Rezept für ein Abendmahlsbrot

Rezept für ein Abendmahlsbrot

Es war am „Tag der süßen Brote“ zu Ostern. Die Juden gedachten an den Auszug ihrer Vorfahren aus Ägypten, einem Land, in dem ihr Volk vierhundert Jahre hatten dienen müssen. Der Auszug verlief in Eile und die Fliehenden hatten nur ungesäuerten Teig dabei, den sie auf der Reise buken.
Gott hatte befohlen, dieses Ereignis als Feiertag zu halten (2. Mose 12,17-20 und 34-39). So aß auch Jesus am Abend vor seiner Festnahme noch das ungesäuerte Brot mit seinen zwölf engsten Jüngern. Und er befahl ihnen, dies auch weiter im Gedächtnis an ihn zu tun. Die Bibel berichtet dazu: „Und er (Jesus) nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.“ (Lukas 22,19). Bis heute wird dieses Andenken also von den Anhängern Jesu gehalten. Sie denken dabei daran, dass Jesus schon bald darauf seinen Leib für sie am Kreuz hingegeben hatte als Opfer für ihre Schuld.
Jesus hatte sich in seinen Reden mitunter als das Brot des Lebens bezeichnet (Johannes 6, Verse 35 und 48). Wer zu ihm kommt, dessen Lebenshunger wird gestillt und wer ihn in sich aufnimmt, wird einst bei ihm das ewige Leben erhalten. Jeder, der sich ihm anschließen möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Das Abendmahlsbrot ist ungesäuert, demnach auch ohne Hefe. Die Menge der Zutaten ist davon abhängig, wie viel Brot man braucht. Und hier nun das Rezept für das Abendmahlsbrot zum Gedächtnis:

Weizenmehl mit einer Prise Salz, etwas Olivenöl und so viel Wasser vermengen, dass eine sehr geschmeidige Knetmasse entsteht. Dafür braucht der Teig mindestens zehn Minuten. Nun die Masse noch etwas ruhen lassen. Dann z. B. als Fladenbrot formen und etwa 15 Minuten bei ca. 170 Grad nur äußerst wenig bräunen lassen, damit der Teig nicht hart wie Knäcke wird.

Vielleicht erfolgt noch eine Lesung aus einer der Bibelstellen zum Abendmahl (Matthäus 26, 17-30 , Markus 14, 12-25 , Lukas 22, 15-24 , oder 1. Korinther 11, 17-33). Nach einem Dankgebet für das Brot wird dieses in etliche Teile gebrochen und ausgeteilt. Dies geschieht heute meist in eher symbolisch kleinen als sattmachenden Stücken, ebenso wie mit dem Wein, der anschließend für symbolische, zurückhaltende Schlucke herumgereicht wird. Beides sollte jedoch in Andenken an den Anlass würdig eingenommen werden. Das heißt, man sollte nicht bewusst in Sünde und Unvergebenheit leben oder die Heilstat Christi missachten. Bringen wir also zuvor solche Angelegenheiten in Ordnung. Bitten wir Christus bewusst um die Vergebung unserer Fehler. Danken wir auch dafür, dass er seinen Leib dafür am Kreuz als Opfer gegeben hat. Dann haben wir Jesu Gebot des Abendmahls gehalten und werden daraus reichen Segen empfangen.

Nachfolgend das Rezept als Graphik. Möchte man die Rezeptvorlage genauer ansehen oder  speichern, bitte zum Vergrößern einmal vorher mit der linken Maustaste darauf klicken:

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Ich komm zu deinem Abendmahle

Ich komm zu deinem Abendmahle

1) Ich komm zu deinem Abendmahle
weil meine Seele hungrig ist.
Der du wohnst in dem Freudensaale
und meiner Seele Speise bist;
mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

2) Gib, dass ich würdiglich erscheine
bei deiner Himmelstafel hier,
dass meine Seele nur alleine
mit ihrer Andacht sei bei dir.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

3) Unwürdig bin ich zwar zu nennen,
weil ich in Sünden mich verirrt.
Doch wirst du noch dein Schäflein kennen,
du bist ja mein getreuer Hirt.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

4) Gib, dass die Sünde ich verfluche
als meiner Seele Tod und Gift,
dass ich mein Leben untersuche,
dass mich nicht dein Gerichte trifft.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

5) Dein Herz ist stets voll von Verlangen
und brennt von sehnlicher Begier,
die armen Sünder zu umfangen,
drum komm ich Sünder auch zu dir.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

6) Mühselig bin ich und beladen
mit einer schweren Sündenlast.
Doch nimm mich Sünder an zu Gnaden
und speise mich als deinen Gast!
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

7) Du wirst ein solches Herze finden,
das dir zu deinen Füßen fällt,
das da beweinet seine Sünden,
doch sich an dein Verdienst auch hält.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

8) Ich kann dein Abendmahl wohl nennen
nur deiner Liebe Testament.
Denn, ach, hier kann ich recht erkennen,
wie sehr dein Herz vor Liebe brennt.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

9) Es ist das Hauptgut aller Güter
und unsers Glaubens Band und Grund,
die größte Stärke der Gemüter,
die Hoffnung und der Gnadenbund.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

10) Dies Mahl ist meiner Seele Weide,
der Armen Schatz, der Schwachen Kraft,
der Teufel Schreck, der Engel Freude,
den Sterbenden ihr Lebenssaft.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

11) Der Leib, den du für mich gegeben,
das Blut, das du vergossen hast,
gibt meiner Seele Kraft und Leben
und meinem Herzen Ruh‘ und Rast.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

12) Ich bin mit dir nun ganz vereinet,
du lebst in mir und ich in dir.
Drum meine Seele nicht mehr weinet,
es lacht nun lauter Lust bei ihr.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

13) Wer ist, der mich nun will verdammen?
Der mich gerecht macht, der ist hier.
Ich fürchte nicht der Hölle Flammen,
mit Jesu ich in Himmel zieh.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

14) Kommt gleich der Tod auf mich gedrungen,
so bin ich dennoch wohl vergnügt.
Weil der, so längst den Tod verschlungen,
mir mitten in dem Herzen liegt.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

15) Nun ist mein Herz ein Wohnhaus worden
der heiligen Dreifaltigkeit,
nun steh ich in der Engel Orden
und lebe ewiglich erfreut.
Mein Jesu, lass dein Fleisch und Blut
sein meiner Seele höchstes Gut.

Friedrich Christian Heyder, 1677-1754

Communion019
Hier eine Instrumentalstrophe zum Anhören:
http://lutheran-hymnal.com/online/tlh-315.mid

Melodie: Wer nur den lieben Gott lässt walten. Mehr dazu hier:
http://bitflow.dyndns.org/german/GeorgNeumark/  und hier:
http://www.hymntime.com/tch/non/de/wernurlg.htm

Hier alle 21 Strophen von „Ich komm zu deinem Abendmahle“:
http://www.hymnary.org/text/ich_komm_zu_deinem_abendmahle

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Eine Abendmahlsfeier von 1829

Eine Abendmahlsfeier von 1829

Jakob Glatz war zweiter kaiserlich königlicher Konsistorialrat von Kaiser Franz in Österreich. Auf Anweisung überarbeitete er ein Buch mit Predigtvorschlägen und Gebeten und erweiterte es erheblich. Diese „Kirchenagende für die evangelischen Gemeinden des Österreichischen Kaiserstaates“ von 1829 enthält auch die nachfolgende, hier gekürzte Fassung einer Vorlage für eine Abendmahlsfeier. (Der volle Text kann unter diesem Link auf den Seiten 200-203 in altdeutscher Schrift nachgelesen werden.) Die Formulierung mag ernst erscheinen im Gegensatz zu manchem Abendmahlsablauf heute. Sie regt jedoch  möglicherweise gerade dadurch zum Nachdenken über die eigene Einstellung zum Thema Abendmahl an.

Öffentliche Abendmahlshandlung

Bekenner Jesu Christi, die ihr in der wichtigen Absicht zugegen seid, das Gedächtnis des Todes Jesu durch den Genuss des heiligen Abendmahls feierlich zu begehen! Entreißet euch dem Leichtsinne und der Gedankenlosigkeit; stimmet euren Geist zu ernsthaftem Nachdenken; bedenket, was ihr tut, wofür ihr euch ausgebet, wozu ihr euch entschließet. Durch diese feierliche Religionshandlung, die ihr verrichtet, gebt ihr vor Gott und Menschen öffentlich zu erkennen, dass ihr Christen, Bekenner, Verehrer und Schüler Jesu Christi, des erhabensten Gottessohnes seid, den Gott zur Belehrung und Beglückung des ganzen Menschengeschlechtes auf diese Welt gesendet hat.
Ihr versichert durch die Abendmahlsfeier vor Gott und der Welt, dass ihr Jesum Christum für den größten Lehrer, Erretter und Wohltäter der Menschen, für euren Herrn und König haltet, und ihn durch Ehrfurcht, Liebe, Gehorsam und Vertrauen verehren wollt.
Da ihr bei dieser feierlichen Handlung das Gedächtnis des Todes Jesu erneuert, so bekennet ihr dadurch öffentlich, dass ihr diese Begebenheit für wichtig haltet, dass ihr die seligen Folgen derselben nach ihrem ganzen Werte kennet, schätzet und euch zueignet; dass ihr diesen Tod (der für eure Schuld geschah) als eine Quelle eurer Beruhigung, eures Trostes und der seligsten Hoffnungen betrachtet.
Durch den Genuss des heiligen Abenmahls bekennet ihr euch feierlich zu der Lehre, welche Jesus Christus auf Gottes Befehl den Menschen geoffenbart, durch göttliche Taten bekräftigt, durch seinen Tod bestätigt, und durch seine Auferstehung versiegelt hat. Ihr solltet durch diese Handlung die Gesinnung eures Geistes offenbaren, dass ihr euch des Evangeliums von Jesu Christo nicht schämet, sondern dasselbe für eine göttliche Kraft haltet, diejenigen selig zu machen, welche dasselbe gläubig annehmen und befolgen. Wenn ihr freiwillig, aus innerem Antriebe eures Herzens, von dem gesegneten Brote esset und von dem Kelche des Herrn trinket, so tretet ihr mit Jesu, eurem göttlichen Lehrer und Beglücker, in die genaueste, innigste Verbindung. Ihr errichtet mit ihm einen festen, unverbrüchlichen Bund der Treue. Ihr verpflichtet euch feierlich, dass ihr nach den Grundsätzen seiner Lehre eure Gedanken, Neigungen und Begierden ordnen und eure Handlungen in jeder Lage und unter allen Umständen eures Lebens gemäß derselben einrichten wollet. Ihr versichert und verpflichtet euch, dass ihr dieser Lehre im Glücke und Unglücke, in euren einsamen Stunden und in eurem gesellschaftlichem Leben, in der Gesellschaft der Tugendhaften und im Umgang mit Spöttern und Lasterhaften, bei den Reizungen zur Sünde, so wie bei dem Hasse und den Verfolgungen dieser Welt, im Leben, im Leiden und im Todeskampfe treu bleiben wollt, ohne euch von der gewissenhaften Erfüllung der Vorschriften Jesu auf irgendeine Art und um irgendeiner Ursache willen abhalten zu lassen. Ihr leistet bei dem Genuss des Abendmahls ihm, euren Herrn und Lehrer, das feierliche Versprechen, dass ihr irdische Schätze, Bequemlichkeit, Ehre, Menschenangst, Gesundheit und Leben mit Willigkeit und mit Freuden aufopfern wollet, wenn ihr bei dem Besitze dieser Güter nicht euren Christenpflichten und dem Bunde treu sein könntet, den ihr mit Jesu errichtet habt. Prüfet nun, geliebte Freunde, euer Herz und euren Wandel, ob ihr bisher Bekenner Jesu und seiner Lehre, nicht bloß dem Namen nach, sondern in der Tat und Wahrheit gewesen oder doch entschlossen seid, in Zukunft Bekenner dieser Art zu werden, und in diesem treuen Bekenntnisse, welches durch Taten bekräftigt werden muss, bis in den Tod zu beharren? Hütet euch vor Heuchelei und Scheinheiligkeit. Gebet euch nicht für Bekenner Jesu aus, ohne es wirklich zu sein; rühmet euch keiner Vorzüge, die ihr nicht besitzet; waget es nicht, eurem Herrn Versprechungen zu leisten, ohne den ernstlichen Willen zu haben, sie nach eurem besten Vermögen in Erfüllung zu bringen. Ihr würdet euch sonst schuldig machen an dem Leibe und Blute des Herrn. Die feierliche Abendmahlshandlung würde bei heuchlerischen Gesinnungen nicht allein unnütz und fruchtlos für euch werden, sondern auch eure Verantwortung und Strafbarkeit vermehren. Ihr habt es nicht mit Menschen, sondern mit dem untrüglichen Zeugen eurer Gedanken, Gesinnungen und Handlungen, mit einem allwissenden Richter zu tun, der, was im Finstern verborgen ist, an das Licht bringen und den Rat der Herzen offenbaren wird. Waget es nicht, Gott und seinen Sohn betrügen zu wollen und ihn bloß mit dem Munde zu bekennen, durch Taten aber zu verleugnen. Ist euer Herz nicht aufrichtig, verletzet ihr vielmehr diesen Bund wissentlich und vorsätzlich: ach! dann könnet ihr keinen Teil an den seligen Folgen des Todes Jesu, keinen Teil an seiner Herrlichkeit haben. Es werden nicht alle, die Jesum „Herr, Herr!“ nennen, ihm bloß äußerliche Ehrerbietung zeigen und sich bloß äußerlich zu seiner Lehre bekennen, in das Himmelreich kommen, sondern nur diejenigen, welche des Vaters Willen tun, der uns durch den Sohn geoffenbart wurde. Dieser Gedanke flöße euch heilige Ehrfurcht ein und ermuntere euch, euer Herz so zu bilden, dass es aufrichtig vor Gott erfunden werde. Läutert eure Gesinnungen und Neigungen von allem ungöttlichen Wesen und allen weltlichen Lüsten. Veredelt und bessert euer Herz, und heiliget euren Wandel, damit euch Jesus, euer Herr, als die Seinigen erkennen und einst vor seinem himmlischen Vater und aller Welt dafür erklären könne.
Du aber, göttlicher Erlöser! Flöße diesen deinen Erlösten, welche bei dem Gedächtnismahl deiner Liebe dich, deinen Tod und deine Lehre bekennen, und sich zum Gehorsam gegen dich und den, der dich gesandt hat, verpflichten, flöße ihnen allen deinen Geist und deine Gesinnungen ein! Unterstütze sie mit Kraft, dass sie ihrem Bekenntnisse im Leben, im Leiden und im Sterben treu bleiben mögen. Lass keinen von denen, die an deinem Abendmahle teilnehmen, verloren gehen. Unterstütze, leite und stärke sie, dass sie dem Verderben entrinnen und zur Seligkeit gelangen mögen. Mache durch deinen Geist ihren Glauben fruchtbar und geschickt zu allen guten Werken. Heilige sie durch und durch, bis an den Tag, an welchem du sie zu Mitgliedern deines seligen Reiches und in die Gemeinschaft der vollendeten Gerechten aufnehmen wirst. Lass unser Gebet Erhörung finden, wenn wir dich und den Gott, der dich gesandt hat, deinen und unseren Vater, mit kindlichem Geiste und mit Deinen Worten anrufen: Vater unser, der du bist im Himmel…

Communion016

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Gebet zum Abendmahl

Gebet zum Abendmahl

Jesus,

danke, dass wir auch heute noch zu Dir kommen dürfen. Du sitzt im Himmel zur Rechten des Vaters und hörst uns. Du bist Herrscher über Himmel und Erde und doch wurdest Du Mensch. Als Sohn Gottes kamst Du in diese Welt und zeigtest uns, wie wir leben sollen. Deine Worte werden bis zum jetzigen Zeitpunkt in allen Völkern gelesen und reden zu Leuten aller Art.
Und wir denken heute an Deine letzten Anweisungen, die Du den Jüngern noch gabst, bevor man Dich gefangen nahm. Es war in der Nacht, als Dein Jünger Judas Dich bei den missgünstigen Pharisäern verriet. Da nahmst Du das Brot, danktest und brachst es durch. Dann gabst Du es den Jüngern und sprachst: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis.“ Desgleichen reichtest Du auch den Kelch nach dem Abendmahl weiter und sagtest: „Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.“
Bis heute halten wir dieses Gedächtnis und denken daran, dass Dein Blut für uns vergossen, Dein Leib für uns gegeben wurde. Du bezahltest damit für unsere Schuld. Wir dürfen sie Dir bringen und wissen, Du vergibst gern. Du hast den Preis dafür schon am Kreuz beglichen. Dein Opfer dient so bis zu diesem Tag für viele zur Vergebung der Sünden.
So bitten wir auch nun wieder, Kraft dieses Opfers, verzeih, was wir Ungeschicktes taten und habe herzlich Dank dafür. Hilf uns zudem, in Zukunft besser Deinen Willen zu tun. Denn wir sind von uns aus oft schwach und menschlich.
Wir wollen auch denen vergeben, die an uns Böses taten. Und wo andere uns zu vergeben haben, gib ihnen bitte, dass sie es ebenfalls können. Wir sind so froh, dass Du den Kreislauf der gegenseitigen Rache durchbrochen hast und uns diesen Weg gewiesen hast.
Mach uns jetzt durch Dein Opfer würdig, Brot und Wein zum Gedächtnis an Dich einzunehmen und Deiner Anweisung nachzukommen.
Wir danken Dir, dass Du für uns gestorben bist und nicht zurücktratest. Wir dürfen nun mit Zuversicht auf die Ewigkeit zugehen, denn unsere Fehler wurden von Dir getilgt und wir sind gewiss: Du wirst uns einmal annehmen. Wir wollen nie vergessen, dass  wir Dir so viel bedeutet haben, dass Du uns so geliebt hast. Du bist auch unserer Liebe wert. Danke, Jesus, danke so sehr für alles. Amen.

Communion005
Das Gebet ist zur Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke freigegeben. Die Schilderung des Abendmahls in Matthäus 26, 17-30 nachlesen.

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Das Abendmahl

Das Abendmahl

Es war an dem Abend, als Jesus wenige Stunden vor seiner Festnahme das letzte Mal mit seinen 12 engsten Jüngern des Passafestes gedachte. Dieses wurde jedes Jahr von den Juden gefeiert. Dabei erinnerten sie sich daran, wie Gott ihnen aus der Sklaverei der Ägypter zur Flucht verholfen hatte. Es war das unheimliche Sterben all ihrer männlichen Erstgeborenen in einer Nacht gewesen, das die Ägypter willens gemacht hatte, das Volk Israel ziehen zu lassen. Israel aber hatte Lämmer geschlachtet und der Tod war an ihnen vorübergegangen (2. Mose 12). Daher der Name Passa (= deutsche Schreibweise des hebräischen Pessach, bedeutet übersetzt: vorübergehen). Zur jährlichen Passafeier gehörte seitdem auch das Schlachten eines makellosen Opferlammes sowie das Essen ungesäuerter Brote.
So hatten auch Petrus und Johannes ein Lamm zubereitet und alles in einem großen Saal mit Polstern zum Essen hergerichtet. Am Abend setzte Jesus sich mit den zwölf Jüngern dort zu Tisch.
Was nun folgte, waren Handlungen Jesu voller Symbolgehalt, die er in dieser Weise noch nie zuvor ausgeführt hatte. Der biblische Text berichtet, dass er sehr bald mit seiner Festnahme rechnete. Was würde er in dieser letzten gemeinsamen Zeit wohl noch für Instruktionen geben?
Als sie nun aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: „Nehmet, esset. Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.“ Dann nahm er den Kelch und dankte, gab ihnen den und sagte: „Trinket alle daraus. Das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesen Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich’s neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.“ Jesus verkündete offen, dass sein ebenfalls anwesender Jünger Judas ihn verraten würde. In der Tat hatte Judas dies den eifersüchtigen Priestern bereits gegen Geld angeboten. Trotzdem versuchte Jesus nicht zu fliehen. Er wusste, dass es sein Auftrag war, für viele zur Vergebung der Sünden zu sterben. Wie Petrus später erklärte: „Von Jesus zeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.“ (Apostelgeschichte 10,43) Jesus war das Opferlamm, durch das jeder Vergebung erhalten konnte, der sich nur mit der Bitte darum an ihn wandte. So würde ein Strafgericht an den Seinen vorübergehen. Indem man das Abendmahl nahm, nahm man symbolisch Jesus in sich auf und dachte an sein Opfer, indem er am Kreuz sein Blut als Preis für die Sünde gab.
Denn nach diesem ersten so gehaltenen Mahl, nachdem sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen Jesus und die Jünger hinaus zum Garten Gethsemane, wo Jesus kurz darauf verhaftet wurde.
Der Bericht vom Abendmahl kann in vier Bibelstellen nachgelesen werden: Matthäus 26, 17-30Markus 14, 12-25Lukas 22, 15-24 , sowie in der Schilderung des Apostels Paulus (in seinem Brief an die Gemeinde zu Korinth) in 1. Korinther 11, 17-33 .
In Johannes 13, 1-20 wird als einziger biblischer Bericht geschildert, dass Jesus im Anschluss an das Abendmahl seinen Jüngern noch die Füße wusch. Dies war ein Brauch, der damals bei den staubigen Straßen und Sandalen als Fußbekleidung noch üblich war. Jesus forderte die Jünger auch hier auf, ab jetzt nach diesem Vorbild zu handeln. Zwar fehlt dabei der Hinweis: „Dies tut zu meinem Gedächtnis.“ Die Fußwaschung findet auch keine weitere biblische Erwähnung mehr als regelmäßiges Gedenken der Jünger wie das Brotbrechen des Abendmahls. Doch ist die Aufforderung Jesu an die Jünger seinem Vorbild auch hierin zu folgen so eindringlich formuliert, dass diese Handlung noch heute von einem Teil der Christen durchgeführt wird.
Apostelgeschichte 2, 46-47 beschreibt, dass die ersten Jünger nach Jesu Auffahrt zum Himmel (genauer: nach dem Pfingstereignis) täglich und stets beieinander einmütig im Tempel waren und das Brot hin und her in ihren Häusern brachen. Sie nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen.
Heute wird das Abendmahl entgegen dem Begriff häufig morgens im Gottesdienst gefeiert. Mehr und mehr wird es dabei auch schon mit jungen Kindern geteilt. In einer Gemeinde stritten sich dabei zwei Jungen um das größere Brotstück. Danach durften Kinder sich das Abendmahl dort nicht mehr selbst nehmen. Die Eltern sollten ihren Kindern statt dessen zunächst den Sinn erklären und es dann jeweils selbst an ihre Kinder reichen. Ob in der urchristlichen Gemeinde Kinder das Abendmahl einnahmen, wird in der Bibel nicht erwähnt. Doch sollte im Zweifelsfalle der Verzicht der Teilnahme erwogen werden. So mahnt auch Paulus in 1. Korinther 11, den Ernst dieser Handlung zu bedenken: „Denn so oft ihr von diesem Brot esst und von diesem Kelch trinkt, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis dass er kommt. Welcher nun unwürdig d.h. in einer Weise, die die Heilstat Christi missachtet von diesem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und dann esse er von diesem Brot und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selber zum Gericht, damit, dass er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Teil schlafen (meint: sind verstorben). Denn so wir uns selber richten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf dass wir nicht samt der Welt verdammt werden.“
Würdig genommen ist das Abendmahl jedoch Gemeinschaft mit Jesus und damit eine Kraftquelle für unser Leben. Lassen wir also vor der Einnahme von unseren Fehlern und bitten Jesus um Vergebung dafür. So werden wir würdig durch ihn, das Mahl zu nehmen und sein Gebot zu halten.

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Dieser Text von christlicheperlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

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