Tagebucheintrag zu Pfingsten

Tagebucheintrag zu Pfingsten

Liebes Tagebuch,

heute ist Pfingsten und so ging unsere ganze Familie morgens in die Kirche. Unser Pastor erklärte,  dass beim ersten Pfingsten der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herabkam. Nachdem Jesus zum Himmel aufgefahren war, hatten sie sich ständig getroffen, um zu ihm zu beten. Es machte ihnen einfach Spaß. Sie waren ein Herz und eine Seele und glaubten, dass Jesus sie auch von oben her hören konnte. Und gerade, als sie wieder einmal beim Beten waren, schickte Jesus ihnen seinen Heiligen Geist. Erst gab es einen starken Wind, dann kamen Flammen, die über dem Kopf jedes Anwesenden schwebten und dann konnten die Jünger auf einmal in fremden Sprachen Dinge von Gott erzählen. Solche Reden in fremder Sprache hatte ich in unserer Kirche schon öfter gehört. Es passiert nicht jeden Sonntag. Doch manchmal beten Leute in unserer Kirche laut in einer Mundart, in der sie sonst nicht reden können und danach übersetzt jemand das Gebet, so dass alle es verstehen. Der Pastor meinte, das wäre eine von mehreren möglichen Gaben, die der Heilige Geist manchen Leuten geben würde. Es sei gut, wenn man so reden könnte, aber wichtiger als der Besitz dieser Fähigkeit ist es, den Heiligen Geist selbst zu haben. Dies sei noch heute möglich. Es wäre Gott selbst, den wir bitten könnten, in unser Herz einzuziehen.
Das alles hatte ich schon öfter in der Kirche gehört. Aber diesmal packte es mich irgendwie. Ich bekam ein richtiges Verlangen, dass Gott auch in mein Herz kam. Der Pastor meinte, Gott in uns würde uns dann lenken, trösten, uns Dinge beibringen und viele andere gute Sachen in uns bewirken. Die „Früchte“ (Auswirkungen) des Geistes in uns wären Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut und Keuschheit. In diesem Moment dachte ich, das alles könnte unser Nachbar auch gebrauchen. Er ist echt nicht gerade nett. Aber dann verstand ich, dass mir diese Dinge helfen würden, sogar ihn etwas zu mögen. Der Pastor erklärte schließlich, es müsse nicht immer Wind und Feuer dabei sein, wenn wir den Heiligen Geist bekämen. Jesus könne auch hierbei immer mal anders handeln. Wichtig wäre, sich ihm zu öffnen und zu vertrauen, dass er das Gebet erhört. Man sollte auch in der nächsten Zeit dafür beten, bis man den Geist bekommt und dann immer wieder für mehr von ihm.
Am Ende des Gottesdienstes stand die ganze Gemeinde auf und wir beteten eine Weile zusammen um den Heiligen Geist. Ich betete auch still für mich: „Jesus, bitte komme doch mit Deinem Heiligen Geist auch in mein Herz. Ich würde Dich so gerne immer bei mir haben. Bitte vergib mir meine Fehler und hilf mir, richtig zu leben. Ich möchte Dir gehören und Dir Freude machen. Zeige mir, was ich tun soll …“
Irgendwie hatte ich zu dieser Zeit das Gefühl, dass da etwas Schönes in mich hineinkam. Es war wie eine Kraft, etwas was mir immer gefehlt hatte. Ich wusste, es war Gott und es war wie nach Hause kommen. Ich wollte ihn nie mehr verlieren. Ich strahlte von einem Ohr zum anderen. Seitdem ist diese Gegenwart da. Sie hat meine Ängste vertrieben und ich freue mich jetzt sogar darauf, wenn ich nächstes Mal unseren Nachbar treffe. Die Welt ist anders als noch heute Morgen. Jesus, bleibe bei mir mit Deinem Heiligen Geist, nimm noch zu. Danke dafür! Diesen Tag vergesse ich nie und ich werde auch anderen davon erzählen. Gott ist sooooooooooooooo gut!

buch-0230

 

Dieser Tagebucheintrag wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Die originale Pfingstgeschichte in der Bibel nachlesen. Alle Artikel der Kategorie Pfingsten untereinander.

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