Pepe und der Weihnachtsstern

Pepe und der Weihnachtsstern

Hastend strebten die Menschen hin und her, von einem Kaufhaus zum anderen, als ob in den letzten elf Monaten alle Läden geschlossen hatten. Jeder wollte auf die Schnelle noch ein paar Weihnachtsgeschenke besorgen. Pepe schlenderte durch die Straßen und drückte sich ab und an, an den Schaufensterscheiben die Nase platt. Oh, wie schön war doch alles anzusehen. Es glitzerte und funkelten, dass der Junge gar nicht wusste, wo er zuerst hinschauen sollte. Manchmal sah er Kinder an der Hand der Eltern die Straßen entlang hüpfen, sie sangen und waren voller Vorfreude auf das baldige Weihnachtsfest. Nur Pepe lief allein durch die Straßen. Durch seine dünne Jacke pfiff der Wind, dass sich der Junge ab und an vor Kälte schüttelte. Doch wollte er noch nicht nach Hause gehen, seine einzige Freude war, sich die Schaufenster und die geschmückten Straßen anzuschauen. Manchmal fand er einen Stiel mit einem Rest Zuckerwatte daran, die ein Kind vorzeitig weggeworfen hatte. Heimlich hob er diesen Stiel auf und genoss den kleinen Rest Zuckerwatte, wie einen Schatz. Kam er dann doch abends nach Hause, wenn alle Läden geschlossen hatten, wartete auf ihn eine kalte, triste Wohnung. Schnell aß er die angetrocknete Stulle, die ihm seine Mutter hingestellt hatte und ging ins Bett. Bald war er eingeschlafen und schlief fest bis zum Morgen. Seine Mutter kam erst in der Nacht von ihrer schweren Arbeit heim. Immer, wenn er mit seiner Mutter über Weihnachten sprechen wollte, sagte sie: „Das ist ein Fest für die Reichen. Ich bin froh, dass ich die Miete zahlen kann und wir etwas zum Leben haben.“ Dann schwieg Pepe und dachte daran, wie er am Nachmittag wieder durch die Straßen der Stadt laufen würde. In der Schule kannten die Kinder kein anderes Thema, als das Weihnachtsfest. Sie schwärmten sich gegenseitig vor, was sie an Geschenken unter dem Tannenbaum erwarten würde. Pepe wusste, er würde nicht einmal einen Tannenzweig mit einer Kerze haben. Ganz im Stillen liefen ihm manchmal die Tränen, doch dann dachte er an die Worte des Vaters, der schon lange nicht mehr bei ihnen war. „Ein Junge weint nicht.“ Er wischte sich die Tränen mit seinem Jackenärmel ab und lief weiter. Als er am Abend nach Hause kam, fühlte er sich nicht einmal hungrig und ließ sich sofort ins Bett fallen. „Was hat der Junge nur?“, überlegte die Mutter, als sie heimkam und das Abendessen unangerührt sah. Pepe war sofort eingeschlafen und träumte davon, wie er durch die Straßen lief und erfreute sich an den bunten Schaufenstern. Als er den Weg zu seinem Haus abbog, sah er unter einem kahlen Strauch einen Karton liegen. Voller Vorfreude öffnete er den Karton. ‚Vielleicht hat einer den Karton verloren und für ihn wäre auch Weihnachten‘, dachte er. Doch kaum hatte Pepe den Deckel des Karton geöffnet, hüpfte etwas heraus. Als Pepe genauer hinschaute, erkannte er, dass es ein wunderschöner Stern war. Dieser Stern leuchtete heller, als alle anderen Sterne, die er je gesehen hatte. Der Stern hüpfte vor ihm her, als ob er den Jungen locken wollte ‚Komm mit!‘ Pepe lief und lief über Felder, durch Wälder, durch Städte und Dörfer immer dem Stern hinterher. Plötzlich erhob sich der Stern in die Lüfte und blieb oben am Himmel über einem Stall stehen. Pepe schaute sich um, und da er weit und breit keinen Menschen sah, trat er ein in den Stall. Dort sah er zwei Menschen und ein Kind in der Krippe. „Das ist aber schön, dass du uns besuchst“, sagte die Frau zu ihm.  „Heute ist Weihnachten!“ Pepe kniete sich neben das Baby und streichelte behutsam das kleine Wesen. „Weihnachten!“, wiederholte Pepe mit einem Lächeln und erwachte. Verdutzt sah er sich um, und als er merkte, dass er daheim in seinem Bett war, wollte er gerade wieder die Augen schließen, als er die Worte der Mutter vernahm: „Pepe, ich bin ja so froh, dass du wieder wach bist. Du warst schwer krank“, hatte der Arzt gesagt, den ich rufen musste. „Unterkühlung und schwere Grippe“, meinte er. Pepe sah seine Mutter an und sagte: „Ich habe das Christkind gesehen. Der Stern hat mich zu ihm geführt!“ „Das Christkind hat dir auch einiges mitgebracht, schau einmal her“, sagte die Mutter und zeigte auf den Tisch im Zimmer. „Als deine Klassenkameraden hörten wie krank du bist und dass bei uns Weihnachten ausfallen muss, brachten sie alle eine Kleinigkeit für dich, von ihren Gaben vorbei.“ Pepe hob den Kopf und konnte es gar nicht fassen, dass so viele schöne Geschenke für ihn sein sollten. Als es ihm wieder besserging, kamen seine Mitschüler aus der Klasse und besuchten ihn. Einer nach dem anderen lud Pepe für einen Nachmittag zu sich ein. Welch eine Freude. „Das ist Weihnachtsfreude!“, sagte Pepe, abends daheim zu seiner Mutter. Die Freunde, die Pepe gefunden hatte, hielten ein Leben lang zu ihm. Oft dachte er noch an den Stern und das Kind in der Krippe.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina von

Christinas Weihnachtsmärchen

für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung
der wunderschönen Geschichte mit Bild!

Kurze christliche Geschichten

Mit dem Herzen sehen

Missionar Hoffmann suchte für seine Bibelübersetzung in eine der Papuasprachen Neuguineas lange nach einem Wort für „glauben“. Zunächst behalf er sich mit „sehen“. Aber er war sich bewusst, dass diese Übersetzung mangelhaft war, weil Glauben ja gerade ausdrückt, dass man fest überzeugt ist von einer Sache, die man (noch) nicht sieht.

Eines Tages kam ein Eingeborener zu Hoffmann und fragte ihn: „Hast du den Herrn Jesus gesehen?“

„Nein.“

„Hat dein Vater ihn gesehen?“

„Nein.“

„Dann aber dein Großvater?“

„Auch nicht.“

„War denn Jesus in deinem Land?“

„Nein.“

„Aber wohl im Nachbarland?“

„Nein.“

„Aber woher weißt du, dass Jesus da ist?“

„Oh“, sagte Hoffmann, „so wahr die Sonne dort am Himmel steht, so wahr weiß ich, dass Jesus da ist.“

Der Mann ging nachdenklich nach Hause, kam aber am nächsten Tag wieder und stellte dieselben Fragen. Hoffmann gab ihm wieder zur Antwort: „So wahr die Sonne dort am Himmel steht, so wahr weiß ich, dass Jesus da ist.“ Da sah der Eingeborene ihn eine Weile an und meinte dann: „Jetzt verstehe ich dich! Dein Auge hat Jesus nicht gesehen; aber nicht wahr, dein Herz kennt ihn, dein Herz hat Ihn gesehen?“

„Mit dem Herzen sehen“ – der Eingeborene hatte Hoffmann geholfen, die passende Wiedergabe für „glauben“ zu finden.

Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. (Die Bibel: Hebräer 11,1)

Fähre verpasst

Die 7.30-Uhr-Fähre hatte gerade abgelegt, als noch ein Reisender an den Fährschalter stürmte. Man sah ihm an, dass er es eilig hatte – aber er war zu spät. Er schimpfte auf den Taxifahrer, der zu langsam, und auf die Fähre, die zu pünktlich gewesen war. Der Schalterangestellte konnte ihn nur auf die nächste Fähre um 9.15 Uhr verweisen.
Langsam beruhigte sich der Mann, zog sich einen Kaffee am Automaten und machte es sich gemütlich. Er nahm sich eine der ausliegenden christlichen Broschüren, blätterte sie oberflächlich durch – und begann dann, aufmerksam von vorne an zu lesen. Die Zeit verging. Schon kamen die ersten Reisenden für die 9.15-Uhr-Fähre, doch noch immer las er und nahm offensichtlich um sich herum nichts wahr. Dann aber kam Leben in ihn, er steckte die Broschüre ein und ging aufs Schiff.
Eine Woche später war er wieder da. Er sprach den Schalterangestellten an: „Erinnern Sie sich noch an mich?“ – „Natürlich“, sagte dieser, „Sie waren der Mann, der die Fähre verpasste und darüber so wütend war.“ „Ja, das stimmt“, sagte der Mann, „und ich bin froh, dass ich sie damals verpasst habe. Die Fähre habe ich verpasst – aber ich habe dadurch Jesus Christus gefunden. Ich war beruflich so im Stress, dass ich gar keine Zeit mehr hatte, über mein Leben nachzudenken. Und damit auch nicht über Gott. Und dann fuhr mir hier die Fähre vor der Nase weg und auf einmal hatte ich Zeit. Gezwungenermaßen. Ich habe eine Broschüre gelesen und Gott hat zu mir geredet. Nun weiß ich, dass Er mir alle Schuld vergeben hat.“
Wenn Sie oder ich das nächste Mal etwas verpassen – dann sollten auch wir uns einmal fragen, was Gott uns damit sagen will …

Kommt und lasst uns zu dem Herrn umkehren. (Die Bibel: Hosea 6,1)

Gott macht keinen Fehler

Der König eines afrikanischen Stammes wurde einmal von einem Tiger angegriffen und konnte nur gerettet werden, weil einer seiner Sklaven eingriff; dabei verlor der König allerdings einen Finger. Zornig schrie er: „Wenn Gott gut wäre, hätte ich keinen Finger verloren.“
Der Sklave, ein Christ, antwortete: „Majestät, Gott ist gut, und was Er tut, ist weise. Er macht nie Fehler.“ Das brachte den Herrscher erst recht in Wut und er sperrte den Sklaven, der ihm das Leben gerettet hatte, ins Gefängnis.
Einige Zeit später wurde der König von Kriegern gefangen genommen, die ihren Götzen Menschenopfer darbrachten. Er sollte das gleiche Schicksal erleiden. Doch als seine Feinde bemerkten, dass ihm ein Finger fehlte, ließen sie ihn unverzüglich frei, weil es ihnen verboten war, Verstümmelte zu opfern.
Als der König nach Hause zurückkehrte, ließ er den gefangenen Sklaven frei und sagte freundlich zu ihm: „Gott ist wirklich gut zu mir gewesen. Ich wäre getötet worden. Nur weil mir ein Finger fehlte, ließen sie mich gehen. Aber ich frage mich, warum Gott mir erlaubt hat, dich ins Gefängnis zu bringen.“
„Majestät“, antwortete der Sklave, „wenn ich nicht im Gefängnis gewesen wäre, hätte man mich mit Euch gefangen genommen und an Eurer Stelle geopfert, denn ich habe alle meine Finger.“
Wie leicht befinden wir uns in einer Situation, in der wir nicht verstehen, welche Absichten Gott mit uns hat. Aber denken wir immer daran: „Denen, die Gott lieben, wirken alle Dinge zum Guten mit.“ (Römer 8,28).

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

Ich will’s versuchen

Ich will’s versuchen

Von all den Liedern, die ich meine Kleinen je habe singen hören, gefällt mir eines immer am besten – es schließt mit den Worten:

„Und will mir’s nicht gleich gelingen,
so versuch‘ ich’s noch einmal.“

Ich empfehle es auch erwachsenen Leuten, die den Mund hängen lassen und verzweifeln zu müssen meinen. Niemand weiß, was er tun kann, bis er es versucht hat. „Jetzt kommen wir durch“, sagte Emil zu Franz, als sie das letzte Stück Pudding verzehrten. Aller Anfang ist schwer, aber ein wenig Versuchs-Öl in die Hand und ins Herz gerieben, macht alles leichter.

„Die größten Eichen
fällt man mit kleinen Streichen.“

Kremple nur die Ärmel auf, kleiner Hoffnungsvoll, und mach dich ans Werk. Wo ein Wille ist, da findet sich auch ein Weg. Warte nicht auf fremde Hilfe; versuch es mit diesen beiden alten Freunden: deinen starken Armen. Selbst ist der Mann. Du musst deine eigenen Schultern gegen den Wagen stemmen und sie immerzu daran halten, denn es sind genug Löcher in der Straße. Willst du aber warten, bis alle Straßen gepflastert sind, so wirst du zum Skelett abmagern.
Weine nicht darüber, dass du keine guten Chancen oder nicht genug Mittel zum Anfang hast. Wirft jemand einen verständigen Menschen hinaus, so wird der auf seine Füße fallen und sich nach dem kürzesten Weg erkundigen, auf dem er zu seiner Arbeit kommen kann.
Klage nicht über den Ort, an dem du zu wohnen hast. Du brauchst kein Pferd zu sein, weil du in einem Stall geboren bist. Ein strebsamer junger Mann mit gesundem Verstand wird da viel Geld verdienen, wo andere nichts zustande bringen, als es zu verlieren.
Trägheit wartet, bis der Fluss trocken geworden ist, und kommt gar nicht zum Markt hin. „Ich versuch’s“ schwimmt hinüber und macht die besten Geschäfte. Kannichnicht konnte nicht das Butterbrot essen, das für ihn abgeschnitten worden war, aber Ich-versuch’s machte sich Brot aus Pilzen.
Indessen, gute Arbeiter sind immer gefragt. Eine Maus findet ein Loch, wenn auch noch so viele Katzen im Zimmer sind. In der schlechtesten Bude auf dem Markt lässt sich ein Pfennig verdienen. Kein Barbier rasiert einen so sauber, dass nicht ein zweiter Barbier noch etwas zu tun fände. Die neuen Maschinen würden uns alle an den Bettelstab bringen, so haben’s die Propheten in der Schankstube immer verkündet. Jedoch haben statt dessen alle diese Dresch-, Ernte- und Heumache-Maschinen nur denen zu desto besserem Verdienst verholfen, die darauf zu arbeiten verstanden. Wer eine Seele hat, die immer am Boden liegt, mag wohl erwarten, dass er arm bleiben werde. Wer aber seinen Verstandkasten aufmacht und sich bald hier, bald da etwas Kenntnisse sammelt, wird vorwärts kommen, wenn er vorher auch noch so unwissend war. „Es sind schlechte Zeiten“, heißt es immer; allerdings, und wenn man gaffend und träumend umhergeht, so werden die Zeiten für immer schlecht sein.
Wirf den Bierkrug weg, zieh die Flagge: „Ich versuch’s“ auf, mach dich ans Werk, und dann fort mit dem Ersparten zur Sparkasse – und es wird noch etwas aus dir werden! Arme Schlucker werden immer dann arm bleiben, wenn sie denken, dass sie es sein müssen. Wenn ein tapferes Herz und ein steiler Berg zusammen kommen, steht man bald oben. Schon der Ökonomie wegen sollten sie enthaltsam sein: Wasser ist das stärkste Getränk, treibt es doch Mühlräder. Es ist das Getränk, dessen sich Löwen und Pferde bedienen und Simson hat nie etwas anderes getrunken. Aus dem Bier- und Brandweingeld ließe sich bald ein Haus erbauen.
Wenn man etwas Gutes in der Welt will, so wende man ebenfalls die Losung an: „Ich will’s versuchen.“ Es gibt viele Weisen, Gott zu dienen, und einige, die genau für dich passen werden wie ein Schlüssel ins Schloss. Halte mit deinem Zeugnis nicht zurück, weil du kein Hofprediger bist; sei zufrieden, mit Zweien oder Dreien in einer Hütte zu reden – auch auf kleinen Feldern kann sehr guter Weizen wachsen. Man kann ebenso gut in kleinen Töpfen kochen wie in großen. Kleine Brieftauben können große Botschaften überbringen. Auch ein kleiner Hund kann einen Dieb anbellen, seinen Herrn aufwecken und das Haus retten. Auch ein Funke ist Feuer. Ein Satz göttlicher Wahrheit trägt den ganzen Himmel in sich. Tue, was du tust, mit Freundlichkeit, bete dafür von ganzem Herzen und stelle den Erfolg Gott anheim.
Leider ist guter Rat bei vielen weggeworfen wie guter Same auf nackten Felsen. Man lehre eine Kuh sieben Jahre lang, und doch wird sie nie singen lernen. Von einigen scheint das Wort zu gelten, dass, als sie geboren wurden, Salomo an ihrer Tür vorüberging und nicht hineinsehen wollte. Ihr Wappen ist eine Narrenkappe auf einem Eselskopf. Sie schlafen, wenn es Zeit ist zu pflügen, und weinen, wenn die Ernte kommt.

„Ich versuch’s!“ Spräch‘ jeder so,
Läg‘ so mancher nicht auf Stroh;
Stürb‘ sobald noch nicht vor Mangel,
Kriegt‘ bald Fische an die Angel;
Macht‘ sich fett im Stall ein Schwein,
Hört‘ nicht Weib und Kinder schrein;
Not und Mangel flögen fort,
Bettler säh‘ man nicht am Ort:
‚S ging nicht mehr so sehr verkehrt,
Freud‘ wär‘ dir und mir beschert!

Spurgeon, Charles Haddon – Reden hinterm Pflug, Gekürzt, Dank an die Quelle

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Christen im Autoverkehr

Christen im Autoverkehr

Eine Christin erzählt: „Letztens fuhr ich alleine mit meinem Auto zu einem Termin und war spät dran. Vor mir war ein für mein Empfinden schleichender Wagen, den man nirgends überholen konnte. Ich schimpfte lauthals im Auto, doch es half nichts. Irgendwann endlich konnte ich doch an ihm vorbei. Aufgebracht dachte ich: Den sehe ich mir an! Als ich auf gleicher Höhe mit dem Fahrzeug war, warf ich einen Blick hinein. Am Steuer saß ein hagerer Mann mittleren Alters mit Brille. Zeitgleich mit mir drehte er den Kopf und für einen kurzen Moment sahen wir uns an. In seinem Blick war solche Milde, fast ein Fragen, dass mein Zorn augenblicklich verflog. Er sah so nett aus, dass ich mich sofort schuldig fühlte. Ich wusste, der Fehler lag eigentlich bei mir. Ich war schließlich zu spät losgefahren. Sonst wurde ich auch nicht gerne gedrängt. Seitdem denke ich im Straßenverkehr öfter an den Mann und fahre etwas behutsamer. Würde ich doch immer solch eine Milde wie er ausstrahlen.“

„Lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig…“ Christus in Matthäus 11,29

Spät dran

Eine christliche Rentnerin und ihre Tochter wollten sich mit Freunden treffen, die etwa vier Stunden entfernt wohnten. Damit niemand zu lange fahren musste, vereinbarte man als Treffpunkt einen Erholungsort etwa in der Mitte zwischen beiden Wohnorten, den bisher aber noch niemand von ihnen besucht hatte. Nach dem gewohnten morgendlichen Gebet um Gottes Hilfe brach man auf.  Die Mutter bat die Tochter das Steuer zu übernehmen. Die Tochter war etwas müde von der Arbeitswoche und fuhr deshalb ein wenig langsamer als sonst. Die Mutter drängte zur Eile mit mehrfachen Bemerkungen wie: „Wir sind spät dran. Jetzt müssen wir uns aber sputen. Das schaffen wir so gerade eben.“ etc.
Die Tochter wollte jedoch nicht schneller fahren, als die Konzentration erlaubte. Schließlich kamen sie auf eine Landstraße im Serpentinengebiet. Vor ihnen fuhr nun ein LKW in gefühltem Schneckentempo. „Der fährt ja nicht mal 50.“, beklagte sich die Rentnerin. Wegen der Serpentinenkurven konnte man den Laster auch nicht überholen. So hing man eine Ewigkeit hinter ihm fest. Endlich verschwand der LKW. Es war nun nicht mehr weit zum Treffpunkt. Ziemlich genau zur festgesetzten Uhrzeit kam man gerade noch an dem Ausflugsziel an. Da es sich um ein bekanntes Erholungsgebiet handelte, waren sechs Parkplätze beschildert. Doch welchen sollten sie wählen? Die Tochter fuhr aufs Geratewohl auf einen davon, stellte den Motor aus und sah sich um. Im gleichen Moment hielt neben ihnen ein Wagen. Es waren ihre Freunde, mit denen sie verabredet waren. Weil die Tochter erst so langsam gefahren und durch einen LKW gebremst worden war, kam sie genau in der richtigen Sekunde an. Sonst hätte man sich vermutlich auf den verschiedenen Parkplätzen gesucht und länger gebraucht, um sich zu finden. Außerdem hatten sie einen der kostenfreien Plätze ohne Zeitbegrenzung erwischt. Sogar Schatten gab es hier. Nach einer herzlichen Begrüßung wurden die Kofferräume aufgeklappt und man holte das Picknickzeug aus den Kühltaschen.
Der Mensch denkt und Gott lenkt. Es wurde ein wunderbarer Tag. Es bleibt ein wunderbarer, gnädiger Jesus, der gerne Gebete um Leitung erhört. Bitten wir ihn um Beistand und Schutz auch im Straßenverkehr.

Mein Vater hatte die Angewohnheit, beim Losfahren im Auto ein kurzes Gebet um Gottes Bewahrung zu sprechen. (C.P.)

Aus dem Web: Fisch am Auto?

Erntedank Rollenspiel

Nachfolgend eine Fabel über Dankbarkeit als Geschichte und weiter unten auch als kurzes Anspiel z. B. zu Erntedank. Die Vervielfältigung ist für nicht kommerzielle Zwecke gerne erlaubt. Hier der ganze Artikel als PDF.

Schneckli

Es war einmal der kleine Schneckli, der lebte friedlich doch unzufrieden an einem plätschernden Waldbach. Jeden Tag, wenn er erwachte, dachte er: „Ach, wenn ich doch nur mal etwas Fröhliches hätte!“ Die Morgensonne, die durch die Blätter streifte, das Surren der Bienen, der Tau auf den saftigen Blättern – nichts konnte Schneckli dauerhaft glücklich stimmen. Nicht einmal Schnecklis Familie, deren Mitgliedern man immer wieder begegnete und die stets zu einem Plausch aufgelegt waren, vermochte Schnecklis Traurigkeit abzuschaffen. Manchmal vergaß Schneckli freilich bei den heiteren Familientreffen in der Abendluft für ein paar Momente die Melancholie. Doch dann erinnerte er sich wieder daran: „Ach wenn ich heute doch nur mal etwas hätte zum Fröhlichsein!“ Er hatte sich so in diesen Gedanken verbohrt, dass er kaum noch etwas Gutes sehen konnte. Manchmal mochten die anderen Schnecken ihn schon fast nicht mehr ansprechen. An Gott dachte er schon gar nicht. Dass dieser ihm helfen könnte, kam nicht einmal in seinen Sinn. Gott schaute derweil vom Himmel und wunderte sich über den kleinen Schneckli. „Aber ich habe Dir doch so viel Schönes gegeben. Auch damit du mir danken kannst. Und mit deinen Problemen kannst du doch auch zu mir kommen.“, dachte Gott. Doch Gott hatte Mitleid mit dem armen Schneckli und so schickte er ihm eine weise alte Schnecke über den Weg. „Ich glaube, ich weiß, was dir fehlt.“, sagte Steinzeitschneckli. „Du hast Sehnsucht nach Gott.“ Dieser Satz schlug ein wie ein Blitz bei dem kleinen Schneckli. Wortlos zog er davon und suchte sich eine ruhige Ecke. „Gott, wenn es dich gibt, zeig dich mir und mach mich fröhlich!“ Von da an sagte er dies immer wieder. Doch er brauchte gar nicht lange zu beten. Gott sah vom Himmel und freute sich, dass Schneckli endlich mit ihm redete. Er erhörte das Gebet und kam in Schnecklis Leben. Schneckli konnte nur noch staunen. Auf einmal fühlte sich alles so warm an: Schneckli wusste einfach, dass Gott auch in sein Häuschen eingezogen war. Alles war plötzlich so schön, auch die Farben und eigentlich war der ganze Wald glänzend. Schneckli hätte alle Leute umarmen können. Von diesem Tag an fand Schneckli unzählige Sachen, um Gott Danke zu sagen. Und je mehr er dankte – desto lieber beschenkte ihn Gott.

Ich liebe, die mich lieben; und die mich frühe suchen, finden mich.

Die Bibel: Sprüche 8,17

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Die Bibel: Johannes 14,23

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Dankbarkeit Geschichte

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Erntedank Rollenspiel

Schneckli – Das Rollenspiel für 1 Person und drei Schnecken

Man braucht: 4 Personen, drei große Pappschnecken zum Umhängen (siehe Kostümvorschlag), evtl. einen langen weißen künstlichen Bart für Steinzeitschneckli, ein paar große Zweige wie vom Wildbach als Deko, sowie den Text

Sprecherin: Herzlich willkommen zum Anspiel: Der kleine Schneckli. Viel Spaß dabei. – Es war einmal der kleine Schneckli, der lebte friedlich doch unzufrieden an einem plätschernden Waldbach. Jeden Tag, wenn er erwachte, dachte er dasselbe.

Schneckli: Ach, wenn ich doch nur mal etwas Fröhliches hätte!

Sprecherin: Die Morgensonne, die durch die Blätter streifte, das Surren der Bienen, der Tau auf den saftigen Blättern – nichts konnte Schneckli dauerhaft glücklich stimmen. Nicht einmal Schnecklis Familie, deren Mitgliedern man immer wieder begegnete und die stets zu einem Plausch aufgelegt waren, vermochte Schnecklis Traurigkeit abzuschaffen. Manchmal vergaß Schneckli freilich bei den heiteren Familientreffen in der Abendluft für ein paar Momente die Melancholie.

Dankellaschneckli: Hallo Schneckli! Hast Du schon diese jungen, zarten Blätter probiert? Die schmecken fantastisch!

Schneckli: Ja, tatsächlich! Die sind echt voll lecker! Wirklich guter Tipp!

Sprecherin: Doch schon bald erinnerte der kleine Schneckli sich wieder daran:

Schneckli: Ach wenn ich heute doch nur mal etwas hätte zum Fröhlichsein!

Sprecherin: Er hatte sich so in diesen Gedanken verbohrt, dass er kaum noch etwas Gutes sehen konnte. Manchmal mochten die anderen Schnecken ihn schon fast nicht mehr ansprechen.

Dankellaschneckli: Hallo Schneckli, schön, Dich zu sehen. Wie geht es Dir?

Schneckli: Och, nicht so gut.

Dankellaschneckli: Oh, was ist denn los?

Schneckli: Och, schon gut. (Kriecht mit hängenden Schultern davon.)

Dankellaschneckli: Komisch, wie Schneckli heute wieder drauf ist. Bei dem herrlichen Wetter!

Schneckli: Mich versteht ja eh niemand.

Sprecherin: An Gott dachte Schneckli schon gar nicht. Dass dieser ihm helfen könnte, kam nicht einmal in seinen Sinn. Gott schaute derweil vom Himmel und wunderte sich über den kleinen Schneckli. „Aber ich habe Dir doch so viel Schönes gegeben. Auch damit du mir danken kannst. Und mit deinen Problemen kannst du doch auch zu mir kommen.“, dachte Gott. Doch Gott hatte Mitleid mit dem armen Schneckli und so schickte er ihm eine weise alte Schnecke über den Weg.

Steinzeitschneckli: Ich glaube, ich weiß, was dir fehlt. Du hast Sehnsucht nach Gott.

Sprecherin: Dieser Satz schlug ein wie ein Blitz bei dem kleinen Schneckli. Wortlos zog er davon und suchte sich eine ruhige Ecke.

Schneckli: Gott, wenn es dich gibt, zeig dich mir und mach mich fröhlich! Gott, wenn es dich gibt, komm in mein Leben und mach mich endlich fröhlich! Gott, wenn es dich gibt, zeig dich mir und mach mich ganz schnell ganz doll fröhlich! (Zieht dabei immer wieder hin und her von rechts nach links und zurück.)

Sprecherin: Von da an sagte er dies immer wieder. Doch er brauchte gar nicht lange zu beten. Gott sah vom Himmel und freute sich, dass Schneckli endlich mit ihm redete. Er erhörte das Gebet und kam in Schnecklis Leben. Schneckli konnte nur noch staunen. Auf einmal fühlte sich alles so warm an: Schneckli wusste einfach, dass Gott auch in sein Häuschen eingezogen war. Alles war plötzlich so schön, auch die Farben und eigentlich war der ganze Wald glänzend. Schneckli hätte alle Leute umarmen können.

Schneckli: Juchuuu, ich bin der glücklichste Schneckli, den es gibt! Danke, Gott, für die saftigen Zweige und den leckeren Morgentau! Danke für den Sonnenschein! Danke für die anderen Schnecken! Danke, dass Du da bist und Dein Sohn! Danke, dass Ihr mir so gerne helft!

Sprecherin: Von diesem Tag an fand Schneckli unzählige Sachen, um Gott Danke zu sagen. Und je mehr er dankte – desto lieber beschenkte ihn Gott.

Hier noch einmal der ganze Artikel als PDF. Alle Artikel von Christliche Perlen zum  Erntedank untereinander. Artikel über Erntedanktexte, Erntedank Karten und Bilder, ErntedankbastelnAusmalbilder zu Erntedank, Erntedankfilme, Erntedankrollenspiele, Erntedankquizze oder Erntedanklieder.

Gott schenkt neues Leben

Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden …, sondern mit dem kostbaren Blut Christi. (Die Bibel: 1. Petrus 1,18-19)

Der Felsen Gibraltar, gelegen an der Meerenge zwischen Mittelmeer und Atlantik, ist von großer strategischer Bedeutung. Die Festungsgalerien sowie das im oberen Teil des Felsens angelegte Tunnelsystem bildeten einmal eine mächtige Verteidigungsanlage. In diesem Tunnelsystem hielten einst zwei Soldaten an verschiedenen Stellen Wache. Der eine hatte durch den Glauben an Jesus Christus und sein Sühnungsblut Frieden mit Gott gefunden. Der andere war in Glaubensfragen noch voller Ängste und Zweifel, und in der Stille der Nacht plagte ihn auf seinem Posten der Gedanke an seine Sünden. Er hatte wiederholt zu Gott gebetet und Ihm seine Schuld offen bekannt. Und jetzt sehnte er sich nach Vergebung und nach Heilsgewissheit! Plötzlich – er konnte nicht ausmachen, woher der Ton kam – hörte er die Worte: „… das kostbare Blut Christi.“ Es klang wie eine Stimme aus dem Himmel. Und blitzartig wurde ihm klar: Das ist die Antwort, die meine Angst und Unruhe wegnimmt! Wer aber hatte diese erlösenden Worte gesprochen? – Der andere Soldat war gläubiger Christ. Er hatte gerade über die Gnade Gottes nachgedacht und über den Kreuzestod des Sohnes Gottes. Jesus Christus hatte sein Blut gegeben zur Sühnung für seine Sünden! In diesen Gedanken wurde er jäh unterbrochen, als plötzlich ein Offizier vor ihm stand und das Losungswort von ihm verlangte. Da entfuhren ihm laut und deutlich die Worte: „… das kostbare Blut Christi.“ Sofort bemerkte der Soldat seinen Fehler und korrigierte sich umgehend. Aber seine Worte waren durch die Felswände zurückgeworfen worden und zu seinem Kameraden durchgedrungen. Und für den brachten sie die Gewissheit der Vergebung seiner Sünden und Frieden für sein Herz.

Das verlorene Ebenbild

Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. (Die Bibel: 1. Mose 1,26)

Der fremde junge Mann an der Tür von Pfarrer Wilhelm Busch hatte Hunger. Er war eine stattliche Erscheinung, aber er trug zerlumpte und schmutzige Kleidung – das Ergebnis von Arbeitslosigkeit und Wanderschaft. Und sein Gesicht spiegelte ein noch tieferes Elend wider – die Folgen eines zügellosen Lebens. Der Pfarrer bat ihn herein und setzte ihm einen Teller Suppe vor. Nach der Mahlzeit bedankte sich der junge Mann und schickte sich zum Gehen an. Pfarrer Busch drückte ihm lange die Hand und sagte bewegt: „O Mann, Sie sollten ein Ebenbild Gottes sein! Was hat die Sünde aus Ihnen gemacht!“ Der Mann verließ das Haus, und Pfarrer Busch vergaß das Erlebnis. Doch zwei Jahre später wurde er wieder daran erinnert. Bei einem Aufenthalt in Süddeutschland kam Busch mit einer älteren Dame ins Gespräch. Die sagte ihm, dass sie jeden Tag für ihn und seine Arbeit betete. Und dann erzählte sie: Sie hatte einen kleinen Laden und wurde regelmäßig von Vertretern besucht. Einer von ihnen, ein noch junger Mann, war ihr wegen seiner ruhigen, freundlichen Art besonders aufgefallen. Sie lud ihn zu einer Tasse Kaffee ein und hörte seine Lebensgeschichte. Er erzählte von seinem Leben in der Sünde und wie er schließlich auf die Landstraße geriet. Und dann berichtete er von der Mahlzeit bei dem Pfarrer und von den Abschiedsworten, die ihn nicht mehr losließen: „O Mann, Sie sollten ein Ebenbild Gottes sein! Was hat die Sünde aus Ihnen gemacht!“ Der junge Mann erzählte: „Dieses Wort traf mich wie ein Blitzstrahl. Wie in grelles Licht getaucht, lag mein verlorenes Leben vor mir. Ich spürte förmlich den Zorn Gottes über mein verlorenes Leben. … Tag und Nacht ließ mir dieses Wort keine Ruhe, bis ich endlich jemand fand, der mir weiterhalf. Er zeigte mir den Einen, bei dem wir verlorene Menschen unseren verlorenen Adel wiederfinden: Jesus, unseren Heiland!“

In einem Gefängnis in Amerika. Der Gefängnisgeistliche sitzt dem Häftling zum ersten Mal gegenüber. Bisher hat der Mann nie ein Gespräch gewünscht. Jetzt erzählt er seine schreckliche Geschichte, während der Geistliche still zu Gott betet, Er möge ihm doch den Schlüssel zu diesem Herzen geben. Als der Gefangene geendet hat, gibt der Besucher ihm ein Neues Testament und verspricht, bald wiederzukommen. Zum Abschied – umarmt er ihn. Ganz überrascht ruft der Mann aus: „Es gibt doch einen, der mich liebt?“, und seine Augen werden feucht. „Ja“, sagte der Geistliche, „es gibt Einen, der Sie liebt.“ Und dann erzählt er ihm von der unergründlichen Liebe Gottes. Er berichtet von dem einen Übeltäter, der auf Golgatha ganz kurz vor seinem Tod umkehrte. Er erzählt von der Ehebrecherin, der vergeben wurde. Und er liest ihm das Wort Jesu vor, dass Er gekommen ist, um gerade solche zu suchen und zu erretten, die verloren sind. Voller Spannung hört der Mann die gute Botschaft von der Liebe Gottes. Diese Liebe überwältigt ihn. Er kommt zum Glauben an Jesus Christus und nimmt Ihn als seinen Erretter an. Kurz darauf bekennt er öffentlich, dass diese Liebe ihn errettet hat. Durch die Strafe, die er verbüßen muss, bezahlt er seine Schuld gegenüber der menschlichen Gesellschaft. Doch unendlich viel wichtiger ist ihm jetzt, dass Christus seine Schuld vor Gott bezahlt hat.

Neues Leben

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

Jesus mein Freund

Jesus mein Freund

Traurig kommt Julius von der Schule nach Hause. Gerade vor Kurzem, bei der Einschulung, hatte er sich noch gefreut, dass sein langjähriger Freund, mit dem er bereits den Kindergarten besuchte, nun auch mit ihm in eine Klasse ging. Sie durften sogar nebeneinandersitzen. Und nun… Julius war mächtig enttäuscht, jetzt wollte sein Freund ihn im Stich lassen. Wie öde würde es werden ohne Lukas werden! Ja, zugegeben, sein Freund war ebenso traurig als er ihm von dem Umzug der Eltern berichtete, aber was half das alles. Beim Abendessen, daheim, sagte Julius, der sonst immer wie ein Wasserfall vom Tagesgeschehen berichtete, keinen Ton. „Bist du krank, oder was drückt dich?“, erkundigte sich die Mutter besorgt.
Jetzt konnte der Junge nicht mehr an sich halten und ließ den Tränen freien Lauf. Die Eltern verstanden nicht gleich. Was hatte ihr Junge nur? Tröstend nahm die Mutter ihren Großen in den Arm. „Nun erzähl uns mal, was heute so Schlimmes passiert ist“.
Immer noch schluchzend berichte Julius nun von seinem Kummer. „Es ist schlimm, einen Freund zu verlieren. Ich weiß, wie unzertrennlich ihr beiden wart. Sieh, Lukas ist jetzt ebenso traurig wie du. Aber wenn sein Vater von seinem Betrieb in eine andere Stadt geschickt wird, um dort zu arbeiten, kann Lukas doch nicht ohne seine Eltern hierbleiben. Da muss er einfach mit. Sieh, eine gute Freundschaft, wie die eure, überdauert mehr als einen Umzug. Du lernst jetzt schreiben, bis du alleine einen Brief schreiben kannst, helfe ich dir. So seid ihr immer in Kontakt. Das Telefon gibt es auch noch und in den Ferien könnt ihr euch gegenseitig ab und zu besuchen.“ Immer noch hält die
Mutter ihren Jungen im Arm und streichelt ihm den Kummer von der Seele. Etwas ruhiger ist Julius schon geworden. Er beginnt sogar schon Pläne zu schmieden, wer, wen zuerst besucht und was sie dann gemeinsam unternehmen wollen. Doch dann stößt es ihn wieder auf: „Aber hier bin ich ganz alleine!“, sagt Julius verzweifelt. „So ganz stimmt das nicht“, beruhigt die Mutter ihren Jungen weiter. „Zum einen hast du uns, deine Eltern, zum anderen, hast du wohl vergessen, dass du einen Freund hast, der immer um dich ist?“ Verwundert schaut Julius jetzt seine Mutter an. „Denk doch einmal an dein Nachtgebet, das wir jeden Abend sprechen. Du erzählst jeden Abend Jesus deinen Kummer. Das kannst du auch einfach so, den ganzen Tag über, tun. Er ist immer an deiner Seite.“ Plötzlich strahlt Julius, als ob er eine große Freude erlebt habe. „Ja, Mutti, danke, dass du mich daran erinnert hast! Wie oft habe ich mich schon an ihn gewandt, wenn ich Kummer hatte und gleich fühlte ich mich nicht mehr so alleine.“ Nun schmeckt auch das Abendbrot wieder. Julius hat erkannt, dass er so alleine doch nicht ist wie er glaubte. Und Bernd, ist auch gar nicht so übel. Manches Mal spielten sie in den Pausen zu dritt. Da hat Lukas es doch viel schwerer in der neuen Stadt und in der neuen Schule. Am nächsten Tag planen die beiden Jungen gemeinsam, wie sie die Trennung bewältigen werden und Julius erzählt Lukas von Jesus und davon, dass auch er nie ganz alleine sein wird.

© Christina Telker

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Der Unterschied zwischen Sägen und Segen

Der Unterschied zwischen Sägen und Segen

Sägen ist ein spanendes Fertigungsverfahren zum Schlitzen und Trennen von Werkstücken. Es kann manuell ausgeführt werden mit einer Säge oder maschinell mit einer Sägemaschine. Wie bei allen spanenden Verfahren wird die Form des Werkstücks geändert, indem Material in Form von Spänen abgetrennt wird.
Das Sägen ist bereits seit der Steinzeit bekannt. Mit steinernen Sägen wurde vor allem Holz bearbeitet. Heutzutage gibt es zahlreiche Sägevarianten. Beim Hubsägen bewegt sich das Werkzeug nicht kontinuierlich, sondern wird beim Rückhub vom Werkstück abgehoben. Es wird in der DIN 8589-6 unterschieden zwischen Bügelsägen, Stichsägen und Gattersägen. Bei Bandsägen besteht das Werkzeug aus einem in sich geschlossenen, endlosen Sägeband, das um Rollen läuft. Sie haben eine Länge von etwa 3 bis 5 m. Bei Kreissägen ist das Werkzeug eine kreisförmige Scheibe, auf deren Außenseite die Zähne sitzen. Gerade in industriellen Bereichen ist für genaues Sägen mitunter das vorherige Berechnen nötig. Als Beispiel hier eine Formel für das Sägen mit Kreissägen:
Die Schnittgeschwindigkeit vc ergibt sich aus der Drehzahl n und dem Durchmesser D des Kreissägeblattes zu

vc = π ⋅ Dn

Die Vorschubgeschwindigkeit vf erhält man mit der Zähnezahl Z , dem Vorschub pro Zahn und der Drehzahl: vf = Zfzn (Mehr zum Thema dann hier.)
Sägefische verdanken ihren Namen übrigens ihrem sägeähnlichen Kopfauswuchs, der dem Beutefang dient. Und Nervensägen, nun ja…

Sägen

Segen ist erfahren von göttlicher Kraft, Besitz oder anderer Gnade (Bewahrung, Wohlwollen bei Menschen…). Beim Segnen wird göttliches Wirken herbeigerufen oder übertragen. Dies geschieht durch Worte, mitunter betend, ist aber manchmal auch mit Gesten verbunden wie Handauflegung (Z. B. 1. Mose 48,13-16), Hände heben (Z. B. Lukas 24,50) oder salben (Z. B. 1. Samuel 16,12-13). Den ersten biblisch beschriebenen Segen erteilte Gott an Adam und Eva. Gott segnete sie und sprach: „Seid fruchtbar und vermehrt euch…“ (1. Mose 1,22) Auch danach segnete Gott oftmals. Z. B. segnete er den siebenten Tag und heiligte ihn, darum dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte (1. Mose 2,3). Gott segnete später dann Noah, Abram, Isaak und Jakob. Auch Menschen begannen zu segnen. Bekannt ist die Begebenheit, als Jakob den Segen seines betagten und schlecht sehenden Vaters Isaak erschlich, der eigentlich dem älteren Bruder Esau zuteil werden sollte (1. Mose 27). Isaak konnte den einmal an Jakob erteilten Segen dabei nicht mehr zurücknehmen. (Also seien Sie vorsichtig, wen Sie segnen… Z. B. bei Nervensägen…) Jakob segnete seinerseits im Alter die beiden Söhne seines Lieblingssohnes Joseph, Ephraim und Manasse (1. Mose 48) und vor seinem Tod noch einmal alle eigenen Söhne einzeln (1. Mose 49,3–28). Gott trug schließlich Moses Bruder Aaron auf, das Volk Israel mit den Worten zu segnen: „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4. Mose 6,24-26) Dieser Segen wird bis heute gerne in der jüdischen und christlichen Welt gebraucht.
Jesus selbst segnete die Kinder (Z. B. Matthäus 19,13–15) und zum Abschied seine Jünger (Lukas 24,50). Noch immer wünschen Menschen sich eine gesegnete Mahlzeit oder Segen zu allerlei Anlässen. Denn: Segnen hat Kraft!

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Erntedankimpuls

Die richtige Adresse

William Booth (1829-1912), der Gründer der Heilsarmee, erzählt in einem seiner Briefe eine lehrreiche Anekdote:
Während einer Besprechung hatte ein Christ ausführlich über die Probleme und Enttäuschungen gesprochen, die er mit seinen Glaubensbrüdern und -schwestern hatte. Darauf erwiderte ein anderer: „Ich sehe, dass du in der Klagstraße wohnst. Ich habe selbst einige Zeit dort gelebt, und es ging mir nie gut. Die Luft war ungesund, das Haus war feucht und dunkel, das Wasser war schlecht, die Vögel sangen dort nie, und ich war ständig traurig und schlecht gelaunt.
Aber dann bin ich in die Dankstraße umgezogen, und seither geht es mir gut und meiner Familie auch. Die Luft ist sauber, das Wasser ist klar, das Haus ist gesund und der Sonne ausgesetzt, die Vögel singen, und ich bin von morgens bis abends glücklich. Wenn ich dir also einen Rat geben darf, dann zieh doch ebenfalls um! In der Dankstraße sind noch viele Häuser frei, und wenn du dich entschließen möchtest, umzuziehen, bin ich sicher: Du wirst dich dort sehr wohlfühlen. Außerdem würde ich mich sehr darüber freuen, dich als neuen Nachbarn zu haben.“
Denken wir doch öfter über die vielen Gaben nach, die Gott uns schenkt, statt uns darüber zu beklagen, was uns vermeintlich fehlt. Vielleicht können wir dann auch ein wenig mehr Liebe, Freude und Frieden in unsere Straße bringen?

Mögen sie den HERRN preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern!
Psalm 107,8

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Kurze Gedanken

Kurze Gedanken

In schweren und unsicheren Zeiten ist die Bibel eine der größten Kraftquellen, die es gibt. Besonders das neue Testament mit den Aussprüchen Jesu und die Psalmen beinhalten eine schier unerschöpfliche Menge an ermutigenden Versen. Die Nachrichten der Welt ziehen uns oft herunter und versetzen uns schnell in Panik, wenn wir sie zu sehr beachten. Aber wenn wir uns Christus anvertrauen und die Schrift für uns in Anspruch nehmen, dürfen wir sicher sein, dass Er in allem für uns sorgt.
Der Platz würde nicht reichen, wenn ich alle Bibelverse hier aufführen wollte, die mich in den letzten Monaten gestärkt haben. Lesen auch Sie jeden Tag in Gottes Wort und legen Ihm Ihre Anliegen im Gebet hin. Wer dies versäumt, ist leicht angreifbar. Doch wer mit Christus unterwegs ist, wird seine Fürsorge und Bewahrung bald zu schätzen wissen.

Ich bitte nicht, dass du sie von der Welt nehmest, sondern dass du sie bewahrst vor dem Übel. (Christi Gebet für die Seinen in Johannes 17,15

Die Sach ist Dein, Herr Jesu Christ,
die Sach, an der wir stehn,
und weil es Deine Sache ist,
kann sie nicht untergehn.

Samuel Preiswerk (1799-1871)
Zum ganzen Lied.

Alle Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5,7

Wir flehen oder wir vergehen. (Unbekannt)

Jesus ist gekommen, Dich zu richten. Aber aufzurichten. (Unbekannt)

Auftanken bei Jesus

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Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer. (Sprüche 11,24) 

Ein schwarzhaariger Mann wurde öfter gefragt, welcher Nationalität er sei. Seine schlichte Antwort war: „Ich bin ein Mensch.“

Von einem Fenster aus sah ich zu, wie jemand versuchte, in eine Parklücke zu rangieren. „Da sitzt bestimmt ne Frau drin.“, dachte ich. Es ging mehrfach vorsichtig vorwärts und rückwärts, bis endlich der Wagen ausgeschaltet wurde. Die Tür klappte auf und interessiert beugte ich mich vor, um die Person zu begutachten. Heraus stieg eine junge gepflegte Dame. „Wusste ich es doch.“, kam mir in den Sinn. Kritisch betrachtete sie die Position ihres Wagens. Offensichtlich gelangte sie zum gleichen Schluss wie ich: Trotz allen Rangierens war das Auto immer noch zu weit auf dem Bürgersteig. Sie stieg wieder ein, startete neu und rangierte nochmals mehrfach vorsichtig, doch beharrlich. „Wow. Süß!“, dachte ich. Eigentlich hatte sie zum Hinterwagen noch reichlich Platz, doch offensichtlich traute sie sich nicht, weiter zurückzusetzen. Ich erinnerte mich an ähnliche Momente bei meinen Einparkversuchen. „Wie sympatisch.“, ging es mir durch den Kopf. „Das könnte ich sein.“ Schließlich stand der PKW gut und die junge Frau ging davon ohne von mir zu wissen. Sie hatte auf jeden Fall mein Herz gewonnen. „Herr“, betete ich „die ist bestimmt nett. Bitte hilf ihr in ihrem Leben und bitte errette sie für die Ewigkeit.“ Die Frage ist: Sind wir bereit, unser Leben zu korrigieren? Uns zu reflektieren? Vielleicht vorsichtig zu rangieren, um andere möglichst nicht zu treffen? Und erst aufzuhören, wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist? Selbst, wenn dies bei dem einen oder anderen zu einem Lächeln führt. Wir vermeiden damit nicht nur lästigen Ärger. Auch Gott sieht es und er wird es zu schätzen wissen.

„Alles in allem: Kopf ist noch dran.“ (Omas Fazit)

Warum lässt Gott das Glück zu? (Unbekannt)

Ich kann nicht aufhören zu lernen und zu loben.
Eine neubekehrte Christin

Mit Ausdauer erreichte die Schnecke die Arche. (Spurgeon)

Glauben

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Dinge, die Gott gehören

Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht. (Sprüche 8,14)
Die Rache ist mein; ich will vergelten. (Aus Römer 12,19 und 5. Mose 32,35)
Mein ist Silber und Gold, spricht der Herr Zebaoth. (Aus Haggai 2,8
Die ganze Erde ist mein. (Aus 2. Mose 19,5)
Es ist mein, was unter allen Himmeln ist. (Aus Hiob 41,3)
Denn siehe, alle Seelen sind mein. (Aus Hesekiel 18,4)
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Aus Jesaja 43,1

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (Christus in Matthäus 28,18)

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Eine Weisung Gottes

Eine Weisung Gottes

Hatten Sie Vorfahren, die in Hitlers Kriegen fliehen mussten? So ein Schicksal kann jeden treffen. Nach all dem Unheil, das die Deutschen den polnischen Menschen im Krieg angetan hatten, waren diese oft nicht gut auf Deutsche zu sprechen. Mitunter trieben sie damals deutsche Männer in den Wald und erschossen sie dort. Ein Christ war unter diesen Männern. Er hörte, wie einer der letzten polnischen Soldaten ihm zuraunte „Nach rechts, nach rechts!“ Er folgte der Weisung und überlebte. Der Mann hatte ihn gerettet, ohne ihn zu kennen. Links wurde geschossen.
Eine christliche deutschsprachige Familie musste gegen Kriegsende aus einem Gebiet fliehen, in dem man schon tagelang die Artillerie der Russen hören konnte, die kurz vor dem Durchbruch standen. Der Vater war an die Front zum Volkssturm eingezogen worden. Er erhielt als einziger aus der Kompanie einen Urlaubsschein auf Widerruf. Er kehrte Heim und floh mit seiner Familie und einer Pferdekutsche bei Nacht und Nebel. Sein Bruder mit der Frau und den beiden kleinen Kindern schafften es nicht mehr und fielen den Russen zum Opfer. Unterwegs traf der beurlaubte Vater bekannte deutschsprachige Flüchtlingsfamilien, die sich ihm und seinen Lieben anschlossen. So hatte er bald die Verantwortung für einen ganzen Treck. Drei Monate lang ging es durch Schnee und Eis zu Fuß, zum Teil mit Erfrierungen. Doch alle überlebten. Schließlich kamen sie in einer Schule unter, die genug Platz für sie bot. Endlich eine Bleibe! Doch in der Nacht hatte er einen Traum. Ihm kam klar die Weisung in den Sinn: „Noch eine Tagesreise weiter!“ Früh am Morgen stand er auf und spannte die Kutsche an. Die Gefährten fragten ihn, was er da mache. „Noch eine Tagesreise weiter!“, war seine Antwort. „Aber wir haben gerade mal eine Unterkunft gefunden.“, sagten die anderen. „Macht, was ihr wollt. Wir fahren noch eine Tagesreise weiter!“ Darauf brach der gesamte Treck auf und zog noch eine Tagesreise weiter. Nicht lange danach war Kriegsende. Die Grenzen wurden gezogen. Wären sie in der Schule geblieben, wären sie in russischem Gebiet gewesen. Dies bedeutete schlechtere Versorgung und Behandlung, nicht selten auch für Frauen. Doch so waren sie in amerikanischen Gebiet gelandet.

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Mit der Bibel erlebt

Ein Buch voller Überraschungen

Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte ein Missionar die japanische Inselgruppe Okinawa. In einem kleinen Dorf traf er zwei Brüder, Shosei und Majan, denen er eine Bibel schenkte. Die beiden fingen an, darin zu lesen. Eines Morgens sagte Shosei zu seinem Bruder: „Das Buch steckt voller Überraschungen! Hier steht, dass wir Liebe üben und einander dienen sollen. Lass uns ab heute nach diesem Buch leben und immer das tun, was das Buch sagt!“ Am nächsten Tag kam ein Bettler vorbei: Sie luden ihn ein und gaben ihm zu essen. Als er sich darüber wunderte, erklärten sie ihm: „Wir lesen gerade ein Buch – und darin steht, dass es einen Gott der Liebe gibt, der wie ein Vater zu uns ist. Er will nur unser Bestes, deshalb hat Er seinen Sohn Jesus Christus gesandt, um uns von unseren Sünden zu erretten.“ Der Bettler wollte mehr aus diesem Buch hören, und von da an saß er jeden Tag am Eingang der Hütte der beiden Brüder. Bald kamen auch andere, um zu hören, was diese aus dem Buch vorlasen. Viele verstanden, was gelesen wurde; und immer mehr Dorfbewohner entschieden sich, Jesus Christus nachzufolgen. Nach und nach veränderte sich das Dorf: Alte Gewohnheiten verschwanden, und der alte Glaube wurde nicht mehr ausgeübt. Nun half einer dem anderen, und nur noch selten gab es Streit. Schließlich glaubte das ganze Dorf an Jesus Christus. 
Im Jahr 1945 wurde die Inselgruppe von amerikanischen Truppen besetzt. Viele Japaner kamen um, als diese ein Dorf nach dem anderen eroberten. So standen die Amerikaner eines Tages auch vor dem Dorf von Shosei und Majan. Die beiden Brüder gingen den Soldaten entgegen, beugten sich vor ihnen nieder und begrüßten sie freundlich. Der schnell herbeigeholte Übersetzer war sprachlos: „Sie heißen uns als Christen herzlich willkommen!“, berichtete er. So einen Empfang hatten die Soldaten noch nie erlebt. Sie folgten den beiden in ihr Dorf und waren überrascht über das, was sie sahen: Die Straßen waren sauber und in ordentlichem Zustand, es gab nur wenige Bettler, und die Bewohner machten einen friedlichen und glücklichen Eindruck. Dieses Dorf sah so ganz anders aus als die Dörfer, in die sie vorher gekommen waren. Einer der Offiziere fragte die beiden nach dem Grund. Da erzählten sie ihm von dem Buch, das ein Missionar vor Jahren bei ihnen zurückgelassen hatte: Es hatte ihr Leben verändert hatte, das ganze Dorf glaubte nun an Jesus Christus und lebte nach dem, was das Buch sagte. Als der Offizier später über den Vorstoß berichtete, fügte er fragend hinzu: Könnte es sein, dass wir die falschen Waffen benutzen, um die Welt zu verändern? Ja, die Bibel, das Wort Gottes, ist ein Buch voller Überraschungen: Menschen lesen darin, werden in ihrem Innern erneuert, und dann geht durch sie ein mächtiger Einfluss auf ihre Umgebung aus!

Einige Zeit schon arbeite ich in einer Firma im Produktionsbereich. Einer meiner Kollegen liest in den Pausen meist in einem Buch. Die anderen unterhalten sich in dieser Zeit über alles Mögliche. Dieser Mann aber scheut alles oberflächliche Reden. Immer wieder wendet er sich seinen Büchern zu. Nach einiger Zeit merke ich, dass es sich gar nicht um verschiedene Bücher handelt. Er hat immer nur das eine Buch dabei, und darin liest er jedes Mal. Ein Buch? Ich beobachte ihn nun schon über Wochen und Monate. Immer dasselbe Buch, und das über so lange Zeit? – Wie langweilig! Irgendwann fasse ich mir ein Herz und frage diesen älteren Kollegen: „Sag mal, in was für einem Buch liest du da eigentlich ständig? Wird dir nicht langweilig dabei?“ – „Weißt du“, antwortet er mir, „das hängt ganz von dem Buch ab, das man liest. Eigentlich hast du recht. Auch ich könnte nicht ständig dasselbe Buch lesen. Bei diesem Buch aber ist das anders. Es ist nämlich die Bibel, in der Gott selbst zu mir redet. Dabei ist es mir noch nie langweilig geworden!“ Ich kann es zwar immer noch nicht fassen, dass man monatelang im selben Buch lesen kann, aber irgendwie macht es mich neugierig. So fange auch ich an – heimlich und zu Hause –, in diesem Buch zu lesen. Allerdings verstehe ich längst nicht alles darin. Gut, dass ich dann meinen Kollegen fragen kann! Nach und nach spüre ich, dass Gott in diesem Buch ganz persönlich zu mir spricht und mir darin Jesus Christus als Retter zeigt, der für mich gestorben ist, um mich zu sich zu führen. Nach kurzer Zeit lädt mich mein Kollege ein, zusammen mit ihm zum Gottesdienst zu gehen. Da kann ich auch andere Christen kennenlernen, die ebenfalls an den Herrn Jesus glauben. Auf diese Gemeinschaft möchte ich auch heute, 35 Jahre nach meiner Bekehrung, nicht verzichten.

Eine Stimme vom Himmel

Als der Erweckungsprediger C. H. Spurgeon im Jahr 1857 einmal im „Kristallpalast“ von London vor über 23.000 Menschen zu predigen hatte, wollte er zuvor erkunden, an welcher Stelle die Kanzel am besten aufzustellen wäre. So ging er einen oder zwei Tage vorher dorthin und testete die Akustik des Saales. Mit lauter Stimme rief er: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1,29). Ein Handwerker auf einer der Galerien, der nicht wusste, was da vor sich ging, hörte diese Worte. Sie drangen wie eine Botschaft vom Himmel in sein Herz. Er wurde derart vom Bewusstsein seiner Sünden getroffen, dass er sein Werkzeug niederlegte und nach Hause ging. Nach einer Zeit innerer Kämpfe fand er Frieden – durch den Glauben an das Lamm Gottes. Viele Jahre später erzählte dieser Mann sein Erlebnis jemand, der ihn auf dem Sterbebett besuchte. Spurgeon schreibt darüber in seinen Lebenserinnerungen: „Der Herr hatte sein Siegel schon auf unser Vorhaben gedrückt, bevor sich die große Menge versammelte. Ich selbst habe erst viel später von diesem segensreichen Vorfall erfahren.“ „Ist mein Wort nicht so – wie Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ (Jeremia 23,29)

Johannes 1,29

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In Opas Garten

In Opas Garten

Strahlend lacht die Sonne vom Sommerhimmel und es ist Wochenende, ein Wochenende, auf das sich Klaus besonders freut, denn es ist ein Wochenende bei den Großeltern. Für den Jungen kann es kaum etwas Schöneres geben, als dies eine Wochenende bei Opa im Garten. Obwohl er noch nicht einmal zur Schule geht, ist er ein richtiger kleiner Gärtner und an allem interessiert, was ihm der Großvater erklärt. Den ganzen Tag erzählte er seinen Freunden im Kindergarten von dem bevorstehenden Wochenende. „Solch einen Opa möchten wir auch haben“, sagte Willi etwas traurig, denn er hatte seinen Großvater nicht mehr kennengelernt. „Im nächsten Monat kommst du mit. Mein Opa hat nichts dagegen“, lud Klaus daraufhin seinen Freund ein.
Ja, Klaus und sein Großvater sind richtig gute Freunde. An diesem Wochenende wollten beide in der Laube übernachten, ein Höhepunkt des Sommers, den sich der Großvater ausgedacht hatte. Er weiß noch aus seiner Kindheit, wie gerne er in der Laube übernachtet hatte, damals. Im September wollen sie dann ein Erntefest feiern. Hierzu war nun auch Willi eingeladen. Einmal im Monat gehört das Wochenende nur Klaus und seinem Großvater. Diese Zeiten im Garten sind für beide die schönsten im Jahr, von denen sie noch gerne im Winter sprechen, wenn sie am Kamin beisammensitzen.

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Kurze christliche Impulse

Kurze christliche Impulse

Durch Gebet verschieben sich die Verhältnisse in der unsichtbaren Welt. (S. J.)

Wir müssen ernsthaft im Gebet ringen, so wie Männer, die mit einem tödlichen Feind um ihr Leben ringen. (John Charles Ryle)

Jede große Errungenschaft wurde einmal als unmöglich bezeichnet.

Wenn man sich zu ihm bekennt, wenn man ihn nicht verleugnet: Sein Wort gilt für uns dann: Ich werde dich nicht verlassen noch versäumen. (Die Bibel: Aus Josua 1,5 und Hebräer 13,5) Ein ehemaliger Muslim

Je mehr sie aber das Volk drückten, desto zahlreicher wurde es und desto mehr breitete es sich aus. (Aus 2. Mose 1,12)

Jesus hat nicht gesagt, dass seine Jünger Karriere machen sollen. Jesus hat gesagt: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. (Peter S. zu Markus 16,15)

Eine liebe christliche Großmutter fuhr für ein paar Tage zu ihrer Tochter, um auf deren kleine Kinder aufzupassen, während Tochter und Gatte verhindert waren. Beim Lüften machte die Großmutter versehentlich die Terrassentüre kaputt. Ein Metallstück der Schließvorrichtung war herausgebrochen, so dass die Türe nicht mehr zu ging. Die arme Oma ließ die elektrischen Jalousien hinunter und ging dann mit den Kindern auf den Spielplatz, sich die ganze Zeit fragend, wie die Türe wieder verschlossen werden könnte. Entschlossen meinte sie: „Es wird wohl Zeit für ein Gebet.“ Sie sprach kurzes, stilles ein Gebet und sah immer wieder den Fahrzeugen nach, die am Spielplatz vorbei fuhren. Diverse Wagen mit Handwerksaufdrucken waren dabei. Doch traute sie sich nicht, jemand von ihnen anzusprechen. Das konnte schließlich teuer werden. Gott musste etwas fügen. Schließlich kam sie wieder mit den Kindern am Haus an. Da kam ihr ein Nachbar entgegen. Sie sprach ihn an ob er einen Handwerker empfehlen könne und er sah sich die Türe an. Es stellte sich heraus, dass er Schreiner war. Er holte etwas Werkzeug und in wenigen Minuten war die Türe wieder verschlossen. Der freundliche Mann gab der Großmutter noch ein paar Tipps wegen der Ersatzteile und verabschiedete sich, ein Trinkgeld ablehnend. Gott hatte das Gebet der Dame erhört.

Mit Gott ist unsere Woche

jeden Tag Sonnentag
jeden Tag Monumentaltag
jeden Tag Diensttag
jeden Tag Mittelpunkttag
jeden Tag Don (span. u. ital. „Herr“) / ER Tag
jeden Tag Freier Zugangstag
jeden Tag Samaritertag

Christlicher Spruch

Das obere Bild puzzeln.

Wo der Glaube beginnt, da hört die Sorge auf, und wo die Sorge beginnt, da hört der Glaube auf. (Georg Müller)

Nicht aufgeben / sich nicht hängen lassen fängt im Kopf an.

Die größte Waffe eines Christen, die ich heutzutage kenne, ist eine Übergabe an Gott. Wenn Du nichts daran ändern oder in der Sache tun kannst, vertraue es Ihm an, und Gott wird sich darum kümmern. (W.B.)

Denn ich bin gewiss, dass weder Unstimmigkeiten noch Quarantäne, noch Lebensmittelknappheit, weder wirtschaftliche Ungewissheit noch Kriege, Krankheit oder Gesetze uns trennen können von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn.

Ermutigung

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Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn. (Römer 8,38 – 39)

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Herzen im Gleichklang

Herzen im Gleichklang

Es ist nicht einfach ein Herz zu finden, mit dem das eigene im gleichen Takt schlägt. Spätestens nach der ersten Verliebtheit, in der man Fehler des anderen großzügig übersieht, tritt die Verschiedenheit zutage. Oft kommt die Einsicht dann zu spät. Man ist bereits den Schritt in die Ehe gegangen und vielleicht sind sogar Kinder da.
So ging es auch Klaus und Grete. Nach langen Ehejahren stellten sie fest, dass sie sich nicht mehr ertragen konnten. Die Welt wurde grau und trübe. Kurz vor dem letzten Schritt sandte Gott seinen Engel und brachte beide zum Nachdenken. Es war, als wenn ein Schleier von ihren Augen fiel. Plötzlich erkannten sie den Wert des anderen und fanden erneut nach Jahren wieder zueinander. Es war, als wenn jemand einen Schalter umgelegt hätte. Kein böses Wort fiel mehr. Sie hielten sich eng umschlungen. Ihre Herzen schlugen im Gleichklang. Sie diskutierten so manches Mal über dies und jenes, die Liebe behielt jedoch in jedem Falle klar den Sieg. Aber es war noch ein weiteres Wunder geschehen, beide konnten gemeinsam Gottes Wort lesen. Sie hatten ihr Leben unter sein Wort gestellt und sich ihm anvertraut. Gemeinsam begannen sie den Morgen unter seinem Segen. Von nun an schlugen nicht nur zwei Herzen im Gleichklang, Gottes liebendes Herz war dazu gekommen. Er hielt seine schützende Hand über diese Verbindung. Gott vermag auch heute noch Wunder zu vollbringen, wir müssen ihm nur etwas zutrauen.

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Vergebung von Gott

Prinzessin Eugenie von Schweden (1830–1889) hatte unter dem Einfluss einer gläubigen Hofdame Frieden mit Gott gefunden. Sie war von schwacher Gesundheit, und schon früh zeichnete sich ab, dass sie nicht heiraten würde. Da wandte sie ihre Liebe und ihre finanziellen Mittel den Armen und Kranken in ihrem Land zu. Mit ihrer Unterstützung wurden verschiedene Waisenhäuser, Krankenhäuser und Altenheime gebaut. Zu diesem Zweck verkaufte sie sogar den größten Teil ihrer Juwelen. Das selbstlose Handeln der Prinzessin brachte vielen Menschen Erleichterung und Segen. Es fand aber auch besonders in den höheren Kreisen Kritiker, die es eine Torheit nannten. Eugenie gab nicht nur ihr Geld, sie besuchte auch selbst die Waisen und Kranken. Für viele von ihnen betete sie namentlich und mit Ausdauer, z. B. für eine Frau, die einen besonders verschlossenen Eindruck machte. Nach einiger Zeit erlebte sie die Erhörung dieses Gebets. Als sie wieder einmal an das Bett der Frau trat, wurde sie mit den Worten begrüßt: „Ich danke Gott, dass das Blut Jesu Christi von allen Sünden reinigt und dass Er mich von meinen Sünden gereinigt hat.“ Dabei liefen der Frau die Tränen über die Wangen. – „In diesen Tränen“, so lautete dann die Antwort der Prinzessin auf ihre Kritiker, „habe ich meine Juwelen wiedergesehen.“ In ihrem Testament aus dem Jahr 1885 spricht Prinzessin Eugenie von ihrem Retter und seiner Liebe und auch davon, dass die Christen hier „keine bleibende Stadt haben“. Diese Glaubensüberzeugung hatte ihr Leben geprägt und sie „Schätze im Himmel“ sammeln lassen. Eine kurze Beschreibung ihres Lebens endet mit den Worten: „Sie hat getan, was sie vermochte.“

Stärker als der Teufel

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht. Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein. (Die Bibel: Johannes 8,34 und 36)

Pfarrer Wilhelm Busch erzählt von einem unerwarteten abendlichen Besucher: „Retten Sie mich“, bat ihn ein Industriemanager. Sein Vater war Alkoholiker gewesen. Und auch ihn selbst überfiel die Sucht zwei- oder dreimal im Jahr wie ein Feuer. „Ich ruiniere mein Leben. Meine Frau und Kinder müssen mich verachten! Und doch – ich muss!“, keuchte er. „Retten Sie mich!“ Ich riss mich zusammen: „Wie sollte ich Sie retten können? Die Ketten des Teufels sind doch viel zu stark, als dass ich sie zerbrechen könnte. Wie sollte ich das können, wo Sie selbst es nicht einmal konnten!“ Mit einem unbeschreiblichen Jammerlaut sank er im Sessel zusammen: „Haben Sie mir sonst nichts zu sagen?“ – „Doch“, sagte ich, „doch! Wir sollten uns nach einem umsehen, der stärker ist als der Teufel.“ – „Wo sollte ich so einen finden, der stärker ist als der Teufel?“, murmelte er. Da sagte ich nur einen Namen: „Jesus!“ Er fuhr auf. Mit einem Hoffnungsblick im Auge: „Jesus! – Meinen Sie wirklich?“ – Ich nickte. Und dann knieten wir nieder und riefen Jesus an, den Jesus, der die Werke Satans zerstört; den Jesus, der mit Blut Sünder erkauft hat; den Jesus, der stärker ist als Satan. – Von dem Tag an war die Macht des Teufels gebrochen. Es gab noch Kämpfe. Es gab auch Niederlagen, die jetzt noch viel schrecklichere Scham hervorriefen als früher. Aber – der Bann war gebrochen! Als wir später einmal zusammensaßen – wir waren inzwischen Freunde geworden –, sagte er: „Du ahnst nicht, wie gefährdet ich bin. Ohne Jesus bin ich im Nu verloren. Darum muss ich mich jeden Tag Ihm in die Hände geben. Jeden Morgen rufe ich Ihn an.“

Glück in den Augen – Glück im Herzen

Ein junger, jüdischer Porträtmaler hatte einen Mann gebeten, ihm Modell zu sitzen. Der Künstler war trotz seiner Jugend unglücklich und friedlos. Seine Religion gab ihm keine Kraft, um die Fesseln der Sünde, die er tief fühlte, zu sprengen. Nein, er war nicht glücklich; und er kannte auch niemand anders, der wirklich glücklich war. Als er nun immer wieder auf sein Modell blickte, wurde ihm bewusst, welch ein Frieden und welch ein Glück dieses Gesicht und diese Augen ausstrahlten. Jeden Tag erschien der Mann zur verabredeten Stunde – immer mit dem gleichen glücklichen Gesicht. Schließlich fragte ihn der junge Maler: „Sagen Sie mir bitte: Sind Sie wirklich so glücklich, wie Ihr Gesicht es ausdrückt?“ – „Ja“, antwortete der Mann. „Ich bin vollkommen glücklich. Und wer mich glücklich gemacht hat, ist Jesus Christus, mein Erretter. Sie sind ein Jude; und es ist Ihr Messias, der mich so glücklich macht.“ Dann erzählte der Mann dem jungen Maler, dass auch er früher dem Glück vergeblich nachgejagt sei. Er war unglücklich gewesen. Aber dann hatte er im Glauben zu Christus gebetet und Ihm alle seine Sünden offen bekannt. Und Christus hatte ihm alles vergeben und ihn frei und glücklich gemacht. Der Mann erzählte dem Maler von der Gnade Gottes und der Liebe des Herrn Jesus, der für schuldige Sünder ans Kreuz gegangen ist. Zum Schluss gab er dem jungen Künstler ein Neues Testament. Als der Maler das Neue Testament las, gingen ihm die Augen dafür auf, dass Jesus Christus wirklich der verheißene Erlöser war. Durch den Glauben an Ihn fand dann auch er das Glück.

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Liebe pur

Liebe pur

Darf ich mich kurz vorstellen?

Ich gebe Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Außerdem Hoffnung, Freiheit und Kraft. Ich tröste und fülle die innere Leere aus. Ohne mich werden die Menschen alle möglichen Ersatzbefriedigungen suchen, um meinen Platz auszufüllen. Doch alle anderen Dinge werden sie nicht zufrieden stellen. Denn dieser Raum im Herzen der Leute ist nur für mich gemacht. Ich gebe denen, die ich bewohne, die Gewissheit, Gottes Kind zu sein. Ich bin ihnen bleibender Beistand. Ich lehre sie zwischendurch Dinge, die sie wissen sollten und weise sie auf die Wahrheit hin. Ich führe die Menschen manchmal auf bestimmte Wege.
Ich bin auch Pfand und Siegel des himmlischen Erbes. Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher im Paradiese Gottes ist. Ich bin nicht für Geld zu kaufen. Ich suche nach Menschen, die sich freiwillig für mich öffnen und in denen ich Wohnung nehmen kann wie in einem Tempel. Die mich um Einlass bitten. Die Gott gehorchen. Die ein reines Herz haben, die Christus um Vergebung bitten und darum, sie zu reinigen. Ich bin überführend, wenn es um Sünde geht und reinigend wie das Wasser, mit dem man getauft wird. Ich bin heilig, überaus heilig. Ich heilige die Menschen ebenfalls. Ich leite die Leute zum Glauben an Christus. Ich habe ihn auch wieder lebendig gemacht. Wer ohne mich leben und handeln will, ist wie ein Auto ohne Öl. Er wird nicht weit kommen. Leider bin ich heute vielfach in Vergessenheit geraten. Deshalb gehen so zahlreich Menschen irre ohne Gott. Dämpft mich nicht! Wahrhaftig, es braucht eine neue Ausgießung von mir über alle Völker der Welt!
Ich gebe Gaben zum Nutzen der Menschen: zu reden von Weisheit oder Erkenntnis. Ich gebe dem einen Glauben, einem anderen die Gabe, gesund zu machen oder Wunder zu tun. Ich gebe dem einen Weissagung, einem anderen, Geister zu unterscheiden; einem anderen mancherlei Sprachen und noch jemandem, die Sprachen auszulegen. Dies alles wirke ich und teile einem jeglichen seines zu, nach dem ich will.
Mein Schwert ist das Wort Gottes. Ich beeinflusste die Autoren, es zu schreiben und es ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert.
Manchmal komme ich wie eine Taube über einen Menschen, manchmal erscheine ich wie ein Brausen mit gewaltigem Wind oder wie ein sanftes Wehen, wie ein Atem. Oder wie Feuerflammen, jedoch ohne etwas Materielles zu verbrennen, sondern erzeuge ein brennendes Herz für die Belange Christi. Auch die Engel begehrten dies schon zu schauen. Meistens sieht man mich jedoch nicht. Manchmal gebe ich den Leuten Worte ein, die sie aussprechen können. Worte, die von Gottes großen Taten zeugen oder Prophezeiungen. Ich kann jemand eine Vision vor seinen inneren Augen zeigen von anderen Orten und Zeiten. Ich kann auch im Traum zu Personen sprechen. Ich vermag sogar ganze Personen an andere Orte zu versetzen wie den Apostel Philippus nach Cäserea.
Man kann sich im Gebet immer wieder neu von mir salben lassen – für neue Aufgaben, die anstehen, oder einfach, weil es so schön ist, wenn ich da bin. Ich komme um so lieber, wenn Einheit im Gebet herrscht. Ich helfe der menschlichen Schwachheit auf und vertrete die Anliegen als Fürsprecher selbst mit unaussprechlichem Seufzem. Will jemand wissen, wer ich bin? Nun – ich bin das Wesen, der Charakter Gottes, unverweslich und unendlich, ohne Anfang und Ende. Ich bin – der Heilige Geist.

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Dieser Text von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Die Pfingstgeschichte der Bibel in Apostelgeschichte 2 nachlesen.

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Zurückgekehrte Bibeln

Zurückgekehrte Bibeln

Ein Arzt erzählt im Rückblick auf sein Leben:
Meine Mutter hat viel für mich gebetet und nie die Hoffnung aufgegeben, dass ich noch zu Gott umkehren würde. Aber schon von meinem ersten Studienjahr an ging es mit mir rapide bergab. Meine leichtfertige Lebensweise führte dazu, dass ich einige Dinge, die ich nicht unbedingt benötigte, verkaufen musste. Dabei veräußerte ich auch die Bibel, die mir meine Mutter geschenkt hatte, als ich aus dem Haus ging.
Später, als ich eine Tätigkeit als Arzt in einem Krankenhaus antrat, sah ich allerlei Elend; und wenn ich gelegentlich mit überzeugten Christen in Berührung kam, musste ich wieder an meine Mutter und an meine Jugendzeit denken.
Eines Tages wurde ein schwer verletzter Maurer eingeliefert. Sein Zustand war hoffnungslos, und er wusste auch, dass er sterben würde. Sein glücklicher Gesichtsausdruck berührte mich jedoch eigenartig, zumal ich sah, dass er unerträgliche Schmerzen hatte. Der Kranke hatte keine Angehörigen, und als er gestorben war, wurde sein spärlicher Besitz in meiner Gegenwart gesichtet. Dabei kam auch eine Bibel zum Vorschein … Wie erschrak ich, als ich erkannte, dass es die Bibel war, die meine Mutter mir früher geschenkt hatte! Mein Name stand noch darin und eine Bibelstelle, von ihrer Hand geschrieben. Der letzte Besitzer hatte offenbar viel in dieser Bibel gelesen, denn manche Stellen waren angestrichen. Das alles erschütterte mich sehr. Denn plötzlich sah ich mein ganzes sündiges Leben vor mir. Ich fand nicht eher Ruhe, bis ich Jesus Christus als meinen Erretter und Herrn angenommen hatte.

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Johannes 14,6)

Als Kind besuchte ich die Sonntagsschule einer christlichen Gemeinde. Als Abschiedsgeschenk erhielt ich eine schöne Taschenbibel mit Goldschnitt und Reißverschluss. Leider ließ ich etliche Jahre später diese Bibel versehentlich im Zug liegen. Traurig über diesen Verlust besorgte ich mir anschließend eine neue.
Jahre verstrichen. Inzwischen hatte ich mich an meine neue Bibel gewöhnt. Da fiel mir eines Tages plötzlich eine noch ältere Bibel in die Hände, die ich längst verloren geglaubt hatte: Es war die Bibel, die mich während meiner Kindheit begleitet hatte.
Wie froh war ich, sie wieder in Händen zu halten! Denn darin hatte ich meine Bekehrung, meine Lebensübergabe an Jesus Christus, schriftlich festgehalten. Auf dem letzten leeren Blatt stand in meiner kindlichen Schrift von damals: „Meine Bekehrung geschah am 7.11.1982.“ Dazu hatte ich einen Bibelvers notiert. Augenscheinlich war ich mit meinen zehn Jahren alt genug, um zu verstehen, dass Jesus Christus für mich den Weg zu Gott frei gemacht hatte. Alt genug, um mit meinen Sünden zu dem Herrn Jesus zu kommen und Ihn als Retter anzunehmen. Auffallend an diesem Eintrag ist, dass mir dabei Abschreibfehler unterliefen und ich als Viertklässler sogar Buchstaben spiegelverkehrt aufschrieb. Wahrscheinlich lag es an meiner großen Freude, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann. Ich wusste ja: Alle meine Sünden sind vergeben!

[Jesus Christus spricht:] Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. (Matthäus 11,28)

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Pikatus

Pikatus

Also dieser Pontius Pikatus, ich sag es ja immer, ich kann mir den Namen einfach nicht merken. Sein Familienname Pontius, nun, der war ja damals wohl weiter verbreitet. Aber Pinatus – kennen Sie etwa jemand, der noch so heißt? Also auf jeden Fall war Piratus vor etwa 2000 Jahren zum Statthalter von Judäa ernannt worden. Da fing die ganze Sache schon an. Denn eigentlich war Judäa jüdisches Gebiet. Doch unter Kaiser Tiberius kam es unter römische Herrschaft und da konnte sich Spinatus nun ordentlich unter den Juden ausbreiten. Kein Wunder, dass er nicht besonders beliebt war. Die römischen Herrscher fackelten nicht lange, wenn jemand aufmuckte und hatten heftige Strafen. Nun gab es zur Zeit von Dilatus einen berühmten und äußerst beliebten Wanderprediger namens Jesus mit ganz außergewöhnlichen Fähigkeiten. Er konnte Leute von Krankheiten aller Art heilen, die Zukunft vorhersagen, war unglaublich schlau und er sprach an, wo etwas nicht in Ordnung war. Kein Wunder, dass es immer riesengroße Menschenansammlungen gab, wo er hinkam. Und genau das gefiel gewissen eifersüchtigen jüdischen Tempelpriestern nicht, die lieber selbst im Rampenlicht gestanden hätten. Also ließen sie Jesus eines nachts feige festnehmen, als die ganzen Leute nicht dabei waren. Seine paar Jünger flohen angesichts der bewaffneten Übermacht. Jesus hätten die Priester am liebsten gleich um die Ecke gebracht, doch das trauten sie sich dann doch nicht. Als Juden durften sie niemand zum Tode verurteilen, das durfte nur die römische Obrigkeit. Deshalb schleppten sie Jesus zu Frikatus und verlangten krakeelend von ihm, diesen unschuldigen Mann kreuzigen zu lassen. Spilatus verhörte Jesus erst einmal. Er fragte ihn: „Was hast du getan?“ Jesus antwortete: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, auf dass ich den Juden nicht überliefert würde; jetzt aber ist mein Reich nicht von hier.“ „Also du bist ein König?“ Jesus antwortete: „Du sagst es, dass ich ein König bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, auf dass ich für die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“ Da meinte Wielatus: „Was ist Wahrheit?“ Und als er auf dem Richtstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: „Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum seinetwegen.“ Tilatus sagte den Priestern: „Ich finde keinerlei Schuld an ihm. Ihr habt aber eine Gewohnheit, dass ich euch am Passahfest einen losgebe. Wollt ihr nun, dass ich euch den König der Juden losgebe?“ Da schrien wiederum alle: „Nicht diesen, sondern den Barabbas!“ Barabbas aber war ein Räuber. Die jüdischen Verkläger meinten: „Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“ Als Stillatus das hörte, fürchtete er sich noch mehr. Es war jedoch solch ein Tumult, dass er sich nicht mehr zu helfen wusste. Also urteilte Killatus, dass Jesus gekreuzigt wurde. Er ließ den los, der um Aufruhrs und Mordes willen ins Gefängnis geworfen war und um welchen sie baten; aber Jesus übergab er ihrem Willen. Jesus wurde dann zwischen zwei Verbrechern gekreuzigt und starb einen bemerkenswerten Tod: einer der beiden Übeltäter bekehrte sich noch, es gab eine Sonnenfinsternis, ein Erdbeben, der abtrennende Vorhang im Tempel zerriss, und Jesus starb mit lautem Rufen. Der Hauptmann, der dabei war, sagte: „Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!“ Ein ehrbarer Ratsherr bat Bribatus den Leichnam bestatten zu dürfen. Der wunderte sich, dass Jesus schon tot war und rief den Hauptmann, um die Einzelheiten zu erfahren. Jesu Follower dachten, damit sei die Geschichte nun vorbei. Doch Jesus wäre nicht Jesus, wenn er nicht immer noch eine Überraschung in petto hätte. Am dritten Tag nach seinem Tod geschah wieder ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Grabstein fort und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. Jüngerinnen Jesu, die kamen, um ihn nach jüdischer Tradition noch zu salben, sahen dies voll Staunen. Die Grabhüter aber erschraken vor Furcht und wurden ohnmächtig. Jesus war auferstanden und zeigte sich in der nächsten Zeit noch öfters seinen Jüngern. Ihre Freude war riesig! Nach 40 Tagen fuhr Jesus vor ihren Augen zum Himmel auf, von wo aus er seinen Anhängern beisteht, bis er wiederkommt. Die Grabhüter erzählten übrigens alles den jüdischen Verklägern Jesu. Die gaben ihnen ordentlich Geld, damit sie behaupteten: „Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, während wir schliefen.“ Von Pizzamus hat man weiter in der Bibel nichts mehr berichtet. Ist dann wohl auch nicht mehr wichtig.

Hier die Ostergeschichte von Pikatus als PDF. Text und Bild von Christliche Perlen dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Die original Bibelstelle von den Ereignissen um Jesu Grab kann man ausführlicher bebildert hier nachlesen.

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Echt passiert

Der Chauffeur Tom

Tom war ein junger Chauffeur, der eine alte gottesfürchtige Mutter hatte. Tom wollte vom Glauben nichts wissen – doch seine Mutter redete immer wieder von Buße und Bekehrung. Eines Tages platze Tom der Kragen und er sagte: „Ich kann nicht mehr länger hier bleiben. Immer redest du vom Glauben. Ich werde eine neue Stelle annehmen und woanders hinziehen. Dann muss ich mir den Blödsinn nicht mehr anhören.“ „Tom“, sagte die arme Mutter, „solange ich eine Zunge habe, werde ich vom Herrn zu dir reden und zu dem Herrn von dir reden.“
Tom blieb bei seinem Wort. Er ging in eine andere Stadt und nahm eine Stelle als Chauffeur bei einem hochgestellten Mann an. Der Tag kam, als er zum ersten Mal seinen neuen Arbeitgeber chauffieren sollte. Doch der Mann stieg nicht, wie es üblich ist, hinten ein, sondern er setzte sich vorne neben Tom. Tom dachte: „Er will bestimmt sehen, wie ich fahren kann“. Doch ehe er den Gedanken zu Ende brachte, sagte der Chef völlig unvermittelt: „Sage mir, ob du errettest bist?“
Tom war wie vom Blitz getroffen! Es wurde ihm klar, dass er vor seiner Mutter weglaufen kann, aber niemals vor Gott! Ohne ein Wort zu sagen, fuhr er los, am ganzen Körper zitternd. Währenddessen hörte er sehr wohlbekannte Worte – das Evangelium von Jesus Christus. Tom meldete sich einige Tage krank. Er hatte Angst vor Gott und seinem Gericht. Doch die Angst vor dem allwissenden Gott wich, als er Gottes Liebe erkannte, die sich in Christus Jesus offenbart hat. Sofort schrieb er an seine Mutter: „Gott ging mir nach und er hat meine Seele gerettet.“
Gott kann niemand davon laufen. Er geht seinen verirrten Geschöpfen nach. Das war beim ersten Menschenpaar so (1. Mose 3,8–9) und das ist auch heute nicht anders. Wie gut, wenn man sich heute noch von ihm finden lässt – bevor es zu spät ist.

G. Setzer

Segel setzen!

Als der Missionar Hudson Taylor sich auf seiner ersten Reise nach China befand, wurde das Schiff vielfach durch Windstille und widrige Winde in der Fahrt gehemmt. Einmal fuhr man an einer Insel vorbei, von der man sagte, dass sie von Kannibalen bewohnt war. Gerade da ließ der Wind wieder nach, und das Schiff trieb auf der spiegelglatten Fläche langsam der verhängnisvollen Küste zu. Entsetzen packte die Reisegesellschaft bei dem Gedanken an den schauerlichen Empfang, der sie erwartete. Der Kapitän kam in seiner Not zu dem Missionar und sagte: „Sie glauben ja, dass Ihr Gott Gebete erhört. Rufen Sie ihn an! Wenn Ihr Gebet nicht hilft, sind wir verloren.“ “Ich will beten“, erwiderte Hudson Taylor, „doch nur unter der Bedingung, dass Sie alle Segel setzen lassen, um den Wind aufzufangen, den Gott senden wird.“
Der ungläubige Kapitän fürchtete, sich lächerlich zu machen, und wollte die Segel nicht bei völliger Windstille entfalten. Der Missionar aber erklärte, er werde nicht eher beten, als bis der Kapitän sich auf die Erhörung seines Gebets eingerichtet habe. Näher und näher trieben sie der Küste zu. Da endlich erfüllte der Kapitän den Wunsch des Fahrgastes, obwohl noch kein Lüftchen wehte. Hudson Taylor zog sich in seine Kabine zurück und legte dem Herrn die gemeinsame Not vor. Während er noch betete, klopfte es laut an seine Tür. Der Kapitän stand draußen und rief: „Beten Sie noch immer um Wind? Sie können aufhören. Wir haben mehr, als wir brauchen.“ Und so war es. Im Augenblick der höchsten Gefahr, als das Schiff sich schon ganz nah am Land befand, war Wind aufgekommen, der das Fahrzeug auf die hohe See zurücktrieb.

[Aus dem Kalender: „Der Herr ist nahe!“, www.csv-verlag.de]

Eine erstaunliche Gebetserhörung

Im Zweiten Weltkrieg musste ein amerikanisches Flugzeug im südlichen Pazifik notlanden. Die Maschine hatte keinen Treibstoff mehr. Doch die Insel war voll japanischer Soldaten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die amerikanischen Soldaten entdeckt und getötet werden würden. Der gläubige Pilot Johnson bekam zu hören: „Kapitän, du hast uns seit Monaten gesagt, wie wichtig es ist, zu beten und Gott zu vertrauen … Nun ist deine Chance gekommen, das zu beweisen, was du gepredigt hast.“
Der gläubige Christ zog sich zurück und betete und betete und betete. Nachts um 2 Uhr stand einer der Soldaten auf und ging plötzlich zum Meer. Zu seinem Erstaunen glitzerte im Meer etwas. Es war ein Fass – mit Flugbenzin! Das Flugzeug konnte starten und den Feinden davonfliegen! Wie es sich später herausstellte, stammte das Fass von einem US-Tanker, der aus Furcht vor Torpedos die hochexplosive Ladung in einer Entfernung von rund 1000 Kilometern über Bord geworfen hatte. Gott lenkte alles so, dass das Fass zur rechten Zeit an den Strand dieser Insel gespült wurde.
Ja, es ist wichtig, Gott zu vertrauen und zu ihm zu beten!

G. Henderson

Gefühle oder nicht

Eines Tages kam ein Mann zu einem Prediger: „Gestern war ich bei dem Zusammenkommen voller Freude. Jetzt ist alles – wirklich alles – verflogen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Es ist alles dunkel wie die Nacht.“ – „Darüber bin ich sehr glücklich“, antwortete der Prediger. – „Wie meinen Sie das?“ – „Gott hat Ihnen gestern Freude gegeben. Dann hat er gesehen, dass Sie in der Freude ruhen wollten, deswegen hat er die Freude wieder weggenommen, damit Sie sich zu Christus wenden. Sie haben die Freude verloren, aber Sie haben nicht Christus verloren. Sind Sie einmal durch einen Eisenbahntunnel gefahren?“ – „Ja, oft.“ – „Waren Sie beängstigt, weil es dunkel war?“ – „Natürlich nicht.“ – „Sind Sie denn auch wieder ans Licht gekommen?“ – „Ich bin schon draußen“, antwortete der Mann, „es ist alles gut – ob ich nun etwas fühle oder nicht.“

[Übersetzt aus The Lord is near 2019, bearbeitet und gekürzt]

G. Henderson

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Vielen Dank an Herrn Setzer von www.bibelstudium.de  für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte!

Täglich einen Blumenstrauß

Täglich einen Blumenstrauß
 
Blumen gehören zu jeder Jahreszeit auf meinen Tisch im Wohnzimmer. Nicht umsonst bietet der Handel sogenannte ‚Wochenendsträuße‘ an. Betritt man einen Raum, in dem Blumen stehen, ziehen sie sofort unseren Blick auf sich. Werde ich jedoch von einem lieben Menschen oder von meinem Partner mit einem Blumenstrauß überrascht, dann ist dies ein Geschenk, das von Herzen kommt, um mich zu erfreuen. Derjenige, der mich mit einem Blumenstrauß überrascht, hat sich etwas dabei gedacht und diesen bewusst für mich ausgewählt. In diesem Fall erfreue ich mich nicht nur an den schönen Blumen, die jede für sich ein Unikat sind, sondern weile mit meinen Gedanken auch bei demjenigen der mich erfreute.
Es gibt aber auch Blumen für die Seele, Worte oder ein Lächeln, das uns erwärmen und erfreuen kann. Auch wir selbst sind beauftragt, ein Lächeln auszusenden. Als Gottes Kinder haben wir allen Grund zur täglichen Freude, denn wir stehen in seiner Hand. Ganz gleich in welcher Situation wir uns befinden, wir sind nie allein. Gottes starke Hand hält und trägt uns. Er sendet ein Lächeln aus zu uns, damit wir gestärkt und froh durch den Tag gehen können. Geben wir dieses Lächeln, seine Freundlichkeit und Liebe weiter an unsere Mitmenschen. Auf diese Art verschenken wir täglich einen kleinen Blumengruß, einen Gruß des Herzens.

(c) Christina Telker

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Man nehme…
zwei Löffel Liebe,
die wir täglich von Gott geschenkt bekommen
und mische diese mit drei Löffeln Vergebung,
so haben wir die perfekte Basis für einen guten Teig
und den Umgang mit unseren Mitmenschen.
Geben wir dann noch einen Löffel Verständnis hinzu,
kann kaum noch etwas schiefgehen.
Um dem Ganzen ein gutes Aroma zu verleihen,
würzen wir noch mehrmals mit einem Lächeln, ganz nach Geschmack.
Mit Gottes Gnade schlagen wir das Ganze zu einem lockeren Teig auf.
Somit steht einem schmackhaften Kuchen nichts mehr im Wege.
Wir geben den Teig in eine Form und befehlen alles Gottes Führung an,
die er uns zum guten Gelingen schenken möge.
Nach Beendigung der Backzeit nehmen wir den Kuchen aus der Röhre
und bestäuben ihn mit einer gehörigen Portion Glauben und Hoffnung.
Ich wünsche gutes Gelingen und Gottes Segen zu eurem Werk.

(c) Christina Telker

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Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung der Texte und Bilder!

Hier zu Christinas Geburtstagskarten in Aquarell.

Die versteigerte Lady

Die versteigerte Lady

Als einmal Rowland Hill predigte, da geschah es, dass Lady Anna Erskine vorüberfuhr; sie befand sich außerhalb der Ringmauer und fragte den Kutscher, warum so viele Leute dort versammelt wären. Er antwortete: „Sie wollen zu Rowland Hill in die Kirche.“ Nun, sie hatte viel von diesem merkwürdigen Mann gehört, der als einer der einschneidendsten Prediger bekannt war, stieg aus und ging auch hinein. Kaum hatte Rowland Hill sie erblickt, als er sprach: „Kommt, wir wollen jetzt eine Versteigerung abhalten, wir wollen Lady Anna Erskine versteigern.“ (Sie stutzte natürlich und war erstaunt, was das werden wollte.) „Wer will sie kaufen?“ Siehe, da meldet sich die Welt. „Was gibst du, Welt, für sie?“ „Ich gebe ihr alle Pracht und Eitelkeit dieses Lebens; so wird sie eine glückliche Frau sein, unermesslich reich, umringt von Anbetern, schweifend von einer Wonne zur anderen.“ „Welt, du bekommst sie nicht; ihre Seele ist ein unsterbliches Wesen, dein Gebot ist ein armselig Ding, du bietest ihr nur wenig, und was hilft es ihr, wenn sie die ganze Welt gewönne und doch Schaden nähme an ihrer Seele?“ Da kommt ein anderer Liebhaber – es ist der Teufel. „Was gibst du für sie?“ „Nun,“ spricht er, „ich will ihr eine Zeitlang die Lust der Sünde zu schmecken geben; sie soll alles genießen, woran ihr Herz hängt. Alles, was Auge und Ohr entzückt, jede Sünde und jede Leidenschaft, die etwa eine schäumende Lust gewährt.“ „Ach, Satan! Was willst du ihr denn fürs ewige Leben bieten? Du kannst sie nicht haben, denn ich weiß, wer du bist; du willst einen schmählichen Preis für sie bezahlen, und danach ihre Seele in alle Ewigkeit zu Grunde richten.“ Aber sieh, da kommt noch einer – ich kenne ihn – es ist der Herr Jesus. „Was gibst du, o Herr, für sie?“ Spricht er: „Nicht, was ich geben will, sondern was ich schon gegeben habe; ich habe mein Leben, habe mein Blut für sie dahingegeben; ich habe sie teuer erkauft, und ich gebe ihr das ewige Leben; ich will ihr den Himmel schenken und meine Gnade ins Herz ausgießen und sie auf ewig herrlich machen.“
„O Herr Jesu Christ,“ sprach Rowland Hill, „Du sollst sie haben. Lady Anna Erskine, seid ihr mit dem Kauf zufrieden?“ Sie war ganz dahin; sie konnte nichts hervorbringen. „Es ist geschehen,“ sprach er, „es ist geschehen, ihr seid des Herrn, ich habe euch ihm vertraut; brecht den Vertrag nie!“ Und sie hat ihn nie gebrochen. Von der Stunde an, mitten aus der Lust und dem Leichtsinn eines lebensfrohen Weibes, ward sie eine der tiefgegründetsten Christinnen, eine der mächtigsten Stützen der evangelischen Wahrheit in jener Zeit, und sie starb in der herrlichen und gewissen Hoffnung einzugehen ins Himmelreich. Ach, welche Freude für mich, wenn ich heute irgend eines von euch auch also gewinnen könnte, wenn ihr jetzt sagen wolltet: „Herr, ich will dich haben.“ Christus ist bereit. Wenn er euch zubereitet hat, so bleibt er nicht zurück. Wer da bereit ist, Christus aufzunehmen, den nimmt er auf. Was sprichst du dazu? Willst du mit diesem Manne gehen? Wenn du „Ja“ sagst, dann segne dich Gott! Auch Christus spricht „Ja“, und du bist nun selig, selig jetzt, selig in alle Ewigkeit. Amen!

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Zwei Arztbesuche

Zwei Arztbesuche

Der Mann, der mir im Zug gegenübersaß, summte immer wieder einen alten Choral. Schließlich fragte ich ihn, warum ihm dieses Lied wichtig wäre. Da erzählte er mir seine Geschichte:
„Ich arbeitete auf einer großen Farm. Mein Boss war Christ und behandelte uns gut. Immer wieder erklärte er uns das Evangelium und sagte uns, dass wir uns bekehren müssten. Viele meiner Freunde taten es – ich nicht. Ich hatte zwar nichts dagegen, erkannte sogar die Notwendigkeit, aber ich wollte mein Leben nicht ändern – wenigstens noch nicht.
Dann wurde ich krank. Ich quälte mich durch den Tag und schaffte meine Arbeit nicht mehr. Schließlich fiel es auch meinem Boss auf. Er ließ mich zu sich holen und sagte: ‚Tom, du reitest jetzt zum Doktor und lässt dich gründlich untersuchen. Und dann sagst du mir, was er gesagt hat.‘
Am nächsten Morgen ritt ich in die Stadt. Ich beeilte mich nicht, mir ging so vieles durch den Kopf. Ich stellte mir vor, dass der Doktor vielleicht sagen würde: ‚Junger Mann, Sie haben nicht mehr lange zu leben.‘ Dann würde ich mir wünschen, an Gott zu glauben. Aber was wäre das für ein Glaube, der allein auf der Angst vor dem Tod beruht! Wenn er aber sagen würde: ‚Junger Mann, in ein paar Wochen geht es Ihnen wieder besser‘, dann würde ich weiter abwarten. Mir wurde klar, dass das einzig Richtige und Ehrliche wäre, ich würde mich entscheiden, bevor ich zum Doktor ginge. Gedacht, getan. Ich stieg vom Pferd ab und kniete mich nieder. Ich bekannte Gott meine Sünden, bat Ihn um Vergebung und bat Ihn auch, mir zu helfen, mein Leben zu ändern.“ Wie hätten Sie gehandelt?
„Während ich weiterritt, war mir, als ob Gott zu mir reden würde. Ich spürte, dass Er vorhatte, mich zu gebrauchen, dass ich dafür aber mein Leben ändern müsste. Dazu gehörte auch das Nein zur Betrunkenheit, denn der Alkohol hatte schon viele ruiniert. So sagte ich innerlich: ‚Herr, ich will keinen Alkohol mehr anrühren.‘ Gott redete weiter mit mir: ‚Und, Tom, du sollst dann etwas von mir erzählen – doch du hast eine ganz verrauchte Stimme. Außerdem weißt du, dass das Rauchen teuer ist.‘ Wieder nickte ich innerlich und zum Beweis, dass es mir ernst war, warf ich Pfeife und Tabak gleich fort. Ich kam beim Doktor an, er untersuchte mich und verkündete mir dann: ‚Junger Mann, wenn Sie auf mich hören, werden Sie bald wieder gesund sein. Sie dürfen keinen Alkohol mehr trinken und Sie müssen mit dem Rauchen aufhören.‘ ‚Kein Problem, Doktor‘, sagte ich, ‚genau das hat mir auf dem Weg in die Stadt ein anderer Arzt auch schon empfohlen.‘ Er hob den Kopf: ‚Welcher andere Arzt? Ich bin weit und breit der Einzige!‘ Da erzählte ich ihm meine Geschichte, wie ich sie jetzt Ihnen auch erzählt habe. Das Lied, das ich eben gesummt habe, ist mir in meinem Glauben wichtig geworden, deshalb singe und summe ich es oft. Es ist mein Markenzeichen geworden.“
Wenn wir mit dem „Facharzt für Glaubensdinge“, mit Gott selbst, sprechen würden, was würde Er uns wohl empfehlen? Und – würden wir es befolgen?

Ich bin der Herr, der dich heilt.
2. Mose 15,26

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Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Kurze Info

Neujahr 22

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Verändertes Leben

Mehr zum Thema.

YouTube: Wie der Thron aus Offb. 2,13 von P e r g a m o n nach B e r l i n kam und was das bewirkte. Vortrag, ab 20 Min. 45 Sek. bis 1 Std 52 Min.

YouTube: Heilung von einer multiplen Persönlichkeit oder aus dem gleichen Kanal r i t u e l l e r M i s s b r a u c h

Die Weihnachtsgeschichte heute nacherzählt

Die Weihnachtsgeschichte heute nacherzählt

Jemand erzählte mir letztens eine Geschichte, die so unglaublich war, dass man sie wirklich kaum glauben kann. Aber sie stimmt! Ich konnte mir nicht alle Details, wie Namen, genau merken. Aber die Handlung habe ich kapiert. Und ich gebe mein Bestes, sie hier wieder zu geben:
Also H. Irrte, H. Erde und ihre Gefährten waren raue Gesellen. So rau, dass sie kein normales Leben führten. Viel mehr zogen sie obdachlos durch die Gegend und hüteten Schafe. Dieser Erwerb reichte gerade für das Nötigste und war jetzt auch nicht so wahnsinnig spannend. Obwohl, manchmal kann ja ein Tag im Leben alles Schäfchenzählen und im Gras dösen wettmachen. Denn eines Nachts ereignete sich schier Spektakuläres: der Engel des Herrn erschien ihnen, jawohl ihnen! – in strahlendem Licht. Und er sagte ihnen, jawohl, den obdachlosen Hirten, dass heute der Heiland der Welt geboren worden war, gar nicht weit weg in Bethlehem. Der Junge sei Christus, der Herr, und würde in Windeln gewickelt in einer Krippe liegen. Und als ob das noch nicht genug wäre, tauchten Heerscharen von Engeln auf und lobten Gott aus lauter Freude über das Kind.
Den Hirten klapperten zunächst die Zähne, was jedenfalls nicht an der Kälte, sondern eher ihrer Furcht, lag. Aber nachdem sie sich vom ersten Schock erholt hatten und die Engel verschwunden waren, beschlossen sie, sich die Sache einmal näher anzusehen. Denn so viel hatten sie inzwischen verstanden: eine Geburt war ein guter Anlass und die Geburt des Heilands der Welt erst recht! H. Irrte, H. Erde und ihre Freunde rannten, so schnell sie in der Dunkelheit konnten nach Bethlehem. Gut, dass die Sterne heute besonders hell leuchteten. So irrten sie nicht lange herum. H. Irrte erreichte den Stall als erster und lugte vorsichtig hinein. Mann, was für eine hübsche junge Frau stand da. Damit hatte er gar nicht gerechnet. Mit offenem Mund blieb er stehen. Die Frau befand sich an einer Krippe und darin lag friedlich das Kind. Im Hintergrund saß ein Mann. Da schubste H. Erde den H. Irrte unsanft zur Seite: „Lass mich mal!“ Der Mann im Stall bemerkte die Leute, die da am Eingang waren und kam zu ihnen. Er stellte sich als Josef vor, seine Frau als Maria und das Kind als Jesus. Das war eine unglaubliche Geschichte, die die Ankömmlinge da erzählten von Engeln und so, aber schließlich ließ er sie hinein und die ausgekochten Kerle zogen alle die Hüte ab und schenkten gleich ein warmes Fell und Milch. Die Hirten konnten sich gar nicht satt sehen an dem Kind und Maria, und sie alle durften das Baby einmal halten und ganz vorsichtig drücken. Dem Einen oder Anderen rann auch mal eine Träne dabei über das Gesicht. Wenn das nicht die schönste Nacht war, die sie je erlebt hatten! Dann mussten sie wohl oder übel auch mal wieder gehen. Doch nach all diesem jetzt schlafen kam gar nicht in Frage. Dafür waren sie viel zu aufgeregt. Nachdem sie sich schweren Herzen verabschiedet hatten, lamentierten sie draußen noch gehörig über das Erlebte. So gehörig, dass die halbe Ortschaft wach wurde und rauskam, um zu fragen, was denn hier los war. „Ganz großes Kino“, meinte H. Irrte und genoss es, mal so richtig im Mittelpunkt zu stehen. H. Erde pflichtete ihm bei und schmückte gutwillig die Details aus. Da staunten die Leute vielleicht! Endlich mal was los in Bethlehem!
Derweil waren noch andere Menschen zu später Stunde unterwegs. Doch diesmal handelte es sich um ganz entgegengesetzte Personen zu den Hirten: vornehm gekleidete Herren, offensichtlich sehr gebildet und von weit her. Die Namen konnte man kaum aussprechen. Die Männer hatten in ihrem Land den Stern eines neugeborenen Königs gesehen und waren extra gekommen, um diesem zu huldigen. Klar, dass sie zuerst am königlichen Palast in Jerusalem stoppten und dort nach dem Kind fragten. Hier residierte Herr Odes, ein nicht besonders netter König. Die Empfangsdame meldete ihm den Besuch und gab sich große Mühe, die Namen richtig wiederzugeben, was ihr jedoch nicht ganz gelang. Sie klangen etwa wie „W. Eisen, Morgan Land und K. Spar“, aber die genaue Schreibweise ist auch nicht so wichtig. „Kenn ich nicht.“, brummte Herr Odes. „Na ja, sollen reinkommen.“ Er staunte nicht schlecht, als die Gesellschaft nach einem neugeborenen König fragte. König, das war doch er und von einem Baby wusste er nichts. Oder sollte das etwa der Messias sein, den viele Propheten schon lange angekündigt hatten? Herr Odes ließ die Schriftgelehrten rufen und erkundigte sich nach den Details, die von diesem gesalbten Retter bekannt waren. Laut der prophetischen Schriften sollte dieser in Bethlehem geboren werden. Also schickte Herr Odes die vornehme Gruppe dort hin. Sie sollten ihm dann vom Baby berichten, damit „auch er es anbeten könne“. (In Wirklichkeit wollte Herr Odes das Kind jedoch beseitigen, denn er mochte keinen Konkurrenten. Leider sind eben nicht alle Regenten in feinen Anzügen auch edler Gesinnung!) Doch zunächst zogen die Fremden erst einmal nach Bethlehem. Und – welche Freude! – da war der Stern wieder! Er zog vor ihnen her bis zum Stall und blieb darüber stehen. Hier musste das Kind also sein! Der neugeborene König für arme und reiche! Völlig außer sich holten die gebildeten Herren ihre mitgebrachten Geschenke hervor und eilten zur Tür. Die eigentlich zu späte Uhrzeit vergaßen sie ganz vor lauter Begeisterung. Ein schlichter Mann, Josef, kam ihnen entgegen und fragte, was sie wollten. Irgendwie schafften sie es, sich zu verständigen. Sie wollten das Baby sehen! Das war eine unglaubliche Geschichte, die sie da erzählten von einem Stern und so, aber schließlich ließ er sie hinein und die schick gekleideten Besucher zogen alle die Hüte ab und schenkten gleich Gold, Weihrauch und Myrrhe. Sie knieten dabei nieder und beteten den neugeborenen Sohn Gottes an. Dieser war soeben wach geworden und schien sie aus klugen Augen anzusehen. Was für eine warme Atmosphäre herrschte nun im Stall! Und wie hatte sich doch die weite Reise gelohnt! Die Nacht würden sie nie vergessen. Als sie gegangen waren und endlich zur Ruhe kamen, sprach Gott im Traum zu ihnen, so dass sie nicht mehr zum bösen König in Jerusalem gingen. Statt dessen kehrten sie über einen anderen Weg in ihr Land zurück, mehr als zufrieden überaus glücklich mit ihrem Verlauf.
Noch eine Anmerkung: K. Spar war natürlich der, der sich das fetteste Geschenk leisten konnte: Gold. Aber auch Morgan Land und W. Eisen hatten viel gegeben: Weihrauch und Myrrhe waren seinerzeit sehr kostbar. Myrrhe war Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden (2. Mose 30, 23-25). Der griechische Begriff „Christus“ ist eine Übersetzung des hebräischen „Messias“ und bedeutet „Der Gesalbte“.
Wie sehr hat der ebenfalls mit Gottes Geist gesalbte König Christus doch unser Bestes, unser Herz verdient! Dies erfordert keine weite Reise, auch wenn er es wert wäre. Er ist immer nur ein Gebet weit von uns entfernt und freut sich über unsere Gaben. Aber er lässt sich ebenso selbst nicht lumpen, sondern hilft, leitet, schützt und segnet die, die sich ihm anschließen. Eben königlich.

Nachtrag: Ich habe die Geschichte noch mal im Original gefunden. Ich bin ganz begeistert! Wer sie nachlesen möchte, findet sie hier: Lukas 2,1-21 und Matthäus 2,1-12.

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Adventstexte

Freuet euch!
 
Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude.
Jesaja 9,2a

Die Adventszeit weckt stets aufs Neue eine ganz besondere Freude in uns. Die Freude auf das Christfest, die Freude auf das Kind in der Krippe. Viele die eine Krippe im Haus haben, stellen diese spätestens zum 3. Advent auf. Die zahlreichen Figuren sollen die Möglichkeit haben, den Weg zur Krippe zu gehen. Täglich verändert sich die Krippenlandschaft ein wenig, bis am Heiligabend alle voll Freude um die Krippe stehen, das neugeborene Kind zu bewundern und Gott zu loben. Da kommen Kinder mit Gaben, eine Bauersfrau kommt mit einem Wasserkrug. Die Hirten bringen ein Lamm und Felle, damit das Kind nicht auf dem harten, kalten Stroh liegen muss. Freude, pure Freude herrscht am Heiligabend, wenn die Engel in den Lüften Gott loben und die frohe Botschaft den Hirten auf dem Felde verkündigen. Begeben auch wir uns auf den Weg zur Krippe. Loben wir mit den Engeln Gott für das große Geschenk, das er der Welt in seinem Sohn gab. Tragen wir die Weihnachtsfreude weiter zu unserem Nachbarn, der vielleicht allein und einsam ist. Erzählen wir von dem Ereignis in Bethlehem und dem Wunder, das dort geschah. Es ist es wert, nicht vergessen zu werden.

© Christina Telker

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Pausen der Stille
 
Jedem Lebewesen tut es gut, ab und zu einmal eine Ruhepause einzulegen. Die Natur ist uns hier ein gutes Beispiel. Bäume werfen ihre Blätter ab und lassen sich erst von der Frühlingssonne wieder wecken.  Besonders viel Ruhe braucht anscheinend der Siebenschläfer, der sich eine Winterruhe von fast sechs Monaten gönnt. Aber auch uns Menschen würde es guttun, einen Gang herunterzuschalten, um eine Pause in all der Hektik einzulegen. Doch ist es leider bei vielen von uns so, dass wir gerade in der Adventszeit besonders aufdrehen. Da sind die zahlreichen Weihnachtsfeiern, bei denen wir nicht fehlen dürfen. Bis zum letzten Moment müssen Weihnachtsgeschenke besorgt und eingepackt werden, als ob die Geschäfte nur in dieser Zeit geöffnet sind. Kommt dann das Christfest, sind wir ausgelaugt und am Ende unserer Kraft. Brauchen wir diesen Stress wirklich?
Peter legte seinen Eltern zum 1. Advent eine selbst gestaltete Karte auf den Frühstückstisch, auf der stand; ‚Ich wünsche mir Zeit mit euch!‘ Etwas verwundert sahen sich die Eltern einen Moment lang an. Bisher hatte sich ihr Sohn nie beschwert und sich stets wunderbar mit sich selbst beschäftigt. Er hatte doch zahlreiche Hobbys. Nach diesem kurzen Blickkontakt mit dem Vater, sagte die Mutter: „Wenn das dein Wunsch ist, wollen wir es so halten. Was genau wünschst du dir?“ Jetzt brachte Peter seine Vorschläge vor. So manches hatte er sich überlegt. Gemeinsam schmiedeten die drei Pläne für die bevorstehende Adventszeit. An vorderster Stelle stand für den Jungen der Besuch des Gottesdienstes am Sonntag. Eigentlich war es bisher üblich gewesen nur zum Christfest zur Kirche zu gehen. Doch dieser Wunsch ihres Sohnes veränderte das Leben in der kleinen Familie. Sie schlossen sich im neuen Jahr dem Familienkreis an und fuhren im Sommer gemeinsam zur Familienrüste. Ihr Leben verlief in anderen Bahnen. Schnell verging ein Jahr. Als wieder die Adventszeit vor der Tür stand, fragte die Mutter in die Frühstücksrunde: „Wisst ihr noch, im vorigen Jahr?“ Allen war klar, Peters Karte hatte ihr Leben verändert und das war gut so.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

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Magische Rituale

Halloween – ein Fest mit unheimlichem Ambiente und oftmals magischen Ritualen, die gerne als harmlose Spielerei abgetan werden. Doch sind sie das wirklich? Nachfolgend die Antwort eines Christen, was er über solche Praktiken denkt.

Magische Rituale

Eine Okkultistin, die mit ihren Schülerinnen magische Rituale in ihrem Garten durchführt, fragte einen Christen, ob ihn das beunruhigen würde, wenn er ihr Nachbar wäre: „Würdest du ausrasten? Oder könntest du ,drüberstehen`?“
Der Christ gab zur Antwort: „Nein, ich würde nicht ausrasten. Ich weiß, dass der Teufel – du kannst es auch schwarze oder weiße Magie nennen – nicht die geringste Macht über mich hat, wenn ich im Vertrauen zu Christus lebe. Daher habe ich wirklich keine Angst. Aber ich stehe auch nicht ,drüber`. Ich weiß, dass der Teufel Macht hat, das unterschätze ich nicht. Und ich fühle mich auch nicht stark, was mich selbst betrifft. Der Unterschied liegt darin, dass ich auf der Seite des Siegers stehe. Ich will dir das an einem Beispiel aus der Bibel erläutern. Ob du es lesen wirst? Wahrscheinlich wirst du Angst davor haben, dich damit auseinanderzusetzen. Ich meine die sehr interessanten Kapitel 22 bis 24 aus dem 4. Buch Mose. Da hat ein König den berühmtesten und mächtigsten Okkultisten seiner Zeit angeheuert, um das Volk Israel mit einem Fluch zu belegen. Und das Auffallende ist: Gott war mächtiger! Dieser Okkultist Bileam war nicht in der Lage, seinen Fluch auszusprechen, stattdessen hat er das Volk Israel im Auftrag Gottes gesegnet – und das, obwohl auch im Volk Israel manches gar nicht so rosig aussah.
Vor der Macht der Magie brauche ich also keine Angst zu haben – und ich habe auch keine. Über alle, die im Vertrauen auf Christus leben, hat der Teufel nicht die geringste Macht mehr. Durch seinen Tod am Kreuz hat Christus dem Teufel die Macht genommen und alle, die an Ihn glauben, aus seinem Machtbereich befreit. Aber Satan kann Christen durch seine List verführen, wenn sie nicht wirklich ernsthaft als Christen leben. Das hat leider dieser Okkultist Bileam damals bei den Israeliten auch geschafft. – Verstehst du, ich habe keine Angst vor den Mächten, mit denen du paktierst. Aber ich weiß, dass ich Christus treu nachfolgen muss, um nicht Satans Listen zum Opfer zu fallen.
Und noch etwas: Du hast Angst. Vielleicht keine akute Angst, aber ganz sicher bist du dir auch nicht. Wenn du nämlich wirklich mit diesen Mächten schon über längere Zeit paktierst und wenn du gut aufgepasst hast, dann wirst du schon lange festgestellt haben, dass sie nicht ehrlich sind, dass man ihnen nicht völlig vertrauen kann. – Am Anfang mag das zwar so scheinen. Aber wer genau beobachtet, kommt bald an den Punkt, wo er ins Fragen kommt, falls er objektiv genug ist und wenn er will. Dann stellt man fest, dass das, was zunächst so gut aussah – nämlich sich große Kräfte nutzbar zu machen – einen ganz bitteren Nebengeschmack hat. Dass man belogen wurde, dass man seine Freiheit eingebüßt hat, dass man abhängig ist und dass man sich nicht mehr gefahrlos davon befreien kann. Weißt du, da vertraue ich lieber Christus, der seine Zuverlässigkeit und Liebe dadurch bewiesen hat, dass Er für mich gestorben ist. – Ich vertraue lieber Christus, der mich nicht ,zwingt`, sondern mich in die Freiheit geführt hat.“

Jesus macht frei

Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Mehr zum Thema: Das Spiel mit der Zauberei oder alle Artikel der Kategorie Halloween untereinander.

Auf Reisen

Auf Reisen

Für die meisten von uns liegt die Urlaubszeit für dieses Jahr hinter uns. Viel Schönes haben wir gesehen. Beim Durchsehen der Urlaubsfotos schwelgen wir in so manchen Erinnerungen. Ob es ein Erholungsurlaub war, stellt sich meist erst in den Wochen nach den Ferien heraus.
Gereist ist man schon vor Jahrtausenden, nur nicht so bequem wie heute. Ob es auf dem Wasserweg war, mit Karawanen oder mit der Kutsche, ja oft ging man sogar weite Strecken zu Fuß. Viele Menschen waren damals unterwegs mit einem Auftrag. Ob es Handelsreisende waren, Regierende, ja bis hin zu Missionaren. Letzteren war kein Weg zu beschwerlich, kein Weg zu weit, wenn es darum ging Gottes Wort unter die Menschen zu bringen. Unter schwierigsten Bedingungen machten sie sich auf den Weg.  Oftmals ging es an die Substanz und die eigene Gesundheit wurde schwer angegriffen.
In der Apostelgeschichte lesen wir von den Reisen, die Paulus unternahm, um Gottes Wort zu verkündigen. Er reiste über Zypern durch Kleinasien und legte dabei 16000 km zurück. Weder Hunger noch Durst, wie Verfolgung und Krankheit konnten ihn von seinem Ziel abbringen. In späteren Jahrhunderten folgten einige seinem Beispiel, ich brauche da nur an die Herrnhuter Brüdergemeinde denken, von der aus unter schwierigsten Bedingungen Brüder im 18. Jahrhundert mit nur einem Taschengeld im Rucksack aufbrachen in die Mission. Alles was sie zum Leben oder an Reisekosten benötigten, mussten sie sich auf ihren Reisen erst verdienen, indem sie jede Arbeit annahmen, die sich ihnen bot. Das waren keine Urlaubsreisen. Sie sahen es als Auftrag Gottes, seinen Glauben in die Welt zu tragen. Uns wird es heute so leicht gemacht, von unserem himmlischen Vater zu reden und doch werden es immer weniger die es tun. Versuchen wir doch einmal, diesen Menschen zu folgen und Gottes Wort in die Welt zu tragen. Wir brauchen dazu keine beschwerlichen Reisen auf uns zu nehmen, wir brauchen nur reden, wo es angebracht ist.

Trag den Glauben in die Welt

„Gehet hin in alle Welt“, sagte Jesus einst,
dieser Auftrag war von ihm; als Lebensziel gemeint.
Viele folgten seinem Wort, gaben selbst ihr Leben,
denn sie folgten ihrem Ziel, das war ihr Bestreben.

Ja, das Kreuz von Golgatha, erinnert uns auch heut,
Jesus, kam als Retter, einst in uns`re Welt.
„Tragt den Glauben weiter!“, das war die Mission,
so das alle Welt erkenne, ER ist Gottes Sohn.

Jesu Kreuz, sei uns Symbol, heut und alle Tage.
Folgen wir dem Auftrag gern, ja, ganz ohne Frage.
Seine Botschaft tragen wir, in die Welt hinein,
dass ein jeder kann erkennen, Gott ist König, nur allein.

 © Christina Telker

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Die Seelenspeise

Die Seelenspeise

Von Prediger Erskine, der bei irgendeiner Veranlassung vor der Feier des Abendmahles eine Predigt gehalten hatte, und von einer lieben Frau, einem Kind Gottes, das ihm zugehört hatte, wird folgende Geschichte erzählt: Sie hatte mit solcher Wonne zugehört und war so geweidet worden, dass sie am nächsten Sonntag den Prediger, in dessen Predigt sie zu gehen pflegte, umging und eine weite Strecke zu Fuß pilgerte, um Erskine wieder hören zu können. An jenem Tage aber war dieser schrecklich trocken und unfruchtbar – wenigstens kam es ihr so vor. In der ganzen Predigt hatte sie keine Nahrung gefunden, und da sie keine sehr weise Frau war, so ging sie zu ihm, um ihm das zu sagen. „O Herr Prediger,“ sagte sie zu ihm, „am vorigen Sonntag hörte ich Ihnen mit wahrer Wonne zu; es war mir, als ob Sie die Pforten des Himmels vor uns öffneten, und ich wurde mit dem besten Weizen gespeist. Ich bin deshalb heute den weiten Weg hierher gegangen, um Sie wieder zu hören, und nun muss ich Ihnen bekennen, dass ich keinen Segen aus Ihrer Predigt erhalten habe.“ Er fragte: „Liebe Frau, zu welchem Zweck gingen Sie am vorigen Sonntag in meine Predigt?“ „Nun, ich ging, um das Abendmahl des Herrn zu genießen!“ „Jawohl, Sie gingen zum Abendmahl, um Gemeinschaft mit dem Herrn zu genießen, nicht wahr?“ „Ja, so ist es,“ sagte sie. „Nun sehen Sie,“ antwortete Erskine; „da haben Sie erhalten, was Sie suchten. Der Herr segnete meine Worte an Ihnen und Sie haben mit Ihm Gemeinschaft gehabt. Wozu sind Sie nun heute hierher gekommen?“ „Nun, ich bin gekommen, um Sie zu hören!“ „Und da haben Sie genau das erhalten, um was Sie gekommen sind. Sie haben mich gehört und gefunden, dass ich ein armes, trockenes, saftloses Wesen bin, und dass in mir nichts ist, das eine Seele speisen kann.“
Denkt an diese Geschichte, die ihr nur die Knechte seht und deren Meister vergesst. O, dass jeder sagen möchte: „Es ist kein anderer als Christus, den ich zu sehen wünsche. Ich will nur an Ihn denken! Möchte es Ihm gefallen, sich mir zu offenbaren!“

Alle Artikel der Kategorien Abendmahl oder Geschichten untereinander.

Spezielle Rache

Seine Art, sich zu rächen

Ein japanischer Christ hatte eine besondere Zahnpasta erfunden, die große Verkaufserfolge brachte. Allerdings wurde das Zahnpflegemittel schon bald unrechtmäßig imitiert. Doch der Betrug flog auf, und der Schuldige wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Der gläubige Unternehmer hörte davon, dass die Familie seines unredlichen Konkurrenten in größter Armut lebte. Da ließ er der Frau des Gefangenen Monat für Monat eine anonyme Spende zukommen. Erstaunt fragte sich die Familie, wer wohl dieser großzügige Wohltäter war. Eines Tages überraschte die Frau des Häftlings einen Jungen, als er einen Umschlag mit Banknoten in ihren Briefkasten steckte. Sie bestand darauf, dass er ihr den Namen seines Auftraggebers nannte. Schließlich gelang es ihr, dem Jungen den Namen zu entlocken: Es war der Name des gläubigen Konkurrenten. Als sie hörte, dass es ausgerechnet der Mann war, den sie betrogen hatten, brach sie in Tränen aus. Und auch ihr Mann in der Haft war zutiefst bewegt, als sie es ihm erzählte. Als der Mann später aus dem Gefängnis entlassen wurde, besuchte er sofort den Wohltäter seiner Familie und sprach ihm sein Bedauern, sein Erstaunen und seinen Dank aus. Der Christ nahm die Gelegenheit wahr und erklärte ihm, wie Gott die schuldigen Menschen einlädt, zu Ihm umzukehren. Er will ihre Übertretungen vergeben. – Dieses Angebot galt sogar den Mördern seines Sohnes. „Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ (Die Bibel: Römer 5,8)

Vergebung

Irgendwo im „wilden Kurdistan“ ereignete sich eine seltsame Geschichte. Ein Mann erschlug einen anderen im Streit. Sofort machte sich der Mörder auf die Flucht in die Berge. Ihm war klar: Der Sohn des Opfers würde nicht eher ruhen, bis die Blutrache vollzogen war. Und tatsächlich: Wochenlang hetzte der Rächer hinter dem Mörder her. Immer neue Anzeichen verrieten dem Gejagten, dass der Rächer ihm dicht auf den Fersen war.
Eines Tages war der Täter im Schatten eines Baumes erschöpft eingeschlafen. Plötzlich erwachte er mit einem ungeheuren Schrecken: Eine Hand hatte sich auf seine Schulter gelegt.
Er schlug die Augen auf und sah in das Gesicht seines Verfolgers. – „Bist du der Mörder meines Vaters?“, fragte der ihn ernst. – „Warum soll ich weiter fliehen? Ich kann nicht mehr! Ja, ich habe deinen Vater erschlagen. Töte mich!“ – Da ging ein eigenartiger Glanz über das Gesicht des Verfolgers: „Hör zu! Ich bin Christ und weiß, wie wertvoll und wichtig Vergebung ist. Schon seit Wochen laufe ich hinter dir her, um dir zu sagen, dass ich dir vergeben will. Ich musste dich finden, um dir zu sagen: Komm nach Hause! Lebe in Frieden!“
Viele Menschen schieben den Gedanken an Gott beiseite. Sie wollen nicht an die Verantwortung erinnert werden, die sie Ihm gegenüber haben, und auch nicht an ihre Schuld. Auch das ist eine Flucht – vor dem gerechten Gott und seiner Strafe. Ja, richtig! Gott kann die Sünden nicht einfach übersehen, obwohl manche sich das gern vorstellen. Gott ist wirklich heilig und gerecht! Aber Er ist auch Liebe und hat deshalb seinen eigenen Sohn für uns gegeben. Weil Jesus Christus am Kreuz die Strafe für die Schuld auf sich genommen hat, geht Gott uns nach und bietet uns völlige Vergebung an.

Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. (Die Bibel: Matthäus 5,44)

Auf einer Südseeinsel ist ein Insulaner Christ geworden und hat den biblischen Namen Zephanja angenommen. Eines Tages nutzt er die Gelegenheit und erzählt einem heidnischen Nachbarn von Jesus, seinem Herrn. Der andere hängt aber noch sehr am alten Stammesglauben und will ihn nicht aufgeben. Er wird sehr wütend und schlägt Zephanja mit einem irdenen Topf so fest auf den Kopf, dass das Gefäß in Scherben geht. Schweigend zieht Zephanja sich zurück und geht in seine Hütte. Dort hängt die Keule an der Wand, die er meisterlich zu schwingen versteht. Seine alte, kämpferische Natur beginnt sich zu regen, und Zephanja steht in Gefahr, sich rächen zu wollen. Da fällt sein Blick auf sein Neues Testament. Er schlägt es auf und liest die Worte des Herrn Jesus aus der Bergpredigt: „Glückselig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel“, und: „Liebt eure Feinde!“ Da steht für ihn fest: Nach diesem Wort will ich handeln! Schnell wird Zephanja klar, was zu tun ist: Er bringt dem Übeltäter einen neuen Kochtopf. Der ist völlig überrascht und so beeindruckt von dieser Form der „Rache“, dass er ihm im Gegenzug ein wertvolles Stück Fischbein schenkt. Und als er erfährt, warum Zephanja so reagiert hat, lässt er sich gern aus diesem Buch vorlesen, das so erstaunliche Lehren enthält. „Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt … der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet.“ (Die Bibel: 1. Petrus 2,21 und 23)

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Brunnen für Afrika

Brunnen für Afrika

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie wären eine Mutter in einem entlegenen Dorf in Benin. Jeden Morgen müssten Sie sich mit Ihrer ältesten Tochter und zwei riesigen gelben Plastikkanistern auf den Weg machen und fünf Kilometer zur nächsten Wasserstelle, einem älteren Brunnen, laufen. Dort stehen schon viele Frauen mit ihren Kanistern Schlange, manche drängen sich vor. Sie füllen die Kanister und schleppen sie nach Hause. Die Sonne brennt heiß auf ihrer Haut. Das Schlimme dabei ist, dass das Wasser, das Sie nach Hause bringen, nicht sauber ist. Ihre Kinder haben oft Durchfall. Sie müssten das Wasser eigentlich immer filtern oder abkochen. Ihre Tochter hat keine Zeit zur Schule zu gehen. Am nächsten Tag wiederholt sich alles. Wie gut, dass das nicht Ihr Alltag Alltag ist!

GAiN Brunnen

In Afrika haben über 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Sie verbringen viele Stunden täglich damit, Wasser aus Bächen, Seen oder Pfützen zu holen. Dieses Wasser enthält oft Krankheitskeime. In jeder Minute sterben weltweit vier Kinder an den Folgen verunreinigten Trinkwassers. Kinder, vor allem Mädchen, gehen nicht zur Schule, weil sie jeden Tag viele Kilometer mit schweren Wasserkanistern zurücklegen müssen.

GAiN Brunnen bauen

Das darf nicht so bleiben. Die Lösung des Problems ist eigentlich einfach. Ein Tiefbohrbrunnen rettet Leben. Die Mitarbeiter von GAiN besuchen sehr gern die Dörfer, die einen neuen Brunnen bekommen haben. Sie werden mit offenen Armen und großer Dankbarkeit von den Bewohnern empfangen. Es sind immer gute Nachrichten, die die Menschen zu erzählen haben.

GAiN Brunnen Afrika

In Kpovie berichtet der Präsident des Brunnenkommitees: „Allein in unserem Dorf leben etwa 1200 Männer, Frauen und Kinder. Früher hatten wir schon mal einen Brunnen. Aber er war nicht tief genug. Das Wasser war verunreinigt und hatte eine schlechte Qualität, ähnlich wie das Wasser aus dem Bach, das wir ganz früher nutzen mussten. Das Geheimnis des neuen Brunnens ist seine Tiefe. Unser Leben hat sich völlig verändert. Früher kämpften wir mit Würmern und Durchfallerkrankungen. Viele unserer Kinder haben ihren ersten Geburtstag nicht erlebt. Heute ist das anders. Wir sagen, dass wir heilsames Wasser haben. Und das stimmt auch: es schmeckt gut und macht gesund. Unsere Kinder wachsen ohne Krankheiten auf. Der Brunnen macht uns zu reichen Menschen.“

Brunnen GAiN

Der Präsident des Brunnenkommitees zeigt uns auch seine Unterkunft, eine bescheidene Hütte aus Lehm, in der mehrere Generationen sich einen Raum teilen. Dass gerade dieser Mann von Reichtum spricht, beschämt uns. Hier in Kpovie hat GAiN vor mehr als zehn Jahren Jahren einen der ersten Brunnen des Projekts „Brunnen für Afrika“ gebohrt. Janine, die bereits Oma von etlichen Enkeln ist, nimmt uns alle in den Arm: „Ich danke euch so sehr für den Brunnen in unserem Dorf. Meine Enkel sind gesund. Das Wasser bringt Leben, wo vorher Tod herrschte. Es hat uns alle verändert.“

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Wie ein Brunnen entsteht

Dörfer bewerben sich um einen Brunnen, werden besichtigt, der Platz wird ausgewählt. Dann beginnen die weiteren Vorbereitungen. Der Platz wird gesäubert, geebnet, die genaue Bohrstelle wird bestimmt. Damit sauberes Wasser gefördert wird und auch im Sommer gepumpt werden kann, sind Tiefbohrungen mit einem speziellen Bohrkran nötig. Diese Maschinen durchdringen die trennenden Erd- und Gesteinsschichten. In Benin muss im Schnitt 60-70 m tief gebohrt werden, in Tansania sogar 80-90 m tief. Der Brunnen wird angeschlossen, das Fundament gegossen und dann wird zum ersten Mal Wasser gepumpt – ein Festtag fürs Dorf. Ein Brunnenkomitee ist eine wichtige Einrichtung vor Ort. Es ist für Wartung und Pflege des Brunnens verantwortlich und überwacht die Wasserverteilung. Ihm gehören zur Hälfte Frauen an.

GAiN Brunnen spenden

GAiN hilft mit der nötigen Technik und Personal beim Brunnenbau in Afrika. Jeder Brunnen liefert Trinkwasser für etwa 1.000 Menschen. GAiN bohrt Brunnen in Benin und Tansania.

GAiN Brunnen bohren

Werden Sie Brunnenpate! 8.000 Euro kostet der Bau eines neuen Tiefbohrbrunnens, mit 4.000 Euro übernehmen Sie die Hälfte der Baukosten. Gern bringt GAiN ein Schild mit Ihrem Namen an „Ihrem“ Brunnen an. Diese Kosten lassen sich gut gemeinsam aufbringen: als Abteilung in der Firma, als Familie, als Hauskreis, als Sportverein … Mit kleineren Spenden leisten Sie aber ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Brunnenbau.

Hier bekommen Sie alles nochmal anschaulich erklärt:

Zur Webseite von GAiN.

Christliche Kurzgeschichten

Christliche Kurzgeschichten

Das Gebet eines gewissen Gelehrten war ein sehr weises Gebet, und ich möchte es euch empfehlen. Bei einem großen Wortkampf, in welchen er verflochten war, bemerkte man, dass er häufig Notizen machte, und einer sagte zu ihm: „Darf ich mir Ihre niedergeschriebenen Notizen ansehen?“ „Gewiss,“ erwiderte er. Als man auf sein Papier blickte, fand sich’s, dass sämtliche Notizen in den Worten bestanden: „Mehr Licht, Herr, mehr Licht! “ Ich denke, das ist eine Bitte, welche sich für viele unserer Brüder und gewiss auch für uns eignet. Wir sollten flehen: „Mehr Licht, Herr, mehr Licht!“ Amen.

Livingstone war als Missionar stets besorgt und bemüht, eine große Gemeinde zu vermeiden, die aus bloßen Namenschristen bestand. „Nichts,“ so schrieb er, „nichts kann mich dazu bewegen, eine unreine Gemeinde zu gründen. Es klingt ja ganz schön, im Missionsbericht lesen zu können: „Da und dort sind fünfzig Seelen der Gemeinde hinzugetan worden.“ Aber welchen Wert hat an jenem Tage die große Zunahme, wenn von den fünfzig nur fünf echt waren?“

Ich kannte eine taube Frau, die keinen Laut hören konnte und doch immer im Hause Gottes war, und als sie gefragt ward: „Warum?“, gab sie zur Antwort, dass ihr eine Freundin den Text aufschlüge und dass dann Gott ihr manchen lieblichen Gedanken gäbe, während sie bei seinem Volke säße; außerdem fühlte sie, dass sie als eine Gläubige Gott zu ehren hätte durch ihre Gegenwart in seinen Vorhöfen und durch das Bekenntnis ihrer Verbindung mit seinem Volke; und noch besser, sie möchte immer gern in der besten Gesellschaft sein, und da die Gegenwart Gottes da sei, und die heiligen Engel, und die Heiligen des Höchsten, wollte sie hingehen, ob sie hören könne oder nicht. Wenn solche Personen Vergnügen am Kommen finden, so sollten wir, die hören können, niemals wegbleiben. Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

Die beste Religion ist die, die am Tische lächelt, an der Nähmaschine fleißig arbeitet, in der Kaminecke freundlich und in der Wohnstube liebenswürdig ist. Eine solche Religion möchte ich, die die Stiefel putzt und sie recht glänzend macht, die ein gesundes, wohlschmeckendes Essen zubereitet, die einen Meter Kattun misst und nicht einen Meter zu wenig gibt. Das ist das wahre Christentum, das unsere ganze Berufsarbeit durchdringt.
Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

Wenn wir hören, dass ein Mensch einen schrecklichen Fluch ausstößt, sind wir oft sehr erschrocken; aber meist wagen wir nicht, ihn zur Rede zu stellen. Ich wünschte, dass wir wenigstens jenem alten Mann ähnlich handelten, der am Kai in London beim Umladen der Güter half. Er war ein schwächliches, kränkliches Männchen. Man gab ihm weniger Lohn als den andern, und er war zufrieden damit. Eines Tages arbeitete er mit einem Stauer zusammen, einem wahren Turm von Mensch, der den ganzen Morgen gotteslästerlich fluchte. Bei jedem Fluch verneigte sich der alte Mann, ohne etwas zu sagen. Endlich wurde es dem andern zu viel. „Sie alter Narr“, schrie er ihn erbost an, „warum verneigen Sie sich denn vor mir?“ Der Alte antwortete: „Vor Ihnen verneige ich mich nicht. Aber Sie nannten den Namen Gottes; und ich dachte, ihm müsse ich meine Ehrerbietung erweisen, da Sie es doch nicht tun.“ Sollte nicht jeder Christ, der seinen Gott liebt, das gleiche in irgendeiner Weise zu verstehen geben?

Sophronius hatte eine schöne Tochter namens Eulalia. Diese bat ihn eines Tags um die Erlaubnis, einem Schauspiel beiwohnen zu dürfen. „Das kann ich dir nicht gestatten, mein Kind,“ sagte der griechische Vater. „Du musst mich doch für außerordentlich schwach halten,“ sagte das Mädchen sehr gereizt. Sophronius nahm eine kalt gewordene Kohle vom Herd und reichte sie der Tochter dar. Sie weigerte sich, dieselbe in die Hand zu nehmen. „Nimm sie, mein Kind, sie brennt nicht und wird dir nicht schaden.“ Eulalia gehorchte, und sofort wurden ihre Finger schmutzig, und es fiel auch ein wenig von der Kohle auf ihr Kleid. „Vater,“ sagte die betrübte Tochter, „wenn man Kohlen in die Hand nimmt, kann man sich gar nicht genug vorsehen.“ „Das ist so,“ antwortete Sophronius feierlich. „denn selbst, wenn sie nicht brennen, schwärzen und beflecken sie.“

Als die Juden aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren und alle Heiden um sie her sich sehr feindlich gegen sie zeigten, traf eines Tages ein Heide mit einem Juden zusammen und fragte ihn, wie er und seine Glaubensgenossen sich nur einbilden könnten, dass sie in Sicherheit wohnen könnten. „Da ist ja doch,“ sagte er, „jeder einzelne von euch wie ein einfältiges, wehrloses Schaf, das gleichsam von fünfzig Wölfen umgeben ist.“ „Das ist ja wahr,“ antwortete der Jude. „Aber du musst wissen, dass wir von einem Hirten beschützt werden, welcher, wenn es Ihm gefällt, alle diese Wölfe töten kann und seine wehrlosen Schafe zu bewahren weiß.“

O, Herr Christus, unser Erbarmer und Heiland, wie, wie können wir dir genug danken für den Segen, den du auf Erden gebracht, für die Gnade, mit der du uns alle Tage von Neuem erfüllst! Du bist unser Licht und Leben, unsre Kraft und Hoffnung, – und zwar bekennen wir es hier vor deiner Allgegenwart, dass wir nichts ohne dich vermögen. O, sieh uns alle gnädig an, und leuchte in unsern Geist und belebe unser Herz – lass uns an dir halten, fest an dir halten, damit wir einst, wie du, glorreicher Mittler, in die Herrlichkeit bei deinem Vater eingehen. Amen. (S. Spoerlein)

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Die Geschichten aus diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden (Quelle dankenswerterweise: Glaubensstimme.de). Alle Artikel der Kategorie Geschichten untereinander. 

Widerstehen

Widerstehen

Eine junge Frau kommt gerade gut aufgewärmt vom Karatetraining, als unten im Hausflur ein maskierter Mann versucht, über sie herzufallen. Er weiß kaum, wie ihm geschieht, als er ein paar Meter durch die Luft geschleudert wird. Das hätte er von der zierlichen Person nicht erwartet.
KFZ-Mechaniker scheinen bei ahnungslosen Frauen schon mal das große Geschäft zu riechen, wenn es um Autoreparaturen geht und rechnen mitunter etwas mehr ab als nötig. Als eine junge Frau ihrem Ehemann zu Hause die Werkstattrechnung zeigt, greift dieser sehr erbost zum Hörer und ruft den Meisterbetrieb an. Als er auflegt, hat er die Zusage für einen erheblichen Preisnachlass und eine Entschuldigung erhalten.
In einem anderen Fall bringt eine KFZ-Meisterin ihren Wagen in eine fremde Werkstatt, weil ihr eine eigene Hebebühne fehlt. Ihren Beruf verschweigt sie dabei. Was sie laut Mechaniker alles reparieren lassen müsste, würde viel kosten. „Das stimmt doch gar nicht“, sagt sie und offenbart ihre Fachkenntnis. Der Mechaniker wird klein mit Hut.
Ehrlich währt eben am längsten. Man sollte nicht denken, man käme mit einer üblen Masche einfach so durch. Auch nicht bei Gott. Dieser vergibt zwar gerne reumütigen Sündern, die ihn darum bitten. Doch leichtfertige Menschen werden früher oder später ihre Quittung erhalten.
Nun sagen Sie, Sie sind zwar kein Betrüger, aber Sie haben bedauerlicherweise kleine schlechte Angewohnheiten, die Sie leider nicht los werden? Sie haben es schon so oft versucht? Sind regelrecht am Verzweifeln und denken, wie schlecht Sie sind? Vielleicht besser, als Sie denken. Denn möglicherweise sind das gar nicht Angewohnheiten, die Ihren eigenen negativen Gedanken entspringen, sondern die aus Gedanken entstehen, welche der Teufel und seine Konsorten Ihnen ständig eintrichert? Die kennen menschliche Schwachstellen zuweilen ziemlich gut.
Jesus erzählte seinen Jüngern eines Tages, dass er getötet werden würde. Petrus fing darauf an, ihm zu widersprechen. Jesus aber wandte sich um und bedrohte Petrus und sprach: „Gehe hinter mich, du Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“ (Markus 8,33) Doch Jesus meinte hier nicht Petrus selbst, sondern den Satan, der Petrus ungöttliche Gedanken auszusprechen eingegeben hatte. Nehmen Sie negative Einflüsterungen nicht an wie „Ich komme nicht dagegen an. Ich schaffe das nicht. Ich muss das tun, obwohl es mies ist.“ Sagen Sie: „Das sind nicht meine Gedanken. Ich nehme die nicht an. Geht hinter mich. Weg mit euch.“ Und dann denken Sie nicht mehr an diese Dinge, sondern entscheiden Sie sich für das Richtige und tun Sie das. In diesem Sinne prüfen Sie auch andere herunterziehende Empfindungen wie „Ich bin entmutigt, ich habe Zweifel, ich bin gestresst, ich bin müde, ich habe keine Lust zu beten…“ Solche Gedankenkontrolle lohnt sich. Wie die Bibel schon sagt: „Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch.“ (Jakobus 4,7

Have a nice day

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Zeit für uns

Licht und Schatten

Wir lieben das Licht der Sonne, genauso suchen wir jedoch an heißen Tagen den Schatten. Beides ist uns wertvoll auf seine Art. Doch ist uns schon einmal bewusst geworden, dass unser Schatten im Sommer ganz anders wirkt, als bei Wintersonne? Oder am Morgen anders als am Abend?
Nach einem ausgedehnten Sommerspaziergang durch die Wiesen lasse ich mich unter einer alten Weide nieder für eine Pause. Ich genieße ihren Schatten. Wie erfrischend ist es doch den lauen Wind zu spüren, der mit den Zweigen der Weide spielt. Den Genuss unter einem alten Baum im Schatten zu liegen kann kein Sonnenschirm ersetzen. Die Frische, die mir durch diese Bäume geschenkt wird, ist mir stets aufs Neue eine Freude an heißen Tagen.
Jesus schenkt uns beides mit seiner Gegenwart. Er ist unser Licht, an dunklen Tagen, durch das wir neue Kraft tanken können. Ebenso ist er unser Schatten, in dem wir uns ausruhen können, nach einem harten Tag oder schweren Lebensstürmen. Beides braucht unsere Seele, um zu atmen. Das Licht des Ansporns ebenso, wie die erquickende Ruhe am Abend. Dankbar dürfen wir beides als Geschenk des Himmels annehmen und uns daran erfreuen.

Dein Licht, Herr, leuchtet in die Dunkelheit,
es leuchtet uns, in unsere Seele, wenn wir nicht weiterwissen.
Wir danken dir für deine Gegenwart. Amen

© Christina Telker

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Zeit für uns

Einfach ist es nicht, wenn die Kinder erst einmal das Schulalter erreicht haben, alle unter einen Hut zu bringen. Jeder hat seine Termine, die gut organisiert sein wollen. Und doch sind uns gerade die gemeinsamen Zeiten wichtig. Gemeinsame Erlebnisse sind Erinnerungen, die auch nach Jahre noch im Gedächtnis haften.  Miteinander reden, auftauchende Probleme klären, aber auch den anderen spüren lassen, dass wir zusammengehören. Es ist nicht einfach, und doch schaffen wir es immer wieder einen Tag in der Woche, ganz für uns zu haben. Ähnlich ist es auch mit Gott und unserem Glauben. Nehmen wir uns nicht bewusst Zeit für ihn, dann wird uns der Tag zwischen den Fingern zerrinnen, ohne dass uns ein paar stille Minuten fürs Gebet oder eine Bibellese bleiben. Beziehung kann nur wachsen und bestehen durch Gemeinsamkeit, das sollten wir nicht aus den Augen verlieren.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Zum Andenken an Real Life Guy Philipp

Zum Andenken an Real Life Guy Philipp

Mit der fliegenden Badewanne zum Bäcker, ein eigenes U-Boot bauen oder eine Achterbahn im Baumarkt konstruieren – für solche Projekte sind die Real Life Guys mit ihrem YouTubekanal bekannt. Dieser wurde hauptsächlich betrieben von den Zwillingen Johannes und Philipp mit ihrer Schwester Elli und einigen Freunden. Doch nachdem bereits 2018 Elli beim Absturz eines Sportflugzeugs tödlich verunglückt war, verstarb nun Philipp viel zu früh am 09.06.21 an Krebs. Aber abgesehen von den Freude versprühenden Erfindungen der Real Life Guys hinterlässt Philipp noch viel mehr. Er ist ein Vorbild für viele geworden, deren Glaube an Gott lahm liegt oder herausgefordert ist. Über seine Erfahrungen mit Jesus im Alltag und seine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod berichtete er noch in zahlreichen Medien, nicht zuletzt auf dem YouTubekanal Life Lion, den er mitgegründet hatte. Ein von Philipp gesprochenes Hörbuch mit seiner Biographie gibt es kostenlos hier, die Druckversion ist als Buch im Handel erhältlich. Die letzten Monate wurde Philipp zudem von den zwei Filmemachern Lukas und Alex begleitet, unter anderem auf Philipps letzter Reise in die Karibik und bei einigen Videodrehs der Real Life Guys. Als Philipp mit einer Blutung des Tumors im Brustbereich ins Krankenhaus gekommen war und dort im Sterben lag, eilte auch Lukas dazu. Er stellte sofort die Kamera aus, als er das nicht mehr zu stoppende Blut sah. Doch Philipp sah ihm in die Augen und sagte: »Du kannst ruhig weiterdrehen, lass einfach die Kamera laufen.« So nahm Lukas einen der schönsten und intimsten Momente auf. Die engsten Familienangehörigen und Freunde betraten nach und nach das Zimmer und konnten ihm noch einmal sagen, wie viel er ihnen bedeutete. Philipp hatte auch noch eine Abschiedsnachricht mit seinem Handy aufgenommen, die in dem Erinnerungsvideo der Real Life Guys an ihn zu sehen ist (Ab der 9. Minute, enthält Blut!). Er war zu Recht als herausragender Freund bekannt. So hatte Philipp sich auch gewünscht, seine wichtigsten Menschen in diesen Momenten bei sich zu haben. Sie umringten sein Bett und seine Hände wurden gehalten. Mit Tränen begannen sie zu singen, zu beten und Abschied zu nehmen. Die Mutter von Philipp wünschte sich schließlich das Lied „No Longer Slaves“ (hier eine sehr schöne frühere Version davon auf YouTube). So wie der Liedtext es sagt, ist Philipp ohne Angst hinüber in Jesu Reich gegangen. Das Lied wurde dann auch auf der Beerdigung gesungen (Siehe direkt auf YouTube: Timeliner unter dem Video). Die Beisetzung war von freundlicher Stimmung, strahlendem Wetter und zahlreichen, auch musikalisch sehr schönen Beiträgen geprägt. Dazu gehörten die Lieder „Ewigkeit“ (Hier eine frühere YouTubeversion) sowie zum Abschluss „Der Herr segne Dich“ (Hier eine frühere YouTubeversion). Herausragend war das Lied „Real Life“. Das hatten die beiden O’Bros (Über die Story der O’Bros) extra für Philipp geschrieben. Alex hatte Philipp schon vor einem Jahr gefragt, ob er einen Song über ihn schreiben solle, wenn Philipp einmal sterben sollte. Philipp war sofort dafür gewesen. Zwei Tage vor seinem Tod hatten die O’Bros dann das Gefühl, sie müssten jetzt den Song schreiben. Alex konnte ihm noch das Lied im Krankenhaus vorspielen. „Real Life“ landete auf Platz 1 der deutschen iTunes Charts.

Der Erlös des Songs „Real Life“ wird an die entstehende Dokumentation über Philipps Leben gespendet, die Philipp sich gewünscht hat und mit der er anderen Menschen Mut machen möchte. Sie soll ebenfalls als Kinoversion erscheinen. In englisch und französisch wird der Film zudem mit professionellen Synchronsprechern vertont und dazu weitere Sprachen als Untertitel angeboten. Die Filmemacher Lukas und Alex haben bereits mit dem Schneiden begonnen. Lukas hat Philipp an seinem Sterbebett versprochen, dass sie den Film einem größtmöglichen Publikum zugänglich machen werden. Er wird nächstes Jahr fertiggestellt und veröffentlicht. Wer mag, kann sich gerne am Crowdfunding für den Film über Philipp beteiligen.
Ein Bibelvers Jesu, den die Mutter am Ende von Philipps Leben erwähnte, gibt Trost: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt’s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte (Johannes 12,24). Ein großer Wunsch Philipps ging zwei Stunden nach seinem Übergang ins neue Leben in Erfüllung. Sein bester Freund Eric ließ sich taufen. Sein Kommentar: „Nach so einer Story nicht an Gott zu glauben, ist für mich eigentlich nicht erklärbar. Die letzten 48 Stunden davor waren eigentlich viel zu gut. Also dafür, dass es so schlecht gelaufen ist, ist es so viel zu gut gelaufen…“ (Bekanntmachungsvideo von Philipps Tod ab 5:40).

Das einzige Lied, das Philipp sich für seine Beerdigung gewünscht hatte, war „When I’m Gone Don’t You Miss Me“. Hier eine frühere Lyricversion davon. Der Text ist auf YouTube unter dem Lied zu finden.

Das Lied „We shall rise“ wurde nicht auf der Beerdigung gespielt, ist aber trotzdem sehr schön. Natha hat es im Andenken an Philipp geschrieben. Der Text ist gleichfalls auf YouTube unter dem Lied zu finden.

Bibelgeschichten

Gott hat uns errettet aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe. (Die Bibel: Kolosser 1,13)

Manche nennen sie die Volkskrankheit Nummer eins: Rückenschmerzen. Oft beginnen sie ganz leicht, aber dann gehen sie qualvoll weiter. Auch Johannes ist davon betroffen. An seinem Arbeitsplatz hat er meist eine ungesunde Haltung eingenommen. Im Lauf der Jahre steigern sich seine Beschwerden. Zuerst versucht er es mit Sport und Gymnastik. Dann sollen Schmerztabletten und Arztbesuche helfen. Doch – wie so oft – findet sich keine einfache Lösung für sein Problem. Ein Therapeut empfiehlt ihm fernöstliiche Entspannungstechniken. Auch das probiert Johannes aus. Bei den Mantra-Meditationen im Yoga-Kurs spürt er, dass finstere Mächte nach seiner Seele greifen. Bisher hat er sich nie um Glaubensfragen gekümmert. Doch diese neuen Eindrücke bringen ihn zum Nachdenken: „Wenn ich so deutlich spüre, dass es dunkle, böse Mächte gibt, dann muss es doch auch gute Mächte geben!“ Und die will er kennenlernen. Zum Glück sucht er diese nicht in der „weißen“ Magie, in der doch nur dieselben bösen Mächte wirksam sind. Nein, Johannes besorgt sich eine Bibel und beginnt diese zu lesen. Bisher kannte er davon nur das wenige, das er in der Kinder- und Jugendzeit darüber gehört hatte. Doch jetzt lernt er durch den reichen Inhalt der Bibel Gott kennen – und auch sich selbst. Er versteht, dass Gott Liebe und Licht ist, aber dass er selbst weit von Gott entfernt ist. Er liest weiter, er möchte zu Gott kommen. Und dann findet er den Weg: Er versteht, dass Jesus Christus für ihn ganz persönlich gestorben ist, und er bekennt Gott alle seine Sünden. Da beginnt ein neues Leben für Johannes. Mit großer Freude im Herzen führt er sein Leben jetzt mit Christus, seinem Herrn. Jeden Tag liest er die Bibel und achtet auf das, was Gott ihm darin zu sagen hat. Die finsteren Mächte und Übungen hat er ganz aus seinem Leben verbannt – er hat etwas viel Besseres gefunden.

Fast am Ende kam der Anfang

Peter erzählt: Ich mach Schluss! – So dachte ich mit 16 Jahren. Ich mach Schluss, aber wie? Schusswaffen besaßen meine Eltern nicht, Schlaftabletten auch nicht. Pulsadern aufschneiden ging auch nicht. Außer, dass das sehr schmerzhaft ist, dauert das Verbluten auch zu lange. Ich könnte möglicherweise gerettet werden, was ich auf keinen Fall wollte. Also – wie sollte ich mein Leben beenden? Monatelang kreisten meine Gedanken um dieses Thema. Aber der Entschluss stand für mich fest: Ich wollte nicht mehr leben. Schon viele Jahre vorher hatte ich mich in mich selbst zurückgezogen. Kontakte hatte ich auf das Notwendigste beschränkt. Ich funktionierte irgendwie. Außerdem boten mir meine Bücher eine Rückzugsmöglichkeit, die keiner infrage stellte. So las ich (fast) alles, was ich in die Hände bekam. Ich besaß auch seit Jahren eine eigene Bibel. Woher ich sie habe, weiß ich nicht mehr. Nun, mit 16 Jahren und meinen Suizid-Gedanken stand diese Bibel immer noch ungelesen in meinem Bücherregal. Bis dahin. – Irgendwann hatte ich keine Bücher mehr, die ich noch lesen konnte, außer dieser Bibel. Also nahm ich sie und fing an zu lesen.
Wenn man im Neuen Testament mit Matthäus 1 beginnt, können diese „Zeugungsgeschichten“ schon etwas abschreckend sein. Einige Namen kannte ich aus dem Religions- oder Konfirmandenunterricht: Mose, David, Abraham. Trotzdem las ich weiter, das ganze Neue Testament. Und dann die Psalmen und die Sprüche. Als ich das Neue Testament las, war es kein bestimmter Vers, der mich ansprach. Es war tatsächlich das ganze Buch, der ganze Inhalt, sein Thema. Also las ich es nochmals. Im zweiten Durchgang unterstrich ich mir Verse, die ich nicht nur verstand, sondern die mir auch etwas sagten. Verse, die einem das ewige Leben versprechen. Verse, die einen vor dem Gericht Gottes warnen. Verse, die mir zeigten, was für ein Mensch ich wirklich bin: ein Sünder, der es tatsächlich nicht verdiente, zu leben. Aber das war nicht alles: Ich las auch Verse, die zeigten, dass Jesus gerade für mich gestorben und auferstanden ist.
Ich las diese Bibel ein drittes Mal durch – ebenfalls von ganz vorne bis ganz hinten, das dritte Mal innerhalb eines Jahres. Mit diesem Gott wollte ich weiterleben, diesem Jesus wollte ich ganz gehören. Also kniete ich mit 17 Jahren eines Abends vor meinem Bett nieder, erzählte Gott all das aus meinem Leben, was Er eigentlich schon wusste, und bat Jesus Christus darum, Herr über mein Leben zu sein. Seitdem – das ist jetzt über 30 Jahre her – gehört mein Leben Ihm. Selbstmordgedanken waren und sind kein Thema mehr. Mein Leben gehört nicht mir, sondern Ihm.
Die Bibel ist für mich kein altes Buch. Ich weiß, was Leute meinen, die sagen: Die Bibel ist ein Brief Gottes an uns. Trotzdem ist sie für mich viel mehr als ein Brief Gottes, der vor langer Zeit einmal aufgeschrieben wurde. Sie ist für mich das aktuelle Reden Gottes in meinem Leben.

In einem Tal Norditaliens kam ein Wanderprediger an einem gepflegten Obstgarten vorbei. Es ergab sich eine Unterhaltung mit dem Eigentümer über die natürlichen und die geistlichen Bedürfnisse des Menschen. Am Ende bot er ihm eine Bibel an und bat ihn, darin zu lesen. „Sie behaupten, dass dieses Buch das Wort Gottes ist“, meinte der Bauer. „Aber welchen Beweis gibt es dafür?“ Der Evangelist ging nicht direkt auf die Frage ein, sondern wandte sich dem Obstgarten zu. Er wies auf die schönen, zum Teil schon reifen Früchte. – „Diese Birnen sehen prächtig aus, ich frage mich nur, ob sie auch wirklich von guter Qualität sind.“
„Wie bitte?“, reagierte der Bauer ein wenig gekränkt, „Sie haben die Birnen ja nicht einmal probiert! Nehmen Sie doch ein oder zwei, und probieren Sie!“ Der Prediger kostete, und dann lobte er: „Ja, Ihre Birnen sind ausgezeichnet. Aber sehen Sie, Sie blicken genauso zweifelnd auf mein Buch, wie ich auf Ihre Birnen geschaut habe. Lesen Sie die Bibel, dann werden Sie erkennen, dass sie tatsächlich das gute Wort Gottes ist.“
Viele haben ein fertiges Urteil über die Bibel, obwohl sie nur Teile davon überflogen haben oder sich damit begnügen, Bücher über die Bibel zu lesen. Doch wer sich die Zeit nimmt, Gottes Wort selbst zu „kosten“ und darüber nachzudenken, steht vor wertvollen Entdeckungen:
•Durch die Bibel können wir Gott und seinen Sohn Jesus Christus erkennen.
•Gott selbst redet durch sein Wort zu uns.
•Er spricht unser Gewissen an.
•Er deckt die tiefen Bedürfnisse unseres Herzens auf und bietet uns sein Heil an.

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Gott hat die M8

Gott hat die M8

Gott hat die M8, der alles so wohl erd8 und handelt mit Bed8. Er hat auf uns 8, lässt uns nicht im dunklen Sch8. Fühlt jemand sich 1am, ist Jesus doch un2felhaft bei uns bis ans Ende der Welt (wie er in Matthäus 28,20 gesagt hat). Manche glauben, er sei Sch1ache und „Was ich habe, ist alles m1.“. Denken wir nicht so 3st. In Wirklichkeit ist doch alles s1. K1 von unseren Gütern haben wir aus eigenem Verdienst. Es ist einfach Gnade, wenn wir nie hungern mussten. Ja, wir haben 10tausend Gründe, Gott zu danken. Er sorgt dafür, dass die Sonne l8. Er schenkt Dir eine gute N8. Er hat solche Liebe in meinem Herzen entf8. Selbst unsere Namen sind in seine Hände gra4t (laut Jesaja 49,16). Übrigens: im Himmel zahlt man keine P8. Wenn Du schon hier mit Jesus lebst und ihm Dein Leben anvertraust, wird 1t auch eine Wohnung im Himmel D1! Dort gibt es auch Bäume mit wunderschönen 2gen wie im 7gebirge. Die r1te Pr8. Doch ist es dort nicht nur wal3ch. Auch nichts Böses passiert dort mehr: weder Dach1turz noch St1chlag. Leben wir würdig, damit Gott uns einmal dort aufnimmt. Denn die Hölle ist p1am. Wer da landet, schaut ganz gewiss entsetzt 3n. Das ist wohl für jeden Menschen net2t 1ehbar. Also seien wir schon in diesem Leben friedfertig und greifen nicht zur St1chleuder, dass es kr8. So eine Schl8 hat noch keinem was gebr8. Im Himmel gibt es keine Mari9iform. 7 wir nicht andere Menschen aus und denken, wir seien etwas Besseres. Stecken wir nicht nur unser Re4 ab. Arm dran, wer so etwas m8. Selbst wenn Du gol3ch wärst, könntest Du nichts in die Ewigkeit mitnehmen. Darum lohnt es sich nicht, wenn man bloß allen Reichtum, den man bekommen kann, 1acken möchte.
Seien wir moti4t, Gutes zu tun. Manche haben viele Stunden Zeit für den Fernseher, aber angeblich nicht mal 5 Minuten Zeit für Gott. Wie schade, wenn man das ganze Leben ohne Gott verbr8 hat! Er ist doch weiser als 1tein und sieht was wir tun. Jesus vergibt unsere Schuld hul3ch, wenn wir ihn ehrlich darum bitten. Ein Leben mit ihm ist kur2liger und sinnvoller als eine Run3se mit der J8. Bei ihm ist es nicht 1eitig. Er hat viele 1atzfelder für uns. Der Wandel mit Christus ist die f1te und schönste Das1form, die es gibt. 8en wir darauf, auch viel Zeit für das Gebet mit ihm abzu2gen, weil das seine Hilfe akti4t. Wenn Du noch nie zu Jesus gebetet hast, ziehe es sogleich in Betr8 und bitte ihn, dass er Dich jetzt für das weitere Leben mit ihm 1egnen möge. Mit Jesus und den Seinen ist schon hier niemand all1tehend. Wie wohl tut es zudem, wenn wir täglich etwas aus der Heiligen Schrift in uns 1augen. Dies vermittelt uns göttliche 1icht. Sein Wort soll sich tief in unsere Herzen 1enken.
Wenn die Zeit des Er3chs einmal abgelaufen ist, werden die Engel die Kinder Gottes von überall 1ammeln zu einem wunderbaren Fest anlässlich von unserem 1tand im Himmel. Gott selbst wird uns bei diesem Mahl die Speisen ser4en. Ja, er wird gewiss Akten1icht in unsere Taten nehmen und uns dementsprechend belohnen. Wohl dem, der den Erdenlauf nützlich absol4t hat! Das ist dann mehr wert als ein 6er im Lotto.

Diesen Text von Christliche Perlen darf man 1cannen und für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigen. Hier der ganze Artikel als PDF.

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Gott hat die M8

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Gott hat die Macht

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Der barmherzige Samariter mit Bildern

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Der barmherzige Samariter

Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn (= Jesus) und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du? Er antwortete und sprach: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst.“

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Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?“ Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder.

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Die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.

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Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.

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Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein.

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Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.

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Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!

Die Bibel: Lukas 10,25-37 

Bilder: christiancliparts.net. Hier noch einmal die PDF zum Artikel. Alle Artikel zum barmherzigen Samariter untereinander.

Salvation Mountain

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Salvation Mountain

Der Salvation Mountain (Berg der Erlösung / Rettung) ist eine bunte Kunstinstallation auf einem kleinen Hügel im Norden von Calipatria (Kalifornien), in der Nähe von Slab City. Er wurde aus Tonnen von Lehm, Stroh und Farbe hergestellt. Leonard Knight (* 1.11.1931 in Vermont; † 10.2.2014 in El Cajon) fertigte ihn an, um die Botschaft „Gott liebt alle“ mitzuteilen. Das Gebet, das er einst hier in der Wüste an einem Tiefpunkt seines Lebens gebetet hatte, ist an zahlreichen Stellen bis hin zum Briefkasten zu lesen: „Jesus, I`m a sinner, please come upon my body and into my heart.“ („Jesus, ich bin ein Sünder. Bitte komme über meinen Körper und in mein Herz.“) Eigentlich wollte Leonard nur noch ein paar Tage bleiben und ein Monument zu Gottes Ehre bauen. Doch dann verging Tag um Tag und er baute und baute – 28 Jahre lang. Er gestaltete viele Aussagen, die ihm wichtig waren wie „Gott ist Liebe“, „Gott versagt nie“ und „Jesus liebt Dich“. Abgerundet wird die Arbeit durch liebevoll gemalte Blumen, Vögel und Bibelstellen, z. B. Johannes 3,16 und das Vater Unser aus Matthäus 6,9-13. Knight verzichtete bewusst auf Geldspenden, damit sein Werk nicht von bestimmten Gruppen instrumentalisiert werden kann. Er lebte ohne fließend Wasser und Strom in einem von ihm gestalteten 1930er-Truck von Chevrolet. Er war nur über den Postweg zu erreichen. Seitdem er 1984 einen Berg zu formen begonnen hat, sind auch einige bemalte und verzierte Autos und Trucks hinzugekommen. Mitte der neunziger Jahre hatte die Regierung von Kalifornien mehrfach versucht, Slab City und den Salvation Mountain zu schließen. Es konnte verhindert werden, da Leonard Knight mit seinem Kunstwerk mittlerweile über die Landesgrenzen bekannt war. Der Berg wurde von Senatorin Barbara Boxer 2002 zum Nationalen Kulturgut erklärt. Idealistische Instandhalter des Kunstwerks nehmen immer noch gerne mitgebrachte Farbtöpfe der Besucher an.

Leonard Knight, Erschaffer des Salvation Mountain:

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Schöne Filme zum Salvation Mountain

Hier noch einmal die PDF zum Artikel. Alle Artikel über Kunst untereinander.

Mutig die Chance ergreifen

Mutig die Chance ergreifen

Mein Sohn kommt von der Schule heim. Heute bekam er Adressen von Betrieben, bei denen er sich bewerben könnte, wenn er ein Auslandspraktikum absolvieren möchte. Schon oft sprachen wir darüber, aber als er mir jetzt diesen Zettel hinhält, wird mir doch etwas mulmig zumute. Was da alles passieren kann, wenn er so mutterseelenallein im Ausland ist, gehen meine Gedanken. Bernd sieht mein nachdenkliches Gesicht und braust gleich auf: „Sag bloß, du hast es dir anders überlegt? Du hattest es mir fest versprochen!“ „Ich weiß“, antworte ich, um ihn zu beruhigen, „aber einfach wird es nicht. Bedenke“, weiter kam ich nicht, weil Bernd mir ins Wort fiel, „Was soll ich bedenken? Alles haben wir besprochen. Ich weiß, du hast Angst, weil ich alleine bin, aber hast du mir nicht von klein auf beigebracht, dass Jesus immer bei uns ist, ganz gleich, wo wir sind. Ich bin also nicht allein!“ Diesem Argument habe ich nichts entgegenzusetzen. Wir umarmen uns und füllen den mitgebrachten Antrag aus. Im Anschluss setzten wir uns gemeinsam hin und legten alles in Gottes Hand. (c) Christina Telker

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Nun fängt das schöne Frühjahr an

Nun fängt das schöne Frühjahr an

Haben Sie heute schon aus dem Fenster geschaut, um den neuen Morgen zu begrüßen? Ist es nicht schön, wie die Morgensonne ins Fenster lacht, um uns einen schönen Guten Morgen zu wünschen? Das Vogelkonzert ist kaum zu übertreffen. Nun aber heraus aus den Federn und den neuen Tag begrüßt! „Oh, heute ist Sonntag“, fällt es mir gerade ein. Ich werde den Kaffeetisch heute besonders schön decken und dann meine Lieben wecken. So einen Tag darf man einfach nicht verschlafen. Gesagt, getan, nach etwa einer Stunde sitzen alle am Frühstückstisch und freuen sich an den frischen Brötchen, der selbst eingekochten Marmelade und dem frischen Ei, von den Hühnern unseres Nachbarn. Lecker! So stelle ich mir den Sonntagmorgen vor.
Nachdem wir uns heute mal so richtig Zeit ließen, auch für ein Gespräch, erfüllen wir uns unseren seit langem geplanten Wunsch und gehen wandern. Wir wollen zum Turm. Gerade jetzt im Frühling durch den erwachenden Wald zu gehen, ist eine besondere Freude. Als wir unser Ziel fast erreicht haben, die Uhr zeigt die elfte Stunde an, bemerken wir, dass wohl noch einige mehr sich das gleiche Ziel für heute ausgesucht hatten. Im ersten Moment sind wir etwas enttäuscht, denn wir wollten ja eigentlich unter uns sein, aber wir gehen weiter. Jetzt klingen Posaunentöne an unser Ohr. Ich stelle fest, hier oben findet heute ein Waldgottesdienst statt. Nun freue ich mich über all die Menschen dort. Schnell suchen auch wir uns einen Platz und genießen diesen Gottesdienst in freier Natur. Wie schön! Ohne es zu ahnen, hatten wir genau das richtige Ziel gewählt für unseren Sonntagausflug. Frisch gestärkt können wir unsere Wanderung fortsetzen. (c) Christina Telker

Willkommen schöner Mai

Der Mai ist da, die Vögel baun ein Nest!
Die Sonne lacht, der Frühling gibt ein Fest!
Im Hain schon früh die Lerche singt,
vom Teiche her ein Froschkonzert erklingt.

Hol deinen Wanderstock,
zieh raus in die Natur,
hier springt der Quell,
hier find’st du deine Ruh.

Dort unterm Blätterdach der Linde,
dort richte dich wohl ein,
ein Falter fliegt grad über dir,
wo gibt`s ein schöneres Quartier?

Die Welt ist voller Freude,
vor lauter Jubelhall,
im Wald und auf der Heide,
blüht`s rundum überall.

Dank deinem Gott mit Freude,
der so viel Schönheit schuf,
halt Aug‘ und Ohren offen
und folge seinem Ruf.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

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The Real Life Guys

The Real Life Guys

Mit der fliegenden Badewanne zum Bäcker, ein eigenes U-Boot bauen oder eine Achterbahn im Baumarkt konstruieren – für solche Projekte sind die Real Life Guys mit ihrem YouTubekanal bekannt. Dieser wird hauptsächlich betrieben von den Zwillingen Johannes und Philipp mit einigen Freunden. 2013 wurde bei Philipp Krebs diagnostiziert, der im Verlauf mehrfach überwunden schien, dann jedoch wieder ausbrach. Im März 2018 verunglückte die Schwester der beiden Brüder, Elli, bei einem Flugzeugabsturz tödlich. Über ihre Hoffnung auf ein Eingreifen Jesu und auf das Leben nach dem Tod berichten die Zwillinge in ihrem Kanal Life Lion. Ein Buch von Philipp mit seiner Biographie kann man kostenlos hier anhören. Wenn Sie einen Menschen mit leuchtenden Augen sehen wollen, schauen Sie sein neuestes Video auf YouTube an. Und vielleicht sind Sie so bewegt wie ich, dass Sie regelmäßig für seine Heilung beten.

(Zum Crowdfunding für einen Kinofilm über Philipp)

Die Prägung der Mutter

Die Prägung der Mutter

Betende Mütter haben immer wieder das Schicksal ihrer Kinder zum Guten gelenkt. Mütter, die eine Bibel und christliche Gedanken an ihren Nachwuchs weitergegeben haben, legten damit eine gedankliche Vorratskammer in ihren Sprösslingen an, die diesen oftmals in entscheidenden Momenten des Lebens zur Hilfe gereichte. Es ist nicht abzuschätzen und nicht genug zu würdigen, welchen Einfluss solche Mütter auf ihre Kinder hatten und haben. Ein GROßES Danke an die Mamas dieser Art! Nachfolgend einige Beispiele:

Die Predigt auf der Zeche

Einige Bergleute stehen zusammen und warten auf die wöchentliche Lohnauszahlung. Da sagt einer zu einem anderen: „Fred, ich habe gehört, du bist letzte Woche fromm geworden. Wir haben noch 5 Minuten Zeit – halte uns doch mal eine Predigt!“ Andere stimmen zu: „Ja, ja, eine richtige Predigt, mit einem Bibelwort am Anfang! Das wird ein Gaudi!“ Erst zögert Fred, dann beginnt er: „Mein Predigttext ist das Wort, dass Jesus Saulus von Tarsus zuruft: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) – Jungs, vor zwei Wochen noch habe ich geflucht und geschworen, dass es keinen Gott gibt. Doch jetzt weiß ich, dass es Ihn gibt und dass Er mein Vater ist. Und ich weiß, dass es einen Retter gibt und dass Er mich gerettet hat. Ich will euch erzählen, wie das passiert ist: Letzte Woche Mittwoch habe ich nach der Schicht den letzten Bus verpasst. So musste ich die 10 Kilometer nach Hause laufen. Es war kalt und stockdunkel, und der Weg war nur schlecht zu erkennen. Als ich mich mühsam durch das Dunkel kämpfte, fiel mir plötzlich ein Wort meiner Mutter ein. Sie hatte mir als Kind von zwei Lebenswegen erzählt: von einem, der zu Gott führt, und von einem anderen, der ins Verderben führt (Matthäus 7,13-14). Auf einmal wusste ich, dass ich auf dem Weg zum Verderben war. In meinem Inneren schrie ich: ‚Gott, das ist wahr, das ist alles wahr, o Gott, rette mich!‘ Plötzlich fiel mir ein weiteres Bibelwort ein, das meine Mutter mir gesagt hatte, das Wort, das Saulus von Tarsus gehört hatte: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ (Apostelgeschichte 9,5) Das Wort traf mich tief!“ Dann fielen mir noch zwei weitere Bibelworte aus dem Mund meiner Mutter ein: ‚Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben‘ (Matthäus 11,28); und der Satz: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ (Johannes 6,37) Da wurde es Licht in meiner Seele. Denn auch ich hatte Jesus verfolgt, hatte seinen Namen missbraucht und verlacht. Doch dort auf dem Nachhauseweg kam ich zu Ihm und bekannte Ihm meine Sünden. Nun weiß ich, dass Er mich angenommen hat und dass ich gerettet bin. Ich bin kein Prediger, Jungs, aber ich wünschte mir, ich könnte eure Herzen erreichen und euch mit diesem wunderbaren Heiland bekannt machen. Er hat mir geholfen, zu euch zu reden, und Er sagt auch euch: ‚Ich bin Jesus, den du verfolgst.‘ Jesus heißt Retter. Und so wie Er den Verfolger Saulus gerettet hat, so hat Er auch mich gerettet. Und mit euch will Er dasselbe tun.“ Freds Predigt ist zu Ende. In die eingetretene Stille hinein sagt einer der Bergleute: „Fred, du hast erwähnt, dass Jesus gesagt hat: ‚Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.‘ Ich sage es jetzt vor euch allen, dass ich auch zu Ihm kommen möchte …“

„Wie weit bist du von Ihm weg?“

Pastor Wilhelm Busch erzählt aus seinem Leben: Meine Mutter hatte mich in Tübingen, wo ich Theologie studierte, abgeholt. Wir fuhren zusammen im Zug. Nach einiger Zeit sagte ich, was mich bedrückte: „Weißt du, Mutter, ich habe gar keine rechte Freude mehr an der Bibel. Ich finde da so viele Widersprüche und Unbegreiflichkeiten.“ Meine Mutter lachte auf: „Das liegt daran, dass du die Bibel ganz verkehrt liest.“ Etwas beleidigt gab ich zurück: „Ja, wie soll ich sie denn lesen? Ich lese den Urtext, lese Kommentare …“ Die Mutter legte mir die Hand auf den Arm: „Ich will dir ein Beispiel erzählen. Im Krieg warst du zwei Jahre ohne Urlaub im Feld. Ich schrieb dir regelmäßig von den Ereignissen zu Hause. Und dann schriebst du eines Tages: Ich höre von Schlangestehen, von Hamstern – ich verstehe das alles nicht. Wie lange und wie weit bin ich von euch weg, dass ich die Briefe aus der Heimat nicht mehr verstehen kann!“ Und die Mutter fuhr fort: „Damals hast du nicht gesagt: In den Briefen meiner Mutter stehen Widersprüche, sondern nur: Wie weit bin ich von zu Hause weg! Die Bibel, mein Sohn, ist auch ein Brief, ein Brief des lebendigen Gottes aus der ewigen Heimat – an dich geschrieben. Wie weit bist du von Ihm weg?“

Für die ganze Familie beten

Eine Mutter, die nach christlichen Grundsätzen erzogen worden war, hatte die Gewohnheit beibehalten, ihren kleinen Jungen ein Abendgebet aufsagen zu lassen: „Herr Jesus, segne Papa, segne Mama, und lass mich ein liebes Kind werden!“ Eines Abends nach dem Gebet sah der Kleine seine Mutter an: „Und du, betest du auch?“ – „Ja, manchmal.“ – „Und Papa?“ – „Ich weiß nicht; das kann ich mir kaum vorstellen.“ – „Aber Mama“, erwiderte das Kind, „ein kleiner Junge wie ich kann doch nicht für die ganze Familie beten. Ihr müsst mir helfen!“ Diese einfachen Worte eines Kindes drangen in das Herz der Mutter. Von da an begann auch sie wieder zu beten; und später kam es dahin, dass ihr Mann diese Aufgabe in der Familienandacht übernahm.

Die Bibel der Mutter

Vor vielen Jahren hielt sich ein junger Engländer für längere Zeit in Australien auf. Einmal verirrte er sich in einem Waldgebiet, bis er schließlich zu einer großen Farm gelangte. Auf seine Bitte um ein Nachtlager antwortete der Farmer: „Sie können in die Scheune dort drüben gehen, wenn Sie wollen. Aber es ist schon einer drin.“ Tatsächlich lag schon eine andere Person recht elend in einer Ecke und hustete fürchterlich. Im Gespräch zeigte sich dann, dass auch er Engländer war. Er hatte sogar dieselbe Universität besucht. Dann aber hatte er sich mit seiner Familie zerstritten und war nach Australien gegangen. Hier hatte er 25 Jahre lang ein recht wildes Leben geführt. Jetzt fühlte er, dass es ans Sterben ging, und das machte ihn unruhig. „Wissen Sie vielleicht etwas über das Jenseits?“, fragte er den Neuankömmling. Der zuckte die Achseln. Als er aber die Angst des anderen sah, meinte er, dass vielleicht die Bibel Antwort geben könne. Eine Bibel hatte der Kranke unter seinen Sachen. Seine Mutter hatte sie ihm damals mitgegeben, aber er hatte sie nie gelesen. Jetzt sollte sein Gefährte darin nach einer Antwort suchen. Als der die Bibel aufschlug, öffnete sie sich beim 53. Kapitel des Propheten Jesaja. Dort begann er zu lesen. Bei den Worten: „Er war verachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“, fragte der Kranke: „Wer ist dieser ,Er‘?“ Der Vorleser wagte die fragende Antwort: „Jesus Christus?“ – „Ah!“, sagte der Liegende, „fahren Sie fort!“ Weiter ging es bis zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen Weg …“ – „Halten Sie ein!“, unterbrach der Kranke. „Das bin ich, das bin ich selbst! Das ist‘s, was ich mein Leben lang getan habe.“ Dann schwiegen beide. Nach einer Weile bat der Kranke seinen neuen Gefährten, weiterzulesen. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit.“ – „Ah!“, sagte er wieder, „Jesus Christus!“ – „Lesen Sie den Vers noch einmal!“, bat er nach einiger Zeit. Daraufhin las der junge Mann das ganze Kapitel zu Ende. Der Kranke hatte sich im Stroh zurückgelegt und hörte ruhig zu.
Am nächsten Morgen schien die Sonne durch die Bretterlücken herein, als der junge Engländer erwachte. Er sah sich nach seinem kranken Landsmann um und musste über seinen Anblick staunen. Er schien ein ganz anderer geworden zu sein, so friedevoll schaute er ihn an. „Der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“, sagte der Kranke. „Jesus Christus ist jetzt auch mein Heiland.“ Und dann erzählte er, wie er Gott in der Nacht seine Sünden bekannt und durch den Glauben an den Herrn Jesus Vergebung gefunden hatte. „Der Mann ist verrückt geworden!“, dachte der Jüngere zunächst. Aber er konnte beobachten, wie dieser Frieden anhielt, bis der Kranke wenige Tage später starb. Als er später davon berichtete, ergänzte er: „Es hat lange gedauert, bis das Erlebnis im australischen Busch auch mich dahin gebracht hat, Jesus als meinen Herrn zu finden. Aber Gottes Gnade hat mich nicht losgelassen.“

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

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Die Prägung des Vaters

Die Prägung des Vaters

Der Einfluss von Vätern auf ihre Kinder ist ohne Frage immens. Welch eine Stärkung für das Leben ist ein Vater, der ein gutes Vorbild abgibt! Wer dies nicht erfahren durfte, hat jedoch auch in der heutigen Zeit von Scheidungen und mitunter Gewalt den Trost zu wissen, dass unser Vater im Himmel nicht versagt. Mit ihm kann man immer und überall über alles reden. Mögen die Väter dieser Welt sich doch auch dessen bewusst sein, dass Gott ihr Tun sieht und lenken will. Und mögen sie Gott würdig reflektieren, für ihre Kinder beten und sie ebenso das Beten und Bibellesen lehren. Ein unendliches Dankeschön an alle Väter, die solch ein stärkendes Vorbild sind! Nachfolgend zwei Beispiele dazu:

Gerettet

Einem jungen Mann wurde es in seinem christlichen Elternhaus zu eng. Er wusste, dass seine Eltern regelmäßig für ihn beteten, und das störte ihn noch mehr. So packte er schließlich seinen Koffer und zog in eine andere Stadt. Bei einem Taxiunternehmen fand er eine Anstellung als Fahrer. Eines Tages hatte er einen schweren Verkehrsunfall. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Er war schwer verletzt. Der Bereitschaftsarzt bemühte sich noch um ihn, da schlug er die Augen auf. „Jesus Christus hat mich gerettet!“, sagte er laut und deutlich, bevor ihm bewusst sein konnte, wo er war und wie es um ihn stand. Später berichtete er, was er empfunden hatte, als sein Wagen ins Schleudern kam und auf den Straßengraben zuraste: „Ich sah den Tod vor Augen, und meine vielen Sünden wurden mir schlagartig bewusst. Mir wurde klar, wie Gott die Sünde in meinem Leben beurteilt; und ich zitterte vor dem Tod und der ewigen Verdammnis. Da durchzuckte mich dieses Wort: ,Sünder, von denen ich der erste bin!` Wie hieß das doch noch genau? Ich glaubte, die Stimme meines Vaters zu hören: ,… dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin.` – Ich, der erste! Noch bevor mir die Sinne schwanden, hatte ich es ergriffen: Ich konnte mich daran klammern, dass Er mir alle meine Sünden vergeben hat! – Was aber wäre aus mir geworden, wenn der Tod sofort gekommen wäre und ich diese Augenblicke nicht mehr gehabt hätte?“

Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin. (Paulus hier in 1. Timotheus 1, Vers 15)

Das Testament des Vaters

Die Bewohner einer prächtigen Villa in New York sind in Urlaub. Da steigt eines Nachts ein Einbrecher dort ein. Er kennt sich aus. Gerade ist er damit beschäftigt, den Schreibtisch des Hausherrn aufzubrechen. – Eine schändliche Tat, denn der Einbrecher ist niemand anders als ein Sohn des Hauses! Der junge Mann hatte sich von seinen ungläubigen Freunden gegen seine Eltern und gegen den Glauben einnehmen lassen. Schließlich hatte er das Elternhaus wütend verlassen, um ungestört sein eigenes Leben führen zu können. Jetzt geht der Sohn davon aus, dass der Vater ihn enterbt hat. Er durchsucht seine Unterlagen und findet tatsächlich das Testament. Das Datum zeigt: Es wurde eine Woche nach seinem Auszug aufgesetzt. Zu seinem großen Erstaunen findet er darin, dass er mit seinen Geschwistern zu gleichen Teilen erben soll. Sein Vater, den er so sehr beleidigt hat, hat ihn liebevoll in seinem Testament erwähnt und voll berücksichtigt. „Mein Vater liebt mich also doch noch,“ sagt er sich. Diese Erkenntnis bringt ihn dahin, dem Vater sein ganzes Fehlverhalten zu bekennen und sich mit ihm zu versöhnen. Und sie wird für ihn der Beginn eines neuen Lebens, eines Lebens mit Gott.
Diese Begebenheit erinnert uns an die Liebe Gottes, die uns nicht aufgegeben hat, obwohl wir von Ihm fortgelaufen sind. Gott hasst die Sünde, aber Er liebt den Sünder. Er hat das unter Beweis gestellt, als Er seinen eingeborenen Sohn gab, um uns zu retten. Er erwartet von uns aufrichtige Buße, um uns das ewige Erbe zu geben, das Er für uns bereithält.

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Die Ostergeschichte in einem Satz

Die Ostergeschichte in einem Satz

Also es gibt ja Leute, die reden und reden und finden keinen Punkt, während nur die wenigsten Leute es schaffen, in einem Satz kurz und knapp zu berichten, was eigentlich passiert ist, so dass es auch jeder versteht, selbst wenn es viel war, aber das ist ja gerade die Kunst am Erzählen, was mich eigentlich auch mal für die Ostergeschichte reizen würde, denn ich will ja wirklich nicht protzen, aber schauen Sie doch selbst, ob es mir gelingt, die wichtigsten Ereignisse in einem Satz zusammenzufassen, wobei ich vermutlich am besten damit anfange, dass die Schriftgelehrten und Priester vor über 2000 Jahren überaus neidisch auf einen berühmten Prediger und Wundertäter namens Jesus Christus waren und ihn darum kurzerhand umbringen wollten, was er natürlich schon geahnt hat und seinen Jüngern auch mehrfach ankündigte, ja, eine Frau hatte es sogar auf‘s Herz gelegt bekommen, ihn schon in seinen letzten Tagen zu salben, wie es eigentlich zu einem Begräbnis üblich war, und so war es auch nicht verwunderlich, dass er am Abend vor seiner Gefangennahme noch mal mit seinen Jüngern intensiv das Abendmahl feierte, zudem ihnen die Füße wusch und dann noch lange im Garten Gethsemane betete, wobei die Jünger ständig einschliefen, bis dann die Soldaten mit dem geldgierigen Verräter Judas zur Festnahme kamen, tja, da waren sie auf einmal alle hellwach und Petrus schlug einem von denen das Ohr ab, was Jesus dann aber heilte und die Soldaten leider nicht daran hinderte, ihn mitzunehmen und vor dem Hohenpriester Kaiphas verspotten und verhören zu lassen, um einen Grund zur Todesstrafe zu finden, wobei die anderen Jünger sich inzwischen irgendwo versteckten und Petrus aus Angst, gleichfalls festgenommen zu werden, Jesus sogar drei Mal verleugnete, indessen die offensichtlich erfundenen Anklagen gegen Jesus sich nicht deckten und auch seine Aussage, dass er Gottes Sohn sei, eigentlich nicht für das Todesurteil ausreichte, weshalb man ihn vor den römischen Stadthalter Pilatus zerrte, der jedoch keine Schuld an ihm fand und ihn darum zum Fürst Herodes sandte, dem Jesus aber nichts antwortete, so dass dieser ihn ebenfalls verspottete und mit weißen Kleidern zurück zu Pilatus schickte, der ihn am liebsten retten wollte, aber nicht konnte, weil die Leute einen riesengroßen Lärm machten und forderten, man solle lieber den Mörder Barabbas frei geben, aber Jesus kreuzigen lassen, was Pilatus schließlich auch anordnete, nachdem er seine Hände in Unschuld gewaschen hatte und worauf Jesus gegeißelt wurde und die Kriegsknechte ihm eine Dornenkrone aufsetzten, wonach er sein Kreuz selbst zum Hinrichtungsort Golgatha tragen sollte, wobei er aber zusammenbrach, weshalb ein Passant das Kreuz weiter tragen musste und als sie dann auf Golgatha angekommen waren, Jesus mit einem Anklageschild über sich in der Mitte von zwei Mördern gekreuzigt wurde, die ihn auch verhöhnten, wovon der eine von beiden Jesus schließlich aber bat, an ihn zu denken, wenn Jesus nach dem Tod in sein Reich käme, was Jesus ihm auch versprach und worauf noch andere merkwürdige Dinge passierten wie eine Sonnenfinsternis und nach Jesu letztem Atemzug ein Erdbeben mit dem Zerreißen des Tempelvorhangs zum Allerheiligsten sowie mit der Auferstehung vieler Toter, die vielen Menschen erschienen, so dass sich der Hauptmann am Kreuz und die anderen Augenzeugen echt erschreckten und meinten, dieser sei wahrlich Gottes Sohn gewesen und wonach am Abend ein reicher Mann den Stadthalter Pilatus um den Leichnam Jesu bat und diesen ordentlich in einem eigenen neuen Grab bestattete, was die Schriftgelehrten natürlich auch erfuhren und worauf sie wiederum Pilatus baten, Hüter vor das Grab zu stellen, damit niemand den Leichnam stehlen könnte, zumal Jesus mal gesagt hatte, dass er drei Tage nach seinem Tod auferstehen würde, worauf Pilatus auch Hüter zur Gruft entsandte, was jedoch nichts nützte, denn am dritten Tag gab es morgens wieder ein Erdbeben und diesmal rollte ein Engel vom Himmel den Grabstein fort und sagte einigen Jüngerinnen, die gekommen waren um Jesus noch zu salben, dass das Grab nun leer sei, sie es aber den Jüngern berichten sollten und dass sie Jesus unterwegs treffen würden, was sie auch taten, während die Schriftgelehrten die Hüter bestachen, damit die behaupteten, die Leiche sei gestohlen worden, und wonach Jesus dann aber noch mehrfach Jüngern erschien, zum Beispiel zwei von ihnen auf dem Weg nach Emmaus sowie den Jüngern im Haus oder einigen am See, bis er schließlich 40 Tage nach seiner Auferstehung vor ihren Augen zum Himmel aufgenommen wurde und in einer Wolke verschwand, womit nun auch das Ende des Osterberichtes erreicht wäre, den Sie, wenn Sie möchten, ausführlich nachlesen können in den vier Evangelien Matthäus 26-28, Markus 14-16, Lukas 22 -24 und Johannes 18 -21.

Die Vervielfältigung des Textes von Christliche Perlen ist, sofern er nicht negativ dargestellt wird, für nicht kommerzielle Zwecke gerne gestattet.

 

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Anna Hosi bringt die Jünger auf die Palme

Anna Hosi bringt die Jünger auf die Palme

Vor etwa 2000 Jahren lebte zu Jerusalem eine ältere Dame namens Anna Hosi. Sie war Witwe in einem kleinen Haus, das von einem liebevoll gepflegten Garten umgeben war. Kamen ihre Kinder mit den Enkeln zwischendurch zu Besuch, saß, spielte und erzählte man gerne im Schatten einer prächtigen Palme, die zusammen mit anderen Bäumen, blühenden Blumen und Gemüsebeeten eine richtige Oase bildete. Die Palme, da waren sich sämtliche Botaniker Jerusalems einig, war mit Abstand die schönste in der königlichen Stadt. Kein Wunder also, dass Passanten oftmals am Zaun stehen blieben und die kleine, aber feine Idylle bewunderten. Nun war Anna Hosi zudem auch eine gottesfürchtige Frau, die häufig in den Tempel ging. Und dort hörte sie besonders gerne die Ansprachen des berühmten Reisepredigers Jesus. Seine Reden gingen nicht nur sehr zu Herzen, er konnte auch außergewöhnliche Heilungen und Wunder vollbringen, was regelrechte Menschenmassen anzog. Ja, so einen König sollte man haben, einen, der sie von der unbarmherzigen Herrschaft der Römer befreien könnte. Das dachten sich auch seine Jünger und so setzten sie ihn eines schönen Tages auf einen Esel, warfen Kleider vor ihm auf den Weg und winkten ihm mit Palmwedeln zu, während er an ihnen vorbei ritt. Dabei riefen sie fröhlich: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Der Lärm erreichte bald auch Anna Hosis Ohren, die neugierig an den Gartenzaun kam, um nachzuschauen, was denn da draußen los sei. Und da sah sie ihn schon von weitem kommen: Jesus auf dem Esel und die ganzen Leute, die ihm mit Zweigen zuwinkten – es wurden immer mehr. Langsam aber unaufhaltsam schob sich die Menge vorwärts in Richtung des Gartens von Anna Hosi. Und unaufhörlich riefen sie „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ Hosianna heißt so viel wie „Hilf Herr!“ und das hoffte auch Anna Hosi sogleich, dass Gott diesem wunderbaren Jesus beistehen würde. Indessen strömten weitere Menschen aus anderen Straßen hinzu und pflückten noch mehr Zweige am Wegrand um mitzumachen. Es war ein riesiges Spektakel und Gedränge an den umliegenden Bäumen. „Hierher!“ rief Anna Hosi einigen Jüngern, die spät dran waren, beherzt zu. „In meinem Garten sind die schönsten Palmwedel!“ Na, das brachte die Jünger vielleicht auf die Palme! Im Nu flogen die mächtigen Wedel zu Boden und wurden den Jüngern regelrecht aus den Händen gerissen. Gerade noch rechtzeitig. Denn da nahte Jesus schon auf dem Esel. Die nicht besonders große aber großartige Anna Hosi stand nun selbst am Zaun und schwenkte begeistert ein riesiges Palmblatt. „Hosianna dem Sohn Davids! Hosianna in der Höhe!“, brüllte Anna Hosi aus tiefstem Herzen. „Hosianna! Hosianna!“ Da sah Jesus direkt in ihre Augen, lächelte (Ach, welch ein Lächeln!), hob eine Hand und winkte ihr fröhlich zu. Ihr. Ihr allein. Und Anna Hosi stand da mit klopfendem Herzen und sah ihm nach, wie er langsam im Gedränge der Menschen irgendwann hinter einer Ecke verschwand. Zu vieler Menschen, als dass die alte Dame sich noch dazwischen gewagt hätte. Aber sie hatte auch so das Gefühl, dass dies nicht mehr nötig sei. Er hatte sie angesehen mit einem Blick, als wüsste er genau, wer sie war, was sie bewegte und ausmachte. Als sei er ein guter Freund und treuer Begleiter, mit dem man jederzeit über alles reden könnte. „Gott, bitte hilf ihm und uns!“ betete sie, wandte sich um und betrachtete die Palme, die zugegeben nun aussah wie nach einem Überfall. Ein belustigtes Schmunzeln ging über ihr Gesicht. An dieses Ereignis würde sie ihr Leben lang denken, insbesondere wenn sie in nächster Zeit ihren Garten betrat. Es hatte sich mehr als gelohnt.

Diese kleine Geschichte von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Viel Spaß damit. Hier der Artikel als PDF.

Die Ereignisse kann man in allen vier Evangelien nachlesen: Matthäus 21,1-11 / Markus 11,1-11 / Lukas 19,28-46 / Johannes 12,12-19.

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Halleluja von Händel

Das Halleluja von Händel

Am 20. Juni 1837 starb König William IV. von England. Seine Nichte, Prinzessin Victoria, wurde dadurch im Alter von 18 Jahren Königin. Ihre Krönung fand ein Jahr später, am 28. Juni 1838, in der Westminster Abbey statt. Es war ein großes Ereignis, zu dem viele Tausend Besucher nach London kamen, um die neu gekrönte Königin zu sehen.
Die Feierlichkeiten der Krönungswoche endeten mit einer Aufführung von Georg Friedrich Händels „Messias“, der im Jahr 1743 zum ersten Mal in London aufgeführt worden war. An dieser Londoner Erstaufführung nahm auch König George II. (1683 – 1760) teil. Als der majestätische Halleluja-Chorus mit den Worten „Hallelujah, for the Lord God omnipotent reigneth“ (deutsche Fassung: „Halleluja, denn Gott der Herr regieret allmächtig“) erklang, wird berichtet, dass König George II sich zu Ehren des Königs der Könige von seinem Platz erhob. Natürlich folgte das gesamte Publikum seinem Beispiel. Und so ist es in England Tradition geworden, dass sich die Zuhörer der Aufführung von Händels „Messias“ während des Halleluja-Chorus von ihren Plätzen erheben.
Bevor diese Musikpassage nun während der Krönungsfeierlichkeiten 1838 gespielt wurde, kam eine Hofdame in die königlichen Loge und eröffnete König Victoria: Wenn der Halleluja-Chorus, beginnend mit den Worten: „For the Lord God omnipotent reigneth“, gespielt wird, würde sich das gesamte Publikum erheben und mit gesenkten Köpfen stehen bleiben, bis dieser beendet sei. Nur die Königin solle, entsprechend der königlichen Etikette, sitzen bleiben.
Als dann das „Halleluja“ begann, erhob sich das gesamte Publikum wie angekündigt und stand in ehrfürchtiger Stille mit gesenkten Köpfen da. Die junge Königin war tief bewegt. Sie hatte Tränen in den Augen und zitterte vor Erregung.
Als aber die Worte erklangen, „King of kings and Lord of lords“ (deutsche Fassung: „Herr der Herrn, der Götter Gott“), wollte sie nicht länger sitzen bleiben. Entgegen der royalen Etikette erhob sich auch Königin Victoria von ihrem Platz, faltete ihre Hände und senkte ihr gekröntes Haupt, um Christus zu ehren.
Daran dürfen wir uns ein Beispiel nehmen. Entgegen dem allgemeinen Trend in dieser Welt wollen wir Gläubigen Ihm öffentlich und in unseren Herzen die Ehre geben. „Erhebt den HERRN mit mir, und lasst uns miteinander erhöhen seinen Namen! (Ps 34,4).

Vielen Dank an bibelstudium.de für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes (zum Artikel dort). Auf bibelstudium.de kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen.

Verzicht

Verzicht

Gerade haben wir die Zeit der Völlerei, wie Luther sagen würde, hinter uns gebracht. Momentan fällt uns der Verzicht sicher etwas leichter als sonst. Wir sind noch völlig übersättigt, von all den Speisen, die sich unserem Magen anboten, von all den süßen Naschereien, die wir wieder einmal mehr als gut für uns, zu uns nahmen und die wir gerne jetzt einmal liegenlassen. Aber das ist nicht Verzicht, das ist eine Abwehrreaktion unseres Körpers, der sich gegen den Überfluss wehrt.
Gehen wir zurück in die Jahre nach dem 2. Weltkrieg. Tausende Flüchtlinge sind unterwegs, der Winter naht, sie haben weder Nahrung noch Unterkunft. Sie ziehen wie eins Maria und Josef von Ort zu Ort und von Tür zu Tür, in der Hoffnung, dass ein Einziger, Erbarmen mit ihnen haben möchte. Auch Hanna ist mit ihrer kleinen Tochter unterwegs. Sie weiß nicht wie lange sie es noch durchhalten kann, so entkräftet ist sie. Eine alte Frau sitzt am Fenster ihrer kleinen Lehmhütte. Vor einigen Wochen bekam sie die Nachricht von der Front, dass ihr Mann gefallen sei. Heute hält sie ebensolchen Brief in der Hand, der ihr die Nachricht vom Tode ihres einzigen Sohnes kundtut. „Was soll nur aus mir werden?“, fragt sie sich. Der Mut und die Hoffnung haben sie endgültig verlassen. Da sieht sie von ihrem Platz am Fenster, diese einsame Frau mit dem Kind. Sie kennt diese suchenden Gestalten. Bisher wartete sie auf ihren Sohn, heute weiß sie, sie kann Quartier geben. Sie öffnet das Fenster und ruft die Frau zu sich heran und bittet sie hereinzukommen. Verwundert nimmt die junge Frau an und tritt ein. Die Hütte ist so klein, dass die junge Frau den Kopf einziehen muss und doch ist es ein Obdach. Die beiden Frauen haben sich viel zu berichten, während das Kind auf der Ofenbank schläft. Nach dem Gespräch wissen beide, sie werden es gemeinsam versuchen.
Verzicht? Ja und nein. Beide Frauen haben etwas geschenkt bekommen. Die eine ist nicht mehr einsam und die andere hat ein Dach über dem Kopf. Und doch auch Verzicht. Die alte Frau gibt einer Fremden Obdach für viele Jahre. Da heißt es zusammenrücken, sich selbst zurücknehmen um ein friedliches Miteinander möglich zu machen. Verzicht auf persönliche Freiheit. Auf den anderen eingehen, miteinander das wenige, was da ist, teilen. Mit Gottes Segen machen beide es möglich.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Kleine Geschichten

Der Gottesdienst in der Kneipe

Es war Silvester. In einer Kneipe saßen einige Männer zusammen. Sie hatten schon manches Glas geleert, und die Stimmung war laut und ausgelassen. Mit dabei war Samuel Russell, der Sohn des örtlichen Pfarrers, der aber für den Glauben seines Vaters nichts übrig hatte. Deshalb war er auch hier und nicht im Gemeindehaus. Da kam Alan herein, der alles hasste, was nach Kirche oder Glauben aussah. Während er sich den Schnee von den Stiefeln abschüttelte, grölte er: „Die feiern im Gemeindehaus einen Silvester-Gottesdienst. Was die können, können wir auch: Wir halten einen Gottesdienst ab, und jeder sagt was Passendes.“ Er forderte den Mann neben ihm auf: „Bruder Brown, würden Sie wohl das Eingangsgebet sprechen?“ Danach schlug er vor, ein beliebtes Kirchenlied zu singen. Er selbst stimmte es an, veränderte beim Singen aber den Text, was die anderen mit großem Gelächter begleiteten. Dann kündigte er an: „Bruder Samuel Russell wird jetzt die Predigt halten. Er ist ja der Sohn des Pfarrers, er kann uns sicherlich ein Wort der Erbauung sagen.“ Der junge Mann sträubte sich, doch die anderen machten ihm klar: „Entweder du predigst oder du gibst uns allen einen aus!“ Da ihm dafür sein Geld zu schade war, stimmte er zu, etwas zu sagen. Er fing an, dass sie ja alle auf dem Weg in die Hölle seien und dass gerade jetzt, wo das neue Jahr vor der Tür stände, eine passende Gelegenheit wäre, ein neues Leben zu beginnen … Alles lachte, als Alan einwarf: „Ich spüre schon, wie ich anfange, zu glauben!“ Samuel redete weiter – jetzt mit Nachdruck und Ernst. Er sprach Gedanken aus, die seit Jahren tief in seinem Herzen verschüttet waren, begraben unter seinem sündigem Leben. Es waren Worte, die sein Vater ihm oft gesagt, Sätze, die er von seiner Mutter gehört, und Bibelverse, die er im Kindergottesdienst gelernt hatte. Die Männer hörten ihm zu: erst lachend, dann abwehrend, fast feindselig, zum Schluss sogar interessiert. Je länger Samuel redete, desto mehr sprach er auch zu sich selbst. Er wusste, dass seine Worte stimmten, und fragte sich: Wenn das, was ich sage, wahr ist, warum gehe ich dann nicht auf meine Knie und bitte Gott, den ich so verspottet habe, um Vergebung? Und genau das tat er: auf der Stelle, mitten in seiner Predigt. Zwei weitere Männer bekehrten sich, bevor sie den Raum verließen und nach Hause gingen: aufgewühlt, nüchtern – und gerettet. Und Alan sagte nie mehr etwas gegen Kirche oder Glauben und forderte auch niemand mehr auf, zu predigen.
Als Samuel Russell nach Hause ging, traf er seinen Vater, der vom Silvester-Gottesdienst der Gemeinde kam. Später sagte er: „Ich war so glücklich, dass ich meinem Vater erzählen konnte, dass seine Gebete erhört worden sind. Ich hatte Christus gefunden. Ich war wie ‚ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist‘“ (Amos 4,11).

An dem Tag, als ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: In meiner Seele war Kraft.
Der Herr wird es für mich vollenden. Herr, deine Güte währt ewig.
Psalm 138,3+8

Im April 1943, während des Zweiten Weltkriegs, wurde der schottische Pfarrer Donald Caskie, der in Frankreich lebte, ins Gefängnis geworfen, weil er alliierten Soldaten geholfen hatte, aus Frankreich zu flüchten. Über seine Gefangennahme schrieb er später: „Es war eine äußerst demütigende Erfahrung, die einen Menschen leicht zur Verzweiflung führen kann. Aber die Kenntnis der Bibel hat mich davor bewahrt.“ Zwar wurde ihm seine Bibel weggenommen, aber er sagte: „Ich hatte sie in meinem Herzen und in meinem Gedächtnis; so hat sie meinen Glauben und mein seelisches Gleichgewicht aufrechterhalten.“
In einem anderen Gefängnis sah Caskie die Namen zahlreicher Gefangenen an die Wände seiner Zelle geritzt. Da fügte auch er etwas hinzu: „So spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden“ (Jesaja 43,1-2). Bei diesen Worten dachte er auch an andere Gefangene und betete dafür, dass Gott ihnen Frieden geben möge.
In wieder einem anderen Gefängnis erzählte ein Gefangener Caskie seine Geschichte: „Ich war drauf und dran, meinem Leben ein Ende zu setzen (um der Folter zu entgehen), als ich an der Wand Worte entdeckte, die mich innehalten ließen und mir Trost und Kraft gaben. Jetzt fürchte ich mich nicht mehr. Ich werde diese Worte nie vergessen.“ Es waren die Verse, die Caskie in die Wand geritzt hatte. Das Gebet von Caskie war erhört worden. Gottes Wort hatte seine belebende Kraft erneut unter Beweis gestellt.

Zweiter Weltkrieg, Singapur. Ein junger Pilot fällt in die Hände der Japaner und wird ins Gefängnis geworfen. Er kommt in Einzelhaft. Bald stellt er fest, dass ein alter Kamerad in der Nachbarzelle steckt. Reden können sie nicht miteinander. Doch wenn kein Wachposten in der Nähe ist, können sie sich durch Klopfzeichen an der Wand Nachrichten zumorsen.
Eines Tages ist der Gefangene nebenan sehr niedergeschlagen. Der junge Pilot, ein überzeugter Christ, klopft ihm: Wenn – du – traurig – bist – bete – zu – Gott.
Die geklopfte Antwort: Was – meinst – du? – Wie – kann – ich – hier – zu – Gott – beten?
Der Pilot morst: Bete. – Gott – wird – dich – hören.
Antwort: Ich – weiß – nicht – wie. – Was – soll – ich – beten?
Der junge Pilot formuliert ein einfaches Gebet und klopft es seinem Nachbarn zu. Und dann klopft er weiter und erklärt ihm das Evangelium und den Weg zu Gott.
Hier geschieht kein Erdbeben und es öffnet sich keine Tür. Und doch nimmt die Botschaft von Jesus Christus ihren Weg bis hinter die Gefängnismauern. Der Tag kommt, an dem sein Nachbar klopft: Was – muss – ich – tun – um – errettet – zu – werden?
Und der junge Pilot morst zurück: Glaube – an – den – Herrn – Jesus.
Und sein Nachbar nimmt Jesus als seinen Retter an.
„Christus ist für unsere Sünden gestorben“ (1. Korinther 15,3). Das wird heute immer noch gepredigt und geschrieben – und gehört und gelesen. Die Wege mögen unterschiedlich sein, manchmal auch ungewöhnlich, die Botschaft aber bleibt die gleiche.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

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