Das kleine Friedenslicht

Das kleine Friedenslicht

Vor sich hin sinnend saß die alte Agnes in ihrem Ohrensessel. Der letzte Kerzenstummel beleuchtete den kleinen Raum mit seinem unruhigen Licht. Nicht mehr lange und Agnes würde im Dunklen sitzen. Den Strom hatte man ihr schon vor langem abgestellt, aber das störte sie wenig. Hier, in ihrem Haus, am Waldesrand, schaute kaum einer vorbei den das stören konnte und sie selbst war es aus ihrer Kindheit gewöhnt mit den Hühnern ins Bett zu gehen. Im alten Ofen prasselt ein munteres Feuer. Für Brennholz hat Agnes den Sommer über gesorgt, der Schuppen hinter dem Haus war bis zum Rand gefüllt. So gesehen konnte der Winter kommen. ‚Wenn ich nur ein paar Kerzen hätte‘, dachte die alte Frau betrübt.
‚Doch was ist das, raschelt da nicht etwas an der Tür? Wer weiß, vielleicht macht es sich wieder einmal ein Marder oder Igel bequem in meinem Schuppen‘, überlegt sie. In dem Moment klopfte es jedoch auch schon an ihre Tür. ‚Hoffentlich hält die Kerze noch durch!‘, wünschte sich Agnes, ‚damit ich erkennen kann, wer draußen steht.‘ So schnell es ihr möglich ist, läuft sie zur Wohnungstür, um zu öffnen. „Ella! Was hat dich denn hierher verschlagen?“, begrüßt Agnes den unerwarteten Gast. Viele Jahrzehnte hörte sie nichts von ihrer Schwester und jetzt, wo sie kaum noch an sie dachte, steht sie plötzlich vor ihr. Agnes kann das alles noch nicht fassen. Als sie sich etwas gesammelt hat, bittet sie die lang Vermisste herein. „Ist das dunkel bei dir!“, sind die ersten Worte Ellas. „Das ist mein letzter Kerzenstummel“, erklärt Agnes. „Dann würde ich mal das Licht einschalten“, entgegnet Ella ahnungslos. Schnell schiebt Agnes ihrer Schwester noch einen Stuhl hin, bevor die letzte Kerze ihr Leuchten aufgibt.
Nun sitzen beide Schwestern in der Dunkelheit, aber sie spüren, es redet sich besser, nach all den Jahren, wenn man sich nicht in die Augen schauen muss. Nach einer Weile spüren sie, wie sie sich wieder näherkommen und wieder eins sind, wie sie es in den längst vergangenen Kindertagen waren. „Komm!“, meint Agnes, jetzt, „ich werde uns das Abendessen richten.“ Sie nimmt einen langen Holzspan und geht zum Ofen, um ihn an die Flamme zu halten. Wie immer steckt sie den Span in eine Ritze des Küchenherdes. „Das Licht reicht uns bis wir gesessen haben“, erklärt Agnes und setzt die bereits gekochte Mehlsuppe zum Aufwärmen auf die Herdplatte. Während des Essens berichtet Ella von sich. Erzählt, dass sie seit einigen Jahren alleine lebt. Ihr Mann war bereits gestorben, gemeinsame Kinder gab es nicht. „So dachte ich“, endete sie ihre Erzählung, „solltest du auch alleine sein, könnten wir vielleicht die letzten Jahre gemeinsam verbringen.“ Agnes hatte aufmerksam zugehört, ohne zu unterbrechen. Jetzt meinte sie: „Es wäre schön, sehr schön sogar, aber du siehst, wie ich lebe, da bist du sicher anderes gewöhnt.“ „Ja, ich sehe, wie du lebst und denke, gerade deshalb ist mein Plan doch genau richtig für uns beide.“ „Aber du wirst dich nicht daran gewöhnen können, abends so zeitig im Finstern zu sitzen“, gab Agnes zu bedenken. „Aber du wirst dich sicher daran gewöhnen können, abends wieder die Lampe einzuschalten, wenn es draußen dunkel wird“, entgegnete Ella mit einem Lächeln. „Ich kann mein Geld nicht mitnehmen und Erben habe ich nicht. So werden wir morgen gleich zum Amt gehen und dafür sorgen, dass hier wieder alles läuft.“ Agnes konnte das Wunder nicht fassen. In zwei Tagen war der erste Advent. ‚Welch eine Weihnachtsüberraschung!‘, dachte sie.  Schnell bereitete sie ein Bett für ihre Schwester, bevor der Holzspan erlosch.

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Geschichten von Gottes Güte

Geschichten von Gottes Güte

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs lebte in Pennsylvania der Prediger Peter Miller. Er war in seiner Gemeinde sehr geschätzt, hatte aber einen Nachbarn, der ihn hasste und ihm manche Kränkung zufügte. Eines Tages wurde dieser Nachbar verhaftet und in der Stadt Philadelphia wegen Landesverrats zum Tod verurteilt. Als das Urteil bekannt wurde, begab sich Miller unverzüglich zu General Washington, dem späteren ersten Präsidenten der USA.
Miller setzte sich lebhaft für den Todeskandidaten ein, aber Washington entgegnete: „Es tut mir leid, aber ich kann Ihren Freund nicht begnadigen.“ – „Meinen Freund?“, rief Miller aus. „Dieser Mann ist der größte Feind, den ich auf der Welt habe!“ – „Was?“, fragte Washington erstaunt, „Sie sind ganze 60 Meilen gelaufen, um das Leben eines Feindes zu retten? Dann stellt sich die Sache doch anders dar. Um Ihretwillen soll er begnadigt werden.“ Miller erhielt die Begnadigungsurkunde und begab sich damit noch einmal auf einen Fußweg von 15 Meilen, um die für den Nachmittag angesetzte Hinrichtung noch zu verhindern. Gerade rechtzeitig kam er an der Stätte an. Der Verurteilte erkannte ihn und rief bitter: „Ha, Miller, bist du so weit gereist, um Rache zu nehmen und mich hängen zu sehen?“ Wie erstaunt war er dann, als Miller das Dokument vorzeigte, das ihm das Leben schenkte!
Viel größer noch ist die Liebe Gottes, in der Er uns, seinen Feinden, Gnade und Leben anbietet! Dafür hat Er ja seinen eigenen geliebten Sohn in den Tod geben müssen. – Dieses Angebot auszuschlagen wäre die größte Sünde!

Die spanische Wand

Ein schwer verunglückter Mann lag im Krankenhaus. Dort hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Und da die Heilungsaussichten ungewiss waren, dachte er auch über den Tod nach. Eines Tages stellte eine Krankenschwester auf einmal eine spanische Wand um sein Bett. Der Mann verstand, was das zu bedeuten hatte: Ihm blieb nicht mehr viel Zeit. An der Wand, seinem Bett gegenüber, hing ein Bibelspruch: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28). Der Blick des Kranken wanderte vom Spruch zur spanischen Wand und wieder zurück. Zu Jesus kommen! Aber war es für ihn nicht zu spät? Er war Gott gegenüber doch bisher so gleichgültig gewesen. Aber jetzt drängte die Zeit. Da rief er laut: „Herr Jesus, ich komme zu Dir!“ – „Armer Mann“, dachte sein Bettnachbar, „jetzt fängt er an zu spinnen.“
Der Herr hörte diesen Notschrei! Und Er rief dem Kranken Bibelworte ins Gedächtnis, die dieser früher einmal gehört hatte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ – „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Johannes 11,25) Diese Heilsbotschaft fiel jetzt in sein aufgewühltes Herz, und die Saat ging auf. Er fand Frieden.
Später erschien die Krankenschwester erneut: „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich im Zimmer geirrt“, und nahm die Wand wieder weg. – „O Schwester, Ihr Irrtum ist mir zum Heil geworden.“ – Der Mann wurde bald wieder gesund und führte ein glückliches Leben in der Nachfolge Jesu.

Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt … Herr, mein Gott, ewig werde ich dich preisen! (Psalm 30,12.13)

Aus Nacht zum Licht

Als ich einmal einen Todeskandidaten im Gefängnis besuchte, wunderte ich mich über sein strahlendes Gesicht. – Dann erzählte der Mann:
Vor drei Jahren wurde ich wegen Mordes zum Tod verurteilt. Nach der Urteilsverkündigung kam ich in meine Zelle zurück, und die wurde für mich zu einer wahren Hölle. Der Gedanke an den bevorstehenden Tod ließ mich Tag und Nacht nicht los. Noch einige Wochen hatte ich zu leben, den sicheren Tod vor Augen und dann … die Ewigkeit! Je mehr ich mich bemühte, diesen Gedanken loszuwerden, desto mehr überfiel er mich. Er raubte mir den Appetit und den Schlaf. Da beschloss ich, aus meinem Betttuch einen Strick zu drehen, um meinem Leben ein Ende zu machen. Nur der Gedanke an die Ewigkeit hinderte mich daran. Mein Selbstmord würde mich ja nur noch schneller ins ungewisse Jenseits bringen.
Eines Tages erhielt ich ein Evangeliums-Traktat. Ich überflog es kurz und legte es schnell beiseite, so unsinnig erschien mir der Inhalt. Doch ich las es noch einmal und ging dann nachdenklich in meiner Zelle auf und ab. Ein ganz neues Gefühl ergriff mich. Ich verspürte ein Verlangen, ein Sehnen tief in meiner Seele. Auf dem Blatt standen die Worte: „Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lukas 19,10). Verloren, ja das war ich! – Das geheimnisvolle Verlangen ließ mich nicht mehr los: das Verlangen nach Befreiung von der schrecklichen Last, die mich drückte. Aber wie konnte ich frei werden?
Ich bat um eine Bibel und begann, darin mit gemischten Gefühlen von Angst und Hoffnung zu lesen. Schnell stieß ich auf das Wort in 1. Johannes 1,7: „Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Ich las diese Worte noch einmal und sagte mir: Für einen Mörder wie mich gilt das nicht!
In der folgenden Nacht kämpfte ich den größten Kampf meines Lebens. Mein Herz rief zu Gott um Erbarmen, und Er antwortete mir. Am Morgen fand ich Frieden. Gott gab mir die Gewissheit, dass Jesus auch für meine Sünden gestorben war. Da war ich bereit, in die Ewigkeit zu gehen – mit dem Herrn Jesus. Unerwartet wurde das Todesurteil in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt. Mir stand nun nicht mehr der nahe Tod bevor, sondern eine lange, einsame Gefangenschaft. – Einsam? Nein, denn Jesus würde bei mir sein.
Später wurde ich in eine Arbeits-Strafanstalt verlegt. Meine Gefährten wunderten sich über meinen glücklichen Gesichtsausdruck. Ich erzählte ihnen meine Erfahrung. Einige lachten, andere wurden nachdenklich und verlangten auch nach einer Bibel. Mit Erlaubnis des Gefängnisdirektors, der die Veränderung bei mir bemerkt hatte, durfte ich im Lauf der Zeit mehr als dreißig Bibeln und etwa 100 christliche Schriften an Gefangene verteilen. Einige meiner Gefährten haben so das Heil in dem Herrn Jesus Christus gefunden. Offenbar habe ich hier noch eine Aufgabe zu erfüllen – obwohl ich selbst ganz unwürdig für das Erbarmen Gottes war.
So weit die Erzählung des Gefangenen. Als mich vor kurzem jemand ironisch fragte, ob ich jemals ein Wunder gesehen hätte, erzählte ich ihm diese Geschichte. Der Spötter wurde nachdenklich, und es schien mir, als sehnte er sich im tiefsten Inneren nach dem Glück, das dieser Strafgefangene besaß.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte!

Noch eine Geschichte mit sehr schönem Ende aus dem Web: Die Kraft der Liebe.

Kurze Erzählungen

Kurze Erzählungen

Ein zweijähriges Mädchen gab ihrer Freude beim Rutschen und Spielen öfter Ausdruck mit dem Jubelruf: „Jeeeeeeyyyyy!“ Eines Tages hatten die Eltern von ihr Kummer und waren missgestimmt. Da kam die Kleine um die Ecke gerannt, sprang in die Mitte und rief begeistert: „Jeeeeeeyyyyy!“
Werdet wie die Kinder (nach Matthäus 18,4) und: Seid allezeit fröhlich! (1. Thessalincher 5,16)

Im Altenheim sagte eine Bewohnerin zur Mitarbeiterin Lena, dass der liebe Gott gnädig und barmherzig ist und sie irgendwie im Himmel aufnehmen wird. Und außerdem hat sie auch keine Sünden: sie hat nicht gestohlen, sie hat nicht gelogen, sie ist keine Mörderin, warum sollte Gott sie nicht aufnehmen?
Darauf fragte Lena: „Wenn Sie eine neue Wohnung gefunden haben, nehmen Sie die Koffer und gehen Sie hin und wohnen da?“
„Nein, ich muss doch erst ein Mietvertrag haben.“
„Was meinen Sie, wenn hier auf der Erde solche Gesetze sind, ist das beim heiligen Gott anders?“
Die Frau wurde nachdenklich…
Nach ein paar Wochen sagte diese Bewohnerin glücklich zu Lena: „Schwester, ich hab mich da oben angemeldet.“ (Helene Redekop)

Ein Mann hatte eine Rede im Bundestag zu halten und wünschte sich dafür einen neuen Haarschnitt. Diesen erledigte normalerweise seine Frau. Doch gerade an diesem Tag verwendete sie eine neue Schneidemaschine, mit der sie noch keine Erfahrung hatte. Die Einstellungen gerieten ihr leider zu kurz und damit auch der Haarschnitt. Nach ausgiebigen Bedauern kam der Sohn an die Reihe. Wie das Schicksal es wollte, geschah der gleiche Fehler erneut. Dies führte dazu, dass es beim nächsten Mal eine gehörige Portion Vertrauen brauchte, sich noch mal von der Ehefrau / Mutter die Haare schneiden zu lassen. Doch diesmal klappte es zufriedenstellend. Na bitte. Nur nicht gleich aufgeben. Geduld tut Not.

Ein Patient im Krankenhaus war sehr missgestimmt und beschwerte sich über alles und jedes. Abends machte eine erfahrene Krankenschwester zu Beginn des Nachtdienstes ihre Routinerunde und erhielt von dem Patienten, den sie gerade erst kennenlernte, den Hinweis, dass bei ihm ja keiner vorbei käme. Die Schwester nahm sich dies zu Herzen. Um drei Uhr nachts weckte sie ihn und erkundigte sich freundlich, ob alles in Ordnung bei ihm sei. Der Patient stimmte zu. Danach gab es keine Beschwerden mehr von seiner Seite.

Unter dem Lied eines christlichen Sängers las ich den englischen Kommentar: „To those of us who Jesus pulled out of the mud, this has meaning!“ Heißt etwa: „Für die von uns, die Jesus aus dem Schlamm geholt hat, hat das (Lied) Bedeutung!“ Stecken Sie im Schlamassel? Jesus kann Sie aus dem Sumpf herausrausholen. Bitten Sie Ihn, es zu tun, und schließen Sie sich ihm an. Unzählige haben es erlebt.

Die Vervielfältigung der kurzen Erzählungen in diesem Artikel ist für wohlwollende, nicht kommerzielle Zwecke gerne gestattet.

Zum Copyright

Liebe Leser / -innen,

in der Coronazeit erreichen mich deutlich mehr rechtliche Anfragen als sonst. Insbesondere Mitarbeiter im kirchlichen oder schulischen Kinderdienst fragen an, ob sie Bastelarbeiten von mir auch online verwenden dürfen. Zur Klärung und um einen erleichternden Beitrag zu leisten, gebe ich an dieser Stelle nun ausdrücklich die Erlaubnis, die von Christliche Perlen erstellten Kinder- und Bastelmaterialien auch (und selbst in großer Zahl) auf anderen Seiten zu veröffentlichen, sofern dies für nicht kommerzielle und wohlwollende Zwecke geschieht. Da ich diese Regelung natürlich nicht wieder rückgängig machen kann, wird es selbstverständlich weiter dabei bleiben. Also viel Freude mit den schönen Dingen! Unter gleichen Bedingungen sind ebenso alle Bibelquizze zur Vervielfältigung freigegeben. (Auch sonst habe ich ja schon zahlreiche Texte, Bilder und Verschiedenstes zur Vervielfältigung für wohlwollende, nicht kommerzielle Zwecke freigegeben, wie dies auch in den Artikeln erwähnt wird.)
Damit Gottes reichen Segen und einen herzlichen Gruß,

Ihre Christliche Perlen

P. S.: Bitte seien Sie nicht enttäuscht, wenn ich zur Zeit Zuschriften, Kommentare und Likes aus zeitlichen Gründen nicht in gleicher Anzahl wie üblich erwidern kann. Vielen lieben Dank für alle Lebenszeichen, auch wenn ich es momentan vielleicht nicht schaffe, alle netten Meldungen so zu würdigen, wie sie es eigentlich verdient hätten.

Gebet für die Coronazeit

Liebe Leser / – innen,

nun hat der Lockdown auch Christliche Perlen erreicht. Zum ersten Mal seit Bestehen der Seite gab es 12 Tage keinen neuen Artikel. Und das nicht, weil das Krankenhaus, in dem ich arbeite, so voller Coronapatienten ist. Dort ist, um ehrlich zu sein, seit Beginn der Coronakrise manches was befürchtet wurde, ausgeblieben. Es gab keine Verdoppelung der Patientenzahlen alle zwei Wochen. Die Zahl der Covid19-Patienten, die gleichzeitig an der Klinik lagen, hatte sich zügig bei 11 – 23 eingespielt. Von diesen maximal 23 Patienten waren nie über 12 auf einmal intensiv- oder sogar beatmungspflichtig. Also gab es auch nie einen Mangel an Beatmungsbetten. Von den umliegenden Krankenhäusern sind mir ebenso bisher keine Engpässe bekannt, dass diese Kliniken am Rande ihrer Kapazitäten seien und um Abnahme von Coronapatienten bäten. Deutsche Krankenhäuser, die momentan am Patientenlimit sind, sind eher selten, auch wenn die Berichterstattung in den Medien dies nicht unbedingt wiedergibt. Wir sind also bei weitem nicht die Brennpunkte in Italien und anderswo. Personelle Probleme in Hospitälern entstehen hierzulande eher dadurch, dass Mitarbeiter wegen Kinderbetreuung ausfallen oder mit einer (meist leichten) Covid19 – Erkrankung länger zu Hause bleiben, als ursprünglich bei einer Grippe üblich. Auch das Durchschnittsalter der an Corona verstorbenen Deutschen ist nicht ungewöhnlich. Laut Robert Koch – Institut liegt es bei 80 Jahren. (Zum Vergleich: jährlich sterben in Deutschland fast 400.000 Menschen an Herzinfarkten und Schlaganfällen.) Viel verheerender sind die wirtschaftlichen Folgen weltweit und das daraus resultierende Leid. Menschen in Afrika sterben des Hungers, weil sie ihrem Tagelohn nicht nachgehen dürfen, sondern Quarantäne einhalten sollen. Quarantänekinder in armen Ländern verpassen die einzige vernünftige Mahlzeit am Tag, die sie sonst in der Schule erhielten. Aber auch in westlichen Ländern steigt die Perspektivlosigkeit, nicht zuletzt durch Jobverluste und Isolation.
Die Situation insgesamt hat mich in letzter Zeit deutlich mehr zum Beten gebracht. Auch andere Dinge haben mich aufgehalten und dazu geführt, die ursprüngliche Artikelplanung von Christliche Perlen doch aufzugeben.
Ich bleibe im Gebet vor Gott. Vielleicht möchten Sie sich ja einklinken. Der Herr segne Sie, er behüte Sie und versorge Sie reich mit allem was Sie brauchen. Er sei Ihre Freude und Ihre Zuversicht an jedem neuen Tag!

Gebet für die Coronazeit

Jesus,

bitte gieße neu Deinen Heiligen Geist über diese Welt aus. Erfülle sie damit und erfülle sie mit Deinem Frieden. Tausche Angst und Depression mit Deiner Freude und Gegenwart aus. Lass die Menschen erleben, dass Du erfahrbar bist. Erhöre ihre Gebete, bitte hilf ihnen in ihren Anliegen und bitte hilf schnell. Gib den Menschen Mut und gute Ideen. Bitte beschütze sie vor Hunger und Not. Bitte sei insbesondere den Kindern dieser Welt gnädig. Versorge sie bitte mit allem, was sie brauchen. Schenke ihnen viel Freude und so viel Gutes! Sie seien ein Lächeln in Deinen Augen.
Bitte lenke Du insbesondere die Politiker und weisungsbefugten Menschen. Heile die Kranken und bitte bewahre die Erde vor neuen Coronabrennpunkten. Bitte informiere die Welt über die Dinge, die wir wissen sollten. Bitte setze die richtigen Personen an die richtigen Stellen. Bitte gib uns allen das Herz und die Freude, das zu tun, was wir tun sollen. Bitte erfülle uns überschwänglich mit Deinem Frieden und Deiner Freude. Gib uns die Liebe, einander und unseren Nächsten zu helfen, wo wir dies können. Mach uns offen, denen zu geben, die hungern, sofern uns dies möglich ist. Lenke uns in guten Werken, gib eine nie dagewesene Solidarität für einander auf dieser Welt. Entflamme unsere Herzen. Wecke die Schlafenden auf. Mache sie zu Tätern guter Dinge und lasse diese Dinge überfließen. Gib Gnade und Gutes ohne Ende. Wandle das Blatt. Errette die Menschen aus ihrer Not und mach Dich ihnen bekannt, dass noch unzählige sich Dir anschließen. Bitte wandle bösen Menschen das Herz. Bewahre sie davor, Schlechtes zu tun und gewinne sie für Dich. Bitte verhindere Blutvergießen und Gewalt. Du bist der Friedefürst. Und wo sonst noch etwas ist, da schenke Du auch sonst alles aus Gnaden, über unser Bitten und Verstehen zu Deiner Ehre!

Im Namen Jesu und mit meinem tiefsten Dank. Amen.

 

Mutmachende Gedanken

Eine Christin bekam einen Eindruck von Gott. Vor ihren inneren Augen sah sie den Erdball. Dieser wurde umgeben von Menschen, die sich an der Hand hielten. Es waren Beter. Gott sprach zu ihr: „Sieh genauer hin.“ Als sie näher hinsah, stellte sie fest, dass es nicht eine Reihe Beter war, sondern eine ganze Spirale an Menschen, die die Welt mit Gebet umgaben.

Wenn man die Macht des Bösen sieht, ist man beeindruckt. Aber wenn man bedenkt, dass Gott ja noch viel mächtiger ist als das Böse, ist man noch viel mehr beeindruckt – von seiner Größe.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu! Philipper 4,7

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Alle Artikel zum Thema Corona untereinander.

Das C-Wort

Das C-Wort

Corona scheint DAS C-Wort im Moment zu sein. Es ist in aller Munde und hat immensen Einfluss auf unser Leben, obwohl wir es mit bloßem Auge nicht sehen können. Gewaltig, welche Macht hinter diesem Wort gerade steht.
Doch es gibt ein anderes C-Wort, dem ich die größere Bedeutung in meinem Leben zugestehen möchte, und dieses Wort heißt Christus. Er ist seit über 2000 Jahren in aller Munde. Er hat immensen Einfluss auf unser Leben, obwohl wir ihn mit bloßem Auge nicht sehen können. Vergessen wir nicht, welche Macht hinter diesem Wort steht!
Ob ich Angst vor Corona habe? Zumindest bisher nicht. Selbst wenn ich mich infizieren sollte, wird dies höchstwahrscheinlich nicht tödlich enden, sondern wie in den meisten Fällen nur Erkältungsähnlich verlaufen. Jedoch ich stehe in Christi Hand. Und das ist der beste Ort der Welt. Denn ich habe es unzählige Male erlebt: Christus sorgt für mich. (Sind Sie auch schon dort oder möchten Sie auch dort hin? Bei ihm ist genug Platz für alle und er hat es in Johannes 6,37b versprochen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Sagen Sie es ihm – er ist immer und überall ansprechbar!)
Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber er weiß es. Irgendwann ist meine Zeit auf dieser Erde vorbei und ich werde ganz bei ihm sein. Das ist das Ziel meines Lebens, denn er ist einfach wunderbar. Jedoch vermutlich noch nicht bald und durch Corona.
So lange will ich auf das C-Wort des Sohnes Gottes meine Hoffnung setzen, aber auch mit meinem Verstand tun, was ich vernünftigerweise tun kann.
Christus erhalte Sie froh und gesund und helfe Ihnen, mir und unseren Lieben in dieser Zeit ganz besonders!

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Kaum zu glauben

Kaum zu glauben

Ein Sprecher fragte die Gemeinde einmal, ob man auch noch für etwas beten dürfe, wenn man schon einmal mitbekommen hätte, dass Gott das gleiche Gebet bei jemand Anderem nicht erhört hätte. Dann beantwortete der Redner die Frage selbst mit „Ja.“ Als Begründung dafür nannte er die biblische Begebenheit in Apostelgeschichte 12, wo König Herodes den Apostel Jakobus mit dem Schwert töten ließ. Hier hatte Gott den Tod nicht abgewendet. Als Herodes kurz darauf auch Petrus ins Gefängnis legen ließ, betete die ganze Gemeinde ohne Aufhören für seine Befreiung. Diesmal erhörte Gott das Gebet und befreite Petrus durch den Engel des Herrn und das, obwohl die Gemeinde es zunächst nicht fassen konnte, als Petrus dann vor ihnen stand.
Glaube an Jesus kann mitunter auch Unglauben enthalten und trotzdem erhört werden. So bat auch einmal ein verzweifelter Vater um Heilung für seinen Sohn. Jesus aber sprach zu ihm: „Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“ Daraufhin heilte Jesus den Jungen (Markus 9,14 – 29). Hier einige weitere biblische Beispiele von Erhörungen trotz wenig Glauben oder zeitweisen Zweifeln:

– Der syrische Hauptmann Naeman glaubte der Anweisung des Propheten Elisa nicht, dass er durch siebenmaliges Untertauchen im Jordan vom Aussatz geheilt würde. Auf den Rat seiner Knechte versuchte er es nichtsdestotrotz und erhielt die ersehnte Heilung (2. Könige 5,1 – 18).
– Abraham glaubte Gott, einen Sohn von seiner zehn Jahre jüngeren Frau Sarah zu bekommen, aber als er 99 Jahre alt war, kamen ihm doch Zweifel (1. Mose 17,17). Dennoch wurde Isaak geboren.
– Zacharias hatte ebenfalls lange für einen Sohn gebetet. Als ein Engel ihm einen Jungen ankündigte, konnte er es dann doch nicht glauben. Der Sohn kam trotzdem (Lukas 1,5 – 23).
– Die Jünger weckten den schlafenden Jesus im Schiff, als es durch einen Sturm unterzugehen drohte. Jesus stoppte den Wind, obwohl die Jünger keinen Glauben dafür hatten (Markus 4,35 – 41).

Glauben wir nicht, so bleibt er (Christus) treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. (2. Timotheus 2,13)

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Auf der Internetseite „Im Garten der Poesie“ gibt es eine Reihe von Karten zur Jahreslosung von 2020 zu Markus 9,24. Klickt man dort auf ein Motiv, öffnet sich eine Seite zum E-Cardversand. Hier sehr hübsche Bildschirmhintergründe mit der Jahreslosung 2020.

Die Himmelstür

Die Himmelstür

Heiter lacht die Sonne vom Frühlingshimmel, genau der richtige Zeitpunkt für Mutter und Tochter eine gemeinsame Radtour zu unternehmen. Seit Trixi zu Weihnachten ihr neues Fahrrad unter dem Tannenbaum vorfand, drängt sie die Mutter immer wieder: „Wann unternehmen wir eine Radtour?“ Endlich hatte die Mutter es zum kommenden Wochenende zugesagt. Voller Vorfreude springt Trixi am Morgen aus dem Bett. „Wo geht es hin?“, fragt sie bereits am Frühstückstisch. „Lass dich überraschen. Vorfreude ist die schönste Freude.“ So schnell war das Mädchen noch nie fertig mit dem Frühstück. Schon wenig später stand sie fertig angezogen zur Abfahrt bereit. Als sie ein Stück des Weges hinter sich hatten, merkte sie, die Mutter schlug den Weg zu den Wiesen ein. Was gab es hier nicht alles zu entdecken! Früh am Morgen konnte man sogar einige Tiere, wie Hasen und Rehe beobachten. Nach einer Weile schlug die Mutter eine Rast vor. Hierfür hatte sie den Picknickkorb mitgenommen. Als die Mutter die Decke ausgebreitet hatte, warf sich Trixi ins Gras und schaute in den wolkenlosen Himmel. Schöner konnte der Tag nicht sein. Plötzlich fragte das Mädchen: „Mutti, sag, wo ist die Himmelstür? Der Himmel ist strahlend blau, kein Wölkchen verdeckt die Sicht, aber eine Tür in den Himmel kann ich nicht entdecken.“ Erst wollte die Mutter herzhaft lachen, doch dann besann sie sich anders, setzte sich neben ihre Tochter ins Gras und begann zu erzählen: „Weißt du, dieser blaue Himmel, ob nun wie heute strahlend klar oder ein anderes Mal mit Wolken überzogen, ist nicht der Himmel, den wir meinen, wenn wir von Gott im Himmel reden. Gottes Himmel genauso wie die Himmelstür befindet sich in unserem Herzen. Gott ist Schöpfer und Erhalter der ganzen Welt. Himmel und Erde sind von ihm erschaffen. Wenn du abends in die Sterne schaust, siehst du, dass dort oben am Himmel viele Gestirne sind. Es gibt nicht nur unsere Erde. Gott ist Herr über alles was im Himmel und auf der Erde ist, selbst im tiefsten Meer. Wir können ihn mit unserem Verstand nicht fassen, nicht einmal der schlauste Professor ist dazu in der Lage. Wir können nur an ihn glauben und ihn fest in unserem Herzen spüren. Wenn du abends betest, fühlst du, da ist einer, der dir zuhört. Auch Oma siehst du nicht, wenn du mit ihr telefonierst. So ist das auch mit Gott. Es ist schwer für uns zu verstehen, dass es Gott gibt, weil wir ihn nicht sehen können. Aber unser Glaube hilft uns, ihn fest in uns zu spüren.“ „Jetzt verstehe ich dich. Das hast du fein erklärt Mutti. Bisher habe ich immer gedacht hinter irgendeiner Wolke versteckt sich die Himmelstür. Dabei kann ich sie hinter den Wolken gar nicht finden. Ja, ich fühle, wenn ich abends mit Gott rede, dass er da ist.“ „Das ist das Wichtigste“, bestätigte die Mutti, „so hast du die Tür zum Himmel längst gefunden.“
Gemeinsam fuhren beide heim. Trixi war glücklich über ihre erste Radtour mit der Mutter. Im bevorstehenden Sommer würden sie sicher des Öfteren gemeinsam ins Grüne fahren.

(c) Christina Telker

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Spaß auf dem Spielplatz

Spaß auf dem Spielplatz

Eine kinderlose Christin wurde für die Wochen eines Umzuges mit Renovierungen zur Betreuung des zweijährigen Mädchens der Wohnortwechselnden Familie eingesetzt. Die Christin besuchte mit dem Kind diverse Spielplätze, las Bücher vor, bastelte und gab sich alle Mühe, ein schönes Programm zu erstellen. Beide hatten viel Spaß miteinander. Wenn die Kleine etwas nicht direkt schaffte, half das Kindermädchen tatkräftig nach. Schließlich kam ihr der Gedanke: „Ist es nicht oft auch mit Gott und uns so? Gott denkt sich so oft schöne Dinge für uns aus. Wenn unsere Fähigkeiten nicht ausreichen, tut er häufig den Rest. Und im Hintergrund passt er darauf auf, dass uns nichts passiert.“ Natürlich gab es schon mal Differenzen. Wenn andere Kinder auch einmal das Spielzeug des Mädchens benutzen wollten, sie aber nicht teilen mochte, zum Beispiel. Dann verschwanden die Kinder stets schnell nach Hause. Dabei hoffte die Kleine sehnsüchtig bei anderen Kindern Anschluss zu finden. „Wenn sie nur wüsste, wie sie sich selbst mit dieser Haltung schadet.“, seufzte die Kinderfrau.
Eines Tages ergab sich ein besonderes Missgeschick. Auf dem Spielplatz stellte sich heraus, dass die Windel offensichtlich mit einer größeren „Ladung“ gefüllt war. Nun hieß es schnell nach Hause laufen. Der Weg betrug nur fünf Minuten, ging jedoch einen steilen Berg hinab. Und den wollte das Kind unbedingt auf dem Dreirad zurücklegen. Da die Windel voll war, plädierte das Kindermädchen auf Laufen. Doch das Kind bestand darauf, sich auf das Dreirad zu setzen und brüllte dabei so laut mitten auf der Straße, dass gefühlt die ganze Ortschaft es hören musste. Es war ein Drama, bis man nach erregter Debatte mit nun vollgeschmiertem Dreirad endlich zu Hause ankam. Als alles wieder in Ordnung gebracht war, musste die Christin doch etwas lächeln: „Sind wir nicht ebenfalls manchmal so? Wollen wir nicht auch mitunter mit sozusagen vollgeschissener Windel auf dem Dreirad den Abhang hinunterfahren und lamentieren lauthals mitten im Ort, während Gott längst versucht, uns zu helfen? Wie oft denken wir, wir seien im Recht. Aber Gott weiß es einfach besser.“
Zum Glück waren so unangenehme Ereignisse mit der Kleinen selten. Und so hatten beide in der Regel das größte Vergnügen miteinander. Kein Wunder, dass sie sich schnell lieb gewonnen hatten.
Auch Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns. Er hat soooo viel Freude daran, uns seine Liebe zu zeigen, er quillt über davon. Lehnen wir sie nicht ab und bringen uns um tausend wundervolle Erlebnisse mit ihm. Sie kennen ihn noch nicht? Laden Sie Christus noch heute in Ihr Leben ein und bitten ihn, das Steuer zu übernehmen. Er sieht und er kann einfach mehr. Und er schickt niemanden fort.

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Als Gott die Menschen schuf

Als Gott die Menschen schuf

Eines Tages hatte Gott im Himmel die Idee, eine Erde mit Menschen zu schaffen, mit denen er reden könne. Menschen, die ihm so nahe waren, dass er sie seine eigenen Kinder nennen wollte. Also machte er sich an die Arbeit. Er schuf erst die Erde, dann die Pflanzen und Tiere.
Gott gab sich die größte Mühe. Alles sollte ein Meisterstück werden. Und je länger er an der Arbeit war, desto mehr Einfälle kamen ihm. Gelegentlich hielt er inne und betrachtete alles genau. Zufrieden stellte er fest: es war sehr gut! Schließlich kam Adam an die Reihe. Das sollte ein Abbild von Gott selbst sein. Gott schuf ihn aus einem Erdkloß voll Liebe und Innigkeit. Kein Wunder, dass auch er großartig wurde. Gott blies dem Menschen Atem ein, so dass er zum Leben kam, und setzte ihn in den wunderschönen Garten Eden. Hier sollte Adam leben und über das ganze Reich herrschen. Nun brachte Gott die Tiere zu ihm, damit er ihnen Namen gäbe. Gewiss auch, damit Adam schon einmal alle Lebewesen im Garten kennenlernen konnte. Vielleicht aber sogar, weil Gott so stolz auf seine überschwängliche Schöpfung war und sehen wollte, wie Adam darauf reagierte. Adam hatte reichlich zu staunen. Wie schön alles war, was Gott gemacht hatte! Und so wurde es ein fröhliches, kurzweiliges Namensgeben mit Gott und den Tieren.
Doch etwas auf Erden fehlte. Sie war einfach nicht komplett. Hatte Gott einen Fehler gemacht? Hatte er etwas vergessen? Warum gab es für alle Tiere eine Partnerin, jedoch für Adam bisher noch nicht? Gott sagte bald selbst, dass es nicht gut war, dass der Mensch allein war. Außerdem sollte es ja noch die ersehnten Kinder geben.
So entschloss er sich, eine Frau für Adam zu schaffen. Gott tat dies aus einer Rippe, die er dem Mann im Schlaf entnahm. Ob dieser wohl dabei von einer Gefährtin träumte? Auf jeden Fall wurde es eine traumhaft schöne Frau und Gott brachte sie gespannt zu Adam. Dieser konnte sein Glück kaum fassen. Gott freute sich riesig mit.
Erst jetzt war die Erde vollständig. Gott schwelgte so sehr im Glück, dass er einen Ruhetag einlegte. Und er schaute dabei vom Himmel herab und lächelte.

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Den Schöpfungsbericht in der Bibel nachlesen. Alle Artikel zum Thema Schöpfung untereinander.

Ein Engel der dich umarmt

Ein Engel der dich umarmt

Nun lag Clara schon einige Wochen im Krankenhaus. Wer hätte das gedacht, wie ein paar Minuten der Unaufmerksamkeit ein Leben verändern konnten? Heute war Silvesterabend, ein Abend, den sie bisher immer mit ihren Freunden verbrachte. Jetzt lag sie sinnlos hier herum, während die anderen feierten. Sie wollte nichts sehen von dem Trubel dort draußen, so hatte sie die Schwester gebeten die Vorhänge zuzuziehen. „Dann doch besser schlafen, so konnte sie auch ins neue Jahr kommen“, dachte Clara bei sich und setzte sich ihre Kopfhörer auf. Sie legte ihre Lieblingsmusik ein, um so besser zur Ruhe zu kommen. Recht bald war sie eingeschlafen und was sie dort erlebte gab ihr Kraft für die kommende Zeit.
Im Traum befand sie sich auf einer sonnigen Wiese. Blumen blühten in den schönsten Farben. Doch dieser Garten, in dem sie sich befand, glich einem Labyrinth. Trotz der vielen Wege fühlte sie sich hier sehr wohl. Immer wenn sie an eine Weggabelung kam, trat ein Engel auf sie zu und führte sie. Diese Engel sprachen mit tröstenden Worten zu ihr. Sie sagten: „Fürchte dich nicht!“ oder „Gott ist an deiner Seite!“ oder „Du bist nicht allein.“ All diese Worte wirkten beruhigend auf die junge Frau, so dass sie fast etwas traurig war, als sie am Morgen erwachte und dieser wunderschöne Traum vorüber war. Erst als sie richtig zu sich kam, merkte sie, dass sie sich bereits im Neuen Jahr befand. Als die Schwester ins Zimmer trat und erwartete eine zerknirschte junge Frau vor sich zu finden, staunte sie über Claras Fröhlichkeit. Sie wünschten sich beide ein „Gesegnetes neues Jahr“, dann bat Clara, die Vorhänge aufzuziehen und das Fenster zu öffnen. Sie freute sich an der schönen klaren Winterluft und meinte: „Ist das heute nicht ein schöner Tag!“ Schwester Inge konnte diese Wandlung gar nicht fassen. Noch gestern, hatte die junge Frau nur geklagt, jetzt strahlte sie eine Fröhlichkeit aus, die ansteckend war. Ähnlich ging es ihren Freundinnen, die ihr am Nachmittag einen Neujahrsbesuch abstatteten. Als alle gegangen waren, blieb ihre beste Freundin noch ein wenig bei ihr, um sich diese Wandlung erklären zu lassen. „Sag mal, hast du dich verliebt?“, fragte sie und wollte damit einen Scherz machen. „Vielleicht!“, gab Clara schmunzelnd zurück. Dann erzählte sie ihrer besten Freundin von dem Traum der letzten Nacht. Still saß diese da und hörte zu. „Das war wirklich ein besonderer Traum“, meinte sie dann. „Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass dir Gott mit diesem Traum etwas sagen wollte?“ „Ja, ich habe es verstanden. Ich bin nicht allein. Unser himmlischer Vater ist immer an unserer Seite, ganz gleich, wo wir uns befinden.“ „Manchmal braucht man etwas länger, um dies zu begreifen“, sagte darauf ihre Freundin. „Meinen Worten konntest du nicht glauben. Ein Traum hat dich überzeugt. Gott findet immer Wege, wenn er uns etwas sagen möchte.“ Beide Freundinnen umarmten sich vor dem Abschied. Nun ging es mit Clara jeden Tag ein wenig voran. Schneller als gedacht, konnte sie die Klinik verlassen. Gemeinsam mit ihrer Freundin ging sie künftig zum Jugendkreis ihrer Gemeinde.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

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Reise nach Bethlehem

Die Weihnachtsgeschichte in zwei Minuten hier im Web gesprochen als Durchsage im Zug. Erste Klasse! 😊✨

Erlebt

Wie könnte sich die Weihnachtsgeschichte anhören, wenn sie als Durchsage im Zug gesprochen würde? Ich hab da mal was aufgenommen. Viel Spaß dabei! 🙂

Übrigens eignet sich die Durchsage auch wunderbar als Intro im Weihnachtsgottesdienst.

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Die Weihnachtskarte

Die Weihnachtskarte

Susanne warf einen letzten Blick in den Spiegel, um ihr Aussehen zu prüfen. Jetzt noch schnell zum Briefkasten und dann würde es Zeit werden, sich für die Abreise fertigzumachen. Ein Blick in die Handtasche bestätigte ihr, dass sie alle nötigen Papiere bei sich hatte. In diesem Jahr wollte sie das bevorstehende Fest ganz allein in einer Berghütte verbringen. Die Skier für eine ausgedehnte Wanderung, zu der sie sich langfristig angemeldet hatte, waren bereits im Urlaubsort angekommen. Noch ein Blick in den Briefkasten, ob sich etwa ein Werbeprospekt verirrt hatte und dafür sorgen, dass dieser über die Zeit ihrer Abwesenheit leer blieb.
Doch was war das? Sicher hatte der Postbote sich geirrt, als er den Brief bei ihr einwarf. Kein Wunder bei der vielen Post vor dem Fest. Doch als die junge Frau den Brief näher betrachtete, sah sie, dass es kein Irrtum war, die Adresse trug eindeutig ihren Namen. Wer sollte ihr denn schreiben? Sie hatte doch allen Bescheid gegeben, dass sie in diesem Jahr nicht erreichbar sei. Nun trieb sie allerdings doch die Neugier. So öffnete sie den Brief und entnahm ihm eine romantische Weihnachtskarte mit bezaubernder Schneelandschaft, genau passend zu dem was sie sich für die nächsten Tage erträumte. Diese Karte war von ihrer alten Schulfreundin Greta. Jahrelang hatten sie nichts voneinander gehört, so wunderte sich Susanne nicht wenig. Greta schrieb ausführlich, wie alleine sie sich fühlte seit dem Tode ihrer Mutter im Herbst. Lange hatte sie diese gepflegt. Greta schrieb, wie sehr ihr die Mutter fehlen würde und dass ihr vor diesem Weihnachtsfest regelrecht graute. Als Susanne die Karte gelesen hatte, war ihr die Freude am Urlaub vergangen. Warum musste sie auch gerade heute so penibel den Briefkasten leeren? Es hätte doch genügt, wenn sie bei ihrer Rückkehr wieder hineingeschaut hätte.
In Gedanken versunken zog sie sich an, nahm ihren Koffer und bestellte sich ein Taxi, das sie zum Bahnhof fahren würde. Sie kam einfach von dem Brief nicht los. Bis heute hatte es ihr nichts ausgemacht den Eltern mitzuteilen, dass sie in diesem Jahr nicht nach Hause käme. Warum sollte sie nicht auch einmal nur an sich denken. Sie hatte das Gerede über die alltäglichen Dinge des Lebens satt, ganz besonders über die Krankheiten der Eltern. Sie wollte von all dem nichts wissen. Sie wollte auch keine Geschenke. Ja, am liebsten wollte sie sich ganz abseilen und nur noch ihre Ruhe haben. Nun kam dieser Brief, der alles wieder aufwühlte.
Gerade fuhr ihr Zug im Bahnhof ein. Wieder zehn Minuten Verspätung. Hoffentlich würde sie ihren Anschlusszug noch erreichen. Immerhin hatte sie extra einen Platz in der 1. Klasse gebucht, um den Urlaub bereits auf der Fahrt beginnen zu lassen. Und nun? Ihre Gedanken lösten sich nicht von der gerade erhaltenen Karte. War das der Sinn von Gretas Karte, sie wieder an die wichtigen Dinge des Lebens und des Weihnachtsfestes zu erinnern? Im nächsten Moment verwarf sie diesen Gedanken aber auch bereits wieder. Woher sollte Greta ihre Situation überhaupt kennen, sicher war sie der Meinung, ihre alte Schulfreundin würde das Fest im Kreise ihrer Familie genießen und sie wollte sich nur ihren eigenen Kummer von der Seele schreiben, jetzt so alleine dazustehen. Susanne sah in ihre Handtasche und holte den Brief heraus. Wo lebte Grete eigentlich jetzt? Immerhin würde es sich ja so gehören, ihr nach dem Fest zu antworten. Immer näher kam der Zug dem Bahnhof, auf dem Susanne umsteigen musste. Er hatte einige Minuten der Verspätung aufgeholt, so konnte die junge Frau ihren Anschluss gerade noch erreichen. Als ihr Zug hielt, wurde bereits die Einfahrt ihres Anschlusszuges durch den Lautsprecher angekündigt. Doch in dem Moment als Susanne den Bahnsteig betrat, stand für sie fest, sie würde ihren Reiseplan ändern. Sie ging zum Fahrkartenschalter und löste sich eine Fahrkarte nach Wiesenburg, dem Wohnort Gretas. Sie würde diese überraschen, damit sie nicht allein sei über die Feiertage. Noch vom Zug aus, in dem sie nur mühsam noch einen Sitzplatz bekam, rief sie im Hotel an und sagte ihren Winterurlaub ab. Den Rücktransport der Skier würde sie später, nach den Feiertagen organisieren.
Greta traute ihren Augen nicht als Susanne so unverhofft vor ihr stand. Viel hatten sich die beiden Frauen nach so langer Zeit zu erzählen. Zum Ende des Abends stand für beide fest, sie würden, morgen, am Heiligabend gemeinsam zu Susannes Eltern fahren. „Eltern hast du nur einmal“, hatte Greta ihr klargemacht. „Gehst du jetzt deinen Weg, wirst du es später bereuen.“ Noch am Abend buchten sie ein Zimmer im Hotel, nicht weit von Susannes Eltern entfernt, denn immerhin kamen sie unangemeldet und wollten keine Umstände machen. Es sollte in schönes Weihnachtsfest für alle Beteiligten werden.
Als am Heiligabend zur Kaffeezeit die Türglocke bei Susannes Eltern Besuch ankündigte, waren diese mehr als verwundert über den unverhofften Besuch. Gemeinsam gingen sie am Abend zur Kirche und nahmen das Wort der Weihnacht in sich auf. Gottes Liebe kam in die Welt, damit wir Liebe weitergeben.
Als Susanne zu Beginn des neuen Jahres gemeinsam mit Greta die Heimreise antrat, bereute sie keine Stunde, der letzten Tage. So schön war noch nie eine Weihnachtszeit, dachte sie bei sich. Kein Urlaub in einer Skihütte hätte mich hierfür entschädigen können. Die beiden Freundinnen blieben von nun an in Verbindung. Künftige Weihnachtsfeste verbrachten sie stets gemeinsam bei Susannes Eltern. Die Familie war von nun an auch für Susanne wichtig geworden und das verdankte sie ihrer alten Schulfreundin und ihrer Weihnachtskarte.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina von

Christinas Weihnachtsmärchen

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Auf dem Platz in Bethlehem

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Gottes Weihnachtswunsch

„Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden.“ (Lukas 15,24)

Gottes Weihnachtswunsch

Die Zeitung hatte dazu aufgerufen, Weihnachtswünsche zu formulieren und einzusenden. Auf diese Weise sollten die Wunschzettel von Kindern und Erwachsenen öffentlich gemacht werden. Es war interessant, welche Wünsche da zusammenkamen: Puppenhäuser, Eisenbahnen, Smartphones und sogar ein Pferd. Ein Wunsch war jedoch ganz anders als alle anderen: Marie wünscht sich, dass Henry wieder nach Hause kommt!
Ich versuchte mir vorzustellen, welche Geschichte sich hinter diesem Wunsch verbarg: Waren da Bruder und Schwester durch ein Unglück auseinandergerissen worden? Hatte sich ein Ehepaar getrennt? Oder trauerte ein Kind um den Vater, der ausgezogen war? … Wie viel Leid, wie viel Tragik enthielt dieser Satz, wie viel Schmerz und Sehnsucht atmete er! Was wäre, wenn sich dieser Wunsch nicht oder sogar nie erfüllen würde?
Ich musste an einen ganz anderen Wunsch denken: Gott wünscht sich, dass Menschen nach Hause kommen! Auch Er wartet – wartet schon viele Jahre, wartet auf Sie und auf mich!
Was wäre, wenn Henry heute nach Hause käme? Dann wäre Maries Wunsch erfüllt. Sicherlich würde sie ihm um den Hals fallen, und ihre Augen würden strahlen. Und Henry? Würde er sich nicht von ihrer Freude anstecken lassen? Doch warum macht Henry sich nicht auf? …
Was wäre, wenn ein Mensch heute zu Gott umkehren würde? Würde er dann nicht erleben: „Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr“? Ja, es wäre Freude bei Gott, „Freude im Himmel“ über einen, der Buße tut und nach Hause kommt. Wenn Sie dieser eine Mensch sind – wie glücklich können Sie dann heute noch werden! (Vers 7 und 20).

Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes.

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Die Weihnachtsgeschichte der Bibel

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel farbig illustriert. Die Vervielfältigung ist für nicht kommerzielle Zwecke gerne erlaubt. Hier der Artikel hübsch zurecht gemacht als PDF.

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel

Die Ankündigung der Geburt Jesu (Lukas 1,26-38)

Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die einem Manne verlobt war mit Namen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der Herr ist mit dir. Gesegnet bist du unter den Weibern! Da sie aber ihn sah, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst seinen Namen Jesus heißen. Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreiches wird kein Ende sein.

Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn in ihrem Alter und dies ist der sechste Monat bei ihr, welche unfruchtbar genannt war. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Marias Besuch bei Elisabeth (Lukas 1,39-56)

Maria aber stand auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu der Stadt Juda’s und kam in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Weibern, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und woher kommt mir das, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und o selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder; denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und des Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die in der Gesinnung ihres Herzens hochmütig sind. Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel wieder auf, wie er geredet hat unseren Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
Und Maria blieb bei ihr bei drei Monaten; darnach kehrte sie wiederum heim.

Joseph und Maria Matthäus (1,18-25)

Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertraut war, fand sich’s ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist. Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Immanuel heißen“, das ist verdolmetscht: Gott mit uns.

Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar; und hieß seinen Namen Jesus.

Jesu Geburt (Lukas 2,1-7)

Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Die Einschreibung selbst geschah erst, als Kyrenius Landpfleger von Syrien war. Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, ein jeder in seine eigene Stadt. Es ging aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobten Weibe, welche schwanger war.

Und es geschah, als sie daselbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, dass sie gebären sollte; und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war.

Hirten und Engel (Lukas 2,8-20)

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, indem sie Gott verherrlichten und lobten über alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Die Weisen aus dem Morgenland (Matthäus 2,1-12)

Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.
Da das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem. Und ließ versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden.

Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande; denn also steht geschrieben durch den Propheten: „Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Juda’s; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei.“
Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein; wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis dass er kam und stand oben über, da das Kindlein war.

Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Und Gott befahl ihnen im Traum, dass sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken; und sie zogen durch einen anderen Weg wieder in ihr Land.

Simeon und Hanna (Lukas 2,21-40)

Und da acht Tage um waren, dass das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mose’s kamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, auf dass sie ihn darstellten dem Herrn (wie denn geschrieben steht in dem Gesetz des Herrn: „Allerlei Männliches, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen“) und dass sie gäben das Opfer, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: „Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“
Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Und er kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, dass sie für ihn täten, wie man pflegt nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.

Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das, was über ihn geredet wurde. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.

Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten.
Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.

Die Flucht nach Ägypten (Matthäus 2,13-23)

Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägyptenland und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, dass Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen.
Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllet würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: „Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.“

Da Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten und an seinen ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte. Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: „Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.“
Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Ägyptenland und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen.

Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel. Da er aber hörte, dass Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog in die Örter des galiläischen Landes. Und kam und wohnte in der Stadt die da heißt Nazareth; auf dass erfüllet würde, was da gesagt ist durch die Propheten: „Er wird Nazarener genannt werden.“

Die Bilder aus diesem Artikel sind von christiancliparts.net und dürfen nach deren Copyrightregeln vervielfältigt werden. Vielen Dank dafür! Auch für die verwendeten Texte der revidierten Bibelübersetzung Luthers von 1912 oder der Elberfelder Bibelübersetzung von 1905.

Hier noch einmal  der Artikel hübsch zurecht gemacht als PDF. Ebenfalls von Christliche Perlen: Die Weihnachtsgeschichte der Bibel zum Ausdrucken.

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Der erste Advent

Der erste Advent

Der 1. Advent war in meiner Kindheit ein ganz besonderer Tag. Nein es gab keine Geschenke, warum auch, aber es gab etwas, das jedes Jahr zum 1. Advent in meiner Erinnerung auftaucht und nicht nur dann. Manche Erinnerungen sind wie Sterne, sie leuchten durch das ganze Leben. So ist es für mich mit dieser kleinen Erinnerung an jeden 1. Advent meiner Kindheit. Früh gegen 6 Uhr, draußen war es noch dunkel, zogen die Schülerinnen der Bibelschule Malche mit einer Kerze in der Hand, an den Häusern des Malchetals entlang und sangen Adventslieder. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, ist ein Lied, das stets dazu gehörte. Klang dieses Lied an mein Ohr, mit dem Schein der Kerzen vor dem Fenster, wir wohnten im Erdgeschoss, war dies für mich als Kind Glückseligkeit pur. Ich lag dann noch still und träumte vor mich hin, bis meine Mutter mich wecken kam. Nun wartete im Dämmerlicht ein festlich gedeckter Tisch auf dem in der Mitte der Adventskranz stand, an dem die erste Kerze brannte. Später gingen wir dann gemeinsam zum Gottesdienst, bei dem der große Kranz vorm im Altarraum ebenfalls die erste Kerze leuchten ließ. Diese Adventsstimmung ist Vergangenheit. unwiederbringlich und doch in der Erinnerung stets neu wach.
Im letzten Sommer fiel mir ein Buch in die Hände „Flieg, Maikäfer flieg“. In diesem Buch fand ich meine eigenen Kindheitserinnerungen wieder, nur dass es sich um ein Gut jenseits der Oder handelte. Die Erinnerungen an den 1. Advent, waren jedoch genau die, wie ich sie in jedem Jahr erleben durfte. Vielleicht gab es damals noch mehr Orte an denen dieses morgendliche Singen Tradition war.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina von

Christinas Weihnachtsmärchen

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Weg versperrt

In meiner Gegend gibt es eine kleine alte Kirche, die tagsüber geöffnet ist. Obwohl ich dort kein Mitglied bin, hat es mich einige Male dorthin verschlagen, wenn ich ein besonderes Anliegen vor Gott bringen oder Jesus meinen Dank ausdrücken wollte. Einfach wegen der feierlichen und andächtigen Atmosphäre dort. Außerdem liegt vorne ein mächtiges Buch, in das man Gebete oder Gedanken eintragen kann. Dadurch erhalten sie Festigkeit und mitunter kommt Klarheit in die Sinne.
Haben Sie den Kopf voll und eine offene Kirche in der Nähe, in der Sie sich wohl fühlen? Natürlich können Sie überall mit Gott reden. Aber vielleicht hilft Ihnen die Stille einer Kirche ja, eher zur Ruhe zu kommen, als dies an belebten Orten möglich ist.
Nachfolgend eine kleine Sommererfahrung von einer spontanen Einkehr in ein solches Gotteshaus. Vom Erlebtblog. Kurz, aber ansprechend.

Erlebt

Am Samstag Vormittag habe ich unsere Tochter zum Bus gebracht. Wie so oft ist es bei uns zeitlich etwas eng. Aber wir waren früh genug dort.

Bei der Gelegenheit wollte ich schnell noch weiter zum Geldautomaten gehen. Soweit war der Weg ja nicht. In meiner Eile und Orientierungslosigkeit bin ich einen Weg um die Kirche gegangen. Doch da stand ich plötzlich vor einem Bauzaun. Der weitere Weg war abgesperrt, weil dort am Platz ein Freilichttheater stattfinden sollte.

Ich fand das ärgerlich, da ich nun wieder um die Kirche herum laufen musste und ich den Weg somit umsonst gelaufen war. Beim ersten Vorbeigehen hatte ich schon gesehen, dass die Kirchentür offen stand. Als ich nun wieder dort entlang kam, entschloss ich mich, trotz Eile in die Kirche zu gehen.

Drinnen war es angenehm kühl. Ich ging nach vorne in die dritte Reihe und setzte mich in die Kirchenbank. Einen kurzen Moment…

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Neue kleine Berichte

Gebetserhörung während des Gottesdienstes

Eine christliche Mutter hatte mit ihrer Tochter vermehrt Schwierigkeiten, seit diese das jugendliche Alter erreicht hatte. Gab es einen Konflikt, drohte die Tochter mitunter mit Suizid und verließ das Haus für Stunden oder sogar über Nacht.
Eines Tages brach ein Streit wegen Taschengeld zwischen Mutter und Tochter aus. Das Mädchen verschwand darauf erneut und kehrte auch bei Einbruch der Dunkelheit nicht zurück. Die Mutter musste zwar die ganze Zeit an ihr Kind denken, verspürte aber einen göttlichen Frieden in sich, nachdem sie die Angelegenheit an Gott im Gebet abgegeben hatte. Also beschloss sie, der Polizei keine Meldung zu erstatten, sondern legte sich zur Nacht ins Bett. Sie schlief so erholsam, dass sie erst morgens um 9:30 aufstand. Dann trank sie einen Kaffee und erledigte verschiedene Dinge im Haushalt. Am Abend war eine Veranstaltung in der Kirche, die sie gerne besucht hätte. Doch konnte sie überhaupt dort hin, während ihre Tochter noch verschwunden war? Sie kam zu dem Schluss, dass sie jetzt eh nichts machen konnte und begab sich auf den Weg. Sie wollte Gott vertrauen. Es wurde eine gesegnete Veranstaltung. Während des Gottesdienstes brauchte die Mutter etwas aus ihrer Tasche. Da fiel ihr Blick auf das Handy darin, das eine eingegangene SMS anzeigte. Dort stand von ihrer Tochter geschrieben: „Ich bin wieder zu Hause. Ich liebe Dich. Es tut mir leid.“

Wen soll ich senden?

Eine christliche Gemeinde bestand bereits seit etwa 40 Jahren. Neben seiner Berufstätigkeit hatte ein Mann die ganze Zeit treu und ehrenamtlich die Gemeinde geleitet, als er plötzlich unerwartet verstarb. Es gab niemanden, der unmittelbar seine Nachfolge antreten konnte. Doch die Gemeinde beschloss, sich nicht einer anderen Gruppierung anzuschließen. Sie war in all den Jahren zusammen gewachsen und wollte es auch weiter zusammen versuchen. Die Männer einigten sich darauf, abwechselnd sonntags zu predigen. Mit großer Ernsthaftigkeit bereiteten sie sich darauf vor. Die Verantwortung war ihnen bewusst. Viele Stunden flossen ins Gebet und in die Vorbereitung, mitunter bis spät in die Nacht. Da war es kein Wunder, dass eine Besucherin anmerkte: „Ich konnte bis jetzt aus jeder dieser Predigten etwas mitnehmen.“ Heutzutage werden Kirchen manchmal geschlossen. Wo sind die Menschen, die sagen: „Wir machen weiter. Wir geben uns hin.“?
Hier bin ich, sende mich! Aus Jesaja 6,8

Pechtag oder Glückstag?

In einem Kindergottesdienst am Sonntagmorgen verschüttete ein Junge, namens Daniel (Name geändert), versehentlich Saft über sein Handy. Geistesgegenwärtig griff der Nachbarsjunge danach und wischte es an seinem weißen Markentshirt ab. Der Besitzer befürchtete: „Oh nein, jetzt ist die Kamera kaputt und der Ton geht nicht mehr. Heute ist mein Pechtag!“ Er bedankte sich aber bei dem Jungen, der womöglich sein T-Shirt geopfert hatte. Großmütig meinte der: „Ein Handy ist wertvoller als ein T-Shirt.“ Ein Test ergab, dass das Handy funktionsfähig geblieben war.  Dankbarkeit und Freude waren groß darüber. Nachdem die Aufregung sich gelegt hatte, griff Daniel zu einer kleinen Anspitzdose mit Deckel, um einen Stift anzuspitzen. Dabei fiel der Deckel auf den Boden. Daniel stellte die Dose voller Spähne von mehrmaligem Anspitzen auf den Tisch und bückte sich, um den Deckel aufzuheben. Dabei fiel die Dose auf den Boden und der Inhalt ergoss sich über den Teppich. „Oh nein!“, rief der arme Daniel. „Heute ist echt mein Pechtag!“ Die Dame, die die Kinderstunde hielt, versicherte, das sei nicht so schlimm und man könne das am Ende der Stunde aufsaugen. Als Daniel kurz darauf noch die Miene eines Bleistiftes abbrach, wiederholte er erneut: „Also heute ist wirklich mein Pechtag!“ Die Dame wollte es nicht so weiter laufen lassen und warf ein: „Überhaupt nicht! Heute ist dein Glückstag!“ „Warum?“, fragte der Junge verwundert. „Heute ist Saft über dein Handy gelaufen. Aber jemand hat es gerettet. Das ist Glück. Dann ist nur die Dose vom Spitzer runtergefallen, was man aufsaugen kann. Aber kein Glas mit Saft auf den Teppich. Und dass ein Bleistift abbricht, ist kein Weltuntergang. Alles halb so wild! Heute ist ein guter Tag! Heute ist dein Glückstag!“ Oft ist es die Frage, mit welcher Betrachtungsweise wir an die Dinge herangehen. Bleiben wir dankbar.
Es wurde noch ein sehr schöner Kindergottesdienst. Am Schluss meinte Daniel: „Das war heute aber eine schöne Kinderstunde!“

P. S.: Zwei Sonntage später trug der heldenhafte Junge wieder das MarkenT-Shirt beim Besuch der Kirche. Es war kein Flecken von Saft mehr darauf zu sehen. Er traf den Handybesitzer auf der Treppe. Dessen Mobiltelefon ging immer noch tadellos. Das Leben war schön.

Die kleinen Berichte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

Sauer eingelegt

Sauer eingelegt

Kennen Sie das auch noch, wenn die Gurken im Garten heranreiften, hieß es sie rechtzeitig zu ernten, um sie sauer einzulegen. Mit der richtigen Mischung der Gewürze, konnte man sich einen guten Wintervorrat einlegen. Ganz besonders schmackhaft sind auch die Senfgurken.
Wie sieht es jedoch aus, wenn wir sauer sind. Nicht unser übersäuerter Magen, sondern unsere Stimmung, die wir dann auf andere loslassen. Mit unserer schlechten Stimmung erzeugen wir bei unserem Gegenüber mitunter erschrecken. Man wundert sich über völlig übersteigerte Reaktionen auf eine belanglose Frage. Muss das sein? Können wir unsere Stimmung nicht im Griff haben? Zugegeben, es ist nicht einfach, wenn wir uns gerade mächtig über eine Ungerechtigkeit ärgerten, unseren Frust nicht über dem Nächstbesten auszuschütten. Aber richten wir hiermit nicht noch mehr Unrecht an, da dies meist den Falschen trifft. Unrecht ist nie gut, egal wen es trifft. Dagegen anzugehen ist nicht immer leicht und man macht sich selten Freude damit. Trotzdem sollten wir es versuchen. Auch Jesus setzte sich zu Lebzeiten auf der Erde für die Benachteiligten ein, für diejenigen die Unrecht litten. Trifft es uns wieder einmal, dass wir durch und durch sauer sind, weil wir uns ungerecht behandelt fühlen, versuchen wir doch den Weg in die Einsamkeit zu gehen, uns ein paar Minuten der Stille und des Gebetes zu gönnen, bevor wir anderen Unrecht zufügen, auch wenn dies nur mit unbedachten Worten geschieht.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

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Am Lagerfeuer

Am Lagerfeuer

Klaus freute sich seit Wochen auf das Pfadfinderlager. Das erste Mal alleine fort von daheim. Im Anschluss würde er mit den Eltern gemeinsam in den Urlaub fahren. Welche eine schöne Zeit lag vor ihm!
Wie schnell vergingen dann die Wochen! Viel hatte die Gruppe miteinander erlebt. Nun war für den heutigen Abend ein Lagerfeuer angesagt. Dieser Abend war der Abschluss einer schönen Zeit. Dem Jungen gefielen besonders die Lieder, die sie gemeinsam sangen. Aus voller Brust stimmte er mit ein. Als der Abend zu Ende ging, sagte er zu Peter: „Mir werden die Lieder fehlen. Es tat so gut mit euch zu singen.“ „Ich singe auch sehr gerne. Oft am Tage, einfach so vor mich hin. Darum bin ich auch bei unserer Gemeinde im Kinderchor. Das macht Spaß! Ich freue mich immer schon auf diese eine Stunde in der Woche“, entgegnete Peter. Klaus spürte sofort, das wäre auch was für ihn. „Kann da jeder mitmachen?“, erkundigte er sich bei Peter. „Ich nehme dich einfach beim nächsten Mal zur Probe mit, dann werden wir ja sehen, was Holger, unser Chorleiter dazu sagt“, schlug er vor. In Klaus war ein Licht angegangen, er strahlte förmlich vor Begeisterung und sang gleich noch einmal so kräftig mit. „Mit unseren Liedern wandert unser Dank direkt zu Gottes Herz“, sagte Peter zum Abschied und Klaus stimmte ihm zu. Schon bald jubelten die Jungen gemeinsam im Chor.

(c) Christina Telker

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Klimaschutz

Klimaschutz

Die Erde wird heißer, die Dürren größer und die Überflutungen durch geschmolzenes Polareis höher. Jeder ist gefragt zu überlegen, ob er nicht etwas dazu beitragen kann, den Vorgang zu drosseln. Wenn alle sich gemeinsam bemühen, kann etwas erreicht werden. Die Frage ist immer die gleiche: Wo kann ich in meinem Leben noch etwas an Energieerzeugung einsparen? Nachfolgend nur ein paar Denkanstöße, die beliebig erweitert werden können:

Kann ich:

– Weniger mit dem Flugzeug fliegen und mehr Urlaub in der Nähe machen?
– Etwas langsamer auf der Autobahn fahren?
– Fahrgemeinschaften bilden?
– Eher laufen oder das Fahrrad nutzen?
– Etwas kürzer / kühler duschen?
– Mit dem Badewasser noch die Toilette nachspülen, wo es kleinere Spülungen braucht?
– Wasch- und Spülmaschinen erst anwerfen, wenn sie auch voll sind bzw. nicht nur für ein paar Teile?
– Licht und Ventilator nur in dem Raum anlassen, wo ich mich auch aufhalte?
– Im Winter weniger heizen und statt dessen wärmere Sachen anziehen?
– Mehr gebrauchte Sachen kaufen und weniger neue?
– Vielleicht sogar insgesamt ein paar Dinge weniger kaufen? Es muss ja doch nicht immer der neueste Schrei sein…
– Abgelaufene Lebensmittel mitunter eventuell noch essen? Sie sind oftmals weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrbar (Prüfen durch ansehen, riechen, schmecken).
– Frisches Leitungswasser trinken statt solches aus schweren Glasflaschen von weit her oder aus Plastikflaschen, die womöglich Plastikpartikel abgeben?
– Generell etwas weniger Limo / Bier etc. trinken und mehr Wasser?
– Auf Strohhalme und Einweggeschirr verzichten?
– Die Einwegtüten für Backwaren vom Supermarkt mehrfach verwenden (wieder mitbringen), wenn ich nur trockene Brötchen mit Zange aus dem Fach holen möchte oder statt dessen eine eigene Tüte mitnehmen, die ich mehrmals gebrauche?
– Toilettenpapier aus Recyclingmaterial, Recyclingpapier und generell Recyclingprodukte bevorzugen?
– Ausstopfbare Pocketwindeln heranziehen, wenn bei den Kids mal nur ein kleines Geschäft zu erwarten ist?
– Mit dem Rauchen aufhören? Oder zumindest meine Kippen nicht mehr überall hinwerfen (z. B. am Strand, wo sie tonnenweise ins Meer geraten), sondern per Aschenbecher entsorgen? Geht gar nicht: die heißen Kippen aus dem Autofenster auf trockenes Gras zu werfen!
– Zu Silvester auf Feuerwerkskörper verzichten und statt dessen für einen guten Zweck spenden?
– Die Rückseiten von Briefumschlägen noch als Notizpapier benutzen?
– Bin ich immer noch nachlässig beim Trennen von Glas und Papiermüll, bzw. werfe solches noch öfter in den Hausmüll statt in die Sammelcontainer?
– Gehöre ich gar zu den Leuten, die ihren Müll noch an den Wegesrand schmeißen?
– Vandalismus wie z. B. durch Graffitisprayer: Bitte aufhören, anderer Leute Wände zu besprühen, was aufwendige Renovierungen zur Folge hat.

Auch wenn es nicht immer direkt große Einsparungen sind: Sie summieren sich trotzdem, denn „Kleinvieh macht auch Mist.“ Denken Sie nicht: Mir ist alles egal, nach mir die Sintflut! Nach Ihnen sind vermutlich ja noch andere Menschen hier unten. Seien Sie nicht so unverständig, wie die Bibel viele gegen Ende der Welt schildert: „Und den Menschen ward heiß von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben.“ (Offenbarung 16,9) Wenn man Gott lästert, wie will man dann vor ihm bestehen, wenn man einmal vor ihm erscheint? Dies geht wahrhaftig nur, wenn man schon zu Lebzeiten Buße für seine Ungeschicktheiten getan hat. Christus vergibt uns gerne, wenn wir es aufrichtig meinen, er hat für unsere Schuld am Kreuz gesühnt. Bitten Sie ihn auch, Sie in allem zu versorgen und vergessen Sie das Danken dabei nicht. Richten Sie sich jedoch darauf ein, dass es wärmer wird und überlegen Sie sich, wie Sie die heißen Monate so gut wie möglich überstehen können. Und lassen Sie den Kopf nicht hängen, es nützt nichts, wenn Sie sich zermürben! Schalten Sie ihn ein und machen mit Verstand das Beste aus Ihrem Tag (In Wüstenländern ist es noch heißer)! Wenn nun alle eine Klimaanlage für ihr Haus anschaffen, ist das sicher auch nicht umweltfreundlich. Aber vielleicht hilft ein kaltes Fußbad (mit dem Wasser dann den Garten gießen), morgendliches Lüften und zeitiges Schließen der Fenster vor dem Einsetzen des Tageshitze, etwas Wasser auf die Ärmel träufeln, Pausen einlegen, Eiswürfel im Getränk…

Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt
und des Zuversicht der Herr ist!
Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt
und am Bach gewurzelt.
Denn obgleich eine Hitze kommt,
fürchtet er sich doch nicht,
sondern seine Blätter bleiben grün,
und sorgt nicht, wenn ein dürres Jahr kommt
sondern er bringt ohne Aufhören Früchte.

Die Bibel: Jeremia 17, 7-8

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Kleine Berichte

Spaß am Leben

Auf einem großen Krankenhausgelände traf eine Frau einen Blinden, der mit einem Stock versuchte, eine belebte Straße zu überqueren. Die Dame fragte den Mann, wohin er wolle. Der Herr nannte ein Verwaltungsgebäude und erwähnte, er arbeite dort. Die Frau wunderte sich darüber, dass er als Blinder noch einer Tätigkeit nachging und erkundigte sich, was er denn dort täte. „Das Einzige, was ich noch kann. Ich arbeite am Computer, der hat ein Sprechprogramm.“ Der Herr ließ sich gerne von der Dame zum gewünschten Gebäude lotsen. Unterwegs stellte die Helferin fest, dass der Mann doch sicher nicht mehr arbeiten müsse, wenn er nicht wolle. „Ich könnte morgen aufhören,“ entgegnete der Blinde. „Aber solange es noch Spaß macht…“
Wie viele gesunde Menschen lassen zahllose Gelegenheiten, Sinnvolles zu tun, verstreichen und sind oft sogar unglücklich. Doch dieser Mann schöpfte Lebensfreude daraus, etwas Gutes tun zu können. Erstaunlich, wie viele Kranke, Arme oder mit Schwierigkeiten Kämpfende trotz ihrer Umstände zufrieden sind und angeben, sie hätten Spaß. Manches ist wohl auch eine Frage der inneren Einstellung. Wie mal jemand sagte: „Es ist, wie es ist. Aber es wird, was wir daraus machen.“

Bei manchen Menschen

Bei manchen Menschen fragt man sich erstaunt, wie sie mit harten Tagen fertig werden, und in Hoffnung freuen und Trübsal ausharren, geduldig ihr Leid tragen hier auf der Erde. Und will man hinter dies‘ Geheimnis kommen, dann sieht man gleich ihr tiefes Gottvertrauen; durch Demut und Gehorsam dem Willen Gottes gegenüber hat sich da im Herzen große Kraft gesammelt. Gott hat an solchen Leuten Wohlgefallen, sie sind durch Jesus stark mit Gott verbunden. Er macht sie reich an Glauben und Vertrauen. Er segnet ihren Weg, der in Sein Reich sie führt.

Helene Redekop

Ernten ohne Aufhören

Nachdem ich mich einmal ziemlich viel für andere eingesetzt hatte, war irgendwie etwas die Luft bei mir raus. Da stieß ich in meiner täglichen Bibellese auf den Vers von Paulus: „Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ (Galater 6,9) Ich grinste. Ernten ohne Aufhören? Belohnung ohne Ende dort oben im Himmel? Das wusste ich zwar, doch die erneute Erinnerung daran klang in diesem Moment besonders attraktiv. Motiviert ging ich wieder ans Werk.

Die kleinen Berichte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

Zitate über den Heiligen Geist

Zitate über den Heiligen Geist

Zu Pfingsten geschah die Erfüllung der Jünger Jesu mit Gottes Heiligem Geist. Dieses Ereignis ist in Apostelgeschichte 2 in der Bibel nachzulesen. Bis heute wirkt der Heilige Geist und möchte, dass Menschen ihr Leben bereinigen und ihn einladen, in ihr Herz einzuziehen. Verbleiben wir wie die ersten Jünger im Gebet und im Warten auf ihn, bis er auch uns erfüllt hat. Und wenn wir merken, dass sein Wirken in uns nachlässt, bitten wir ihn wieder um eine neue Erfüllung. Nachfolgend einige Zitate über den Heiligen Geist:

William Booth: Ich bin der Überzeugung, dass die größten Gefahren, die dem kommenden Jahrhundert bevorstehen, folgende sind: eine Religion ohne den Heiligen Geist, eine Christenheit ohne Christus, eine Vergebung ohne Buße, eine Erlösung ohne Wiedergeburt, eine Politik ohne Gott und ein Himmel ohne Hölle.

Im fernen Osten gibt es eine Sage, die erzählt, ein Mann habe seinem einzigen Sohn als Erbteil drei Gläser, mit wunderbarem Wasser gefüllt, hinterlassen. Würde dieses Wasser nacheinander auf einen leblosen Körper ausgegossen, so werde das Leben wieder zurückkehren. Nach Jahren starb der Sohn. Vor seinem Ende gab er dem Diener genaue Anweisung, was er zu tun habe, um seinen toten Herrn wieder zum Leben zu erwecken. Er goss also das Wasser aus dem ersten Glas über den toten Herrn aus, und siehe da, der Tote schlug die Augen auf. Dann goss er das zweite Glas über ihn aus, und siehe, der vorher Tote richtete sich auf und rief: „Gieße aus, gieße aus das dritte Glas!“ Da packte das Entsetzen den Diener. Er ergriff das Glas, zitterte aber so heftig, dass er es fallen ließ. Da sank der Mann auf sein Lager zurück und war wiederum eine Leiche.
Diese drei Gläser sind ein treffendes Bild der drei Artikel unseres christlichen Glaubens. Es gibt viele, die an den Schöpfer und an den Erlöser glauben, aber solange der Glaube an den Heiligen Geist fehlt, fehlt das Leben. Der Heilige Geist allein vermag die geistlich Toten zu neuem, wahrem Leben zu erwecken.
Quelle: Neues und Altes

C. H. Spurgeon: Der Lehrer bereitet sich vor auf seine Lektionen; aber bereitet er sich dadurch vor, dass er die Kraft des Heiligen Geistes sucht? Der Prediger studiert seinen Text, aber fleht er auch um die Leitung des Heiligen Geistes? Ich fürchte, das diese geistliche Befähigung, die wesentliche von allen, oft unbedacht bleibt. Dann erbarme sich der Herr über uns! Der Soldat könnte eher ohne Gewehr oder Schwert und der Artillerist ohne Pulver in die Schlacht ziehen, als das wir versuchen könnten, eine Seele zu gewinnen, ohne die Kraft des Heiligen Geistes zu erfahren. Wenn unsere Tätigkeit irgendwelches Resultat haben soll, so muss das gelehrte oder gepredigte Wort von göttlicher Kraft begleitet werden und diese Kraft muss der zuerst erfahren, der das Wort zu andern redet.

Stimme des Heiligen Geistes missachtet

Ein junger Gläubiger war als Vizefeldwebel zur Dienstleistung eingezogen. Eines Nachmittags zum Schießdienste kommandiert, traf er eine halbe Stunde zu früh an den Scheibenständen ein und betrat daher ein dort gelegenes Gartenlokal, um vor Beginn des Dienstes eine Tasse Kaffee zu trinken. Er saß noch nicht lange da, so kam ein Leutnant desselben Bataillons, der sich ebenfalls Kaffee bestellte und sich an denselben Tisch setzte.
Der Vizefeldwebel verspürte einen mächtigen Trieb, dem junge Offizier ein Wort von der rettenden Gnade zu sagen, die in Christus zu finden ist. Es sprach in seinem Innern: „Sage es ihm; bezeuge ihm das Evangelium!“ Indessen sein Verstand sprach dagegen: „Es ist ja nur so kurze Zeit; was soll er denken; er ist ja dein Vorgesetzter!“ usw. Bald war die Zeit verstrichen – man stand auf, und das Schießen auf dem Scheibenstande begann. Nach beendetem Dienste ging der Vizefeldwebel nach Hause.
Als er am nächsten Morgen den Kasernenhof betrat, war das erste, was er hörte: „Wissen Sie schon, der Leutnant X. hat sich in der Nacht erschossen!“ Es war jener Offizier, welchem der Jünger Jesu noch einmal die Gnadenbotschaft hatte sagen sollen. Es war die Stimme des Heiligen Geistes gewesen, welcher den sonst so treuen Bekenner seines Herrn mit dieser Botschaft beauftragen wollte.
D. Witt

Die Lehre, die von oben herab kommt durch das Einsprechen des Heiligen Geistes, ist viel edler als diejenige, die vom Menschenverstande durch große Arbeit erlernt wird.
Johann Arndt

Stille ist die Arbeitszeit des Heiligen Geistes.
P. Hahne

Beten ist für uns das, was das Atmen für die Lungen ist. Das Ausatmen befreit uns von der verbrauchten Luft, das Einatmen gibt uns frische Luft. Ausatmen bedeutet bekennen. Einatmen bedeutet, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden.
Corrie ten Boom

Lieber Gott, gib uns den Heiligen Geist, der das gehörte Wort in unsere Herzen schreibe, so dass wir´s annehmen und glauben und uns seiner in Ewigkeit freuen und trösten.
Martin Luther

Vielen Dank an das Evangeliums.net für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe der Zitate.

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Kleine Impulse

Der Zettel im Glas

Auf einer christlichen Kinderfreizeit wurden an einem der letzten Tage verschiedene Stationen angeboten. Auf einem der Tische stand ein Glas, das kleine Zettelchen mit Bibelversen enthielt, von denen man sich eins ziehen konnte. Ein Junge ohne christlichen Hintergrund hatte an der Freizeit teilgenommen und zog nun ebenfalls ein Papierchen. Er lief ganz aufgeregt zu einer der Betreuerinnen und berichtete, dass er aus dem Glas einen Zettel geholt hätte, der ganz anders aussah als die anderen Papierstücke. Die Frau versuchte, ihn zu beruhigen und erkundigte sich, was denn auf seinem Blatt stünde. Der Junge sagte, es seien die Worte gewesen: >>Du musst dich selbst entscheiden.<< Aber er hätte das Gefühl gehabt, den Zettel wieder ins Glas legen müssen.
Der Junge war sichtlich bewegt und meinte, das wäre die größte Entscheidung seines Lebens. Er dachte noch eine längere Zeit nach und ging dann irgendwann zu einer der Verantwortlichen, um ihr anzuvertrauen: „Ich habe mich entschieden. Ich will jetzt auch ein Freund von Jesus sein.“ Man fragte alle Mitarbeiter, wer den Zettel ins Glas gelegt hatte, doch niemand gab an es gewesen zu sein. Bis heute weiß man nicht, wie das Papierstück ins Glas gekommen ist und es war auch nicht mehr darin zu finden.

Loslassen

Eine Frau hatte viele Gebetsanliegen. Einige wurden auch erhört. Ein großer Teil jedoch nicht und wieder andere ihrer Bitten wurden zwar erhört, kamen aber zusammen mit negativen Begleiterscheinungen, die viel Freude an den Erhörungen nahmen. Schließlich fragte sich die Dame, warum das so sei. Sie stellte fest, dass sie Gott immer nur ihre Wünsche äußerte, jedoch innerlich Schwierigkeiten hatte, ihm ganz das Steuer zu überlassen. Sie fürchtete das Gebet: „Dein Wille geschehe.“ Was, wenn Gott Dinge wollte, die sie nicht wollte? Ein paar Jahre waren so ins Land gezogen. Doch nach einigen Erhörungen mit negativem Beigeschmack beschloss die Dame, ihre Wünsche Gott zwar auch in Zukunft mitzuteilen, diese jedoch von nun an seinem Willen zu unterstellen. Gott durfte nun auch anders entscheiden, wenn er es so für besser hielt. Letztlich sollte es ab jetzt nach seiner Weisheit gehen. Zumindest konnte sie es ja einmal eine Zeit lang so versuchen. In Gedanken zog sie sich einen unsichtbaren Sturzhelm auf und stellte sich auf eine Vielzahl an Ereignissen ein, die sie eigentlich nicht wollte. Statt dessen geschahen erstaunliche Dinge in Bereichen, in denen sie bisher mit Gebet nicht viel hatte erreichen können.
Seit längerem bereits führte die Dame ein „Wunderbuch“, in dem sie besondere Gebetserhörungen festhielt nach dem Motto: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2) Nun kam sie kaum noch nach damit, die vielen Hilfen Gottes, die sich neuerdings bei ihr und in ihrem Umfeld zeigten, einzutragen. Sie konnte es kaum fassen und das Bibelwort kam ihr in den Sinn: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ (Jeremia 29,11)

Überwinden

Es war noch vor der Zeit der Computer: Ein Missionar war weit fortgeschritten mit der Übersetzung der Bibel in eine fremde Sprache. Da erlitt er Schiffbruch und alle seine Unterlagen versanken. Nur eine Bibel wurde ans Land gespült – Zufall? Er ließ sich nicht entmutigen und begann von vorn.
Ein Sänger mit der Stimme eines Engels sang Lieder für Gott und erreichte viele mit der Botschaft der Liebe Christi. Irgendwann wuchs ein Knoten auf seinen Stimmbändern und zwang ihn zur Op. Sie gelang, so dass er wieder singen konnte. Sein Zeugnis: „Gott ist erstaunlich.“
Ein Mann war bereits über dreißig Jahre Christ und engagierte sich ebenso lange in unterschiedlichen Bereichen von Kirchen. Er erlebte, wie ein Pastor sich mit Kasse und Sekretärin aus dem Staub machte oder wie eine Gemeinde sich wegen Vorhängen zerstritt. Doch er verließ die Kirche nie völlig und arbeitete weiter mit ganzem Herzen mit. Als man ihn darauf ansprach, dass er sicher Anlass gehabt hätte zu gehen, meinte er nur: „Mein Glaube beruht nicht auf Menschen, er beruht auf dem Herrn.“
Ein Missionskrankenhaus hat immer wieder schwere Kämpfe um Zulassungserlaubnisse, Gelder, neidische Sticheleien etc. zu bestehen. Doch sie hören nicht auf. Hunderttausende Patienten werden behandelt, viele erfahren dazu noch vom Friedensevangelium Christi. Es ist nur zu ahnen, was hier vollbracht wurde, weil Menschen nicht aufgaben.
Berufungen Gottes stehen durchaus in der Gefahr, angegriffen zu werden. „Aber in dem allem überwinden wir weit um deswillen, der uns geliebt hat.“ (Paulus in Römer 8,37) „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ (Römer 12,21)

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Eine Geschichte zu Palmsonntag

Eine Geschichte zu Palmsonntag

Jafar war mit seiner Mutter zu Beerdigung gekommen. Die Mama und alle Leute weinten sehr um ihren Verwandten Lazarus und noch mehr um seine Schwestern Martha und Maria, die ab jetzt ohne ihren Versorger auskommen mussten. Es war sehr schlimm für sie, denn nun musste jemand die Schwestern zu sich nehmen, das bedeutete vielleicht das Haus zu verlieren und im fremden Haus Dienerinnen zu sein. Und dann erlebte Jafar etwas Großartiges, Wunderbares.
Lazarus, der schon seit vier Tagen begraben war, lebte wieder, weil ein Mann mit Namen Jesus ihn auferweckt hatte. Es herrschte eine unbeschreibliche Begeisterung unter den vor Kurzem so untröstlichen Gästen. Alle weinten vor Freude, umarmten sich und auch Martha und Maria. Lazarus konnte nicht so richtig verstehen, was mit ihm passiert war. Er war im Mittelpunkt des Geschehens und schaute etwas verwirrt aus, dann lachte und weinte auch er mit den anderen.
Man erzählte dann so Manches über diesen Jesus – Er hatte so viele Leute gesund gemacht; die Blinden konnten sehen, die Tauben hören, Gelähmte gehen.
Er hatte sogar die vielen Leute, die Ihm in der Wüste folgten, mit Brot und Fischen gespeist.
Er konnte dem Wind befehlen aufzuhören zu wehen und die hohen Wogen auf dem See hatte Er gestillt.
Es kamen immer mehr Menschen zum Haus des Lazarus, alle wollten das Wunder der Auferstehung sehen.
Und auch immer öfter hörte der kleine Jafar, dass die Leute Jesus zum König über ihr Land haben wollten. Dies würde ein sorgenloses Leben bedeuten. Jesus würde aus dem Nichts Brot schaffen und auch hart arbeiten müssten sie unter so einem Herrscher nicht mehr. Es würde keine Kranken geben und keiner müsste sterben, weil Jesus sagte: Ich bin die Auferstehung und das Leben!
Die Stürme würde Jesus ableiten und auch die Römermacht vernichten.
Die Menschen glaubten jetzt: Jesus ist allmächtig. So einen König brauchten sie!
Der Ort Bethanien, wo dieses sich ereignete, lag in der Nähe von Jerusalem und der Wunsch von vielen war, dass Jesus in die Hauptstadt einzog und die Macht an sich nahm. Also warteten auch Jafar und seine Mutter mit Spannung darauf, was nun weiter geschah.
Jafar hatte verstanden, dass Jesus sogar aus schlimmen Dingen etwas Gutes machen kann. Er hatte Jesus lieb gewonnen und freute sich, als seine Mutter beschloss, Jesus mit der Menge nach Jerusalem zu folgen. Er jauchzte mit allen zusammen: „Hosianna* dem Sohne Davids!“ und sammelte Palmenzweige, um sie vor Jesus auf den Weg zu legen. So einem König wollte er dienen!!!
Als Jafar dann hörte, dass Jesus gekreuzigt war, dass Er starb, war er sehr enttäuscht von Jesus, weil er geglaubt hatte, dass Jesus nie sterben würde. Es wurde in seinem Herzen ganz dunkel, er glaubte nicht mehr an Jesus … aber Jesus sah sein Herz, Er hat ja mit dem Sterben nicht aufgehört allmächtig zu sein, nur Jafar wusste es noch nicht. Jesus hat den Tod besiegt und damit auch alles Finstere, wenn es sogar tief im Herzen versteckt ist.
Als Jafar dann 13 Jahre alt wurde, begegnete er einem Christen, der dem verbitterten und traurigen Jungen die freue Botschaft von der Auferstehung Jesu erzählte.
Jafar war froh und beschämt zugleich. Er hatte ja genau so gehandelt, wie die meisten Leute in Jerusalem – erstmal mit allen zusammen „Hosianna“ gerufen und dann mit seinem Benehmen, mit seinem Unglauben, Trotz, und Ungehorsam in gewisser Weise Jesus gekreuzigt, obwohl er das nicht auch laut geschrien hatte.
Jafar bat Jesus um Vergebung und lud Ihn ein, in seinem Herzen zu wohnen. Seitdem ist es nicht mehr finster in seinem Herzen, weil da, wo Jesus wohnt, ist immer Licht! Aus dem kleinen Jungen ist ein brennender Christ geworden, der jedem, dem er begegnet, die frohe Botschaft über seinen Retter erzählt.

H. Redekop

*Hosianna bedeutet: „Rette doch“, oder „Rette den König“

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Den biblischen Bericht von Lazarus in Johannes 11 nachlesen, die Geschichte von Palmsonntag in Johannes 12,12-19. Hier gibt es ein Interview mit Lazarus. Alle Artikel über Palmsonntagstexte oder der Kategorie Palmsonntag untereinander. Artikel zu Bastelideen zu Palmsonntag, Ausmalbildern zu PalmsonntagPalmsonntagskarten, Palmsonntagsfilmen, Palmsonntagsrätseln, Palmsonntagsrollenspielen und Palmsonntagsliedern.

Das geschah zu Ostern – für mich

Das geschah zu Ostern – für mich

Eine Missionsärztin erzählte einmal:
Aus einem weit entfernten Dorf waren nacheinander eine ganze Reihe kranker Frauen und Mädchen in unserem Hospital in der Hauptstadt gewesen. Und schon längst hatte ich den Wunsch, diese kleine Schar einmal aufzusuchen, aber immer wieder stellten sich mir Hindernisse in den Weg.
Nach drei Jahren gelang es mir endlich, meinen Plan auszuführen. Aber ich war ein wenig bange: Würden die Dorfleute in der langen Zwischenzeit nicht alles vergessen haben, was sie im Hospital von Jesus, dem Heiland der Welt, gelernt hatten?
Die Dorfbewohner empfingen mich mit großer Freude und sammelten sich um mich. Nach einer ausführlichen Begrüßung fragte ich eine alte Frau: „Weißt du noch, was du bei uns gelernt hast?“
„Nein, das ist schon so lange her.“
„Weißt du nicht mehr, wie Jesus die Kranken heilte?“ – „Nein, das habe ich längst vergessen.“
„Aber von dem Blinden, dem Jesus die Augen auftat, weißt du doch noch?“ – „Nein, ich weiß gar nichts mehr.“
„Weißt du auch nicht mehr, wie Er die Hungernden in der Wüste speiste?“ – „Nein, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.“
„Weißt du auch nichts mehr vom Sterben des Heilandes?“ – „O doch!“, rief sie glückstrahlend, „das weiß ich: Er ist für mich gestorben, Er hat sein Blut für meine Sünden dahingegeben! Das werde ich niemals vergessen.“

Ihr seid nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl.
1. Petrus 1,18-19

Die Geschichte wurde dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

3 Gebetserhöhrungen mitten in der Nacht

3 Gebetserhöhrungen zwischen 2:25 und 4:10

Eine christliche Krankenschwester hatte Nachtwache auf einer Station im Krankenhaus. Es war eine ungewöhnlich ruhige Schicht, doch um 2:25 morgens klingelte ein Patient und gab an, er hätte Durst. Nach einer Mundoperation konnte er allerdings nicht schlucken. Die Schwester schloss deshalb eine Infusion an. Dabei zeigte sich, dass die Nadel nicht mehr richtig im Arm lag. So tropfte etwas Infusion ins Bett. Der Schwester blieb nichts anderes übrig, als die Nadel zu ziehen.
Doch jetzt die Ärztin wecken, die selten genug einmal im Nachtdienst schlafen konnte? Das wollte die Schwester nur ungern. Also sagte sie dem Patienten, sie käme gleich wieder und verließ das Zimmer.
Als ersten Impuls betete die Schwester, dass die Ärztin wach würde und an ihr vorbei liefe, so dass man sie ansprechen könnte. Dann fiel ihr jedoch ein, dass ja in der Ambulanz möglicherweise ein wacher Arzt Zeit hatte.
Die Schwester rief dort an (Was sie noch nie für so einen Anlass getan hatte). Tatsächlich erklärte sich jemand bereit, dem Patienten einen Zugang zu legen. Allerdings vergaß die Pflegekraft, nun noch einmal dafür zu beten, dass ihre Ärztin doch nicht wach würde. Sie setzte also den Patienten in einen Rollstuhl und brachte ihn zur Ambulanz, damit er dort eine neue Infusionsnadel erhielte. Kaum kamen sie dort an, teilte man ihr mit, dass man die Ärztin jetzt sowieso anrufen und wecken müsse. Ein Notfall ihrer Fachrichtung sei eingetroffen. Als die Schwester kurz darauf den Patienten mit dem frischen Zugang im Arm ins Zimmer zurück schob, lief die Ärztin direkt an ihr vorbei zur Ambulanz, um sich den Notfallpatienten anzusehen. Da kam der Schwester der Gedanke, dass der Notfall womöglich auf Station aufgenommen werden müsse. Sie betete also dafür, dass ihm gut geholfen werden könne, ohne dass er im Krankenhaus bleiben brauche.
Nicht lange danach bekam die Schwester ein leichtes Kratzen im Hals. Gerne hätte sie aus ihrem Spind eine Vitamintablette geholt. Doch in dem Raum döste die zweite Kollegin, da der Dienst so ruhig war. Die Schwester wollte auch hier nicht stören und betete ebenfalls, dass die Kollegin gleich von selbst heraus käme, was diese nur eine Minute später auch tat. Um 4:05 kam die Ärztin aus der Ambulanz zurück. Die Pflegerin erkundigte sich, ob der Notfallpatient ein Bett auf der Station brauche. Doch das war nicht nötig. Damit war das dritte Gebet innerhalb von eindreiviertel Stunden mitten in der Nacht erhört worden.

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Die neuen Schlittschuhe

Die neuen Schlittschuhe

Es war an einem kalten Winterabend. Eine Anzahl Knaben hatte sich vor einem Hause versammelt und bewunderte ein Paar neue Schlittschuhe, die einer von ihnen von seinem Vater zum Geschenk erhalten hatte und die bei Kaufmann Schmidt gekauft waren. Der Junge sagte, der Preis dafür sei zwei Taler, doch es gebe auch welche zu anderthalb Taler, die aber nicht so gut seien. Ein anderer Knabe nahm sich vor, für seine ersparten anderthalb Taler ein Paar zu kaufen und fast jeder der kleinen Jungen wusste sich auf verschiedene Art eins zu verschaffen. So verabredeten sie, am nächsten Tag eine Schlittschuhpartie zu machen. Die kleine Gesellschaft war höchst erfreut über dieses Vorhaben.
„Du wirst doch auch kommen, Edwin Merrick?“, fragte einer. „Ich wünschte, es wäre mir möglich,“ erwiderte Edwin traurig, „aber ich habe keine Schlittschuhe.“ „Kann denn dein Vater dir nicht ein Paar kaufen?“, fragte ein anderer. „Er hat keinen Vater mehr.“, sagte ein Dritter teilnehmend. „Hat er keinen Vater? Das wusste ich nicht.“ Alle Knaben fühlten mit ihm und hätten ihn gern getröstet, wussten aber nicht recht, wie sie das anfangen sollten. Jeder ging nach Hause, indem er darüber nachdachte, wie traurig es doch sei, keinen Vater zu haben, der ihm Schlittschuhe kaufen könne.
„O wie schön sind doch die Schlittschuhe!“, dachte Edwin, als er nach Hause ging. „Hätte ich doch nur ein Paar! Ob Mutter sie mir wohl kaufen kann?“ Als er aber nach Hause kam und sah, wie emsig seine Mutter nähte, um nur das Notwendigste zum Unterhalt zu verdienen, da fühlte er wohl, wie nutzlos es sein würde, sie zu fragen. „Sollte es denn gar kein Mittel geben, mir ein Paar Schlittschuhe anschaffen zu können“, dachte er bei sich selbst und lag noch lange wachend im Bett, wobei er darüber nachsann, ob er nicht so viel Geld verdienen könne.
Am nächsten Morgen ging er in Herrn Schmidt`s Laden, um die Schlittschuhe anzusehen und sah ein Paar für anderthalb Taler, die ihm gut genug schienen. „Herr Schmidt,“ fing Edwin stotternd an, „gibt es nicht einen Weg, auf dem ich so viel verdienen kann, um diese zu bezahlen?“ „Warum nicht? Der Junge, der für mich Pakete austrägt, ist krank geworden. Wenn du für diese Zeit seinen Platz ausfüllen kannst, wirst du die Schlittschuhe bald verdient haben.“ „Ich würde es wohl gerne tun, doch muss ich auch in die Schule gehen.“ „Nun, wenn du morgens etwas und abends nach der Schulzeit ein paar Stunden kommen willst, dann sollst du die Schlittschuhe nach zwei Wochen haben. Glaubst du, dass deine Mutter es erlauben wird?“ „O gewiss Herr Schmidt. Ich will nach Hause gehen und sie fragen.“ Seine Mutter gab die Erlaubnis, da sie sah, wie gern ihr kleiner Knabe ein Paar Schlittschuhe haben wollte. Edwin stand sehr frühe auf, seiner Mutter zu helfen, um zu rechter Zeit bei Herrn Schmidt sein zu können. Ein hoffnungsvoller Geist macht leichte Füße, und Edwin war so flink bei seinen Geschäften, dass Herr Schmidt sehr mit ihm zufrieden war und nach etwa zehn Tagen zu ihm sagte: „Edwin, morgen ist Samstag. Wenn du mir den ganzen Tag helfen willst, so hast du die Schlittschuhe verdient. Mein anderer Bote wird nächste Woche wiederkommen.“
Edwins Augen glänzten, als er nach Hause lief, seiner Mutter die Neuigkeit zu erzählen. Er hörte das fröhliche Geschrei der Freunde auf dem Fluss und meinte zu sich selbst: „Morgen Abend werde ich mit meinen selbstverdienten Schlittschuhen, glücklich wie ein König, bei ihnen sein.“ Er fand seine Mutter mit der Zubereitung eines Mittels gegen Rheumatismus, an welchem seine Großmutter litt, eifrig beschäftigt. Da hörte er die alte Frau sagen: “Ich fürchte, ich werde nicht eher Besserung erfahren, bis ich bei diesem kalten Wetter einen warmen Schal habe.“ „Nimm doch deinen schwarzen um.“, antwortete die Mutter. „O nein, ich hoffe, ich kann, wenn der Frühling kommt, wieder in die Kirche gehen und muss ihn daher schonen, damit er anständig aussieht und ich ihn tragen kann. Auch ist er nicht warm genug, um den Rheumatismus abzuhalten. Ach, wenn ich doch nur einen recht dicken Schal hätte!“ „Gebe Gott, dass ich dir bald einen solchen anschaffen kann.“ „Hat denn Großmutter keinen Schal?“, fragte Edwin. „Nein.“ „Wie viel würde er denn kosten, Mutter?“ „Ungefähr anderthalb Taler.“ „Gerade den Preis meiner Schlittschuhe.“, dachte der Knabe. „Sollte ich ihr nicht einen Schal schenken? Wie soll es mich freuen, wenn ich sie mit dem Schal sehe und meine arme Großmutter dann wieder ganz gesund wird. Aber dann habe ich keine Schlittschuhe. Alle anderen Jungen haben welche und es würde mir so viel Vergnügen machen, mit ihnen auf dem Eis zu laufen. Soll ich das aufgeben oder nicht? Ich will darüber nachdenken.“ Er dachte nicht nur die Nacht, sondern auch den ganzen Tag während der Geschäfte darüber nach. Nachdem er das letzte Paket fortgetragen hatte, ging er zurück, um seine Bezahlung zu empfangen. Als Herr Schmidt die Schlittschuhe vor ihn hinlegte, war er für einen Augenblick erfreut, das Ziel eines vierzehntägigen Strebens erreicht zu haben. Aber dann erinnerte er sich seiner Großmutter, und obschon Tränen in seine Augen kamen, so sagte er doch mit einer ziemlich festen Stimme: „Herr Schmidt, würden Sie mir nicht ebenso gern einen wollenen Schal anstelle dieser Schlittschuhe geben?“ „Einen wollenen Schal! Was in aller Welt willst du damit tun?“ „Ich will ihn meiner Großmutter geben.“ „Was fällt dir ein? Ich glaubte, du wünschest dir so sehnlich ein Paar Schlittschuhe.“  „Die wünsche ich mir auch. Aber ich hörte, wie Großmutter gestern Abend sagte, sie könne ihren Rheumatismus nicht loswerden, wenn sie nicht einen warmen Schal habe.“ „Dann suche dir den besten Schal im Laden aus. Sieh, da ist einer. Was denkst du von dem?“ „Der wäre freilich gerade der rechte für Großmutter. Aber habe ich auch so viel verdient?“ „Ein Junge, der so für das Wohl seiner Großmutter sorgt,“ erwiderte Herr Schmidt, indem er den Schal einwickelte, „hat noch mehr verdient.“
„Ich danke Ihnen.“, sagte Edwin, als er den Laden verließ. Er wagte es jedoch nicht, noch einen Blick auf die Schlittschuhe zu werfen, denn noch nie waren sie ihm so anziehend erschienen. Als er nahe am Fluss vorüberging, pfiff er laut, damit er den Jubel der fröhlichen Schlittschuhläufer nicht hören möchte. Aber unwillkürlich füllten sich seine Augen mit Tränen, wenn er daran dachte, dass er nun keine Schlittschuhe bekommen werde. Doch als er in das Haus kam, sich hinter seine Großmutter schlich und ihr den Schal umhing, musste er über ihr Erstaunen lächeln. „O welch schöner, warmer Schal! Ja, wenn ich solch einen Schal wie diesen hätte, der würde mir gewiss den Rheumatismus vertreiben.“ „So sei vergnügt, Großmutter!“, sagte er freudig. „Denn der Schal gehört dir und sonst niemand.“ „Mir?“, fragte die alte Frau verwundert. „Ich habe ihn bei Herrn Schmidt verdient und bitte dich, ihn mir zu Liebe zu tragen.“ „Mein liebes Kind! Möge Gott dich dafür segnen.“, sagte sie, indem sie ihre zitternde Hand auf sein Haupt legte und ihre Lippen sich im Gebete zu bewegen schienen. Nie hatte die Großmutter so gut ausgesehen wie in dem Schal, den er für sie verdient hatte. Sie schien sich so wohl und und so glücklich zu fühlen, dass er sich für sein Opfer reichlich bezahlt dünkte. „Und du hast deine Schlittschuhe dafür aufgegeben, Edwin?“, fragte die Mutter, als sie ihm in seine kleine Kammer nachfolgte. „Großmutter hat den Schal viel nötiger, liebe Mutter.“ „Mein lieber Sohn!“, war alles, was sie sagen konnte. Aber sie fasste den Entschluss, dass ihr Kind ein Paar Schlittschuhe haben sollte und wenn sie ganze Nächte durcharbeiten müsste, um sie zu verdienen. Sie wusste freilich nicht, dass Gott schon das Herz anderer gelenkt hatte, sie ihm zu geben und dass ihre Arbeit dazu nicht nötig sei.
Am Sonntag war Edwin ganz glücklich, als er seine Großmutter in ihrem warmen Schal sah und er dachte: „Wenn ich auch Schlittschuhe hätte, so könnte ich doch keine Freude daran haben so lange Großmutter krank wäre. Aber nun kann sie den Schal lange gebrauchen, und es freut mich, dass ich ihn genommen habe.“
„Das ist ein lieber, kleiner Junge – der Sohn der Witwe Merrick. Ein prächtiger Bursche.“, sagte Herr Schmidt am Samstag zu einigen Herren, die in seinem Laden waren. Und nun erzählte er die Geschichte von den Schlittschuhen und dem Schal. „Der gute Junge! Er soll ein Paar Schlittschuhe haben.“, hieß es. „Denn er verdient es, wenn es je ein Knabe verdiente.“ Das Geld war bald zusammengelegt, um die besten Schlittschuhe, die es im Laden gab, zu bezahlen.
Am Montagmorgen, als Edwin im Hof war, um Holz zu sägen, kam ein Knabe und gab ihm ein Paket, auf welchem geschrieben war: „Für Edwin Merrick. Von einigen Freunden, die mit Freuden von seinem liebreichen Betragen gegen seine Großmutter erfahren haben und welche, obgleich Männer, dennoch von einem Knaben in der Selbstverleugnung unterrichtet worden sind.“
Edwin öffnete eilig das Papier und jubelte vor Freude, als er ein Paar Schlittschuhe darin vorfand.

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Leicht gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857.

Arme Kinder

Arme Kinder

Kürzlich erkundigte sich eine junge Mutter nach einem Kindergartenplatz. Die Erzieherin fragte: „Möchten Sie 35 oder 46 Stunden Betreuung?“ Die Mutter fragte, ob es nicht noch 22 Stunden gäbe. Daraufhin meinte die Kindergärtnerin: „Das nimmt doch gar keiner mehr.“
Wir sind in einer Zeit angekommen, in der Mütter selbst kleiner Kinder gezwungen sind, arbeiten zu gehen, um ihre Familien zu versorgen und später wenigstens etwas Rente zu erhalten. Zwar können auch Männer Erziehungsurlaub nehmen, doch schon wegen des Stillens ist es meist die Mama, die zu Hause bleibt. Früher war dies allgemein anerkannt. Es gab später eine wenn auch nicht besonders hohe Witwenrente. Doch heute meinen viele, eine Frau, die um der Kinder willen zu Hause bleibt, tue ja nichts. Doch, sie tut etwas. Sie zieht Kinder groß! Und sie kann gewiss einzeln ein Kind besser fördern, als eine Erzieherin, die oft genug allein mit 20 Kindern dasteht. Was natürlich nicht heißen soll, dass Kinder keinen Kontakt zu Gleichaltrigen brauchen. Doch, natürlich sollten sie mit Ihresgleichen spielen können. Aber 46 Stunden sind mehr als eine Arbeitswoche. Viele Kinder sind mit dem Lärm und der Unruhe in den Kindertagesstätten überfordert und äußern auch, dass sie nicht so lange dort bleiben möchten. Doch sie müssen oftmals. Schmackhaft gemacht wird den Frauen dazu die Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz. Ist diese Selbstverwirklichung wirklich erstrebenswerter als das Miterleben der kindlichen Freude und Fortschritte? Wir sind eines der reichsten Länder der Erde und doch hetzt der Staat die Mütter zunehmend damit, Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen zu müssen. Leute, die zu Hause bleiben und nur das Kindergeld kassieren, während ihre Kinder vor dem Fernseher herumgammeln, werden da kritisiert. Ja, die mag es geben und so sollte es auch nicht sein. Doch ist zu befürchten, dass vom Beruf erschöpfte Eltern, wenn sie ihre Kinder von der Tagesstätte abholen, diese dann ebenfalls um der Ruhe willen dem Fernseher oder Internet überlassen. So aufwachsend, ziehen wir uns eine Generation von entfremdeten Kindern mit weniger Bindungsfähigkeit heran, aber steigender Mediensucht, Trägheit und Gewaltbereitschaft. Ist es das, was wir wollen? Opfert unser Land nicht die Kinder um des Umsatzes willen? Wird das nicht zu Persönlichkeiten mit psychischen Problemen führen, die später dem Staat wieder Probleme bereiten? Eine Dame stellte fest, dass sie bereits auf dem Spielplatz erkennen kann, welche Kinder aus einer Tagesstätte kämen und welche noch überwiegend zu Hause betreut würden. Kinder aus Kitas seien häufig überdreht, laut und aggressiv. Die Kinder, die überwiegend zu Hause aufwachsen, seien den anderen an Fähigkeiten, in ihrer Motorik und auch im Sozialverhalten weit überlegen. Lohnt es sich nicht, Letzteres staatlich zu fördern? Sollten wir uns nicht alle bei der Regierung und in der Gesellschaft dafür einsetzen, dass Kindererziehung zu Hause wieder Anerkennung findet?
Eine junge Frau, die ebenso wie ihr Gatte Halbzeit arbeitet, um sich mit ihm die Kinderbetreuung zu teilen, stellte fest, dass sie, um überhaupt einen Kindergartenplatz zu bekommen, wahrscheinlich das 46 Stundenangebot bezahlen werde. Abholen würden sie das Kind aber dann wohl nach 20 Stundenrhythmus. 46 Stunden Kinderbetreuung jede Woche. Eines der reichsten Länder der Welt. Und doch, wie arm!

Was ein Kind braucht

Ein Kind braucht Geduld und Geborgenheit.
Ein Kind braucht Umarmen und sehr viel Zeit.
Ein Kind braucht die zarte Hand, die es führt.
Ein Kind braucht die Wärme, die Seelen berührt.

Ein Kind braucht zu essen, egal wo es wohnt.
Ein Kind braucht das Wissen, dass Leben sich lohnt.
Ein Kind braucht Bildung, um selber zu gehen.
Ein Kind braucht Lob, um aufrecht zu stehen.

Ein Kind braucht Vorbild, verantwortungsbewusst.
Ein Kind braucht Spiele voll Freude und Lust.
Ein Kind braucht Tänze und ganz viel Musik.
Ein Kind braucht Ermutigung und wenig Kritik.

Ein Kind braucht Vertrauen, denn dann ist es stark.
Ein Kind braucht Verständnis an jedem Tag.
Ein Kind braucht Begleitung ins Leben hinein.
Ein Kind braucht Erkenntnis besonders zu sein.

Ein Kind braucht den Sinn, wenn es Leere verspürt.
Ein Kind braucht den Mensch, der zu Gott es hinführt.
Ein Kind braucht nicht Horte, Konsum und viel Geld.
Ein Kind braucht Eltern, bei denen es zählt.

Vielen Dank an Herrn Wigge für die freundliche Erlaubnis zur Vervielfältigung des Gedichtes. Jeder, der die Botschaft von Jesus Christus in die Welt hinausbringen möchte, darf die Inhalte seiner Homepage (außer den Bibeltexten dort) zweckdienlich frei nutzen. Auch der obenstehende Text „Arme Kinder“ von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Unerwartete Geschenke

Unerwartete Geschenke

Mit dem warmem Licht, des großen Tannenbaumes, begrüßte der weitläufige Kirchenraum seine Besucher zum Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag. Bevor der Pfarrer die Predigt begann, erwähnte er, dass er noch eine Überraschung für die Gemeinde bereithalte. So mancher machte sich nun seine Gedanken, was das wohl sein könnte. Nach dem Segen kam der Pfarrer wieder auf die bereits erwähnte Überraschung zurück: „Jetzt warten sicher so einige von Ihnen auf das, was ich zu Beginn des Gottesdienstes ankündigte. Manch einer wird auch bereits die Geschenke unter unserer Tanne entdeckt haben,“ schmunzelte er. „Wer möchte jetzt nach vorne kommen und sich ein Geschenk aussuchen?“, stellte er seine Frage in den Raum. Nichts rührte sich. Jeder dachte: „Wenn ich jetzt nach vorne gehe, sieht das gierig aus. Warten wir erst einmal ab.“ Eine Weile ließ der Pfarrer seine Schäfchen gewähren, dann meinte er: „Da ihr euch nicht entscheiden könnt, nenne ich jetzt die Bankreihen und aus der genannten Reihe kommt jeweils einer nach vorne!“ Gesagt, getan. Jetzt fiel die Entscheidung leicht. Schnell war man sich einig. So dauerte es nicht lange, bis alle Päckchen ihren Besitzer gefunden hatten.
Nun ergriff der Pfarrer noch einmal das Wort, bevor er seinen Schäfchen ein gesegnetes Christfest wünschte, um sie in ihre Familie zu entlassen. „Ganz uneigennützig habe ich die Geschenke heute nicht verteilt. Von denjenigen, die sich heute hier etwas aussuchten, wünsche ich mir, dass sie uns im Januar berichten, wie sie ihr Geschenk angewendet haben.“ „Wenn es weiter nichts ist“, sagte Atze, einer aus den Jungen der Gemeinde und hatte die Lacher auf seiner Seite. Alle gingen auseinander, um sich den Festbraten schmecken zu lassen. Manch einer von den Beschenkten wunderte sich zwar über die Leichtigkeit des Päckchens, vergaß es aber auch schnell wieder.
Erstaunt waren jedoch alle Beschenkten, als sie daheim ihr Geschenk auspackten, denn alles, was sie vorfanden, war jeweils ein Zettel auf dem stand: „Ich schenke dir Vertrauen“ oder „Ich schenke dir Verständnis“ oder „Ich schenke dir Aufmerksamkeit“ oder „Ich schenke dir Zeit“. ‚Was hatte sich der Pfarrer nur dabei gedacht, als er diese Päckchen packte?‘ überlegte der eine oder andere. Abends als der Tag sich seinem Ende zuneigte und die Festgäste wieder heimgefahren waren, als die Familien wieder zur Ruhe kamen, kam auch das Gespräch wieder auf diese seltsamen Geschenke des Pfarrers. Nun begann man über den jeweiligen Satz nachzudenken. Es trat Stille ein, die zum Nachdenken anregte und plötzlich kamen die Vorschläge nur so von den einzelnen Familienmitgliedern, was man wohl mit diesen Geschenken anfangen könnte. Plötzlich fanden alle diesen Satz, der sich in ihrem Paket befand, durchaus nicht mehr seltsam, sondern sehr wichtig. Man kam auf die Weihnachtsgeschichte zu sprechen, man dachte über die Geburt damals in Bethlehem nach und darüber was uns die jeweiligen Sätze, verbunden mit den Geschehnissen damals in Bethlehem zu sagen haben und zwar ganz konkret für unser heutiges Leben. Viele Ideen kamen zusammen, so dass am Ende des Abends sich alle auf diesen speziellen Gottesdienst im Januar freuten und darauf ihre Ideen vorzutragen. „Das war doch das schönste Weihnachtsgeschenk“, sagte Atze, bevor er sich in sein Zimmer verzog. „So viel haben wir lange nicht mehr miteinander geredet und diskutiert.“ Alle stimmten ihm zu.

© Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild! Hier ihre Webseiten:

 Christinas Weihnachtsmärchen und Garten der Poesie

Alle Artikel von Christliche Perlen über Weihnachten untereinander.

Bei dir ist doch alles!

Bei dir ist doch alles!

„Bei dir ist doch alles!“ Das ist Leons Antwort auf meine Frage, ob er genügend Material hat. Seit Jahren kommt der Nachbarsjunge kurz vor Weihnachten heimlich zu mir, um für seine ganze Familie Geschenke zu basteln.
Habe ich wirklich alles? Erfahrungsgemäß braucht er Papierreste, Farben, diesmal auch Stoffreste, natürlich auch jede Menge Klebstoff. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichsten Werkzeugen. – Meine Vorräte sind vielseitig, aber keineswegs perfekt.
Mich bewegt seine überzeugte Feststellung: „Bei dir ist doch alles!“ Mit seinen großen glänzenden Augen guckt er mich vertrauensvoll an. Und als er abends vollbepackt den Heimweg antritt, strahlt er wieder, glücklich und dankbar.
Bei dir ist doch alles.“ – Das geht mir nicht aus dem Kopf. Es erinnert mich an den Einen, der wirklich alles hat. Schon David, der Hirtenkönig, wusste das, und er sagt es ebenso persönlich wie dieser Junge: „Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht“; und: „Bei dir ist der Quell des Lebens.“
Dieser Gott, der alles hat, was ich brauche, ist mein Vater – durch den Glauben an Jesus Christus! Ihm gehört die ganze Welt. Und bei Ihm gibt es Freude bis zur Sättigung, Freude, die nie aufhört! – Gibt es vielleicht eine Situation im Leben, die Er nicht im Griff hat? Undenkbar, weil Er doch selbst die Quelle des Lebens ist.
Solche Bibelworte können uns geläufig sein und trotzdem Theorie bleiben – nämlich genauso lange, wie wir sie nicht nutzen. So wie auch die noch eingepackte Seife uns nicht reinigt und im Keller lagernde Lebensmittel uns nicht nähren. Wann habe ich zum letzten Mal vertrauensvoll zu meinem himmlischen Vater gesagt: „Bei Dir ist doch alles, gib mir aus Deiner Fülle!“?
Aus Erfahrung die Empfindungen eines verlorenen Sohnes kennen, der bei seiner Heimkehr von Gott in Liebe angenommen wurde, und dann wissen dürfen: Ich habe die Vergebung von allen meinen Sünden durch das Erlösungswerk des Herrn Jesus Christus – das ist Freude.
Die Gewissheit, ewig im Vaterhaus bei Gott zu wohnen und für immer bei Christus, unserem Erlöser zu sein – auch das ist Freude.
Vielen Menschen heute merkt man an, dass sie diese Freude noch nicht kennen. Jeden Einzelnen von ihnen lädt Jesus Christus ein, zu Ihm zu kommen, damit sie diese Freude empfangen, die Er gibt und die nicht versiegen kann.

Jesus Christus spricht: Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Johannes 6,37
Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht. Psalm 16,11
Bei dir ist der Quell des Lebens. Psalm 36,10
Er zog seinen Weg mit Freuden. Apostelgeschichte 8,39
Freut euch im Herrn allezeit! Philipper 4,4

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Die Texte wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung!

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel drucken

Die Weihnachtsgeschichte der Bibel auch zum Drucken

Vorlagen zur Weihnachtsgeschichte der Bibel. Die Vervielfältigung ist für nicht kommerzielle Zwecke gerne erlaubt. Hier alle Blätter des Artikels in einer PDF.

Möchte man die einzelnen Seiten genauer ansehen oder anstelle der PDF oben speichern, bitte jeweils zum Vergrößern einmal vorher mit der linken Maustaste darauf klicken:

Die verwendeten Texte entstammen der revidierten Bibelübersetzung Luthers von 1912 oder der Elberfelder Bibelübersetzung von 1905.

Hier noch einmal alle Vorlagen des Artikels in einer PDF. Auch von Christliche Perlen: Die Weihnachtsgeschichte der Bibel farbig illustriert.

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Schokolade von Vati

Schokolade von Vati

Es war an einem der besonderen Abende in der Gemeinde, die es neuerdings einmal im Monat gab und die sich bereits großer Beliebtheit erfreuten.
An diesem Abend war der Kirchraum in gemütliche Beleuchtung getaucht. Ein Teil der Stuhlreihen war an der Seite zusammengestellt, statt dessen gab es vorne einen großen Tisch mit Stühlen, Stiften und Papier. Es war keine Predigt vorgesehen, doch einige Musiker spielten mit Piano, Gitarre und Mundharmonika schöne Lobpreismusik, zu deren Texten von Herzen eingestimmt wurde. In den Pausen zwischen den Liedern konnten Menschen nach vorne kommen, das Mikrofon nehmen und einen Eindruck von Gott wiedergeben, ein Erlebnis mit ihm schildern oder der Gemeinde eine Sorge mitteilen und um Gebet bitten. Hatte jemand das Mikro wieder hingelegt und kehrte zu seinem Platz zurück, stand manchmal schon der nächste auf und teilte etwas Kurzes mit.
Unter dem Kreuz auf einer Kommode stand alles für das Abendmahl bereit. Wer wollte, ging dort hin und nahm es ein. An einer Scheibe hing ein Plakat, auf das man schreiben konnte, wie Gott ist und viele gingen vorbei und trugen etwas ein. Gegen Ende des Abends wurde die Sammlung dann vorgelesen zur Ehre Gottes.
Etliche saßen auf Stühlen oder dem Boden und genossen den Gesang, hörten den Ansagen zu oder beteten. Andere zeichneten am Tisch Eindrücke auf, verfassten Gebete oder schrieben Bibelverse nieder. Alles lief in friedlicher Stimmung wie gefügt ab. Eine der Personen, die nach vorne kamen und zum Mikrofon griffen, war eine junge Frau. Sie wohnte wegen ihres Studiums in der Stadt. Ihre Eltern lebten weit entfernt. Daher telefonierte sie öfter mit ihnen. Sie berichtete, wie sie bei einem Telefonat mit ihrem Vater herumgedruckst hatte. Der Vater fragte, was sie wolle. Da wünschte sich die junge Studentin ein Paket mit Schokolade und einer hübschen Karte. Natürlich hätte sie sich die Süßigkeiten auch selbst kaufen können. Aber über ein Päckchen von ihren Eltern würde sie sich viel mehr freuen. Der Vater kannte die Vorliebe seiner Tochter für Schokolade und versprach, welche zu kaufen. Die Mutter sollte sie dann versenden. Innerhalb von einer Woche war ein ansehnliches Paket mit Leckereien bei der Tochter eingetroffen. Fast etwas zu viel für eine Person. Die Studentin hatte einen Teil der einzeln verpackten Süßwaren in dem Paket gemischt und mitgebracht. Nun erzählte sie die Geschichte und lud die Anwesenden ein, nach vorne zu kommen und sich etwas zu nehmen. Sie verglich die Gaben mit denen unseres himmlischen Vaters, der uns so gerne beschenkt. Zunächst traute sich niemand so recht. Doch bei einem der nächsten Lieder flitzte ich nach vorne und setzte mich neben die Kiste in Vorfreude hineinzusehen. Ich witterte nicht nur Schokolade, ich witterte auch Liebe – und wer will die nicht? Ich wählte eine Schokoladenkugel, huschte mit einem kleinen Danke an der Spenderin vorbei und verspeiste die Kugel dann genüsslich. Tatsächlich! Es war Liebe drin!
Ein Mann ergriff später das Wort und versicherte, dass wir als Gottes Söhne und Töchter an seinem gedeckten Tisch sitzen und nur zugreifen bräuchten bei seinen Gaben. Schließlich kam eine Dame nach vorne und wies darauf hin, dass sich bis jetzt nur 5 oder 6 Leute aus der Kiste bedient hätten. Sie hätte mal eine Predigt gehört, dass es dumm sei, am gedeckten Tisch zu verhungern. Manchen Leuten würde Symbolik helfen. Wer Gott um etwas gebeten hatte, könne doch nun nach vorne kommen und sich etwas Süßes nehmen als Glaubenzeichen für die Erhörung. Daraufhin begaben sich eine Reihe weiterer Leute nach vorne und griffen zu. Dies erinnert mich an eine Aussage, die ich einmal gelesen hatte: Wir dürfen uns das Gebet nicht als Überwindung des Widerstandes Gottes vorstellen, sondern als ein Erfassen seiner höchsten Bereitwilligkeit (Richard Trench).
An diesem Abend musste man die Leute aus der Kirche schmeißen. Sonst wären sie noch lange geblieben. Selten so gute Schokolade gegessen.

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Der Weg zur Krippe

Der Weg zur Krippe

Grau in Grau zeigte sich der Novemberhimmel, stürmisch rüttelte der Wind an den einfachen Fenstern des kleinen Hauses, am Waldrand. So hatte sich Tobias den Tag bei seiner Großmutter nicht vorgestellt. Was hatten sie beide alles geplant! Sie wollten einen Spaziergang zur Schonung unternehmen und sich schon mal einen Weihnachtsbaum aussuchen, auf dem Rückweg wollten sie Naturmaterialien sammeln zum Basteln von Weihnachtsgeschenken. Die Großmutter hatte immer die besten Ideen. Kerzenständer, Wandbilder, Türkränze, so vieles gab es, auf das der Junge sich gefreut hatte. Und nun, fiel alles buchstäblich ins Wasser. Selbst wenn der Regen irgendwann aufhören würde, könnte man durch die Nässe nicht in den Wald, da der Regen im Nachhinein noch von den Bäumen tropfte.
„Na mein Großer“, fragte in dem Moment die Großmutter, „hast du dir schon etwas überlegt, das wir anstatt unserer Wanderung unternehmen werden?“ „Fernsehen schauen“, gab Tobias etwas missgelaunt zur Antwort. „Da habe ich aber eine bessere Idee“, antwortete die alte Dame. Nun wurde Tobias hellhörig, auch wenn er sich schwer vorstellen könnte, was man mit diesem Tag in der Wohnung noch so anfangen könnte. „Als ich ein Kind war“, begann die Oma, „ging ich für mein Leben gern auf den Boden. Dort gab es so viele Schätze, dass ich stundenlang hätte oben bleiben wollen. Leider durfte ich es nicht, sondern nur so lange wie meine Mutter dort zu tun hatte.“ „Oh, ja!“, jubelte Tobias, „Das wird toll.“ Nun konnte er es nicht mehr erwarten und räumte selbstständig den Küchentisch ab, an dem die beiden gerade gefrühstückt hatten. „Na dann komm“, meinte nun die Großmutter, nahm den Bodenschlüssel und ging voran. Was gab es dort nicht alles zu entdecken. Dinge, die sich über Jahrzehnte dort angesammelt hatten. Mit so manchem wusste der Junge nichts anzufangen und musste erst erfragen, was es wohl sein. Geduldig erklärte die Großmutter alles. Das war ja ihr Ziel gewesen, ihrem Enkel auf diese Art einen interessanten Vormittag zu schaffen. Hinten, ganz in der Ecke stand eine kleine Kommode, mit einer alten Decke abgedeckt, die jetzt das Interesse des Jungen geweckt hatte. Er nahm die Decke herunter und öffnete die Tür. Alte Fotoalben kamen zum Vorschein, Schreibhefte, selbst aus vergangener Schulzeit. Die alte Dame versprach, nach und nach die Alben herunterzuholen, um Tobias ihren Inhalt zu erklären. Dieser kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Im unteren Fach lag ein alter, recht großer Umschlag, den er jetzt entdeckt hatte. Er nahm ihn heraus, um zu sehen, was sich wohl darin befinden würde.
Wie staunte er, als Krippenfiguren aus Pappkarton zum Vorschein kamen. „Oma, schau!“, rief er aufgeregt, „eine Krippe.“ Die Großmutter kam näher und schaute lächelnd auf die Pappbögen. „Na da hast du ja einen richtig tollen Fund. Den werden wir heute gleich mit nach unten nehmen. Immerhin ist morgen der 1. Advent.“ Nun hatte Tobias die Lust am Entdecken auf dem Boden verloren. Das schob er gerne auf später. „Komm wir gehen runter!“, bat er jetzt die Großmutter. „Das kann ich mir vorstellen“, meinte diese mit einem Lächeln, „aber ich habe nichts dagegen. Es wird Zeit, dass wir ins Warme kommen. Hier auf dem Boden ist es doch schon recht kalt.“ Unten angekommen, setzte sich Tobias auf die Couch und holte alle Bastelbögen aus dem Umschlag hervor. „Wieso sind manche ausgemalt und andere nicht?“ erkundigte er sich. „Das kann ich dir sagen“, antwortete die alte Dame. „Dieser Bastelbogen stammt noch aus meiner Kindheit. Irgendwie war er mir abhandengekommen und das war damals eine schlimme Zeit. Ständig mussten wir in den Keller, weil Bombenalarm war. Da kann man schon einmal was aus den Augen verlieren, auch als Kind. Später hatte ich dann wohl andere Dinge im Kopf, denn ich war älter geworden und hatte diesen schönen Bastelbogen mit der Weihnachtskrippe einfach vergessen.“ „Dann hast du die angefangenen Bilder ausgemalt“, stellte der Junge fest. „Genauso ist es“, bestätigte die Großmutter. „Dann werde ich die anderen noch ausmalen“, entschied Tobias und die Großmutter freute sich an der Begeisterung ihres Enkels. Sie ging zum Schrank und holte ihre Aquarellstifte hervor, die sie sonst nur selbst benutzte. Stolz betrachtete der Junge die Stifte und begann zu malen. Als beide am Nachmittag beim Kaffee saßen, waren alle Figuren ausgemalt. Nun mussten sie nur noch ausgeschnitten werden. „Das heben wir uns auf für das nächste Wochenende“, entschied die Großmutter. „Gleich kommen deine Eltern und holen dich ab. So hast du gleich noch etwas, auf das du dich freuen kannst in der Woche.“ Vorsichtig packte Tobias die Bastelbögen in den alten Umschlag. „Es wird aber nichts verraten“, bat er nun. „Das soll eine Weihnachtsüberraschung werden.“ Hiermit war die alte Dame gerne einverstanden.
Als die Eltern mit Tobias am Heiligen Abend nach der Christmesse zur Großmutter kamen, stand unter dem Weihnachtsbaum die Papierkrippe. „Wo hast du die denn her?“, fragte die junge Frau erstaunt ihre Mutter. Nun erzählte Tobias den Eltern seine Weihnachtsgeschichte, denn er hatte mit der Großmutter gemeinsam alle Figuren auf dem Weg zur Krippe begleitet und kannte nun die Weihnachtsgeschichte besser als jeder andere.

(c) Ch. Telker

Herzlichen Dank an Christina von

Christinas Weihnachtsmärchen

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Segnen bringt Segen

Segnen bringt Segen

Eine Frau ging an einem jungen Mann vorbei, der verwahrlost, voller Tätowierungen und offensichtlich drogenabhängig auf dem Boden saß. Doch er sah nett aus. So gab sie ihm einen oder zwei Euro. Der Beschenkte lächelte und sagte: „Gott segne Dich!“ Dies traf die Geberin innerlich. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich fühlte mich, als wäre ich die Beschenkte.“, erzählte sie später und fügte mit der Hand auf das Herz gelegt hinzu: „Geben macht mich glücklich.“

„Der Segen des, der verderben sollte, kam über mich; und ich erfreute das Herz der Witwe.“ (Hiob in der Bibel: Hiob 29,13)

Ein Mann war früher stets froh, wenn auf einer öffentlichen Toilette keine Reinigungskraft saß, die Geld für die Benutzung des WCs forderte. Denn er drückte sich gerne davor, dort etwas zu geben. Irgendwann sagte Gott zu ihm: „Wir beenden nun dies Spielchen. Von jetzt an gibst Du großzügig.“
Der Mann entschloss sich darauf hin, einen Deal mit Gott zu machen: Er würde nun immer 5 Euro in solchen Fällen geben und schauen, was dadurch geschah. Er überlegte sich zudem, dass er dazu jeweils „Gottes Segen“ oder „Der Herr segne Sie“ sagen konnte. Eines abends legte er so auch einem Herrn, der neben seinem Teller vor der Toilette saß, 5 Euro darauf und sagte: „Gott segne Sie!“ Der Empfänger konnte es kaum fassen. Er lief noch hinter dem Mann her, stoppte ihn und schüttelte ihm die Hand mit den Worten: „Der Segen Gottes komme auch auf Sie!“

An Gottes Segen ist alles gelegen.

Die Texte in diesem Artikel dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Alle Artikel über Geschichten untereinander.

Die Spule des Lebens

Die Spule des Lebens

„Wie schön ist doch der Sonnenschein. Ich spiel im Garten, ach wie fein.“ Sahra hüpfte singend, nach ihren eigenen Texten und Melodien, die ihr gerade in den Sinn kamen durch Omas Garten. Dieses Wochenende gehört ihr und der Großmutter. Oh, wie liebte das Mädchen diese Tage bei der Großmutter, die leider viel zu selten waren.
Ihr Blick geht zur Seite, wo sie Peterle, die kleine, buntgestreifte Katze der Großmutter im Grase liegen sieht. In dem Moment kommt ihr eine Idee. Schnell läuft sie ins Haus, sich von der Großmutter etwas zum Spiel für Peterle geben zu lassen. „Einen Ball habe ich nicht, Peterle beschäftigt sich immer selbst, wenn du nicht da bist, aber warte, da fällt mir etwas ein.“ Die alte Dame läuft ins Schlafzimmer und kommt mit ihrem Nähkorb zurück. Sie holt eine fast leere Garnspule hervor, die sie schon viele Jahrzehnte im Nähkorb hat und die aus Holz ist. Sahra beobachtet die Großmutter und staunt, denn solch eine Spule sah sie noch nie bei der Mutter. Die Großmutter wickelt schnell das wenige Garn, das sich noch auf der Spule befindet auf ein Stück Pappe, dann holt sie dünne Schnur und befestigt diese an der Spule. Nun reicht sie diese der Enkelin. „Sieh mal“, erklärt die Großmutter, „wenn du den Faden ganz um die Spule wickelst, diese vor Peterle hinlegst und dann den Faden vorsichtig abziehst, gerät die Spule in Bewegung. Peterle wird neugierig und wird versuchen die Spule zu fangen. Mit der Strippe kannst du ihn dann dirigieren, wo er hinsoll. Für die Katze ist es, als ob sie eine Maus fangen will und ihr werdet sicher gut miteinander spielen können.“ „Du bist die Beste!“, jubelt Sahra und rennt mit der Spule in den Garten zurück. Peterle geht sofort auf das angebotene Spiel ein und freut sich über die Abwechslung.
Als die Großmutter ihre Arbeit im Haus beendet hat, gesellt sie sich zu den beiden und beobachtet das fröhliche Spiel. Plötzlich sagt sie so vor sich hin: „Die Spule ist wie das Leben.“ Sahra schaut die Großmutter fragend an. „Das musst du mir erklären“, fordert die Enkelin. Sie beendet das Spiel und setzt sich auf die Bank, neben ihre Großmutter. Sahra liebt es, wenn Oma Geschichten erzählt. Auch Peterle hat jetzt erst einmal genug vom Spiel und begibt sich auf einen Streifzug durch den Garten.
„Ja, weißt du“, beginnt die Großmutter. „Wenn du ein Kind bist, ist die Spule noch voll an buntem, schillernden Garn, auch in der Jugendzeit ist dies noch so. Aber wie bei der Spule, die durch den Gebrauch immer etwas kleiner wird, ist auch das menschliche Leben. Die Farben verblassen mit den Jahren und der Lebensfaden nimmt ab. Später dann, im Alter, ist nur noch wenig Garn vorhanden, bis die Spule irgendwann aufgebraucht ist.“ „Das ist aber nicht schön.“, gibt Sahra zu bedenken. „Könnte man nicht ein wenig von dem Faden aufheben, dann wird die Spule nie leer.“ „Das könnte man“, setzt die Großmutter hinzu. „Aber so wie der Faden im Laufe der Jahre brüchig wird und seine Nähkraft verliert, so geht es auch dem Menschen. Irgendwann ist die Kraft, die man zum Leben braucht, nicht mehr da und man ist dann froh, wenn man zu Gott in den Himmel gehen darf.“ „Aber man kann doch die Spule aufheben“, setzt Sahra hinzu. „Aber natürlich kann man die Spule aufheben. Das sind im übertragenen Sinne dann die Erinnerungen an den Menschen, den man liebt. Die Fotos, die man sich immer wieder betrachten oder auch ins Zimmer stellen kann.“ „So wie das von Opa“, erinnert sich die Kleine jetzt. „Ja, so wie das von Opa. Auf diese Art ist er immer bei uns“, bestätigt die Großmutter. „Und irgendwann sehen wir den Opa wieder, das hat Mutti mir erzählt“, setzt Sahra hinzu.
„Es ist immer wieder so schön bei dir!“, jubelt nun die Kleine und drückt ihren Kopf in Omas Schoß. „Komm mein Mädchen, jetzt gehen wir ins Dorf und schauen, was wir uns zum Kaffee holen können.“ Schnell springt das Mädchen auf, denn das lässt sie sich nicht zweimal sagen. Strahlend lacht die Sonne in den Garten und weckt die letzten Blumen aus ihrem Schlaf.

(c) Christina Telker

Herzlichen Dank an Christina vom

Garten der Poesie

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Vertrauen auf Gott

Vertrauen auf Gott

Aus den Christlichen Geschichten von 1857, gekürzt

Unter einem schattigen Baum neben einer Landstraße saß ein wohlgekleideter Mann von mittleren Jahren, um sich von einem langen Marsch an einem heißen Sommertage auszuruhen, ehe er seinen Weg fortsetzte. Nachdem er einige Zeit so dagesessen hatte, sah er einen Knaben des Weges kommen, der anscheinend in Gedanken vertieft war und an ihm vorübergegangen sein würde, wenn er ihn nicht angerufen hätte. Der Knabe erschrak, als er plötzlich die Stimme des Fremden neben sich hörte, gab dann aber freundlich Bescheid und erbot sich, ihn zu begleiten, da er an demselben Ort wohne, wohin der Fremde wollte. So gingen denn die beiden miteinander.
„Ich möchte wohl wissen,“ begann der Fremde „woran du dachtest, als ich dich anredete. Du sahst so ernsthaft aus.“ Der Knabe wurde rot und zögerte mit der Antwort. „Nun, was war`s? Irgend ein Geheimnis, nicht wahr?“ „Nein, es war kein Geheimnis. Wenn Sie es doch wissen wollen, ich dachte darüber nach, woher es doch komme, dass meine Mutter so arm ist.“ „Wieso? Weißt du nicht, wie deine Mutter in Armut geraten ist?“ „O, das weiß ich wohl. Sie kann nicht viel arbeiten und kann auch nicht einmal viel Arbeit bekommen und mir gibt auch niemand Arbeit, weil wir Fremde an dem Orte sind. Ich verstehe auch noch nichts, sonst wollte ich meine Mutter wohl ernähren. Sie sollte nichts tun, sie kann es auch nicht aushalten. Aber das war`s nicht, worüber ich nachdachte. Mutter sagt immer: Gott verlässt die nicht, die auf ihn trauen, und ich weiß gewiss, dass sie auf ihn vertraut und ich weiß auch, dass es wahr ist, denn es steht in der Bibel. Aber eben darum kann ich nicht begreifen, warum Gott uns nicht hilft. Da müssen wir nun wieder die Miete bezahlen und ich weiß nicht, wo sie herkommen soll. Mutter ist nie unzufrieden und murrt niemals, sondern sagt immer, es diene alles zu unserem Besten. Aber ich kann nicht begreifen, wie es zu unserem Besten dienen soll, dass wir solche Not leiden.“ Sie waren jetzt bis an das Städtchen gelangt. „Wie heißt du, mein Sohn?“ „Philipp Reynolds.“ „Reynolds? Wo habt ihr früher gewohnt?“ „In Harfield. Mein Vater war Zimmermann dort. Es ging uns damals besser als jetzt.“ „Gehst du jetzt nach Hause?“ „Ja.“ „Ich will mit dir gehen. Ich habe hier ein Geschäft und ich glaube, deine Mutter wird mir dabei helfen können.“ Philipp sah den Fremden verwundert an. Dieser aber lächelte nur, ohne ihm eine weitere Auskunft zu geben. Als sie die kleine Hütte erreicht hatten, führte Philipp den Fremden herein und wollte ihn seiner Mutter vorstellen. Aber wie staunte er, als diese ihm zuvorkam und dem Mann um den Hals fiel mit den Worten: „Robert, mein lieber Robert!“
Es war der einzige Bruder der Witwe, der nach mehreren Jahren der Abwesenheit in fernen Ländern nun zurückgekehrt und eben im Begriff war, seine Schwester aufzusuchen, als er unerwartet seinen kleinen Neffen auf der Landstraße traf. Die Freude des Wiedersehens kann man sich leicht vorstellen. Alle Not hatte nun ein Ende. Der Onkel war zwar kein reicher Mann, hatte aber doch genug, um seiner Schwester helfen zu können und das tat er auch treulich. Er nahm sie zu sich, um mit ihr zusammen zu leben, da er unverheiratet war und für Philipp sorgte er väterlich. Er schickte ihn erst noch ein Jahr in die Schule um etwas zu lernen und brachte ihn dann in einem passenden Geschäft unter. Auch später sorgte er für ihn, als ob es sein eigener Sohn wäre.

Kleine Denkanstöße

Kleine Denkanstöße

Ein Mann bekam in einem Gottesdienst einen Eindruck von Gott. Er sah sich in einem dunklen Raum. Dieser Ort hatte eine Tür. Die Tür öffnete sich und Licht drang ein. Der Mann sah, dass der Raum viel kleiner war als er im Dunkeln gedacht hatte. Gott sprach zu ihm: „Die Dunkelheit, in der du bist, ist kleiner, als du denkst. Jesus ist die Tür und das Licht. Übergebe ihm die Dinge und er wird sie regeln.“ Dann war der Eindruck vorbei und der Mann fand sich im Gottesdienst wieder. Er fühlte, dass diese Botschaft für Menschen der Gemeinde gedacht war. Also ging er gegen Ende des Gottesdienstes nach vorne und teilte sie der Gemeinde mit. Die Aussage gilt auch hier: „Die Dunkelheit, in der du bist, ist kleiner, als du denkst. Jesus ist die Tür und das Licht. Übergebe ihm die Dinge und er wird sie regeln.“

Ein Gastredner fragte einmal: „Dienst Du Gott oder soll er dir dienen? Ist Gott dein Freund, wenn er deinen Willen tut oder darf er das auch sein, wenn er deinen Willen nicht tut?“

Ein Pastor fragte sich einmal: „Wieviel Christus ist in der Gemeinde? Wieviel Christus ist in meinem Leben? Wieviel Christus ist in unserem Leben?“ Diese Frage blieb mir hängen. Gelegentlich frage ich mich selbst: „Wieviel Christus ist in meinem Leben? Wieviel Christus ist in dem, was ich tue? Ist er der Dreh- und Angelpunkt bei mir? Lebe ich wirklich aus ihm heraus und zu ihm hin?“

Sind Sie gerne kreativ? Haben Sie eine künstlerische Leidenschaft? Ob malen, kochen oder musizieren, wenn Sie es wirklich mit Begeisterung praktizieren, werden Sie es wohl nicht nur für sich alleine tun. Sie werden anderen von Ihren Erfahrungen berichten und sich austauschen wollen über das, was Ihnen wirklich wichtig ist. Denn wenn Sie immer nur für sich malen, ganz ohne Lob und Anregung von anderen, ist die Gefahr größer, dass Ihre Begeisterung erst nachlässt und Sie irgendwann ganz aufhören. So ist es auch mit dem Glauben. Suchen Sie sich in Ruhe und sorgfältig prüfend eine vertrauenswürdige Kirche, in der Sie sich wohl fühlen und geistlich wachsen können. Natürlich kann man auch ohne Kirche Christ sein. Doch gerät der Glaube ohne Predigt und den Austausch mit Glaubensgeschwistern leichter in den Hintergrund und wird womöglich irgendwann nur noch Randerscheinung im Leben sein. Ob Gott uns wirklich wichtig ist, sieht er daran, dass wir auch etwas für ihn investieren. Wer nicht jede Woche in die Kirche gehen kann, kann es vielleicht jede zweite. Wem es nicht morgens und abends gelingt etwas Bibel zu lesen, der kann es vielleicht aber wenigstens einmal täglich. Das Neue Testament mit den Aussprüchen Jesu (Start hier) sollte jeder kennen. Wie schade, dass so viele sich Christen nennen und nicht einmal wissen, was Christus im Neuen Testament sagt! Wie will man ihm dann ernsthaft folgen können?
Und schließlich: Wer nicht drei Mal täglich ein Tischgebet schafft, kann aber doch zumindest einmal täglich den Vater im Himmel um seinen Beistand bitten und ihm für seine Gaben und Hilfe danken. Wird Gott dies nicht mehr als reichlich mit seinem Segen vergelten? Hat er es nicht in der Tat verdient? Seien Sie kreativ ihm gegenüber – und zeigen Sie Leidenschaft!

Keine Zeit?

Surfen gehen
Bilder malen
Bierchen trinken
Fußballverein
Briefmarken sammeln
Fitnessstudio
Billard üben
Sonnenbräunen
Blumengarten
Sightseeing
Fernsehkömödien
Playstation
Kreuzworträtsel
Witze lesen
Zirkusbesuch
Dart spielen
Ski fahren
Delphinshow
Kinohit
Kirmesfreuden
Bowlingkugeln
Bötchen paddeln

Keine Zeit für Gott?

Diese Texte dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Kurzgeschichten aus der Guten Saat

Der Fund im Mülleimer

Vor 42 Jahren bin ich in Matamoros in Mexiko geboren. In meiner Kindheit wurde ich sehr verwöhnt; später besuchte ich die Universität in Mexiko-Stadt. Damals habe ich mich auch politisch engagiert. Voller Ehrgeiz schlug ich eine juristische Laufbahn ein und hatte gute Erfolge, die viele Möglichkeiten eröffneten …, bis ich in die Welt der Kriminalität abglitt. Mit meinem beruflichen Aufstieg war es nun vorbei. Zwar konnte ich der Polizei durch Flucht entkommen, aber ich musste das Land verlassen. Als ich einige Jahre später nach Mexiko zurückkam, wurde ich festgenommen. „Jetzt ist das Leben für dich vorbei“, dachte ich. Doch eines Tages fand ich in einem Mülleimer im Gefängnis ein Neues Testament. Ich las darin und war ganz überrascht. Auf einmal sah ich mein Leben im Licht Gottes. Dieses Licht ließ mich meine Sünden erkennen, aber es eröffnete mir auch eine Hoffnung. Und so kniete ich nieder und bat Gott um Vergebung. Da fiel die ganze Last von mir ab und machte einem unerwartet tiefen Frieden Platz, wie ich ihn bis dahin nicht kannte. Durch Jesus Christus wurde mein Leben neu. Als ich wenig später freikam, kehrte ich zu meiner Familie zurück. Sie wies mich trotz der Schande und der Leiden, die ich ihr bereitet hatte, nicht zurück. Und in den folgenden Monaten fand auch meine ganze Familie zum Glauben an Jesus Christus. Es ist für alle ein neues Leben. – Und alles hat damit angefangen, dass ich im Gefängnismülleimer ein Neues Testament gefunden habe.

Auf dem Promenadendeck eines Passagierschiffes gab eine Dame Evangeliumsflyer weiter. Ein Herr, der ein solches Faltblatt erhalten hatte, warf einen kurzen Blick darauf. Als er festgestellt hatte, worum es sich handelte, zerriss er es in kleine Stücke und warf sie über Bord. Befriedigt sah er, wie der Wind sie umherwirbelte und auf das Meer hinaustrug.
Als er sich am Abend in seiner Kabine auszog, um schlafen zu gehen, fiel ein kleiner Papierfetzen aus seiner Kleidung. Er stammte von dem zerrissenen Flyer. Nur zwei Wörter standen darauf: „Gott“ und „Ewigkeit“.
Nur zwei Wörter, aber Wörter von unergründlich tiefer Bedeutung. – Der Mann legte sich zu Bett, aber er fand keinen Schlaf. Unaufhörlich kreisten seine Gedanken um diese beiden Wörter. Um sich zu beruhigen, griff er zu einem Cognac, aber auch das half nichts:
„Gott!“ – mit Ihm muss man wohl rechnen, ob man will oder nicht.
„Ewigkeit!“ – ein drohendes Wort! Wie kurz war die Zeit, die er noch zu leben hatte, im Vergleich zur Ewigkeit! Ob er nicht doch einmal gründlicher über diese Fragen nachdenken sollte?
Wir wissen nicht, wie lange diese beiden Wörter und der Gedanke an die Auferstehung und das gerechte Gericht Gottes das Gewissen dieses Mannes beunruhigten. Aber eines Tages hörte er das Evangelium vom Sohn Gottes, der auf die Erde gekommen ist, um durch seinen Sühnungstod schuldige Menschen mit dem heiligen Gott zu versöhnen. Er nahm die gute Botschaft im Glauben an und fand Frieden für Herz und Gewissen.

Jesus Christus: Es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen. Apostelgeschichte 4,12

Er war ein erfolgreicher Gewichtheber und einige Jahre im Spitzensport aktiv. Dann aber warfen Erkrankungen und Verletzungen ihn zurück, so dass er den Sport aufgab und in einem Bergwerk zu arbeiten anfing. Dort war auch ein gläubiger Christ beschäftigt, der allerdings auf Abwege geraten war.
Eines Tages sagte dieser zu unserem Gewichtheber: „Du bist zwar katholisch, aber die Bibel kennst du nicht wirklich! Sollen wir wetten?“ Dieses Wort traf den ehemaligen Sportler. Als er nach der Schicht nach Hause fuhr, packte ihn ein innerer Drang, und er holte eine Bibel hervor, die im Regal schlummerte. Innerhalb von einer Woche las er sie vollständig durch.
Einmal hatte er fast die ganze Nacht über der Bibel zugebracht. Morgens kam er dann viel zu spät von zu Hause weg, um den Bus noch zu erreichen, mit dem er normalerweise zur Arbeit fuhr. Da kam ihm unvermittelt der Gedanke in den Sinn: Geh trotzdem; du kommst noch pünktlich an.
In dieser Situation betete er zu Gott: „Wenn es Dich wirklich gibt, dann zeige Dich mir heute!“ Da kam auf einmal ein leerer Bus vorbei, der unerwartet anhielt, die Tür für unseren Sportler öffnete und ihn, ohne dass er irgendetwas sagen musste, zum Grubeneingang brachte.
Gott hatte sich ihm gezeigt! Nun dauerte es nicht mehr lange, und die Botschaft vom Kreuz überwältigte diesen Mann. Er wusste, dass er ein Sünder war, und er nahm Jesus Christus und sein Sühnungswerk im Glauben an. – Durch den einen Satz des Christen kam es in dieser Grube zu einer regelrechten Erweckung. Auch der lau gewordene Christ selbst wurde davon erfasst und auf den Glaubensweg zurückgeführt.

Die Geschichten wurden dem Onlinekalender “Die gute Saat” entnommen. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte. Tipps zum Bibellesen.

Kann man Engel sehen?

Bei Martha gibt es

einen interessanten Artikel zum Thema Engel.

Vielen Dank dafür!

Geistliche Vitamine

Geistliche Vitamine

Vitamine sind wichtig für unsere Gesundheit. Zu wenig davon können unser Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht bringen und sogar zu Krankheiten führen. Für ein ausgewogenes Leben brauchen wir aber auch gewissermaßen geistliche Vitamine, um Geist und Seele zu stärken und psychisch fit zu bleiben. Nachfolgend einige der geistlichen Vitamine im Überblick:

Vitamin A Auskaufen & Ausruhen Zeit ist ein Gut, das Gott uns anvertraut. Wir wurden nicht nur für uns selbst geschaffen. Wir sollen die Zeit auskaufen (Epheser 5,16) und die Aufgaben erfüllen, für die Gott uns geplant hat. Jeden Moment unseres Lebens erleben wir nur einmal. Um so wichtiger ist es da, unsere Zeit so gut wie möglich einzusetzen. Dazu gehört auch genügend Ruhe, um gesund zu bleiben. Ruhe ordnete Gott schon mit dem wöchentlichen Sabbat an. Gott ist aber auch in gewissen Rahmen für Feiern. So schuf er schon im Alten Testament etliche Feiertage für das Volk Israel (3. Mose 23). Die Engel feierten die Geburt Jesu Christi (Lukas 2,1-20). Das größte Fest kommt aber im Himmel: wenn Christus, das Lamm Gottes, mit den Seinen hochzeitlich vereint wird (Matthäus 22,1-10 und Offenbarung 19,9). Also gehören auch immer wieder schöne Dinge zu unserem Dasein.

Vitamin B Bibel Viele weit verbreitete Meinungen wurden in der Menscheit schon widerrufen und auch heute fragt man sich immer wieder mal: was ist eigentlich richtig, was ist falsch? Die Bibel ist ein unverzichtbarer Wegweiser und Ratgeber für unser Leben. Besonders das Neue Testament mit den Aussprüchen Jesu gibt Orientierung und Hilfe für alle wichtigen Lebensfragen. Jesu Worte sind nahrhaftes Brot des Lebens für uns (Johannes 6,35). Wohl denen, die täglich etwas davon zu sich nehmen. Das Neue Testament sagt aber auch viel über die Zukunft voraus. Gut, auf manches vorbereitet zu sein. Bibelleser wissen mehr!

Vitamin C Christus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zu Gott, dem Vater, außer durch ihn. So sagt er es selbst von sich (Johannes 14,6). Etwa 60 Bibelstellen des Neuen Testaments bezeichnen Jesus als den Sohn Gottes. Und Gott hat dem Sohn alles in die Hand gegeben (Johannes 3,35). Glücklich sind die, die sich nicht an Christus ärgern (Matthäus 11,6). Wer ihm aber nachfolgt und ihn um Hilfe für das Leben bittet, darf auch mit seinem Beistand rechnen. Wer ihn aufrichtig für seine Schuld um Vergebung bittet, darf seiner Vergebung ebenfalls gewiss sein und braucht sich keine Sorgen mehr zu machen, in der Ewigkeit von ihm abgelehnt zu werden. Denn er wurde um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt (Jesaja 53,5). Damit hat Christus für unsere Fehler gesühnt und wir werden einst frei gesprochen. Welch ein Geschenk!

Vitamin D Dasein Der Sinn unseres Daseins lässt sich vielleicht am besten mit dem Gebot beschreiben, das Jesus als das Wichtigste bezeichnete: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ (Matthäus 22,37) Gott hat uns für sich erschaffen. Er wollte uns Liebe zeigen und von uns Liebe empfangen. Wenn wir an ihm vorbei leben, verfehlen wir unseren wichtigsten Lebenszweck. Doch gibt es noch ein weiteres Gebot, das laut Jesus ebenso wichig ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matthäus 22,39) Für den Nächsten da sein, zu handeln und auch an ihn zu denken, ist ebenso bedeutungsschwer wie uns selbst zu lieben. Dabei dürfen wir wissen, dass selbst einmal ein Becher Wasser im Himmel belohnt wird (Matthäus 10,42). Lassen wir unser Dasein also von Liebe gelenkt sein.

Vitamin E Erwarten Jesus ist zum Himmel aufgefahren und sitzt zur Rechten des Vaters (Hebräer 10,12). Doch er wird eines Tages wiederkommen und die Seinen zu sich nehmen (Apostelgeschichte 1,11 und 1. Korinther 15,23-24 sowie 1. Thessalonicher 4,16-17). Erwarten wir Christi Wiederkommen? Sind wir bereit und würdig, mitgenommen zu werden? Und sollte unser Leben auf Erden vorher zu Ende sein: erwarten wir ein herrliches Leben bei ihm im Himmel, weil wir Sein sind? (Römer 5,2) Welchen Trost bietet uns diese Zuversicht doch auch in mancherlei Schwierigkeiten des Alltags!

Vitamin F Festhalten / Glauben / Vertrauen Die Bibel erklärt Glauben folgendermaßen: Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht (Hebräer 11,1). Manchmal scheinen unsere Umstände vernichtend. Doch auch wenn unser Glaube schwer auf dem Prüfstend steht, dürfen wir bitten: „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24) Glaube nur so groß wie ein Senfkorn reicht schon, um Berge zu versetzen (Matthäus 17,20-21). Aber selbst wenn Gott unsere Gebete nicht immer so erhört, wie wir uns das wünschen, können wir meist noch dankend bekennen, dass es uns trotz allem verhältnismäßig gut geht im Vergleich zu vielen anderen Menschen. Gott ist dennoch getreu, der uns nicht lässt versuchen über unser Vermögen, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende gewinne, dass wir sie ertragen können (1. Korinther 10,13). Deshalb: Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat (Hebräer 10,35). Glaube ist schließlich das, was uns in den Himmel bringt. So erklärte schon Paulus: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig! (Apostelgeschichte 16,31)

Vitamin G Gebet „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Diese Weisung Jesu an seine Jünger in Matthäus 7,7 gilt noch heute für uns. Jakobus beklagt im Gegenzug bei einigen: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfanget nichts, weil ihr übel bittet, auf dass ihr es in euren Lüsten vergeudet.“ (Jakobus 4,2b-3) Bitten wir Christus getrost um gute Dinge für unser Leben. Denn er möchte gerne für uns sorgen (1. Petrus 5,7). Bemühen wir uns aber auch darum, seine Gebote zu halten, damit unsere Gebete nicht verhindert werden.

Vitamin H Heiliger Geist Nachdem Jesus gekreuzigt worden war, versteckten sich die Jünger aus Angst vor seinen Verfolgern (Johannes 20,19). Doch nachdem sie zu Pfingsten mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden, erzählten sie selbst den Feinden mutig von Jesus (Z. B. Apostelgeschichte 5,42). Der Heilige Geist gibt Kraft (Apostelgeschichte 1,8). Durch ihn konnten die Jünger Wunder tun (Hebräer 2,4). Doch brauchten sie immer wieder eine neue Erfüllung mit dem Heilgen Geist (Apostelgeschichte 4,31). Bis heute möchte der Heilige Geist Wohnung in unserem Herzen nehmen. Bitten wir ihn darum, bei uns einzuziehen, bis wir uns der Erhörung gewiss sind. (Lukas 11,13)

Vitamin K Kirche Wann immer uns etwas wirklich wichtig ist, suchen wir Gleichgesinnte zum Austausch. Natürlich ist es möglich, Christ zu sein auch ohne Kirche. Aber alleine ist es deutlich schwerer, im Glauben am Ball zu bleiben. Ohne regelmäßigen Input werden wir geistlich eher Rückschritte machen und unsere Beziehung zu Gott läuft mehr Gefahr abzuflachen. Weil hier unten nichts perfekt ist, werden wir wohl kaum die perfekte Kirche finden, so wie es auch nicht das stets perfekte Familienleben gibt. Aber bei der Vielzahl an Kirchen sollte es doch möglich sein, in Ruhe und sorgfältig geprüft eine vertrauenswürdige zu finden, die uns vorwärts bringt und in der wir Gott dienen können. Ganz sollten wir die Versammlungen nicht verlassen (Hebräer 10,25).

Vitamin P Preisen (Danken) Es zählt allgemein zum guten Benimm, sich für Dinge zu bedanken. Wenn Menschen sich als undankbar erweisen, gibt man ihnen weniger gerne mehrmals etwas. Auch Gott verdient unseren Dank für ungezählte gute Gaben und all seinen Beistand. Und sicher gibt auch er lieber öfter den Dankbaren. Kein Wunder, dass uns Paulus ermahnt: „Saget Dank allezeit für alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi.“ (Epheser 5,20) Allezeit? Allezeit!

Vitamin T Treu sein Gott ist treu (1. Korinther 1,9) und wir sollen auch treu sein. Treu in der Ehe, treu im Umgang mit dem Gut des Arbeitgebers, treu sorgend gegenüber den uns anvertrauten Kindern usw. Oder kurz zusammengefasst: wir sollen treu die Gebote Gottes halten. Sind wir treu, unterstützt Gott uns auch gerne mit seiner Hilfe. Treue bewahrt uns vor Strafe und unser Tun vor Zerstörungen. Treue hilft beim Aufbau von Dingen. Und: Treue ist ein sicherer Weg zu göttlicher Beförderung (Matthäus 25,23). Menschliche Karriere ist oft nicht so wertvoll, wie sie manchem erscheint. Ein Dienst für Gott aber wiegt ewig und wird in der Ewigkeit über die Maßen besser belohnt. In diesem Sinne: uns allen eine gute göttliche Karriere!

Dieser Artikel von Christliche Perlen ist zur Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke freigegeben. Viele hilfreiche und interessante Gedanken zum Thema ganzheitliche Gesundheit findet man außerdem bei Ulrike.

Jesus lebt! Er ist wirklich auferstanden!

Jesus lebt! Er ist wirklich auferstanden!

Wo ist Thomas?“
Ich weiß nicht.“

Hoffentlich wurde er nicht geschnappt!“
Dann war es wieder still.

Hinter verschlossenen Türen brüteten zehn Männer vor sich hin. Sie hatten so gehofft, dass ER sie von der Besatzungsmacht befreien könnte. Aber – wie jedes Jahr – war das ganze Volk auf den Beinen in Jerusalem, hatte das Passahfest gefeiert, und die Besatzungsmacht hatte alle Hände voll zu tun, dass kein Aufruhr entstand. Die religiösen Führer freuten sich, dass ihr größter Gegner noch rechtzeitig hingerichtet worden war. Dieser Störenfried war tot – seit zwei Tagen. Neidisch waren sie auf ihn, schrecklich neidisch! Das Volk aber mochte Ihn. Es war Ihm nachgelaufen; sie kamen und brachten ihre Kranken, und Er heilte sie.
Einer der Männer murmelte vor sich hin:  „Vielleicht suchen sie uns auch. Die kennen uns ja gut. Wir waren ja Tag und Nacht bei Ihm.“
Ach, es war auf einmal alles so trostlos! Warum musste das nur so ausgehen?
Obwohl sie Ihn ständig mit ihren spitzfindigen Fragen herausgefordert hatten, fand Er stets die passende Antwort, auf die sie nichts mehr zu entgegnen wussten. Egal in welcher Gefahr sie sich befanden, immer hatte Er einen Ausweg gefunden. Hoffnung weckte Er, wohin Er kam mit dem, was Er sagte und tat.
Nie zuvor hatte jemand so geredet wie Er! Aber jetzt? Aus! Jetzt war Er tot. Vorbei der Traum.
Draußen dämmerte der Morgen des dritten Tages. Einer gähnte. Keiner hatte geschlafen. Die Frauen waren nochmals zum Grab gegangen, um Ihn zu salben.
Da! – Die Männer schreckten auf. Es klopfte drängend an der Tür. Kamen jetzt die Häscher, um sie abzuholen?
Macht auf!“ Es war eine Frauenstimme. Erleichtert sprang der Vorderste auf, schob mit einem schnellen Ruck den Riegel zurück und öffnete die Tür.
Maria!? Bist du schon wieder da?“
Ja! Er lebt!“ jubelte sie. Sie wiederholte es.  „Er lebt wirklich.“ Ungläubig starrten die Männer sie an. „Er lebt?“
Ja, ich habe Ihn gesehen. Er hat mit mir gesprochen. Ich soll es euch sagen, dass Er lebt.“
Unvorstellbar! Dann hätte Er ja sogar den Tod überwunden- als Erster!
Dann, – dann ist Er ja doch Gottes Sohn.“ Noch stehen sie wie angewurzelt herum und schauen sich an.

Zwei andere Jünger, denen Maria auch gesagt hatte, dass Jesus lebt, wollen nur noch weg: „Wir gehen zurück nach Emmaus. So etwas gibt es ja nicht.“ Beide gehen wortlos nebeneinander her.
Schon von weitem sehen sie den Fremden. Als sie ihn eingeholt haben, schließt er sich ihnen an.
Shalom,“ grüßt er. Was passiert sei, will er wissen. Merkwürdig, das weiß doch jeder in der Stadt. Aber weil ihr Herz so voll ist und der Kopf so durcheinander, berichten sie: „Keinem hat er Unrecht getan. Unschuldig ist er hingerichtet worden. Wir können es noch gar nicht fassen, dass er tot ist. Unsere Frauen sind auch ganz durcheinander. Heute früh kamen sie zu uns und behaupten, er lebe wieder. Schön wär’s. Aber wo hat man denn das schon mal gehört?“
Während sie weiter ausschreiten, merken sie, dass der Fremde gut in der Bibel Bescheid weiß. Staunend hören sie zu. Laden ihn ein zum Essen, wollen mehr hören. Ihr Herz brennt. Zögernd geht Er mit ins Haus. Er bricht das Brot und spricht den Segen. Da merken sie es. So hat doch Er immer das Brot gebrochen.
Das ist Er! Er lebt wieder! Es stimmt, was die Frauen gesagt haben. Schon wollen sie Ihn umarmen vor Freude, da ist er vor ihren Augen verschwunden. Sie springen auf, eilen zurück nach Jerusalem und stürzen in den Raum, wo die Zehn sich am Abend versammelt hatten.  „Er lebt, er ist wirklich auferstanden!“
Aber auch ihnen glauben die zurückgebliebenen Freunde nicht.
Er war eben doch nicht der verheißene Messias“, murmelte einer.
Und er tat doch so viele Zeichen und Wunder“, meinte ein anderer.
Wir müssen halt wieder zurück in unseren alten Beruf.“
Friede sei mit euch! Warum seid ihr so ungläubig?“ Die Köpfe fuhren herum.
Da stand Er und redete mit ihnen.  „Tatsächlich, Er ist es“, entfuhr es einem.
Sie starren Ihn an.
Ich bin es. Ich lebe. Wie viele müssen es euch noch sagen, dass ich von den Toten auferstanden bin. Warum ist euer Herz so verhärtet, dass ihr denen nicht geglaubt habt, die mich schon gesehen haben?“
Jetzt waren alle außer sich vor Freude. Sie sahen ihn, er lebte wieder. Und es wurde ihnen schlagartig klar, dass all das, was schon vor Langem in den Heiligen Schriften vorhergesagt war, stimmte.
Noch heute, im 21. Jahrhundert, kann jeder erfahren, ob das wahr ist, dass Jesus Gottes Sohn ist und lebt. (H.B.)

Herzlichen Dank für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe der freudigen Ostergeschichte! Hier der Text als PDF.

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Mitmachgeschichte zu Ostern

Mitmachgeschichte zu Ostern

Jesus bringt Leute auf Trab. So auch schon zu Ostern. Die biblischen Berichte dazu kann man nun selbst im Lauftempo miterleben: hinstellen, Muskeln lockern und bei jedem Laufhinweis einfach zehn Schritte auf der Stelle mitmachen. Auf geht`s! Hier ist schon wieder ganz schön was los!

Jesus war schon in seiner Erdenzeit ein gefragter Mann. Alle wollten ihm Nahe sein und das gab mitunter ziemliches Gedränge (1). Da musste man schon ganz schön spurten, wenn man noch einen Platz in seiner Umgebung haben wollte. Also vorwärts! (Zehn eilige Schritte auf der Stelle machen!)
Spätestens als Jesus gekreuzigt und begraben war, hätte die Lauferei aber eigentlich aufhören müssen. Doch weit gefehlt! Zunächst einmal kamen Jüngerinnen ans Grab, um Jesus zu salben (Zehn normale Schritte auf der Stelle machen!). Doch welche Überraschung! Das Grab war nicht nur leer, sondern sie sahen auch einen strahlenden Engel, der ihnen mitteilte, dass Jesus auferstanden sei (2). Die Frauen sollten es nun den Jüngern Jesu erzählen. Kann sich jemand vorstellen, wie sie gerannt sind? Genau! Sie eilten augenblicklich zum Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, dass sie es seinen Jüngern verkündigten. (Zehn sehr eilige Schritte auf der Stelle machen!)
Als die Jünger den Bericht der Frauen gehört hatten, konnten sie es kaum glauben. Jesus solllte auferstanden sein? Das Grab war leer? Das mussten sie selbst sehen. Petrus und noch ein Jünger liefen umgehend zum Grab (3). Wer wohl zuerst ankam? (Zehn eilige Schritte auf der Stelle machen!) Tatsächlich, das Grab war leer. Doch niemand war zu sehen. Da gingen die beiden wieder zu den anderen Jüngern zurück (Zehn normale Schritte auf der Stelle machen!).
Inzwischen waren auch die Soldaten längst wach geworden, die eigentlich das Grab hatten bewachen sollen. Sie waren vor Schreck in Ohnmacht gefallten, als der Engel kam und den Grabstein wegrollte (4). Nun folgte gleich der nächste Schreck, denn das Grab war leer! Wie sollten sie das nur erklären? Doch es blieb nichts anderes übrig: sie machten sich auf den Weg in die Stadt und erzählten den Hohepriestern alles, was geschehen war (5). (Zehn eilige Schritte auf der Stelle machen!) Man gab den Soldaten reichlich Geld und befahl ihnen zu sagen: „Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, während wir schliefen.“
Am gleichen Tag waren auch zwei Jünger Jesu unterwegs zu einem Ort namens Emmaus. Da begegnete ihnen Jesus und redete mit ihnen. Seine Worte trafen sie so ins Herz, dass sie ihn sogar zu sich ins Haus einluden. Doch sie erkannten ihn erst, als er ihnen wie früher das Brot reichte (6). Und schon verschwand er vor ihren Augen. Wen wundert es, dass die beiden trotz der abendlichen Uhrzeit sofort zurück zu den anderen Jüngern liefen, um ihnen von diesem unglaublichen Ereignis zu erzählen? (Zehn eilige Schritte auf der Stelle machen!) Inzwischen hatten auch die Jünger es verstanden, denn Jesus war bereits auch Petrus erschienen. 40 Tage ließ Jesus sich nun unter ihnen blicken, bis er in einer Wolke vor ihren Augen zum Himmel auffuhr (7). Doch er steht seinen Jünger bis heute vom Himmel bei und wohnt in den Herzen derer, die ihn einladen. Wer dies noch nicht getan hat, sollte es eilends im Gebet nachholen. Lasst uns also weiterlaufen mit und für Jesus, solange unsere Zeit hier währt, bis wir eines Tages zu ihm in den Himmel kommen! Sei dabei! Nichts lohnt sich mehr, als mit Jesus zu leben! (Zehn eilige Schritte auf der Stelle machen!)

Dieser Text von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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Warum die Ehe etwas Tolles ist

Kleiner aber feiner Text von Utopio: Warum die Ehe etwas Tolles ist.

Utopios Message

Jeden Abend schläft neben mir meine Frau. Ich spüre ihre Präsenz, höre ihren Atem zu jeder Stunde der Nacht.

Wenn ich schlecht träume taste ich sanft nach ihr. Morgens erwache ich und da liegt sie friedlich wie ein Engel. Wenn die Lichtverhältnisse es zulassen betrachte ich sie manchmal noch eine Weile.

Brauche ich jemanden, um mich anzuvertrauen, sie ist da und hört mir zu. Keine Schwierigkeit im Leben muss ich alleine durchstehen. Sie ist mit Rat und Tat dabei.

Wir philosophieren gemeinsam, was die Wehen des politischen Weltgeschehens für die kommende Zukunft bedeuten, machen uns gegenseitig Mut.

Wir erinnern einander an gute Vorhaben. Korrigieren einander, wenn sich unsere Fantasie wild verheddert.Zu Zweit sind wir stark. Da ist immer jemand neben mir im Bett und am Tag.

Es ist toll verheiratet zu sein. Zweifelt nicht, wenn ihr den oder die Richtige findet! Und ertragt die Macken, es lohnt sich.

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Aber…

Aber…

Alles sah so aus, als sei es das Ende seiner Laufbahn: Jesus starb am Kreuz. Aber…. Nachfolgend ein Text mit einigen Osterbibelstellen mit dem Wort aber.

Jesus wusste, dass man ihn stellvertretend für die Schuld der Seinen verurteilen und töten würde. Doch er wusste auch, dass es dabei nicht bleiben würde. Deshalb sagte er noch vorher zu seinen Jüngern:

Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. Matthäus 26,32 und Markus 14,28

Jesus war überaus beliebt und hatte eine riesige Anhängerschaft. Deshalb ließen eifersüchtige Priester ihn festnehmen und verklagten ihn.

Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf dass sie ihn zum Tode brächten, und fanden nichts. Markus 14,55

Er aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin’s; und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken. Markus 14,61-62 und Lukas 22,70

Man beschuldigte Jesus der Gotteslästerung und sorgte dafür, dass er gekreuzigt wurde.

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun! Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum. Lukas 23,34

Nach einigen Stunden wurde es finster im ganzen Land. Schließlich starb Jesus und es gab ein großes Erdbeben.

Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahrten Jesus, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich dieser ist Gottes Sohn gewesen! Matthäus 27,54 und Markus 15,39

Man begrub Jesus im Grab eines reichen Anhängers. Nach dem Sabbat kamen dann Jüngerinnen um ihn zu salben.

Sie fanden aber den Stein abgewälzt von dem Grabe. Lukas 24,2

Die Frauen trauten ihren Augen nicht! Ein strahlender Engel sprach sie an!

Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, da der Herr gelegen hat. Matthäus 28,5-6

Das Grab war leer, welche Freude! Jesus begegnete nun vielfach seinen Jüngern. So zum Beispiel hier:

Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach: Friede sei mit euch! Sie erschraken aber und fürchteten sich, meinten, sie sähen einen Geist. Lukas 24,36-37 und Johannes 20,19

Da sie aber noch nicht glaubten, vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen? Lukas 24,41

Man gab Jesus etwas zu essen. Das war kein Geist! Er lebte!

Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muss alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose’s, in den Propheten und in den Psalmen. Lukas 24,44

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Verschiedene Herrscher

Verschiedene Herrscher

Wohlauf meine lieben Bürger,

zu meinem Leidwesen muss ich heute den Staatsbankrott melden. Leider haben die Steuereinnahmen nicht gereicht um meinen kostspieligen Lebensstil zu finanzieren. Es war ja unumgänglich die erhobenen Steuern direkt in mein hohes Ross zu investieren. Dieses brauchte dringend eine Unterstützung beim Stehen. Auch der Ritt bei nassem Wetter war nicht sorgenfrei. Auch hier lohnte sich die Investition in einen Schutz vor Spritzwasser.
Meine lieben Bürger, da kann ich nur sagen, arbeitet härter, verdient mehr Geld, damit der Rubel wieder ins Rollen kommt und eure Majestät weiter frohen Mutes auf edlen Rossen reiten kann…

Eure Majestät der römische Kaiser

* * *

Liebe Jünger,

vielen Dank für die Ehre, die ihr mir zuteil werden lasst. Erst habt ihr die Eselin mit ihrem Füllen für mich geliehen und eure Kleider darauf gelegt, weil es keinen Sattel gab. So ist es wenigstens etwas komfortabler, in Jerusalem einzuziehen. Das Füllen muss sich eben erst noch an das Reiten gewöhnen. Dann habt ihr sogar Kleider und Palmzweige auf den Boden geworfen, damit ich darüber reiten kann und gerufen: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Ihr habt Recht, als Gottes Sohn und Nachkomme des großen Königs David steht mir hier die Königsherrschaft zu. Doch wird man sie auch anerkennen? Da schauen schon die Pharisäer voller Neid. Ruft lauter, liebe Jünger! Feiert und jubelt, dass alle euch hören! Lasst uns freuen und fröhlich sein!

Euer Jesus

* * *

Jesus, mein lieber Sohn,

wie sehr lieb habe ich dich! Und wie stolz bin ich auf das, was du tust! Du hast dich nicht bereichert, obwohl du leicht hättest zu Reichtum kommen können. Du hast dir keine Armee zugelegt und keine blutigen Kämpfe ausgetragen. Statt dessen hast du den Menschen den Weg zu mir erklärt und unzählige von ihnen geheilt. Ich werde deine Jünger beauftragen, diese Dinge aufzuschreiben, damit sie bis in alle Ewigkeit gelesen werden können. Ich weiß, dass du bald mit deinem Leben am Kreuz für die Schuld der Menschen bezahlen wirst. Mögen sie es anerkennen und dich für alles um Vergebung bitten. Ich liebe dich so sehr. In einigen Wochen wirst du zu mir in den Himmel kommen, wo dein Thronplatz bereit ist. Ich kann es kaum erwarten, dich neben mir zu haben, bis du endgültig zum König von Himmel und Erde gekrönt wirst.

Dein Dich liebender Vater (Gott)

Dieser Text von christlicheperlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Der Einzug Jesu in Jerusalem an Palmsonntag wird in allen vier Evangelien beschrieben: Matthäus 21,1-11 / Markus 11,1-11 / Lukas 19,28-46 / Johannes 12,12-19.

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Die Superfrau

Die Superfrau

Martha schreibt über die tüchtige Hausfrau aus Sprüche 31,10-31 in der Bibel.

Großartig, nicht nur zu Muttertag!

Teil 2 findet man dann hier.

Die Fans lieben auch Teil 3. 😉

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Vorurteile

Vorurteile

Ach, was ist das für ein Christ,
der immer so verschlossen ist.
Er redet nicht, er sitzt dort nur,
von Christenfreude keine Spur.
Ganz teilnahmslos, so schaut er drein,
so kann ein Christenmensch nicht sein,
er lächelt nie, er singt nicht mit,
er scheint nicht in der Bibel fit.
Er nimmt nicht an Gemeinschaft teil,
wahrscheinlich sucht er nur sein Heil
und ist die Messe gerade aus,
verlässt er schnell das Gotteshaus.
Ein Freund, dem ich all´ das erzählte
und dabei böse Worte wählte,
der stieß mein Weltbild ganz schnell um,
der „schlechte Christ“ war taub und stumm.

Die empfehlenswerte Sammlung an Gedichten, Denkanstößen und Geschichten von Herrn Wigge findet man auf seiner Webseite: https://was-ein-kind-braucht.jimdo.com/. Jeder, der die Botschaft von Jesus Christus in die Welt hinausbringen möchte, darf die Inhalte seiner Homepage (außer den Bibeltexten dort) zweckdienlich frei nutzen. Vielen Dank an Herrn Wigge dafür!

Tipps für Eheleute

Tipps für Eheleute

Eine Ehe ist lang oder sollte es zumindest sein. Damit sie nicht langweilig wird, sind immer wieder kleine Impulse vonnöten, die sie frisch und schön halten. Nachfolgend drei Listen dazu mit Tipps für Eheleute: Was beide tun können, Tipps „Was Mann tun kann“ und Tipps „Was Frau tun kann“. Viele Dinge sind eigentlich geläufig, fallen einem aber bei Bedarf womöglich gerade nicht ein. Manche können auch von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Und natürlich dürfen die Listen auch noch beliebig verlängert werden…

Was beide tun können

– Mindestens ein Lob am Tag
– Eine schöne Beleuchtung am Abend schaffen mit vielen Kerzen bzw. Duftkerzen
– Ein Liebesgedicht in den Kleiderschrank hängen
– Einzelne Blütenblätter von Rosen über das Bett streuen oder so auf das Kissen der besseren Hälfte, dass sie ein Herz ergeben „Auf Rosen gebettet“
– Ohne Worte ein schönes Herzbild per Mail zusenden oder in den Kalender der besseren Hälfte legen. Oder beides.
– Hübsche Musik einlegen oder falls möglich selber machen, sonst auf die Lieblingsband der besseren Hälfte zurückgreifen
– Irgendwo einen Zettel zwischen den 7 Sachen der besseren Hälfte hinterlassen „Ich liebe Dich“ „Ich freue mich auf Dich heute Abend“ „Du bist so zuckersüß“…
– Eine Ausflugsüberraschung überlegen und organisieren oder als Überraschung einen Gutschein für ein schönes Event mit einer Blume irgendwo deponieren
– Eine angenehme Massage hat noch nicht geschadet
– Etwas tun oder unterstützen, was die bessere Hälfte besonders mag
– Für einander beten und miteinander beten
– Nicht nachtragend sein
– Treu sein
– Die Dinge mit Humor sehen
– Im Vorbeigehen „Ich liebe Dich“ ins Ohr flüstern und einen Kuss spendieren
– An einem ganz normalen Tag ein besonderes Essen kochen und den Tisch festlich decken. Das Essen im Smoking oder Abendkleid servieren.
– Ein großes Schokoladenherz in die Jackentasche der besseren Hälfte stecken (Nicht bei Hitze)
– Der besseren Hälfte die Frühstücksbrote schmieren oder gar das Frühstück ans Bett bringen
– Der besseren Hälfte morgens die Haare kämmen
– Die bessere Hälfte dadurch wertschätzen, dass man für sie gepflegt herumläuft
– Hand in Hand gehen
– Sich auch mal extra passend zueinander anziehen
– Öfter mal kleine Nachrichten zusenden wie „Ich habe grad an Dich gedacht, da ist Liebe in mir erwacht“
– Sich am Abend etwas Schönes vorlesen
– Wenn generell viel los ist: bewusst regelmäßige Zeit für schöne Dinge nur zu zweit einplanen, z. B. dienstags Eheabend
– Der besseren Hälfte einen sehr netten Brief mitgeben, den sie erst in der Mittagspause öffnen darf
– Morgens einen Zettel für die bessere Hälfte an den Badezimmerspiegel hängen: Geliebt
– Sich an einem heißen Tag gegenseitig mit Sonnencreme eincremen
– Von Zeit zu Zeit einen Zettel mit einem Bibelvers aus 1 Korinther 13 oder dem Hohelied Salomos hinterlegen
– Manchmal sind es die kleinen Dinge, die so wertvoll sind: ein hingestellter heißer Tee, eine Wärmflasche, einen Link zu einem Ich-liebe-Dich-Lied von YouTube schicken… show your love!
– Ein Ruderboot mieten und ein festliches Picknik auf der Seemitte einlegen
– Wunderkerzen auf den Nachtspaziergang mitnehmen, diese auf einer kleinen Rast anzünden und der besseren Hälfte erzählen, sie sei wunderbar (es gehen auch kleine Windlichter). Dazu Süßigkeiten und etwas zu trinken bereit halten
– Ein Ideenbuch über eigene romantische Ideen anlegen und dasselbe gut vor der besseren Hälfte verstecken

Was Mann tun kann

– In die Kulturtasche der Liebsten einen Zettel legen „Du bist die Schönste“ und dazu ein hübsch verpacktes Parfüm
– Sich bei einem Spaziergang an einer idyllischen Stelle an einen Baum gelehnt hinsetzen, die Liebste auf den Schoß nehmen und ihr erzählen, warum man sie so liebt
– Wenn die Herzdame friert: sie zum Sessel tragen, ihr eine Decke überlegen, ein warmes Fußbad und einen heißen Tee machen
– Der Gemahlin etwas Schönes mitbringen: eine Rose, einen hübschen Schal, eine blühende Pflanze, eine Schachtel Pralinen, einen Blumenstrauß, einen Ring…
– Schatz sagt man ziemlich häufig. Auch mal andere Begriffe hinzuziehen: Meine Schönste, mein Schmuckstück, mein Juwel, meine Taube…
– Mit der Gattin einkaufen gehen und ihr etwas hübsches spendieren
– Die Frau zum Essen gehen einladen
– Fragen, was man im Haushalt tun kann
– Die Frau beim Fahrradfahren vorfahren lassen, damit sie das Tempo angeben kann. Nichts ist schlimmer, als wenn eine Frau mit hoch rotem Kopf von einem Mann, der 100 Meter voraus fährt, zur Eile getrieben wird. Auch bei anderen Sportarten wie Joggen etc. zu zweit: bitte die Dame das Tempo angeben lassen oder allein Sport treiben.hj
– Weitere Tipps für Ehegatten findet man hier.

Was Frau tun kann

– Eine CD von seiner Lieblingsgruppe hübsch verpacken und so in die Aktentasche legen, dass sie erst in der Mittagspause gefunden wird
– Ein liebevolles Picknik packen und eine Fahrrad- oder Wanderroute überlegen, deren Ziel vorher nicht verraten wird
– Das Auto des Mannes putzen und eine oder ein paar Überraschungen darin platzieren
– Kleine Nachrichten senden wie „Du bist der Beste und Stärkste und Klügste von allen!“ oder Zettel in den Socken / Schuhen des Gatten hinterlassen
– Einen Kuchen / Plätzchen in Herzform backen
– Männer bauen ein Haus. Frauen schaffen ein Zuhause.
– Schatz sagt man ziemlich häufig. Auch mal andere Begriffe hinzuziehen: Mein Traumprinz, mein Herzbesetzer, mein Herzdieb…
– Sprechen Sie Gutes von Ihrem Mann, selbst wenn er nicht da ist. Er wird so, wie Sie von Ihm reden. Auch Sie freut es, wenn er Sie anderweitig lobt. (Sprüche 31,28)
– Den Mann auch mal den Chef des Hauses sein lassen (nicht immer das letzte Wort haben müssen)
– Dem Mann eine 10er Karte für Küsschen oder ein schönes Photo von sich hinlegen
– Männer und Frauen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Sind wir bereit, der anderen Seite zu geben, was sie braucht? (Auch wenn wir denken: Schon wieder?)
– Liebe geht durch den Magen. Beim Kochen ruhig mal lustig oder kreativ sein.

Eigene Ideen:

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