Zeitungsinterview zu Palmsonntag

Zeitungsinterview zu Palmsonntag

Der Jerusalemer Kurier sprach mit dem Toten

Wieder einmal hat der weithin bekannte Reiseprediger Jesus von sich Reden gemacht. Mag es vielleicht noch bis vor Kurzem Menschen in Jerusalem gegeben haben, die noch nichts von seinen spektakulären Heilungen, Wundern und herausragenden Ansprachen gehört haben, dürfte er nun endgültig jedermann hier bekannt sein.
Denn erst kürzlich erweckte Jesus den verstorbenen Lazarus von Bethanien von den Toten auf. Zahlreiche Augenzeugen bestätigen dies, ebenso seine beiden Schwestern Maria und Martha. Die Schwestern bezeugen auch, dass Lazarus, der nach kurzer und heftiger Krankheit verstarb, bereits vier Tage tot war, als sie Jesus zum Grab führten. Doch ist es uns gelungen, Lazarus persönlich für ein Interview zu gewinnen. Also lassen wir ihn doch selbst sprechen.

JK (Jerusalemer Kurier): Lazarus, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview genommen haben. Ich würde sagen, Sie sind im Moment eine der Sensationen in Jerusalem und Umgebung. Denn Sie waren tot und leben nun wieder. Stimmt das?

Lazarus: Allerdings. Diese Krankheit kam wie aus dem Nichts. Und auch nichts konnte helfen. Da wir gute Freunde von Jesus sind, sandten meine Schwestern deshalb zu ihm, um ihn um Hilfe zu bitten. Denn er hat schon viele Menschen gesund gemacht. Doch Jesus brauchte zu lange und alles ging zu schnell. Noch bevor er eintraf, war ich verstorben.

JK: Was geschah dann?

Lazarus: Nun, man wickelte mich  in Tücher und legte mich in eine Kluft. Als Jesus ankam, war ich bereits seit vier Tagen tot. Er wollte wissen, wo ich hingelegt worden war, also brachten meine Schwestern ihn zu meinem Grab. Viele Juden aus unserem Umfeld gingen mit ihnen. Jesus befahl, man sollte den Grabstein wegheben. Dann betete er, erzählen meine Schwestern und die anderen. Ich hörte nur, wie er schließlich rief: „Lazarus, komm heraus!“ Davon wurde ich sozusagen wach. Es war gar nicht so einfach, sich mit all diesen Tüchern zu bewegen. Aber irgendwie schaffte ich es. Jesus meinte, man solle mir die Tücher abnehmen. Und da bin ich nun!

JK: Phantastisch! Wenn man nicht wüsste, dass es Jesus war, der das getan hat, man würde es nicht glauben!

Lazarus: Tja, Jesus kann eben alles. Und mitunter wirken auch seine Jünger durch ihn. Leider mögen die Pharisäer im Tempel es gar nicht, dass Jesus so beliebt ist und ihnen die Show stiehlt. Außerdem hilft er den Leuten stets, ohne auch nur einmal Geld dafür zu nehmen. Die Pharisäer sind aber schrecklich geizig. Sie sind so eifersüchtig auf ihn, dass sie ihn sogar umbringen wollen. Und mich jetzt auch. Denn durch mein Wunder sind viele Menschen gläubig an ihn geworden. Deshalb muss ich gut aufpassen, wohin ich jetzt gehe. Wenn sie mich erwischen, bin ich gleich wieder tot.

JK: Allerdings, passen Sie bloß gut auf! Furchtbar, dass einige Leute anderen nichts gönnen können. Wir vom Jerusalemer Kurier werden jedenfalls Ihren Aufenthaltsort ganz sicher nicht verraten. Da können Sie unbesorgt sein. Mögen Sie noch lange und allezeit gesund unter uns weilen! Und vielen Dank noch einmal, dass Sie sich zu dem Interview bereit erklärt haben!

Lazarus: Sehr gerne! Bleiben Sie gesund!

JK: Nach diesem Interview ist es sicher gut zu verstehen, dass die Menschen hin und weg von Jesus waren. Nur fünf Tage vor dem Passahfest jubelten sie ihm zu, als er mit einem Esel nach Jerusalem ritt. Sie warfen Kleider und Palmzweige vor ihm auf den Weg und riefen: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Sie wollten ihn zum König machen, obwohl er selbst arm war, weil er nie Geld von ihnen gefordert hatte. Die ganze Stadt geriet in Aufruhr. Einige fragten, wer er sei. Man erzählte ihnen, dass er Lazarus von den Toten auferweckt hatte. Die Pharisäer waren wütend auf den Trubel, konnten jedoch vor lauter Leuten nichts gegen ihn tun.
Ja, das wäre ein König! Ganz anders als die grausamen Römer, die das Volk unterdrücken! Jesus schien auch nicht abgeneigt zu sein. Denn als etliche der Pharisäer zu ihm sagten: „Meister, strafe doch deine Jünger!“, antwortete er ihnen: „Ich sage euch: „Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.“ Die Frage ist nur: Akzeptieren wir Jesus als unseren König?

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Der Text von christlicheperlen darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Gegebenenfalls könnten zwei als Lazarus und Interviewer verkleidete Personen in biblischen Gewändern ihn als Minianspiel vortragen.

Hier das Interview als PDF. Bibelstellen: Lazarus wird auferweckt und Die Leute erzählen zu Palmsonntag von Lazarus Auferweckung. Videoanleitung für ein Kostüm (englisch).

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Psalmworte zu Palmsonntag

Psalmverse zum Palmsonntag

Palmsonntag ist der Tag, an dem Jesus, der Sohn Gottes, in Jerusalem, der Hauptstadt Israels, einzog. Viele Menschen nahmen ihn an und jubelten ihm zu. Doch die Pharisäer und Schriftgelehrten waren neidisch auf seine Popularität und lehnten ihn ab. So wurde er für die einen zum Eckstein, der Grundstütze für ihr Leben, während die anderen ihn verwarfen.
Die Jünger freuten sich hellauf über ihn. Sie riefen „Hosianna!“, das heißt „Herr, hilf!“. Gemeint war: „Gott, hilf diesem Jesus, gib ihm Gelingen!“ Sie hofften, dass Jesus das Volk Israel aus der Hand der Römer befreien würde. Doch Jesu Mission war zunächst nicht die Befreiung von den Römern, sondern von der Sünde, die den Menschen von Gott trennt und die ein Hindernis ist auf den Weg in den Himmel.
Nur wenige Tage später ließen die eifersüchtigen Pharisäer Jesus kreuzigen. Am Kreuz bezahlte er, der einzig Schuldlose, mit seinem Leben für die Vergehen der Menschen. Jeder darf dies für sich in Anspruch nehmen und ihn für seine Fehler um Vergebung bitten. Und darf ihn um Leitung und Hilfe für sein Leben bitten. Diese Dinge sind wahrlich ein Geschenk.

So wie die meisten wichtigen Ereignisse wurde auch der Einzug Jesu in Jerusalem schon im alten Testament von Propheten vorhergesagt. Eine prophetische Ankündigung finden wir im zweiten Teil von Psalm 118. Hier heißt es in den Versen 22-29:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen. Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein. O Herr, hilf! O Herr, lass wohl gelingen! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner des Altars!
Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“

Eine andere Ankündigung aus dem alten Testament zum Palmsonntag kommt vom Propheten Sacharja:

„Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden; denn er wird Frieden lehren unter den Heiden; und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans andere und vom Strom bis an der Welt Ende.“
(Sacharja 9,9-10)

Jesus herrscht aber auch bereits jetzt. Er hört uns und agiert zunächst vom Himmel aus. Er wird aber auch einst die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen. Der Palmsonntag ist ein Vorgeschmack darauf. Auch heute müssen wir uns entscheiden: nehmen wir Jesus an als Sohn Gottes und folgen ihm nach oder lehnen wir ihn ab?
Die Jünger hieben Zweige von den Bäumen und warfen sie auf den Boden, so dass Jesus hinüberreiten konnte auf seinem Weg zum Tempel in Jerusalem. Die Zweige führten dann auch zum Begriff „Palmsonntag“. Doch sogar ihre Kleider warfen sie vor Jesus auf den Boden.
Lassen Sie uns einstimmen in die Fröhlichkeit der Jünger. Nehmen auch wir den himmlischen König mit offenen Herzen an. So wird er ebenfalls uns annehmen, wenn wir einmal vor ihm erscheinen. Sagen Sie ihm, dass Sie ihn in ihr Leben einladen. Er ist es mehr als wert.

Nachfolgend Psalm 118,22-29 als Grafik. Bitte vor dem Speichern zum Vergrößern einmal mit der linken Maustaste auf das Blatt klicken.

Palmsonntag Graphik

Text und Grafik von Christliche Perlen dürfen für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden.

Psalm 118,22-29 oder Sacharja 9,9-10 in der Bibel nachlesen. Vergleiche Matthäus 21,1-17.

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Hosianna riefen froh dem Herrn

Hosianna riefen froh dem Herrn

1) Hosianna riefen froh dem Herrn
die Kindlein arm und klein.
Der liebe Heiland hört es gern,
drum stimm ich fröhlich ein.
Hosianna, Hosianna
Hosianna

2) Hosianna liebster Jesu mein!
Lob, Ehr und Preis sei dir.
Kehr auch in meinem Herzen ein
und bleibe stets bei mir.
Hosianna, Hosianna
Hosianna

3) Wo du o treuer Heiland bist,
ist Friede, Glück und Ruh.
Drum ruf ich dir, o Jesu Christ,
Hosianna fröhlich zu.
Hosianna, Hosianna
Hosianna

4) Ich liebe dich, bin ich auch klein,
drum nimm mein Lob doch an
bis ich mit deinen Engelein
dich besser loben kann:
Hosianna, Hosianna
Hosianna

Text: Georg Christian Dieffenbach, 1822-1901

Musik: Karl August Kern, Noten gibt es hier.

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Hosianna! Davids Sohn

Hosianna! Davids Sohn

1.) Hosianna! Davids Sohn
kommt in Zion eingezogen.
Ach bereitet ihm den Thron,
setzt ihm tausend Ehrenbogen.
Streuet Palmen, machet Bahn,
dass er Einzug halten kann.

2.) Hosianna! Sei gegrüßt.
Komm, wir gehen dir entgegen.
Unser Herz ist schon gerüst,
will sich dir zu Füßen legen.
Zeuch zu unsern Thoren ein,
du sollst uns willkommen sein.

3.) Hosianna! Friedensfürst,
Ehrenkönig, Held im Streite.
Alles, was du schaffen wirst,
das ist unsre Siegesbeute.
Deine Rechte bleibt erhöht,
und dein Reich allein besteht.

4.) Hosianna! Lieber Gast,
wir sind deine Reichsgenossen,
die du dir erwählet hast.
Ach, so lass uns unverdrossen
deinem Zepter dienstbar sein.
Herrsche du in uns allein.

5.) Hosianna! Komme bald.
Lass uns deine Sanftmut küssen.
Wollte gleich die Knechtsgestalt
deine Majestät verschließen,
ei so kennet Zion schon
Gottes und auch Davids Sohn.

6.) Hosianna! Steh uns bei.
O Herr hilf, lass wohl gelingen,
dass wir ohne Heuchelei
dir das Herz zum Opfer bringen.
Du nimmst keinen Jünger an,
der dir nicht gehorchen kann.

7.) Hosianna! Lass uns hier
an den Ölberg dich begleiten,
bis wir einstens für und für
dir ein Psalmenlied bereiten.
Dort ist unser Bethphage,
Hosianna in der Höh!

8.) Hosianna nah und fern!
eile bei uns einzugehen,
du Gesegneter des Herrn.
Warum willst du draußen stehen?
Hosianna! Bist du da?
Ja, du kommst, Hallelujah!

Benjamin Schmolck, 1672 – 1737

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Hier gibt es weiter unten vergrößerbare Notenblätter.

Melodien: Meinen Jesus lass ich nicht oder Jesus, meine Zuversicht.

Steine im Leben Jesu

Steine im Leben Jesu

Ein Stein berichtet

Sie ist groß, die Familie der Steine und sehr vielseitig. Doch darin sind sich alle Steine einig: der größte unter uns Steinen ist und bleibt Jesus, der Eckstein.
Ein Eckstein ist ein außergewöhnlicher Stein, der eine tragende Funktion im Mauerwerk eines Gebäudes innehat. Mit anderen Worten: mit dem Eckstein ist das Haus stabil und vor einem Einsturz sicher.
Durch verschiedene Propheten in Israel hatte Gott schon vor langer Zeit jemand Besonderen angekündigt, der wie ein Eckstein oder Grundstein für die Menschen sein würde. Als Jesus dann kam, sagte er selbst von sich, dass er dieser Eckstein sei und viele glaubten ihm. Jesus war ein Spezialist für Steine.
Eines Tages brachten Schriftgelehrte, die eifersüchtig auf die Berühmtheit Jesu waren, eine Frau zu ihm. Diese Frau war beim Ehebruch ertappt worden und hätte nach dem Gesetz gesteinigt werden sollen. Auch dazu wurden Steine also herangezogen. Doch Jesus wusste nur zu gut, dass die Schriftgelehrten selber genügend Fehler gemacht hatten. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“, sagte er. Da gingen die Männer von ihrem Gewissen überführt davon. Die Frau aber wies Jesus an: „Gehe hin und sündige nicht mehr.“
Einmal redete Jesus über das Beten im Zusammenhang mit Steinen. “Welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bitten würde, ihm einen Stein geben wird? Und wenn er um einen Fisch bitten würde, ihm eine Schlange gegeben wird? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisset, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!“ Jesus hatte Recht: zum Essen waren Steine nicht gemacht, auch wenn sie für andere Zwecke sehr nützlich waren. Aber seine Worte halfen vielen Menschen, weil sie nun Mut bekamen zu beten.
Es gibt noch mehr Steingeschichten mit Jesus. Doch besonders mag ich die, als Jesus auf einem Esel in Jerusalem einritt. Seine Jünger warfen vor ihm Kleider auf den Boden, schwenkten mit Palmzweigen und jubelten: „Gelobt sei, der da kommt, ein König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Aber etliche der Pharisäer im Volk beschwerten sich bei ihm: „Meister, strafe doch deine Jünger!“ Jesus antwortete ihnen hingegen: „Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.“ Oh ja, „Hurra!“ geschrien hätten wir Steine, lauthals gejauchzt und vielleicht sogar ein paar Freudensprünge gemacht!
Allerdings kam es anders, ganz anders. Nach wenigen Tagen ließen die neidischen Priester des Tempels von Jerusalem Jesus kreuzigen, weil dieser geäußert hatte, er sei Gottes Sohn. Zu Pilatus, dem römischen Oberhaupt der Gegend, sagte er noch dazu, er sei ein König, doch sein Reich sei nicht von dieser Welt. Das reichte den Priestern als Anklage zum Tod.
Als Jesus am Kreuz verstarb, gab es eine Sonnenfinsternis und ein großes Erdbeben. Sogar die Felsen zerrissen und das sind wirklich mächtige Steine. Der Hauptmann und die bei ihm waren erschraken sehr und meinten: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!“
Am Abend kam dann ein reicher Jünger Jesu, nahm den Leichnam und wickelte ihn in eine reine Leinwand. Er legte ihn in sein eigenes Grab, welches er hatte in einen Fels hauen lassen, wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Der Stein war übrigens ich und darum kann ich die folgenden Ereignisse auch genauestens bestätigen. N i e hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal zum Grabstein für den Eckstein werden würde. Es war nur noch ein eingewickelter Leichnam, doch ich gab alles, um ihn wenigstens vor Tieren zu schützen. Ich hätte dies noch für den Rest meines Daseins mit ganzer Kraft getan. Allerdings kam es anders, ganz anders.
Inzwischen hatte man mir ein Siegel aufgedrückt, damit niemand mich zur Seite schieben konnte. Jesus hatte nämlich früher gesagt, er würde nach drei Tagen von den Toten auferstehen. Deshalb stellten die Priester Soldaten als Wache vor das Grab. Doch nach drei Tagen gab es wieder ein großes Erdbeben. Es war völlig unerwartet und so stark, als könne es Tote auferwecken. Und tatsächlich! Jesus begann sich zu rühren und stand auf. Er wickelte sich die Tücher ab und faltete sie zusammen. Ich konnte die Wunden an Händen und Füßen sehen. Und doch bewegte er sich ganz normal. Nur die Augen hatten eine unglaubliche Ausstrahlung. Das vergesse ich nie! Zur gleichen Zeit, als Jesus aufstand, kam auch der Engel des Herrn vom Himmel herab. Der wälzte mich, den Stein, von der Tür und setzte sich darauf. Er sah aus wie der Blitz und sein Kleid war weiß wie Schnee. Die Soldaten erschraken vor Furcht und wurden ohnmächtig. Auch einige Frauen, die immer unter den Anhängern Jesu waren und gerade ankamen, schrien vor Angst. Aber der Engel sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, in der er gelegen hat. Dann gehet eilend hin und sagt es seinen Jüngern, dass er auferstanden sei. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa. Da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“ Die Frauen stürzten aus dem Grabe hinaus mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern verkündigen. Ich bin sicher, sie haben Jesus dann auch gesehen.
Das war das größte Ereignis meines Lebens! Man darf mir glauben: dies muss meine Bestimmung gewesen sein. Ich bin der Stein, der Jesu Leichnam bewahrt hat. Auf mir hat der Engel des Herrn gesessen. Es hat mir zutiefst Erfüllung gegeben. Geben auch Sie dem Eckstein Ihr Leben und bitten ihn, dass er Sie gebraucht. Er ist nun der König in der anderen Welt, zu dem Sie kommen können, wenn dieses Leben vorbei ist. Doch dafür müssen Sie schon hier mit ihm reden und Ihre Dinge in Ordnung bringen. Er hört Sie überall. Bitten Sie ihn um Vergebung, wo Sie etwas falsch gemacht haben. Dafür ist Jesus gestorben: er hat mit seinem Leben für unsere Fehler bezahlt.
Lesen Sie das neue Testament. Wenn Sie sich dann fest für ihn entscheiden, lassen Sie sich auf den Namen Jesu taufen und suchen Sie eine gute Kirche, um weiter im Glauben zu wachsen. Es wird Sie bereichern, ja, Sie werden sich sozusagen steinreich fühlen. Und haben Sie ein Herz für Steine. Am allermeisten aber für den Eckstein!

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Diese Geschichte wurde von christlicheperlen verfasst und darf für nicht kommerzielle Zwecke vervielfältigt werden. Man kann den Originalbericht von Jesu Gefangennahme bis zur Auferstehung ab Matthäus 26 nachlesen. Hier noch ein Artikel über Steine.

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Eine Mitmachgeschichte zu Palmsonntag

Eine Mitmachgeschichte zu Palmsonntag

Palmsonntag (fast) wie am Anfang erleben: einfach die groß geschriebenen Aktionen mitmachen. Los geht`s!

Es geschah vor nicht mal 2000 Jahren. Da wanderte der berühmte Reiseprediger Jesus mit etlichen seiner Jünger Richtung Jerusalem (AUF DER STELLE LAUFEN). Bis Ostern, genauer: dem jüdischen Passahfest waren es nur noch wenige Tage hin. Dieses Fest wurde jedes Jahr im Tempel in Jerusalem gefeiert (SO TUN, ALS OB MAN SICH MEHRMALS EINEN BISSEN LAMMFLEISCH UND UNGESÄUERTES BROT IN DEN MUND SCHIEBT). Dazu mussten laut dem Gesetz, das Gott einst Mose geboten hatte (5. Mose 16, 16), alle Männer Israels erscheinen (AUF DER STELLE MARSCHIEREN). Das geschah, soweit es ging, sogar noch in dieser Zeit, wo Israel von den geldgierigen Römern erobert worden war (SO TUN, ALS OB MAN JEMANDEM MÜNZEN IN DIE HAND ZÄHLT). Es war also ziemlicher Trubel in Jerusalem (DEM NACHBARN DIE HAND SCHÜTTELN UND DEN ANDEREN ZUWINKEN).
Als die Gruppe Jesu den Ölberg in Bethphage erreicht hatte, schickte er zwei seiner Jünger fort (AUF DER STELLE GEHEN). „Gehet hin in das Dorf gegenüber“, sagte er „und wenn ihr hineinkommet, werdet ihr ein Eseljunges darin angebunden finden, auf welchem kein Mensch je gesessen hat. Bindet es los und führet es her (SO TUN, ALS OB MAN EINEN ESEL AN DER LEINE FÜHRT). Und wenn jemand sich erkundigt: Warum bindet ihr es los? , so sprechet zu ihm: Der Herr bedarf seiner.“  Also gingen die Abgesandten hin und fanden es vor, wie er ihnen beschrieben hatte (HAND ÜBER DIE AUGEN HALTEN UND UMHERSEHEN). Als sie aber den jungen Esel losbanden, fragten die Herren desselben: „Warum bindet ihr das Füllen los?“ Sie antworteten wie beauftragt: „Der Herr bedarf seiner.“ Damit brachten sie das Tier zu Jesus (SO TUN, ALS OB MAN EINEN ESEL AN DER LEINE FÜHRT). Und sie warfen ihre Kleider auf das Eselsjunge und setzten Jesus darauf (SO TUN, ALS OB MAN JEMAND FASST UND AUF EIN REITTIER HEBT). Dies alles aber ist geschehen, auf dass erfüllt würde, was durch den Propheten (Sacharja 9, 9) geredet ist, welcher ankündigte: „Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf einem Eselsfüllen.“ (SO TUN, ALS OB MAN SITZT). Dies verstanden seine Jünger zwar zuerst nicht. Jedoch als Jesus verherrlicht war, dann erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben war und sie es ihm getan hatten (SICH MIT DER HAND VOR DEN KOPF SCHLAGEN, ALS OB EINEM ETWAS EINFÄLLT). Und als er schon nahte und bei dem Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen hatten, indem sie sagten: „Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe!“ (LAUT JUBELN UND MIT DEN ARMEN WINKEN). Es bezeugte nun die Volksmenge, die bei ihm war, dass er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn aus den Toten auferweckt habe („LAZARUS, KOMM HERAUS!“ RUFEN UND SO TUN, ALS OB MAN MIT DER HAND JEMANDEN ZU SICH WINKT). Darum ging ihm auch eine große Schar, die zu dem Feste gekommen waren, aus der Stadt entgegen, als sie hörten, dass er kam (AUF DER STELLE RENNEN). Denn sie hatten von diesem Zeichen erfahren. Deshalb nahmen sie Palmzweige und zogen ihm entgegen und schrieen: „Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ (MIT DEN ARMEN SCHWENKEN UND „HOSIANNA“ RUFEN). Und eine sehr große Menschenmasse breitete ihre Kleider aus auf den Weg. Andere jedoch hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf die Straße (SO TUN, ALS OB MAN DINGE AUF DEM BODEN AUSBREITET). Die Volksmengen aber, welche vor ihm hergingen und nachfolgten, riefen: „Hosianna dem Sohne Davids! Hosianna in der Höhe!“ (MIT DEN ARMEN SCHWENKEN UND „HOSIANNA“ RUFEN). Aber etliche der Pharisäer wiesen ihn an: „Lehrer, verbiete es deinen Jüngern.“ Doch er erwiderte ihnen: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien.“ (FRÖHLICH „HOSIANNA, HOSIANNA…“ RUFEN). Da raunten die Pharisäer einander zu: „Ihr sehet, dass ihr gar nichts ausrichtet. Siehe, die Welt ist ihm nachgegangen.“ (AUSGELASSEN „JUCHUUU!“ RUFEN, MIT DEN ARMEN SCHWENKEN UND AUF DER STELLE LAUFEN).

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Hosianna = Hilf, Herr! Tochter Zion = Jerusalem

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Tochter Zion

„Tochter Zion“ ist ein alter Begriff für die Stadt Jerusalem. Mit „Tochter Zion, freue dich“ beginnt auch das heute meist in der Weihnachtszeit gesungene Lied, da es zur Ankunft, bzw. Geburt Jesu Christi passt. Doch wurde es 1826 zuerst als Lied „am Palmsonntage“ veröffentlicht. Es besingt den Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem er vom Volk mit Palmzweigen bejubelt wurde. Der deutsche, evangelische Theologe Dr. Friedrich Heinrich Ranke (1798–1876) schrieb das Lied aus Chorsätzen von Georg Friedrich Händels Oratorien Judas Maccabäus und Joshua um. Die erste Strophe greift das Bibelwort des Propheten Sacharja auf, der das Ereignis etwa 500 Jahre vor dem Eintreffen vorhersagte (Sacharja 9, 9): „Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin.“
Ursprünglich hatte das Lied vier Strophen. Die dritte Strophe, die den Esel als Reittier Jesu erwähnt, fehlt allerdings in den Gesangbüchern (Sieh! Er kommt demütiglich, reitet auf dem Eselein, Tochter Zion, freue dich! Hol ihn jubelnd zu dir ein!).
Dr. Ranke übersetzte auch nach dem lateinischen Adeste Fidelis das bekannte Lied „Herbei, o ihr Gläubigen“.

Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ewges Reich, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!

Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron, du des ewgen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!

Noten und eine Instrumentalstrophe. Hier noch eine Instrumentalstrophe.

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Palmsonntag: Der Einzug Jesu in Jerusalem

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Hosianna = Hilf, Herr!

Die Geschichte in Johannes 12, 12-19 in der Bibel nachlesen.

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