Sankt Martin Ideen

St. Martin Ideen

Auf Wunsch einer Leserin hier ein Artikel mit Material zu St. Martin: drei Bastelvorschläge für Laternen, ein Ausmalbild, die Martinsgeschichte, Bilder und Backanregungen. Alles zur Vervielfältigung für nicht kommerzielle Zwecke. Viel Freude damit. Vorab der gesamte Artikel als PDF.

Für die Martinslaterne oben braucht man:

Aus der PDF des Artikels zwei Ausdrucke von Martin und dem Bettler sowie einen Ausdruck des Bodens – jeweils auf PAPPE
Einen Laternenstab mit LED Licht aus preiswertem Kramgeschäft
Buntes Transparentpapier (Maße Laterne: 13 cm breit und 18,5 cm hoch)
Klebstoff und Klebeunterlage
Normale und feine Schere
Dicke Nadel
Draht
Etwas Zeit

Herstellung:

Die Laternenvorlagen mit Martin und dem Bettler jeweils ringsherum inklusive Klebefläche in einem Stück ausschneiden. Danach die weißen Flächen ausschneiden (zuerst die kleinen Flächen). Die Laternenteile an den gestrichelten Linien im rechten Winkel knicken, dann von hinten mit farbigem Transparentpapier bekleben (Bitte dabei eine Klebeunterlage verwenden!).
Den Boden auf Seite 2 der Bastelvorlage mitsamt Klebeflächen ausschneiden. Diese vier schwarzen Flächen nun nach oben knicken. Dann um den Boden die beiden Laternenhälften festkleben. Gegebenenfalls die Laterne noch von innen durch kleine Pappstücke in den Ecken verstärken.
Am oberen Laternenrand mittig mit einer dicken Nadel ein Loch stechen. Gegenüber ein zweites Loch einpieksen. Durch die Löcher ein Drahtstück ziehen und die Enden oberhalb der Löcher verdrehen. Den Leuchtstab an der Mitte des Drahtes befestigen. Los kann es gehen! Das Lied „Sankt Martin“ findet Ihr zum Anhören und Ausdrucken auf kitalieder.de im Verzeichnis kostenloser Lieder.

Möchte man Teil 1 von 2 der Laternenvorlage anstelle der PDF oben speichern, bitte vorher einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste darauf klicken: (eignet sich mittig getrennt auch als zwei Fensterbilder – versetzt an die Glasscheibe geklebt)

Möchte man den Boden = Teil 2 von 2 der Laternenvorlage anstelle der PDF oben speichern, bitte vorher einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste darauf klicken:

Die superschnelle Minilaterne oben eignet sich besonders für kleinere Kinder, die noch nicht so gut selbst ausschneiden können.

Man braucht:

Einen Laternenstab mit LED Licht aus preiswertem Kramgeschäft
Ein farbiges oder bemaltes A4-Papier
Schere, Tacker, Locher
Peifenputzer

Herstellung:

Ein farbiges oder bemaltes A4-Papier längs in der Mitte falten und mit der Schere an der Knickkante Streifen einschneiden.
Wieder auseinander falten, zu einer Laterne rollen und tackern. Oben an zwei gegenüberliegenden Stellen lochen. In den Löchern eine Aufhängevorichtung aus einem Pfeifenreiniger anbringen. Den Leuchtstab daran befestigen. Fertig!

Die Milchkartonlaterne oben verfügt bereits über eine selbsterklärende Anleitung. Bitte Vorsicht mit Teelichtern wegen Brandgefahr. Alternativ einen Laternenstab mit LED Licht oder ein schwächeres Teelicht mit Batteriebetrieb verwenden. (Quelle)

Möchte man das Ausmalbild zu St. Martin anstelle der PDF oben speichern, bitte vorher einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste darauf klicken:

(Quelle)

St. Martin und der Bettler

Im Jahre 316 (oder war es 317 nach Christi?) wurde in der römischen Provinz Savaria ein kleiner Junge namens Martinus geboren. Das Land ist heute Ungarn und die Stadt heißt inzwischen Szombathely. Auch Martinus ist heute eher unter dem Namen „St. Martin“ bekannt. Sankt oder englisch Saint bedeutet Heiliger. Also jemand, der rein für Gott lebt. Doch warum redet man nach so langer Zeit noch so viel von diesem Martin? Das will ich rasch hier erzählen. Also Martins Vater war römischer Offizier und wollte, dass auch sein Sohn eine Militärlaufbahn einschlug. Nur zum Kämpfen hatte Martin gar keine Lust. Widerwillig beugte er sich jedoch dem Gebot des Vaters und wurde Soldat. Ab 334 war Martin bei der Reiterei der Kaiserlichen Garde in Amiens, das liegt im heutigen Frankreich. Die Gardisten trugen über dem Panzer einen weißen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. In nahezu allen künstlerischen Darstellungen wird Martin allerdings mit einem roten Offiziersmantel abgebildet.
An einem Tag im Winter begegnete Martin am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. So wie Jesus Christus es in dem Bibelwort in Matthäus 25,35–40 gesagt hatte: „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet … Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Schon als Kind war Martin mit dem christlichen Glauben in Kontakt gekommen, den er im Laufe der Zeit noch vertiefte. Vor einer Schlacht gegen anrückende Germanen in der Nähe des heutigen Worms hatte Martinus als Offizier des römischen Besatzungsheeres die Teilnahme am Kampf verweigert mit dem Hinweis, er sei von nun an nicht mehr miles Caesaris, ein Soldat des römischen Kaisers, sondern miles Christi, Soldat Christi. Er bat um Entlassung aus dem Armeedienst. Dies wurde ihm lange verweigert, und so wurde er erst 356 nach Ableistung seiner 25-jährigen Dienstzeit im Alter von 40 Jahren von Julian aus dem Heerdienst verabschiedet. Er zog sich später als Einsiedler auf eine Insel bei Genua zurück. Bald aber folgten ihm viele Anhänger, so dass er dieses Leben wieder aufgab. Eine Überlieferung besagt, dass Martin im Jahr 371 in der Stadt Tours von den Einwohnern zum Bischof ernannt werden sollte. Martin, der sich des Amtes unwürdig empfand, habe sich in einem Gänsestall versteckt. Die aufgeregt schnatternden Gänse verrieten aber seine Anwesenheit, und er musste das Bischofsamt annehmen. Davon leite sich auch der Brauch ab, an seinem Festtag eine Martinsgans zuzubereiten. Am 8. November 397 starb Martin im Alter von 81 Jahren auf einem Besuch in Candes, einer Stadt seines Bistums. Er wurde am 11. November in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Bis heute gedenkt man seiner. Besonders der Teilung seines Mantels.

Möchte man die Geschichte zu St. Martin anstelle der PDF oben speichern, bitte vorher einmal zum Vergrößern mit der linken Maustaste darauf klicken: (Ist ausgedruckt und 2-3 x gefaltet noch eine schöne Beigabe zu Süßem oder Obst)

Das obere Bild puzzeln.

Das obere Bild puzzeln.

Das obere Bild puzzeln.

Backvorschläge zu St. Martin

In der kälteren Jahreszeit ist auch Plätzchen backen wieder sehr beliebt. Warum nicht Martin und den strahlenden Bettler gestalten? Wer Förmchen für Gänse hat, mag vielleicht ja ein paar leckere Martinsgänse herstellen. Einen Link zu einem Keksteig sowie eine Anleitung für Zuckerguss gibt es im Artikel „Ostergebäck“ von Christliche Perlen (unter Herstellung).

Ein Rezept für eine frei geformte Gans oder einen Weckmann (auch Stutenkerl genannt) findet man im Kochwiki.

Hier noch einmal der gesamte Artikel als PDF. Weitere Vorschläge gibt es in der Bastellinkliste unter dem Stichwort St. Martin.