Steine im Leben Jesu

Steine im Leben Jesu

Ein Stein berichtet

Sie ist groß, die Familie der Steine und sehr vielseitig. Doch darin sind sich alle Steine einig: der größte unter uns Steinen ist und bleibt Jesus, der Eckstein.
Ein Eckstein ist ein außergewöhnlicher Stein, der eine tragende Funktion im Mauerwerk eines Gebäudes innehat. Mit anderen Worten: mit dem Eckstein ist das Haus stabil und vor einem Einsturz sicher.
Durch verschiedene Propheten in Israel hatte Gott schon vor langer Zeit jemand Besonderen angekündigt, der wie ein Eckstein oder Grundstein für die Menschen sein würde. Als Jesus dann kam, sagte er selbst von sich, dass er dieser Eckstein sei und viele glaubten ihm. Jesus war ein Spezialist für Steine.
Eines Tages brachten Schriftgelehrte, die eifersüchtig auf die Berühmtheit Jesu waren, eine Frau zu ihm. Diese Frau war beim Ehebruch ertappt worden und hätte nach dem Gesetz gesteinigt werden sollen. Auch dazu wurden Steine also herangezogen. Doch Jesus wusste nur zu gut, dass die Schriftgelehrten selber genügend Fehler gemacht hatten. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“, sagte er. Da gingen die Männer von ihrem Gewissen überführt davon. Die Frau aber wies Jesus an: „Gehe hin und sündige nicht mehr.“
Einmal redete Jesus über das Beten im Zusammenhang mit Steinen. “Welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bitten würde, ihm einen Stein geben wird? Und wenn er um einen Fisch bitten würde, ihm eine Schlange gegeben wird? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisset, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!“ Jesus hatte Recht: zum Essen waren Steine nicht gemacht, auch wenn sie für andere Zwecke sehr nützlich waren. Aber seine Worte halfen vielen Menschen, weil sie nun Mut bekamen zu beten.
Es gibt noch mehr Steingeschichten mit Jesus. Doch besonders mag ich die, als Jesus auf einem Esel in Jerusalem einritt. Seine Jünger warfen vor ihm Kleider auf den Boden, schwenkten mit Palmzweigen und jubelten: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Aber etliche der Pharisäer im Volk beschwerten sich bei ihm: „Meister, strafe doch deine Jünger!“ Jesus antwortete ihnen hingegen: „Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.“ Oh ja, „Hurra!“ geschrien hätten wir Steine, lauthals gejauchzt und vielleicht sogar ein paar Freudensprünge gemacht!
Allerdings kam es anders, ganz anders. Nach wenigen Tagen ließen die neidischen Priester des Tempels von Jerusalem Jesus kreuzigen, weil dieser geäußert hatte, er sei Gottes Sohn. Zu Pilatus, dem römischen Oberhaupt der Gegend, sagte er noch dazu, er sei ein König, doch sein Reich sei nicht von dieser Welt. Das reichte den Priestern als Anklage zum Tod.
Als Jesus am Kreuz verstarb, gab es eine Sonnenfinsternis und ein großes Erdbeben. Sogar die Felsen zerrissen und das sind wirklich mächtige Steine. Der Hauptmann und die bei ihm waren erschraken sehr und meinten: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“
Am Abend kam dann ein reicher Jünger Jesu, nahm den Leichnam und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Er legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte in einen Fels hauen lassen, wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Der Stein war übrigens ich und darum kann ich die folgenden Ereignisse auch genauestens bestätigen. N i e hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal zum Grabstein für den Eckstein werden würde. Es war nur noch ein eingewickelter Leichnam, doch ich gab alles, um ihn wenigstens vor Tieren zu schützen. Ich hätte dies noch für den Rest meines Daseins mit ganzer Kraft getan. Allerdings kam es anders, ganz anders.
Inzwischen hatte man mir ein Siegel aufgedrückt, damit niemand mich zur Seite schieben konnte. Jesus hatte nämlich früher gesagt, er würde nach drei Tagen von den Toten auferstehen. Deshalb stellten die Priester Soldaten als Wache vor das Grab. Doch nach drei Tagen gab es wieder ein großes Erdbeben. Es war völlig unerwartet und so stark, als könne es Tote auferwecken. Und tatsächlich! Jesus begann sich zu rühren und stand auf. Er wickelte sich die Tücher ab und faltete sie zusammen. Ich konnte die Wunden an Händen und Füßen sehen. Und doch bewegte er sich ganz normal. Nur die Augen hatten eine unglaubliche Ausstrahlung. Das vergesse ich nie! Zur gleichen Zeit, als Jesus aufstand, kam auch der Engel des Herrn vom Himmel herab. Der wälzte mich, den Stein, von der Tür und setzte sich darauf. Er sah aus wie der Blitz und sein Kleid war weiß wie Schnee. Die Soldaten erschraken vor Furcht und wurden ohnmächtig. Auch einige Frauen, die immer unter den Anhängern Jesu waren und gerade ankamen, schrien vor Angst. Aber der Engel sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, in der er gelegen hat. Dann gehet eilend hin und sagt es seinen Jüngern, dass er auferstanden sei. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa. Da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“ Die Frauen stürzten aus dem Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern verkündigen. Ich bin sicher, sie haben Jesus dann auch gesehen.
Das war das größte Ereignis meines Lebens! Man darf mir glauben: dies muss meine Bestimmung gewesen sein. Ich bin der Stein, der Jesu Leichnam bewahrt hat. Auf mir hat der Engel des Herrn gesessen. Es hat mir zutiefst Erfüllung gegeben. Geben auch Sie dem Eckstein Ihr Leben und bitten ihn, dass er Sie gebraucht. Er ist nun der König in der anderen Welt, zu dem Sie kommen können, wenn dieses Leben vorbei ist. Doch dafür müssen Sie schon hier mit ihm reden und Ihre Dinge in Ordnung bringen. Er hört Sie überall. Bitten Sie ihn um Vergebung, wo Sie etwas falsch gemacht haben. Dafür ist Jesus gestorben: er hat mit seinem Leben für unsere Fehler bezahlt.
Lesen Sie das neue Testament. Wenn Sie sich dann fest für ihn entscheiden, lassen Sie sich auf den Namen Jesu taufen und suchen Sie eine gute Kirche, um weiter im Glauben zu wachsen. Es wird Sie bereichern, ja, Sie werden sich sozusagen steinreich fühlen. Und haben Sie ein Herz für Steine. Am allermeisten aber für den Eckstein!

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Diese Geschichte wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Man kann den Originalbericht von Jesu Gefangennahme bis zur Auferstehung ab Matthäus 26 nachlesen.

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