Entscheidung zur Liebe

Entscheidung zur Liebe

Liebe ist ein tolles Gefühl. Jeder möchte es haben, jeder braucht es zum Leben. Doch was, wenn die Gefühle verschwunden sind? Dann ist manchmal eine bewusste Entscheidung nötig, jemanden neu zu lieben. Einer Entscheidung folgen oft auch die Gefühle. Es ist wie mit der Anweisung des Apostels Paulus: „Seid allezeit fröhlich!“ (1. Thessalonicher 5.16) Entscheide Dich, fröhlich zu sein und es wird Dir zunehmend gelingen.
Das höchste Gebot ist laut Jesus: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte.“ Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22,36-40)
Auch Gott hat sich nach Liebe gesehnt und dafür den Menschen geschaffen. Es kränkt ihn, wenn die Menschen an ihm vorbei leben oder nur zu ihm kommen, wenn sie etwas brauchen. Wenn ich eine Liebesbeziehung zu Gott haben möchte, werde ich mich mit ihm beschäftigen. Das heißt: täglich mit ihm reden, in seinem Wort lesen und möglichst regelmäßig Gottesdienste einer zu mir passenden Kirche besuchen. Meine Liebe ist deutlich daran messbar, was ich bereit bin zu investieren. Bei Gott darf ich sicher sein: Er gibt gerne und überströmend Gutes zurück. Denn wie ein Mann schon sagte: „Gott ist die völlige Essenz von Liebe.“
Dann soll ich den Nächsten, aber auch mich selbst lieben. Wie kann ich dem Nächsten Gutes tun, wenn ich mich selbst schon nicht liebe? Doch heute lieben manche nur noch sich selbst. Der Nächste verliert zunehmend an Liebe und Entgegenkommen bei uns.
Jesus forderte dazu auf, sogar seine Feinde zu lieben. Dies dürfte uns mitunter emotionell schwer fallen. Im Alten Testament der Bibel gibt es dazu bereits ein ganz praktisches Gebot: „Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zuführen. Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, hüte dich, und lass ihn nicht, sondern versäume gerne das Deine um seinetwillen.“ (2. Mose 23,4-5)
An anderer Stelle in der Bibel heißt es: „Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. Denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird dir’s vergelten.“ (Sprüche 25,21-22)
Wenn man Liebe in einer Person wecken möchte, die selbst noch nichts für einen empfindet, muss man welche investieren. Ein Afrikaner sagte einmal: „Ihr heiratet, wen ihr liebt, wir lieben, wen wir heiraten.“
In einem Buch meinte der Autor, die Ehe sei für manche ein Geschäft. Wenn einer mit der Liebe z. B. auf 40% geht, dann geht der andere auf 30%. Danach folgen 25 und 20%, dann 15 und 10% und schließlich sind beide bankrott. Wenn jemand mit seiner Liebe nur noch bei 30% wäre, müsste der andere auf 70% gehen. So würde man die Ehe retten. Denn wenn jemand mit seiner Liebe deutlich hoch geht, dürfte dies auch beim Gegenüber zum Anstieg führen. Oft wäre die Familie so auch für die Kinder zu erhalten. Wäre das nicht den Einsatz wert? Werden nicht manche Beziehungen eher wegen Kleinigkeiten oder doch zu schnell beendet? Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass all die bisherigen Scheidungen wirklich sein mussten. Gewiss wäre manche Partnerschaft wieder herzustellen gewesen.
Eine Frau wollte sich nach langer Ehe von ihrem Mann trennen. Doch dann rechnete sie sich aus, wie viel Geld sie dann noch hätte – sehr wenig. Dann dachte sie: So schlecht ist er nun doch nicht. Sie sprach mit ihm, er änderte sich auch in einigen Bereichen. Als sie drei Jahre später davon erzählte, wirkte sie zufrieden und wertschätzend ihm gegenüber. Sie war sicher: sich nicht getrennt zu haben, hatte sich gelohnt.
Ich hörte einmal von einem Mann, dass er sich von einer Frau getrennt habe, weil er nichts mehr für sie empfinde. Er dachte nur an seine Gefühle und war zu keiner Investition bereit. Die Folgen für die Frau waren ihm egal. Doch Jesus sagt, wir sollen zu unserem Gegenüber so sein, wie wir auch selbst behandelt werden wollen. Wenn wir zu anderen hart sind, wird uns das irgendwann selbst widerfahren.
Ein Mann meinte einmal: „Fast alle Verfehlungen entstehen durch einen Mangel an Liebe.“ Im Gegensatz dazu ist Liebe die kraftvollste Waffe der Welt. Paulus schreibt, ohne Liebe sei er nichts. (1. Korinther 13,3) An anderer Stelle rät er uns hingegen: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12,21)
Fehlt uns Liebe für jemanden oder ist unsere Liebe für jemanden gesunken? Entscheiden wir uns neu zur Liebe. Kalkulieren wir auch Rückschläge ein, doch bleiben wir auf Kurs. Schließlich braucht auch unser Gegenüber Zeit, um Änderungen bei uns zu erkennen und zu sehen, dass wir es ernst meinen.
Wenn wir etwas haben wollen, müssen wir anfangen, es zu geben. Dann fällt es wieder auf uns selbst zurück. Es ist die Sache wert!

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Vergeben

Vergeben

Herr, du hast mir so viel vergeben,
dass ich dir stets nur danken kann,
doch fällt es schwer in meinem Leben,
den Nächsten auch zu nehmen an.

So mancher Stein liegt da im Wege,
so manche Bitternis mich quält,
da hilft auch selbst kein guter Wille,
nur du allein die Wunden stillst.

Gern möchte ich deinem Beispiel folgen,
vergeben jedem, wer`s auch sei,
doch fehlt`s an Kraft oft für die Liebe,
ich bitte dich Herr, steh mir bei!

Schenk du mir Kraft zur Nächstenliebe,
hilf zu vergeben, wo es schwer,
aus deinem treuen Vaterherzen,
sende mir die Nächstenliebe her.

So kann ich einst vielleicht vergeben,
dem anderen auch seine Schuld,
weiß ich mich doch bei dir geborgen,
und angenommen mit Geduld.

© ChT

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Herzlichen Dank an Christina von

http://lyriktraum.page4.com/

für die freundliche Erlaubnis zur
Veröffentlichung von Text und Bild!

Klanggeschichte: Jona geht nach Ninive

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Die Geschichte von Jona aus der Bibel Kapitel 1-3 mit Klängen untermalt

Man braucht:
Die PDF zu diesem Artikel
Ein bis vier Personen für die Aufführung (entsprechend viele Ausdrucke der PDF)
Einige Münzen
Eine Schüssel halb voll Wasser
Einen Schneebesen
Eine Schöpfkelle
Eine zum Trichter gerollte Zeitung (Mit etwas Klebeband umklebt)
Einen Strohhalm
Eine halb gefüllte, geschlossene Wasserflasche
Wasserfeste Unterlage + Tuch

Vorbereitung:
Die Geschichte eignet sich zum Vorspiel vor einem nicht zu großen, bzw. noch gut mithören könnendem Publikum. Sie sollte vor der richtigen Aufführung etwas eingeübt werden. Wenn mehrere Personen zur Verfügung stehen, kann man sich die Rollen aufteilen, z. B. in Sprecher, Gott, Jona, Schiffsherr und Schiffsleute (Sprecher, Gott, Jona und Schiffsherr zusammen). Die meisten Geräusche kommen in den Texten des Sprechers vor. Vielleicht ist es deshalb für ihn am einfachsten, sie mit auszuführen. Oder „Gott“ übernimmt die Geräusche, da er am wenigsten Sprechtext hat. Für die Geräusche sollte etwas Zeit eingeplant werden. Ansonsten geht es auch allein für einen Aufführenden.

SPRECHER: Sehr verehrte Damen und Herren! Hören Sie nun die Klanggeschichte „Jona geht nach Ninive“! – Es geschah das Wort des Herrn zu Jona, dem Sohn Amitthais, und sprach:

GOTT (tiefe, laute, würdevolle Stimme): Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige wider sie! Denn ihre Bosheit ist heraufgekommen vor mich.

SPRECHER : Aber Jona machte sich auf und floh vor dem Herrn (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Er wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das gen Tharsis wollte fahren, (GERÄUSCH: Mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen), gab er Fährgeld (GERÄUSCH: Münzengeklimper)  und trat hinein, dass er mit ihnen gen Tharsis führe vor dem Herrn. (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren.)
Da ließ der Herr einen großen Wind aufs Meer kommen (GERÄUSCH: in die gerollte Zeitung tiefes „Huuuuhhhh, Huuuuuhhhhh, Huuuuuhhhh“ brummen). Und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen (GERÄUSCH: einige Male mit der Schöpfkelle außen gegen die Schüssel schlagen). Und die Schiffsleute fürchteten sich und schrieen, ein jeglicher zu seinem Gott.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Uahhhh! Uaaaaaaaaaaaaaah! Gott, hilf uns! Rette uns! Sei uns gnädig! Wir gehen unter! Uaaaaaaaaaaaaaah!!!

SPRECHER: Die Schiffsleute warfen das Gerät, das im Schiff war, ins Meer, damit das Schiff leichter würde. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln, als ob Gegenstände ins Wasser platschen.)  Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief.

JONA schnarcht

SPRECHER: Da trat zu ihm der Schiffsherr. (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Er sprach zu Jona:

SCHIFFSHERR: Was schläfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an! Ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, dass wir nicht verdürben. Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um welches willen es uns so übel gehe.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Ja, genau. Das machen wir.

SPRECHER: Und da sie losten traf’s Jona. Da sprachen sie zu ihm:

SCHIFFSHERR: Sage uns, warum geht es uns so übel? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?

JONA: Ich bin ein Hebräer und fürchte den Herrn, den Gott des Himmels, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene.

SPRECHER: Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm:

SCHIFFSHERR: Warum hast du denn solches getan?

SPRECHER: Denn sie wussten, dass er vor dem Herrn floh; denn er hatte es ihnen gesagt. Da sprachen sie zu Jona:

SCHIFFSHERR: Was sollen wir denn mit dir tun, dass uns das Meer still werde? Denn das Meer fuhr ungestüm.  (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln.)

JONA: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird euch das Meer still werden. Denn ich weiß, dass solch großes Ungewitter über euch kommt um meinetwillen.

SCHIFFSLEUTE (ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Das geht ja wohl nicht. Lasst uns versuchen, ans Land zu kommen. – Jawohl! – Es klappt nicht, der Sturm ist zu stark! (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche mehrmals schütteln.)

SCHIFFSHERR: Dann geht es wohl nicht anders. Ach Herr, lass uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig Blut! Denn du, Herr, tust, wie dir’s gefällt.

SPRECHER: Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche einmalig schütteln.)  Da stand das Meer still von seinem Wüten. (STILLE) Und die Leute fürchteten den Herrn sehr und taten dem Herrn Opfer und Gelübde.
Aber der Herr verschaffte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen. (GERÄUSCH: Mit dem Schneebesen hastig auf der Wasseroberfläche hin- und herfahren.) Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte (GERÄUSCH: Mit dem Strohalm im Wasser blubbern). Und Jona betete zu dem Herrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches.

JONA: Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauche der Hölle, und du hörtest meine Stimme. Du warfest mich in die Tiefe mitten im Meer, dass die Fluten mich umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, dass ich gedachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. Wasser umgaben mich bis an mein Leben, die Tiefe umringte mich; Schilf bedeckte mein Haupt. (GERÄUSCH: Mehrmals mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen) Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, die Erde hatte mich verriegelt ewiglich; aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott. Da meine Seele bei mir verzagte, gedachte ich an den Herrn; und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die da halten an dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank dir opfern, mein Gelübde will ich bezahlen; denn die Hilfe ist des Herrn.

SPRECHER: Und der Herr sprach zum Fisch, der spie Jona aus ans Land. (GERÄUSCH: Die halbvolle Wasserflasche einmalig schütteln.)
Und es geschah das Wort des Herrn zum andernmal zu Jona und sprach:

GOTT: Mache dich auf, gehe in die große Stadt Ninive und predige ihr die Predigt, die ich dir sage!
SPRECHER:  Da machte sich Jona auf und ging hin gen Ninive, wie der Herr gesagt hatte (GERÄUSCH: Beide Hände abwechselnd auf die Tischplatte schlagen, um Schritte zu imitieren). Ninive aber war eine große Stadt vor Gott, drei Tagereisen groß. Und da Jona anfing hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte er und sprach:

JONA (drohend): Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.

SPRECHER: Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an, beide, groß und klein.
Und da das vor den König zu Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte einen Sack um sich und setzte sich in die Asche und ließ ausrufen und sagen zu Ninive nach Befehl des Königs und seiner Gewaltigen also: Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Ochsen (GERÄUSCH: „Muuuhhhh!“ sagen) noch Schafe (GERÄUSCH: „Määähhh!“ sagen) Nahrung nehmen, und man soll sie nicht weiden noch sie Wasser trinken lassen (GERÄUSCH: Mit der Schöpfkelle Wasser aus der Schüssel schöpfen und langsam wieder hineinlaufen lassen). Und sollen Säcke um sich hüllen, beide, Menschen und Vieh, und zu Gott rufen heftig und ein jeglicher bekehre sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände. Wer weiß? Es möchte Gott wiederum gereuen und er sich wenden von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.

(ALLE AUFFÜHRENDEN durcheinander): Gott sei uns gnädig! Verzeih uns und vernichte uns nicht! Es tut uns leid, dass wir so böse waren! Wir wollen uns ändern! Gib uns noch eine Chance!

SPRECHER: Da aber Gott sah ihre Werke, dass sie sich bekehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn des Übels, das er geredet hatte ihnen zu tun, und tat’s nicht.

* * *

Hier ein weiteres Rollenspiel zu Jona geht nach Ninive. Alle Artikel über Jona auf Christliche Perlen untereinander.

Wettbewerbsidee z. B. für ein Sommerfest oder Camp: Welche Gruppe erfindet die beste Klanggeschichte zu einer biblischen Begebenheit? Je nach Anzahl der Gruppen ist eine Zeitvorgabe für die Aufführung erforderlich.

Der Bibelverteiler unter Räubern

Der Bibelverteiler unter Räubern

Während der revolutionären Unruhen des Jahres 1848 hatte sich in der großen Manufakturstadt Lyon, im südlichen Frankreich, eine Räuberbande gebildet. Es waren raue, wilde Menschen mit Herzen so hart wie das Straßenpflaster der Stadt. Nach ihrem Äußeren zu urteilen, mochten sie es nicht höher achten, einem Menschen das Leben zu nehmen, als ein Licht auszublasen. Indessen auf dieser Welt gedeiht nichts ohne Regierung und die Räuber wussten das. Also machten sie einen unter sich zu ihrem Hauptmann, und diesmal war es einer, der in allen Arten des Raubens und Mordens am meisten bewandert war. Darauf erhoben sie ihre Hände gen Himmel und schwuren, dass keiner von ihnen die Gesellschaft verlassen oder verraten wolle, und wenn dessen ungeachtet einer seinen Eid brechen würde, die anderen ihn verfolgen und töten sollten. Und nun gingen sie fort auf`s Plündern und Morden, und alle Leute in der Nachbarschaft, die außer ihren Köpfen auch zeitliche Güter zu verlieren hatten, waren von Angst und Schrecken erfüllt.
Zu derselben Zeit hatte sich in Lyon eine andere Gesellschaft versammelt, die wie jene Räuber des Waldes, ihre Leute nach allen Richtungen aussandte und so auf Leute jeden Standes Jagd machte. Und wo diese Boten sich sehen ließen, da hat Mancher gezittert. Zwar waren sie nicht wie die Räuber mit Pistolen und Mordwaffen ausgerüstet, sondern aus ihren Reisetaschen sahen große und kleine Bücher hervor. Und wenn die Boten aus denselben vorlasen, war es manchem Zuhörer, als wenn ein zweischneidiges Schwert durch seine Seele ginge. Denn in den Büchern stand viel geschrieben von dem heiligen Gott, der die Sünder vor seinen Richtstuhl bringt, und von dem Heiland Jesus Christus, der mit solcher Barmherzigkeit die Sünden derer auf sich nimmt, die herzliche Reue empfinden und bei ihm Vergebung suchen. Einer von den Sendboten dieser Gruppe entschloss sich einst, in den Wald zu den Räubern zu gehen. Wahrlich nicht in der Absicht, einer von ihnen zu werden, sondern um mit Gottes Hilfe ihrem ehrlosen Gewerbe ein Ende zu machen. Das war in der Tat ein gefährliches Unternehmen, und ich fange im Ernst an zu zittern, wenn ich daran denke, wie die gesetzlose Rotte den armen Mann behandeln wird. Er mochte ebenfalls großes Bedenken deshalb haben, doch Gott hatte ihm ein mutvolles Herz gegeben, so dass er deshalb keine weitere Sorge hatte, als sich zu sagen, dass sie höchstens seinen Leib nur vernichten, nicht aber seine Seele töten könnten. „Wenn ich umkomme,“ dachte er, „so werde ich geradewegs zum Himmel gehen, und da ist es weit besser als in dieser armen Welt. Und würde mein Lohn nicht reichlich bezahlt sein, wenn durch Gottes Wort die Seele auch nur eines dieser Räuber gerettet würde?“ So füllte er seine Reisetaschen mit Bibeln und schritt unverzagt in den Wald. Bald verlor er sich in`s Dickicht, und nach einigen Meilen kam er an die Vorposten des Lagers.
„Wer da?“ rief eine raue Stimme, welche unserem Bibelverteiler durch Mark und Bein zu dringen schien. Bald darauf kamen mehrere fürchterlich um sich blickende Gestalten aus den Büschen hervor, umzingelten den verwegenen Eindringling und musterten ihn mit neugierigen Blicken. Er hatte unterdessen wieder Mut gefasst, um ihren wilden, trotzigen Gesichtern zu begegnen. „Was bringt dich her, Kamerad?“ riefen die Räuber. „Ich komme,“ sprach er darauf mit fester Stimme, „euch das Wort Gottes zu bringen und euch von dem Wege des Verderbens abzumahnen, ehe das Gericht Gottes über euch hereinbricht.“ Ein wildes, satanisches Lächeln unterbrach diese Anrede. „Ha, ha, ha,“ riefen die Gesellen, „das ist ein guter Braten für unseren Hauptmann! Dort kannst du deine Predigt zu Ende bringen. So etwas mag er gerade und er wird dich dafür belohnen.“ Mit diesen Worten stießen sie ihn vorwärts und brachten ihn vor ihren Hauptmann. Bei dem Anblick einer solchen Gesellschaft von Schurken, die mit ihren Musketen spielten, hätte der kühnste Mut sinken mögen, doch unser Mann Gottes stand ruhig.
„Was willst du, Bursche?“, fragte der Hauptmann in stolzem Tone. „Weißt du, wer wir sind? Kennst du uns?“ fragte er wieder. „Gewiss kenne ich euch.“ war die Antwort. „Ihr seid die gottlosesten unter den Gottlosen, die allerverwegensten Sünder. Ihr seid der Schrecken der Nachbarschaft; allein der Zorn Gottes wird über euch hereinbrechen und euch vernichten, ehe ihr es denkt. Er ist ein gerechter Gott und wird den Gottlosen nicht unbestraft lassen.“ Wie bereits vorher wurde der furchtlose Sprecher durch lautes Gelächter unterbrochen. Eine Flut von Hohnreden und Flüchen schüttete man über ihm aus, doch er ließ sich nicht aus der Fassung bringen und erhob seine Stimme nur desto lauter. „Tut Buße!“ rief er „Auch für euch gibt es Gnade und Vergebung. Auch für euch ist der Heiland, Gottes Sohn gekommen, wenn ihr Buße tut und euch bekehrt. Jetzt ist die Zeit. Seine Liebe hat mich hergesandt. Die Arme seiner Liebe sind auch für euch geöffnet.“ Das wilde Lachen wurde gedämpft, aber an dessen Statt ließ sich ein dumpfes Murmeln vernehmen. Ihre Augen blitzten vor Wut, unwillkürlich richteten sie ihre Flinten auf den kühnen Missionar; nur ein Wink vom Hauptmann und er hätte seine Dreistigkeit mit dem Leben bezahlt. Allein das Auge Gottes wachte über ihm, und sein Mut blieb ungebeugt. „Weißt du,“ rief der Hauptmann laut, „dass dein Leben in unserer Hand ist?“ „Ohne Gottes Willen könnt ihr kein Haar meines Hauptes krümmen,“ versetzte der Missionar, seine warnende ermahnende Stimme noch lauter erhebend und rechts und links Bibeln austeilend. Allmählich wurde das Murmeln stiller. Die Räuber fingen sogar an, Achtung für den mutigen Mann zu zeigen. Manches Herz mochte in diesem Augenblick gezittert haben; andererseits hatte der Satan ihre Ketten zu fest angezogen. Sie hatten sich durch den furchtbaren Eidschwur gebunden, nie die Bande verlassen zu wollen. Er konnte nur durch den Tod gelöst werden. Alsbald rief der Hauptmann: „Bringt den Mann weg, aber tut ihm nichts!“ Man gehorchte und unter Flüchen führten sie ihn aus dem Walde hinaus. Im Herzen Gott preisend eilte er, so schnell er konnte, nach Lyon zurück.
Jetzt mögen manche Leser denken, der Bibelverteiler hätte sich die gefährliche Reise ersparen können, denn die Räuber werden wohl immer Räuber geblieben sein. Geduld! Gottes Wort kehrt nie leer zurück, sondern wird ausrichten, was er will.
Der Hauptmann selbst hatte ein Neues Testament bekommen, und als er einst im Wald umherstreifte, nahm er das Buch aus seiner Tasche und las darin zum Zeitvertreib. Er war verwundert über das, was er hier sah, und er las immer weiter. Solche Dinge hatte er früher nie vernommen. Sein Gewissen erwachte, und das bisher geführte Leben erschien seinem Geiste immer dunkler und düsterer. Er wurde unruhig. Jeden Tag suchte er, seine Kameraden verlassend, die Einsamkeit und wandelte im Wald umher. Ein solches Benehmen kam den Übrigen verdächtig vor, und sie fingen an, sich`s ins Ohr zu flüstern. Er gleichwohl wurde mit jedem Tage mehr von seinem Sündenelend ergriffen. Das göttliche Gericht erschien ihm fürchterlich und die Liebe Christi entzündete sein hartes Herz: er konnte nicht länger zur Gesellschaft gehören. Nur wie konnte er von ihr loskommen? Sollte er davonlaufen? Wir möchten das nicht für Unrecht halten. Doch unser Hauptmann wollte seinen Eid nicht brechen, auch nicht unter Räubern. Lange kämpfte er so mit sich selbst. Zuletzt schließlich berief er die Bande zusammen. Sie eilten herbei in der Hoffnung, er werde sie wieder zu einem gewinnreichen Zuge hinausführen. Nun waren sie nicht wenig verwundert, als der Hauptmann sie folgendermaßen anredete: „Kameraden,“ fing er an, „bisher bin ich euer Führer gewesen, von jetzt an bin ich es nicht mehr. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass wir auf dem Wege zum Verderben sind. Ein schrecklicher Eid band mich an euch, aber mein Entschluss ist gefasst. Ich bin in euren Händen. Wollt ihr mich töten, so könnt ihr es. Doch kann ich es nie wieder über mich bringen, das fluchwürdige Leben eines Räubers zu führen!“ In stummer Verwunderung hörten die Genossen ihren Führer an. Ein Gemurmel von Wut durchlief die Gesellschaft, allerdings machte der Zorn bald ihrem Mitgefühle Platz. Nach langer Beratung kamen sie zu dem Schluss, den Hauptmann ungehindert fortgehen zu lassen. Noch einmal erhob er seine warnende Stimme gegen seine alten Genossen und Freunde, erinnerte sie an den Zorn Gottes, dessen Gebote sie gebrochen hatten, und an die große Liebe des Erlösers, wenn sie Buße täten, und drang ernstlich in sie, mit ihm ihr sündiges Leben aufzugeben. Die Worte wirkten. Bald darauf brach die Bande auf. Viele Mitglieder derselben folgten dem Beispiele ihres Hauptmannes und bekehrten sich zu Gott. Die Gesellschaft aber, welche zuerst ihren Missionar in den Wald entsandte, hat mehrere von ihnen in ihren Dienst aufgenommen als Gehilfen in ihrem Werke.

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Gekürzt aus den „Christlichen Geschichten“ von Ludwig S. Jacoby, zweite Auflage im Jahre 1857. Neues Testament online lesen: Start hier oder hier. Tipps zum Bibellesen . Alle Artikel der Kategorie Geschichten von Christliche Perlen untereinander.

Kurzgeschichten

Kurzgeschichten

Thomas J. Bach diente viele Jahre als Direktor eines großen christlichen Missionswerks. Hier ist seine Geschichte:
Ich war achtzehn Jahre alt, als ich den Herrn Jesus als meinen persönlichen Heiland kennenlernte. Es war zwar gut, dass ich bereits einiges von Jesus und der biblischen Lehre kannte, aber das war nicht genug. Auch wusste ich, dass ich ein Sünder war, aber ich wollte mich noch nicht bekehren.
Damals studierte ich in Kopenhagen Maschinenbau. An einem Sonntagnachmittag kam ein junger Mann auf mich zu und sprach mich an. Er bat um Entschuldigung, dass er mich aufhielt. Dann zog er ein Faltblatt aus der Tasche und sagte: „Würden Sie bitte diesen Traktat annehmen? Er enthält eine Botschaft für Sie.“
Ich zerknüllte das Papier in meiner Hand, während ich erwiderte: „Warum belästigen Sie die Menschen mit solchen Schriften? Ich kümmere mich schon selbst um meine Angelegenheiten!“ Dann zerriss ich das Blatt in Stücke und steckte sie hastig in die Tasche.
Der junge Mann entgegnete nichts auf meine schroffen Worte. Als ich mich abwandte und ihn stehen ließ, bemerkte ich gerade noch, dass er sich mit seinem Gesicht dem Toreingang zuwandte, und ich sah, wie seine Augen feucht wurden. Seine Hände hatten sich zum Gebet gefaltet.
Er hatte sein Geld dafür ausgegeben, diese Traktate zu kaufen. Er hatte seine Zeit darauf verwandt, sie weiterzugeben; und nun betete er in seinem Herzen zu Gott – für mich!
Die Haltung dieses jungen Mannes meinem ungehobelten Benehmen gegenüber rief in meinem Herzen ein tiefes Schuldgefühl hervor. Eine halbe Stunde später kam ich in mein Arbeitszimmer. Als Erstes fügte ich dort die Stücke des Traktats wieder zusammen. Noch bevor ich ihn fertig gelesen hatte, kniete ich nieder und bat Gott um die Vergebung meiner Sünden und um die Gnade, Christus als meinen Heiland annehmen zu dürfen. Und Gott erhörte mein Gebet.
Schon am gleichen Abend ging ich in einen Evangeliumssaal und legte Zeugnis für Christus ab, dem Wort gemäß: „Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, mit dem Mund aber wird bekannt zum Heil.“ (Römer 10,9-10).
Ich werde die Freude haben, den jungen Mann, der mir den Traktat überreichte und für mich weinte und betete, im Himmel wiederzusehen. Und ich wünsche sehr, dass auch einige dort sein werden, die Traktate von meiner Hand erhalten haben und für die ich gebetet habe.
„Ich tat dir meine Sünde kund und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt. Ich sprach: ,Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen`- und du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben.“ (Psalm 32,5)

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Messebetrieb, ein Strom von Menschen. Auf dem Freigelände preisen die Verkäufer ihre Waren an. Mit einigen Bibellesekalendern gehe ich von Stand zu Stand. Jemand demonstriert die Wirksamkeit eines Fleckentferners. Tinte, Obst, Fett, Farbflecken verschwinden spurlos aus Hemden und Krawatten. Alles Befleckte wird wieder blütenrein.
Eine Vorführung ist zu Ende, die Leute verlaufen sich, ich aber trete näher: „Ihr Fleckentferner ist wirklich fantastisch.“ – Der Verkäufer lächelt. – „Sie haben mich überzeugt. Aber sagen Sie mal, wie bekommt man denn die Flecken aus der Seele raus? Ich meine: Wie kann ein Mensch von seinen Sünden gereinigt werden?“ Fragend schaut er mich an; und ich erzähle ihm die gute Botschaft von Jesus Christus. „Diese Botschaft muss auch angenommen werden. Wenn jemand von Ihrem Stand weggeht, ohne Ihr Mittel zu kaufen, oder wenn er die Tube im Schrank vergisst, dann hilft ihm Ihr Mittel nicht. Die Flecken bleiben. Genauso ist es mit dem Evangelium, mit dem Wort Gottes.“
Dann schlage ich den Evangeliumskalender an irgendeiner Stelle auf.
Die Heimkehr des verlorenen Sohnes ist das Thema. Das Bekenntnis seiner Schuld, seine wirkliche Umkehr. Die Liebe des Vaters, der nach ihm Ausschau hielt und ihn in seine Arme schloss. Kurz: Die Heimkehr vom Schweinetrog ins Vaterhaus. – „Sehen Sie, genauso kommt Gott jedem Sünder, der Ihm seine Lebensschuld bekennt, in Liebe entgegen. – Möchten Sie diesen Kalender haben?“
„Sehr gern“, entgegnet der Vertreter, und als Dankeschön schenkt er mir eine große Tube seines Fleckentferners.
Eins haben alle Hilfen gemeinsam: Sie müssen angewendet werden, sonst nützen sie nichts!

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Die Geschichten wurden dem Onlinekalender „Die gute Saat“ entnommen, die Links von Christliche Perlen eingefügt. In der guten Saat kann man jeden Tag einen kurzen Impuls zum Glauben lesen. Vielen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte.

Denken

Denken

Viele denken, sie schaffen es schon in den Himmel.
Sie sind ja keine schlechten Menschen.
Es wird schon gut gehen.

Doch jährlich werden in Deutschland über 110.000
Kinder abgetrieben, weltweit jedes Jahr um die 43 Millionen.
So werden ganze Völker ausgelöscht.
Wir haben endlose Listen an Gewaltverbrechen –
Morde, Vergewaltigungen, Diebstähle,
Drogenmissbrauch, Waffenhandel und vieles mehr.
Etwa 15.000 Fälle von Kindesmissbrauch
werden in diesem Land jährlich registriert, die Dunkelziffer
wird auf Hunderttausende geschätzt.
Aber viele denken, sie schaffen es schon in den Himmel.

Ungefähr jede zweite Ehe wird bei uns geschieden.
Manchmal ist nur einer der Eheleute schuld daran, manchmal beide.
Was lernen Kinder durch solche Vorbilder?
Weit verbreitet sind Fremdgehen, Steuerhinterziehen, Ausbeutung
von Arbeitern (auch der Dritten Welt),
Okkultismus, Gleichgültigkeit gegenüber Leidenden…
Oder all die kleinen Vergehen:
Lügen, Gereiztheit, Flüche, Lästerungen, Geiz, Neid
und so weiter und so fort.
Aber etliche denken, sie schaffen es trotzdem in den Himmel.

Viele leben ohne Gott.
Vielleicht haben sie ja nichts gegen ihn.
Aber auch nicht wirklich Zeit für ihn.
Gott kennt mancher nur, wenn er etwas braucht.
Gott sieht das anders.
Viele lesen Horoskope , doch nicht die Bibel.
Sie haben Versicherungen für alles,
aber für die Ewigkeit sorgen sie nicht.
Man denkt, man schafft es schon in den Himmel.
Wir sind ja keine schlechten Menschen.
Doch wer in den Himmel kommt,
das entscheidet ja wohl Gott.

Eines Tages wird jeder vor ihm stehen.
Muss Gott dann sagen:
„Ich kenne Dich nicht, Du hast nie mit mir geredet?“
Muss er sagen:
„Du hast mich nie um Vergebung gebeten?“
Muss er sagen:
„Ich kann Dir nicht vergeben, denn Du hast
auch Deinen Schuldigern nicht vergeben?“

Jeder Mensch hat Fehler gemacht.
Alle brauchen Vergebung.
Von einander und von Gott.
Christus hat am Kreuz für unsere Schuld bezahlt.
Wir dürfen ihn um Vergebung bitten.
Um einen neuen Anfang.
Um Hilfe bei einem besseren Leben.
Um seine Gemeinschaft und seinen Beistand
an jedem neuen Tag.
Darum, dass sein Heiliger Geist in unser Herz einzieht.
Und darum, dass er uns aufnimmt,
wenn unsere Zeit hier vorüber ist.
Seinetwegen schaffen wir es in den Himmel.
Und wer hier mit ihm beginnt,
für den fängt der Himmel schon auf Erden an.

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er
seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle,
die an ihn glauben, nicht verloren werden,
sondern das ewige Leben haben.

Johannes 3, 16

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Dieser Text wurde von christlicheperlen verfasst und darf
für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Tipps zum Bibellesen.

Absence of Light

Der Richter und der Verurteilte

Der Richter und der Verurteilte

Eine Gruppe christlicher Besucher hatte in einem Gefängnis in den USA von ihrem Glauben Zeugnis abgelegt. Nach der Veranstaltung bemerkte der Leiter der Gruppe, dass einer der Besucher fehlte – Richter Clement. Schließlich fand man Clement bei dem Gefangenen James Brewer, der in der Haft zum Glauben an Christus gekommen war.
„Einen Moment noch“, sagte Clement zu dem Leiter. „Es ist wichtig. Weißt du, ich war es, der James zur Höchststrafe verurteilt hat. Aber jetzt ist er mein Bruder geworden – mein Bruder in Christus. Und wir haben das Bedürfnis, noch miteinander zu beten.“
„Ich stand wie versteinert an der Tür“, erzählt der Leiter der Gruppe. „Ich sah zwei Männer vor mir. Der eine hatte Macht, der andere hatte keine. Der eine war ein Weißer, der andere ein Schwarzer. Der eine hatte den anderen zur Höchststrafe verurteilt. Wenn sie nicht Brüder in Christus wären, hätte Brewer wahrscheinlich den Wunsch verspürt, den Richter für sein Urteil mit bloßen Händen zu erdrosseln. Was hatte er denn noch zu verlieren? Aber jetzt,  jetzt waren sie im Glauben vereint und beteten voll Frieden und Liebe miteinander.“
Als sie das Gefängnis verließen, erklärte Richter Clement seinen Gefährten, dass er seit vier Jahren, seit Brewers Verurteilung,  jeden Tag für ihn gebetet hatte!

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Die Geschichte wurde dem Onlinekalender „Die gute Saat“ entnommen. Herzlichen Dank an den CSV-Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

The Prodigal Son / Der verlorene Sohn

 

Die Geschichte vom verlorenen Sohn steht in Lukas 15, 11-32. Bastelarbeiten zum Thema findet man in der Bastellinkliste unter dem Stichwort „Verlorener Sohn“. Alle Artikel zum Thema „Verlorener Sohn„untereinander.

You can find the story of the prodigal son in Luke 15, 11-32. Crafts: Craft, more.
All articles about  english videos or art on this website.

 

Frieden (Schmetterlingsbilderserie)


Alle Schmetterlingsaufnahmen erfolgten durch christlicheperlen, ebenso die Bildbearbeitungen. Die Photos dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier die ganze Bilderserie als PDF zum Download.

Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.

Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.

Als am 3.9.2010 der zehnjährige Mirco Schlitter aus Grefrath auf dem Weg von der Skaterbahn nach Hause verschwindet und unauffindbar bleibt, nimmt ganz Deutschland Anteil. Eine Mammutfahndung beginnt. Nach 145-tägiger Ermittlung wird es traurige Gewissheit: Mirco ist tot. Der Täter kann festgenommen werden, er führt die Polizei zur Leiche des Jungen.
Die Eltern und die drei Geschwister von Mirco sehnen sich nach Ruhe und nehmen sich eine Auszeit, in der sie verreisen. Doch es ist schwierig, wieder ein normales Leben zu führen. Besonders die Geschwister wünschen sich, nicht ständig an den Verlust erinnert zu werden.
Allerdings gibt es auch Zeiten, in denen die Eltern bewusst an die Öffentlichkeit gehen. In Vorträgen z.B. im Fernsehen oder durch Zeitungsinterviews möchten sie anderen durch Leid betroffenen Familien helfen, mit ihren Situationen umzugehen. Sie unterstützen diverse wohltätige Zwecke. Und sie schreiben ein Buch. Dies ist nun im Handel erschienen. „Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen.“, heißt es. Hierin wollen sie sich an das erinnern, was sie gemeinsam mit Mirco erleben durften. Sie schildern aber auch ihren Zusammenhalt und wie ihnen ihr Glaube geholfen hat, die schwere Zeit zu durchstehen. Sie besuchen weiter die Freikirche, in der sie Mitglieder sind. Reinhard Schlitter, der Vater des Jungen gibt an: „Ohne unseren Glauben und die Familie wüsste ich nicht, ob ich heute hier sitzen würde.“ Sandra und Reinhard Schlitter entschieden sich, dem Täter bewusst zu vergeben. Sie wollen nicht hassen, kein Gift in sich haben.
Ihr Buch ist beim Adeoverlag erschienen, in Zusammenarbeit mit dem Autor Christoph Fasel, der sich erstaunt zeigte von der menschlichen Größe des Paares.

Meine Fehler / Deine Fehler / Unsere Fehler

Es ist fast unmöglich, in dieser Welt offen, aufrichtig und unbescholten zu bleiben. Unbekannt

Verbinde niemand den Kopf, ehe er verletzt ist, und tröste kein Gewissen,
das kein Sündenbekenntnis ablegt. Spurgeon

Sünde entsteht aus Unglauben. (Nach W.B.)

Wenn du einen Fehler gemacht hast: Sich erniedrigen und sofort wieder aufstehen. Mutter Teresa

Jesus ist gekommen Dich zu richten, aber aufzurichten.

Das Minus, das Kreuz auf dem Rücken Jesu, wurde für uns zu einem riesigen Plus, als er dort hing. Gottes ausgestreckte Arme für uns Menschen. (P.S.)

Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Sagen wir, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Untugend. 1. Johannes 1, 7b-9

„Der Mensch ganz ohne Sünde, der werfe ersten Stein“,
der diese Worte sprach, bringt Rettung ganz allein.
Denn Licht und reines Wasser wie Jesus uns gebracht,
nahm Sünde, Tod und Teufel den Stachel ihrer Macht.
H. G. Wigge

Wenn Gott uns vergeben hat, müssen wir uns auch selbst vergeben.

Gott machte aus meinem Mist wirklich guten Dünger. (D.B.)

Wir können nicht verhindern, dass ein Vogel (oder ein Gedanke) über unseren Kopf hinwegfliegt. Aber wir können verhindern, dass er sich einnistet. Spurgeon

Der Teufel verurteilt. Der Heilige Geist überführt. (H.K.)

Fast alle Fehler entstehen durch einen Mangel an Liebe.

Wir haben Menschen verloren, weil wir Fehler gemacht haben. (B.H.)

Der Ball, den Du lostrittst, trifft Dich wieder. Die Welt ist rund. (B.S.)

Wenn ich jemand anders kritisiert habe, ist mir oft kurz darauf das Gleiche wie ihm passiert.

Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. Christus in Matthäus 7,2

Entschuldigung Bilderserie

Fireproof jetzt auf Deutsch

Der Riesenerfolg “Fireproof” ist jetzt auch in Deutsch erhältlich. Gedreht wurde der Film von den Mitgliedern der Sherwoodchurch, d.h. die meisten Darsteller sind Laien und haben keine Gage erhalten. Aber er ist einfach toll!

Ein beruflich erfolgreicher Feuerwehrmann namens Kaleb steht vor seiner Scheidung, als sein Vater ihn bittet, noch einmal um die Ehe zu kämpfen.
40 Tage soll er dafür jeden Tag eine Aufgabe für seine nichtsahnende Frau erfüllen, die sein Vater für ihn aufgeschrieben hat. Widerwillig lässt Kaleb sich darauf ein, kriegt ständig Abfuhren von ihr und macht gegen seinen Willen trotzdem weiter.

Vorschau:

 

Alle Artikel über Eheprobleme untereinander.

Hier noch ein Film der Sherwoodchurch:

https://christlicheperlen.wordpress.com/2011/05/26/courageous-movie-trailer/

Heiterer Kurzfilm über Akzeptanz / Funny Short Film about Acceptance

Über das Streiten

Durch Konflikte lernt man oft erst den anderen zu verstehen.

Streit gehört auch mal zu einer Beziehung dazu. Das ist anregend und dann kann man sich wieder so schön versöhnen. H.R.

Manchmal wundert man sich über die Reaktion der anderen. Dann sollte man sich fragen: Erntet man oder säen die anderen ? C.K.

Neid offenbart unsere Sehnsüchte. J.B.

Kritik ist oft ein verkapptes Kompliment.

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.
Aus Matthäus 7, 12

Nichts tut durch Zank oder eitle Ehre; sondern durch Demut achte einer den andern höher denn sich selbst. Philipper 2, 3

Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind. Andere gibt es nicht.
Konrad Adenauer

Ostern war siegen durch unterliegen.

Wer streitet, kann nur verlieren. D.C.

Ich habe nicht genügend Zeit, mit meiner Familie zu verbringen, meine tägliche Arbeit zu vervollständigen, etwas Neues zu lernen und das Leben zu genießen. Deshalb habe ich keine Zeit dafür, jemanden zu hassen.
Hang von Cookwithlovefordaughter.wordpress.com

Kritik ist die Kunst des Lobens. Wer nur mit Genuss Fehler aufzählt,
wird nichts erreichen. Ein Filmkritiker

93 % unserer Kommunikation ist nonverbal. Man kann nicht: nicht kommunizieren. Wenn man einen Raum betritt, zeigt man durch sein Gesicht, wie man sich fühlt – selbst wenn man kein Wort sagt.

Immer wieder finden sich Eskimos, die den Afrikanern sagen,
was sie zu tun haben. Stanislaw Jerzy Lec

Komisch, dass immer alle Leute bei mir die Mücke seien wollen, aber erwarten, dass ich ihren Elefanten schlucke.

In einem Großstadthaus waren alle Mietparteien zerstritten. Eines Tages zog eine fromme Witwe ein. Nach einem Jahr hatte sie alle miteinander versöhnt. Welch eine Harmonie herrschte nun in dem Haus!

Was man mit Gewalt genommen hat, kann man nur mit Gewalt behalten.
Gandhi

Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.
Matthäus 6, 12

Hudson Taylor sprach nie schlecht über andere und nie gut über sich.

Alle Eure Dinge lasset in der Liebe geschehen. 1. Korinther 16, 14

Ist es möglich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: „Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.“ So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Lass dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12, 18 – 21

Am wohlgefälligsten

Ein Einsiedler fragte seinen Schutzengel, wer wohl unter den Menschen in Gottes Augen am wohlgefälligsten sei. Der Engel ließ ihn raten.
„Das Kind im Glanze der Unschuld?“, fragte der Einsiedler.
„Nein.“
„Die Jungfrau, die sich Gott geweiht?“
„Nein.“
„Der Märtyrer, der für Gott sein Leben hingibt?“
„Nein.“
„Der Apostel, der hinauszieht in ferne Lande, um für Gott Seelen zu gewinnen?“
„Nein.“
„So sprich, wer ist es denn?“
Da ließ der Engel ihn einen Blick in einen finsteren Kerker tun:
Dort bekannte ein Verbrecher in tiefer Reue seine Sündenschuld und weinte.
„Der ist es“, sprach der Engel und ließ ihn allein.

Verfasser unbekannt

Die ersten zwei Wochen

Vor vielen Jahren las ich in einer Zeitschrift einen Bericht, der mich seitdem begleitet hat. Wie die Dame, von dem er stammt, hieß, weiß ich nicht mehr, doch will ich versuchen, die Geschichte einmal nachzuerzählen. Der Titel war etwa:

Die ersten zwei Wochen

Eines Tages entschloss ich mich, mir eine neue Gewohnheit zuzulegen. Ich hatte bisher einmal täglich meine Zähne geputzt, doch nun wollte ich es dreimal täglich tun.
Ich erinnere mich, wie mir Gedanken des Zweifels hochkamen, als ich bereits zum zweiten Mal an diesem Tag zur Zahnbürste griff. „Ist das wirklich nötig?“, fragte ich mich. „Reicht nicht auch nur einmal? Ich bin doch immer mit einmal ausgekommen. Ist das jetzt nicht etwas überzogen?“ Doch schob ich diesen Einwand zur Seite und kurz darauf war die Sache erledigt- bis zum nächsten Mal. Mit einem Seufzer stand ich abends erneut vor dem Waschbecken. Die Unentschlossenheit übertraf wohl noch die vom Mittag. Ich holte tief Luft, biss kurz die Zähne zusammen- und zog es durch.
Etwa zwei Wochen später fiel mir auf, dass es gar keine Diskussionen mehr in mir erregte, dreimal am Tag die Zahnreinigung zu erledigen. Es war mir so in Fleisch und Blut übergegangen, ich dachte gar nicht mehr weiter darüber nach.
So begann ich, verschiedene Dinge in meinem Leben zu verändern. Ich stellte fest, dass jede Neuerung anfangs ein ordentliches Zwiegespräch in mir auslöste. Dies nahm jedoch im Laufe der Zeit ab und war in der Regel nach zwei Wochen abgeklungen.
Durch all´ das fasste ich Mut und stürzte mich auf ein neues Projekt: meine Ehe. Es sah nicht gut aus um meinen Mann und mich. Er schlief bereits unten alleine auf der Couch, während ich oben versuchte, für mich etwas Ruhe zu finden. Wir sprachen auch schon länger nicht mehr miteinander.
Nun hatte ich schon so viel erreicht, warum auch dieser Sache nicht wenigstens einen Versuch geben? Ich hatte mir vorgenommen, ihm jeden Tag eine nette Sache zu sagen. Das musste zu schaffen sein, selbst für mich. Ich überlegte lange und schließlich fiel mir auch etwas ein. Jetzt brauchte ich einen passenden Moment.
Wir standen beide in der Küche- wie üblich Rücken an Rücken. „Jetzt!“, dachte ich. Ich nahm alle meine Kraft zusammen und zischte: „Haste ja gut gemacht, die Garage aufgeräumt. Nicht schlecht.“ Mein Mann sah sich verblüfft um und ich rauschte nach draußen. Wütend über meinen Ton und mich selbst knallte ich auch noch die Türe zu.
Tja, was soll ich sagen? Unsere Ehe wurde gerettet. Wir sind so froh, dass wir noch zusammen sind und es geht uns gut.

Haben Sie etwas in Ihrem Leben, das Sie gerne ändern möchten ? Fällt es Ihnen schwer, sich zu überwinden ? Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert! Nehmen Sie sich etwas kleines, schaffbares vor. Bleiben Sie am Ball! Geben Sie sich zwei Wochen und Sie werden sehen: es ist so gut wie geschafft !

Kurzfilm (2:44 Minuten)  Keep love abide / Halte die Liebe am Leben:

http://www.godtube.com/watch/?v=76PPLPNX

Bedingungslose Liebe

Bedingungslose Liebe

Ein Mann kam zum Glauben an Jesus Christus und begann, regelmäßig zum Gottesdienst zu gehen. Schon bald wurde in seiner Frau eine gewisse Eifersucht auf die neue Angewohnheit ihres Mannes wach und sie brachte kaum noch ein freundliches Wort für ihn zustande. Das Klima der Beziehung war kaum noch zu ertragen.
Schließlich wusste der Mann sich nicht mehr zu helfen und begann zu beten. „Was soll ich denn tun?“, fragte er Gott verzweifelt. „Mach den Spül!“, kam der deutliche Widerhall in seinem Herzen. „Wie bitte?“, fragte er erstaunt. „Mach den Spül!“, hallte es noch einmal.
Der Mann schaute noch etwas verwundert drein, doch zögernd machte er sich auf den Weg in die Küche und tat, wie ihm geheißen. Dann fragte er erneut: „Und jetzt? Was soll ich jetzt tun?“ „Sauge das Haus aus!“, war die Antwort. Der Mann tat auch das. Doch schien es bei seiner Frau keinen besonderen Eindruck zu erwecken. Sie blieb hart und schnippisch. Auch in der nächsten Zeit war sie durch nichts zu erweichen.
Später berichtete der Mann, es sei dahin gekommen, dass er seine Frau bedingungslos geliebt habe. Er hatte sie einfach lieb, ohne irgendetwas von ihr zu erwarten. Einfach nur lieb.
Eines Tages hatte er das Gefühl, er solle den Durchbruch offen proklamieren. Also begann er anderen gegenüber zu erzählen: „Meine Frau ist jetzt auch gläubig, Preis sei Gott!“
Ein Freund, der dies hörte, freute sich: „Oh, wie gut! Wie ist das denn geschehen?“, fragte er. „Also, es ist noch nicht geschehen, aber bald ist es so weit.“, kam die Antwort. „Sie weiß es nur noch nicht.“
Natürlich geschah es. Der Ehemann gab zu, dass die drei Jahre eine echte Wüstenwanderung gewesen seien, aber nun seien sie im fruchtbaren Garten angekommen und so habe sich die Sache gelohnt.

Die Liebe verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
Die Liebe höret nimmer auf.
1. Korinther 13, 7-8a

Nach einer wahren Begebenheit

Die größten Waffen der Welt: Gebet und Liebe.

Wer sanft ist, kommt weit. (Chinesisches Sprichwort)

Die Strafe erlassen

Von dem einstigen italienischen König Umberto I. (1844 – 1900) wird eine anziehende Begebenheit erzählt. Ihm wurde vom Justizminister das Gnadengesuch eines zu langjähriger Zuchthausstrafe Verurteilten vorgelegt, der darum bat, ihm den Rest seiner Strafe zu erlassen. Unter das Gesuch hatte der Minister geschrieben: „Gnade unmöglich, im Gefängnis zu belassen!“ Der König las das Bittgesuch aufmerksam durch, griff zur Feder und verschob in der Anmerkung des Ministers das Komma um ein Wort nach vorne, so dass der Satz lautete: „Gnade, unmöglich im Gefängnis zu belassen!“ Unter diesen Vermerk setzte er dann sein „Genehmigt“. Damit war der Verurteilte begnadigt und frei. – So macht unser Herr Jesus die Anklage, die von Menschen, vom Teufel und vom eigenen Gewissen gegen uns erhoben wird durch sein Eintreten für uns gänzlich wirkungslos.

Verfasser unbekannt

Noch eine Geschichte per Link:

Unfrieden in der Werkstatt