telefon ist schon seit Langem …? „Ich!“
Das zeugt natürlich von unserem tiefsten inneren Bedürfnis, wahr genommen zu werden. Wir dürfen uns selbst ja auch lieben. Denn wie sollen wir den Nächsten lieben können, wenn wir uns selbst nicht lieben? Allerdings tritt der Nächste in dieser Zeit zunehmend in den Hintergrund. Und so heißt es heute bei vielen: „MEIN Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Denn MIR sei die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ (Die) A(r)MEN!

Die Sofort-Religion

Früher konnte man an der Kasse noch warten. Mittlerweile muss sofort eine zusätzliche Kasse aufgemacht werden. Denn wir müssen hinterher lange am Fernseher sitzen oder  an der Playstation oder oder. Wir wollen alles – und zwar sofort. So heißt es denn auch: Unser tägliches Brot gib uns sofort. Und erlöse uns von dem Bösen (aber sofort). Und so weiter. Und sofort.

Die Gesundreligion

Wer heute etwas gegen gesunde, zuckerfreie und – natürlich – biologische Ernährung sagt, läuft Gefahr, umweltfreundlich gesteinigt zu werden. Ist ja auch was Gutes dran am gesunden Leben. Aber wenn Gesundheit zur Religion wird, kann das regelrecht in Stress ausarten, der einem auf den Magen schlägt. Fazit: Eine positive, entspannte, Gott und dem Nächsten zugewandte Lebenseinstellung ist mindestens ebenso wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.

Die Beauty-Religion

Auch sie ist ein Ableger der Ich-Religion. Denn lieber ordne ich mich doch einem Trend unter als dem Gott, der mich geschaffen hat. Der könnte ja noch von mir wollen, dass ich einen Sack anziehe. Oder wer weiß, was er von mir alles möchte. Den konsultiere ich eigentlich lieber, wenn ich was von ihm will. Aber erst mal muss ich mir noch die neusten Klamotten besorgen. Denn so wie XY will ich ja nun wirklich nicht herumlaufen. Da stellt sich die Frage: „Sollten wir nicht wieder mehr Wert auf innere Schönheit legen?“

Verschiedene weitere Religionen

Viele Worte könnten hier noch verloren werden über die Geldsammelreligion, die Viel-Wissen-Religion, die Alles-ist-erlaubt-Religion, die Ich-brauch-den-Kick oder Nervenkitzelreligion, die Alles-andere-nur-bloß-nicht-Gott-Religion, die Ich-lass-mir-nichts-gefallen-Religion, die Ich-schaff-das-ohne-Gott-Religion und unzählbare weitere Religionen. Bestimmt fallen Ihnen noch welche ein. Im Grunde sind dies alles Ableger der Ich-Religion. Doch können hier leider nicht alle behandelt werden.

Die Einfach-Gott-Religion

Warum es nicht einmal (wieder mehr) mit Gott versuchen? Etwas weg von mir und hin zu dem, der uns erschaffen hat, weil er mit uns leben wollte.
Wie man übrigens leben soll, kann man ganz einfach dem Neuen Testament entnehmen. Die Bibel ist schließlich immer noch das meistverkaufte Buch der Welt. Und dort steht auch alles über Christus, den Sohn Gottes, der für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. Wir können mit allen Dingen im Gebet zu ihm kommen. Er hört uns gerne. Denn: wie der Vater, so der Sohn. Das nenn ich Religion!

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Der Stern von Bethlehem

Der Stern von Bethlehem

Eine morgendliche Begegnung im Zug: Zu meiner Rechten saß ein junger Mann und studierte interessiert die Horoskopspalte in der Morgenzeitung. Was er dort las, schien ihm sehr zu gefallen, denn er riss den Teil, der mit „Skorpion“ überschrieben war, sorgfältig aus. Auf einmal redete er mich an: „Möchten Sie auch Ihr Horoskop lesen, oder soll ich es vorlesen? Unter welchem Sternzeichen sind Sie geboren?“ „Das ist nicht notwendig“, antwortete ich. „Mein Leben steht unter dem Schutz des besten Sterns von allen, des ‚Sterns von Bethlehem‘.“ Er schaute mich verwundert an. Ich fuhr fort: „Kennen Sie nicht die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland? Von ihnen sagt die Bibel: ‚Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude.‘ Als mein Leben unter diesen Stern kam, mit anderen Worten, als ich Jesus Christus kennenlernte, nahm Er mein Leben unter seine Führung. Nun brauche ich kein Horoskop mehr. Das ist doch alles ‚Hokuspokus‘ und hat keine Bedeutung.“ Der Mann stand auf und sagte: „Und Sie glauben immer noch an Gott, heute in unserer Zeit?“ – „Wir leben in derselben Zeit, nicht wahr“, erwiderte ich, „und doch vertrauen Sie dem Horoskop und folgen diesem gefährlichen, längst widerlegten Aberglauben!“ Beim Abschied brachte ich das Gespräch wieder auf Christus: „Wie wollen Sie einmal vor Gott bestehen, wenn Sie nicht durch den Glauben an Christus gerechtfertigt sind? Stellen sie doch Ihr Leben unter die Herrschaft des ‚Sterns von Bethlehem‘. Jesus Christus starb auch für Sie und will heute noch Ihr Erretter und Herr werden.“

Silhouette illustration of Three Kings from the East

Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Und hier einmal ein biblisches Horoskop. Alle Artikel zu Weihnachtstexten (Geschichten, Gedichte etc.) untereinander. Alle Artikel zu Weihnachtskarten und Bildern. Alle Artikel zu Weihnachtsfilmen. Alle Artikel zu Weihnachtsbastelideen, Ausmalbilder zu Weihnachten oder über Adventskalender. Alle Artikel zu Weihnachtsliedern. Alle Artikel zu Weihnachtsrollenspielen. Alle Artikel zu Weihnachtsquizzen.

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Eine sehr direkte Frage

Eine sehr direkte Frage

Felix Neff, ein Prediger des Evangeliums, kam gern ohne Umschweife auf das Anliegen zu sprechen, das ihm am Herzen lag. In Lausanne glaubte er einmal von hinten einen Mann zu erkennen, mit dem er schon oft vom Herrn Jesus Christus gesprochen hatte. Er beschleunigte seine Schritte, holte ihn ein, legte ihm die Hand auf die Schulter und fragte: „Wie steht es um Ihre Seele?“ Der Angeredete wandte sich um, und Neff erkannte, dass er sich geirrt hatte. Er entschuldigte sich und ging weiter. Vier Jahre später kam am Ende einer Versammlung, die Neff gehalten hatte, ein Mann auf ihn zu und sagte: „Ich schulde Ihnen großen Dank.“ Neff sah ihn ganz erstaunt an. Der Mann fuhr fort: „Erkennen Sie mich nicht wieder? Sie haben mir einmal aus Versehen die Frage gestellt: ‚Wie steht es um Ihre Seele?‘ Diese Worte drangen wie ein Pfeil in mein Gewissen. Sie ließen mich nicht wieder los. Da bin ich schließlich mit der Last meiner Sünden zum Herrn Jesus gegangen. Ich habe sie Ihm offen bekannt; und ich weiß, dass Gott sie mir vergeben hat.“ Wie steht es um meine Seele? – Darüber sollte sich jeder noch heute Gewissheit verschaffen. Vielleicht war uns der Gedanke an Gott bisher unangenehm, und wir sind vor Ihm weggelaufen. Aber einmal wird jeder von uns Gott begegnen, um Rechenschaft über sein Leben abzulegen. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Deshalb diese direkte Frage von Felix Neff, und deshalb der freundliche, aber dringende Ruf des Sohnes Gottes in Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“

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Luther über die Heilige Schrift

„Sie werden alle von Gott gelehrt sein.“ – „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten.“

Johannes 6,45 und 16,13

Georg Spalatin, Hofkaplan des Kurfürsten Friedrich von Sachsen, war ein Freund Martin Luthers. Einmal fragte er Luther, wie die Heilige Schrift am besten studiert werden könne. Mit Brief vom 18. Januar 1518 antwortete Luther ihm: „Bisher hast du, trefflicher Spalatin, nur über Dinge, die in meiner Macht sind, angefragt. Aber dich bei dem Studium der Heiligen Schrift anzuleiten, übersteigt meine Kräfte. … Willst du aber durchaus mein Verfahren kennenlernen, so will ich es dir nicht verheimlichen. Es ist vor allem gewiss, dass man die Heilige Schrift weder durch Studium noch durch den Verstand begreifen kann; deshalb musst du zuerst mit dem Gebet beginnen. Bitte zum Herrn, Er möge dir in seiner großen Barmherzigkeit das wahre Verständnis seines Wortes geben. Der einzige Ausleger des göttlichen Wortes ist der Urheber des Wortes selbst, wie Er spricht: ‚Sie werden alle von Gott gelehrt sein‘. Hoffe nichts von deiner Arbeit, nichts von deinem Verstande, vertraue allein auf Gott und den Einfluss des (Heiligen) Geistes. Glaube meiner Erfahrung.“
Beispielhaft, diese Ehrfurcht vor Gott und seinem Wort und das Eingeständnis, dass unser Verstand und unsere Kräfte begrenzt sind! Wenn wir in dieser Haltung an die Bibel herangehen und Gottes Wort wirklich befolgen wollen, dann wird Gott uns seine Gedanken und seinen Willen verstehen lassen (Johannes 7,17). Dann haben wir einen zuverlässigen Führer für alle Fragen unseres Lebens. Jesus Christus spricht: „Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen.“ Matthäus 24,35

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Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Weitere Tipps zum Bibellesen und Links zu kostenlosen Onlinebibeln gibt es hier.

Das Licht von Weihnachten

Das Licht von Weihnachten

Er war ein alter Mann gewesen, der schon oft mit Gott gesprochen hatte. Und so wie sein Name, Simeon, >Erhörung< bedeutete, hatte Gott ihm auch öfters Antworten gegeben.
Auch er hatte unter der Besatzung von Israel durch die Römer gelitten, auch er wartete auf den Retter, der seit Langem von verschiedenen Propheten angekündigt war.
Gott musste diesen alten Mann besonders lieben, der sich ihm so geweiht hatte. Denn Gott, der von jeher die Erde nach Menschen durchsuchte, die von Herzen in seinen Wegen gingen, hatte mit seinem Heiligen Geist auch im Herzen Simeons Einzug gehalten.
Wie sehr sehnt Gott sich doch nach offenen Herzen, die bereit sind, nicht an ihm vorbei sondern mit ihm zu leben, und in denen sein Geist Wohnung nehmen kann! Sein Geist, der leitet, tröstet und mit Frieden und Freude erfüllt. Ach, dass mehr Leute ihn im Gebet einladen würden! Welch ein Gewinn wäre dies doch für ihr Leben!
Dem alten Simeon war jedenfalls vom Heiligen Geist die Zusage gemacht worden, dass er nicht sterben würde, bevor er den verheißenen Retter nicht gesehen hätte.
Und eines Tages beauftragte derselbe Heilige Geist Simeon, in den jüdischen Tempel zu gehen.
Dort sah der bejahrte Mann schließlich auch die kleine Familie: ein junges Paar mit ihrem neugeborenen Sohn.
Simeon hatte nichts gewusst von dem Engel Gabriel, der Maria das Baby und dessen Lebenssinn angekündigt hatte. Er hatte auch nicht mit den Weisen aus dem Morgenland gesprochen, die einem Stern einen weiten Weg gefolgt waren, um das außergewöhnliche Kind zu finden. Und er hatte gewiss auch nicht die Hirten getroffen, denen die Geburt des kleinen Jungen durch eine Engelerscheinung mitgeteilt worden war.
Doch jetzt nahm er den Säugling auf seine Arme und sagte: „Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitest hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.“ (Lukas 2,29-32)
Ist das nicht eine seltsame Aussage über dem Leben eines Neugeborenen? Kein Wunder, dass Joseph und Maria erstaunt über diese Worte waren, selbst nachdem sie schon so viele besondere Vorfälle mit dem Baby erlebt hatten. Simeon segnete sie dann und sprach zu Maria, der Mutter unter anderem: „Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird, auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.“
Nach Simeon redete dann noch eine ebenfalls betagte Frau namens Hanna mit der kleinen Familie über die Wege Gottes. Und nachdem man dem jüdischen Gesetz für Neugeborene Folge geleistet hatte, kehrten Joseph und Maria zurück an ihren eigentlichen Wohnort Nazareth.
Einen Heiland für alle Völker, ja, ein Licht, hatte Simeon das Baby genannt. Wie sehr brauchen wir alle doch das Licht! Licht zeigt uns den Weg. Es bewahrt uns vor Furcht. Es wärmt. Es erfreut. Es lässt wachsen. Es verscheucht das Böse. Es sorgt dafür, dass wir uns nicht stoßen.
Und genau diese Dinge sollte also Christus vollbringen: er würde uns den richtigen Weg zeigen, auf dem wir gehen sollten. Er sollte uns vor Furcht bewahren. Er würde unser Herz erwärmen. Er würde uns erfreuen. Er würde uns innerlich wachsen lassen. Er würde uns vor Bösem bewahren, auch davor, Böses zu tun. Ja, seine Engel würden uns oftmals beschützen, dass wir uns nicht stoßen.
Und so wuchs Jesus heran und zog schließlich los, um zu den Menschen zu predigen. Immer wieder versetzten seine Worte die Leute ins Nachdenken. So redete er auch von seiner Mission, Licht zu sein, wie Simeon schon damals von ihm gesprochen hatte: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Oder: „Ich bin gekommen in die Welt ein Licht, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ (Johannes 12,46)
Und dies betraf gleichfalls seine Jünger, die sein Wort weitergaben. So bemerkte er auch ihnen gegenüber: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. Also lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matthäus 5,14-16)
Unzählige Menschen sind seitdem in Jesu Fußstapfen getreten, Licht zu sein. Doch Jesus sagte ebenfalls: „Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges tut, der hasst das Licht und kommt nicht an das Licht, auf dass seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, dass seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.“ (Johannes 3,19-21)
Lassen Sie uns gemeinsam Licht sein! Strahlen Sie hell für andere! Lassen wir uns erleuchten von den Worten Jesu im Neuen Testament und geben wir dieses Licht auch an andere weiter! Öffnen wir unser Herz für Christus und bitten ihn, dass sein Heiliger Geist auch in uns Wohnung nimmt. Dies wird der Schatz unseres Lebens!
Gott sucht auch heute noch nach Menschen wie Simeon, die mit ihm Leben möchten. Jeder ist von ihm eingeladen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

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Der besinnliche Adventskalender

Der besinnliche Adventskalender

Aus Christinas Feder gibt es jeden Tag in ihrem Adventskalender eine neue berührende Geschichte zu den Themen Liebe, Mut, Ausdauer, Hoffnung… Verlockend! Hier der Link:

http://christinasweihnachtsmaerchen.page4.com/197.html

Und nachfolgend Christinas Geschichte zum Hineinschnuppern:

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Engel gehören nicht nur zur Weihnachtszeit, sie begleiten uns durch das Leben. Unser Leben verläuft nicht immer auf geradem Weg. Unerwartet kann es zu Veränderungen in unserer Planung kommen, die wir nicht eingerechnet hatten. Manches Mal hören wir sogar in den Medien die Worte: „Er hatte einen Schutzengel“, oder „Hier hat sein Schutzengel gewacht“, wenn von schweren Unfällen die Rede ist.

Neulich lernte ich eine Frau im Wartezimmer kennen. Wir kamen ins Gespräch. Sie zeigte mir einen kleinen Engel ca 3cm groß, den sie immer als Talisman bei sich trug. „Ich glaube an Engel“, meinte sie. Gleichzeitig betonte sie aber, sie glaube nicht an Gott. Gerne hätte ich über dieses Thema diskutiert, aber es blieb keine Zeit. Ich frage mich, wie geht so etwas? Nicht an Gott glauben, aber an Engel, seine dienstbaren Geister. Es wundert mich dann manchmal, welche Vorstellungen Menschen haben. An ein winziges Teil aus Kunststoff zu glauben, dass es mir hilft, aber an Gott, unseren himmlischen Vater, der die Welt geschaffen hat und sie hält, nicht zu glauben.

Als Christ wissen wir jedoch eins gewiss, Engel sind Gottes Boten. Da ist es ganz gleich, ob wir an einen persönlichen Schutzengel glauben oder nicht. Engel müssen nicht Boten mit Flügeln sein, sie wohnen unter uns. Treten dann in Erscheinung, wenn wir sie am nötigsten brauchen. Auch wir können zu Engeln für unsere Nächsten werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit.

Herzlichen Dank an Christina für so viele wunderbare Texte, die sie schon so liebevoll verfasst hat und dass sie sie so großzügig teilt!

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Der geheimnisvolle König

Der geheimnisvolle König

Es war dieser seltsame Stern gewesen, der die Weisen aus dem Morgenland zur weiten Reise nach Jerusalem getrieben hatte. Die Gefahr von Wegelagerern und wilden Tieren hatte sie nicht zurückhalten können, ebenso wenig wie Zeit, Kosten und Unbequemlichkeiten. Es musste etwas Besonderes sein, dass sie so viel investieren ließ. Sie waren dem Stern gefolgt über Berg und Tal, Gewässer und Hindernisse aller Art. Um das leuchtende Himmelsobjekt nachts sehen zu können, hatten sie auch noch Einbußen an Schlaf in Kauf genommen. Trotzdem war die Stimmung enthusiastisch und die Größe der Erwartung, die sie hegten, von solcher Überzeugung und Wichtigkeit, dass sie voll Wissbegier fragten: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“ (Matthäus 2,1)
Dass es kein Neugeborenes bei ihm gab, versetzte nicht nur den amtierenden König Herodes selbst, sondern die ganze Stadt Jerusalem in regelrechten Schrecken. Welches fremde, unbekannte Kind nur sollte womöglich eines Tages auf seinem Thron sitzen? Und warum wollten die Weisen es anbeten? Denn einem König stand wohl Ehrerbietung zu. Doch Anbetung – war dies nicht etwas, das eigentlich Gott gebührte? Oder sollte dieser Junge vielleicht sogar der von vielen Propheten angekündigte göttliche himmlische König sein, der da soeben sein Erdenleben angetreten hatte? Jedenfalls machte  der Schreiber der originalen biblischen Geschichte sich nicht die Mühe zu berichten, dass die Weisen Herodes angebetet oder ihm Geschenke gemacht hätten.
Dass König Herodes die Sache ernst nahm, konnte man daran erkennen, dass er seinerseits nicht weniger als sämtliche Hohepriester und Schriftgelehrten beorderte und sich persönlich erkundigte, wo Christus, der (mit Gottes Geist) Gesalbte, wohl zur Welt kommen sollte. Die Schriftgelehrten waren sich einig, dass es sich um den Ort Bethlehem handelte, so wie der Prophet Micha  vorausgesagt hatte: „Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ (Micha 5, 1)
Nach dieser Auskunft der Schriftgelehrten berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen war. Dann sandte er sie nach Bethlehem und sprach: „Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein. Und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass ich auch komme und es anbete.“
Als sie nun den König gehört hatten, zogen die Weisen wie geheißen Richtung Bethlehem. Tatsächlich! Der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Kindlein stehen blieb. Die Weisen erkannten sogleich, dass sie am Zielort ihrer langen Reise angekommen waren. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut. Sie gingen in das Haus und fanden dort das Kindlein mit Maria, seiner Mutter. Ja, sie fielen ehrfürchtig vor dem kleinen Baby nieder, beteten es an, taten ihre Schätze auf und schenkten ihm erlesenes Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und das Kindlein? Gewiss strahlten seine Augen wie der helle Morgenstern!
Gott befahl dann den Weisen im Traum, dass sie nicht wieder zu Herodes umkehren sollten, denn er wusste sehr wohl, dass Herodes den Jungen eigentlich beseitigen lassen wollte. So zogen die Weisen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.
Und Maria? Sie hatte mit angesehen, wie die Weisen dem Säugling Ehre dargebracht hatten. Passte dies nicht auch zu dem, was der Engel Gabriel ihr bereits über ihre Schwangerschaft voraus gesagt hatte? „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen.  Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein.“ (Lukas 1,31-33)
Doch erst einmal wuchs das Kind zu einem jungen Mann heran. Im Alter von etwa 30 Jahren zog Jesus dann durch das Land um zu predigen. Gewaltige Reden, heute noch zum Teil im Neuen Testament nachzulesen, machten ihn bald bekannt zusammen mit göttlich anmutenden Heilungen und Wundern, die ihm eine Anhängerschaft einbrachten, welche die Hohepriester vor Neid erblassen ließ. So war es auch nicht erstaunlich, dass das Volk Jesus eines Tages erhaschen und zum König machen wollte. Wie sehr wünschten sie sich einen Mann, der sie aus der brutalen Herrschaft der Römer befreien würde! Doch Jesus wollte kein Heerführer werden, der zur Waffe greift, und entwich ihnen (Johannes 6,15).
Das Wort „König“ blieb dennoch über seinem Leben stehen, wenn auch anders, als gedacht. Nur wenige Tage vor seiner Festnahme ritt Jesus unter dem Jubel der Menschenmenge auf einem Esel nach Jerusalem ein. Im biblischen Bericht heißt es dazu: „Saget der Tochter Zion (=Jerusalem): Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ (Matthäus 21,5 / Sacharja 9,9)
Die eifersüchtigen Schriftgelehrten platzten vor Wut. Jedoch schon einige Tage später gelang es in einem abgelegenen Garten, Jesus festzunehmen. Dieser hatte seinen Jüngern solch ein Ereignis mehrfach vorausgesagt, unternahm aber keinerlei Fluchtversuch. Man brachte ihn vor Pilatus, den zuständigen Landpfleger der Römer, und begann ihn anzuklagen. Die Beschuldigung lautete unter anderem: „Er spricht, er sei ein König.“ Natürlich war es ohne Erlass des Kaisers nicht einfach erlaubt, sich zum König zu machen. Also fragte Pilatus ihn: „Bist du der König der Juden?“ Jesus entgegnete schlicht: “Du sagst es.“ (Lukas 23,1-3) Ist es nicht bezeichnend, dass Jesus das Volk Israel in seinem Erdenleben niemals auf übliche Weise regiert hatte und trotzdem solch eine Aussage machte? Eine Aussage, die ihm sogar solch ein schreckliches Todesurteil einbrachte, obwohl er sie hätte leicht dementieren können? Oder sagte er doch die Wahrheit und war König? Denn dann erwähnte Jesus Pilatus gegenüber noch: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.“ Da sprach Pilatus zu ihm: „So bist du dennoch ein König?“ Jesus antwortete: „Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme.“ (Johannes 18,36-37) Schließlich warfen die Juden Jesus auch noch vor, sich selbst Gottes Sohn genannt zu haben, was den Landpfleger noch mehr verwirrte (Johannes 19,7-8).
Pilatus hätte Jesus gerne freigelassen. Doch auf den Tumult der Ankläger hin befahl er schließlich die Kreuzigung. Die Kriegsknechte hatten Jesus bereits eine Dornenkrone aufgesetzt, waren vor ihm niedergekniet und hatten ihn als König der Juden verspottet. Für das Kreuz schrieb Pilatus nun eine Überschrift: Jesus von Nazareth, der Juden König. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: „Schreibe nicht: >Der Juden König<, sondern dass er gesagt habe: Ich bin der Juden König.“ Pilatus erwiderte: „Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.“ (Johannes 19,19)
So hatte Jesus zu dem gestanden, was schon die Weisen aus dem Morgenland über ihn gesagt hatten: dass er der König der Juden sei. Immerhin war er auch als Jude und später Nachkomme des großen Königs David aufgewachsen (Matthäus 1,16-25). Doch hatte er sogar noch erweitert, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei. Denn er ist der ewige König der himmlischen Welt. Jeder kann dort einmal Einlass erhalten, der ihm schon hier auf Erden nachfolgt.
Er empfängt unsere Gebete vom Himmel aus. Er kann uns helfen, leiten, in uns Wohnung nehmen, unsere Fehler vergeben, wenn wir ihn darum bitten und uns schließlich bei sich aufnehmen, wenn wir einmal von hier scheiden. Darum sollten wir ihn schon hier um diese Dinge ersuchen und seine Worte  im Neuen Testament lesen. Investieren wir etwas, so wie die Weisen investiert haben. Es lohnt sich! Jesus lässt sich gerne finden und sendet niemanden fort. Und wer ihn einmal gefunden hat, wird wie die Weisen hoch erfreut.

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Klanggeschichte: Jona geht nach Ninive

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Die Geschichte von Jona aus der Bibel Kapitel 1-3 mit Klängen untermalt

Man braucht:
Die PDF zu diesem Artikel
Ein bis vier Personen für die Aufführung (entsprechend viele Ausdrucke der PDF)
Einige Münzen
Eine Schüssel halb voll Wasser
Einen Schneebesen
Eine Schöpfkelle
Eine zum Trichter gerollte Zeitung (Mit etwas Klebeband umklebt)
Einen Strohhalm
Eine halb gefüllte, geschlossene Wasserflasche
Wasserfeste Unterlage + Tuch

Vorbereitung:
Die Geschichte eignet sich zum Vorspiel vor einem nicht zu großen, bzw. noch gut mithören könnendem Publikum. Sie sollte vor der richtigen Aufführung etwas eingeübt werden. Wenn mehrere Personen zur Verfügung stehen, kann man sich die Rollen aufteilen, z. B. in Sprecher, Gott, Jona, Schiffsherr und Schiffsleute (Sprecher, Gott, Jona und Schiffsherr zusammen). Die meisten Geräusche kommen in den Texten des Sprechers vor. Vielleicht ist es deshalb für ihn am einfachsten, sie mit auszuführen. Oder „Gott“ übernimmt die Geräusche, da er am wenigsten Sprechtext hat. Für die Geräusche sollte etwas Zeit eingeplant werden. Ansonsten geht es auch allein für einen Aufführenden.

SPRECHER: Sehr verehrte Damen und Herren! Hören Sie nun die Klanggeschichte „Jona geht nach Ninive“! – Es geschah das Wort des Herrn zu Jona, dem Sohn Amitthais, und sprach:

GOTT (tiefe, laute, würdevolle Stimme): Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige wider sie! Denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich.

SPRECHER : Aber Jona machte sich auf und floh vor dem Herrn (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Er wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das gen Tharsis wollte fahren, (GERÄUSCH: Mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen), gab er Fährgeld (GERÄUSCH: Münzengeklimper)  und trat hinein, dass er mit ihnen gen Tharsis führe vor dem Herrn. (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren.)
Da ließ der Herr einen großen Wind aufs Meer kommen (GERÄUSCH: in die gerollte Zeitung tiefes „Huuuuhhhh, Huuuuuhhhhh, Huuuuuhhhh“ brummen). Und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen (GERÄUSCH: einige Male mit der Schöpfkelle außen gegen die Schüssel schlagen). Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrieen, ein jeglicher zu seinem Gott.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Uahhhh! Uaaaaaaaaaaaaaah! Gott, hilf uns! Rette uns! Sei uns gnädig! Wir gehen unter! Uaaaaaaaaaaaaaah!!!

SPRECHER: Die Schiffsleute warfen das Gerät, das im Schiff war, ins Meer, damit das Schiff leichter würde. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln, als ob Gegenstände ins Wasser platschen.)  Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.

JONA schnarcht

SPRECHER: Da trat zu ihm der Schiffsherr. (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Er sprach zu Jona:

SCHIFFSHERR: Was schläfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an! Ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, dass wir nicht verdürben. Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um welches willen es uns so übel gehe.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Ja, genau. Das machen wir.

SPRECHER: Und da sie losten traf’s Jona. Da sprachen sie zu ihm:

SCHIFFSHERR: Sage uns, warum geht es uns so übel? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?

JONA: Ich bin ein Hebräer und fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene.

SPRECHER: Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm:

SCHIFFSHERR: Warum hast du denn solches getan?

SPRECHER: Denn sie wussten, dass er vor dem Herrn floh; denn er hatte es ihnen gesagt. Da sprachen sie zu Jona:

SCHIFFSHERR: Was sollen wir denn mit dir tun, dass uns das Meer still werde? Denn das Meer fuhr ungestüm.  (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln.)

JONA: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird euch das Meer still werden. Denn ich weiß, dass solch großes Ungewitter über euch kommt um meinetwillen.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Das geht ja wohl nicht. Lasst uns versuchen, ans Land zu kommen. – Jawohl! – Es klappt nicht, der Sturm ist zu stark! (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln.)

SCHIFFSHERR: Dann geht es wohl nicht anders. Ach Herr, lass uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut! Denn du, Herr, tust, wie dir’s gefällt.

SPRECHER: Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche einmalig schütteln.)  Da stand das Meer still von seinem Wüten. (STILLE) Und die Leute fürchteten den Herrn sehr und taten dem Herrn Opfer und Gelübde.
Aber der Herr verschaffte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen. (GERÄUSCH: Mit dem Schneebesen hastig auf der Wasseroberfläche hin- und herfahren.) Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte (GERÄUSCH: Mit dem Strohalm im Wasser blubbern). Und Jona betete zu dem Herrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches.

JONA: Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hölle, und du hörtest meine Stimme. Du warfest mich in die Tiefe mitten im Meer, dass die Fluten mich umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, dass ich gedachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. Wasser umgaben mich bis an mein Leben, die Tiefe umringte mich; Schilf bedeckte mein Haupt. (GERÄUSCH: Mehrmals mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen) Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, die Erde hatte mich verriegelt ewiglich; aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott. Da meine Seele bei mir verzagte, gedachte ich an den Herrn; und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die da halten an dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank dir opfern, mein Gelübde will ich bezahlen; denn die Hilfe ist des Herrn.

SPRECHER: Und der Herr sprach zum Fisch, der spie Jona aus ans Land. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche einmalig schütteln.)
Und es geschah das Wort des Herrn zum andernmal zu Jona und sprach:

GOTT: Mache dich auf, gehe in die große Stadt Ninive und predige ihr die Predigt, die ich dir sage!
SPRECHER:  Da machte sich Jona auf und ging hin gen Ninive, wie der Herr gesagt hatte (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach:

JONA (drohend): Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.

SPRECHER: Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein.
Und da das vor den König zu Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte einen Sack um sich und setzte sich in die Asche und ließ ausrufen und sagen zu Ninive nach Befehl des Königs und seiner Gewaltigen also: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Ochsen (GERÄUSCH: „Muuuhhhh!“ sagen) noch Schafe (GERÄUSCH: „Määähhh!“ sagen) Nahrung nehmen, und man soll sie nicht weiden noch sie Wasser trinken lassen (GERÄUSCH: Mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen). Und sollen Säcke um sich hüllen, beide, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen heftig und ein jeglicher bekehre sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände. Wer weiß? Es möchte Gott wiederum gereuen und er sich wenden von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.

(ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Gott sei uns gnädig! Verzeih uns und vernichte uns nicht! Es tut uns leid, dass wir so böse waren! Wir wollen uns ändern! Gib uns noch eine Chance!

SPRECHER: Da aber Gott sah ihre Werke, dass sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat’s nicht.

* * *

Hier ein weiteres Rollenspiel zu Jona geht nach Ninive. Alle Artikel über Jona auf Christliche Perlen untereinander.

Wettbewerbsidee z. B. für ein Sommerfest oder Camp: Welche Gruppe erfindet die beste Klanggeschichte zu einer biblischen Begebenheit? Je nach Anzahl der Gruppen ist eine Zeitvorgabe für die Aufführung erforderlich.

Von Minimalisten und Maximalisten

Von Minimalisten und Maximalisten

Sie sind hier und da schon mal Thema und gewissermaßen fast ein Trend: die Minimalisten.
Darunter versteht man Menschen, die mit wenig Dingen auskommen. Sie stellen sich die Frage: „Wie viel brauche ich, um glücklich zu sein und was ist eher hinderlicher Ballast für mich?“
Die Überlegung, etwa 100 Dinge zu besitzen klingt viel, doch wenn man dies versucht, stellt man fest, dass es gar nicht so leicht ist, sich so zu beschränken.
Nun bin ich wirklich kein Minimalist. Als kreativer Mensch hebe ich allerlei auf. Ich könnte damit ja noch etwas machen. Außerdem bin ich sentimental und hänge öfters an Erinnerungsstücken. Sie schaffen Heimat und Freude beim Betrachten. Warum also schöne Dinge wegwerfen? Außerdem habe ich schon manchmal bereut, Dinge weggetan zu haben, so dass ich seitdem zögerlicher aussortiere.
Jedenfalls ist in diesem Haushalt noch Schrankplatz vorhanden, so dass ich sagen würde, er liegt sachenmäßig ziemlich im Normbereich.
Ich bewundere aber die Menschen, die sich leichten Herzens von Dingen trennen können, ohne dies zur stressigen Pflicht zu machen und dabei spartanisch zu werden.
Denn wenn man sich selbst nichts gönnt, wie will man anderen etwas gönnen? Und wenn man immer nur das Minimale einsetzen will, wie will dann etwas Großartiges für die entstehen, die Schutz und Hilfe brauchen?
Was den Aufwand betrifft, den wir in gute Taten stecken, sollten wir Maximalisten sein. Jesus war dies auch. Investieren Sie Liebe in Ihre Mitmenschen – klotzen Sie statt zu kleckern. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Wenn Sie Freund minimaler Wohnungseinrichtung sind und wenig zu pflegen haben, dürften Sie ja maximal über Zeit verfügen, die Sie für Sinnvolles nutzen können. Werden Sie Minimalist im Zeitverschwenden! Schon Paulus sagte im Brief an die Kolosser (Kapitel 4, Vers 5b) „Kaufet die Zeit aus!“
Wenn unsere Intention nur diese wäre „Wie hole ich für mich selbst am meisten raus?“, wäre dies nicht armselig und egoistisch? Nebenbei gesagt, Sie würden sich durch Großzügigkeit sogar noch „Schätze im Himmel“ sammeln (Jesus in Matthäus 6,20). Das, was Sie für andere tun, fällt aber schon hier segnend auf Sie zurück. So berichtete bereits Hiob in der Bibel: „Der Segen des, der verderben sollte, kam über mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.“ (Hiob 29,13)
Überlegen Sie sich sorgfältig, was Ihre nächsten guten Taten werden sollen. Werden Sie gewieft darin, doch denken Sie auch an sich selbst und lassen sich nicht maßlos ausnutzen. Frei nach Jesu Motto: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“ (Matthäus 7,12)
Werden Sie Künstler und Genie im Glücklichmachen. Und seien Sie gastfreundlich. Es könnte sein, dass Sie auch mal Engel beherbergen. (Hebräer 13,2)

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Die kleine Lene

Die kleine Lene

Lene ist die Tochter eines Methodistenpredigers, der jetzt in Pennsylvanien lebt. Dieser erzählte uns einmal von ihr Folgendes:
Etwa im Alter von acht Jahren wurde sie von Herrn und Frau S. eingeladen, eine Nacht bei ihnen zu  bleiben und mit ihrer Mutter Einwilligung ging sie hin.
Als es Zeit zum Schlafengehen war, wies Frau S. sie in ihre Kammer und sagte, sie könne sich jetzt niederlegen. Die kleine Lene zögerte, indem sie sehr ernst und nachdenkend aussah, sagte aber nichts. Frau S. wiederholte ihre Aufforderung.
„Weshalb,“ fing das Kind an, „haben wir kein Abendgebet gehalten?“
„Wir haben keinen Hausgottesdienst, liebes Mädchen.“ erwiderte Frau S.
Mit ihren großen, dunklen Augen die Frau anblickend fragte das Kind: „Betet Herr S. denn nicht?“
„Nicht mit der Familie,“ erhielt sie zur Antwort.
„Beten Sie denn nicht, Frau S.?“ fragte Lene weiter.
„Nein,“ versetzte die Frau, die sich getroffen fühlte.
Das Mädchen schwieg einige Augenblicke und sprach dann: „Wollen Sie mir eine Bibel geben, so will ich beten.“
Man brachte die Bibel und Lene las ein Kapitel darin, kniete danach nieder und betete. Den anderen Morgen las und betete sie wiederum und kehrte zu ihren Eltern zurück, gewiss mit dem Bewusstsein, ihre Pflicht getan zu haben.
Den nächstfolgenden Sonntag fand Frau S. sich unerwartet im Gottesdienst ein, wo sie den Vorfall mit dem kleinen Mädchen erzählte und hinzusetzte: „Ich denke von nun an eine Nachfolgerin des Heilands zu werden.“
Den zweiten Sonntag kam auch Herr S. und sprach: „Ein kleines Kind hat mich beten gelehrt.“ Beide sind seitdem treue und standhafte Christen geworden.

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Gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Tipps zum Bibellesen und Links zu kostenlosen Onlinebibeln findet man hier. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Der richtige Ort für Ihren Bibelvers

Der richtige Ort für Ihren Bibelvers

Vielleicht kennen Sie ja auch den Bibelvers: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ (Hebräer 4,12)
Jedenfalls ist ohne Zweifel Kraft in der Heiligen Schrift und daher lohnt es sich auch, wichtige Verse auswendig zu lernen. Sie sind ein Halt, Trost, Zuversicht durch die Verheißungen Gottes in schwierigen Zeiten, Leitfaden in Entscheidungen und Argumente in Gesprächen.
Eines Tages begegnete ich dem Pastor in unserer Gemeinde und wir begrüßten uns freundlich. In der kleinen nachfolgenden Unterhaltung gestand ich, dass ich nicht so viel Freude am Auswendiglernen von Bibelversen hätte, obwohl ich ihren Wert sehr wohl zu schätzen wüsste. Aber das Auswendiglernen selbst mache mir nicht so viel Freude.
Er nutzte die Gelegenheit und brummte mir direkt auf: „Ha, da kannst Du als erstes mal Römer 10,9-10 auswendig lernen. Darin steckt das ganze Evangelium. In zwei oder drei Wochen, wenn ich wieder da bin, werde ich Dich danach fragen.“ Er empfahl mir, die Verse an das Amaturenbrett zu kleben, um sie besser einprägen zu können. Ich lachte: „Auffahrunfall. – Was ist denn passiert? – Ach, ich habe gerade Bibelverse gelernt, deshalb habe ich zu spät gemerkt, dass ich bremsen muss. Entschuldigen Sie bitte.“
Nun mag ich meinen Pastor wirklich gerne und außerdem – wer will sich schon blamieren? Ich musste die Verse ohne Frage lernen. Ich lieh mir seinen Stift und notierte auf meinem Handrücken: Röm. 10,9-10. Zu Hause schlug ich die Stelle nach. Wie nicht anders zu erwarten, waren es wertvolle Verse. Ich schrieb sie auf einen Zettel und hängte sie – an den Spiegel. Typisch Mann, dachte ich. Amaturenbrett. Bei einer Frau ist ja wohl eher der Spiegel angebracht oder vielleicht noch die Küche. Egal, wo Sie sich gerne aufhalten und auch mal Muße zur Entspannung haben – das ist gewiss der beste Ort für Ihren Bibelvers. Wenn Sie Fußballer sind, kleben Sie Ihre wichtigsten neuen Verse in Großschrift ans Tor. Vielleicht sehen Sie ja gerne fern (nebenbei gesagt: viele Sendungen sind leider Zeitverschwendung). Geben Sie dem Fernseher einen Sinn: hängen sie Ihren neuen Lieblingsvers in die Mitte des Bildschirms, bis Sie ihn wirklich eingeprägt haben. Sie werden staunen, wie schnell das plötzlich geht!
Wenn Ihnen noch Verse fehlen, die Sie lernen könnten, dann lernen Sie doch mit mir von unserem Pastor Römer 10,9-10: „Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, dass er der Herr sei, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig.“
Ansonsten sind für mich zwei der wichtigsten Verse bisher  Johannes 14,6 und  Johannes 3,16 (hier beide in Farbe): „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.“ und „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“
– Jesus selbst wurde einmal gefragt: „Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?“ Jesus aber sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 22,36-40) Dies sind also ebenfalls vorrangig bedeutende Bibelstellen zum Auswendiglernen.
Doch eine Sache gibt mir noch zu denken. Also der Pastor meinte ja: „Da kannst Du als erstes Mal Römer 10,9-10 auswendig lernen.“ Was nun, wenn er nun auch noch ein zweites und weiteres Mal hätte? Das wäre zwar sicher lohnend, doch in diesem Fall wollte ich diesmal auch etwas zum Kontern in der Hand haben. Ich beschloss, mich zu wappnen. Welche Verse kämen wohl für einen Mann mit so viel Bibelkenntnis in Frage? Mir fielen Johannes 3,18 und Johannes 3,36 ein, die ich eigentlich gerade auswendig lerne, weil sie mir erst kürzlich zu Herzen gegangen waren (natürlich hängen die Verse am SPIEGEL!). Wenn der Pastor mir also weitere Verse aufgibt, kann ich ihm vielleicht diese im Gegenzug für sein Amaturenbrett empfehlen. Bestimmt ist da noch etwas Platz. Zur Not kann er sie sonst ja auf seine Hupe kleben und sie dann ordentlich in die Welt hinaushupen – vorausgesetzt, er kennt sie noch nicht auswendig, denn er ist echt gut mit Bibelstellen. Die Fleißpunkte (wenn er sie aber kennt) würde ich ihm jedoch gönnen oder – falls gewünscht –  auch einen Alternativvers für sein Brett finden.
Ha! Tschacka! Auf zum nächsten Gottesdienst!

Nachtrag: Am Sonntag habe ich unseren Pastor wiedergesehen. Statt mich abzufragen, kam er auf mich zu und fing von selbst an, Römer 10,9-10 aufzusagen. Er ist eben ein sehr, sehr feiner Pastor, einer, der wahrscheinlich nie seine Hupe benutzt. Ich fiel in sein Aufsagen ein, doch dann mussten wir schweigen, weil das Eingangslied begann.
Suchen Sie sich eine Kirche mit einem aufrichtigen, wohltuendem Pastor! Es wird Sie bereichern! Und wenn Sie ihn noch nicht haben, dann schauen auch Sie gleich mal nach einem geeigneten Ort zum Anbringen lohnender Bibelverse. Nachfolgend gibt es für den Anfang schon mal die Verse aus diesem Artikel auf einer Seite zum Ausdrucken für Ihr Amaturenbrett, Ihre Hupe, Küche, Ihren Spiegel, Bildschirm oder Ihr Tor, hier mit dem Text dieses Artikels als PDF.

(Und nun noch meine neuesten Lernstellen Johannes 3,18 und Johannes 3,36, zwei sehr eindringliche Verse über Jesus:
„Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ und
„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“)

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Bibelverse Ausdrucken

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Bibelversvorlagen

Text und Graphiken sind von Christliche Perlen und dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Was bekommen wir dafür?

Was bekommen wir dafür?

Eines Tages fragte Petrus Jesus: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür?“ Gemeint war: „Was bekommen wir dafür?“ Jesus aber sprach zu ihnen: „Wahrlich ich sage euch: Ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn (mit Menschen Sohn meint Jesus sich üblicherweise selbst) wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels. Und wer verlässt Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen, der wird’s hundertfältig nehmen und das ewige Leben ererben.“ (Matthäus 19,27-29)
Die Jünger hatten ihre Familien, Freunde, Wohnorte und Arbeitsstellen aufgegeben und waren Jesus nachgefolgt. Welch einen Eindruck musste er auf sie gemacht haben, damit sie dies so einfach taten! Dafür gab es schließlich kein Gehalt. Mit dem Reiseprediger Jesus schien es stets zumindest ein Essen zu geben, jedoch keinen materiellen Wohlstand. Jesus meinte vielmehr: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“ (Matthäus 6,19-21) Allerdings war die Nachfolge Jesu mehr als interessant. Es gab spektakuläre Wunder und Lehren Jesu, die zu Herzen gingen – anders als alles, was die Jünger zuvor gehört hatten. Wäre das nicht „Gehalt“ oder Entschädigung genug gewesen? Doch Jesus nimmt die Frage von Petrus ernst. Den Jüngern werden als Belohnung in der Ewigkeit zwölf Stühle und das Gericht über das Volk Israel versprochen. Doch wer auch immer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker um Jesu Namens willen verlässt, der wird’s hundertfältig zurückbekommen und das ewige Leben ererben.
Gemeint ist hier nicht, seine Familie im Stich zu lassen, sondern Jesus und seinen Lehren nachzufolgen, wie er uns auch in seinem Wort dazu auffordert.
Wenn Sie bei der Bank etwas anlegen und einen hundertfältigen Gewinn erzielen, können Sie dies sicher als gutes Geschäft bezeichnen.
Haben Sie irgendetwas für Jesus geopfert? Oder überlegen Sie, ihm nachzufolgen, wüssten aber, dass dies Sie ein großes Opfer kosten würde? Es ist die Sache wert! Auch Sie werden wie versprochen einen hundertfältigen Lohn empfangen und – noch wichtiger – später das ewige Leben in Gottes Reich. Wie essentiell ist dies! Denn im Reich des Teufels möchte ganz sicher niemand sein. Tätigen Sie die beste Anlage Ihres Lebens! Machen Sie ganze Sache mit Jesus! Schließen Sie sich Ihm im Gebet an und lesen Sie ab heute täglich in seinem Wort, vor allem dem neuen Testament. Lassen Sie sich auf den Namen Jesus taufen und suchen Sie sich eine gute Kirche, die Sie im Glauben stärkt, damit der Funke in Ihnen nicht wieder im Laufe der Zeit verglüht. Es wird Ihr Leben bereichern und Sie dürfen sicher sein: es ist die Sache mehr als wert!

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Was bekommen wir dafür

Text und Graphik von christlicheperlen dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Anregung: Die Graphik auf cremefarbene Blätter drucken, diese einzeln einrollen und jeweils mit einem hübschen Band umknoten. Am Ende des Gottesdienstes beim Passieren der Kirchtüren an die Besucher austeilen.

Tipps zum Bibellesen und Links zu kostenlosen Onlinebibeln findet man hier.

Lasst ihn beten

Lasst ihn beten
(Begebenheit um das Jahr 1850)

In einer wilden Gegend, außerhalb der Gemeinde, in der ich Prediger war, wohnte eine zahlreiche Familie: Vater, Mutter, zwei Söhne und drei Töchter. Keiner von ihnen ging je zur Kirche. Gottvergessen und ruchlos lebten sie dahin.
Einer von den Söhnen hatte seinen vollen Verstand nicht. Sein Name war Hesekiel. Man nannte ihn jedoch nur den „armen Seke“. Da man ihn zur Arbeit nicht recht brauchen konnte, so pflegte er herumzustreichen und manchmal länger auszubleiben. Eines Tages, als ich eben von der Liebe Jesu zu armen Sündern predigte, war auch der arme Seke in der Kirche. Er sah mir gerade ins Gesicht und so oft ich sagte, dass Jesus Mitleid habe mit armen Sündern, brachen ihm die Tränen aus den Augen. Es war damals eine besondere Bewegung in meiner Gemeinde – ein Wehen des Geistes Gottes. Häufiger als sonst wurden Bibelstunden und Gebetsversammlungen gehalten, nebst Versammlungen der nach Gnade Suchenden, worin ich mich über ihren inneren Zustand mit ihnen unterredete. Der arme Seke fand sich allezeit dabei ein. Da konnte ich`s zuletzt nicht lassen, mich auch einmal an ihn zu wenden, und ihn zu fragen: „Hast du den Herrn Jesus lieb?“ – „Ja!“, war seine Antwort. – „Warum hast du denn den Herrn Jesus lieb?“ fragte ich weiter. – „O, weil er den armen, bösen Seke so lieb gehabt hat.“ – „Bist du denn böse gewesen?“ – „Ja, ich war ganz, ganz böse.“ – „Betest du auch?“ – „Ja wohl bete ich.“ – „Was sagst du denn, wenn du betest?“ – „Ich sage: o mein Jesus! Erbarme dich über den armen Seke, o nimm all mein Böses von mir.“
Eine Weile darauf ging er nach Hause. Sein Aussehen war verändert. Früher hatte er so stumpf dahin gestiert, dass man meinte, es sei kein verständiges Nachdenken in ihm. Jetzt war`s nicht mehr so. Als er heimkam, wurde so gelärmt und allerlei Übermut getrieben, dass seines Bleibens im Hause nicht war. Er ging also in die Scheune, fiel auf seine Knie und betete in seiner einfältigen, gebrochenen Sprachweise zu dem Gott, der auch das kleinste und schwächste seiner Kinder versteht und erhört. Nach einer Weile kam sein Bruder in die Scheune, und hörte ihn so inbrünstig zu Gott schreien, dass es ihn beunruhigte. Er lief daher zum Vater und erzählte ihm fluchend: „Seke ist in der Scheune beim Beten!“ Alsbald lief der Vater hinzu, horchte und fand, dass der Junge wirklich bete. Er trat zu ihm und schalt mit ihm, aber Seke schrie nur um so mehr zu Gott. „Schweig still, Seke!“ sagte der Vater zornig. Allein er ließ sich nicht stören. Da ergriffen sie ihn, brachten ihn ins Haus und meinten, hier würde er sich zur Ruhe geben. „Wo bist du doch gewesen und was ist mit dir vorgegangen, dass du auf einmal solche Dinge anfängst?“ fragten sie. Er erzählte ihnen nun ganz verständig, was sich mit ihm zugetragen habe. Aber sie wollten nichts davon wissen. Nur um so heftiger schalt sein Vater ihn aus. Als Seke sah, dass all sein Reden umsonst war, fiel er vor Betrübnis auf seine Knie und betete. Sein Vater wollte ihn mit Gewalt zum Schweigen bringen, aber die Mutter hatte ihren armen Jungen lieb, und bat die anderen flehentlich: „Lasst ihn beten.“
So betete denn der arme Seke fort. Als er aufstand von seinem Gebet, sagte seine Mutter: „Ich meine, es ist hohe Zeit für uns alle, dass wir anfangen zu beten. Willst du für deine Mutter beten, Hesekiel?“ – „Ja, gern.“ sagte er, und wieder kniete er nieder und seine Mutter kniete mit. Es dauerte einige Tage, da war auch die Mutter voll Freude und Dankbarkeit darüber, dass Jesus sie geliebt und sein Leben für sie gelassen habe. Mit seinem Bruder war`s mittlerweile dahin gekommen, dass er seufzte: „Ach, wie soll ich`s doch anfangen, dass ich auch so werde?“ Der arme Seke sagte: „Geh zu Jesus!“ Er und die Mutter beteten mit dem jetzt herzlich bekümmert Gewordenen, bis sein Schmerz sich in unaussprechliche Freude verwandelte. Die drei Töchter suchten und fanden ebenfalls Gnade. So waren ihrer jetzt fünf auf Sekes Seite, alle zusammen für den noch ungläubigen Vater betend. Seine Gefühllosigkeit und Verhärtung war groß. Er spottete, widerstrebte und schimpfte, so viel er nur konnte. Endlich war auch sein Herz gebrochen. Er weinte wie ein Kind, ging zu seinem Sohne, bat ihn um Vergebung und forderte ihn auf, mit ihm zu beten. Da fiel denn seine Last von ihm, und auch er freute sich Gottes, seines Heilandes.
Es war ein lieblicher Anblick, diese Sieben, die zuvor so ohne Gott und wider Gott dahingelebt hatten, jeden Morgen und Abend ihre Knie beugen zu sehen als solche, die dem Dienste des mächtigen Gottes sich ergeben hatten. Und ein froher Tag war’s, als bald darauf der arme Seke mit Vater, Mutter, Bruder und Schwestern sich einer christlichen Gemeinde anschloss und das Mahl des Bundes mitfeierte.
Lieber Leser! Hat Jesus sich dir kund getan als dein Heiland, o so bekenne ihn frei vor den Menschen. Denke nicht, du seist zu schwach, zu ungeschickt dazu. Der arme Seke beweist dir das Gegenteil. Wolle nur, lass dir’s nur recht ernst sein, brich durch – so wirst du gewiss finden, dass du mit der Hilfe Gottes es auch tun kannst!

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Leicht gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Der ehrliche Knabe

Der ehrliche Knabe

Ich erinnere mich an einen Sonntagnachmittag, an dem wir Kinder sämtlich in den Wald gegangen waren, um echte Kastanien zu suchen. Wir hatten die Erlaubnis, so viel wir wollten, aus Herrn Richard`s Wald zu holen. Da wir aber nicht so viel fanden, als wir erwartet hatten, bekamen wir große Lust, über den Hügel zu gehen und uns auf dem Lande eines anderen Bauern mehr zu sammeln, den wir indessen nicht um Erlaubnis gebeten hatten. Die ganze Gesellschaft war darüber einig, ausgenommen Jakob und noch einer. Diese lehnten es entschieden ab. Als die Anderen sich darauf beriefen, der Eigentümer werde nichts dagegen haben, dass wir die Kastanien sammelten, da versetzte Jakob, der stets einen Gegengrund zur Hand hatte, eben deshalb sollten wir sie um so weniger stehlen. Es werde nicht recht sein, sagte er, einem Geizhals die Kastanien wegzunehmen und es sei gewiss nicht recht und sehr gemein, sie ohne Erlaubnis einem Mann zu stehlen, der uns die Kastanien geben werde, wenn wir ihn darum ersuchten. „Das wird er wohl.“, sprachen die Anderen. „Allein wer wird hingehen, ihn darum zu fragen? Es ist mehr als eine Viertelstunde zu seinem Haus und so weit wird niemand gehen, um sich Kastanien zu erbitten.“ „Ich will hingehen,“, versetzte Jakob. „wenn ihr alle mir versprechen wollt, hier zu bleiben, bis ich wiederkomme. Oder drängt es euch so sehr, die Kastanien zu holen, so seht mir nur entgegen. Komme ich aus dem Weg dort unten am Berg heraus und schwenke meine Mütze, so dürft ihr hingehen und ich werde nachkommen und mein Teil schon erhalten.“ „Damit sind wir zufrieden!“, riefen alle und Jakob lief aus Leibeskräften den Berg hinunter. Schon nach zwanzig Minuten war er wieder da und schwenkte seine Mütze, so hoch er konnte. Die Anderen erhoben ein Freudengeschrei, so dass Jakob es hören konnte und wollten schon nach dem Kastanienholze fortlaufen, als einer von ihnen sagte, es sei doch nicht recht, Jakob allein nachkommen zu lassen, da dieser sich einer solchen Mühe ihretwegen unterzogen habe. Alle stimmten ihm bei und wir alle liefen den Hügel hinunter ihm entgegen. Als wir an ihn herankamen, strahlte sein Gesicht vor Freude und er erzählte, der alte Bauer habe gesagt, wir könnten so viel holen als wir wollten, nur sollten wir uns in Acht nehmen, dass keiner zu Schaden käme.
Nachdem wir so viel Kastanien, als wir nach Hause tragen konnten, gesammelt hatten, gingen wir, von unserer Nachmittagsarbeit ermüdet, wieder zurück. Einer von uns Knaben meinte, die Kastanien seien doch auch sehr schwer zu tragen. „Sie sind aber doch nicht so schwer“, versetzte Jakob Simpson, „als wenn wir sie gestohlen hätten.“ „Das ist richtig und du hast immer Recht oder doch so ziemlich.“, sprach der Erstere und wir alle setzten unter uns fest, dass wir in Zukunft die Eigentumsrechte anderer achten und nie auch nur in Jemandes Holzungen gehen wollten, ohne vorher von ihm Erlaubnis dazu erhalten zu haben.
Dieser Vorfall war freilich an sich nicht von Bedeutung, übte indessen auf die ganze Schule einen starken und bleibenden Einfluss aus. Unter den Knaben gab es keinen, der nicht öfter als sonst an Jakob Simpson gedacht hätte und alle erkannten, dass der Weg glücklich zu sein und an Freuden wahren Genuss zu haben, im Rechttun bestehe.
Jakob und wir anderen wuchsen alle zu Männern heran. Jakob trat in`s Geschäft und hat sich während seines ganzen Lebens durch dieselbe strenge Achtung der Rechte anderer ausgezeichnet und sich das Vertrauen aller seiner Bekannten erworben. Er widmete seinem Arbeitgeber seine Zeit mit der größten Gewissenhaftigkeit, denn er sagte es sich selbst und wagte auch manchmal seine Kameraden daran zu erinnern, dass es durchaus eben so unrecht sei, dem Brotherrn die Zeit zu stehlen, als ihm sein Geld wegzunehmen.
Das hieß treu sein im Geringsten. Von einem jungen Menschen aber, der seinen Arbeitgeber um keine Minute Zeit betrügt, lässt sich annehmen, er werde auch nicht den Vorteil seines Chefs vernachlässigen oder mit dessen Geld verschwenderisch umgehen. So war es auch, und dies legte den Grund zu dem großen Glück in Geschäften und zu dem hohen Ruf, wodurch er sich unter den Kaufleuten auszeichnete.
Kinder, hier habt ihr eine Lehre und ich glaube, ihr werdet sie ohne Predigt lernen. Seid ehrlich und treu. Handelt recht auch in anscheinend geringen Dingen und macht die Redlichkeit zu eurer Lebensregel. Nicht nur, weil dies der beste Weg ist, in der Welt voranzukommen, sondern weil es recht ist und Gott die Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit liebt.

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Aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Wer ist Jesus?

Wer ist Jesus?

Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass des Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seist Johannes der Täufer; die andern, du seist Elia; etliche du seist Jeremia oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus (= der Gesalbte), des lebendigen Gottes Sohn!
Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jona’s Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Matthäus 16,13-17 aus der revidierten Lutherübersetzung von 1912

Nachfolgend der Text als Graphik. Vor dem Speichern die Vorlage bitte einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste anklicken. Die Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke ist gerne erlaubt.

Wer ist Jesus

Mehr über Jesus erfährt man im Neuen Testament. Links zu Onlinebibeln und Tipps zum Bibellesen gibt es hier.

Die Schöpfungsgeschichte

In diesem Artikel nun die bunte Bilderserie zur Schöpfung noch einmal in Schwarz-Weiß:

Hier die schwarz-weiße Bilderserie nett zurechtgemacht als PDF. Möchte man die nachfolgenden Graphiken anstelle der PDF einzeln speichern, bitte jeweils vorher mit der linken Maustaste zum Vergrößern auf die gewünschten Zeichnungen klicken.

Schöpfung ausmalen

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht!  Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Schöpfung Tag 1 ausmalen

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.

Schöpfung Tag 2 ausmalen

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Schöpfung Tag 3 ausmalen

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Schöpfung Tag 4 ausmalen

Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Schöpfung Tag 5 ausmalen

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Schöpfung Tag 6 ausmalen

Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.
Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.

Schöpfung Tag 7 ausmalen

Die Bibel: 1. Mose 1 – 1. Mose 2,4

Schöpfung Bilderserie

Der schwarz-weiß illustrierte Schöpfungsbericht der Bibel aus 1. Mose 1 in diesem Artikel nun auch in bunten Farben. Falls gewünscht, kann man durch einmaliges Anklicken mit der linken Maustaste die Bilder noch vergrößern.

Hier die bunte Bilderserie als PDF. Die Vervielfältigung ist für nicht kommerzielle Zwecke gerne erlaubt.

Schöpfung

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht!  Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Schöpfung Tag 1

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag.

Schöpfung Tag 2

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Örter, dass man das Trockene sehe. Und es geschah also. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht trage und habe seinen eigenen Samen bei sich selbst auf Erden. Und es geschah also. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein jegliches nach seiner Art, und Bäume, die da Frucht trugen und ihren eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Schöpfung Tag 3

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Schöpfung Tag 4

Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen Tieren, und Gevögel fliege auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und erfüllt das Wasser im Meer; und das Gefieder mehre sich auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Schöpfung Tag 5

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise, und allem Getier auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das da lebt auf Erden, dass sie allerlei grünes Kraut essen. Und es geschah also. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Schöpfung Tag 6

Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.
Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.

Schöpfung Tag 7

Die Bibel: 1. Mose 1 – 1. Mose 2,4

Ein Brand aus dem Feuer gerissen

Ein Brand aus dem Feuer gerissen

Im Frühjahr 1847 war ich mit einem Bruder auf der Reise nach einer Kirchenversammlung im Staate Virginia. Wir gedachten, unseren Weg durch das Städtchen, in welchem das Amthaus war, zu nehmen, um hier einige Freunde zu besuchen. In die Unterhaltung vertieft, waren wir aber an einem Kreuzweg, der zum Amthaus führte, vorbeigeritten und bemerkten unseren Irrtum erst, als wir schon mehrere Meilen davon entfernt waren und es bereits zu spät war umzukehren. Während wir uns wegen unserer Unachtsamkeit Vorwürfe machten, führte uns der Herr.
Wir waren noch nicht weit gekommen, als wir in der Entfernung von etwa einer viertel Stunde ein Haus brennen sahen. Der jüngere von uns beiden setzte sein Pferd in Galopp und war bald bei dem Feuer. Es war ein Blockhaus und das Dach brannte an drei Stellen. Beim Eintreten in das Haus kam ihm auf der Schwelle das Jammergeschrei eines alten Mannes entgegen, der in einer Ecke auf einem Rollbett lag, ganz gelähmt vom Rheumatismus und so hilflos wie ein Kind. „Ach lieber Herr,“ jammerte er, „um Himmels Willen bringen Sie mich hinaus, sonst werde ich bei lebendigem Leibe verbrennen.“ Er beruhigte sich etwas durch die Versicherung, dass keine unmittelbare Gefahr für ihn vorhanden sei und er zeitig genug in Sicherheit gebracht würde. Im oberen Stockwerk fand man eine bejahrte Frau, von Schrecken gelähmt, welche umsonst versucht hatte, das Feuer mit einem kleinen zinnernem Eimer, halb voll Wasser, und einer kleinen Wasserkelle zu löschen.
Sobald der junge Prediger eine Axt gefunden hatte, ging er mutig ans Werk. Und nachdem er einen bedeutenden Teil des Daches abgehauen und niedergerissen hatte, gelang es ihm, das Feuer zu löschen und er hatte die Freude, dem alten Ehepaar die Versicherung geben zu können, dass jetzt alle Gefahr vorüber sei. Mit vielen Tränen und Worten drückten sie ihm ihren Dank aus. Der Prediger aber erinnerte sie daran, Gott zu danken, durch dessen Vorsehung allein sie gerettet seien – sie hätten einen anderen Weg nehmen wollen, seien aber dieses Weges geführt worden.
„Wunderbare Gnade!“ rief der alte Mann, und zitternd und blass werdend bei diesem Gedanken fügte er hinzu: „Ach hätten Sie den Weg zum Amthaus eingeschlagen, wären wir gewiss verbrannt. Welche Gnade, große Gnade!“, wiederholte er immerfort und setzte hinzu: „Ach, wie gottlos bin ich gewesen! Nie habe ich an eine Vorsehung geglaubt. Ich spottete darüber und hasste den Gedanken, dass Gott sich um uns kümmere. Jetzt aber erkenne ich, es gibt eine Vorsehung! Ja,  es gibt eine Vorsehung, welche Sie hierher geschickt hat, um uns aus dem Feuer zu retten.“
Darauf fragte er uns, wer und woher wir seien. Als wir ihm gesagt hatten, dass wir Prediger seien und der eine 25, der andere 100 Meilen entfernt wohne, wurde er tief ergriffen und sagte: „Wie sonderbar! Ich habe die Prediger immer gehasst und ließ sie nicht über meine Schwelle kommen und jetzt hat Gott zwei solche gesandt, um so einen alten, geringen, gelähmten Menschen, wie ich bin, vom Tode zu erretten.“ Er gestand nun die Sünden seines früheren Lebens ein und besonders bedauerte er, dass er seiner Frau so lange entgegen gewesen sei, die, wie er sagte, immer eine Christin zu sein gewünscht habe. Er habe als Soldat unter Wayne gedient. Hier habe er gelernt, Branntwein zu trinken, über Religionen zu spotten und das Buch des Tome Payne zu seiner Bibel zu machen. „Jetzt,“ fügte er hinzu, „fange ich an, die Schuld davon zu fühlen. Sie liegt auf mir wie eine Bergeslast.“
Wir sagten ihnen, durch ihre Sünden sei das noch schrecklichere Feuer des Verderbens angezündet, aus dem kein menschlicher Arm retten könne und ermahnten sie, dem zukünftigen Zorn zu entfliehen und die Hand, welche ans Kreuz geschlagen wurde, zu ergreifen.
Darauf las ich ihnen eine kurze Beschreibung des Lebens eines Trinkers und Spielers vor und der wunderbaren Bekehrung desselben. Eine der rührendsten Stellen ist die, da er seine kleine Tochter bittet, ihm aus der Bibel vorzulesen. Sie las den 51. und den 103. Psalm. Der Vater wurde sehr gerührt, weinte und sagte: „Gewiss, Gott hat dich diese beiden Psalmen für mich wählen lassen!“
Das alte Paar hörte unter Tränen der Vorlesung zu und als ich fertig war, sagte der Mann: „Gewiss, Gott hat Sie diese Geschichte für uns wählen lassen. Jedes Wort davon trifft mein Herz. Und wollen Sie jetzt nicht so gütig sein, uns dieselben Kapitel aus der Bibel vorzulesen, welche das kleine Mädchen ihrem Vater vorlas?“ Die Bitte wurde gerne gewährt und ich las den 51. Psalm: „Gott sei mir gnädig.“ Als ich zu Ende gelesen hatte, meinte er bewegt: „Das ist Gottes Wort und scheint eigens für mich gemacht.“ Seine bejahrte Ehehälfte, die über das, was sie gesehen und gehört hatte, nicht weniger erfreut als verwundert war, ersuchte mich, auch den anderen Psalm vorzulesen. So las ich auch Psalm 103: „Lobe den Herrn, meine Seele!“ Sie ging im Zimmer auf und ab und rief aus: „Lobe den Herrn, meine Seele! Lobe den Herrn! Er hat uns heute aus dem Feuer errettet und wird uns auch von unseren Sünden erretten. Er vergibt uns alle unsere Ungerechtigkeiten! Lobe den Herrn, dass ich diesen Tag erlebt habe. Mein Mann wird mich bald gewähren lassen, wenn ich lese, singe und bete und wir werden beide zusammen den Herrn suchen und ihm dienen.“ Wir knieten nieder und beteten das erste Gebet, wie der alte Mann sagte, das in diesem Hause emporgesandt worden war.
Wir sagten ihnen Lebewohl, indem wir nicht erwarteten, vor dem Tage des letzten Gerichts wieder mit ihnen zusammen zu treffen. Das alte Paar lebte noch etwa drei Jahre und wir wissen von glaubwürdigen Personen, dass sie, volle 80 Jahre alt, im Glauben und in der lebendigen Hoffnung des Evangeliums Christi, beide in demselben Jahr starben.

Haus brennt

Gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Online nachlesen: Psalm 51 oder Psalm 103. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Die Abende der Ehewoche

Die Abende der Ehewoche

Mondtag: Bei Mondschein die Zweisamkeit genießen. Mit Kerzenlicht, romantischer Musik, einem feinen Essen und viel Ruhe wird es ganz sicher ein wunderschöner Abend.

Dienstag: Heute den anderen oder einer guten Sache einen Dienst erweisen. Gemeinsam die Freude erleben, die aus sinnvollem Tun entspringt und dabei immer mehr zusammen wachsen.

Mittwoch / Mittelpunkttag: Spätestens jetzt, Mitte der Woche, einmal bewusst miteinander an den denken, der Euch geschaffen, zusammengeführt und so viel Gutes geschenkt hat: Gott. Diesem Mittelpunkt des Lebens könnt auch Ihr Euren Dank und Eure Sorgen mitteilen.

Donnerstag: Ob es mal donnert oder blitzt, heute ist ein guter Tag, Dinge in Ordnung zu bringen, Anstehendes zu erledigen und danach frische Luft und Raum für Neues gewonnen zu haben.

Freitag: Ein Abend zur freien Verwendung. Etwas unternehmen, ausdrücklich Schönes einplanen, einfach etwas, das Spaß macht, auftanken lässt und Flügel verleiht für kommende Dinge. Sich herzerwärmende Erinnerungen zulegen, aus denen man auch in Zukunft schöpfen kann.

Samstag / Sammlungstag: Sich innerlich sammeln, zur Ruhe kommen, aufatmen, vielleicht auch etwas träumen, langsam einstellen auf den morgigen Tag, auf eine besondere Zeit mit Gott und den Seinen.

Sonntag: Ein Tag voller Sonnenschein und lichter Momente, aber auch der Begegnung mit Christus, dem Licht der Welt. Sich seiner Leitung und seinem Schutz für die nächste Woche anvertrauen. Seine Strahlen mögen auch auf Eurem Wege und durch Euch für andere weiterleuchten und die Dunkelheit vertreiben.

Nachfolgend der Text als Grafik.
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Ehewoche

Text und Grafik sind von christlicheperlen und dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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Kleine Geschichten aus der Guten Saat

Kleine Geschichten aus der Guten Saat

Bao wurde mit siebzehn Jahren von den Roten Khmer in Kambodscha rekrutiert und ein Augenzeuge von Kampf und Terror. Eines Tages nimmt Baos Einheit einen feindlichen Soldaten gefangen. Bevor man ihn erschießt, darf er noch einen Wunsch äußern. Der Gefangene bittet nicht wie üblich um eine Zigarette, sondern darum, dass man ihm eine Stelle aus dem Buch in seiner Hosentasche vorliest. Bao beginnt laut zu lesen: „Jesus sprach: …“ Weiter kommt er nicht. Ein Kampfhubschrauber greift sie an. Bei der entstehenden Verwirrung kann der Gefangene entkommen. Später fragt Bao den Anführer seiner Einheit: „Was hat Jesus wohl gesagt?“ Der sieht ihn empört an. Bao bohrt weiter. „Es muss wirklich wichtig sein, wenn der Mann es vor seinem Tod noch hören wollte.“ Sein Anführer wird zornig und sagt, er werde den Vorfall melden. Bao weiß, dass er jetzt große Probleme bekommt. Doch am selben Tag wird seine Einheit von einer Bombe getroffen. Nur Bao, der sich kurz vorher entfernt hat, überlebt den Angriff. Er bleibt noch weitere vier Jahre Soldat. Immer wieder denkt er darüber nach, was Jesus wohl gesagt hat. Schließlich findet er bei einem Toten eine Bibel und liest sie von vorn bis hinten durch. Bao erzählt: „Endlich konnte ich lesen, was Jesus gesagt hat. Ich habe mich dafür entschieden, dass auch ich mit diesem Wort sterben will.“ Und er fügt hinzu: „Ich war ein Sünder. Aber Gott wollte mich retten. Er hat mich am Leben erhalten, damit ich hören konnte, was Jesus gesagt hat.“

Ein Hindu fand einmal auf der Straße ein Stück Papier und las darauf die Bruchstücke eines Textes. Folgende Worte konnte er gerade noch entziffern: „So hat Gott die Welt geliebt, … dass Er … gab.“ Der Finder wurde neugierig und überlegte: Wenn ein reicher Mann etwas gibt, dann kann es nicht wenig sein. Wenn ein Fürst etwas gibt, ist es bestimmt mehr. Aber wenn Gott eine Gabe gibt, dann muss sie wunderbar und herrlich sein. Doch um was für eine Gabe handelte es sich denn genau? Der Hindu wollte Gewissheit haben über die Gabe Gottes. Er suchte einen Missionar auf und zeigte ihm die Worte auf dem Papierfetzen. Da erfuhr er den vollständigen Wortlaut dieser Bibelstelle und auch ihre tiefe Bedeutung. Es war das Herrlichste und Wunderbarste, das er je gehört hatte. Der Hindu nahm die gute Botschaft von der Liebe Gottes und von seiner Gabe in sein Herz auf. So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Johannes 3, 16

Vor Jahren erzählte mir ein Amerikaner, bei dem ich wohnte, seine Lebensgeschichte. Er war im zweiten Weltkrieg als Jagdpilot eingesetzt. Bei einem Luftkampf über Österreich wurde seine Maschine in Brand geschossen. „Als ich den Brand bemerkte, überfiel mich eine namenlose Angst“, erzählte er. „Jeden Augenblick konnte ich abstürzen. Und ich wusste, dass ich so, wie ich war, nicht vor Gott bestehen konnte. In meiner Not rief ich zu Gott um Hilfe und gelobte Ihm, dass ich Ihm dienen wollte, wenn ich lebend davonkäme. Gott erhörte meinen Hilferuf. Der Absprung mit dem Fallschirm glückte. Ich geriet in Gefangenschaft und kehrte nach Kriegsende nach Hause zurück. Aber mein Gelöbnis vergaß ich völlig und lebte weiter wie früher. Da erhielt ich eines Tages eine Einladung zu einem Evangeliums-Abend, wo mir meine ganze Undankbarkeit in Erinnerung kam. Das erst wurde der Anlass zu meiner Bekehrung.“ Dieser Mann war nun schon einige Jahre ein glücklicher Christ. Kommen wir doch zu Gott, um uns retten zu lassen – nicht nur aus zeitlichen Bedrängnissen, sondern auch aus der ewigen Gottesferne!

Ich bin in Marokko geboren. Als meine Familie nach Frankreich umzog, praktizierten wir unsere Religion weiter, aber Gott schien so weit weg zu sein. Ich sehnte mich danach, eine engere Verbindung zu Ihm zu bekommen. Ich suchte Ihn auch intensiv, aber meine innere Leere blieb. Zu der Zeit wurde meine Schwester Christin. Das war eine Schande für die ganze Familie. Wir zerrissen ihre Bibel, aber den festen Glauben an Jesus konnten wir ihr nicht nehmen. Der Eifer, der Frieden und die Liebe, die sie an den Tag legte, haben mich als Bruder sehr berührt. Meine Eltern wollten, dass ich sie „beobachtete“. Ich hatte viel über das Christentum gehört, aber als ich mit meiner Schwester zum Gottesdienst ging und sah, wie die Christen dort Gott anbeteten, war ich wirklich beeindruckt. Dann begann ich, die Bibel zu lesen, und war von Jesus Christus gefesselt. Ein großer König, der die Herrlichkeit des Himmels verlässt, um in Armut geboren zu werden! Ein König, der mir sagte: „Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen!“ In meinem Leben gab es Sünde, Diebstahl und Lüge, aber vor dem Kreuz Jesu wurde mir meine Sünde und Not sehr bewusst. Und dann bat ich Gott um Vergebung. Danach bat ich auch viele Leute, denen ich Böses angetan hatte, um Verzeihung. Meinen Vater hatte ich gehasst, aber jetzt nahm ich ihn in meine Arme und bat auch ihn um Vergebung. Und mein Vater machte dieselbe Erfahrung wie ich. Auch er nahm den Herrn Jesus in sein Leben auf. Durch Jesus Christus habe ich endlich Gott gefunden. Er ist jetzt mein Vater und ich habe die Gewissheit des ewigen Lebens.

Wer den Sohn hat, hat das Leben wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 1. Johannes 5,12

Eine Frau in Lyon in Frankreich hatte ihr Leben in recht einfachen Verhältnissen zugebracht. Und als sie im Alter Witwe wurde, musste sie in eine kleine Dachkammer umziehen, wo sie in großer Armut lebte. Eines Tages fiel ihr dort an der Wand eine Stelle mit einer leichten rechteckigen Wölbung auf. Gab es dort etwa ein Geheimfach? Sie musste an die Revolutionszeit denken, in der viele ihre Wertsachen versteckt hatten. Vorsichtig klopfte die Frau an die Wand die Stelle klang tatsächlich hohl. Ob dort vielleicht ein Schatz verborgen war? Aufgeregt öffnete sie das Versteck. Zu ihrer Enttäuschung fand sie dort statt Silber, Gold oder Edelsteinen nur ein altes, verstaubtes Buch. Schon wollte sie das Fach wieder schließen. Die Frage nach dem Thema des Buches kam gar nicht in ihr auf. „Aber vielleicht sind Wertpapiere zwischen den Seiten versteckt“, dachte sie dann. Doch auch zwischen den Blättern konnte sie nichts Wertvolles entdecken. „Warum hat man das Buch dann so sorgfältig versteckt?“, überlegte sie. Nun wurde sie doch neugierig. Sie fing an zu lesen … und las immer weiter, bis in die Nacht hinein. Es war eine alte Bibel, die noch aus der Zeit stammte, als die Hugenotten verfolgt wurden. Die Frau gehörte zwar der Kirche an, doch die Heilige Schrift selbst war ihr bis dahin unbekannt geblieben. Am nächsten Morgen schlug sie das alte Buch erneut auf und sehr bald erkannte sie, dass sie wirklich einen Schatz gefunden hatte. Sie lernte den Herrn Jesus als ihren Erretter kennen. In ihrer Dachkammer ging es auch weiterhin ärmlich zu, aber ihr Herz war verändert und mit Freude und tiefer Dankbarkeit erfüllt.

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

 

Die Pfingstgeschichte

In diesem Artikel nun die bunte Bilderserie zu Pfingsten (Apostelgeschichte 2,1-18 und 37-47) noch einmal in Schwarz-Weiß:

Hier die schwarz-weiße Bilderserie nett zurechtgemacht als PDF. Möchte man die nachfolgenden Graphiken anstelle der PDF einzeln speichern, bitte jeweils vorher mit der linken Maustaste zum Vergrößern auf die gewünschten Zeichnungen klicken.

Pfingsten ausmalen 1

Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.

Pfingsten ausmalen 2

Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Pfingsten ausmalen 3

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind. Als sich aber das Gerücht hiervon verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne in seiner eigenen Mundart sie reden hörte.

Pfingsten ausmalen 4

Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind?

Pfingsten ausmalen 5

Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines. Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa, und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, dies sei euch kund, und nehmet zu Ohren meine Worte! Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meinet, denn es ist die dritte Stunde des Tages; sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geiste ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben;  und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen…“

Pfingsten ausmalen 6

… Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch ist die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie, indem er sagte: Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft; und es wurden an jenem Tage hinzugetan bei dreitausend Seelen. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Es kam aber jede Seele Furcht an, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, welche glaubten, waren beisammen und hatten alles gemein; und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer irgend Bedürfnis hatte. Und indem sie täglich einmütig im Tempel verharrten und zu Hause das Brot brachen, nahmen sie Speise mit Frohlocken und Einfalt des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volke. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

Pfingsten ausmalen 7

Gekürzt aus Apostelgeschichte 2. Alle Artikel der Kategorie Pfingsten untereinander.

Pfingsten Bilderserie

Der schwarz-weiße biblische gekürzte Pfingstbericht (Apostelgeschichte 2,1-18 und 37-47) in diesem Artikel nun noch einmal mit farbigen Bildern zur Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke.

Hier die bunte Bilderserie hübsch zurechtgemacht als PDF.

Pfingsten Karte 1

Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Winde, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.

Pfingsten Karte 2

Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Pfingsten Karte 3

Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind. Als sich aber das Gerücht hiervon verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder einzelne in seiner eigenen Mundart sie reden hörte.

Pfingsten Karte 4

Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind?

Pfingsten Karte 5

Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines. Petrus aber stand auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa, und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, dies sei euch kund, und nehmet zu Ohren meine Worte! Denn diese sind nicht trunken, wie ihr meinet, denn es ist die dritte Stunde des Tages; sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geiste ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben;  und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen…“

Pfingsten Karte 6

… Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch ist die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie, indem er sagte: Lasst euch retten von diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft; und es wurden an jenem Tage hinzugetan bei dreitausend Seelen. Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Es kam aber jede Seele Furcht an, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. Alle aber, welche glaubten, waren beisammen und hatten alles gemein; und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer irgend Bedürfnis hatte. Und indem sie täglich einmütig im Tempel verharrten und zu Hause das Brot brachen, nahmen sie Speise mit Frohlocken und Einfalt des Herzens, lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volke. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

Pfingsten Karte 7

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Die Soldaten am Grab Jesu

In diesem Artikel nun die bunte Bilderserie zu Ostern über die Soldaten am Grab Jesu noch einmal in Schwarz-Weiß:

Hier die schwarz-weiße Bilderserie mit passender Schriftart als PDF. Möchte man die nachfolgenden Graphiken anstelle der PDF einzeln speichern, bitte jeweils vorher mit der linken Maustaste zum Vergrößern auf die gewünschten Zeichnungen klicken.

Ostern 1 ausmalen

Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieß Joseph, welcher auch ein Jünger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

Ostern 2 ausmalen

Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand und legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte lassen in einen Fels hauen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

Ostern 3 ausmalen

Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab.
Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttage, kamen die Hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, dass dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Darum befiehl, dass man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf dass nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen dem Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug ärger denn der erste.
Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein.

Ostern 4 ausmalen

Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.
Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wären sie tot.

Ostern 5 ausmalen
Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da der Herr gelegen hat. Und gehet eilend hin und sagt es seinen Jüngern, dass er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, dass sie es seinen Jüngern verkündigten.

Ostern 6 ausmalen

Und da sie gingen seinen Jüngern zu verkündigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie gehen nach Galiläa; daselbst werden sie mich sehen.

Ostern 7 ausmalen

Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hütern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Ältesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Saget: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, dass ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehrt waren. Solches ist eine gemeine Rede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.

Die Bibel: Matthäus 27,57 – 28,15

– Ende –

Ostern 8 ausmalen

Alle Artikel zu Osterkarten und Bildern oder zu Ostertexten untereinander. Hier die Artikel zu Osterfilmen, über Bastelideen für Ostern, Ausmalbilder zu Ostern, zu Palmsonntag, zur  Auferstehung, über Rollenspiele zu Ostern, zu Osterquizzen, zu Osterliedern, zum Abendmahl oder zur Fußwaschung.

Sämtliche Artikel der Kategorie Ostern untereinander.

Die Soldaten am Grab Jesu – Bilderserie

Die schwarz-weiße Bilderserie über die Soldaten am Grab Jesu im Comicstil nachfolgend noch einmal in Farbig:

Hier die Bilderserie mit passender Schriftart als PDF.

Ostern 1

Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieß Joseph, welcher auch ein Jünger Jesu war. Der ging zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

Ostern 2

Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand und legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte lassen in einen Fels hauen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

Ostern 3

Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab.
Des andern Tages, der da folgt nach dem Rüsttage, kamen die Hohenpriester und Pharisäer sämtlich zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben gedacht, dass dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Darum befiehl, dass man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf dass nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen dem Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug ärger denn der erste.
Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein.

Ostern 4

Als aber der Sabbat um war und der erste Tag der Woche anbrach, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen.
Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wären sie tot.

Ostern 5

Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da der Herr gelegen hat. Und gehet eilend hin und sagt es seinen Jüngern, dass er auferstanden sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, dass sie es seinen Jüngern verkündigten.

Ostern 6

Und da sie gingen seinen Jüngern zu verkündigen, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßet! Und sie traten zu ihm und griffen an seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie gehen nach Galiläa; daselbst werden sie mich sehen.

Ostern 7

Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Hütern in die Stadt und verkündigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. Und sie kamen zusammen mit den Ältesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Saget: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, dass ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehrt waren. Solches ist eine gemeine Rede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.

Die Bibel: Matthäus 27,57 – 28,15

– Ende –

Ostern 8

Die Bilderserie zum Bibeltext der revidierten Lutherübersetzung von 1912 darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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Supermarkt der Engel

Supermarkt der Engel

Die Alternative zum weihnachtlichen Kaufrausch

Die Nachricht verbreitet sich blitzschnell in der ganzen Gegend: Engel haben einen gewaltigen Supermarkt eröffnet. Die größten, ausgefallensten Bedürfnisse werden dort befriedigt! In ein paar Tagen könne jeder seinen Wunschzettel einlösen. Die konsumbegierigen Bürger machen sich ans Werk und schreiben ihre Wünsche nieder. Eine bessere Welt wollen alle: mehr Frieden, freundlichere Mitmenschen. Manche wollen eine gerechtere Verteilung der Güter dieser Welt; Eltern erwarten folgsamere Kinder; Jugendliche mehr Verständnis bei den Erwachsenen. Dreimal unterstrichen steht überall der Wunsch nach mehr Menschlichkeit zu Hause, in Schule und Betrieb. Vollbepackt mit guten Wünschen stürmen sie den Supermarkt. Das Bild gleicht einem Sommer- oder Winterschlussverkauf. Die Überraschung der Leute ist groß. Die Engel nehmen alle Wunschzettel freundlich entgegen: „Das alles könnt ihr haben, aber wir verkaufen nicht die Früchte – nur die Samen!“ Jeder kapiert: Ich selbst bin gefragt, aufgerufen, gefordert. Ich muss selber aus den Samen die Früchte ziehen, damit die Welt besser, menschlicher wird. Bei mir selbst muss ich beginnen – verantwortlich, geduldig. Kraft, Mut, Hoffnung sind der Samen, der mir dazu geschenkt wird. Meint Jesus vielleicht das mit seinem Gleichnis (Johannes 12,24-25): Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.

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Herzlichen Dank an die Autorin für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieser besinnlichen Geschichte!

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Die Predigt in der Kneipe

Die Predigt in der Kneipe

Als die Christen die Kneipe betraten, Handzettel verteilten und ein Lied sangen, reagierten Horst und seine beiden Freunde sehr ablehnend. Sie zerknüllten die Traktate und warfen sie weg.
Später kam Horst eine Idee: „Hört mal, Jungs! Mir ist da was Großartiges eingefallen! Wir spielen auch mal die Frommen! Ich halte ihnen eine tolle Bekehrungspredigt, über den verlorenen Sohn zum Beispiel. Und ihr müsst singen!“ – Die drei Freunde beschlossen, dazu eine Kneipe aufzusuchen, wo sie noch unbekannt waren.
Am nächsten Tag lieh Horst sich von seinen Vermietern eine Bibel. Die freuten sich sehr, dass er plötzlich Interesse daran zeigte, und meinten, er solle sie doch behalten. Bis der junge Mann darin die Stelle vom verlorenen Sohn fand, musste er lange blättern. Manches in diesem Abschnitt kam ihm bekannt vor, anderes schien ihm völlig neu. Einiges brachte ihn sogar zum Nachdenken. – Ob sich wohl jemand durch seine „Predigt“ bekehren würde?
Am nächsten Abend machten die Freunde ihr Vorhaben wahr. Rauch und Bierdunst, Lachen und Fluchen beim Kartenspiel. Sie kannten die Atmosphäre. Noch in der Tür stimmten sie den Choral an: „Jesus nimmt die Sünder an“. Es wurde still im Raum. Dann flogen ihnen Bierdeckel an den Kopf. Zwei Männer mit geballten Fäusten kamen auf sie zu. Da erhob sich ein kräftiger Kerl und stieß die Hitzköpfe zurück: „Lasst sie singen, das ist besser als euer Gegröle!“ Keiner widersprach. Dieser Mann mit seinen kräftigen Pranken und dem hoffnungslos traurigen Blick wurde anscheinend respektiert.
Dann hielt Horst seine „Predigt“. Der kräftige Mann blickte ihn unentwegt an. Die anderen spielten weiter Karten. – Nach der Ansprache verließen die Freunde das Lokal.
Nach der „Predigt“ schüttelten sich die Freunde draußen vor Lachen und gratulierten Horst. Dann ging es nach Hause. Doch jemand folgte ihm – der große, kräftige Mann aus der Kneipe. „Kann ich Sie morgen mal sprechen?“, fragte er. – „Ja“, sagte Horst verdutzt. „Worum geht es?“ – „Ihre Predigt hat mich sehr ergriffen. Ich möchte mich bei Ihnen aussprechen; ich habe Vertrauen zu Ihnen.“ Der Mann war angeheitert. Horst hoffte, dass er alles vergessen würde.
Doch er kam. Horst ließ ihn ein und forderte ihn auf: „Dann erzählen Sie mal.“ – Heraus kam eine traurige Geschichte: Schulden bis über die Ohren. Ständige Streitereien zu Hause. Und der Alkohol spielte eine große Rolle – bei beiden Eheleuten. Stille. Dann bat der verzweifelte Mann: „Bitte beten Sie mit mir!“
Horst erschrak. Sollte er alles eingestehen? Dann würde der Mann den letzten Funken Hoffnung verlieren. Deshalb faltete er die Hände und stammelte unbeholfen ein paar fromme Worte. Der Besucher bedankte sich herzlich. Ob er wiederkommen dürfe? Horst nickte.
Er suchte nach einem Ausweg, aber ihm blieb nichts anderes übrig, als sich mit der Bibel zu beschäftigen. Vor allem mit den Trostworten. Die sog der Mann in sich hinein wie ein Verdurstender. Nach und nach wurden auch ihm selbst diese Schriftworte zu einem kleinen Trost. Zugleich aber beunruhigte ihn seine Unwahrhaftigkeit immer stärker. Nach einigen Tagen sprach Horst mit seinen Vermietern. Ob sie ihm helfen könnten? Von da an durfte Horst mit seinem Besucher regelmäßig zu der gläubigen Familie kommen. Dort lasen sie zusammen in der Bibel. Von Horst fiel eine große Last ab. Und eines Tages kam er selbst wie der verlorene Sohn zu Christus. Beide Männer fanden Frieden mit Gott.

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Jesu Geschichte vom verlorenen Sohn in der Bibel nachlesen in Lukas 15,11-32.

Der Text wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen, die Links von Christliche Perlen eingefügt. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen.
Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Gott als Versorger

Gott als Versorger

Eine Christin, die Hartz IV Empfängerin war, musste ihr altes Auto in die Reparatur geben. So kam es, dass sie schon zu Monatsbeginn nur noch 10 Euro auf dem Konto hatte. Sie sprach zu Gott: „Wie soll ich das nur schaffen? Der Monat hat gerade erst angefangen und ich habe schon fast kein Geld mehr.“ Gott entgegnete: „Lass deine 10 Euro auf dem Konto.“ „Wie bitte?“ „Lass dein Geld auf dem Konto.“, empfand sie noch mal. Bald darauf kam ein anderer Christ zu ihr. Er berichtete: „Gott hat zu mir gesagt, ich solle dir 50 Euro geben.“, und drückte ihr das Geld in die Hand. Nicht lange danach erschien die nächste Person. So legte Gott es verschiedenen Leuten auf das Herz, ihr etwas zu geben. Das Ende des Monats nahte, und sie hatte weder Mangel gehabt noch die 10 Euro gebraucht. Gott hatte sie mit allem versorgt, was sie benötigte.

In einer seiner Reden sagte Christus zu diesem Thema eines Tages: „Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie deren eine. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles bedürft. Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tage genügt seine eigene Plage!“
Die Bibel nach der Schlachterübersetzung 1951, Matthäus 6,28-34

„Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden.“
Paulus im Brief an die Philipper 4,6

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Weihnachten – Geburtstag des Sohnes Gottes

Weihnachten – Geburtstag des Sohnes Gottes

Wenn Gott ein Buch schreiben würde, würden Sie es lesen? Würden Sie nicht wissen wollen, was er uns zu sagen hat?
Nicht umsonst ist die Bibel das meistgedruckte Buch der Welt und wird auch oftmals Gottes Wort genannt. Hier hat Gott selbst Menschen Worte eingegeben.
Und wenn Sie wüssten, Gott hat einen Sohn und dieser hat sogar schon auf der Erde gelebt, würde Sie nicht interessieren, was dieser Sohn dort getan hat? Auch dies ist in der Bibel nachzuschauen. Das Neue Testament schildert viel über das Leben und den Auftrag des Sohnes Gottes, den dieser hier auf Erden hatte.
Etwa 60 Bibelstellen des Neuen Testaments reden von Jesus als dem Sohn Gottes. Darunter sind Zitate von Jesus selbst, in denen er sich immer wieder als Gottes Sohn ausgibt. Aber auch prominente Gläubige wie Johannes der Täufer, Petrus und Paulus haben klar bezeugt, dass er Gottes Sohn ist.
Und solch ein Hinweis fehlt ebenfalls nicht in der Weihnachtsgeschichte der Bibel. Als der Engel Gabriel zu Maria kam, um ihr zu verkünden, dass sie schwanger werden würde, sagte er zu ihr: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden ; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird über das Haus Jakobs herrschen ewiglich, und seines Reiches wird kein Ende sein.“ Maria aber sprach zu dem Engel: „Wie wird dies sein, dieweil ich keinen Mann kenne?“ Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden.“ (Lukas 1,31-32)
Bis zu seinem Ende stand Jesus zu seiner Herkunft. Sogar, als Priester ihn verhörten mit der Absicht, diesen überaus beliebten Konkurrenten aus dem Weg zu räumen, bekannte er es noch. Als  sie ihn fragten: „Bist du denn Gottes Sohn?“, antwortete er unmissversändlich: „Ihr sagt es, denn ich bin’s.“ (Lukas 22,70)
Anhand dieser Aussage wurde Jesus zum Tode am Kreuz verurteilt. Denn die jüdischen Priester glaubten ihm nicht und meinten: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“ (Johannes 19,7 ) Würden Sie für eine Lüge sterben? Einen schrecklichen Tod am Kreuz? Niemand würde dies tun, außer: es ist die Wahrheit. Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz bezahlt für die Schuld der Menschen. Sie brauchen es nur anzunehmen. Annehmen, damit ist gemeint: ihn um Vergebung zu bitten für unsere menschlichen Fehler, umzukehren von falschen Wegen und unser Leben ihm anzuvertrauen. Dazu gehört auch, seine Gebote zu halten. Natürlich müssen wir diese Gebote dafür kennen. Und das ist nicht unmöglich: sie sind schließlich leicht nachzulesen im Neuen Testament (Start hier oder hier).
Wenn Könige oder Stars Geburtstag haben, wird dies oftmals mit rauschenden Festen gefeiert. Wie viel mehr sollten wir den Geburtstag von Gottes Sohn feiern, der kam, um uns zu zeigen, wie man leben soll und um sein Leben für uns zu geben! Ihm gebührt wahrhaftig die Ehre und der Dank unseres Herzens. In diesem Sinne: feiern Sie mit! Happy birthday, Jesus!

Hier noch einige Bibelstellen, die von Jesus, dem Sohn Gottes handeln:

Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
Matthäus 16,16 hier als Graphik.

Und ich sah es und zeugte, dass dieser ist Gottes Sohn.
Johannes der Täufer in Johannes 1,34

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Johannes 3,16-18

Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben.
Paulus im Brief an die Galater 2,20

So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.
1. Johannesbrief 1,7

Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat.
1. Johannes 3,23

Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen. Darin steht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
1. Johnnesbrief 4,9-10

Und wir haben gesehen und zeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat zum Heiland der Welt. Welcher nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
1. Johannesbrief 4,14-15

So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeugt hat von seinem Sohn. Wer da glaubt an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott zeugt von seinem Sohn. Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben hat gegeben; und solches Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf dass ihr wisset, dass ihr das ewige Leben habt, und dass ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.
1. Johannesbrief 5,9-13

Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis.  Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.
Hebräerbrief 4,14-16

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Dieser Text von Christliche Perlen mit den Bibelstellen der revidierten Luherübersetzung von 1912 darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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Kürbisrezepte und eine Kürbisgeschichte

Kürbis

Die Geschichte vom kleinen Kürbis

Ich bin nur ein armer, kleiner Kürbis. Ich weiß auch nicht, warum ich so viel kleiner geraten war, als alle Kürbisse um mich herum. Ja, ich war regelrecht der kleinste Kürbis auf dem ganzen Feld. Alle anderen sahen auf mich herab, Tag für Tag. Es war ein hartes Los. Ich verstand nicht, warum es ausgerechnet mich getroffen hatte. Ich fragte auch Gott, warum das so war. Doch es schien, als antwortete er nicht. Nur der Wolkenhimmel lichtete sich für einen Moment über mir und warme Sonne strahlte auf mich herab, als wolle sie mich trösten.
Eines Tages dachte ich mal wieder darüber nach, was für einen Sinn denn mein Leben haben könnte. Da kam von Weitem eine Gruppe schaurig aussehender Menschen auf uns zu. Je näher sie kamen, desto mehr erschrak ich. Sie waren als Geister oder Vampire verkleidet, schwarz, unheimlich und sehr hässlich. Und sie blieben am Rand des Feldes direkt vor mir stehen. Ich hörte sie darüber reden, dass Halloween sei. Sie bräuchten Kürbisse, um daraus Fratzen zu schneiden. „Nur die größten“, meinten sie und begannen, die prächtigsten Exemplare um mich herum einzusammeln.
Ich wagte mich nicht zu rühren, bis sie endlich davon zogen. Halloween, was hatte das zu bedeuten? Eins war sicher: schön war das nicht. Weshalb machten Menschen sich so schaurig zurecht? Glaubten sie wirklich, dass das Gott gefiel? Würde er nicht fürchterlich traurig sein, wenn er sie so sah? Oder sogar wütend, weil er dachte, sie lieben böse Sachen? Ach, täten sie doch besser etwas für ihn in dieser Zeit!
Noch während ich über alles nachsann, fiel ein Schatten auf mich. Ich sah auf. Eine junge Frau stand vor mir. Ich hatte sie gar nicht kommen sehen vor lauter Nachdenken. Sie war hübsch und überhaupt nicht so grässlich wie die ganzen Leute eben. Sie blickte genau auf mich herab. „Was für ein schöner kleiner Kürbis!“, sagte sie. „Aus dem mache ich mir heute gefüllten Kürbis zum Abendbrot. Er ist geradezu perfekt.“ Ich traute meinen Ohren nicht. Hatte sie da gerade gesagt, ich sei perfekt? Ich schaute nach den übrigen Kürbissen, die noch um mich verblieben waren. Sie taten, als hörten sie nichts und sagten kein Wort. Die junge Frau aber beugte sich über mich und  hob mich hoch. Ich war sicher, dass mir dies deutlich lieber war, als in die Hände der gruseligen Geister gefallen zu sein. Mein Leben hatte plötzlich einen Sinn bekommen, einen guten Sinn.
Der Wolkenhimmel lichtete sich für einen Moment über uns und warme Sonne strahlte auf mich herab, bevor mich zwei Hände vorsichtig in eine duftende Tasche legten und ich fortgetragen wurde.

Text und Bild sind von christlicheperlen und dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Hier die Geschichte mit den nachfolgenden Rezepten hübsch zurecht gemacht als PDF.

Kürbisrezepte

Ein Kürbis hat viel geschmackvollere Verwendungen als ihn mit fehlenden Zähnen im Fenster stehen zu lassen! Vielleicht animieren die folgenden Vorschläge ja zu einem fröhlichen Kürbisfest? Der Fantasie ist keine Grenze gesetzt!

In Suppen lässt Kürbis sich hervorragend in verschiedensten Variationen einbinden:

Zum Beispiel mit wenigen Kartoffeln & Zwiebeln, alternativ Möhren oder Tomaten, mit Gemüsebrühe aufgekocht und falls gewünscht püriert. Angereichert wird die Kürbissuppe mit aufgeschlagener Sahne, Creme Fraîche oder Frischkäse. Denkbar sind auch Einlagen wie gebratener Schinkenspeck und Pfifferlinge. Alles wird pikant abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, sowie Knoblauch oder Muskat. Dazu bei Bedarf Baguette oder Ciabatta reichen.

Gefüllter Kürbis:

Kleine Kürbisse kann man auch grob aushöhlen und mit einer Füllung versehen: Hackfleisch, Gemüse oder eine Pilzmischung wird nach Belieben mit Zwiebel vorgegart und in die Kürbisse gegeben. Dann Käse darüber streuen und 30 – 40 Min. bei 180° überbacken, bis die Kürbisse leicht einzustechen sind.. Ein fein servierter Kürbis lässt jeden Gast staunen.

Herzhafte Kürbistorte oder gefüllter Blätterteig:

Ausgerollter Knetteig in einer Backform wird belegt mit einem Gemenge aus: gekochtem Hühnerfleisch, mit in wenig Hühnerbrühe gekochtem, püriertem ca. 800 g Kürbis, 2 Eiern, Crème fraîche, Petersilie, Salz, (Cayenne-)Pfeffer und 1 gr. EL Kapern. Die Backzeit der  deftigen Torte beträgt etwa  30 – 40 Min. bei 180° – 200°. Wahlweise können auch Blätterteigtaschen mit einer Kürbis-Gemüse-Komposition (ggf. mit Hackfleisch) gefüllt und mit Käse überbacken werden.

Guten Appetit!

Möchte man die Rezeptvorlage anstelle der PDF oben speichern, bitte zum Vergrößern einmal vorher mit der linken Maustaste darauf klicken:

Kürbisrezepte

Rezepte bzw. Rezeptegrafik sind ebenfalls wie die Kürbisgeschichte oben zur Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke freigegeben. Hier eine Anleitung für ein hübsches Blumengesteck im ausgehöhltem Zierkürbis. Alle Artikel der Kategorie Halloween untereinander.

In zwei Teile zerrissen

In zwei Teile zerrissen

Als Jacques von der Arbeit nach Hause kam, zeigte ihm seine Frau Jeanne das Neue Testament, das sie heute erstanden hatte. Doch Jacques ärgerte sich maßlos über eine solche Verschwendung. „Aber Jacques“, sagte sie, „das Geld gehörte zur Hälfte mir.“ „Das Geld gehörte zur Hälfte dir?“, schrie Jacques. „Dann gilt das auch für das Buch.“ Unwirsch zerriss er es in zwei Stücke, nahm eine Hälfte an sich und warf ihr die andere zu.
Später holte er das zerrissene Buch aus reiner Neugier hervor. Er hatte es im Lukasevangelium zerrissen. Er begann zu lesen: „…und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.“ Gebannt las er die Geschichte zu Ende. Tausend Fragen stiegen in ihm auf. Was hatte dieser Sohn getan? Warum war er umgekehrt? Sein Stolz verbot ihm jedoch, Jeanne nach dem ersten Teil zu fragen.
Auch Jeanne hatte Freude an ihrem Teil gefunden. Doch als sie das Ende erreichte, ließ auch sie die Geschichte von dem jüngeren Sohn nicht los. Würde der Vater ihn annehmen? Ihr Herz schrie nach einer Antwort, doch fand sie nicht den Mut, Jacques zu fragen.
Eines Tages kam Jacques besonders müde von der Arbeit. Schweigsam aß er seine Suppe, doch schließlich platzte er heraus: „Jeanne, … das zerrissene Buch, … in meinem Teil stand so eine schöne Geschichte, doch nur das Ende davon. Ich habe aber keine Ruhe, bis ich den Anfang kenne.“ „O, Jacques! Ich muss auch immer an diese Geschichte denken, doch mir fehlt das Ende. Hat der Vater den Sohn angenommen?“ „Ja. Aber was hatte der Sohn Schlimmes getan?“ Sie holte ihre Hälfte und gemeinsam lasen sie das wunderbare Gleichnis. Es folgten viele Abende, an denen sie das Wort Gottes lasen, bis sie beide ihr Herz und ihr Leben dem Herrn Jesus übergaben.

M. Leßmann

Jesu Geschichte vom verlorenen Sohn in der Bibel nachlesen in Lukas 15,11-32.

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Aus den gesammelte Brocken:

Das Gesetz deckt Sünde auf, aber nicht zu. Das Gesetz verurteilt die Sünde, gibt aber keine Kraft, sie zu überwinden.

Das Gesetz ist wie ein Spiegel, die Gnade wie die Seife, die den Schmutz entfernt.

Wenn ein Kind klein ist, fällt es öfters hin. Es ist auch nicht verwunderlich. Aber wenn ein Kind größer wird, erwartet man einen sicheren Gang. Und wenn wir schon einige Jahre auf dem Weg des Glaubens sind – sollte dann das Hinfallen nicht eine absolute Ausnahme geworden sein?

Wir sollen unsere Worte durch unser Leben unterstreichen und nicht durchstreichen.

Jemand sagte mal zu jungen Leuten: Wo du in fünf Jahren stehen wirst, hängt von zwei Faktoren ab: „The books you read, and the friends you keep.“

Die Schrift sagt: „Handelt, bis ich komme!“, und nicht: „Hortet, bis ich komme!“ Und das gilt durchaus auch für das Finanzielle.

Vierte Klasse, Deutschland: „Wer hat die Bibel übersetzt?“ Antwort: „Lothar Matthäus“. Wahrscheinlich dachte der Schüler an Luther und an das Matthäusevangelium. Dennoch ist es eine ziemliche Unwissenheit, gegen die wir etwas unternehmen sollten!

Es gibt rund 7000 Sprachen. In 2900 liegen Bibelteile vor. An 2200 Sprachen wird gearbeitet. Und in 1900 Sprachen muss die Arbeit der Bibelübersetzung noch aufgenommen werden. Beten wir für die Ausbreitung der Bibel?

Vielen Dank an www.bibelstudium.de für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

 

Wahre Begebenheit

Wahre Begebenheit

Auf einer Urlaubsreise stürzte ein Christ, der für diesen Bericht Johannes genannt wird, beim Klettern an einem Wasserfall (siehe Photo) 22 Meter in die Tiefe. Ganz in der Nähe waren zwei gläubige Mennoniten unterwegs. Einer wollte dem anderen unbedingt den Wasserfall zeigen und obwohl sie eigentlich keine Zeit dazu hatten, gingen sie doch hin. So haben sie Johannes Fall von unten gesehen, sich sofort hingekniet und für ihn gebetet. Sie waren Augenzeugen davon, dass er sich im Fall ganz ungewöhnlich gedreht hat. Nur deshalb ist er nicht auf einem Felsen aufgeprallt, sondern im nicht besonders tiefen Wasser gelandet. Der Rettungshubschrauber wurde gerufen und noch bevor er eintraf, erlangte der junge Mann sein Bewusstsein wieder, wenngleich er noch ziemlich benommen war. Man brachte ihn zur Kontrolle in ein Krankenhaus. Bis auf einige Kleinigkeiten ist ihm – zum Erstaunen der Ärzte – nichts passiert.
Christus kann sehr wohl bewahren. Wenn wir ihm unser Leben anvertrauen, dürfen wir auch zuversichtlich sein, dass er über uns wacht. Manchmal lässt er vielleicht auch schwierige Dinge zu. Doch können wir darin oftmals seine Hilfe erfahren. Vielleicht schickt er in entscheidenden Momenten einen Engel, der unseren Sturz abfängt. Ein erfahrener Prediger sagte einmal: „Wir merken nur jedes zehnte Mal, wenn Gott uns hilft.“
Mitunter sehen wir auch erst sehr viel später, wozu etwas gut war. Doch wir dürfen sicher sein, „ dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“  (Die Bibel, Römer 8,28).
Also: Bitten wir Christus täglich um seine Führung, seinen Schutz und seine Hilfe für uns und unsere Lieben. Bringen wir ihm auch unseren Dank und unsere Sorgen. So werden wir nie alleine gehen müssen, sondern stets Beistand an unserer Seite haben. Was für ein beruhigendes Gefühl!

Wasserfall

Text und Bild dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Das ABC von Weihnachten

Das ABC von Weihnachten

Schnörkel

Jesu Geburt

A-ugustus: Titel des römischen Kaisers. Augustus bedeutet „der Erhabene“. Caesar Octavianus, der von 43 vor – 14 Jahre nach Christi Geburt regierte, erhielt als erster Kaiser diesen Titel in seinem siebenundzwanzigsten Regierungsjahr. Er befahl auch die Durchführung einer Volkszählung, zu deren Zeit Christus geboren wurde (Lukas 2,1).

B-ethlehem: heißt übersetzt „Haus des Brotes, der Nahrung“. Diese Ortschaft liegt 9 km von Jerusalem entfernt. Hier erblickte schon der berühmte König David, ein Vorfahr Jesu Christi, die Welt. 27 Generationen später reiste sein Nachkomme Josef anlässlich der Volkszählung mit seiner schwangeren Frau Maria dort hin. Und dort bekam Maria ihr Kind: Jesus.

C-hristus ist griechisch und bedeutet „der Gesalbte“. Im Aramäischen würde dies „meschicha“ heißen, weshalb auch öfter „Messias“ gesagt wird. Mit Öl gesalbt wurden jüdische Könige und Priester bei ihrer Amtseinsetzung. Öl ist ein Sinnbild für den Heiligen Geist Gottes. Mit diesem Geist würde Christus auch gesalbt sein (Jesaja 61,1-2 und Lukas 4,18). Der Messias wurde dem Volk Israel von etlichen Propheten im Alten Testament vorhergesagt. Jesus selbst erwähnte von sich, dieser Messias zu sein (Johannes 4,25-26). Diverse Bibelstellen bezeichnen ihn auch als König (Z. B. Lukas 19,38) oder Priester (Z. B. Hebräer 5,5).

D-arbringen: Die Weisen aus dem Morgenland schenkten Jesus sehr wertvolle Geschenke: Gold, kostbaren Weihrauch und Myrrhe. Gold war das Metall der Könige. Weihrauch wurde von Priestern im Tempel als Rauchopfer dargebracht (2. Mose 30,34). Es zeigte, dass Jesus einmal als Priester fungieren würde (Hebräer 4,14). Myrrhe war Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden (2. Mose 30,23-25).

E-ngel: Engel sind Diener und Boten Gottes aus der himmlischen Welt. Josef erhielt mehrmals im Traum Engelanweisungen (Matthäus 1,18-25, Matthäus 2,13-15, Matthäus 2,19-23). Der Engel des Herrn verkündete den Hirten auf dem Feld in der Nähe von Bethlehem die Geburt Christi (Lukas 2,8-16). Danach erschien die Menge der himmlischen Heerscharen und lobten Gott. Was für ein Ereignis, welche überschwengliche Freude über die Geburt des Sohnes Gottes! Als die Engel von ihnen zum Himmel auffuhren, eilten die Hirten zum Stall, um das Kind zu sehen. Diese Nacht würden sie nie vergessen.

F-eiertag: So eindrucksvoll war Jesu Wirken auf Erden, dass seinetwegen noch heute – über 2000 Jahre nach seiner Geburt – eine ganze Reihe Feiertage in vielen Ländern der Erde begangen werden. Weihnachten als das Fest der Geburt Jesu und Ostern als Gedenken an seinen Tod und seine Auferstehung (Lukas 24) sind dabei die herausragendsten Feiertage. Bis 40 Tage nach seiner Auferstehung begegnete er noch mehrmals verschiedenen seiner Jünger. Dann fuhr er vor ihnen zum Himmel auf (Apostelgeschichte 1,1-12) und sitzt nun zur Rechten Gottes, seines Vaters, von wo aus er uns immer noch hört.

G-abriel: Gabriel bedeutet „Starker (Mann) Gottes oder Kraft Gottes“. Es ist der Name des Engels, den Gott zur Jungfrau Maria sandte, um ihr mitzuteilen, dass sie Gottes Sohn auf die Welt bringen würde (Matthäus 1,26-38). Der biblische Bericht schließt: „Maria aber sprach: Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.“

H-irten: Warum waren es ausgerechnet Hirten, die von den Engeln über die Geburt von Gottes Sohn informiert wurden? Weil sie in der Nacht noch wach waren, um ihre Herde zu hüten? Weil Jesus sich später selbst auch „guter Hirte“ nannte? (Johannes 10,1-18) Jedenfalls waren die Hirten nach der Engelerscheinung vollauf begeistert und erzählten überall davon herum. Maria aber behielt ihre Worte in Erinnerung und dachte oftmals daran (Lukas 2,16-20).

I-mmanuel: bedeutet „Gott ist mit uns“. Eine weitere Bezeichnung Jesu. Der Prophet Jesaja sagte etwa 700 Jahre vor Christi Geburt voraus: „Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie heißen Immanuel.“ (Jesaja 7,14) Die Erfüllung dieser Prophezeihung wird ausdrücklich in Matthäus 1,23 erwähnt.

J-esus: ist die griechisch-lateinische Form des hebräischen Jeschua und heißt übersetzt „Gott ist Retter oder Heiland“. Ein Engel sagte Josef im Traum voraus, dass Jesus sein Volk von ihren Sünden erretten würde (Matthäus 1,21). Dies tat Jesus später, indem er statt zu fliehen für die Sünden der Menschen am Kreuz mit seinem Leben bezahlte (Jesaja 53,12b). Man konnte ihn nun um Vergebung für seine Fehler bitten, um nach dem Tod Annahme bei Gott im Himmel zu finden. Der Engel des Herrn bezeichnete Jesus den Hirten gegenüber auch als Heiland (Lukas 2,11).

K-önig Herodes: Sein Name kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Heldenspross“. Von seiner Herkunft war er allerdings Edomiter, also nicht aus den 12 Stämmen Israels. Caesar setzte ihn jedoch als König über ein Gebiet, dass Judäa, Samaria und Galiläa beinhaltete. Als Weise aus dem Morgenland zu ihm kamen und ihm berichteten, dass vom Sternbild her ein neuer König geboren worden sein müsste, ließ er alle männlichen Kleinkinder in Bethlehem umbringen, um diesen König zu beseitigen. Doch konnten Josef und Maria mit Jesus nach Ägypten fliehen (Matthäus 2).

L-iebe: Dies war Gottes Motiv, seinen Sohn in die Welt zu senden. So steht in Johannes 3,16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Mögen viele die Entscheidung treffen, an ihn zu glauben!

M-aria: Der Name stammt wahrscheinlich vom hebräischen Mirjam ab. Er lässt sich womöglich vom ägyptischen „marye“ (= Geliebte) herleiten. Im Griechischen gibt es die Form „Mariam“. Maria ist die Mutter Jesu.

N-azareth: Eine Stadt in Galiläa, in der Josef und Maria und damit auch Jesus lange wohnten. Diese Stadt hatte einen eher üblen Ruf (Johannes 1,46).

O-pen End: Die Geschichte um Jesus hat nie aufgehört und geht immer noch weiter. Bis heute beten Menschen zu ihm und erleben seine Hilfe. Jesus lädt nach wie vor Jede und Jeden ein. Seine Zusage steht fest: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37)

P-rophetin Hanna und Simeon: Als der Säugling Jesus zur üblichen Beschneidung in den Tempel gebracht wurde, sprachen der gottesfürchtige Simeon und eine Prophetin namens Hanna erstaunliche Sachen über ihn aus. Simeon betonte dabei, dass Jesus der verheißene Christus und Heiland sei (Lukas 2,22-39).

Q-uartier: Joseph wohnte zwar in Nazareth, musste aber mit seiner Frau Maria nach Bethlehem reisen, um sich dort als Nachkomme des Königs Davids aus Bethlehem für die Volkszählung registrieren zu lassen. Bethlehems Quartiere waren bereits überfüllt, als Maria Wehen bekam. So brachte sie das Kind in einem Stall zur Welt, wickelte es in Windeln und legte es in eine Krippe (Lukas 2,7) – den König der Könige (Offenbarung 1,5).

R-eich: Zwar wird Jesus in der Bibel häufig als König der Juden bezeichnet, doch regierte er sie in seiner Erdenzeit offiziell nicht als König. Jesus sagte stattdessen zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.“ (Johannes 18,37) Die Bibel schildert viel mehr, wie Jesus in der zukünftigen Welt jedem Menschen den Lohn für seine Taten geben wird (Matthäus 25,31-46).

S-chriftgelehrte: Als die Weisen aus dem Morgenland ein Sternbild fanden, dass auf die Geburt eines neuen jüdischen Königs hinwies, reisten sie zunächst zum amtierenden König Herodes in Jerusalem. Sie fragten ihn, wo der neugeborene König der Juden zu finden sei. In der Bibel heißt es dazu: >>Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): “Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda’s; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.”<< (Matthäus 2,3-6)

T-itel: Als ewiger König im Jenseits hat Jesus zahlreiche Ehrentitel. Einige davon stehen in Jesaja 9,5-6: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; er heißt Wunderbar, Rat, Held, Ewig-Vater Friedefürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhl Davids und in seinem Königreich, dass er’s zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.“

U-nbegreiflich: Unbegreiflich erscheint manchmal Gottes Handeln, so auch in Bezug auf seinen Sohn. Er wird von einer Jungfrau in einem Stall geboren, stirbt stellvertretend für die Schuld der Seinen einen schrecklichen Tod am Kreuz und steht nach drei Tagen von den Toten auf, was viele Augenzeugen bestätigen können. So sagte schon König David völlig zu Recht: „Der Herr ist groß und von großer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regiert.“ (Psalm 147,5)

V-ater: Als Vater von Jesus bezeichnet die Bibel den Heiligen Geist Gottes (Matthäus 1,20), der das Kind in die Jungfrau Maria hineingelegt hatte. Somit wird Gott selbst Vater Jesu genannt und Jesus daraus folgend Gottes Sohn. Da Maria aber noch während der Schwangerschaft Ehefrau von Josef wurde, wird dieser mitunter Vater Jesu genannt (Johannes 1,45). Josef heißt „Er (Gott) füge (Kinder) hinzu“. Beruflich war Josef Zimmermann (Matthäus 13,55) und brachte vermutlich auch Jesus dieses Handwerk bei.

W-eise aus dem Morgenland: Namentlich werden sie in der Bibel nicht erwähnt, ebenso nicht ihre Personenzahl. Legenden zufolge werden sie jedoch als Heilige drei Könige bezeichnet, die die Namen Caspar, Melchior und Balthasar trugen. Die Weisen waren Sterndeuter. Sie entdeckten im Morgenland einen Stern, der die Geburt eines jüdischen Königs ankündigte und machten sich auf den Weg, um diesen König aufzusuchen. Nachdem sie sogar König Herodes in Jerusalem gesprochen hatten, sahen sie den Stern erneut, diesmal von Nahem. Sie folgten dem Stern, der über dem Stall stehen blieb und gingen voll Freude hinein, um Jesus anzubeten (Matthäus 2,10).

X-mal: Über 300 Hinweise haben Propheten im Alten Testament über Christi Geburt und Leben vorhergesagt. Einige davon wurden bereits im ABC von Weihnachten erwähnt.

Y-es! Nach all diesen Hinweisen über die Geburt dieses außergewöhnlichen Jesus liegen die Gedanken nahe, wie wir uns zu ihm stellen wollen. Möchten wir uns seine Worte zu Herzen nehmen und sie im Neuen Testament nachlesen? Möchten wir ihn anbeten, wie die Weisen aus dem Morgenland dies taten? Wollen wir uns ihm und seiner Hilfe anvertrauen, der gesagt hat, dass er bei uns sein würde bis ans Ende der Welt? Sagen Sie Ja zu ihm, falls Sie es noch nicht getan haben. Es wird Ihrem Leben beglückenden Sinn und Inhalt geben.

Z-iel: Beim ABC von Weihnachten haben Sie nun das Ziel erreicht. Es lohnt sich, die biblische Geschichte noch einmal im Zusammenhang nachzulesen. Sie steht in Matthäus 1,18 bis zum einschließlich 2. Kapitel, in Lukas 1,26-56 und Lukas 2,1-39.

Und damit: frohe und gesegnete Weihnachten!

Schnörkel

Dieser Text ist von christlicheperlen und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das ABC von Weihnachten als PDF.

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Was das Gebet vermag

Was das Gebet vermag

Vor Jahren kannte ich in einem holländischen Grenzstädtchen einen Mann namens Tämbring, der mehr für seine Mitmenschen tat, als irgendein anderer in dem Ort. Er arbeitete in einer Spinnerei, war Sozialist und Gottesleugner. Da wurde sein Nichtchen krank, und die Schwester, die zum Arzt wollte, bat den Bruder, bei dem kranken Kinde zu bleiben. Es stand gefährlich mit der kleinen Kranken. Das unruhige fieberhafte Kind bat: „Onkel, bete, dass ich wieder gesund werde.“ Tämbring konnte nicht beten. „Onkel, bete!“ flehte die Kleine. In großer Verlegenheit versuchte er das Kind zu beruhigen, vergeblich! „Onkel, wenn du nicht betest, muss ich sterben.“ Da fiel der starke Mann an dem Bettchen nieder und schrie: „Gott, wenn du bist, erhöre mich und heile das Kind!“ Die Kleine lächelte beruhigt, legte das Köpfchen in die Kissen und schlummerte ein. Der Atem wurde gleichmäßiger, ein starker Schweiß brach aus, und als die Schwester nach Stunden mit dem Arzt kam, sagte er staunend: „Das Kind ist gerettet!“
Tämbring ging still in seine Kammer und schloss sich ein. Als er nach Tagen wieder herauskam, war er ein anderer Mensch. Er kaufte sich ein Neues Testament, und das Evangelium wurde seine Nahrung und Kraft. Da er bei den Eltern wohnte, musste er ihnen seinen Lohn abgeben und erhielt nur einen kleinen Betrag für die eigenen Bedürfnisse. Davon kaufte er christliche Blätter und Schriften. Er führte ein Leben des Gebets. Die kurzen Pausen während der Arbeit brachte er in einem Kämmerchen zu, wo der Werg zum Putzen der Maschinen aufbewahrt wurde. Da tat er Gebetsarbeit, da holte er sich Kraft, um ein Segen zu sein für andere. Nach der Arbeit, noch ohne Abendbrot, durchwanderte er das Städtchen und verteilte seine Blätter und Hefte. Dadurch bekam er Eingang und Einfluss in vielen Häusern. Fand er entzweite Eheleute oder Nachbarn, so ließ er nicht nach mit Bitten und Vorstellungen, bis die Getrennten wieder in Liebe vereinigt waren. Bei einsamen Kranken wachte er, und wo er Not sah, teilte er von dem Geringen, was er hatte, mit.
Die früheren Gefährten gossen Branntwein in seine Kaffeeflasche. Als er es merkte, schüttete er still den Inhalt aus. Eines Abends findet ihn ein Trupp wilder Kameraden auf der Straße. „Tämbring, komm mit ins Lokal!“ Er weigert sich und will weiter. Sie packen ihn und zerren ihn in die Wirtsstube. Spott ergießt sich, aber Tämbring bleibt ruhig. „Nun habt ihr mich hereingebracht, nun sollt ihr auch hören, was ich euch zu sagen habe!“ Sein Mund geht über von dem, was sein Herz erfüllt. Er predigt ihnen Christum, den Retter der Sünder. Betroffen und verwirrt stehen die Männer da. Der Spott verstummt. Dann geht Tämbring hinaus. Niemand hält ihn zurück. Sie haben genug gehört. Der junge Fabrikarbeiter war ein Zeuge Christi in der Stadt. Er hat nicht vergeblich gelebt. Das Gebet war seine Macht. Er war ein Priester Gottes im Arbeiterkittel, und sein ganzes Leben war ein Gottesdienst.
Die schlichte Gestalt trat mir vor Augen, als ich schrieb, weil Tämbring ein Beweis dafür ist, dass es keiner außergewöhnlichen Verhältnisse oder besonderer geistlicher Ausbildungskurse bedarf, um ein Beter zu werden nach Gottes Herzen. Man kann ein Leben führen, verborgen mit Christo in Gott, auch in der Fabrik, in der Grube, im Haushalt, im Bürodienst. Es finden sich auch Zeit und Ort zum Gebet, wenn man nur ernstlich will. Allerdings wird man keine Zeit zu überflüssiger Muße haben und die Gelegenheiten wahrnehmen müssen, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen.
Ein vielbeschäftigter Mann pflegte sich höflich und freundlich zu entfernen mit dem Wort: „Bitte entschuldigen Sie mich, es wartet jemand auf mich in meinem Zimmer.“ oder „Ich habe eine Verabredung.“ Er hatte Recht, „jemand“ erwartete ihn zu festgesetzter Zeit, der König des Himmels besuchte seinen Knecht! Da mussten irdische Beziehungen zurücktreten.
Wem das Gebet nicht eine Zufälligkeit ist, die man tun oder lassen kann nach Belieben und Laune, der wird mit heiliger Energie das Vorrecht wahren, beten zu dürfen und lieber auf vieles andere verzichten, als auf diese wichtigste und größte Angelegenheit des Lebens, die uns selbst eine Quelle unermesslichen Segens und inneren Wachstums wird, deren verborgene Kraft aber die weitesten Kreise der Erde umfasst und durchdringt. Was wird die Ewigkeit einmal zeugen von den Wirkungen des Gebets! Da werden verborgene Heilige offenbar werden, die hier in der Stille die größten Glaubenstaten im Gebet vollbrachten. Solche Beter haben Anteil an den gewaltigsten Erfolgen im Reiche Gottes.

Eva von Tiele-Winckler, 1866- 1930

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Die Verwandlung des Nörglers

Die Verwandlung des Nörglers

Man kann immer alles kritisieren. Man muss nur wollen. Und ich war Meister darin.
Bis zu jenem Tag, als ich einem Arbeitskollegen erzählte, es ginge mir seit Jahren schlecht. Um im Nachhinein ehrlich zu sein, war ich das Meiste davon selbst schuld. Ich war einfach grundsätzlich negativ eingestellt, war ein Geizkragen und misstraute jedem und allem. Doch ich kam da nicht raus. Kein Wunder, dass niemand etwas mit mir zu tun haben wollte. Und wahrscheinlich war es die  Einsamkeit, die diese ständigen Rückenschmerzen hervorrief. „Mein Kreuz“, sagen ja viele. Anderen schlägt etwas auf den Magen, oder jemand brummt der Schädel. Ein Kümmernis kann sich wohl auch schon mal körperlich widerspiegeln.
Der Kollege war jedenfalls einer der wenigen, die mich überhaupt noch freundlich fragten „Und, wie geht`s?“ Die übrigen hatten es vermutlich schon aufgegeben. Irgendwie war er etwas Besonderes. Alle im Team respektierten ihn und fragten ihn oft um Rat, auch wenn es Probleme gab. Wir wussten, dass er eine glückliche Familie mit drei kleinen Kindern hatte, hervorragend Geige spielte und das auch regelmäßig in der Kirche tat, die er mit Frau und Nachwuchs besuchte. Dies waren alles Dinge, die ich nicht hatte und eigentlich berichtete ich nicht gerne Details aus meinem Leben. Aber als er mich an diesem Tag in der Pause mal wieder fragte: „Wie geht`s denn so bei dir?“, brach der Unmut statt dem sonstigen kurzen Brummen in Strömen aus mir heraus. Er hörte einfach nur zu, während ich völlig in Fahrt war. Am Ende sah er mich an mit diesem warmen Mitgefühl im Blick. Es lag keine Verurteilung darin, eher schien er mit sich zu kämpfen, ob er etwas Bestimmtes sagen sollte. Schließlich meinte er: „Ich weiß, es klingt vermutlich ungewöhnlich. Aber ich habe den Eindruck, dass es womöglich helfen könnte. Hättest du etwas dagegen, wenn ich einmal für dich beten würde? Vielleicht tut Gott ja etwas für dich.“ Ich sah ihn fassungslos an. War er verrückt geworden? Ich klagte ihm mein Leid und er fragte mich, ob er für mich beten könne. Wollte er mich veräppeln? Doch so sah er nicht aus. Er schien das tatsächlich ernst zu meinen. So etwas war mir noch nie passiert. Völlig verdattert stotterte ich: „Na, wenn du meinst, dass das hilft.“ Er nickte. Wieder war es einen Moment still, dann faltete er die Hände, hob den Blick zur Decke und sagte: „Jesus! (Er sagte tatsächlich Jesus!) Du hast gehört, was hier gesprochen wurde. Du weißt selbst am besten, wo die Probleme liegen. Wir bitten dich, dass du alle diese Schwierigkeiten beseitigst, auch die Rückenschmerzen. Bitte bringe alles in Ordnung. Wir danken dir dafür. Amen.“ Er nahm den Blick von der Decke und sah mich an. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Er hatte wirklich sofort seinem `Eindruck´ folgend hörbar für mich gebetet und dabei noch nicht mal die Augen geschlossen. „Na, da bin ich ja mal gespannt.“, meinte ich zweifelnd. Dann mussten wir wieder an die Arbeit.
Es war ein bisschen ruhiger in diesem Dienst, so dass ich mich abends pünktlich auf den Weg nach Hause machte. Unterwegs rempelte mich ein Fahrradfahrer an, wobei meine Aktentasche in den Schmutz fiel. Ich spürte, wie ich gewohnheitsgemäß explodieren wollte, als der Mann anhielt, um sich zu entschuldigen. `Sie Flegel, können Sie nicht aufpassen, wo lang Sie fahren?´wollte ich sagen. Doch ich konnte die Worte nicht aussprechen, obwohl ich mich anstrengte. Mein Mund öffnete sich und ich hörte mich sagen: „Ach das ist doch kein Problem. Es ist doch nichts passiert.“ Der Mann half mir, die Tasche zu säubern. Etwas über mich selbst verwundert ging ich weiter und bald stand ich vor meiner Haustüre. Gerade trat der Hausmeister mit einem Hammer in der Hand heraus. Er war mein ausgemachter Erzfeind. Er bohrte und hämmerte immer, wenn ich Feierabend hatte. Ja, er schien geradezu darauf zu warten, dass ich von der Arbeit kam und legte dann erst richtig los. Ich hasste ihn leidenschaftlich. Ich hob an zu sagen: `Wenn Sie heute noch bohren, rufe ich die Polizei.´ Statt dessen rutschte mir heraus: “Schönes Wetter heute!“
Ich konnte nicht glauben, was ich da hervorgebracht hatte. Er auch nicht. Uns beiden klappte die Kinnlade nach unten. Eine wahnsinnige Eingebung aussprechend fuhr ich fort: „Na, mal wieder fleißig? Sie gönnen sich auch nie eine Pause.“ Ein unerwartetes Glücksgefühl durchströmte mich. Es war der erste Beginn einer Art Freundschaft, die wir zwei Erzfeinde im Laufe der Zeit miteinander schlossen. Manchmal brauchen solche Dinge eben noch ein wenig Zeit.
Zeit brauchte auch ich, um zu verstehen, was da eigentlich vor sich ging. Zeit um zu erfassen, dass etwas in mir sich verändert hatte nach diesem Gebet, welches ich nie vergessen werde. Zeit, um alte Denkmuster abzulegen und zu sehen, wie viel Gutes ich eigentlich hatte. Zeit auch,  um mir Gedanken über diesen Jesus zu machen und sogar selbst mit ihm zu reden. Schließlich noch, um mich eines sonntags in die Kirche um die Ecke zu schleichen. Ich kenne mich nicht wieder und: ich war noch nie so glücklich, Gott sei Dank! A propos Dank.
Sie glauben gar nicht, wofür man Gott alles danken kann. Haben Sie es auch schon mal versucht? Es macht den ganzen Tag schöner und bewirkt, dass Gott einen um so lieber beschenkt. Danke kann ich nur sagen für Arbeit und Kollegen, für das gute Essen, Kleidung, Augen, Ohren, Beine, ja, für eine ausgezeichnete Gesundheit einschließlich des Rückens, für die Kirche, in der ich meine Verlobte kennengelernt habe, für Sonne, Regen, Heizung, Dusche, meine Wohnung und natürlich für den Hausmeister.

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(Diese kleine denkbare Geschichte ersann christlicheperlen.de. Man hätte darin auch auf den Kollegen verzichten und den „Nörgler“ einfach statt dessen selbst beten lassen können. Die Resultate bzw. Erhörungen wären dieselben gewesen. Aber so war es noch einmal nett zu zeigen, dass Gott seine Nachfolger auch gern zur Hilfe für andere einsetzt, die ihm ebenfalls auf dem Herzen liegen. Wie auch immer: Gebet lohnt sich. „Gebet verändert die Dinge“, sagte jemand einmal. Christus hat immer ein offenes Ohr für uns. Haben wir unser Leben in Ordnung gebracht, dürfen wir uns zuversichtlich mit unseren Belangen an ihn wenden. Doch auch für das Gute in unserem Leben verdient er unseren Dank.)

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Die Entstehung der Erde

Bionik

Die Bionik ist ein recht neuer Wissenschaftszweig. Das Wort wurde aus Biologie und Technik zusammengesetzt. Aufgabe der Bionik ist es, die Strukturen und Funktionen von Lebewesen daraufhin zu untersuchen, ob sie hilfreiche Anregungen für die Lösung technischer Probleme bieten. Ingenieure und Techniker sind ja stets auf der Suche danach, wie sie die Konstruktionen optimieren und so zu noch zweckmäßigeren, stabileren oder preisgünstigeren Ergebnissen kommen können.
Hier bietet uns die belebte Natur zwar keine Blaupausen, die “1 zu 1″ übernommen werden könnten, aber doch eine Fülle nützlicher Anregungen. Einige Beispiele dafür sind:
•Die Optimierung von Schiffsrümpfen entsprechend dem Körperbau von Delfinen;
•die Beschichtung von Flugzeug-Tragflächen mit einer Folie, die Reibungsverluste minimiert und deren Struktur man der Haifischhaut abgeschaut hat;
•die Entwicklung von hydraulisch gesteuerten Greifarmen für Roboter, angeregt durch das Studium von Spinnenbeinen;
•Farben, die sich den Selbstreinigungseffekt zunutze machen, den man in der Struktur der Lotusblüte entdeckt hat.
All diese perfekten Strukturen und Funktionen weisen auf einen intelligenten Schöpfer hin – auf den lebendigen Gott, dessen “ewige Kraft und Göttlichkeit in dem Gemachten wahrgenommen werden” (Römer 1,20). Und es ist sehr interessant und lehrreich, seiner Weisheit in der Schöpfung nachzuspüren. Aber Gott bietet uns noch mehr an: Wir können Ihn persönlich kennenlernen – durch seinen Sohn Jesus Christus. Durch den Glauben an Ihn, den Herrn und Erlöser, können wir Kinder des großen Gottes werden.

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Gottes Spuren

Der Besitzer eines prächtigen Hauses empfing einen entfernten Verwandten, der ihn zum ersten Mal besuchte. Aber der fluchte und lästerte unablässig. Auf die Frage des Gastgebers, ob er sich nicht fürchte, Gott durch solche Reden zu beleidigen, antwortete der Besucher mit Nein, denn er hätte Gott noch nie gesehen.
Am nächsten Morgen betrachteten die beiden Männer einige Bilder. “Die hat mein Sohn gemalt”, sagte der Besitzer. Der Besucher war begeistert. Aber das war erst der Anfang. Im Lauf des Tages hatten die beiden Gelegenheit, noch andere Arbeiten zu bewundern, die der Sohn ausgeführt hatte, und zwar an ganz unterschiedlichen Stellen – im Ziergarten, im Innern des Hauses und sogar in der Stadt.
Der Besucher fragte jedes Mal: “Wer hat das gemacht?” Und immer erhielt er die Antwort: “Das war mein Sohn.” Schließlich rief er aus: “Was für ein Glücksfall, einen solchen Sohn zu haben!” – “Wie kannst du das sagen?”, fragte der Gastgeber. “Du hast ihn doch noch nie gesehen!” – “Aber ich sehe, was er geschaffen hat.” – “Nun, dann geh ans Fenster und sieh, was Gott geschaffen hat. Auch Ihn hast du nie gesehen, aber du kannst seine Werke bewundern!”
Wir haben Gott nicht gesehen, aber wir alle können jeden Tag seine Schöpfung betrachten und darin seine Existenz und seine Größe erkennen. Und jeder von uns ist aufgerufen zu glauben, dass der allmächtige Schöpfer-Gott auch ein großer Heiland-Gott ist, der seinen Sohn Jesus Christus gegeben hat, um uns zu sich zu führen.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

Der Bibelverteiler unter Räubern

Der Bibelverteiler unter Räubern

Während der revolutionären Unruhen des Jahres 1848 hatte sich in der großen Manufakturstadt Lyon, im südlichen Frankreich, eine Räuberbande gebildet. Es waren raue, wilde Menschen mit Herzen so hart wie das Straßenpflaster der Stadt. Nach ihrem Äußeren zu urteilen, mochten sie es nicht höher achten, einem Menschen das Leben zu nehmen, als ein Licht auszublasen. Indessen auf dieser Welt gedeiht nichts ohne Regierung und die Räuber wussten das. Also machten sie einen unter sich zu ihrem Hauptmann, und diesmal war es einer, der in allen Arten des Raubens und Mordens am meisten bewandert war. Darauf erhoben sie ihre Hände gen Himmel und schwuren, dass keiner von ihnen die Gesellschaft verlassen oder verraten wolle, und wenn dessen ungeachtet einer seinen Eid brechen würde, die anderen ihn verfolgen und töten sollten. Und nun gingen sie fort auf`s Plündern und Morden, und alle Leute in der Nachbarschaft, die außer ihren Köpfen auch zeitliche Güter zu verlieren hatten, waren von Angst und Schrecken erfüllt.
Zu derselben Zeit hatte sich in Lyon eine andere Gesellschaft versammelt, die wie jene Räuber des Waldes, ihre Leute nach allen Richtungen aussandte und so auf Leute jeden Standes Jagd machte. Und wo diese Boten sich sehen ließen, da hat Mancher gezittert. Zwar waren sie nicht wie die Räuber mit Pistolen und Mordwaffen ausgerüstet, sondern aus ihren Reisetaschen sahen große und kleine Bücher hervor. Und wenn die Boten aus denselben vorlasen, war es manchem Zuhörer, als wenn ein zweischneidiges Schwert durch seine Seele ginge. Denn in den Büchern stand viel geschrieben von dem heiligen Gott, der die Sünder vor seinen Richtstuhl bringt, und von dem Heiland Jesus Christus, der mit solcher Barmherzigkeit die Sünden derer auf sich nimmt, die herzliche Reue empfinden und bei ihm Vergebung suchen. Einer von den Sendboten dieser Gruppe entschloss sich einst, in den Wald zu den Räubern zu gehen. Wahrlich nicht in der Absicht, einer von ihnen zu werden, sondern um mit Gottes Hilfe ihrem ehrlosen Gewerbe ein Ende zu machen. Das war in der Tat ein gefährliches Unternehmen, und ich fange im Ernst an zu zittern, wenn ich daran denke, wie die gesetzlose Rotte den armen Mann behandeln wird. Er mochte ebenfalls großes Bedenken deshalb haben, doch Gott hatte ihm ein mutvolles Herz gegeben, so dass er deshalb keine weitere Sorge hatte, als sich zu sagen, dass sie höchstens seinen Leib nur vernichten, nicht aber seine Seele töten könnten. „Wenn ich umkomme,“ dachte er, „so werde ich geradewegs zum Himmel gehen, und da ist es weit besser als in dieser armen Welt. Und würde mein Lohn nicht reichlich bezahlt sein, wenn durch Gottes Wort die Seele auch nur eines dieser Räuber gerettet würde?“ So füllte er seine Reisetaschen mit Bibeln und schritt unverzagt in den Wald. Bald verlor er sich in`s Dickicht, und nach einigen Meilen kam er an die Vorposten des Lagers.
„Wer da?“ rief eine raue Stimme, welche unserem Bibelverteiler durch Mark und Bein zu dringen schien. Bald darauf kamen mehrere fürchterlich um sich blickende Gestalten aus den Büschen hervor, umzingelten den verwegenen Eindringling und musterten ihn mit neugierigen Blicken. Er hatte unterdessen wieder Mut gefasst, um ihren wilden, trotzigen Gesichtern zu begegnen. „Was bringt dich her, Kamerad?“ riefen die Räuber. „Ich komme,“ sprach er darauf mit fester Stimme, „euch das Wort Gottes zu bringen und euch von dem Wege des Verderbens abzumahnen, ehe das Gericht Gottes über euch hereinbricht.“ Ein wildes, satanisches Lächeln unterbrach diese Anrede. „Ha, ha, ha,“ riefen die Gesellen, „das ist ein guter Braten für unseren Hauptmann! Dort kannst du deine Predigt zu Ende bringen. So etwas mag er gerade und er wird dich dafür belohnen.“ Mit diesen Worten stießen sie ihn vorwärts und brachten ihn vor ihren Hauptmann. Bei dem Anblick einer solchen Gesellschaft von Schurken, die mit ihren Musketen spielten, hätte der kühnste Mut sinken mögen, doch unser Mann Gottes stand ruhig.
„Was willst du, Bursche?“, fragte der Hauptmann in stolzem Tone. „Weißt du, wer wir sind? Kennst du uns?“ fragte er wieder. „Gewiss kenne ich euch.“ war die Antwort. „Ihr seid die gottlosesten unter den Gottlosen, die allerverwegensten Sünder. Ihr seid der Schrecken der Nachbarschaft; allein der Zorn Gottes wird über euch hereinbrechen und euch vernichten, ehe ihr es denkt. Er ist ein gerechter Gott und wird den Gottlosen nicht unbestraft lassen.“ Wie bereits vorher wurde der furchtlose Sprecher durch lautes Gelächter unterbrochen. Eine Flut von Hohnreden und Flüchen schüttete man über ihm aus, doch er ließ sich nicht aus der Fassung bringen und erhob seine Stimme nur desto lauter. „Tut Buße!“ rief er „Auch für euch gibt es Gnade und Vergebung. Auch für euch ist der Heiland, Gottes Sohn gekommen, wenn ihr Buße tut und euch bekehrt. Jetzt ist die Zeit. Seine Liebe hat mich hergesandt. Die Arme seiner Liebe sind auch für euch geöffnet.“ Das wilde Lachen wurde gedämpft, aber an dessen Statt ließ sich ein dumpfes Murmeln vernehmen. Ihre Augen blitzten vor Wut, unwillkürlich richteten sie ihre Flinten auf den kühnen Missionar; nur ein Wink vom Hauptmann und er hätte seine Dreistigkeit mit dem Leben bezahlt. Allein das Auge Gottes wachte über ihm, und sein Mut blieb ungebeugt. „Weißt du,“ rief der Hauptmann laut, „dass dein Leben in unserer Hand ist?“ „Ohne Gottes Willen könnt ihr kein Haar meines Hauptes krümmen,“ versetzte der Missionar, seine warnende ermahnende Stimme noch lauter erhebend und rechts und links Bibeln austeilend. Allmählich wurde das Murmeln stiller. Die Räuber fingen sogar an, Achtung für den mutigen Mann zu zeigen. Manches Herz mochte in diesem Augenblick gezittert haben; andererseits hatte der Satan ihre Ketten zu fest angezogen. Sie hatten sich durch den furchtbaren Eidschwur gebunden, nie die Bande verlassen zu wollen. Er konnte nur durch den Tod gelöst werden. Alsbald rief der Hauptmann: „Bringt den Mann weg, aber tut ihm nichts!“ Man gehorchte und unter Flüchen führten sie ihn aus dem Walde hinaus. Im Herzen Gott preisend eilte er, so schnell er konnte, nach Lyon zurück.
Jetzt mögen manche Leser denken, der Bibelverteiler hätte sich die gefährliche Reise ersparen können, denn die Räuber werden wohl immer Räuber geblieben sein. Geduld! Gottes Wort kehrt nie leer zurück, sondern wird ausrichten, was er will.
Der Hauptmann selbst hatte ein Neues Testament bekommen, und als er einst im Wald umherstreifte, nahm er das Buch aus seiner Tasche und las darin zum Zeitvertreib. Er war verwundert über das, was er hier sah, und er las immer weiter. Solche Dinge hatte er früher nie vernommen. Sein Gewissen erwachte, und das bisher geführte Leben erschien seinem Geiste immer dunkler und düsterer. Er wurde unruhig. Jeden Tag suchte er, seine Kameraden verlassend, die Einsamkeit und wandelte im Wald umher. Ein solches Benehmen kam den Übrigen verdächtig vor, und sie fingen an, sich`s ins Ohr zu flüstern. Er gleichwohl wurde mit jedem Tage mehr von seinem Sündenelend ergriffen. Das göttliche Gericht erschien ihm fürchterlich und die Liebe Christi entzündete sein hartes Herz: er konnte nicht länger zur Gesellschaft gehören. Nur wie konnte er von ihr loskommen? Sollte er davonlaufen? Wir möchten das nicht für Unrecht halten. Doch unser Hauptmann wollte seinen Eid nicht brechen, auch nicht unter Räubern. Lange kämpfte er so mit sich selbst. Zuletzt schließlich berief er die Bande zusammen. Sie eilten herbei in der Hoffnung, er werde sie wieder zu einem gewinnreichen Zuge hinausführen. Nun waren sie nicht wenig verwundert, als der Hauptmann sie folgendermaßen anredete: „Kameraden,“ fing er an, „bisher bin ich euer Führer gewesen, von jetzt an bin ich es nicht mehr. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass wir auf dem Wege zum Verderben sind. Ein schrecklicher Eid band mich an euch, aber mein Entschluss ist gefasst. Ich bin in euren Händen. Wollt ihr mich töten, so könnt ihr es. Doch kann ich es nie wieder über mich bringen, das fluchwürdige Leben eines Räubers zu führen!“ In stummer Verwunderung hörten die Genossen ihren Führer an. Ein Gemurmel von Wut durchlief die Gesellschaft, allerdings machte der Zorn bald ihrem Mitgefühle Platz. Nach langer Beratung kamen sie zu dem Schluss, den Hauptmann ungehindert fortgehen zu lassen. Noch einmal erhob er seine warnende Stimme gegen seine alten Genossen und Freunde, erinnerte sie an den Zorn Gottes, dessen Gebote sie gebrochen hatten, und an die große Liebe des Erlösers, wenn sie Buße täten, und drang ernstlich in sie, mit ihm ihr sündiges Leben aufzugeben. Die Worte wirkten. Bald darauf brach die Bande auf. Viele Mitglieder derselben folgten dem Beispiele ihres Hauptmannes und bekehrten sich zu Gott. Die Gesellschaft aber, welche zuerst ihren Missionar in den Wald entsandte, hat mehrere von ihnen in ihren Dienst aufgenommen als Gehilfen in ihrem Werke.

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Gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Neues Testament online lesen: Start hier oder hier. Tipps zum Bibellesen . Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Vom Beten

Vom Beten

Dankgebete

Da ist ein kleines Häuflein von Feinden umringt. Keine Möglichkeit des Entrinnens. Sie sind verloren! Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein furchtbares Hagelwetter bricht los, so dass man den nächsten Mann kaum sehen kann. Als endlich der Hagel aufhört und das Dunkel weicht – sind die Feinde verschwunden. „Helm ab zum Gebet! Hier hat Gott ein Wunder getan!“

Dort fährt ein Dampfer mit höchster Geschwindigkeit über den Ozean, verfolgt von feindlichen Schiffen. Die Entfernung wird immer geringer. Es kann nicht mehr lange dauern, dann fällt die Besatzung und die kostbare Edelmetall-Ladung in Feindeshand oder sie versinkt im Meer. Da hüllt im entscheidenden Moment ein dichter Nebel das fliehende Schiff ein und verbirgt es vor den feindlichen Augen. Mit Volldampf geht es weiter, und als der Nebel schwindet, sind auch die feindlichen Schiffe nicht mehr sichtbar. Der Kapitän ruft: „Gott hat uns zur rechten Zeit den Nebel geschickt.“

Die Russen dringen in ein ostpreußisches Dorf ein. Wer konnte, hat sich gerettet. Aber da ist der alte, 76jährige Großvater. Er ist nicht zu bewegen, die Stätte zu verlassen und sein Sohn lässt Frau und Kinder fliehen, während er beim Vater zurückbleibt. Am anderen Ende des Dorfes hausen die Kosaken. Sie brennen, plündern und morden. Vor der Kirche machen sie Halt, was dahinter liegt, bleibt verschont. Der Sohn wird zweimal gefangengenommen, einmal wird ihm der Gewehrlauf auf die Brust gesetzt, aber die Gebete der Seinen umgeben ihn. Die Feinde dürfen ihm nichts tun. Er wird freigelassen, Haus und Hof bleiben bewahrt, und nach einigen Wochen gibt es ein Wiedersehen unter Dank- und Lobgebeten: „Errettet aus der Hand unserer Feinde.“

Bittgebete

Sundar Singh brauchte einmal ein Gleichnis: Die Fische können unter dem Wasser atmen, aber von Zeit zu Zeit steigen sie an die Oberfläche und füllen sich mit frischer Luft. So soll der Christ, der inwendige, in ununterbrochenem, unablässigen Gebetsverkehr mit Gott stehen. Aber er bedarf von Zeit zu Zeit der Absonderung und der bewussten Hinkehr zu Gott. Ohne bestimmte Gebetszeiten wird das anhaltende Gebetsleben unmöglich sein. Wie der Sohn Gottes die Einsamkeit der Berge vor Tagesanbruch suchte und in nächtlicher Abendstille allein auf den Höhen weilte, so bedarf das innere Leben der Stunden der Absonderung, um sich füllen zu lassen mit göttlichen Kräften und die Salbung des Geistes zu erneuern.

Zinzendorf sagt: „Alle menschlichen Kräfte gehen überhaupt nicht gut, wenn man sie durch eig`ne Kräfte und nicht aus der Gnade tut. Göttliche und inn`re Dinge lassen vollends gar nicht zu, dass man sie mit Sturm erzwinge, sondern weisen uns zur Ruh.“
Wie viel vergebliches Rennen und Laufen, Reden und Schreiben in eigener Kraft! Würden wir das göttliche Gesetz geistlicher Kraftansammlung besser verstehen, so würden wir mehr in unserem Leben vollbringen und bei vielleicht größerer äußerer Stille würde mehr wahre Kraft und bleibende Frucht zu finden sein. Die Männer und Frauen, die am meisten gewirkt haben für das Reich Gottes im Kleinen und Großen, waren Beter und Beterinnen, die die Kräfte Gottes herabzuziehen wussten auf die Erde.

Eva von Tiele-Winckler, 1866 – 1930

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Haarbreites Entrinnen

Haarbreites Entrinnen

Vor einiger Zeit lebte in einem Dorfe ein Mann, der wegen seiner Neigung zum Trinken und seines unreligiösen Lebenswandels bekannt war. Sein Betragen war höchst ruchlos: er hatte Gott nicht vor Augen und nahm gar keine Rücksicht auf die Meinung der Menschen. Als Vater bekümmerte er sich durchaus nicht um das vorzüglichste Interesse seiner Familie, kein Bibelwort oder Gebet wurde da gehört. Wie konnte er für die Seele seiner Kinder sorgen, da er die eigene vernachlässigte? Oder für andere beten, während er vergaß für sich selbst zu beten? In dieser Hinsicht war er durchaus sorglos. Jedoch war er kein Verfolger der Gläubigen. Obgleich er kein gottgefälliges Leben führte, dachte er doch nicht daran, seine Kinder davon abzuhalten. Er war mehr gleichgültig als feindselig gegen das Christentum gesinnt. So ging eine seiner kleinen Töchter in die dörfliche Sonntagsgruppe für Kinder, wo oft Geschichten der Bibel erzählt wurden. Der Vater hatte bisher nie den Gottesdienst im Dorf besucht. Doch eines Tages kam das Kinderfest, an dem es üblich war, dass einige Kinder Stücke hersagten und Freunde der Gruppe passende Ansprachen hielten. Auch das Kind des Trunkenboldes wurde gewählt, etwas vorzutragen.
Am betreffenden Tag erschien die Natur im heitersten Glanze. Alle Teilnehmer hofften auf einen köstlichen Genuss. Die kleine Tochter beschloss, einen Versuch zu machen. „Vater,“ sagte sie, sich mit lieblichem Lächeln ihm nähernd  und mit gewinnender Freundlichkeit und Kindlichkeit anredend: „Vater, du weißt, heute ist unser Festtag und ich möchte gern, dass du mit mir gingest.“ „Nein, dazu habe ich durchaus keine Lust.“ „Aber,“ fuhr sie fort, „du musst wirklich mitgehen, sonst wirst du mich sehr betrüben. Ich habe ein hübsches Stück herzusagen, welches du gewiss gern hören würdest. Es werden einige Herren da sein, welche Reden halten, und die sollen dir bestimmt gefallen. Nun, lieber Vater, sage nicht nein, sondern entschließe dich mitzugehen.“ Vergeblich sträubte er sich und machte Einwendungen. Das Kind wollte sich nicht abweisen lassen. So sagte er denn zu und ging. Die Vorträge und Leistungen der Kinder erfreuten ihn, aber seine Aufmerksamkeit wurde besonders gefesselt durch eine Anekdote, welche einer der Redner zu erzählen Veranlassung fand. Denn Ähnliches wie in diesem Bericht war ihm auch selbst einmal widerfahren. Der Vortrag hatte anscheinend keinen Zusammenhang mit den Gegenständen, die sonst gerade besprochen wurden. Er wurde aber zu ganz gelegener Zeit erzählt, wie wir gleich sehen werden. Der Redner bemerkte nämlich in seiner Ausführung wie folgt: „Wie wunderbar sind die Werke Gottes! Eine Begebenheit wird dies klar machen. Ein Herr, der auf einer unebenen Straße ging, fiel. In dem Augenblick kam ein Wagen vorbei, und da er auf den Fahrweg gestürzt war, so schien eine Verletzung oder der Tod unvermeidlich. Das Rad ging wirklich über den Hut, der herabgefallen war, und zerknitterte denselben. Der Mann wurde aber dadurch nicht beschädigt. Erstaunt und überwältigt von dem Gedanken, wie er so mit genauer Not dem Tode entronnen war, auf welchen er sich nicht vorbereitet fühlte, betrachtete er diesen Vorfall als ein besonderes Dazwischentreten der göttlichen Vorsehung, um ihn vom ewigen Verderben zu erretten. Er beschloss sogleich, seine übrige Lebenszeit dem Allgegenwärtigen zu widmen. Er pries ihn und erfüllte auch sein Gelübde. Den zerknitterten Hut trug er nach Hause und schrieb hinein: `Errettet und berufen durch Jesum Christum.´  Er wollte nie erlauben, dass der Hut aus seinem Hause käme. Er bewahrte ihn als ein Denkmal der Güte Gottes gegen ihn und er fand Vergnügen darin, auf seinen Fall hinzuweisen.“
Diese Erzählung hörte der Trunkenbold mit größter Aufregung. Auch er war einmal auf der Straße gefallen, über seinen Hut war ebenfalls das Rad gegangen, das denselben zerquetschte und ihn verschonte. Aber nur bis hierhin passte der Vergleich. Er fühlte seine Schuld und war elend. Die Offenbarungen, welche er durch den Heiligen Geist empfangen, waren sehr erschreckend, denn es ging auch um seine Ewigkeit. Er verließ die Versammlung, wo er zum ersten Mal ein wirklich Suchender Gottes geworden war. Er gab seine gottlosen Genossen, seine eigenen lasterhaften Gewohnheiten auf und machte sich ernsthaft daran, das Heil seiner Seele zu suchen. Im Gespräch mit Gott setzte er sein Vertrauen auf den Preis, den Christus am Kreuz für die Sünde bezahlt hatte. Seine Umkehr war aufrichtig und er spürte, dass er angenommen war. Wie glücklich fühlte er sich nun! Kein solcher Tag war ihm früher aufgegangen.
Die Umwandlung konnte weder geleugnet noch verkannt werden. Da er ein Kind Gottes geworden war, wünschte er sich natürlich einen Platz unter den anderen zu haben und wurde freudig in die Gemeinschaft aufgenommen. Sein Haus wurde jetzt ein kleines Gotteshaus. Er strebte, seine Familie für den Herrn zu erziehen, und es glückte ihm damit sehr. Denn er erlebte es, dass alle seine Kinder als zu Gott bekehrt aufwuchsen, Glieder der Kirche, zu welcher er gehörte und tätige Lehrer der Sonntagsschulgruppe wurden. So vermochte selbst die Einladung eines Kindes, einen Vater und dadurch die ganze Familie zu Gott zu leiten.

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Gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Des Großvaters Gebet

Des Großvaters Gebet

Im Staate Massachusetts lebte eine Mutter, die nicht nach Gott fragte, und auch ihre Kinder entsprechend erzog. Dies war um so trauriger, als sie selbst frühzeitig zu Christus hingeleitet worden war, denn ihr Vater war fromm und gottesfürchtig. Eines Tages besuchte sie mit ihrem fünfjährigen Knaben ihren Vater, der zwei Meilen entfernt wohnte. Sie wollte vor Abend heimkehren, doch ein heftiges Gewitter nötigte sie zu bleiben. Nach dem Abendbrot versammelten sich alle Hausgenossen um den Hausvater. Dieser las aus einer alten Bibel ein Kapitel vor und betete dann. Ebenso tat er am folgenden Morgen.
Der fünfjährige Knabe merkte sich das, und als er am nächsten Tag mit seiner Mutter nach Hause kam, fragte er sie ganz ernst und nachdenklich: „Mutter, warum tut Vater nicht, wie Großvater tut?“ Seine Mutter ward über diese Frage verdrießlich, und sagte ihm, er solle spielen. Allein nach einer kleinen Weile kam er wieder und fragte noch nachdenklicher: „Mutter, warum tut Vater nicht, wie Großvater tut?“ Sie hieß ihn unwillig weggehen. Er ging, kam aber wieder und fragte zum dritten Male: „Mutter, warum tut Vater nicht, wie Großvater tut?“ Um ihn zufrieden zu stellen, fragte sie ihn: „Wie tut denn Großvater?“ – „Ei, er nimmt eine große Bibel und liest, und dann betet er.“ – „Wohl,“ sagte die Mutter, „frag Vater darum, wenn er wiederkommt.“
Am Abend wollte die Mutter den Kleinen frühzeitig zu Bett bringen. Jedoch weigerte er sich. Er müsse warten, erklärte er, bis Vater wiederkomme. Erst nach acht Uhr kam der Vater. Sobald er zur Tür hereintrat, lief der Sohn dem Vater entgegen und fragte: „Vater, warum tust du nicht, wie Großvater tut?“ – „Geh zu Bett!“ sagte der Vater. „Was machst du so lange auf?“
Am anderen Morgen, als der Kleine aufgestanden war, setzte ihn seine Mutter in sein Stühlchen und sein Essen vor ihn auf den Tisch. Er rührte es nicht an. Er saß da und sah traurig vor sich hin. Die Mutter fragte ihn: „Warum isst du nicht?“ Er gab keine Antwort, sondern saß bewegungslos da. Sie fragte ihn auf`s Neue: „Warum isst du nicht?“ – Da antwortete er: „Ich wollte gern erst beten und dann essen. Aber niemand wollte mit mir beten. Da wollte ich`s selbst versuchen.“
Das war der Mutter zu viel. Sie konnte sich nicht länger halten, und ging in ein anderes Zimmer, um ungestört zu weinen und zu Gott um Gnade zu flehen. Sie erzählte dann ihrem Mann, was vorgefallen war, und auch er war tief ergriffen. Ohne Aufschub suchten und fanden sie beide den Heiland, und brachten ihm hinfort jeden Morgen und Abend das Dankopfer begnadigter Herzen dar. Sie zogen nochmals nach Ohio, wo der Vater bis zu seinem Tod Kirchenvorsteher war. Der Kleine aber, der jetzt aber längst zum Mann herangereift ist, ist eine Zierde seiner Kirche geworden.
Eltern, vielleicht haben auch eure Kinder schon gedacht: „Wird nicht mein Vater (oder meine Mutter) mir einmal von Gott und vom lieben Heiland erzählen? Werden sie nicht mich beten lehren und mit mir beten?“ – O ihr Väter und Mütter! Was wollt ihr auf diese Frage antworten?

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Aus den „Christlichen Geschichten“ von L. S. Jacoby, 2. Auflage im Jahre 1857, gekürzt. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

10 Gründe, um nicht für ein neues Wirken Gottes zu beten

10 Gründe, um nicht für ein neues Wirken Gottes zu beten

Als Jesus predigte, hörten ihm Menschenscharen zu und das, obwohl er kein Mikrophon und Mischpult hatte. Er heilte Kranke, gab Leuten Weisung für ihr Leben, vollbrachte die erstaunlichsten Wunder und nicht einmal seine Feinde konnten es leugnen. Es gibt Berichte, dass er auch heute noch vielfach wirkt. Doch sind sie seltener als in seiner Predigtzeit auf Erden und erklingen eher im Verborgenen. Erzählt jemand, dass er von Jesus geheilt wurde, glaubt man ihm häufig nicht und sucht statt dessen nach einer „natürlichen“ Erklärung. Einige scheuen sich inzwischen, von ihren Gebeten zu reden, weil man sie leicht als Phantast abstempeln würde. In vielen Ländern werden Christen regelrecht bis zum Tode verfolgt. Gerade dort wirkt Gott oft besonders, doch darf das öffentlich nicht geäußert werden. So scheint es heutzutage manchem, als ob es Gott gar nicht gibt. Warum nun nicht einen neuen Entschluss fassen, vermehrt dafür zu beten, dass Gott auch in unserem Land wieder sichtbarer und häufiger wirkt? Gemeint ist nicht zu plappern, sondern vielmehr mit neuer Entschiedenheit vor Gott bringen, wo wir Mangel sehen. 10 Gründe (nicht alle ernst gemeint) dagegen:

1.) Beten ist mir zu mühsam.
2.) Wenn ich mehr beten würde, müsste ich ja etwas anderes kürzen (Z.B. meine Fernsehserien oder meine Internetaufenthalte).
3.) Ich glaube nicht, dass Jesus mich erhören würde.
4.) Wenn meine Gemeinde auf einmal explodierende Besucherzahlen hätte, müsste ich ja morgens um sieben dort anstehen, um noch einen Sitzplatz zu bekommen. Und Parkplätze gäbe es dann an der Kirche auch nicht mehr.
5.) Warum etwas ändern? Ich bin eigentlich ganz zufrieden, wie es ist. So war es doch immer schon.
6.) Also wenn mehr Leute von Jesus geheilt würden, wären die Ärzte und Schwestern ja bald arbeitslos und fielen der Staatskasse zur Last. Außerdem: solange es das medizinische Personal noch gibt, warum sollte ich dann beten? Dank der Ärzte brauche ich Gott doch gar nicht.
7.) Wer weiß, was Gott alles für Leute ansprechen würde. Womöglich hätten ja einige der neuen Gläubigen noch alte Probleme und wollen sogar, dass ich ihnen helfe.
8.) Wenn Gott auf einmal wieder mehr wirkt, könnte er ja auch wollen, dass ich mich ändere. Ich bete aber eher, wenn ich etwas brauche.
9.) Jetzt mach aber mal keinen Stress mit Deinem Beten. Wir haben doch schon alles. Entspann Dich und trinke Tee.
10.) Georg Müller, der bekannte Waisenvater von Bristol, erlebte viele Gebetserhörungen. Doch ein Anliegen schien zäh zu sein. Für die Bekehrung eines Freundes betete er 35 Jahre. Der Freund nahm auch tatsächlich Christus für sein Leben an. Es war auf Georg Müllers Beerdigung. –
Ich bete nun 34 Jahre und 364 Tage für ein neues Wirken Gottes. Jetzt muss es aber reichen. Ab heute mache ich Schluss.

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Das Eselsfüllen berichtet vom Einzug Jesu in Jerusalem

Das Eselsfüllen berichtet vom Einzug Jesu in Jerusalem

Menschen sind manchmal seltsame Geschöpfe. Da schreien sich zwei von ihnen an und der eine brüllt: „Du Esel!“ Darauf antwortet der andere mit „Du Trampeltier!“ Haben Sie schon mal einen Esel gesehen, der einen anderen Esel mit „Du Mensch!“ beschimpft? Ich noch nie.
Ich weiß nicht, warum die Menschen manchmal so undankbar uns Eseln gegenüber sind. Dabei haben wir ihnen schon so viel Nutzen gebracht. Geschätzt wird das selten. „Wer sich zum Esel macht, dem will jeder seine Säcke aufladen.“, hörte ich erst letztens wieder einen Mann zu seinem Kollegen sagen. Doch zum Glück sind nicht alle so.
Ich erinnere mich zum Beispiel an den Mann, der zum ersten Mal auf mir geritten ist. Ich war noch ziemlich jung, ein Esel, der in Bethphage in der Nähe des Ölbergs aufgewachsen war und nicht viel erlebt hatte. Meine Mutter passte auf mich auf und manchmal begleitete ich sie, wenn die Menschen sie wieder beladen hatten und sie die Dinge transportieren musste. Hinterher gab es oft eine gute Portion Heu, das schmeckte vielleicht! Mutti war stark und ich bewunderte sie wirklich. Aber mit zunehmendem Alter erfasste auch mich der Tatendrang. Warum waren wir so viel an der Leine angebunden und durften nicht öfter weg? Und warum traute mir niemand zu, dass auch ich etwas leisten konnte? Immerhin konnte ich schon sprechen. „ia“, das war zum Beispiel das erste Wort, das ich gelernt habe. Leider klingen für die Menschen alle unsere Worte mehr oder weniger nach „ia“. Eines Tages jedenfalls standen Mama und ich mal wieder außen an der Wegscheide des Marktes. Weiter reichte die Leine nicht, mit der wir an der Türe festgebunden waren. Es war warm und ein bisschen langweilig, weil unsere Menschen uns mal wieder stehen ließen. Da kamen auf einmal zwei unbekannte Männer auf uns zu. Sie begannen, unsere Leinen zu lösen. Sie wollten uns doch nicht etwa mitnehmen? „ia, ia!“, brüllte ich. Eigentlich sahen sie nett aus, aber irgendwie war mir die Sache nicht ganz geheuer. Unsere Leute hörten mich rufen und kamen herbei. „Hey, warum macht ihr das? Warum löst ihr das Füllen ab?“, fragten sie. Die beiden Männer erwiderten: „Jesus schickt uns. Der Herr bedarf der Tiere.“ Jesus? Ich traute meinen Ohren nicht. Das war der berühmteste Prediger in Israel. Ich hatte schon viel von ihm gehört. Jeder kannte seinen Namen. Er konnte Krankheiten heilen und erstaunliche Wunder vollbringen. Zum Beispiel konnte er aus fünf Broten und zwei Fischen so viel Essen machen, dass tausende von Menschen satt wurden. Ob er wohl so auch Heu vermehren konnte?
Als die beiden Fremden mitteilten, Jesus habe sie geschickt, da durften sie uns mitnehmen. Ich konnte es kaum fassen. Endlich würde ich ihn kennenlernen! Mama lief an meiner Seite. Auch sie war ganz gespannt. Schon von weitem hörten wir den Menschenlärm. Und dann sahen wir ihn. Er war umringt von seinen Jüngern, ein fröhlicher Haufen. Offensichtlich wollten sie nach Jerusalem, nicht allzu weit von hier. Das war immerhin die Hauptstadt von Israel. Und Jesus wollte durch das Stadttor reiten. Kaum zu glauben: er wollte auf meiner Mama in die Stadt reiten. Der gefragteste Mann im ganzen Umkreis! Doch nein!
Als wir ihn erreichten, drehte er sich zu uns um und sah uns an. Ich wusste sofort, dass er es war. Seine Augen gingen von Mama zu mir und er lächelte. Ein Gefühl von Wärme überkam mich, doch anders als die Wärme der Sonne. Es war wie eine Schauer, schön und atemberaubend zugleich. Noch nie hatte ich so jemanden gesehen. Seine Augen blieben an meinen hängen, noch immer lächelte er. Und da wusste ich: ich würde es sein! Auf mir würde er reiten! Dieser Mann, um den sich all die Leute drängten… sie würden auch auf mich sehen! Ich fühlte, wie ein leichter Taumel und dann Kraft mich durchströmte, in einem Augenblick schien ich ein ganzes Stück zu wachsen. Ich richtete mich auf und drückte die Knie durch. Ich und jung? Niemals! Ich war stark und ich hatte vier Beine, ich würde es schaffen!
Sie legten ein paar Kleider auf meinen Rücken und halfen Jesus beim Aufstieg. Für einen Moment sah ich zu Mama hinüber, sie strahlte vor Stolz. Ich schluckte, fast wollten ein paar Tränen kommen, doch dafür war ich schon zu alt.
Die Jünger breiteten Kleider auf den Weg, einige brachen auch Zweige von den Bäumen und warfen sie vor uns hin. Und dann ging es los Richtung Jerusalem. Vor und hinter uns jubelte man laut: „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“, und ich war mitten drin. „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Ich wusste, es stimmte: ja, er war der König des Himmels und der Erde, der König der Ewigkeit! Hosianna heißt: Hilf, Herr! Auch ich rief ein paar mal laut „Hosianna!“ Doch leider verstanden die Leute mal wieder nur das „ia“ daraus. Die Bewohner der Stadt kamen uns entgegen und schwenkten Palmenzweige. Die Freude steckte alle an. Nur ein paar eifersüchtige Pharisäer beschwerten sich bei Jesus: „Meister, strafe doch deine Jünger!“ Er antwortete aber: „Ich sage euch: Wo diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“
Als wir zu Jerusalem einzogen, war die ganze Stadt auf den Beinen. Keiner konnte diese Menge an Menschen übersehen oder überhören. Viele Leute erzählten dabei von den Wundertaten Jesu. Alle verrenkten sich den Hals, um ihn zu sehen. Meine Mutter war dicht hinter uns, immer bereit, zu übernehmen, wenn ich nicht mehr konnte. Doch ich konnte, und wie! Entschlossen trug ich Jesus sicher durch das ganze Getümmel, bis wir am Tempel ankamen. Dort stieg er ab, strich mir und Mama über das Fell und ging mit seinen Jüngern in den Tempel. Er blieb dort bis zum Abend. Mutter und ich wurden deshalb wieder zurückgebracht. Trotzdem werde ich diesen Tag nie vergessen. Ich hatte den König getragen! Mich hatte er erwählt!
Einige Tage später hörte ich dann, dass der gleiche Jesus, der so sehr bejubelt worden war, durch die neidischen Pharisäer zum Tod am Kreuz verurteilt wurde. Für viele Jünger brach die Welt zusammen. Es dauerte eine Zeit, bis sie verstanden: er bezahlte mit seinem Tod für die Schuld der Menschen. Er nahm die Schuld auf sich, man muss ihn nur um Vergebung bitten. Man kann seine Lasten an ihn abgeben, wie man uns Tieren Lasten übergibt. Als Lasttier weiß ich heute, wie groß die Bedeutung seines Opfers war. Leider verstehen das nicht alle. Man muss Jesus sagen, dass man es auch bewusst für sich in Anspruch nimmt.
Doch schließlich, drei Tage nach seinem Tod gab es dieses riesige Erdbeben. Und danach hieß es, er sei auferstanden und viele seiner Jünger hätten ihn gesehen. Noch einige Wochen später hieß es dann, er sei mit einer Wolke im Himmel verschwunden. Die Jünger waren danach nicht mehr zu bremsen. Tag für Tag waren sie im Tempel, predigten und die Gemeinde wuchs und wuchs.
Ich aber muss immer an diesen Blick von Jesus denken und an den Einzug in die Stadt. Ich halte dieses Gefühl fest, diesen glücklichsten Moment meines Lebens! Ansonsten wurde ich seit diesem Tag mit vielen Aufgaben und Gepäckstücken betreut. Ich erledige alles gewissenhaft. Irgendwie habe ich die Gewissheit, dass Jesus das sieht und sich darüber freut. Deshalb rede ich auch öfter zu ihm, bitte ihn auch manchmal, mir zu helfen. Ich bin sicher: jeden will er gebrauchen, jeden ruft er in seinen Dienst! Jesus – er versteht eben Menschen und Esel!

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Diese Geschichte wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Man kann die biblischen Berichte z. B. in Matthäus 21, 1 – 10  und Lukas 19, 28 – 39  nachlesen.

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Das sprechende Buch

Das sprechende Buch

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatten einige Missionare schon längere Zeit auf Grönland unter den Eskimos gearbeitet, aber zunächst ohne sichtbaren Erfolg.
Eines Tages, als der Missionar Johannes Beck mit der Übersetzung der Evangelien ins Grönländische beschäftigt war, traten einige Eskimos in seine Hütte und sahen ihm mit Verwunderung zu. Beck erklärte ihnen: „Die Zeichen, die ich hier schreibe, werden zu Worten, und so kommt es, dass ein Buch sprechen kann.“
„Ja, was sagt dein Buch denn?“, fragte einer von ihnen, ein Räuberhauptmann namens Kajarnak. Daraufhin las Beck ihnen den Bericht von den Leiden Christi vor.
„Aber ich bitte dich“, unterbrach Kajarnak den Missionar, „was hat dieser Mann denn getan? Hat er jemand beraubt?“ – „Nein!“ – „Weshalb soll er dann sterben?“ – Beck erklärte ihm: „Dieser Mann hat nichts Böses getan; aber Kajarnak hat Böses getan. Dieser Mann hat niemand beraubt; Kajarnak aber hat viele beraubt. Dieser Mann hat niemanden ermordet, Kajarnak aber hat seinen Bruder und sein Kind getötet. Dieser Mann ist für Kajarnak gestorben, damit Kajarnak nicht in seinen Sünden sterben muss.“
Das ging dem harten Mann zu Herzen. Mit bewegter Stimme bat er den Missionar: „Erzähle mir das noch einmal, denn ich möchte gern selig werden!“ – Und dann wurden Kajarnak und seine Familie die ersten Grönländer, die Jesus Christus als Retter und Herrn annahmen und ein völlig neues Leben begannen.

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Der Text wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen, die Links von Christliche Perlen eingefügt. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen.
Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Segenswünsche nach Jabez

Segenswünsche nach Jabez

Jabez ist ein Mann, der im alten Testament der Bibel nur kurz erwähnt wird. Bekannt ist er durch ein Gebet, das Gott erhörte. Von ihm heißt es:

„Jabez aber war herrlicher als seine Brüder; und seine Mutter gab ihm den Namen Jabez (=Schmerz), denn sie sprach: Mit Schmerzen habe ich ihn geboren.  Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach, dass du mich segnetest und meine Grenze erweiterst  und deine Hand mit mir wäre und du das Übel fern hältst, dass kein Schmerz mich trifft! Und Gott ließ kommen, was er bat.“

(1.Chronik 4,10 Luther / Elberfelder Übersetzung)

Die Geburt war sicher auch für den kleinen Jabez nicht gerade stressfrei gewesen. Doch wie es so ist, kommen unter Druck wohl vielmals besondere Charaktere zustande. Und Druck ist oft nur zeitlich begrenzt. Er gehört zum Leben wie Berge und Täler. Er bringt uns dazu, Dinge zu tun, die uns häufig in eine lohnende Verbesserung führen und die wir sonst nicht getan hätten. Jabez stellte sich gegen die negative Namensgebung in seinem Leben. Er wandte sich an Gott. Und dadurch übertraf er schließlich alle seine Brüder. Gewiss auch ein Resultat seines Fleißes. Und so ist Jabez bis heute ein Vorbild, dessen Haltung man folgen und dessen Gebet man ebenfalls für sich aussprechen kann.
Für andere ist es auch als Segenswunsch formulierbar: „Gott segne Dich und erweitere Deine Grenzen. Seine Hand sei mit Dir und er halte das Übel von Dir fern, dass kein Schmerz Dich trifft!“

So sei es!

Jabez

Text und Bild sind von christlicheperlen und dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel der Kategorie Segenswünsche untereinander. Kreatives: Bemalte Steine mit den Segenswüschen nach Jabez.

Über das Beten

Über das Beten

In seinen späteren Jahren machte Georg Müller, der Waisenvater von Bristol, mit seiner zweiten Ehefrau weite Reisen, um das Wort Gottes zu verkündigen. Als er mit einem Schiff von England nach Kanada fuhr, kam der Dampfer wegen der schweren See nur langsam voran. Als schließlich ein dichter Nebel aufkam, stieg die Sorge in ihm auf, dass er nicht pünktlich zu seinem Vortrag kommen würde. Er sprach daraufhin den Kapitän an.
Der Kapitän meinte, dass das angesichts des Nebels unmöglich sei, zu der von Müller angegebenen Zeit in Kanada zu sein. Müller meinte, dass er so einen Termin noch nie versäumt habe, und schlug dem Kapitän vor, in einer Kajüte dafür zu beten, dass der Nebel sich auflöse. Der Kapitän meinte, dass der Nebel sich niemals auflösen würde; dennoch gingen sie zusammen in eine Kajüte und schlossen die Tür. Müller breitete vertrauensvoll seine Bitte vor dem himmlischen Vater aus. Als er sein Gebet beendet hatte, sagte er sinngemäß zum Kapitän: „Beten Sie besser nicht. Erstens glauben Sie ja sowieso nicht, dass Gott erhören wird, und zweitens ist es auch gar nicht mehr nötig. Wollen wir mal nicht zusammen schauen, was der Nebel macht?“
Sie gingen heraus – der Nebel war weg! „So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der Kapitän erstaunt und führte fortan ein verändertes Leben in erkennbarer Gottesfurcht.

Dreimal beten

Die Bibelstelle von Apostelgeschichte 10,9 berichtet: „Am folgenden Tag aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten.“ Petrus stieg in der Mittagszeit (die sechste Stunde nach jüdischer Zeitrechnung) auf das Dach, um zu beten. Das ist bemerkenswert. Es ist die Angewohnheit vieler Christen, morgens und abends eine feste Gebetszeit zu haben. Der Mittag bleibt dabei oft unberücksichtigt.
Wäre es nicht gut, wenn wir es einrichten können, auch mittags vermehrt regelmäßig in die Stille zu gehen? Im Arbeitsleben ist das sicher nicht ganz so einfach, dennoch ist es eine Überlegung wert, den Mittag in dieser Hinsicht mehr zu berücksichtigen. Auch Daniel betete dreimal am Tag. Und David handelte ebenso (Psalm 55,17).

G. Setzer

Auszüge aus den „Gesammelten Brocken“

Wer in einem christlichen Land geboren wurde, ist genauso wenig ein Christ, wie ein Kind, das in der Garage geboren wurde, ein Auto ist.

Warum machen wir keine besonderen Glaubenserfahrungen? Weil wir sie nicht erwarten. Warum erwarten wir sie nicht? Weil wir nicht daran glauben. Und warum glauben wir nicht daran? Weil uns die Gemeinschaft mit dem Meister fehlt.

Sei ganz sein oder lass es ganz sein.

Abends 20.00 Uhr, Gebet des Sohnes: Lass mich so werden wie mein Papa – so stark.
Abends 23.00 Uhr, Gebet des Vaters: Lass mich so werden wie mein Sohn – so vertrauensvoll.

Nicht der ist am glücklichsten, der am meisten hat, sondern der, der am meisten dankt.

Jeder Mensch hat seinen wichtigsten Termin noch vor sich: die Begegnung mit seinem Schöpfer.

Im Himmel sind alle Plätze gratis, man muss sie sich aber auf der Erde reservieren.

Wenn wir vor Gott unsere Schuld aufdecken, deckt er sie zu.

Wer am Strand des Egoismus feststeckt, braucht die Flut der Gnade.

Der Friedensnobelpreisträger Linus Pauling sagte einmal: „Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört. Nur die Zeit lässt er sich stehlen, am meisten vom Fernsehen.“

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Vielen Dank an www.bibelstudium.de für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung!

Die Wolfshaut

Die Wolfshaut

(Eine wahre Geschichte von ca. 1850)

Das alte Blockhaus, in welchem eine presbyterianische Gemeinde im westlichen Pennsylvanien lange Zeit ihre Gottesdienste gehalten hatte, war dem Einfallen nahe, so dass ein Treffen einberufen wurde, um eine Sammlung von Geldern zur Errichtung eines neuen Hauses durchzuführen. Einer der Vorsteher, arm an irdischen Gütern, aber reich an Glauben, fühlte sich gedrungen, für acht Dollar zu unterschreiben. Dies war eine große Summe für einen Mann in seinen Umständen und in jenen Tagen – mehr als ein halbes Jahrhundert, ehe Kalifornien angefangen hatte, seine goldenen Schätze in das Land auszuströmen. Er hoffte durch Fleiß und Sparsamkeit mit dem Segen Gottes die Summe zusammen zu bringen, ehe die Zeit der Zahlung komme. Aber alles schien ihm hinderlich zu sein. Um seine Verlegenheit zu vermehren, schuldete er noch zwei Dollar für Steuern, welche zur selben Zeit bezahlt sein mussten. Mit aller Anstrengung war er nicht im Stande gewesen, auch nur einen Dollar zu sparen, nachdem er die allernotwendigsten Haushaltsausgaben beglichen hatte. Mit schwerem Herzen ging er zu Fuß nach dem Versammlungsplatz, mit der Flinte auf der Schulter. In jenen Tagen war man stets genötigt, diese mitzunehmen, da man alle Augenblicke fürchten musste, einem feindseligen Indianer oder einem wilden Tier zu begegnen. Als er so auf seinem einsamen Weg durch den Wald ging, schüttete er sein Herz vor dem Herrn in folgenden Worten aus: „Herr, Du weißt, dass ich nicht in eitlem Selbstvertrauen meine Unterschrift für Dein Haus gab, sondern allein im demütigem Vertrauen auf Deine Hilfe und mit der einzigen Absicht, Deine Ehre zu fördern. Willst Du nun nicht gnädigst Deinem Knecht helfen, dass er sein Versprechen erfülle und nicht zu Schanden werde? Willst Du nicht Deine heilige Sache, welche mir teurer ist als das Leben, vor Schimpf und Schande retten? Du hast alle Gewalt im Himmel und auf Erden, alles Silber und Gold ist Dein. Ich bitte nicht um meiner Gerechtigkeit, sondern um Deines Namens willen. Ich glaube Herr, hilf meinem Unglauben!“
Während er so betete, fühlte er sich von seinem Kummer erleichtert, und er hatte die Versicherung, dass alles gut werde, aber er konnte sich nicht vorstellen, wie es kommen solle. Er hatte beinahe die Stadt erreicht, da sah er einen großen Wolf, der gerade im Weg stand, wie von Zauber gebunden, und auf sein Schicksal wartend. Die Herden der Landleute hatten von den Verheerungen der Wölfe viel gelitten, so dass eine Belohnung ausgesetzt worden war für die Kopfhaut von jedem Wolf, der innerhalb der Grafschaft getötet würde. Sogleich legte der Mann seine Flinte an und streckte ihn nieder. In wenigen Minuten hatte er dem Tier die blutende Kopfhaut abgezogen. Dann setzte er freudig seinen Weg fort, wobei er dem Herrn dankte. Als er die Stadt erreicht hatte, ging er sogleich in die Amtsstube des Steuereinnehmers, übergab ihm die Wolfshaut und zugleich seine Steuerrechnung. Der Steuereinnehmer, indem er sie nahm, sagte: „Ich habe nicht nötig, dir einen Eid abzunehmen, dass der Wolf innerhalb der Grafschaft getötet wurde, denn die Kopfhaut ist noch warm.“ Während er nun die Rechnung der zwei Dollar quittierte, zahlte er noch acht Dollar als den Rest des ausgesetzten Preises. Dies war genau der Betrag, den der Gemeindevorsteher zu spenden versprochen hatte. Von da ging der fromme Mann zu der Versammlung, und mit einem Gefühl, welches man sich leichter vorstellen als beschreiben kann, zahlte er, was er für das Gotteshaus unterschrieben hatte. Lasst nun hier den Zweifler von einem glücklichen Zufall reden und über die Leichtgläubigkeit lachen, welche darin die Hilfe Gottes sieht, ich beneide ihn nicht. Für mich ist es eine höchst vernünftige und tröstende Wahrheit, dass kein Sperling vom Dach fällt ohne den Willen unseres himmlischen Vaters.

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Aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Bleibende (Weihnachts-) Freude

Bleibende (Weihnachts-) Freude

Freude ist eine zarte Pflanze. Ruckzuck ist es vorbei mit ihr. Das zeigt die eigene Erfahrung, und das sagte vor einiger Zeit auch ein kurzer Zeitungsartikel.
Überschrift: „Nur kurze Freude am Ferrari“. Ein 27-Jähriger im Münsterland hatte einen Ferrari ausgeliehen – und ihn aufs Dach gelegt. Glücklicherweise gab es kaum Personenschaden (Sachschaden etwas mehr). Die Überschrift passte schon: Nur kurze Freude …
Dabei ist Freude ein ziemlich entscheidender Faktor im Leben! Beachte: Gemeint ist jetzt nicht  Highsein, sondern Freude.
Gott weiß das auch: Ein Leben ohne Freude ist nichts wert. Ohne Freude kann der Mensch auf die Dauer nicht existieren. Deswegen lädt Er uns herzlich ein: „Freut euch allezeit!“ Und damit nicht genug, Er sagt uns auch noch, wo diese Freude zu finden ist: „Freut euch in dem Herrn allezeit!“ (Philipper 4,4).
Das ist eine klare Aussage; echte Freude gibt es nicht ohne den Herrn Jesus Christus. Alles andere endet früher oder später wie die Freude über den Ferrari. Solche Freude verblasst oft genug schon, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist.
Erinnern wir uns kurz an die Weihnachtsgeschichte. Da sagte doch der Engel zu den Hirten: „Siehe, ich verkündige euch große Freude …; denn euch ist heute ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr…“ (Lukas 2,10 – 11). Es ist wirklich so: Freude, die nicht von jetzt auf gleich verschwindet, die nicht von allem Möglichen abhängt, die dauerhaft ist und zu einem erfüllten Leben verhilft – die lernt nur der kennen, der Jesus Christus als seinen Herrn und Retter annimmt und dann mit Ihm durchs Leben geht.

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Der Text wurde dem Onlinekalender „Die gute Saat“ entnommen, die Links von Christliche Perlen eingefügt. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen.
Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

Rettung durch die göttliche Vorsehung

Rettung durch die göttliche Vorsehung

Tagebuchauszug eines Missionars (aus den „Christlichen Geschichten“ 1857)

… Um diese Zeit ging ich los, um bei der Versteigerung des Nachlasses des Herrn M. gegenwärtig zu sein. Er war ein achtbarer Landmann und einige Monate vorher auf einer der Ansiedlungen, welche zu meiner Mission gehörten, verstorben. Er hatte eine Witwe, eine sehr liebenswürdige und fromme Frau, nebst drei Kindern hinterlassen. Sie glaubte sich zu schwach, das bedeutende Gut ihres verstorbenen Mannes zu bewirtschaften, und darum mietete sie ein kleines Haus in dem Städtchen, in dem ich wohnte, und veräußerte jetzt alles bis auf einiges Hausgerät.
Nach beendigter Versteigerung besuchte ich sie und wünschte ihr Glück zu dem von ihr eingeschlagenen Weg. Ich bemerkte, dass sie nun besser dran sein werde, nicht nur, weil sie dadurch der Verwaltung eines Geschäftes enthoben sei, welchem vorzustehen sie wohl zu schwach wäre, sondern auch durch das Gefühl von Sicherheit, dessen sie in ihrer unbeschützten Lage, in solch einsamen Hause, sich wohl schwerlich erfreuen könne.
„Oh nein, nein,“ versetzte sie, „ich bin gewiss nicht unbeschützt! Sie vergessen,“ fuhr sie mit einem traurigen Lächeln fort, „dass ich jetzt unter dem besonderen Schutz dessen stehe, der für die Witwen und Waisen sorgt, und ich hege das feste Vertrauen, dass er uns beschützen werde.“ Und wirklich beschützte er sie noch in derselben Nacht auf eine höchst außerordentliche und wunderbare Weise.
Ihr Haus lag ganz abgelegen, und das nächste war wohl eine halbe englische Meile entfernt. Diese Nacht befand sich eine ziemliche Summe Geldes in dem Hause, der Erlös aus der Versteigerung. Die Mutter nebst ihren drei jungen Kindern und einer Magd waren die einzigen Bewohner. Sie hatten sich bereits zur Ruhe begeben. Der Wind heulte furchtbar und erschütterte das Blockhaus bei jedem Stoß. Dadurch wurde die arme Mutter wach gehalten, und sie glaubte in den Augenblicken, da der Sturm nachließ, hinten im Hause ein auffallendes, ungewöhnliches Geräusch zu vernehmen. Während sie aufmerksam horchte, ob sie das Geräusch zum zweiten Male vernehmen werde, wurde sie durch das heftige Bellen eines Hundes erschreckt, der, wie es schien, vorn im Hause unmittelbar unter der Schlafkammer war. Dies beängstigte sie um so mehr, da sie selbst keinen Hund hatten.
Sie stand sogleich auf, ging nach der Kammer ihrer Magd und weckte diese. Dann stiegen sie zusammen hinunter. Zuerst blickten sie in das Zimmer, wo sie den Hund gehört hatten. Es war Mondschein, und obgleich der Himmel bewölkt war, doch hell genug, um die Gegenstände, wenn auch nicht ganz deutlich, unterscheiden zu können. Sie erblickten einen gewaltigen schwarzen Hund, welcher wütend an der Küchentür kratzte und herumbiss, von wo das Geräusch, welches die Mutter zuerst gehört hatte, gekommen sein musste. Sie bat das Mädchen, die Tür zu öffnen, gegen welche der Hund so sehr bellte. Das Mädchen war beherzt und entschlossen, ohne Furcht, und sie tat es ohne Bedenken. Da sprang der Hund in die Küche hinein und die Witwe erblickte durch die geöffnete Tür zwei Männer am Küchenfenster, welches offen stand. Diese liefen sogleich davon, und der Hund sprang durch das Fenster ihnen nach. Es folgte nun ein gewaltiger Kampf, und aus dem sich wiederholenden Geheul des edlen Tieres ließ sich entnehmen, dass es zuweilen schlecht dabei wegkam. Der Lärm verlor sich indessen allmählich in immer weitere Ferne, bis Frau M. nur dann und wann noch ein schwaches, fernes Bellen hören konnte. Die Räuber, oder vielleicht Mörder, hatten eine Glasscheibe ausgenommen, wodurch es ihnen möglich geworden war, das Fenster zu öffnen. Sie würden ohne Zweifel ihr Vorhaben ausgeführt haben, wenn nicht der Hund gewesen wäre. Die Hausfrau und die Magd nahmen ein Licht und sicherten das Fenster, so gut sie konnten. Dann kleideten sie sich an, denn die Nacht noch zu schlafen, daran war nicht zu denken. Sie waren indessen kaum zum zweiten Mal die Treppe heruntergekommen, als sie den Hund an der Haustür kratzen und Einlass begehren hörten. Sie öffneten sogleich. Da sprang der Hund herein, mit seinem buschigen Schwanz wedelnd und beiden wechselweise schmeichelnd, um für seine Tapferkeit gestreichelt und gelobt zu werden. Darauf streckte er sich, so lang er war, neben dem warmen Ofen aus und schlief ein. Den anderen Morgen gaben sie ihm ein Frühstück, um das jeder Hund ihn beneidet hätte. Danach konnte ihn nichts mehr zum Längerbleiben bewegen. Vor Ungeduld winselnd stand er vor der Tür, bis sie geöffnet wurde. Nun sprang er sehr eilig davon, und sie sahen ihn nie wieder.
Sie hatten den Hund vorher nie gesehen, erfuhren auch niemals, wem er gehöre. Es war etwas sehr Sonderbares. Sie konnten nur vermuten, dass er mit einem Fremden zu der Versteigerung gekommen und zurückgeblieben war. Die Familie zog den folgenden Tag in ihr gemietetes Haus im Städtchen ein und als meine Frau und ich sie besuchten, erinnerte Frau M. mich daran, wie sie bei meinem letzten Besuch zu mir gesagt hatte, dass sie nicht unbeschützt sei.

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Auszug aus dem Tagebuch eines Missionars in Kanada, veröffentlicht in den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857.

Vom Basteln einer Religion

Vom Basteln einer Religion

Hätten Sie es gewusst? Mit etwa 2,1 Mrd. Anhängern ist das Christentum die größte Religion weltweit. Danach folgen der Islam (etwa 1,3 Mrd. Anhänger), der Hinduismus (etwa 850 Mio. Anhänger), der Buddhismus (etwa 375 Mio. Anhänger) und das Judentum (etwa 15 Mio. Anhänger). Diese Angaben der Encyclopædia Britannica 2005 findet man noch heute auf Wikipedia.
Spricht man mit anderen Personen darüber, meinen diese häufig den Islam als größte Religion eingeschätzt zu haben. Das mag unter anderem daran liegen, dass einige handgreiflich gewordene muslimische Gruppierungen zur Zeit besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Wie auch immer – es gibt einen Gott. Das beweist schon die Vielzahl an Religionen. Die Mehrheit der Menschen fühlt, dass es etwas jenseits unseres gewöhnlichen Sichtfeldes geben muss. Sie glaubt an göttliche Existenz und bemüht sich, diese wohlwollend  zu stimmen. Doch das Verständnis von Gott und Glaube geht global sehr weit auseinander. Gewaltbereite Gläubige zeigen uns, dass nicht alle Religionen gleichwertig sind. Die momentane deutschsprachige Generation ist weitgehend friedlich, jedoch ohne Gott aufgewachsen. Nicht, dass der Großteil etwas gegen ihn hätte. Aber man weiß auch häufig nicht, wie man sich ihm gegenüber verhalten soll. Es gab in der Kindheit oftmals kaum Gebet, Glaubenslektüre, noch den kontinuierlichen Besuch einer Religionsgemeinschaft. Und so haben viele Menschen hier sich eine eigene Vorstellung von Gott gebildet. Nicht selten entspricht diese ihren eigenen Wünschen. So handelt es sich bei vielen um einen lieben Gott, der niemals Böses tut. Doch Gott ist keine Marionette, der unbereinigtes Schlechtes oder Gewalt ewig unbestraft lässt.
Viele Menschen werden auch offen für östliche Religionen. Z. B. für den Glauben, mehrere Leben zu haben bzw. einem ständigen Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt unterworfen zu sein. Um diesen Kreislauf zu verlassen, müssten sie Erleuchtung erlangen. Doch Anhänger dieser Lehre leiden mitunter besonders unter den Fehlern, die ihnen unterlaufen sind. Denn diese schaffen nach ihrer Ansicht schlechte Voraussetzungen für ihr nächstes Leben und lassen die Erleuchtung in praktisch unerreichbare Ferne rücken. Dieser Gedanke wird für etliche zur belastenden Bürde.
Doch wie am besten sich selbst platzieren bei solch einer Vielzahl von Glaubensrichtungen? Mit einer eigenen Vorstellung kann man schließlich leicht an der Wahrheit vorbeitreffen. Deshalb sollte man sich nicht selbst eine Religion basteln oder irgendeine beliebige annehmen, sondern für seine Glaubensausrichtung eine verlässliche Grundlage wählen.
Nun ist es naheliegend, sich der größten Religion weltweit anzuschließen. Diese hat als Grundlage die Bibel, das meistverkaufte Buch der Welt. Zum Schreiben dieser Richtlinie hat Gott selbst eine Reihe von Personen inspiriert, bzw. ihnen die Worte in den Sinn eingegeben (Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre… 2. Timotheus 3,16). Die Bibel ist der Leitfaden der größten Religion weltweit und damit die beste und anerkannteste Basis für die Ausrichtung des Glaubenslebens. Der christliche Glaube ist besonders im Neuen Testament festgehalten (Start hier). Das Lesen bietet einen umfassenden Einblick in Gottes Wesen, seine Wünsche an uns Menschen, seine Art mit uns zu handeln und seine Pläne für die Zukunft. Wer bisher kaum Bibel gelesen hat, sollte mit dem Neuen Testament beginnen und erst danach zum Alten Testament übergehen. Versteht man einmal eine Stelle nicht, empfiehlt es sich, dennoch weiterzulesen. Das Verständnis kommt häufig mit Zunahme der Bibelkenntnis.
Der christliche Glaube geht zurück auf Jesus Christus. Dieser kam als Sohn Gottes auf die Welt, um den Menschen zu zeigen, dass Gott noch an uns denkt und wie wir leben sollen. Christus starb unschuldig am Kreuz. Eifersüchtige Pharisäer hatten für dieses Urteil gesorgt, da er ihnen zu populär war und ihren Geiz und ihre Heuchelei öffentlich ansprach. Doch mit seinem Blut hat er am Kreuz für die Schuld der Menschen bezahlt. Jeder kann sich mit seiner Schuld an ihn wenden und ihn um Vergebung bitten. Sein Preis war hoch genug für alle. Es ist jedoch wie mit einem Scheck. Wer ihn nicht einlöst, bekommt das Geld nicht. Wer seine Fehler nicht zu ihm bringt, erhält die Vergebung des Gottessohnes nicht. Doch wer es aufrichtig tut, wird frei von seiner Schuld und angenommen. Die dunklen Seiten seiner Vergangenheit sind vor Gott getilgt, die Bürde ist fort.
Auch möchte Christus uns in allem begleiten. Sein Angebot lautet: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20) Wir können mit ihm reden, wo auch immer wir sind und was auch immer uns bewegt. Er kann helfen, segnen, heilen, leiten und schützen. Wenden Sie sich noch heute an ihn und fangen Sie mit ihm an! Es lohnt sich! Wenn Sie dranbleiben, werden Sie schon bald den Unterschied feststellen. Es ist solch ein Gewinn. Hilfreich dazu ist auch der Besuch einer gut ausgerichteten Kirche. Suchen Sie nach einer in Ihrer Gegend, in der Sie sich wohlfühlen. Es wird Ihnen helfen, nicht bald schon wieder vom Wege abzukommen und Ihnen neue Freunde bescheren. Nur zu! Der Weg mit Gott ist keinesfalls langweilig. Aber es ist ein Sinn gebender und der richtige Weg. Gott segne Sie!

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Rechtzeitige Vorbereitung

Rechtzeitige Vorbereitung

Es war eine Menge an Stoff, den sie für die Abschlussprüfung zu lernen hatte. Ihre Noten waren immer gut gewesen und so wollte sie auch jetzt ihr Bestes geben, um ihren Schnitt zu halten. So begann sie bereits ein halbes Jahr vorher mit der Wiederholung der Unterrichtsinhalte. Es war nicht leicht, sich zu disziplinieren und am Ball zu bleiben. Drinnen lenkte sie vieles ab. Wenn das Sommerwetter es zuließ, setzte sie sich zum Lernen deshalb gerne nach draußen. Als es nur noch 3 Monate bis zur Prüfung waren und sie wieder einmal draußen saß, kamen einige Klassenkameradinnen zufällig am Weg vorbei. „Was machst Du denn da?“, fragte sie eine. „Ich lerne für das Examen.“, antwortete sie. „Was, jetzt schon? Es sind doch noch 3 Monate Zeit.“, wunderten sich die jungen Damen und gingen kopfschüttelnd weiter ihrem Vergnügen nach. Die junge Frau fühlte sich sehr demotiviert. Warum brauchte sie nur so viel Zeit für die Vorbereitung und andere nicht? Es fiel jetzt noch etwas schwerer, sich weiter mit dem Stoff zu befassen. Doch sie blieb dran und erreichte eines der besten Prüfungsergebnisse der Klasse. Von den jungen Damen fielen jedoch zwei durch das Examen. Eine davon war die, die gefragt hatte: „Was, jetzt schon? Es sind doch noch 3 Monate Zeit.“
Menschen mögen in verschiedenen Bereichen unterschiedlich talentiert sein. Einigen fallen bestimmte Fähigkeiten zu, ohne dass sie viel dafür zu tun brauchen. Oftmals investieren sie auch nicht viel, denn sie sind zufrieden, wenn sie schon durchkommen. Andere sind vielleicht weniger talentiert, aber motivierter. Sie möchten wirklich gut in ihrem Bereich werden. Sie arbeiten und arbeiten und überholen schließlich die, die eigentlich talentierter sind.
Auch in Hinblick auf die Ewigkeit sind viele mit einer erstaunlichen Sorglosigkeit ausgestattet. Sie denken, es wird schon gut gehen. Sie werden schon irgendwie in den Himmel kommen. Sie haben ein ganzes Leben Zeit, doch für das Leben nach dem Tod treffen sie keine Vorbereitung. Vernunft und Warnsignale werden verdrängt. Und so sind viele völlig überrascht, wenn der Moment dann kommt.
Warum nicht heute mit Gott reden? Warum ihm nicht heute sagen, dass wir uns bewusst auf seine Seite stellen wollen? Warum nicht heute Christus um Vergebung für unsere Fehler bitten und ihm danken, dass er dafür gestorben ist? Warum nicht heute um seine Hilfe, seinen Schutz und seine Leitung für unser Leben bitten und um seine gnädige Annahme, wenn auch unsere Zeit hier einmal vorbei ist? Warum sich nicht heute einen Platz bei ihm sichern und im Falle einer Überraschung bereit sein? Sie werden oben nicht zufrieden sein, wenn Sie gerade durchgekommen sind. Geben Sie Gott hier unten nicht das Mindeste. Machen Sie Ihre Sache gut. Und seien Sie gewiss: es lohnt sich hier schon, aber erst Recht für Ihre Ewigkeit!

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Martin Luther und die Reformation

Martin Luther und die Reformation

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Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.

Martin Luther

Reformation bedeutet Erneuerung oder Verbesserung. Am 31.10, an dem zufällig auch Halloween begangen wird, feiern viele Menschen jedes Jahr den Reformationstag. Zurück geht dieser Tag auf Martin Luther, der 1483 in Eisleben geboren wurde. Während seiner Zeit als Jurastudent geriet er auf dem Weg nach Erfurt in ein heftiges Gewitter und begann, um sein Leben zu fürchten. So rief er zur heiligen Anna, der Mutter Marias. Er versprach, ein Mönch zu werden, wenn er am Leben bliebe. Darauf brach er sein Studium gegen den Willen seines Vaters ab und trat ins Kloster ein. Zur damaligen Zeit gehörte der Ablasshandel zum Alltag. Demnach erhielten Priester große Geldsummen, um für Verstorbene zu beten und ihnen zu Erleichterung im Fegefeuer zu verhelfen. Dabei gab es in der Bibel keinerlei Aufforderung zu solch einer Praxis. Auch waren andere Bußübungen für begangene Sünden weit verbreitet. Obwohl Luther täglich solche ausführte, fand er keine Ruhe für sein Gewissen vor Gott. Die Ruhe kam erst völlig unerwartet beim Studium des Wortes Gottes in seinem Arbeitszimmer im Wittenberger Augustinerkloster. Während er dort in der Bibel vertieft war, stieß er auf den Vers in Römer 1,17: `Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«´ Martin erkannte nun, dass der Mensch allein durch den Glauben an Christus gerecht wird und nicht durch das Zahlen von Geld für Gebete oder durch andere von Priestern auferlegte Bußhandlungen. Luther, der seit 1512 auch Theologieprofessor war, verfasste einige Monate später 95 Thesen (Überzeugungen) gegen den Ablasshandel und schickte sie an einige Erzbischöfe sowie Bekannte. Mit den 95 Thesen war die Reformation in Gang gekommen. Obwohl Luther damals keine Abspaltung von der Katholischen Kirche beabsichtigte, kam es später dazu. Die evangelische Kirche entstand.

Legenden über Martin Luther

Es gibt eine Reihe von Überlieferungen über Martin Luther, die umstritten, bzw. möglicherweise nicht ausreichend belegt sind. Laut Luthers Freund Philipp Melanchthon soll Luther demnach am 31.10.1517 an der Kirche in Wittenberg seine 95 niedergeschriebenen Thesen befestigt haben. Dies galt lange als Legende. Im Jahre 2006 fand man jedoch eine Notiz von Luthers langjährigem Sekretär Georg Rörer, die die Erzählung des Thesenanschlags wieder als wahrscheinlich gelten ließ. Die Worte Rörers befanden sich auf der letzten Seite einer Lutherbibel von 1940, die er gemeinsam mit dem Reformator benutzte und lauteten: „Im Jahr 1517 am Vorabend von Allerheiligen sind in Wittenberg an den Türen der Kirchen die Thesen über den Ablass von Doktor Martin Luther vorgestellt worden.“ Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Schriften zum Denkanstoß galt jedenfalls auch damals als normal.
Wegen seiner Kritik an den Praktiken der Kirche musste sich Luther schließlich vor dem Reichstag zu Worms verantworten. Dort wurde er aufgefordert, seine Aussagen gegen die Kirche zu widerrufen. Nach einem Tag Bedenkzeit und im Wissen, dass man ihn dafür zum Tode verurteilen könne, lehnte er mit der Begründung ab: „ … (Da) mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, ich kann und will nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.“ Die oft zitierte Version „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen.“, ist gleichfalls nicht hinreichend bewiesen.
Mutig war Luther also nach seiner Hinwendung zu Gott oftmals in seinem Leben. So soll Martin, der sich einst im Gewitter so gefürchtet hatte, später einmal gesagt haben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Zuzutrauen wäre es ihm.

Weitere Lebensstationen Luthers

Nach dem Reichtstag zu Worms wurde Luther als vogelfrei deklariert und war in akuter Lebensgefahr. Sein Fürsprecher Kurfürst Friedrich der Weise aus Sachsen ließ ihn auf die Wartburg bringen, wo er als Junker Jörg verkleidet später in nur 11 Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen und Lateinischen übersetzte. Das Alte Testament folgte erst Jahre danach. Dazwischen baten ihn die Stadtväter Wittembergs wegen Tumulten um Hilfe, womit er wieder vermehrt in die Öffentlichkeit trat. Es gelang ihm auch, beruhigend auf die Bürger einzuwirken.
Im Juni 1525 heiratete er Katharina von Bora, eine aus einem Kloster entflohene Nonne. Mit den eigenen Kindern und etlichen Kindern verstorbener Verwandter sowie zahlreichen Gästen hatte diese bald umfassende Aufgaben, die sie treu erfüllte.
Martin Luther komponierte auch eine Reihe bedeutender Kirchenlieder, z.B. „Ein Feste_Burg_ist_unser_Gott“.
Im Jahre 1530 ließ der Prinz und spätere Kurfürst von Sachsen, Johann Friedrich der Großmütige, für Luther einen Siegelring mit der sogenannten Lutherrose erstellen, dessen Farben Luther eine besondere Bedeutung zusprach.

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Obwohl Luther zahlreiche positive Veränderungen anstieß, sprach er sich leider im Laufe der Zeit auch für blutige Maßnahmen gegen aufständische Bauern, Hexen, Behinderte sowie für Gewalt gegen Juden aus. Erstaunlich ist, dass Luther angesichts seines bewegten Lebens eines natürlichen Todes starb. Im Januar 1546 reiste Luther nach Eisleben, um dort einen Streit der Grafen von Mansfeld zu schlichten. Dies war seine letzte Mission. Nachdem ihm die Vermittlung geglückt war, fand der herzkranke Luther in seinem Geburtsort Eisleben am 18. Februar 1546 sein Ende.
Der 31.10.1517, an dem Luther die Thesen an der Kirche in Wittenberg befestigt haben soll, gilt weiterhin als Beginn der Reformation. An diesem Tag wird jedoch heute auch Halloween gefeiert, was die Bedeutung des Reformationstages oft verdrängt und zudem ein furchterregendes Fest ist. Halloween hat keine christliche Tradition, seine Verbreitung erfolgt weitgehend durch kommerzielle Interessen. Es gibt jedoch genügend Alternativen, diesen Tag sinnvoll zu begehen. Eine davon ist das Gedenken an den Reformationstag.

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Alle Artikel der Kategorie Halloween untereinander. Alle Artikel über Luther (mit Luthers Morgensegen, Links zu Lutherquizzen und zu originellen animierten E-cards) untereinander.

Die Frau soll dafür sorgen, dass ihr Mann
gern nach Hause kommt, und er soll dafür sorgen,
dass sie ihn nur ungern wieder gehen lässt.

Martin Luther

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➡ Mehr über Luther aus dem Web:
– Erfrischende Zitate von Luther
– Der Lutherbeitrag auf Wikipedia ist dort in der Liste der lesenswerten Artikel.
Lutherquizze

➡ Luther für Kinder:
– Eine sehr hübsche Erlebniswebseite für Kinder
– Ein Onlinespiel zu Luther
– Ausmalbilder: Luther als Mönch (braucht Ladezeit!) oder die Lutherrose
– Kurzüberblick zu Luthers markantesten Lebensstationen

➡ Ideen zu Luther für Kindermitarbeiter:
– Kinder dürfen aus selbsttrocknendem Ton Lutherstatuen töpfern.
– Praktische Übung zum Ablass: Die Stufen zum Gemeindesaal auf Knien errutschen, dabei auf jeder Stufe ein Gebet sprechen.
– Einen Apfelbaum pflanzen
– Ein Kind wird als Luther verkleidet und spielt eine Szene aus seinem Leben
– Einen Bibeleinband hübsch gestalten. Dafür selbst einen Vers mit mittelalterlicher Tinte und Feder schreiben, z.B. den für Luther so wichtigen Vers, dass der Mensch durch den Glauben an Christus gerecht wird und nicht durch Werke wie das Zahlen von Ablassgeldern für Sünde an die Kirche: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« Aus Römer 1,17.
– Ein Bild von Luther zerschneiden und puzzeln lassen
– Die 95 Thesen Luthers an eine Türe heften
– Rundgang durch den Ort als Mönche verkleidet mit selbstgebastelten Plakaten „Reformation ja, Halloween nein!“
Bilder für eine Collage
– Die Vorlage zum Basteln eines Lesezeichens mit der Lutherrose gibt es hier.
– Solche und weitere kreative Ideen (auch Anspiele zum Thema) enthält die folgende umfangreiche PDF mit Alternativprogramm ebenso zu Halloween.
– Hier in der Mitte findet man einen Stationenlauf für Kinder, darunter ein Anspiel zu Luther.
Bilder und Informationen für eine Andacht
– Nicht Süßes fordern gehen, sondern losziehen, es zu verteilen.

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