Rollenspiel: Was für eine Himmelfahrt!

Rollenspiel: Was für eine Himmelfahrt!

Anspiel für drei Personen

Auf der Bühne stehen zwei Stühle nebeneinander, die die Vordersitze eines Wagens andeuten sollen. Dahinter stehen zwei Stühle als Rücksitze. Zwei Männer sitzen auf den Vordersitzen. Der eine tut, als würde er am Lenkrad drehen oder hat sogar eins in der Hand. Ein Mann sitzt hinten.

Fahrer: (tut, als würde er am Lenkrad drehen und ab und zu einmal kuppeln): Was für eine Himmmelfahrt! Jetzt kurven wir schon so lange hier rum und sind noch immer nicht am Ziel. Wo kann das Restaurant denn nur sein?

Beifahrer: Mit Himmelfahrt hast du echt recht. Immerhin ist heute Himmelfahrt, wenn auch anders, als du das meinst. Der Feiertag heute wurde schließlich nach Christi Himmelfahrt benannt.

Hintermann (hängt sich etwas nach vorn): Christi Himmelfahrt, ach ja! Na, ob Jesus auch so lange rumgekurvt ist, bis der im Himmel ankam?

Fahrer: Glaube ich eher nicht. Der hat den direktesten Weg zum Himmel genommen. Per Wolkentaxi auf zu seinem Vater.

Hintermann: Zum Vater. Haben die deshalb auch den Vatertag auf Himmelfahrt gesetzt?

Beifahrer: Nein, der Vatertag hat mit Himmelfahrt im Grunde gar nichts zu tun, außer dass man sich entschlossen hat, ihn in unserem Land an Himmelfahrt zu feiern. Der Vatertag ist wie Muttertag nur für Väter. Leider lenkt er sogar ab vom eigentlichen Feiertag Christi Himmelfahrt.

Hintermann: Na, da hätten sie doch besser einen Sonntag genommen, so wie für Muttertag auch.

Fahrer: Ja, leider haben sie das nicht. Wenn sie aber gesagt hätten, man ehrt heute alle Väter, weil Jesus zum Vater aufgefahren ist, hätte ich das verstanden. Aber so ist es eher ein Kuddelmuddel.

Beifahrer: Jesus beim Vater – muss das ein Treffen gewesen sein!

Fahrer: Aaaaber Hallo! Das hat der ganze Himmel mitbekommen. Die haben schon lange auf Jesus gewartet. Ist doch klar – Gottes einziger Sohn kommt nach Hause. Bestimmt haben Vater und Sohn sich in den Armen gelegen und vor lauter Freude geheult!

Hintermann: Da wäre ich gerne bei gewesen.

Beifahrer: Allerdings! Aber wir werden auch noch irgendwann dort oben ankommen. Entweder, wenn unser Ende gekommen ist oder wenn Jesus noch mal kommt, um seine Leute zu holen, bevor es hier auf Erden noch richtig schlimm wird.

Fahrer: Tja, da muss man schon mit Gott im Reinen sein, sonst verpasst man Jesus und das Wolkentaxi.

Beifahrer: Besser ist das! Dabeisein ist da echt alles. Also immer schön sein Leben in Ordnung haben und Jesus sagen, er soll uns mitnehmen, wenn er dann kommt.

Fahrer: Gut, dass er uns auch vom Himmel aus hört.

Beifahrer: Ja echt. Ohne ihn kann ich mir das Leben hier gar nicht vorstellen. Wäre echt trübe ohne all seine Hilfe. Aber oben erst! Das muss da eine Pracht sein. Kann es kaum erwarten, da hinzukommen.

Fahrer: Ich auch nicht. Aber alles zu seiner Zeit. Zu Gottes Zeit meine ich. Jetzt wär ich erst mal froh, wenn wir am Restaurant ankommen. Die Party heute will ich auch schon nicht verpassen.

Hintermann (zeigt nach vorn): Mensch, da ist doch ein Schild „Restaurant zum himmlischen Ausblick“. Noch 500 Meter.

Beifahrer: Manchmal kann es doch schneller gehen als gedacht. Ist ja super. Dann wollen wir mal los. (Alle drei steigen aus, schauen sich um. Der Beifahrer zeigt in Richtung Publikum) Also echt ein himmlischer Ausblick hier!

Fahrer: Ja, zu Himmelfahrt ein himmlischer Ausblick, das ist wohl genau das, was dieser Feiertag uns geben will. Na dann, frohe Himmelfahrt, sag ich mal. Danke, Jesus, Du bist echt der Beste! Und danke, dass Du auch hier schon bei uns bist, bis wir dann bei Dir im Himmel sind!

Hintermann: AMEN sag ich dazu! Jawohl, frohe Himmelfahrt uns und dem Rest der Welt!

( Die drei Personen kommen vor, winken dem Publikum zu und gehen ab.)

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Das Rollenspiel darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Anspiel als PDF.

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Ein Rollenspiel zu Himmelfahrt

Ein Rollenspiel zu Himmelfahrt

Personen: Sprecher, Vater, Mutter, Maria (ca. 10 Jahre), Gottfried (ca. 8 Jahre)

Kulisse: Ein Wohnzimmer, wo die Familie mit den Gesichtern zum Publikum sitzt. Ein Sprecher tritt auf.

Sprecher (zum Publikum): Guten Tag! Herzlich willkommen am heutigen Himmelfahrtstag. Der Bürgermeister Traugott und seine gläubige Gattin hatten schon immer die Gewohnheit, dass sie regelmäßig jeden Tag Andachten mit ihren Kindern Maria und Gottfried hielten. So auch am heutigen Morgen des Himmelfahrtsfestes. Nach einem kurzen Festgesang sollte Maria, ihr ältestes Kind, die Bibelstelle zur Himmelfahrt Jesu Christi vorlesen. Nun betet der Vater für die Familie. (Sprecher tritt etwas zur Seite.)
Vater: Herr Jesus! Wir bringen Dir Lob und Ehre an diesem heiligen Tag. Du sitzt jetzt auf dem Thron Deiner Herrlichkeit und Dir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Aber auch auf dem Thron schämst Du Dich unserer nicht. Ja, wir wissen es aus Deinem Mund, dass Du, Herr über alles, uns, die wir Dir nachfolgen, als Deine Brüder betrachtest. Wir sehen Dich zwar nicht mit unseren Augen, aber wir haben ja Deine Versicherung, dass Du bei uns bist alle Tage bis ans Ende der Welt. Oh wie freuen wir uns darüber! Lass uns aber doch, wo wir gehen und stehen, an Deine heilige Gegenwart denken und alles Böse meiden. Hilf uns, das zu tun, was Du in Deinem Wort geboten hast. Dann wird auch unser Abschied von der Erde eine Himmelfahrt sein. Denn wo Du bist, da sollen ja auch die Deinen hinkommen. Oh gib, dass dann keiner von uns dann im Himmel fehlt und habe herzlichen Dank dafür. Amen.

Mutter, Maria, Gottfried: Amen.

Vater: Sag mir Maria! Zu wem haben wir gerade gebetet?

Maria: Zu Jesus, unserem Heiland.

Vater: Hat er es denn gehört? Wir sehen ihn doch nicht.

Maria: Ja, wir können ihn auch nicht sehen. Denn er ist ja nicht mehr auf der Erde.

Sprecher (zum Publikum): Wo ist Jesus denn sonst? Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht mehr? (Publikum antworten lassen.) Gut geantwortet. Wollen wir mal hören, was Maria gesagt hätte. (Zu Maria:) Wo ist Jesus denn jetzt? Oder gibt es ihn schon gar nicht mehr?

Maria: Doch, er lebt im Himmel, wie wir gerade in der Bibel gelesen haben. Nachdem er wegen der eifersüchtigen Priester gekreuzigt wurde, ist er auferstanden und hat sich noch 40 Tage seinen Jüngern gezeigt. Dann ist er vor ihren Augen zum Himmel aufgefahren.

Vater: Das stimmt. Unser Heiland lebt nun im Himmel.

Gottfried: Es muss ja schön gewesen sein, wie der Herr Jesus so zum Himmel geschwebt ist.

Mutter: Ja, das war bestimmt ein grandioser Anblick. Du hättest es wohl gerne gesehen, nicht wahr?

Sprecher (zum Publikum): Ach was. Hättet Ihr das denn sehen wollen, wie Jesus zum Himmel aufgefahren ist? (Publikum antworten lassen.)

Vater: Nun, wir hoffen ja auf einen noch besseren Anblick: wenn wir Jesus zurückkommen sehen in seiner Herrlichkeit. Auch davon berichtet die Bibel.

Maria: Ich wünschte, er wäre hier auf Erden geblieben. So konnte jeder zu ihm gehen und wenn einer krank war, konnte er bei Jesus Hilfe suchen.

Vater: Aber können wir das nicht immer noch? Du hast gelesen, dass der Herr Jesus jetzt zur rechten Hand Gottes sitzt. Dann kann er uns Menschen doch immer noch helfen. Er hört unser Gebet schließlich überall.

Gottfried: Überall? Immer?

Vater: Natürlich. Vom Himmel aus hört er uns, egal wo wir gerade sind. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn Jesus auf der Erde geblieben wäre.

Gottfried: Dann ist es doch gut, dass er zum Himmel aufgefahren ist?

Vater: Ja. Wir dürfen sicher sein, dass er uns trotzdem nahe ist. Wir können mit ihm reden, als ob er sichtbar vor uns stünde.

Mutter: Dann sind wir dem Herrn Jesus aber sehr wichtig, wenn wir immer mit ihm reden dürfen.

Vater: Ja, darüber staunen sogar die Engel. Aber wir müssen auch danach streben, in den Himmel zu kommen. Wie könnten wir damit rechnen, zu Jesus zu kommen, wenn wir nicht mal mit ihm sprechen? Wir sollten uns nahe an ihn halten und alles Böse meiden. Und wenn wir doch einmal etwas Falsches getan haben, bitten wir Jesus sofort um Vergebung und dass er uns hilft, besser zu handeln. Er hat für alle unsere Schuld mit seinem Tod am Kreuz bezahlt.

Sprecher (zum Publikum): Na, ob Jesus uns wohl wirklich vergibt, wenn wir ihn ernsthaft darum bitten? Und ob wir wirklich einmal bei Jesus im Himmel sein werden? Wer von Euch möchte einmal bei Jesus sein? (Publikum antworten lassen.) Ja, das wird wunderschön werden. So wünschen wir Euch allen ein gesegnetes Himmelfahrtsfest. Bleibt auf Jesus ausgerichtet und seid bereit, wenn er wiederkommt!

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Für das Rollenspiel diente eine Vorlage aus dem Christlichen Kinderfreund von 1833. Es darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Anspiel als PDF.

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Rollenspiel zu Himmelfahrt und Vatertag

Rollenspiel zu Himmelfahrt und Vatertag

Personen: Vater, Mutter, Sohn Christoph (ca.11-12 Jahre alt), Tochter Lina (ca. 8-9 Jahre alt)

Kulisse: Die Mutter deckt den Tisch für die vierköpfige Familie.

Requisiten: Zwei hübsch verpackte Geschenke in einer Ecke verborgen: ein gerahmtes Familienphoto und eine Bibel

Mutter (ruft laut): Der Tisch ist gedeckt! Kommt alle zum Essen!
Vater, Christoph und Lina (kommen herein): Hallo Mama! Das sieht aber wieder lecker aus! (setzen sich)
Mutter: Ja, extra zum Feiertag!
Christoph: Genau! Wir haben nämlich heute Vatertag!
Vater: Das stimmt zwar, aber wegen Vatertag ist heute kein Feiertag. Feiertag ist, weil wir heute Christi Himmelfahrt feiern.
Christoph: Christi Himmelfahrt? Ist er mit einem Auto in den Himmel gefahren?
Mutter (lacht): Na, Du weißt doch, was zu Himmelfahrt geschah. Aber wollen wir nicht erst mal beten? Der Kaffee wird sonst kalt.
Vater: Gute Idee! (Die Familie faltet die Hände und schließt die Augen.) Danke, Vater im Himmel, für diesen schönen Tag! Danke, dass wir feiern dürfen, dass Jesus zu Dir in den Himmel gekommen ist. Wäre er noch hierauf Erden, hätte er nur immer an einer Stelle sein können. Doch vom Himmel aus kann er nun überall und jederzeit die hören, die sich im Gebet an ihn wenden. Danke aber auch für die guten Väter, die Du uns geschenkt hast. Führe sie und schütze sie in allem und hilf ihnen und mir, dass wir gute Väter sind. Und vielen Dank für die gute Speise! Segne die Hände, die alles so schön bereitet haben. Im Namen Jesu danken wir dafür, Amen.
Mutter, Christoph, Lina : Amen. (Alle nehmen sich nun während des folgenden Gesprächs etwas zu Essen.)
Christoph: Klar weiß ich, was zu Himmelfahrt passierte. Aber warum sind Vatertag und Himmelfahrt an einem Tag?
Vater: Der Vatertag wurde in Deutschland einfach auf Christi Himmelfahrt gelegt, so wie man hier auch an jedem zweiten Sonntag im Mai den Muttertag feiert. Beide Bräuche kommen jedoch ursprünglich aus Amerika. Dort gab es zuerst den Muttertag und davon beeinflusst entwickelte sich der Vatertag. Von Land zu Land wurden die Bräuche und Termine zu diesen beiden Tagen aber sehr verschieden übernommen. Nur in Deutschland wird der Vatertag an Christi Himmelfahrt begangen.
Lina : Aber was ist denn jetzt wichtiger: Christi Himmelfahrt oder Vatertag?
Mutter: Das ist eine gute Frage, Lina. Christi Himmelfahrt wurde in Deutschland zuerst zum Feiertag ernannt, etwa 1934. Deshalb gehen wir an diesem Tag auch in die Kirche oder viele Menschen lesen die biblische Geschichte zur Himmelfahrt. Wir wollen einfach nicht vergessen, dass Jesus, der für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, nun zur rechten Gottes sitzt und uns von dort immer noch beten hört und für uns wirkt. Es ist aber auch ein netter Gedanke, einen Vatertag zu haben, wo man den Vätern für all das Gute dankt, was sie für ihre Familien tun. Ich wünschte jedoch, man hätte in Deutschland einen anderen Tag dafür gewählt als Christi Himmelfahrt. Und was ich auch sehr schade finde: viele missbrauchen den Tag, um sich zu betrinken und ziehen auch die Jüngeren mit hinein. So steigt die Zahl der Autounfälle am Vatertag um das Dreifache.
Lina : Na, so feiern wir den Vatertag aber nicht!
Christoph: Nein, zum Glück nicht. Ich finde es gut, dass wir die Himmelfahrt feiern, aber auch ein bisschen Vatertag. Doch betrinken oder böse Sachen machen wollen wir nicht. Stimmt`s Papa?
Vater: Von mir aus können wir das so tun. Ich denke, so haben wir das Beste aus allem gemacht. Um ganz ehrlich zu sein: ich bin auch ganz gerne Vater. Ziemlich gerne eigentlich.
Lina : Und deshalb haben wir auch eine Überraschung für Dich, Papa! Los, Christoph! (Christoph und Lina stehen auf, holen jeder eines der beiden Geschenke aus einem Versteck und gehen zum Tisch zurück.)
Lina (umarmt den Vater): Für Dich Papa, von uns! Alles Liebe zum Vatertag! Weil Du so ein super Vater bist!
Vater: Na, das ist aber eine Überraschung! Vielen Dank auch! Da bin ich aber mal gespannt! (Packt das Geschenk aus.) Oh, das ist aber ein tolles Familienphoto! Sehr schön gerahmt! Super Idee!
Lina : Für Deinen Bürotisch, Papa.
Christoph: Und hier ist noch etwas von uns. (Umarmt den Vater und überreicht ihm das zweite Geschenk.)
Vater: Noch ein Geschenk? Was mag das sein? (Packt es aus, hält es hoch.) Ein Ratgeber für Väter! Die Übersetzung habe ich mir immer gewünscht!
Lina: Genau, im Neuen Testament steht ganz viel drin, wie Väter zu ihren Kindern sein sollen. Damit Du ein noch besserer Vater wirst!
Vater: Noch besser? Das geht doch gar nicht mehr!
Christoph: Ooooch…
Mutter: Leute, es ist an der Zeit! Wir lassen alles stehen bis nachher. Wir müssen los zum Gottesdienst. Es ist Christi Himmelfahrt!
Vater: Oh ja. Vielen Dank, ihr Lieben! Ich habe mich sehr gefreut! Heute Nachmittag können wir bestimmt noch etwas Schönes unternehmen. Aber nun geht es erst einmal zur Kirche.
Lina: Genau. Jetzt danken wir Jesus, dass er vom Himmel aus noch für uns sorgt, wenn wir ihn darum bitten.
Christoph: Auf geht`s Leute! Ab geht die Fahrt an Himmelfahrt. Jucheee!

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Das Rollenspiel von Christliche Perlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Anspiel als PDF.

Zwei weitere Himmelfahrtsrollenspiele gibt es auf Drama Ministry (>Ressourcen > Anspiele > Stichwortzeile Himmelfahrt eingeben). Für Vatertag gingen dort auch die Stücke „Der ganz normale Wahnsinn“ oder „Kinder!“ zum Thema Vaterstress.

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Rollenspiel zu Himmelfahrt (und Ankündigung von Pfingsten)

Rollenspiel zu Himmelfahrt (und Pfingsten)
 
Personen: Jesus, zwei Engel, elf Jünger, davon hat der namens Jakobus eine Tasche, die ein Monokel enthält.

Kulisse: Einige (Papp-)Wolken an der Wand.
Am Bühnenrand steht eine große Wolke aus stabiler Pappe. Sie muss so groß sein, dass sie bequem vier Personen verdecken kann. Außerdem muss sie so hoch sein, dass der Darsteller, der Jesus spielt, völlig hinter ihr verschwindet, selbst wenn er die Arme nach oben ausgebreitet hält. Auf der Rückseite der Riesenwolke soll ein fester Griff angebracht sein, damit die Wolke im Verlauf des Anspiels bewegt werden kann. Dazu verbirgt sich ein ausreichend kräftiger Helfer bereits vor Beginn still hinter der Pappwolke und bleibt dort bis zum Ende unsichtbar.
In der Mitte der Bühne liegt ein großer , etwa kniehoher Stein, der als Sitzmöglichkeit dienen soll.

Intro mit Musik. Jesus kommt gefolgt von seinen elf Jüngern vom Rand her auf die Bühne. Musik verhallt.

Jesus: So. Jetzt habe ich euch genau erklärt, warum ich gekreuzigt werden musste. Ihr kennt alle Schriftstellen der Bibel, die das schon lange vorausgesagt haben. Ich habe mit meinem Tod für die Sünde der Welt bezahlt. Man muss es nur für sich annehmen.

Petrus: Ja, aber was hast du alles für uns erduldet. Das können wir niemals wieder gutmachen.

Jesus nimmt Platz auf dem Stein in der Bühnenmitte, so dass er gut vom Publikum zu sehen ist. Seine Jünger setzen sich im Halbkreis um ihn auf den Boden.

Jakobus: Schönes Plätzchen hier. Bethanien hat mir schon immer gefallen.

Jesus: Ja. Aber denkt daran, dass ihr in Jerusalem darauf warten sollt, dass ihr die Verheißung des Vaters, die Kraft aus der Höhe, empfangt. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

Petrus: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Wirst du uns von der römischen Herrschaft befreien und König von Israel werden?

Jesus: Es gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater in seiner Macht vorbehalten hat, Petrus; sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Seid gesegnet.

Im Reden steht Jesus auf, hebt die Arme weit hoch, geht so langsam und ohne sich umzuwenden rückwärts und wird von der herankommenden Riesenwolke verdeckt, die vor ihm stehenbleibt. Dort bleibt er bis zum Ende verborgen. Die Jünger schauen nach oben. Eine längere Stille entsteht.

Jakobus: Ich glaub es nicht.

Thomas: Habt ihr gesehen, was ich gesehen habe? Er wurde einfach vor unseren Augen zum Himmel aufgehoben. Die Wolke hat ihn eingehüllt und weg war er. Hält die Hand über die Augen und schaut suchend umher. Nein, er ist weg. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Petrus: Gib mir mal dein Monokel, Jakobus. Steht auf, lässt sich von Jakobus das Monokel aus der Tasche geben und schaut damit angestrengt in den Himmel. Nein, wirklich nichts zu sehen. Nur diese riesige Wolke. Gibt ihm das Monokel zurück.

Johannes: Ahhhh, schaut mal da! Zwei Engel! Zeigt mit der Hand zum Bühnenrand, wo die beiden Engel auftreten.

Erster Engel: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel?

Zweiter Engel: Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.

Die Engel nicken, winken kurz und verschwinden bis zum Ende des Stückes hinter der Pappwolke.

Johannes: Alter Grieche!

Petrus: Gib mir mal dein Monokel, Jakobus. Lässt sich von Jakobus das Monokel aus der Tasche geben und schaut damit angestrengt um sich. Nein, wirklich nichts zu sehen. Nur immer noch diese riesige Wolke. Gibt Jakobus das Monokel zurück.

Thomas: Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Reibt sich die Augen und schüttelt mit dem Kopf.

Philippus: Ich auch nicht, Thomas. Schade, dass er weg ist. So wie sich das anhört, wird Jesus nicht so schnell wiederkommen.

Johannes: Er ist doch gar nicht weg. Hat er nicht gerade noch gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ ? Er ist noch da, er ist nur unsichtbar.

Philippus: Irgendwie unheimlich, das Ganze. Was sollen wir denn jetzt machen?

Petrus: Na, wir gehen nach Jerusalem und warten dort auf die Kraft aus der Höhe, wie Jesus das gesagt hat. Na, da bin ich aber mal gespannt. Die Geschichte geht also weiter. Los Leute, kommt! Auf geht`s. Das müssen wir den anderen erzählen. Auch der Mutter von Jesus. Na, die werden vielleicht Augen machen!

Auch die anderen stehen auf und alle Jünger gehen gemeinsam von der Bühne. Musik.

Zum Abschluss treten alle Mitwirkenden (auch die hinter der Wolke) noch einmal nebeneinander auf die Bühne und verbeugen sich.

Dieser Text wurde von christlicheperlen  verfasst und darf auch anderweitig publiziert werden, sofern keine kommerziellen Absichten vorliegen.

Hier das Rollenspiel als PDF.

Gutes Gelingen bei der Aufführung!

Himmelfahrtanspiel für die Jüngeren von „Alles um die Kinderkirche“ (PDF):
http://www.allesumdiekinderkirche.de/textsuche/lk24_50ff_himmelfahrt.pdf

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