Rollenspiel: Der 10 Gebotebrecher

Rollenspiel: Der 10 Gebotebrecher

Personen: Christian (hell und gepflegt angezogen) und Thorsten (mit schwarzer Lederkleidung). Beide kommen von unterschiedlichen Seiten auf die Bühne und treffen sich dort in der Mitte.

Christian: Mensch Thorsten, cool, dich hier zu treffen! Lange nicht gesehen. Wie geht`s denn so?

Thorsten: Suuuper, vielen Dank! Hab mir gerade die Tage ne neue Spielkonsole zugelegt. Göttlich das Teil. Könnte Tag und Nacht daran sitzen. Hab schon wieder richtig Schmacht danach.

Christian: Eine Spielkonsole? Na, ich weiß nicht, ob die so göttlich ist. Sehr sinnvoll ist sie sicher nicht. Und schade, wenn so viel Zeit dafür drauf geht. Gott selbst wäre da ja wohl wichtiger. Steht ja schon in den 10 Geboten: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Das ist sogar das erste Gebot.

Thorsten: Gott? Also für mich ist die Spielkonsole Nummer eins, neben meinem guten alten Motorrad. Vor dem knie ich immer noch jeden Tag, um es zu polieren.

Christian: Ab und zu mal polieren ist natürlich okay. Aber man sollte weder irgendwelche Dinge wie Statuen noch sonstige selbsterschaffene Gegenstände anbeten. Gebot zwei aus den 10 Geboten sagt: „Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.“

Thorsten: Ach Gottchen… ist das nicht ein bisschen spießig?

Christian: Bestimmt nicht. Vor Gott hat man besser Respekt, denn er ist allmächtig und wir werden alle eines Tages vor ihm stehen. Gebot Nummer drei: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“

Thorsten (gelangweilt / gähnt): Wenn du meinst. Sag mal, was anderes: Hast du nicht Lust, sonntags ab und zu mal mit mir bei Leuten Fliesen zu verlegen? Da kannst du dir noch gut was dazu verdienen.

Christian: Puh. Gebot Nummer vier: „Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“

Thorsten: Ziemlich komische Ansichten, wenn du mich fragst. Mein Alter hätte dir was vom Sabbat gepfiffen. Der hat zwar nen ordentlichen Dachschaden, aber mit so was könntest du dem nicht kommen.

Christian: Und Gebot Nummer fünf: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt.“

Thorsten: Die beiden Herrschaften ehren? Meine Eltern gehen mir gehörig auf den Keks. Letztens hat Vater mich wieder mit der Kohle baumeln lassen. Dabei habe ich ihm doch gesagt, dass ich total blank bin. Ich hätte ihn erwürgen können. So was nennt sich Vater.

Christian: Du wirst es kaum glauben: Gebot Nummer sechs: „Du sollst nicht töten.“

Thorsten: Jetzt reicht es aber langsam. Ich geh dann jetzt mal. Meine neue Liebschaft wartet nämlich auf mich: die Frau vom Bäcker nebenan. Die lass ich mir doch nicht entgehen.

Christian: Tja. Da wären wir schon bei Gebot Nummer sieben: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Punkt.

Thorsten: So eng sollte man das nicht sehen. Nebenbei hat sie mir auch die Kohle gegeben, die Vater mir vorenthalten hat. Tja, ich befürchte nur, die kann ich ihr wohl kaum zurückzahlen. Aber das sage ich ihr irgendwann.

Christian: Du bist ein ziemlich mieser Typ geworden, finde ich. Früher hattest du noch Ehrgefühl, aber das ist anscheinend ganz verschwunden. Gebot Nummer acht: „Du sollst nicht stehlen.“

Thorsten: Hey Mann, das machen doch viele. Außerdem kann sie mir nichts beweisen. Ich behaupte einfach, sie hätte einen an der Klatsche, wenn sie es doch einem erzählt.

Christian: Traurig. Jetzt hast du fast alle Gebote durch. Gebot neun: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“

Thorsten: Man muss ein Schwein sein in dieser Welt. Ich nehm mir, was ich will. Alles andere interessiert mich nicht. Und wem es gehört, interessiert mich auch nicht. Und wenn ich einem alten Opa sein Haus abknüpfe. Der braucht es eh nicht mehr.

Christian: Ich glaub es nicht. Du schaufelst dir dein eigenes Grab. So kommst du weder bei Gott noch bei den Menschen durch. Gebot Nummer zehn: „Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes… noch alles, was dein Nächster hat.“ Sei zufrieden mit dem was du hast. Wenn du normal dafür arbeitest und nicht mehr ausgibst, als du hast, sparst du dir eine Menge Ärger.

Thorsten: Papperlapapp. Da kannste dich auch gleich hinter den Zug schmeißen. Mensch, ich muss los. Hab mich schon viel zu lange hier aufgehalten. Tschüss dann. (Geht ab.)

Christian (sieht hinter ihm her): Oh Mann. Gott, bitte bring ihn zur Umkehr, bevor es zu spät ist. Ich glaube, für den muss ich noch öfter beten. So will ich nicht sein. Wenn die Menschen ihre Energie doch nur für etwas Gutes einsetzen würden. Der landet nicht hinterm Zug sondern hinter Gitter. Armer Kerl. Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Geht kopfschüttelnd in andere Richtung ab.)

10_Commandments006

Dieses Anspiel wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Hier das Rollenspiel als PDF.

Die in diesem Stück verwendete Einteilung der 10 Gebote entspricht den Gepflogenheiten vieler Anglikaner, Reformierter und Freikirchen. Andere Einteilungen der 10 Gebote findet man in dieser Tabelle. Die 10 Gebote in der Bibel nachlesen: 2. Mose 20, 1-17 oder 5. Mose 5, 7-19.

Weitere Rollenspiele aus dem Web: Die ersten vier_Gebote. Auf Drama Ministry gibt es ein tolles Anspiel „Die 10 Gebote im Ausverkauf“ (>Ressourcen > Anspiele > Stichwortzeile Suchbegriff eingeben).

Alle Artikel der Kategorie 10 Gebote untereinander.

Worte Jesu an die Welt

(Diese markanten Aussprüche Jesu könnte auch ein bärtiger, Jesus ähnelnder, junger Mann im biblischen Gewand vortragen. Natürlich ohne die Angabe der Bibelverse – eben gleich einer Ansprache.)

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch
erquicken (Matthäus 11,28). Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen (Johannes 6,37b).
Der Geist des Herrn ist bei mir, der mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, dass sie los sein sollten, und den Blinden, dass sie wieder sehend werden und den Zerschlagenen, dass sie frei sein sollen, und zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn (Lukas 4, 18-19).
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten (Johannes 6, 35). Ich bin gekommen in die Welt, ein Licht, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe (Johannes 12,46). Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Johannes 8,12).
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht, was die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht (Johannes 14, 27).
Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, werdet ihr’s empfangen (Matthäus 21,22). Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei (Johannes 16,24). Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. (Matthäus 7,7)
Habt Glauben an Gott. Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berge spräche: „Hebe dich weg und wirf dich ins Meer!“ und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, dass es geschehen würde, was er sagt, so wird es geschehen. Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr’s empfangen werdet, so wird’s euch werden.
Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wo ihr etwas gegen jemand habt, auf dass auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe. Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird euch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehler auch nicht vergeben (Markus 11, 22-26).
Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben (Lukas 6, 37-38a). Seht zu und hütet euch vor dem Geiz; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat (Lukas 12,15).
Ein neues Gebot gebe ich euch: dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe (Johannes 13,34a). Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften. Das ist das vornehmste Gebot. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer als diese (Markus 12, 30-31). Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebet eure Feinde; tut denen wohl, die euch hassen; segnet die, welche euch verfluchen und bittet für die, welche euch beleidigen (Lukas 6, 27-28). Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut auch ihr ihnen (Lukas 6, 31). Mit welcherlei Maß ihr messt, wird man euch wieder messen, und man wird noch zugeben euch, die ihr dies hört (Markus 4,24b).
Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht (Matthäus 23, 11-12). Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren (Johannes 12, 26b). Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan (Matthäus 25, 40b).
Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen (Johannes 14,23).
Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen (Markus 10,15b). Es werden nicht alle, die zu mir sagen: „Herr, Herr!“ ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel (Matthäus 7,21). Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen (Johannes 5,24b).
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin (Johannes 14,1-3).
Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? (Johannes 8,46) Und selig ist, der sich nicht an mir ärgert (Matthäus 11, 6). Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben (Johannes 6,47).
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich (Johannes 14,6). Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut (Matthäus 12,30). Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater (Matthäus 10,32-33). Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. (Matthäus 24,35) Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! (Markus 1,15) Ich sage euch: es wird  mehr Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen  (Lukas 15,7).
Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir (Offenbarung 3,20).


Diese Bibelstellen wurden aus der Lutherübersetzung 1912 – leicht angepasst in die heutige Zeit – von christlicheperlen zusammengestellt. Text und Bild dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Hier einige „Ich bin“ Worte Jesu. Zur Übersicht aller Rollenspiele.

Anspiel: Jona geht nach Ninive

Jona geht nach Ninive  
Seht selbst, was da wieder bei Jona los ist…

Intro mit Musik. Vorhang auf, Jona vor seinem Haus.

Jona: Och, ist das ein schöner Tag. Die Sonne scheint so warm, davon bekommt man richtig gute Laune.

Gott: Jona!

Jona: Wer spricht da? Ich sehe niemanden!

Gott: Jona, geh nach Osten, in die große Stadt Ninive! Dort sind die Menschen so böse, dass ich nicht länger zusehen kann. Sage ihnen, dass ich sie bestrafen will.

Jona: Gott? Ich soll nach Ninive gehen? Nein, das will ich nicht. Die Menschen in Ninive sind sehr böse und diese bösen Menschen werden mir nicht glauben. Ich habe eine Idee, ich werde einfach vor Gott nach Tarsis fliehen. Dort wird er mich sicher nicht finden. Am besten mache ich mich gleich auf den Weg.

Musik. Fluchtversuch Jonas. Haus durch Wald ersetzen. Bei Musikende Wald durch Leuchtturm ersetzen.

Jona: So, da drüben ist schon der Leuchtturm. Dann ist der Weg nicht mehr weit bis zum Hafen von Jafo.

Schiff mit Matrosen fährt ein.

Jona: Ahoi Matrose! Weißt du, welches Schiff nach Tarsis segelt?

Mat.: Ja, unser Schiff fährt dorthin. Wir fahren heute noch ab. Da drüben kommt auch schon der Kapitän. Du kannst ihn ja mal fragen, ob noch ein Platz für dich frei ist.

Kapitän kommt.

Jona: Ahoi Kapitän, kann ich euch nach Tarsis begleiten? Ich werde auch für die Schifffahrt zahlen.

Kap.: Ja, wir haben genau noch einen Schiffplatz frei. Geh ruhig an Bord. (Wenig später, schreiend) Hisst die Segel und zieht den Anker hoch. Die Fahrt geht los.

Jona geht an Bord und verkriecht sich in der Kajüte.

Mat.: (Panisch schreiend) Kapitän, Kapitän, ein Sturm zieht auf.

(Windgeräusche kurz laut drehen. Dann leise im Hintergrund.)

Kap.: Oh neeeiiinnnnn! Bei so einem starken Ungewitter kann ich das Boot nicht steuern. Wir werden alle unser Leben verlieren. Betet zu euren Göttern und schmeißt Ladung über Bord. Vielleicht lässt der Sturm dann nach.

Mat.: Der Sturm lässt nicht nach. Wir haben große Angst, Kapitän.

(Schlimmere Windgeräusche, dann wieder leiser, um reden zu können.)

Kap.: Jona, warum schläfst du? Wach auf und rufe zu deinem Gott. Denn wir sind in großer Lebensgefahr. Vielleicht wird dein Gott uns erhören, so dass wir nicht sterben.

Mat.: Kommt, lasst uns losen wer schuld ist, dass es uns so schlecht geht.

Kap.: Das Los ist auf Jona gefallen. Sage uns Jona, warum geht es uns so schlecht? Als was arbeitest du und woher kommst du? Aus welchem Land und aus welchem Volk stammst du?

Jona: Ich bin ein Hebräer und ich glaube an Gott, der den Himmel und die Erde geschaffen hat. Er sprach zu mir. Ich sollte nach Ninive gehen um den Menschen zu sagen, dass ER gesehen hat, dass sie sehr böse sind und dass er sie bestrafen wird. Doch ich wollte nicht von den Menschen ausgelacht oder misshandelt werden. Deshalb floh ich vor ihm. Nun habe ich aber erkannt, dass man vor Gott nicht fliehen kann. Er findet mich überall.

Kap.: Was sollen wir denn jetzt tun, damit der Sturm nachlässt?

Jona: Werft mich ins Meer, dann wird das Meer wieder still.

Kap.: Das können wir doch nicht machen!

Mat.: Der Sturm wird noch schlimmer.

Kap.: Gott Jonas, lass uns nicht sterben, weil Jona vor dir geflohen ist. Bestrafe uns nicht dafür, dass wir Jona ins Meer werfen.

Sie nehmen Jona und werfen ihn über Bord. Das Meer wird still. Der Sturmhintergrund bricht aprupt ab.

Mat.: Das Meer ist augenblicklich still geworden. Jetzt wissen wir, dass der Gott Jonas der wahre Gott ist.

Boot fährt ab.

Jona: Hilfe! Ich habe keine Kraft mehr zum Schwimmen. Ich werde ertrinken.

Jona säuft bis zum Grund des Meeres ab. Der Wal kommt.


Wal: Oh nein! Jona sinkt schon auf den Grund des Meeres. Dann werde ich ihn gleich verschlingen. So wie Gott es mir befohlen hat.

Jona begibt sich hinter den Fisch. Die Klappe des Wals wird geöffnet und man sieht  Jona in seinem Bauch. Musik.

Jona: In meiner Not rief ich dich an. Herr, du hast mich verlassen. Ich schrie zu dir vom tiefsten Meeresgrund, wo Wellen und Fluten mich banden. Erst dachte ich, du wärst nicht da. Fühlte mich hilflos verlassen. / Denn du warfst mich ins tiefe dunkle Meer, umgeben von Wassermassen. / Schlingpflanzen wanden sich um mich, fühlte mich elend benommen. / Hier lag ich fest und schrie zu meinem Gott. Für mich war das Ende gekommen. / Doch mein Gebet drang durch das Meer. Du gabst mir neues Leben. / Ich preise dich, mein großer Gott, dafür. Denn du hast mir Rettung gegeben.

Der Fisch schwimmt rückwärts mit sich schließender Klappe aus dem Bild. Jona kommt von hinten herein.

Jona: Endlich! Ich bin wieder an der frischen Luft. Der Wal hat mich ausgespuckt und nun kann ich auch wieder die Sonne sehen.

Gott: Jona, mache dich auf nach Ninive und sage den Menschen, was ich dir geboten habe.

Jona: Da du, oh Herr, mich in meiner großen Not errettet hast und mir gezeigt hast, dass du der wahre Gott bist, werde ich auf deine Worte hören und nach Ninive gehen.

Jona geht. Musik mit dem Ausgang der Geschichte.

Das Rollenspiel von Jona als PDF zum Ausdrucken.

Drei weitere Rollenspiele / Spielvorschläge zu Jona gibt es hier etwa in der Mitte der Webseite . Alle Artikel über  Jona auf christlicheperlen untereinander. Hier kann man die Geschichte von Jona in der Bibel nachlesen: einfach mit Kapitel 1 starten und dann bis zum 4. Kapitel weiterklicken. Das Gleiche gilt für die Hörbibel.

Tipps für sonstige Rollenspiele findet man in der Kategorie Rollenspiele .